DAX, strategisch alles im Lot?
HSBC Trinkaus & Burkhardt
Beim DAX ist kurzfristig eine Korrektur einzukalkulieren, so die technischen Analysten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt.
Der DAX30 befinde sich seit August 2004 in einem intakten Aufwärtstrendkanal, dessen Begrenzungen derzeit bei 4.285 bzw. 4.726 Punkten lägen. Nachdem der deutsche Leitindex am Freitag bei knapp 4.624 Punkten ein neues Verlaufshoch habe generieren können, hätte sich die Aufwärtsbewegung gestern jedoch vorerst nicht weiter fortgesetzt. Ein Blick auf die technischen Indikatoren lasse kurzfristig nichts Gutes ahnen. So habe der Stochastik negative Divergenzen ausgeprägt und weise derzeit ein Verkaufssignal auf. Auch der trägere MACD stehe kurz davor, seine Signallinie von oben zu durchstoßen. Zudem hätte der RSI seinen Aufwärtstrend bereits gebrochen und rate damit ebenfalls zur Vorsicht.
Kurzfristig drohe dem DAX30 aus technischer Sicht eine Korrektur auf die vorangegangenen Kursgewinne. Erste wichtige Unterstützungen fänden sich vor allem bei 4.538 und 4.490 Zählern in Form alter Tiefpunkte. Danach warteten die Hochs vom 7. März beziehungsweise 15. Februar 2005 bei 4.435 und 4.409 Punkten. Solange der Aktienindex weiter oberhalb seiner relevanten Glättungslinien notiere, die 200-Tageslinie verlaufe derzeit bei der 4.229er Marke, und die untere Begrenzung des oben genannten Aufwärtstrendkanals nicht unterschritten werde, bleibe das übergeordnete Bild aber freundlich. Bestehende Positionen könnten daher gehalten werden.

Gruß Moya 