Die US-Börsen mussten zum Wochenauftakt mit roten Vorzeichen auskommen. Schwache Daten zu den Industrieaufträgen hatten die Anleger am Montag zu Verkäufen motiviert. Das US-Handelsministerium stellte für Januar 2006 einen deutlichen Rückgang beim Auftragseingang in der Industrie vor. Demnach verringerten sich die Bestellungen um 4,5 Prozent gegenüber dem Vormonat, was den stärksten Rückgang seit Juli 2000 darstellt. Volkswirte hatten sogar eine Abnahme um 5,4 Prozent erwartet.
Am Ende schloss der Dow Jones mit einem Minus von 0,55 Prozent bei 10.961 Punkten. Die NASDAQ musste derweil mit einem Abschlag von 0,72 Prozent auf 2.286 Zähler auskommen.
Im Mittelpunkt der Anleger stand der Telekomsektor, nachdem AT&T am gestrigen Sonntag die Übernahme des Mitbewerbers BellSouth für 67 Mrd. Dollar ankündigte und in deren Folge Aktien von BellSouth um 11 Prozent nach oben schnellten. Nun wurde seitens AT&T auch bekannt, dass der Konzern im Zusammenhang mit der Übernahmen plane, 10.000 Stellen zu streichen, und dies im Zeitraum 2007 bis 2009. Im Rahmen der Transaktion erhalten derweil BellSouth-Aktionäre für jeden ihrer Anteilsscheine 1,325 AT&T-Aktien. Auf Basis der Schlusskurse vom Freitag wird jede BellSouth-Aktie mit 37,09 Dollar bewertet, was einer Prämie von 17,9 Prozent entspricht.
Grüne Vorzeichen prägten das Geschehen auch beim angeschlagenen Autobauer GM, der ankündigte, seine Beteiligung an dem japanischen Mitbewerber Suzuki zu reduzieren. Demnach wird der weltgrößte Automobilhersteller 92,36 Millionen seiner insgesamt 108,66 Millionen gehaltenen Suzuki-Aktien verkaufen, deren Schlusskurs am Freitag an der Tokyo Stock Exchange bei 2.500 Japanischen Yen (JPY) lag. Auf dieser Basis rechnet der US-Konzern mit Bar-Erlösen von rund 2 Mrd. Dollar. 1981 hat sich GM erstmals mit 5,3 Prozent an Suzuki beteiligt.
Das US-Bildungsunternehmen Education Management Corp. (ISIN
US28139T1016/ WKN
903613) meldete heute, dass es der Übernahme durch Providence Equity Partners und Goldman Sachs Capita l Partners, der Investment-Sparte der Goldman Sachs Group Inc. (ISIN
US38141G1040/ WKN
920332), für 3,4 Mrd. Dollar zugestimmt hat. Im Rahmen der Transaktion erhalten Aktionäre von Education Management für jeden ihrer Anteilsscheine 43 Dollar in bar, was einer Prämie von 16,3 Prozent auf deren Schlusskurs vom Freitag entspricht. Die Übernahme, die vom Board von Education Management akzeptiert wurde, soll vorbehaltlich der Zustimmung durch Behörden und Aktionäre in diesem Sommer abgeschlossen werden. Darüber hinaus gab Education Management bekannt, dass J. William Brooks seine Ämter als President und COO niederlegen wird und Robert T. McDowell als CFO zurücktreten wird. Die Personalien werden jeweils zum 30. Juni wirksam.
Das Medienunternehmen NBC Universal, das zum US-Mischkonzern General Electric Co. (GE) (ISIN US3696041033/ WKN 851144) gehört, teilte heute mit, dass es die iVillage Inc. (ISIN
US46588H1059/ WKN
919733), einen Betreiber von Internet-Seiten mit Inhalten für Frauen, für 600 Mio. Dollar übernehmen wird. Im Rahmen der Transaktion, die im zweiten Quartal abgeschlossen werden soll, erhalten iVillage-Aktionäre für jeden ihrer Anteilsscheine 8,50 Dollar in bar. NBC sieht in iVillage ein Kernstück seiner digitalen Strategie und will seine digitalen Umsätze in 2006 (einschließlich iVillage) auf rund 200 Mio. Dollar steigern.
Der amerikanische Technologiekonzern Lexar Media Inc. (ISIN
US52886P1049/ WKN
936889) geht für das vierte Quartal von einem Verlust aus. Wie der auf die Herstellung von Speicherchipkarten spezialisierte Konzern heute erklärte, geht man für das vierte Quartal von einem Verlust in Höhe von 20 bis 23 Mio. Dollar bzw. 25 bis 28 Cents je Aktie aus. Die Umsatzerlöse sollen im Schlussquartal bei 237 bis 240 Mio. Dollar liegen. Analysten erwarten für das vierte Quartal hingegen lediglich einen Verlust von 15 Cents sowie einen Umsatz von 236 Mio. Dollar. Des Weiteren gab Lexar bekannt, dass man die Veröffentlichung der endgültigen Geschäftsergebnisse für das Schlussquartal aufgrund der noc h laufenden Bilanzierung von Inventarbeständen auf den 14. März verlegt hat.
Gruß Moya 