->Anmeldung eines Insolvenzverfahrens, Bestellung Inso-Verwalter, sofort Einfrierung aller Liquiditätsflüsse
-> Prüfung ob sich eine Sanierung lohnt (in dem Fall ohne Zweifel ja, denn ohne Schuldenbetrachtung operativ läuft es wie in einem Märchen)
-> da sich Sanierung lohnt, wird 5-Jahressanierungsplan ausgearbeitet
-> nun kommt folgendes: unter der Berücksichtigung dass Gläubiger die Schuld für nur 4 Mrd. gekauft haben, wird vom Inso-Verwalter gerichtlich ein 50% Schuldenschnitt durchgesetzt. Problemlos möglich und sehr wahrscheinlich.
-> Verkauf oder IPO der Matress Firm bringt um die 2,5-3 Mrd. Erlöse mindestens
Zwischenstand: Schuld von 10 Mrd. - 50% Schuldenschnitt - 3 Mrd. aus Matress = reduziert auf nur noch 2 Mrd.
Und hier kann der Inso-Verwalter gerne auch den Gläubigern den Vorrang geben diese 2 Mrd. auf 5 Jahre Laufzeit zu verlängern oder wenn sie es nicht wollen, um zu finanzieren und Gläubiger komplett aus der Steinhoff-Geschichte raus zu quetschen)
Da Isno-Verwalter auch als Bürge sich einsetzen kann, wird es ein Klacks für ihn sein die restlichen 2 Mrd. zu refinanzieren.
Ach und übrigens die jahrelange 10% Verzinsung wird ebenfalls auf den Prüfstand gestellt)
Am Ende ergibt sich folgendes Konstrukt: Aktionäre haben ihre Aktien behalten, Steinhoff hat 9-10 Mrd. Assets (das sogar ohne Matress) und eine Schuld von 2 Mrd. die problemlos tragbar ist und in 5 Jahren mit einem EBIT von 1,5 Mrd. EUR locker bezahlt werden kann.
Wo der Kurs nach dem Abschluss einer solchen Sanierung hingehen kann? Nun 6 EUR locker, das dürfte klar sein. 10 Mrd. Assets, ca. 1+ Mrd. Jahresüberschuss? bei einem durchschnittlich als Richtwert geltenden KGV Verhältnis von 20 würde der mögliche Kurs bei 1 Mrd x 20 (KGV) = 20 Mrd. / 4,236 Mrd. Aktien = 4,72 EUR liegen. in den Folgejahren stark steigend bei der Wachstumsrate der Pepco und Pepkor.
So ähnlich könnte es im WHOA ablaufen, nur deutlich schneller als in 5 Jahren.
Das eine Insolvenz den Aktionären Totalverlust bedeuten kann, das wird hier sehr gerne zur Abschreckung verwendet. Es wird aber nicht gesagt, dass es auch vollkommen anders ablaufen kann)
Dass nach der HV nicht direkt Insolvenz angemeldet wurde zeigt uns was? Gläubiger + SH wollen keine Insolvenz, zumindest aktuell nicht. Warum nicht? Wenn sie doch Ihre kohle locker bekommen und Aktionären nichts bleibt? Ganz einfach. Weil ihnen klar ist dass die Bilanzen nicht das wahre tatsächliche Bild um Steinhoff wider spiegeln. Und dass ein Insolvenzprozess für eine Sanierung und nicht Liquidierung entscheiden würde. Und ja es ist meine Vermutung und ja es gibt hierfür keine Belege und keine Quellen. Es ist aber der einzig logische Grund, warum nicht bereits ein Insolvenzverfahren oder zumindest ein WHOA angestoßen wurden.