ein langweiliger Tag...
Frankfurt
Die deutschen Technologiewerte sind nach einem unspektakulären Verlauf mehrheitlich kaum verändert aus dem Handel gegangen, der TecDAX schloss letztendlich mit 0,08 Prozent im Plus und notierte damit bei 700,54 Indexpunkten.
Im Blick stand die Aktie von SINGULUS. Wie der Hersteller von Produktionsanlagen für CDs und DVDs heute mitteilte, wurde im Bereich Optical Coatings die erste OPTICUS-Beschichtungsanlage für die Fertigung qualifiziert und abgenommen. Die Anleger honorierten die Meldung mit einem satten Kursplus von 3,5 Prozent. Daneben knüpften Wirecard an die starke Vortagesentwicklung an und schlossen 6,1 Prozent fester, deutliche Zuwächse verzeichneten außerdem Evotec, ADVA und Tele Atlas.
Dagegen hatten SOLON erneut mit Verlusten zu kämpfen und fielen um über 4 Prozent zurück, weitere Verlierer waren AIXTRON und MorphoSys. In der zweiten erholten sich Aktien von MOLOGEN deutlich und lagen zuletzt nur noch mit knapp 3 Prozent im Minus, zeitweise summierten sich die Verluste bereits auf 25 Prozent.
Schlusskurse (17:36 Uhr):
TecDAX: 700,54 (+0,08 Prozent)
Tagesgewinner: Wirecard, Evotec, SINGULUS
Tagesverlierer: SOLON, AIXTRON, MorphoSys
Unternehmensmeldungen:
Der Solartechnik-Konzern Conergy AG (ISIN DE0006040025 / WKN 604002) teilte heute mit, dass Conergy Services ihr Angebot bei der Betriebsführung von Windkraftanlagen durch eine strategische Kooperation mit Voith Industrial Services Wind ausbaut. Dank des nun gebündelten Know-how-Vorsprungs profitieren Kunden von einem Rundum-Service, der auch auf individuelle Bedürfnisse bestens abgestimmt ist. Ein optimiertes und hoch modernes Betriebsführungsmanagement reduziert die laufenden Kosten der Betreiber und maximiert die jährlichen Energieerträge. Um lange Betriebsunterbrechungen von Windenergieanlagen zu minimieren, umfasst die Kooperation kontinuierliche prozessoptimierende Maßnahmen, die auch die Zulieferindustrie mit einbeziehen. Conergy Services, eine vollständige Tochter der Conergy AG, betreut die technische und kaufmännische Betriebsführung von Solar-, Bioenergie- und Windkraftanlagen mit einer Leistung von aktuell rund 500 Megawatt. Damit zählt das Unternehmen zu den europaweit führenden After-Sales-Service-Anbietern für regenerative Energieprojekte. Voith Industrial Services, Teil des zur Voith AG gehörenden Konzernbereichs Voith Industrial Services, ist ein führender Anbieter technischer Dienstleistungen für Schlüsselindustrien und hat sich auf die Betriebssicherung moderner Windkraftanlagen spezialisiert. Ihre bundesweit angesiedelten Wartungsteams mit hochqualifizierten Mitarbeitern sowie das umfangreiche Lager für Ersatzteile vieler Windkraftanlagenhersteller stehen der Conergy Services abrufbereit zur Seite.
Die SINGULUS TECHNOLOGIES AG (ISIN DE0007238909 / WKN 723890), ein Hersteller von Produktionsanlagen für CDs und DVDs, gab heute bekannt, dass im Bereich Optical Coatings die erste OPTICUS-Beschichtungsanlage für Kunststoff- Brillengläser von einem Kunden für die Fertigung qualifiziert und abgenommen wurde. In diesem Jahr wurden drei Anlagen ausgeliefert, von denen nun die erste Anlage nach umfangreichen Tests in der Serienfertigung für Brillengläser eingesetzt wird. Das aus der Serienfertigung von CDs und DVDs bekannte Inline-Verfahren von SINGULUS automatisiert den Herstellprozess und senkt die Personalintensität und damit die Kosten. Dadurch hat sich eine OPTICUS-Anlage je nach Auslastung bereits in kürzester Zeit voll amortisiert. Die Kernkompetenz von SINGULUS liegt dabei im Bereich der Vakuum-Beschichtungstechnik. Die Integration der in der Brillenglasherstellung üblichen Hart-, Antireflex- und Pflegeleicht-Beschichtung in einen Inline-Prozess und die vollständige Automatisierung der Kunststoffbrillenglas-Veredelung ist bei den bisher gebräuchlichen Maschinen und Prozessen nicht möglich gewesen. Dagegen zeichnet sich die OPTICUS-Anlage gegenüber den herkömmlichen Batch-Verfahren besonders durch einen hohen Automatisierungsgrad und ihre Flexibilität aus. Zudem ermöglicht das System dem Hersteller eine deutliche Reduzierung der Logistik und eine Verkürzung der Durchlaufzeiten.
Das Biotechnologie-Unternehmen MOLOGEN AG (ISIN
DE0006637200 / WKN
663720) erlitt einen Rückschlag in Abu Dhabi. Unternehmensangaben vom Mittwoch zufolge wurde der NMC Group die Erlaubnis zur Behandlung mit der zellbasierten Gentherapie durch die lokale Gesundheitsbehörde (GAHS) für den Standort Abu Dhabi aus regulatorischen Gründen nicht erteilt. Nun prüft man kurzfristig mögliche Alternativen in den anderen Emiraten. Im März 2006 hatte MOLOGEN mit NMC einen exklusiven Vertrag für den Vertrieb der zellbasierten Gentherapie in den zur NMC-Gruppe gehörenden Krankenhäusern abgeschlossen. (06.12.2006/ac/n/m)
Quelle: Finanzen.net / Aktiencheck.de AG