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Rohstoff News, Charts, Analyssen ect.


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Randgold Resourc. kein aktueller Kurs verfügbar
 
Pate100:

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01.04.05 09:35

in diesen Thread stelle ich interessante Artikel zu allen möglichen Rohstoffen ein.

Die Achtjahreszyklik bei Gold

Die Entstehung der Achtjahreszyklik bei Gold

Beim Edelmetall Gold lässt sich seit der Entkoppelung des Goldpreises vom Dollar (Beginn mit der Auflösung des Goldpools zum Zwecke der Goldpreisintervention der Notenbanken im Jahre 1968; endgültige Auflösung des Bretton Woods Abkommens im Jahre 1973) eine Achtjahreszyklik feststellen. Fraglich ist, ob sich der bestehende Achtjahreszyklus bei Gold, welcher sich seit 1976 in einen dreijährigen Aufwärtstrend und einen fünfjährigen Abwärtstrend untergliedern lässt, in diesem Muster fortsetzen wird.

Der erste Achtjahreszyklus begann mit dem Tief im Dezember 1969, dem darauffolgenden Hoch im Dezember 1974 und einem Tief im August 1976 (5 Jahre aufwärts und 1¾ Jahre abwärts, Gesamtdauer 6¾ Jahre). Der zweite Zyklus erstreckte sich vom Tief im August 1976 über das bisherige Allzeithoch im Januar 1980 bis zum Tief im Februar 1985 (3½ Jahre aufwärts und 5 Jahre abwärts, Gesamtdauer 8½ Jahre). Der dritte Zyklus setzte sich mit dem Tief im Februar 1985 fort. Das dazugehörige Hoch wurde im Dezember 1987 und das nächste Tief im Januar 1993 erreicht (2¾ Jahre aufwärts und 5 Jahre abwärts, Gesamtdauer 7¾ Jahre). Das Tief im Januar 1993 mit dem Hoch im Februar 1996 und dem nächsten Tief im April 2001 markieren den vierten und letzten abgeschlossenen Zyklus (3 Jahre aufwärts und 5¼ Jahre abwärts, Gesamtdauer 8¼ Jahre).

Der nachfolgende Chart 1 zeigt die Achtjahreszyklik bei Gold seit 1969.


Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1880212
Chart 1: Die Achtjahreszyklik bei Gold von 1969 bis 2004 (Quelle: www.adenforecast.com)

Auffallend ist, dass sowohl die signifikanten Hochs als auch Tiefs des Achtjahreszyklus zumeist zum Jahreswechsel in den Monaten Dezember bis Februar auftreten.


Der Primärtrendwechsel

Gold befand sich von 1969 bis 1980 im primären Aufwärtstrend (Bullenmarkt) und markierte im Januar 1980 ein V-Top als Umkehrformation. Dieser Primärtrendwechsel war ursächlich für den primären Abwärtstrend (Bärenmarkt) von 1980 bis 2001 (siehe Chart 2). In den Jahren 1999 bis 2001 bildete sich eine W-Umkehrformation aus. Das Tief im April 2001 bei 255,95 $/oz (London PM Fixing) unterbot nicht das Tief vom Juli 1999 bei 252,80 $/oz. Das Achtjahreszyklustief im April 2001 markiert somit auch den zweiten Wendepunkt der W-Umkehrformation.

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Chart 2: Gold von 1969 bis 2004 (Quelle: Der Goldbrief & Goldminen-Spiegel)

Am 02.12.2004 wurde ein neues Zwischenhoch bei 454,20 $/oz (London PM Fixing) markiert (siehe Chart 3). Ob es sich hierbei um ein signifikantes neues Hoch der Achtjahreszyklik handelt, ist jedoch strittig.

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Chart 3: Gold in $/oz von März 2004 bis März 2005 (Quelle: www.taprofessional.de)


Das zukünftige Verlaufsmuster

Ein Großteil der Analysten, die sich mit der Achtjahreszyklik derzeit beschäftigen, sehen eine Fortsetzung des Zyklus im Muster 3 Jahre aufwärts und 5 Jahre abwärts als weiterhin für gegeben an.

Ginge man von dieser Konstellation aus, dann hätte der Goldpreis somit im Dezember 2004 bei 454,20 $/oz ein neues Hoch markiert und müsste dann bis zum Jahr 2009 fallen, um dort wieder ein Tief zu machen und den Zyklus zu vollenden (gestrichelter Zyklenverlauf in Chart 4 von 2001 bis 2009 mit Hoch 2004, strittig).

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Chart 4: Der Achtjahreszyklus bei Gold, Verlauf von 1975 bis 2001 mit angedeutetem Verlauf bis 2009 Goldpreis nominal (blau) und real in 2003er US-Dollars (rot) Quelle: Stephen J. Williams, CyclePro



Diese Annahme ist jedoch meiner Ansicht nach vollkommen abwegig.
Die eben erwähnte Theorie berücksichtigt nicht, dass es bereits vor 1976 ein anderes Verlaufsmuster gegeben hat (5 Jahre Aufwärtsmarkt, 1¾ Jahre Abwärtsmarkt).

Die Translationsverschiebung bei der Achtjahreszyklik

Es ist somit fraglich, ob sich die Achtjahreszyklik bei Gold mit dem zuletzt gewohnten Muster drei Jahre aufwärts und fünf Jahre abwärts (3/5) fortsetzen wird. Wie aus den bisherigen Zyklen ersichtlich ist, wechselt die Länge des Aufwärtstrends zum Abwärtstrend innerhalb eines kompletten Achtjahreszyklus bei einem Wechsel von einem Bullen- zum Bärenmarkt (Translationsverschiebung, siehe Chart 5). Dies muss natürlich auch umgekehrt gelten.

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Chart 5: Die Translationsverschiebung von einem Bullen- zum Bärenmarkt
Quelle: John J. Murphy, Technische Analyse der Finanzmärkte,
FinanzBuch Verlag München 2000, S. 357



In einem primären Aufwärtstrend (Bullenmarkt) verlaufen die Chartbewegungen in langen Anstiegen mit kurzen Korrekturen (rechtsseitige Translation), wobei in einem primären Abwärtstrend (Bärenmarkt) die langen Kursverfälle von kurzen Aufwärtsbewegungen gefolgt werden (linksseitige Translation).

Da man Zyklen von Tief zu Tief bestimmt, kam es während des 2. Zyklus zwischen 1976 und 1985 mit dem Hoch 1980 zu einer Translationsverschiebung von 5/3 (1. Zyklus) zu 3/5 (2. bis. 4. Zyklus). Von einer derartigen Translationsverschiebung ist auch bei dem erneuten Primärtrendwechsel durch die W-Umkehrformation von 1999 bis 2001 auszugehen.

Sofern der Achtjahreszyklus weiterhin Bestand hat, muß man folglich wieder ab dem Tief 2001 von einem Zyklus mit Muster 5 Jahre aufwärts und 3 Jahre abwärts rechnen. Dies bedeutet, dass mit Vollendung der W-Umkehrformation im Jahr 2001 der neue Achtjahreszyklus mit einem Zyklushoch 2006 und dem voraussichtlichen Zyklusende 2009 begonnen hat. De facto ergibt sich nach diesem Szenario ein signifikantes, neues nominales Goldhoch für das Jahr 2006. Dies sollte schätzungsweise über dem alten nominalen Hoch von 850 $/oz liegen.

Diese Theorie passt zur gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Betrachtungsweise eines kollabierenden Dollars, einer unlösbaren weltweiten Verschuldungsproblematik, der exorbitanten Geldmengenausweitung der USA, der brandgefährlichen Lage in Nahost (Iran, Syrien) und des explodierenden Rohölpreises, welcher in starker positiver Korrelation zum Goldpreis steht.

Wie aus Chart 6 ersichtlich, ergibt sich alleine aus der positiven Korrelation von Rohöl zu Gold schon jetzt ein aufgestautes Potential beim Goldpreis bis auf ca. 900 $/oz bei einem derzeitigen Rohölpreis von über 50 $/Barrel.

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Chart 6: Die positive Korrelation von Rohöl zu Gold (Preise real in 2004er Dollars)
Quelle: www.ZealLLC.com



Aus der nachfolgenden Abbildung 1 kann man die genauen Hoch- und Tiefpunkte, den Goldpreis zum jeweiligen Wendepunkt, die Gesamtdauer der Achtjahreszyklen bei Gold (Aufwärtsmarkt/Abwärtsmarkt) sowie eine Prognose für die Zukunft entnehmen.

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Abbildung 1: Die Achtjahreszyklen bei Gold seit 1969 mit Prognose bis 2017
Daten: www.markt-daten.de, Goldpreise London PM Fixing (Quelle: ArgentumInvest)



Wie bei Zyklen üblich, kann sich die Gesamtlänge um mehrere Monate verkürzen oder verlängern. Somit ist eine genaue Zukunftsprognose monatsgenau nur schwer möglich. Als grobes Raster für die zukünftige Entwicklung der nächsten Goldpreishochs und Tiefs kann die Zyklik aber gute Dienste leisten. Ich gebe bewusst keine Preisprognose für 2013/14 ab, da dies rein eine Frage der Inflation bzw. des Dollarwertverfalls bis zu diesem Zeitpunkt ist. Da man aber bis 2013/14 von einem neuen Preishoch ausgehen kann, ist natürlich durchaus die Frage berechtigt, ob es in dem zukünftigen 6. Zyklus wieder zu einem Primärtrendwechsel und damit zu einer Translationsverschiebung kommen wird. Nach dem Muster des 2. Zyklus ergäbe dies dann ein Zyklushoch bereits 2012, was nach der Theorie der langen Wellen der Wirtschaft genau dem nächsten Depressionstief im 4. Kondratieff entsprechen würde.
(vgl. Richard Mayr, Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1880212„Die Kondratieff-Krise“ in: Chart! Newsletter für Technische Analyse, 02/2004,)


Fazit: "Goldene Aussichten"

Wenn man den Achtjahreszyklus bei Gold und die starke positive Korrelation zu Rohöl in Betracht zieht, sollte der Goldpreis spätestens im 1. Quartal 2006 ein neues, signifikantes nominales Hoch über dem alten nominalen Hoch von Januar 1980 bei 850 $/oz markieren.
Wie in den 1970er Jahren erwarte ich daher eine kurze, exponentielle Entwicklung (vgl. Chart 6, Entwicklung des Goldpreises von 1969 bis 1974), bevor die nächste Korrektur von zwei bis drei Jahren Länge eingeleitet wird. Ein Überschießen bis auf 1.000 oder 1.200 $/oz ist durchaus möglich und wird nicht zuletzt von der weiteren Entwicklung des Rohölpreises abhängig sein.

Man muß sich immer vor Augen halten, daß der reale Preis des Goldes von 1980 noch in weiter und vor allem vierstelliger Ferne liegt. Real liegt das alte Goldhoch nämlich bei aktuell über 1.600 $/oz! Ein nominales neues Goldhoch von mehr als 1.000 $/oz ist somit die logische Konsequenz zu neuen Rohölpreishochs über 50 $/Barrel, die schon Realität sind.

Der Fortbestand des Achtjahreszyklus hängt auch vom Fortbestand des ungedeckten US-Dollars ab. Sollte gegebenenfalls in der Zukunft der US-Dollar kollabieren und die alte Weltwährungsordnung komplett verschwinden und eine neue Weltleitwährung entstehen, die an Gold gekoppelt ist, so wird dieser Zyklus in jedem Fall sein Ende finden.

Das Problem heute ist, dass es zu viele Analysten gibt, die sich der Tragweite von Primärtrendwechseln nicht bewusst sind. Ein Bärenmarkt am Aktienmarkt dauert nicht nur fünf Jahre nach einem vorangegangen Bullenmarkt von 18 Jahren. Ebenso ist ein Gold- und Rohstoffbullenmarkt nach einer 21-jährigen Baisse nicht nach vier Jahren zu Ende. Gerade bei Gold befinden wir uns erst am Beginn der Public Phase, erste Anleger haben neben den "Gold Bugs" und den Antizyklikern das Edelmetall für sich als Inflationsschutz entdeckt.
There is more to come – auch wenn Investmentlegenden darüber nicht vor einem Mikrophon sprechen wollen oder dürfen...


© Richard Mayr 2005 (www.Argentuminvest.de)



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Pate100:

Silber ist einzigartig

 
01.04.05 09:37

Silber ist einzigartig

Die wertgebende Eigenschaft von Gold & Silber: "Seltenheit"

Gold und Silber teilen viele Gemeinsamkeiten, doch es sind die Unterschiede, die dem Silberpreis ein weitaus grösseres Aufwertungspotenzial geben.

Studiert man die Geschichte von Gold, so stösst man immer auch auf Silber. Beide Edelmetalle findet man zusammen im Gestein, beides sind die erstgenannten Metalle in der Bibel, beide wurden zusammen bei heiligen Ritualen verwendet, 2300 vor Christus wurde Gold und Silber, sowie Elektrum (Legierung aus Gold und Silber) in Gräber gelegt. Beide Metalle werden seit Jahrtausenden von der Allgemeinheit als edel und wertvoll angesehen. Silber trägt nicht umsonst den Beinamen "Gold des kleinen Mannes". Schaut man sich das Gold-Silber-Preisverhältnis der letzten Jahrhunderte an, so schwankte dieses stark um den Median bei 15. Interessant ist die Meinung, dass es die alten Ägypter waren, welche wohl als die besten Goldpreis-"Analysten" angesehen werden sollten, denn schon vor mehr als 6000 Jahren ermittelten sie mit 13,3 ein Gold-Silberpeisverhältnis, welches in den Jahrtausenden danach den ungefähren Durchschnitt bilden sollte. Deren Wertbeimessung richtete sich jedoch nicht auf Fundamental- oder Preisrasteranalysen, sondern leitete sich aus der ihnen schon damals bekannten Tatsache ab, dass sich der Mond 13,3mal schneller im Tierkreis bewegt als die Sonne. Ein Grossteil der vielen Religionen in Indien, welches Land bekannterweise seit Jahrzehnten das meiste Gold kauft und hortet, betet zur Sonne, während dem Mond bei moslemischen Religionen eine hohe Bedeutung beigemessen wird.


Da die Vorkommen im Vergleich zu anderen Bodenschätzen sowie die Produktionskapazitäten von Edelmetallen - im krassen Gegensatz zur unendlich steigerbaren Papiergeldproduktion - auf natürliche Weise begrenzt ist, bestückte der Mensch solch wahrhaft "edle" Metalle mit relativen Eigenschaften wie "selten", "kostbar" und "wertvoll". Jahrhundertlange Geschichte hat uns gelehrt, dass politische Versprechen (die Basis des Papiergeldes) nicht immer für "voll" genommen werden konnten, doch dass Edelmetalle, ganz gleich ihrer relativen (und somit kurzfristig verwässerbaren) Preise, immerwährend als "wertvoll" angesehen wurden. Ein Grund, warum Edelmetalle zeitlos als Geld betrachtet werden - ganz gleich ihrer offiziellen Stellung im "modernen" Regierungs- und Finanzsystem ("barbarisches Relikt").

Der Chart im Anhang zeigt die Kaufkraftentwicklung eines U.S. Dollars von 1800 bis 1995.

Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1880218



Um einen 1995er Dollar zurück auf das 1913er (ein Jahr später wurde das Federal Reserve System erfunden) Niveau zu bringen, bräuchte man 20 davon. Mit anderen Worten: Ein Dollar aus dem Jahre 1913 war 1995 nur noch 5 Cent wert (0,05 US$ x 20 = 1 US$). Wie hat sich Gold und Silber in der gleichen Zeitspanne entwickelt? Eine damals ubiquitäre $20 Goldmünze (in etwa eine Unze) aus dem Jahre 1913 hätte 400 US$ im Jahr 1995 gekostet (20 US$ x 20 = 400 US$), was ungefähr dem Goldpreis von 1995 nahe kam: 320 US$. Der Preis war ca. 20% unter diesem theoretischen Wert. Schaut man sich nun den Silberpreis an, so erhält man ein gänzlich anderes Bild: 1913 kostete eine Unze Silber 1,29 US$ - und hätte 1995 den Wert von 25,80 US$ haben müssen (1,29 US$ x 20 = 25,80 US$). Eine Wertdifferenz von 550%!

Regierende Instanzen wissen selbstverständlich um die monetäre Eigenschaft von Edelmetallen, dessen Bedeutung allerdings bei der Anlegerschaft erheblich schwanken kann. In Zeiten, in der die Bedeutung derart zunimmt, dass Gold & Silber zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz zu den auf Vertrauen basierenden Papiervaluta avancieren, könnten die Währungshüter à la Greenspan den Fluchtweg aus der Papierwelt von heute auf morgen versperren, indem per Gesetz ein Besitz- und Handelsverbot ausgesprochen wird. Es ist eine historische Fussnote, dass der Besitz von Gold letztes Jahrhundert zweimal verboten und verfolgt wurde - genau zu Zeiten, in der die Monopolstellung der Papierwährungen gefährdet war. Ein wesentlicher Vorteil von Silber gegenüber Gold ist die geschichtliche Tatsache, dass Regierende in ihren Hegemonieausweitungs- und Existenzerhaltungs-Massnahmen es bisher nie vollbringen konnten, auch den Silberbesitz effektiv zu verbieten. Ein solches wird auch in Zukunft aufgrund seiner Verbreitung und insbesondere seines Status als industriell unentbehrliches Metall kaum realisierbar sein. Dass ein Goldbesitzverbot ein weiteres Male ausgesprochen wird, kann bezweifelt werden. Doch es ist ein psychologischer Vorteil, dass es bei Silber praktisch unmöglich ist. Ein weiterer wichtiger psychologischer Vorteil für Silberanleger ist die Tatsache, dass Silber von den westlichen Notenbanken nur in relativ geringen Mengen gehalten wird. Im Gegensatz zu Gold können diese vernachlässigbaren Silberreserven den Preis nicht durch immer wieder geäußerte Verkaufsabsichten unter Druck bringen.

Was ist der Grund, dass Gold wertvoller als Silber angesehen wird? Ist es weil der Silbergehalt im Gestein höher ist als Gold? Und ist es, weil Silber in den Währungsreserven keine Bedeutung hat und offiziell demonetisiert wurde? Ist es, weil Silber zum Rohstoff abstieg und mittlerweile 95% der jährlichen Neuförderrung von der Industrie verkonsumiert wird? Oder ist es, weil Gold über lange Zeiten seinen Wert behaupten konnte, wohingegen die Silberpreisbewegungen eher volatil, launisch und unberechenbar erschienen?

Was lässt uns glauben, dass Silber derzeit unterbewertet ist und ein noch grösseres Preissteigerungspotenzial hat als sein grosser Bruder Gold? Spekulation? Glauben & Hoffnung? Nein, es sind Fakten und Daten, die uns die Geschichte grösstenteils bereits gelehrt hat, allerdings auf fahrlässiger Weise von der Allgemeinheit vernachlässigt und folglich vergessen wurden.

Der Silberanteil (im Boden) im Vergleich zu Gold ist wesentlich grösser, womit Gold seltener und folglich (langfristig) auch wertvoller erscheint. Platin beispielsweise kommt noch seltener vor als Gold, weswegen es u.a. auch von den Marktteilnehmern höher gepreist wird. Der Silberanteil (überm Boden) im Vergleich zu Gold ist aber wesentlich geringer, welche Eigenschaft Silber seltener und (kurzfristiger) wertvoller macht (bzw. machen sollte). Solch interne Marktgegebenheiten können den Preis über lange Strecken beeinflussen und dirigieren.

95% der jährlichen Goldförderung geht in die Schmuckindustrie und weniger als 5% verbraucht die Industrie. Der Grossteil allen gehobenen Goldes ist noch im Marktkreislauf. Bei Silber sieht die Geschichte der letzten 50 Jahre genau entgegengesetzt aus: Die gesamte jährliche Neuförderung wird von der Industrie verkonsumiert. Dem nicht genug, denn das Angebot aus der Neuproduktion reicht seit Jahren nicht mehr, um die steigende Nachfrage der Industrie zu sättigen: Das momentane Defizit von etwa 70 Millionen Unzen jährlich wird aus Lagerständen bereitgestellt. Normalerweise löst sich ein Angebot-Nachfrage-Defizit von alleine: Über den Preis. Warum wird das Defizit seit Jahren mit dem Abbau von Lagerbeständen gesättigt? Warum nicht über einen höheren Preis (=Nachfrage sinkt)? Manipulation? Vielleicht weil Silber im Gegensatz zu vielen anderen Rohstoffen preisunelastisch ist? Wie bereits im Editorial angesprochen ist Silber in den meisten Anwendungsfeldern nicht substituirbar, sprich ein steigender Preis würde die Nachfrage verhältnismässig nur schwach senken können.

Der Silberanteil im Grossteil der Produkte ist relativ gering - sowohl in Hinsicht auf die Gesamtkosten als auch auf das Gesamtprodukt. Ein ansteigender Preis würde die Nachfrage nicht effektiv stoppen können. Auf der Angebotsseite das gleiche Spiel: Da Silber grösstenteils ein Nebenprodukt aus der Förderung anderer Metalle ist, verhält sich der Preis in Verbindung mit dem Angebot nicht auf elastische Weise (steigt der Preis, so auch die Produktion). Das Produktionssausweitungspotenzial von Silber hängt primär nicht vom Silberpreis ab, sondern vom Preis der Primärmetalle. Verdoppelt sich bspw. der Kupferpreis, so wäre dies ein Grund, die Kupferförderung auszuweiten. Wenn sich der Kupfer oder Zinkpreis aber beispielsweise halbieren würde, dann wird die Produktion runter gefahren; ganz gleich ob sich der Silberpreis verdoppelt oder verdreifacht. Die Produktion und der Konsum von Primärmetallen wie Kupfer oder Zink, welche hauptsächlich von der Automobil- & elektrischen Industrie nachgefragt werden, hängen stark von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab. Die Nachfrage nach Kupfer, Zink oder Blei und folglich deren Produktion sinken in Rezessionszeiten wesentlich schärfer als die Nachfrage nach Silber.

Gold hat relativ wenig bedeutende Einsatzfelder in der Industrie. Silber ist eines der am vielfältigsten benutzten Metalle und hat vielfach kein konkurrierendes Substitutionsmetall. Gold wird gehoben und anschliessend gehortet. Silber wird gehoben und sofort verbraucht (und somit grösstenteils verloren). Während die überirdischen Goldbestände kontinuierlich wachsen, verringern sich die Silberbestände. Momentan gibt es etwa zehnmal soviel Gold wie Silber "auf" der Erde, wobei sich das Verhältnis täglich ausweitet.

Silber ist mittlerweile zu einem "Nebenprodukt" im Bergbau abgestiegen. Mehr als 75% des produzierten Silbers stammt aus der spezialisierten Primärförderung von Gold, Zink, Kupfer oder Blei. Der Goldpreis bewegte sich in den letzten Jahrzehnten meist in der Nähe oder über den durchschnittlichen Produktionskosten je Unze, weswegen es weltweit viele hundert Minen- und Explorationsprojekte gibt. Die spezialisierten Silberprojekte weltweit können an einer Hand abgezählt werden, weil der Silberpeis über lange Zeit drastisch unterhalb der durchschnittlichen Produktionskosten notierte. Nun drängt sich die entscheidende Frage auf, wie hoch der Anteil des noch potenziell förderbaren Silbers ist, um auf den Silberpeis Einfluss ausüben zu können. Silber wird heutzutage etwa siebenmal so oft produziert wie Gold (Im Jahre 1650 produzierte die Welt noch 44 mal soviel Silber wie Gold). Eine weitere geologische Eigenart: Je tiefer man bohrt, desto höher ist der Goldanteil im Boden. Bei Silber ist es genau umgekehrt: Das meiste Silber wird kurz unterhalb der Erdoberfläche gefunden! Somit neigt sich Silber auch in der Erdkruste dem Ende entgegen!

Ende 2002 betrug die jährliche Silberförderung 585 Millionen Unzen (1990: 518 Mio. Uz.). Auf der Angebotsseite addierten sich weitere 185 Mio. Unzen aus dem Recycling (1990: 135 Mio. Uz.). Der gesamte Industriekonsum verschlang allein 548 Mio. Unzen (1990: 499 Mio. Uz.). Silberwaren, Schmuck und Münzen machten lediglich 290 Mio. Unzen aus (1990: 220 Mio. Uz.). Dem Gesamtangebot i.H.v. 770 Mio. Uz. standen eine Gesamtnachfrage von 838 Mio. Uz. gegenüber. Das Defizit i.H.v. 66 Mio. Unzen wurde aus Silberbeständen bereitgestellt (1990: 86 Mio. Uz.). Ein solches Defizit bedeutet, dass das jährliche Produktionsangebot nicht für Investoren zur Verfügung steht. Folglich stehen nur die existierenden Lagerbestände den Investoren zur Verfügung.

Die Defizitsituation besteht im Silbermarkt seit 14 Jahren und kumuliert ergeben sich 1531 Millionen Unzen (1990-2002), die durch Abbau von Lagerbeständen bereitgestellt wurden. In den 1990er Jahren betrug das durchschnittliche Defizit mehr als 115 Mio. Unzen pro Jahr. Gold befindet sich ebenfalls in einem chronisch-gewordenem Angebot-Nachfrage-Defizt. Der Unterschied ist aber der, dass sich Silber seit nun mehr als eine Dekade in einem Defizit befindet.

Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1880218Jährliche Silber Überschüsse und Defizite 1950-2002
Quelle: CPM Group Silver Survey 2003



Konservative Schätzungen gehen davon aus, dass es nur noch 100-250 Mio. Unzen an Lager gibt. Bei keinem anderen Rohstoff hat es jemals einen so starken Lagerabbau gegeben, ohne dass der Preis auf natürliche Weise für ein Gleichgewicht sorgen konnte. Noch nicht! Denn „irgendwann“ ist nichts und niemand stärker als der Markt, sprich irgendwann setzen sich immer die Fundamentaldaten durch und der Preis sorgt für ein Gleichgewicht. Dieses "irgendwann" hat bereits angefangen! Silber befindet sich in einem langjährigen Aufwertungstrend.

Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1880218Gesamte Silber Bullion Lagerbestände (in Millionen Unzen; geschätzt) 1950-2002
Quelle: CPM Group Silver Survey 2003



Das amerikanische Schatzamt hielt 1959 noch 2,06 Milliarden Unzen Silber. Die Lagerbestände sanken von etwa 2,3 Milliarden Unzen Anfang der 1990er auf weniger als 0,5 Milliarden in 2003.

Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1880218Regierungslagerbestände 1970-2002
Quelle: CPM Group Silver Survey 2003



Vor 50 Jahren hielt die U.S. Regierung knapp 4 Milliarden Unzen Silber, was in etwa 25 Unzen pro US-Kopf ausmachte. Heute macht dieser Lagerbestand nur noch knapp 20 Millionen Unzen aus, was nur etwa 0,05-0,1 Unzen für jeden US-Bürger entspricht.

Die CPM Group schätzt die Münzlagerbestände auf 488 Millionen Unzen, sowie die nicht-Münz-Bestände auf 420 Millionen. Die gemeldeten (institutionellen) Lagerbestände an den Börsen COMEX, TOCOM, CBT, sowie der amerikanischen und japanischen Industrien fielen in den Jahren 1996 (246 Mio. Unzen) bis 2002 (144 Mio.) um mehr als 40%.

Die Nachfrage nach Silber bleibt trotz jährlichen Angebotsdefiziten hoch. Die Produktion konnte mit dieser Nachfrage über Jahre hinweg nicht mithalten. Die Angebotslücke wurde dank Recycling, Einschmelzungen, sowie institutionellen und Regierungsverkäufen gestopft. Regierungen besitzen so gut wie keine Bestände mehr an Silber. Trotz dieser für den zukünftigen Silberpreis fundamental positiven Daten kam das kalt-glänzende Metall bislang nicht in den Fokus der Investmentwelt. Wie ist es möglich, dass der Silberpreis trotz dieser fundamentalen Aspekte in den 1990ern Jahre stagnierte? Entweder sind die Fundamentaldaten rund um Silber falsch oder der Preis. Wenn der Preis nicht falsch wäre, so ergäbe es sich kein Grund zum Kauf. An der Börse sucht man nicht fair gepreiste, sondern unterbewertete Anlagen.

Die Annahme, dass der Preis falsch ist basiert auf dem Marktmechanismus, dass der Papiermarkt in Silber den physischen Silbermarkt dominieren kann. Papierkontrakte auf Silber können nicht mehr wert sein als physisches Silber, doch sehr wohl können sie weniger wert oder gar wertlos sein - im Gegensatz zu physischem Silber. Die Knappheit, von der die Rede ist, bezieht sich nur auf physisches Silber.

Wenn es an den Papiersilbermärkten keine Knappheit geben kann und die Short-Positionen allein an der COMEX-Börse grösser sind als die gesamten existierenden Lagerbeständen oder Jahresproduktion, kann Silber nicht fair gepreist sein. Futures & Optionen machen in etwa 500 Millionen Unzen aus. Aus Leasing-Kontrakten ergeben sich etwa 1 Mrd. Unzen. Diese Short-Positionen müssen den Preis nach unten getrieben haben. Es kann aber auch nicht sein, dass diese grossen Positionen von der Knappheit des physischen Silbers unberührt bleiben. Wenn die physische Knappheit offensichtlich wird, und der Preis steigt, wird es im Silbermarkt Veränderungen geben. Im Jahr 2000 wurden die Regeln für Palladium & Platin an der Tokyo Commodity Exchange und der New York Mercantile Exchange einfach geändert. Behalten Sie stets im Auge, dass Regeln nur geändert werden können, die sich auf Papiersilber beziehen. Nur wer physisches Silber besitzt, darf heutzutage noch ruhig schlafen.

Die Gesetze der wichtigsten Rohstoff-Börsen können geändert werden, um die Verpflichtung zur Lieferung von physischer Ware ausser Kraft zu setzen. Eine solche Klausel gibt es bereits, die besagt, dass anstelle der physischen Lieferung unter gewissen Umständen ein Ausgleich in Cash getätigt werden muss (oder anders gesagt, dass dann kein Recht auf Auslieferung besteht). Eine Bekanntmachung und Inkrafttreten dieser Klausel dürfte allerdings an die laut aufheulende Feuersirene über dem Papier-Börsenparkett in Japan erinnern (Ende 1990er), als die so genannten "Settlement-Regeln" kurz vor einer drohenden Platin-Squeeze noch geändert wurden. Der Squeeze konnte verhindert werden, doch der Preis explodiert seit dem trotzdem (von 350 US$ auf momentan 850 US$ je Unze).

Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1880218



Im Jahr 2002 konnte das gesamte jährliche Silberangebot i.H.v. 729 Mio. Unzen mit etwa 3,6 Milliarden US-Dollar bewertet werden. Demgegenüber stand der Wert aller Papier- und Derivatekontrakte mit ca. 193 Milliarden US$.

Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1880218Physischer & Papier-Silbermarkt 2002
Quelle: CPM Group Silver Survey 2003



Da der Hauptteil aller Silberpapiertransaktionen in Cash (und nicht in physischer Ware) beglichen werden, verfliegt die Notwendigkeit, Lieferung zu verlangen oder zu tätigen. Die meisten Investoren sind damit einverstanden, ihre Transaktionsgeschäfte in Bar abzuwickeln anstatt physisch. Diese Einstellung der Investoren kann sich aber ändern. Wenn sie sich ändert, dann gibt es im Silbermarkt ein Problem. Denn es gibt für diesen Fall nicht genügend Lagerbestände, um eine physische Lieferung sicherzustellen. Im Jahr 2002 wurden knapp 22 Milliarden Unzen "Papiersilber" über die LBMA in London beglichen, sowie weitere 15 Mrd. Unzen über die COMEX in New York. Diese 37 Milliarden Unzen der zwei grössten Rohstoffbörsen stehen dem physischen Angebot i.H.v. 0,8 Milliarden Unzen gegenüber.

Es erscheint vielerorts unseriös, zu behaupten, dass schlagartig alle Investoren die physische Lieferung verlangen könnten. Eine Preisexplosion ist aber schon bei einer Verhaltensänderung der Investoren von lediglich 3% möglich. Der Wert aller Papierkontrakte übersteigt auf unverschämte Weise die Fähigkeit jedweder Rohstoffbörse, eine Nachfrage nach physischem Metall zu befriedigen. Aber immerhin kann man diese Unverschämtheit in Profit ummünzen...

In der Geschichte der Menschheit wurden in etwa 130.000 bis 180.000 Tonnen Gold gehoben. Die Zentralbanken halten derzeit zwischen 30 und 40.000 Tonnen. 50.000 Tonnen ergeben 1,6 Mrd. Unzen (32000 Unzen/t). 50.000 Tonnen Gold wären momentan mit 677 Mrd. US-Dollar bewertet (423 US$ x 1,6 Mrd. Unzen = 677 US$ Mrd.). Die verfügbaren Silberbestände wären heute mit $3,8 Mrd. Dollar bewertet. (7 US$ x 540 Mio. Oz = 3,8 US$ Mrd.). Das für die nahe Zukunft preisentscheidende Gold-Silber-Verhältnis ist nicht 60 (423 US$ : 7 US$) sondern 178 (677 US$ : 3,8 US$). Es gibt in etwa 178 mal mehr Gold- als Silberbestände. Dieses Ratio hat wesentlich mehr Aussagekraft auf zukünftige Preispotenziale als ein reiner Preisvergleich im Vergleich mit historischen Durchschnitten.

Der Silbermarkt ist einer der engsten Handelsmärkte. Es gibt in etwa nur wenige pure Silberminenaktien und der physische Markt macht weniger als 4 Milliarden US-Dollar. Bill Gates und Warren Buffett sind die wohl zwei bekanntesten Silberinvestoren seit 1995. Das Vermögen von Herrn Gates wurde damals auf etwa 40 Milliarden US-Dollar geschätzt. Er hätte mit 1% seines Vermögens die gesamten Lagerbestände der COMEX-Börse aufkaufen können.

Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1880218



 

Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1880218



In den 5 starken Wirtschaftsboomjahren (1995-2000) betrug das jährliche Angebot-Nachfrage-Defizit durchschnittliche 133 Millionen Unzen. In den darauf folgenden 4 Jahren Stagnation (2000-2003) wurde das jährliche Defizit mit durchschnittlich 94 Millionen Unzen geschlossen. Die in der obigen Tabelle errechneten verfügbaren Lagerbestände, die noch für den zukünftigen industriellen Mehrverbrauch benutzt werden können, betragen 168 Millionen Unzen. Wird mit weiteren 94 Mio. Unzen Defizit in den kommenden Jahren gerechnet, so werden die noch verfügbaren Lagerbeständen maximal 2 Jahren halten - die Zahlen aus der obigen Tabelle sind vom Jahresende 2002.
Beachten Sie, werter Leser, dass die Bestände nicht ganz auf Null gehen können, denn ohne Warenbestände gibt es keinen Rohstoffmarkt. Der Silberpreis brach im Juli 2003 aus seiner 15-jahrelangen Schwankungsbreite von 3,50-5,50 US$ explosiv auf 8 US$ aus, und notiert momentan bei 7,23.

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© Stephan Bogner
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Pate100:

Chart - Palladium

 
01.04.05 09:38
01.04.2005 - 01:10
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PALLADIUM - Anschnallen, es geht los!
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PALLADIUM: 199,00 $ pro Unze

Aktueller Wochenchart (log) seit 13.04.2003 (1 Kerze = 1 Woche) .

Diagnose: Mitte Dezember 2004 bis Ende Februar 2005 liegt bei Palladium auf der 174,00 $ Marke eine breitbasige Doppelbodenformation vor. Durch den Anstieg über die BUY Triggerlinie (Nackenlinie) bei 193,00 $ wurde der Doppelboden als solcher bestätigt. Die Folge, ein mittelfristiges Kaufsignal.Wieso gerade ein Kaufsignal mittelfristiger Natur? Eigentlich weniger wegen dem Umfang des Doppelbodens selbst, sondern wegen seiner Lage unterhalb einer zentralen Unterstützung bei 203,00 $. Der Doppelboden wird also ein gewaltiges "Range-Rebreak" erzeugen. Solche "Rebreaks" entfalten in der Regel eine starke Dynamik.

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Aktueller Tageschart (log) seit 03.11.2004 (1 Kerze = 1 Tag) .

Der Kursrücksetzer (Pullback) zurück auf die BUY triggerlinie bei 193,00 $ ist in Form eines bullischen Keils abgelaufen. Aus diesem ist das Edelmetall heute regelkonform ausgebrochen.

Prognose: Der Beginn einer mittelfristigen Aufwärtsbewegung ist eingeleitet worden. Die charttechnischen Kursziele liegen bei 214,50 $, 328,00-332,00 $ und anschließend bis 254,5 $.

Harald Weygand - Headtrader Godmode-Trader.de

Sie finden die BörseGo GmbH (Godmode-Trader.de) zwischen 08.04.2005 - 10.04.2005 auf der Invest 2005 in Stuttgart, Halle 5, Stand 405. Über einen Besuch von Ihnen würden wir uns freuen.

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Chart erstellt mit Tradesignal

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Pate100:

Cahrt - Gold

 
01.04.05 09:39

01.04.2005 - 01:42
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GOLD - Schon wieder ein Bulle in Entstehung
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GOLD: 428,00 $ pro Feinunze. Aktueller Wochenchart (log) seit 06.01.2002 (1 Kerze = 1 Woche).

Charttechnische Kommentierung: GOLD ist nunmehr 2 Wochen steil konsolidiert. Im Rahmen der Konsolidierung kam es erneut zu einem Bruch der charttechnischen Marke von 430,00 $. Eine weitaus höhere Priorität hat aber das Bollwerk bestehend aus den beiden Aufwärtstrendlinienvarianten seit April 2001. Diese verlaufen derzeit bei 416,00 und 423,00 $. Aus dem langfristigen Monatschart läßt sich außerdem der Bereich von 400,00-405,00 $ als sehr starke Unterstützung herleiten. Gold zieht seit gestern ausgehend von einem kurzfristig relevanten Unterstützungsniveau bei 424,00 $ wieder an. Ein Anstieg bis 445,00 $ ist wahrscheinlich, wobei der Bereich vom aktuellen Kursniveau bis 445,00 $ als "tricky" beschrieben werden muß. In diesem Bereich können sich durchaus "Unwägsamkeiten" ergeben. Neu hingegen ist ab jetzt die Bedeutung der 446,00 $ Marke. Kann sie auf Wochenschluß nach oben passiert werden, dürfte die Post abgehen. Die Widerstandsmarke bei 456,75 $ dürfte relativ schnell überrannt werden, Ziel wäre der Bereich von 480,00-510,00 $. Diese Einschätzung beruht darauf, dass sich seit Mitte Dezember 2004 nun eine hohe inverse SKS als Fortsetzungsformation ausbildet. Fertig und bestätigt ist dieses stark bullische Muster aber nur dann, wenn GOLD über 446,00 $ ansteigt!  Unterhalb von 446,00 $ können "sie" das Muster noch abbrechen. 

Sie finden die BörseGo GmbH (Godmode-Trader.de) zwischen 08.04.2005 - 10.04.2005 auf der Invest 2005 in Stuttgart, Halle 5, Stand 405. Über einen Besuch von Ihnen würden wir uns freuen.

GOLD (USD/Unze) - Was sagt das BIG PICTURE? - Bitte hier klicken

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Pate100:

chart - Silber

 
01.04.05 09:42
30.03.2005 - 02:45
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SILBER - Bulle sticht Bär aus?!
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SILBER: 6,96 $ pro Feinunze - Aktueller Wochenchart (log) seit 06.04.2003 (1 Kerze = 1 Woche).

Es ist wieder einmal Zeit, etwas intensiver auf das Chartbild von SILBER zu schauen. Was ist denn da los? Gold und EUR/USD seit 2 Wochen unter massivem Druck, also auch ein Abwärtssog, der auf SILBER wirkt. Seit 2 Wochen geben die Notierungen bei SILBER ausgehend von einem Widerstand bei 7,58 $ ab. Wie Sie im beigefügten Wochenchart sehen, gibt es 2 Varianten der Aufwärtstrendlinie seit Oktober 2003. Das Edelmetall beginnt sich zunehmend an der unteren der beiden zu orientieren. Steigungswinkel leicht unter Idealmaß. Bei 6,76 $ verläuft derzeit der EMA50 (blaue Linie), der ebenfalls als Unterstützung fungiert. Alleine aus dem Wochenchart urteilend, dürfte sich der Boden bei SILBER bei 6,70-6,84 $ ausbilden.

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Aktueller Tageschart (log) seit 25.10.2004 (1 Kerze = 1 Tag).

Wenn man mit dem Tageschart weiter in das Kursgeschehen hineinzoomt, zeigt sich eine Doppeltop-Trendwendeformation, die sich Februar/März dieses Jahres direkt unterhalb des 7,58 $ Widerstands ausgebildet hatte. Bei 6,84 $ liegt eine Kreuzunterstützung. Die Chancen stehen also gut, dass SILBER bereits auf der 6,84er $ Marke die Wende nach oben schaffen kann. Von der Wertigkeit ist die 2003er Aufwärtstrendlinie höher einzuschätzen als das Doppeltop. Insofern unsere Einschätzung, dass SILBER voraussichtlich das Doppeltop vorzeitig wieder aufknacken wird. Etappen-Ziele für einen Anstieg liegen dann bei 7,10 und 7,58 $. Das anschließende 8,00 $ - Kursziel, das bisher als mittelfristige Zielmarke genannt wurde, hat weiter Bestand.  Steigt SILBER auf Wochenschlußkursbasis über 8,15 $, leitet dies mittel/langfristig Kursgewinne bis 12,00-13,00 $ ein ... aber das ist erstmals Zukunftsmusik. Etwas beunruhigend stimmt das derzeitige Chartbild vom US-Dollar. Und zwar in dem Sinne, dass der Greenback möglicherweise in den kommenden Monaten eine Stabilisierung erfahren könnte. Dies wiederum bedeutet unter Intermarketkorrelationsgesichtspunkten  für den gleichen Zeitraum eine neutrale stagnierende Tendenz für Gold und damit auch tendenziell für Silber. 

Was also tun? Nun. Spekulativ kann der benannte charttechnische Unterstützungsbereich bei 6,70-6,84 $ gekauft werden. Man kauft damit quasi den seit Oktober 2003 dominanten Trend, also Aufwärtstrend. Möglicherweise erwischt man das Edelmetall im letzten Tief vor dem erwarteten Anstieg zur 8,00 $ Zielmarke. Auf diese Weise wäre man in SILBER vor einem möglichen Ausbruch über die prozyklische BUY Triggermarke von 8,00 $ investiert und müßte nicht mehr prozyklisch bei Überwinden der 8,00 $ einsteigen. Jeder weiß, dass prozyklisches Einklinken die Gefahr birgt, dass der Basiswert nochmas "zurückschwappt" und eben diese prozyklischen Einsteiger wieder herauskegelt.   Für Longpositionen würden wir Stopps leicht unterhalb der 6,70 $ Marke setzen.

Harald Weygand - Headtrader Godmode-Trader.de

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Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1880236

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Pate100:

News

 
01.04.05 09:43

Rohstoff Express: Öl wieder fest, Gold und Palladium ziehen an

Gold

Der Goldpreis steht derzeit bei 428 $, Plus 1,80 $. Intraday eröffnete das Edelmetall bei 425,70 $ in Sydney und zeigte sich während des gesamten restlichen Handelsverlaufs sehr freundlich. In London und New York konnte Gold mehrmals auf 428 $ steigen, diese Hürde aber noch nicht überwinden. Der Euro notiert aktuell bei 1,2976 $, Plus 0,001 $. Oberflächlich betrachtet ging die Arbeitslosigkeit im März um 41.000 auf 5,176 Millionen zurück. Bei genauerer Betrachtung der Zahlen stellt man fest, dass die konjunkturell bedingten Arbeitslosen trotzdem um 20.000 gestiegen sind. Außerdem sind die saisonbereinigten Arbeitslosen um 90.000 angestiegen, verantwortlich wird hierfür der lange und kalte Winter gemacht. Die Vorabschätzung der Inflation in der Eurozone für März liegt bei 2,1%. Dies entspricht der gleichen Rate wie im Februar. Die Erstanträge für Arbeitslosenhilfe in den USA. ist unerwartet auf 350.000 gestiegen, wohingegen der Markt 320.000 erwartet hatte. Aufgrund der umgekehrten Korrelation zwischen der Inflation und den Arbeitslosen, vermindert dieser Anstieg den Inflationsdruck etwas. Die persönlichen Auslagen in den USA stiegen um 0,5%, was den Erwartungen entsprach. Der Anstieg der Einkommen von 0,3% lag unter dem Konsens von 0,4%. Dieser geringer als erwartet ausgefallene Anstieg der Einkommen verkleinert ebenfalls die Gefahr steigender Inflation. Zu guter Letzt wurden die Zahlen für die Industrieaufträge im Februar bekannt gegeben, diese lagen bei 0,2% und damit auch unter den Erwartungen von 0,4%. Die EZB teilte heute in Frankfurt mit, dass sie im Rahmen des Goldabkommens der europäischen Notenbanken 47 Tonnen an Goldreserven verkauft hat. Das im Herbst geschlossene Abkommen erlaubt den Banken 2500 Tonnen Gold in den nächsten fünf Jahren zu verkaufen. Bereits gestern berichtete ich über einen Streik der Mitarbeiter bei dem Goldproduzenten Harmony Gold. Mittlerweile hat sich dieser Streik auch auf den Produzenten Gold Fields ausgeweitet. Es wird geschätzt, dass derzeit an die 50.000 Arbeiter in Südafrika die Arbeit nieder gelegt haben. Ein Sprecher von Gold Fields bezifferte den Verlust auf ca. 300 Kilogramm Gold pro Streik - Tag. Gründe für den Streik gibt es mehrere wie, mehr Lohn, eine bessere Unterbringung und bevorstehende Arbeitsplatzkürzungen.
Charttechnisch befindet sich Gold gerade unmittelbar vor seinem früheren Widerstandsbereich bei 428 $ bis 430 $. Im Tagesverlauf prallte die Feinunze heute mehrmals an der 428 $ ab. Aufgrund der positiven Euroentwicklung sollte dieser Bereich aber in den nächsten Tagen genommen werden. Der seit 2001 bestehende Aufwärtstrend ist immer noch intakt und verläuft gerade bei 419,73 $. Ebenfalls bei 419,70 $ verläuft eine horizontale Unterstützungszone, die bereits mehrmals bestätigt wurde. Das Hoch von Anfang Dezember bei 455 $ und das Doppelhoch von Mitte März bilden bei 443 $, einen kurzfristigen Abwärtstrend. Dieser kurzfristige Abwärtstrend und der langfristige Aufwärtstrend seit 2001 bilden ein symmetrisches Dreieck. Ein solches Dreieck ist als Trendbestätigungsformation bekannt.


Silber

Die Feinunze Silber kostet aktuell 7,15 $, Plus 0,10 $. Den Handel in Sydney startete das Edelmetall bei 7,10 $ und oszillierte bis zum Handelsbeginn in London um diese Marke. In der Londoner und New Yorker Sitzung konnte Silber dann bis auf 7,20 $ zulegen, musste aber einen Teil dieser Gewinne wieder abgeben. Derzeit bildet das Edelmetall bei 7,15$ einen Boden. Bei Silber gab es heute keine besonderen Meldungen.
Charttechnisch notiert der Silberpreis nun wieder in der Nähre der Oberkante seines langfristigen Aufwärtstrends bei 7,25 $. Weitere Unterstützungslinien liegen bei 6,86 $ und 6,80 $. Die Unterkante des seit Juli 2003 bestehende Aufwärtstrend verläuft gerade bei 6,73 $. Bei 7,44 $ findet sich der seit Dezember 2004 bestehende kurzfristige Abwärtstrend, der sich aus dem Hoch bei 8,01 $ und 7,58 $ zusammen setzt. Das kurzfristige Kursziel liegt bei 7,25 $.


Platin

Platin notiert gerade bei 866 $, Plus 3 $. Den heutigen Tag startete das Edelmetall bei 873 $ in Sydney, fiel aber gegen Ende des Handels bis auf 854 $ zurück. Erst in der Londoner Handelssitzung konnte Platin dann bis auf 868 $ in der Spitze zulegen. Der Nachrichtenanbieter Interfax berichtete heute, dass es Probleme bei der Überprüfung der Lagerbestände bei Norilsk Nickel gäbe. Die Firma erlaubt den Prüfern immer noch nicht die gesamten Bestände zu erfassen. Dies ist verwunderlich, da Vladimir Putin vor einigen Wochen das Staatsgeheimnis für Platin und Palladium aufgehoben hat. Unbestätigten Angaben zufolge soll es sich aber nur um bürokratische Hürden handeln.
Weitere wichtige Unterstützungen liegen bei 850 $ und 815 $. Platin hat den seit Juni bestehenden Aufwärtstrend nach unten verlassen, somit ist das aufsteigende Dreieck nicht bestätigt worden. Das nächste Kursziel ist vorerst die 880 $. Ein Pullback auf 850 $ wäre kurzfristig möglich.


Palladium

Der Preis für eine Feinunze Palladium steht derzeit bei 202 $, Plus 5 $. In Hongkong eröffnete das Edelmetall heute bei 185 $ und pendelte bis zur Mitte des Handels in Zürich um diese Marke. Erst in New York schaffte es Palladium dann über 200 $ und notiert gerade auf Tageshoch bei 202 $. Der südafrikanische Rand legt heute wieder kräftig gegenüber dem Dollar zu. Dieser steht im Moment um 1,14% im Plus bei 6,2180 $. Ion de Vleeschauwer, Chief-Trader der in Johannesburg ansässigen Rennies Bank sagte, dass der Rand noch viel weiter steigen wird, falls der Goldpreis es über 430 $ schafft. Wie bereits gestern berichtet nimmt durch den steigenden Rand der Druck auf die Gewinnmargen der Minenbetreiber enorm zu. Früher oder später müssen die Produzenten ihre in Dollar gestiegenen Kosten an die Käufer weitergeben. Da sehr viel Palladium aus Südafrika stammt, könnten hier mittelfristige Kurssteigerungen drin sein. Jedoch wäre dieser Kursgewinn dann nicht aufgrund von Angebot und Nachfrage verursacht, sondern nur durch die Währungsschwankungen.
Es bleibt noch abzuwarten, ob sich Palladium über der 200 $ Marke auf Tagesschlusskurs - Basis halten kann. Sollten die 200 $ verteidigt werden, würde ein Kursziel von 228$ aktiviert werden. Die Oberkante der Trading Range zwischen 180 $ und 190 $ dürfte zunächst Unterstützung bieten.


Aluminium

Aluminium wird gerade für 0,9024 $ gehandelt, Plus 0,0099 $. Bei 0,8950 $ lag der Eröffnungskurs der heutigen Sitzung. Das Leichtmetall pendelte fast den gesamten Handel in einer Spanne zwischen 0,8920$ und 0,8960 $. Erst gegen Ende der Sitzung brach das Basismetall aus seiner Tradingrange aus und stieg bis auf 0,9040 $ in der Spitze. Der Hauptgrund für den Kursanstieg bei Aluminium dürfte die Abwertung des Dollars sein. Obwohl die Nachfrage nach Aluminium weiter groß ist, wurde gestern ein Anstieg der Weltweiten Lagerbestände um 11% bekannt gegeben. Wenn die Rallye des Euros vorerst zum erliegen kommt, könnte es zu einem größeren Kursrutsch bei Aluminium kommen. Kaiser Aluminium ein führender Aluminiumhersteller aus den USA gab heute seine Zahlen für das Gesamtjahr 2004 bekannt. Der Umsatz kletterte von 710,2 auf 942,4 Millionen Dollar. Dennoch ergab sich ein Verlust von 746,8 Millionen Dollar (Vorjahr 788,3 Mio. $). Das Management gibt sich sehr zuversichtlich, dass man es in der zweiten Hälfte des Jahres aus Chapter 11 (Gläubigerschutz nach US Recht) schaffen werde.
Unterstützung gibt vorerst die 0,87 $. Bei einem Bruch wäre Luft bis 0,84 $ und 0,82 $. Der langfristige Aufwärtstrend seit Mai 2003 ist immer noch ungebrochen.


Kupfer

Das Pound Kupfer steht derzeit bei 1,5640 $, Plus 0,0128 $. Intraday startete das Basismetall bei 1,5525 $, fiel aber zunächst bis auf fast 1,5450 $ zurück. Von diesem Tief katapultierte sich Kupfer dann bis auf zeitweise 1,5670 $. Grund für den weiter starken Preisanstieg war die Bekanntgabe der Lagerdaten an der Shanghai Futures Exchange. Die Lagerbestände fielen um 42% auf den tiefsten Stand seit zwei Monaten. Zurückzuführen war dieser Rückgang auf die weiterhin große Nachfrage nach diesem Metall. Bloomberg berichtete ebenfalls, dass die Ausgaben für Baumaterial, wie z.B. Kupferkabel, in China um 29% gegenüber dem Vorjahr gestiegen sind.
Charttechnisch kristallisiert sich im Bereich zwischen 1,50 $ und 1,51 $ eine Unterstützungszone heraus. Bei 1,49 $ liegt eine weitere wichtige Unterstützung, diese ist die Oberkante des aufsteigenden Dreiecks, aus dem Kupfer nach oben ausbrechen konnte. Der langfristige Aufwärtstrend seit Oktober 2002 ist absolut intakt.


Öl

Der Light Crude Future wird gerade bei 55,70 $ gehandelt, Plus 2,60 $. Das bisherige Hoch lag bei 56,10 $, das Tief bei 53,93 $. Der algerische Ölminister teilte heute mit, dass die OPEC vor dem dritten Quartal 2005 ihre Förderquoten nicht erhöhen werde. Laut der OPEC sei der Markt ausreichend versorgt und der Lageraufbau gehe gut voran, wie an den gestern veröffentlichten US Lagerbeständen zu erkennen war. Dennoch steigt der Preis für Öl wieder stark an. Der Grund hierfür könnte ein Analyst bei Goldman Sachs sein. Dieser hob den Durchschnittspreis für Rohöl von 41 $ auf 50 $ in 2005 an. Für 2006 wurde der Preis von 40 $ auf 55$ angehoben. Zudem teilte der Analyst mit, dass er langfristig von Kursen über 100 $ pro Barrel ausginge. Bei 53,60 $ und 50 $ finden sich die nächsten Unterstützungen. Die nächsten Widerstände liegen bei 57,50 $, 58 $.

Brent Crude Oil steht derzeit bei 54,40 $. Der Brent Future konnte erneut aus seinem seit Dezember bestehenden Aufwärtstrend nach oben ausbrechen, dieser verläuft im Moment zwischen 48,09 $ und 53 $. Bei 51,70 $ und 50,45 $ verlaufen nun die nächsten wichtigen Unterstützungen.


© Sebastian Hell
    Quelle: www.derivate-magazin.de



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Pate100:

Goldman Sachs rechnet mit 100 Dollar je Barrel

 
01.04.05 09:57
ROHÖLPREIS

Goldman Sachs rechnet mit 100 Dollar je Barrel

Der US-Rohölpreis ist im asiatischen Handel auf 56 Dollar gestiegen. Für Unruhe an den Märkten sorgte eine Studie der Investmentbank Goldman Sachs, laut der ein Barrel demnächst sogar mehr als 100 Dollar kosten könnte.
 
Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1880274
GroßbildansichtDPAÖllager in Rotterdam: Angst vor dem "super spike"
Singapur - Im frühen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) leichtes US-Rohöl der Sorte WTI im elektronischen Handel in Asien 55,66 Dollar und damit 36 Cent mehr als bei Handelsschluss am Vortag.

Am Donnerstag war die Notierung zeitweise bis auf 56,10 Dollar geklettert. Die alte Rekordmarke bei 57,60 Dollar, die erst Mitte März erreicht worden war, ist Händlern zufolge damit wieder in Reichweite gerückt.

Als Grund für den kräftigen Anstieg gelten Aussagen von Goldman Sachs Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1880274. Die Experten sehen den Ölpreis getrieben von einer wachsenden Nachfrage am Beginn eines mehrjährigen Boomzyklus. Dadurch könnte die Notierung bis auf 105 Dollar je Barrel klettern, heißt es in einer Analyse.

<!-- Vignette StoryServer 5.0 Fri Apr 01 08:35:54 2005 -->
Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1880274
Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1880274
Preisvergleich: Billiger als ein Barrel Bier

Rohöl notiert auf einem Rekordhoch. Mehr als 55 Dollar je Barrel, das klingt zwar teuer - gemessen an einem Fass Starbucks-Kaffee oder einer Blechtonne Chanel No. 5 ist die schwarze Schmiere jedoch ein echtes Schnäppchen. SPIEGEL ONLINE macht den Preisvergleich.WEITER>>
In dem Papier schreiben die Analysten: "Nach unserer Ansicht befinden wir uns in der frühen Phase einer Periode die wir als 'Super-Spitze' bezeichnen - ein mehrjähriges Ölpreishoch, das zu niedrigerem Energiekonsum führen wird. Dadurch wird ein Angebotspuffer entstehen, der dann in der Folge in niedrigen Energiepreisen resultiert."


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ThyssenKrupp deutliche Preisanhebung bei Eisenerz

 
01.04.05 10:12
ThyssenKrupp stimmt deutlicher Preisanhebung bei Eisenerz zu
Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 188029401.04.2005 09:06:00
Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1880294
Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1880294
Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1880294Der Stahlkonzern ThyssenKrupp AG hat einer deutlichen Preiserhöhung für das von der brasilianischen Companhia Vale do Rio Doce (CVRD) bezogene Eisenerz zugestimmt.

Wie der brasilianische Minenkonzern am Freitag bekannt gab, hat man sich mit dem deutschen Stahlerzeuger für das Jahr 2005 bei der Lieferung von Eisenerz auf eine Preisanhebung um 79 Prozent gegenüber dem Vorjahr geeinigt. CVRD liefert jährlich rund 14 Tonnen Eisenerz an ThyssenKrupp.

Die Aktie von ThyssenKrupp notierte zuletzt bei 15,89 Euro. Die Aktie von CVRD beendete den Handel in Frankfurt am Vortag bei 20,75 Euro.

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Pate100:

Gold online kaufen

 
01.04.05 13:07

Goldene Zeiten für Online-Shopper: Goldkauf in Dtl. ab sofort online möglich

Umicore initiierte Änderung des Fernabsatzgesetzes: Ab sofort bundesweit Verkauf und Ankauf von Gold auf Mausklick unter www.12gold-online.de.

Hanau/München, 1. April 2005. In der Geschichte des deutschen Goldhandels wird eine neue Ära eingeläutet: Dank einer Änderung im Fernabsatzgesetz sind ab sofort der Kauf und Verkauf von physischem Gold via Internet möglich. Das Hanauer Unternehmen Umicore AG & Co. KG - Initiator der Gesetzesänderung - "eröffnet" heute gemeinsam mit seinem Vertriebspartner pro aurum GmbH & Co. KG aus München den ersten bundesdeutschen Online-Shop für Goldbarren und Münzen. Unter www.12gold-online.de können Kapitalanleger und Goldbegeisterte von montags bis freitags zwölf Stunden lang von 8 bis 20 Uhr auf Mausklick Gold kaufen und verkaufen. Der Shop wurde auf Initiative von Ralf Drieselmann und Heinz Marquis (Umicore AG & Co. KG, Hanau) und den Goldexperten Robert Hartmann und Mirko Schmidt im Münchner Unternehmen pro aurum konzipiert und realisiert.


"Ein Meilenstein in der Geschichte des deutschen Goldhandels. Wir sind stolz, dass wir nach mehreren Jahren Arbeit diese Änderung im Fernabsatzgesetz für Deutschland auf den Weg gebracht haben und mit dem heutigen Tage eine neue Ära einläuten", so Ralf Drieselmann, Leiter des Umicore-Geschäftsbereichs Precious Metals Management. "Bis dato war es aufgrund des deutschen Fernabsatzgesetzes für den interessierten Goldkäufer nicht möglich, Gold über das Internet zu kaufen. Ab sofort ist dies problemlos machbar. Ganz besonders freuen wir uns, mit den Geschäftsführern von pro aurum zwei renommierte Experten auf dem Gebiet des Goldhandels und einen kompetenten Vertriebspartner für Deutschland gewonnen zu haben."

"Die Freude", so der Münchner Geschäftsführer und Vertriebspartner Robert Hartmann, "liegt ganz auf unserer Seite. Wir waren nach den ersten gemeinsamen Gesprächen bezüglich des Online-Shops so begeistert, dass wir uns umgehend an die Konzeption gemacht haben, in die unsere langjährige Erfahrungen aus dem Privatkunden-Geschäft einfließen konnten. Unser Ziel war, gemeinsam mit Umicore einen Online-Shop zu entwickeln, der sich durch Benutzerfreundlichkeit, klare Navigationsstrukturen und ein besonders einfaches Bestellsystem auszeichnet und dabei auch jederzeit die aktuellen Goldkurse berücksichtigt."

Geschäftsführer Mirko Schmidt von pro aurum weist auf die Besonderheiten des Shops hin: "Entgegen aller sonstigen Online-Shops im Internet, die üblicherweise 24 Stunden rund um die Uhr geöffnet haben, ist www.12gold-online.de von montags bis freitags 8 Uhr bis 20 Uhr geöffnet. So gewährleisten wir den Online-Goldkunden, dass das gewünschte Gold zu aktuellen Tageskursen über den virtuellen Tresen geht. Wer nach 20 Uhr bestellt, der bekommt seine Order zum ersten Marktkurs des folgenden Handelstages abgerechnet, wenn er nicht bis zum nächsten Morgen warten will."


Der Online-Shop 12gold-online hat ausschließlich neue DEGUSSA-Goldbarren und alle gängigen Kapitalanlage-Münzen wie beispielsweise Krüger Rand und Wiener Philharmoniker im Sortiment. Die Münzen können im Online-Shop angeklickt und von beiden Seiten begutachtet werden.

Ein weiteres Highlight: Die bestellte Ware wird mit dem Wertelogistik-Unternehmen HEROS zum Wunschdatum an eine Wunschadresse im gesamten Bundesgebiet geliefert, ganz diskret und sicher. Auch ein Verkauf von eigenen Goldbeständen ist möglich. Weitere Informationen zum Online-Shop und zu den Hintergründen der Gesetzesänderung im Fernabsatzgesetz finden sich unter www.12gold-online.de sowie im Pressebereich von www.umicore.com/presse und auf der Startseite von www.proaurum.de.




Die Initiatoren von 12gold-online.de:

Der Initiator: UMICORE AG & Co. KG (Hanau)

Die Umicore AG & Co. KG ist Teil eines globalen Unternehmens im Bereich der Metalle und Materialien, der Umicore s.a. mit Hauptsitz in Brüssel. Dieses hat 2003 den Großteil der ehemaligen Edelmetallaktivitäten der Degussa AG von der amerikanischen OM Group übernommen. Umicore ist in fünf Geschäftsfeldern auf Technologie und Produktdifferenzierung ausgerichtet und bietet vollständige Produktkreisläufe an. Dabei ist Umicore weltweit führend beim Recycling edelmetallhaltiger Materialien. Der Geschäftsbereich Precious Metals Management betreibt konzernweit u.a. Edelmetall-Liquiditätssteuerung und -Preisabsicherung sowie
den An- und Verkauf von Edelmetallen. Nicht zuletzt ist dieser Bereich auch für die Vermarktung von Edelmetallbarren für Anleger/Investoren verantwortlich. Er wird seit rund 10 Jahren von Ralf Drieselmann geleitet, der seine ersten Edelmetallerfahrungen vor nahezu 25 Jahren bei der Degussa AG sammeln konnte.

Pressekontakt:
Ralf Drieselmann
Umicore AG & Co. KG
Precious Metals Management
Rodenbacher Chaussee 4
63457 Hanau-Wolfgang
Telefon (06181) 59-4610


Der Kooperations- und Vertriebspartner: pro aurum GmbH & Co. KG (München)

Das Münchner Unternehmen pro aurum GmbH & Co. KG ist das Kompetenzzentrum Edelmetalle in Deutschland und gehört laut dem Elitereport GOLD der Welt am Sonntag zu den führenden Edelmetallhändlern in Deutschland. Die Geschäftsführer Robert Hartmann und Mirko Schmidt sind seit über 20 Jahren auf dem Goldmarkt tätig und bieten mit pro aurum seit 2003 Privatkunden, Banken und Vermögensberatern Dienstleistungen rund um den Handel und die Kapitalanlage in physischen Edelmetallen an. Als privates Handelshaus verkaufen und kaufen sie Gold, Silber, Platin und Palladium und bieten auch die Bewertung von Münzsammlungen und einzelnen Münzen an. Als Experten im Goldmarkt beraten sie Interessierte auch rund um die Kapitalanlage in physischem Gold und sind als Referenten für diesen Themenbereich in ganz Deutschland tätig.

Pressekontakt:
Robert Hartmann
pro aurum GmbH & Co. KG
Kompetenzzentrum Edelmetalle
Grillparzerstraße 46
81675 München
Telefon (089) 550.548-0



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Pate100:

THE STATE OF THE HUI (Gold Bugs Index)

 
01.04.05 13:17
THE STATE OF THE HUIRohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1880668 Roland WatsonRohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1880668My last article suggested a correction ahead for silver and gold as we faced a possible dollar rally of some strength. But how does that leave the stocks that are intimately linked to the fortunes of gold and silver, especially the basket of unhedged equities constituting the HUI?

The chart below gives the long-term view of the HUI index. Not surprisingly, it closely tracks the performance of gold since its bull market began in 2001.

Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1880668

But since gold has been a proxy for the dollar, so the HUI has also been a proxy for the dollar, albeit even more leveraged than gold or silver. Here is the corresponding US dollar chart:

Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1880668

One can compare the peaks of the HUI with the troughs of the dollar. The dollar's double top in 2001 was match by the HUI's doubling from a value of 35 and then more than half a year of meandering whilst the dollar finally made its mind up to begin its 3-year downtrend. The HUI broke its 200-day moving average at the beginning of 2002 and began its counter-dollar surge (see first chart). Since that day, it has bullishly stayed well above the 200-day MA. The same can also be said of the dollar but in the opposite sense. Rather, we have seen a tighter line held on its 50 day moving average.

The Elliott Wave analysis of the HUI on the face of it seems a no-brainer with a fairly well defined impulse wave ending in late 2004. Since then we have been in correction territory, indeed a correction of a larger degree than the two previous ones of 2001 and 2002. As experience suggests, corrections always prove to be more complex than the impulse wave before them.

Given the prospect of a dollar rally, we may expect the correction to go on for a little while longer or break through the triangle to the downside. However, the count in the HUI chart suggests we may be tracing out a contracting ABCDE triangle with C just completed and D to E to go. Note that like our silver chart of the last article, a symmetric triangle encapsulates the whole year and a half long correction (see that article for a fuller description of symmetric triangles). The bounce of the lower triangle line three times in the last nine months suggests it has some stiff support to offer and may not be breached. That will depend on any strong dollar rally.

Conclusion? Some kind of breakout is imminent. If the dollar rallies more, the previous low of 163 could be tested. If the dollar rallies insipidly, it will be more meandering until the old highs are surpassed.

That leaves the question of what lies beyond this year old correction on a larger scale Elliott count. The chart gives some clues but I hope to address that issue in the next issue of my newsletter New Era Investor. Please go to www.newerainvestor.com to buy the first issue as a sampler or take up the whole annual subscription.

Comments are invited by emailing the author at newerainvestor@yahoo.co.uk

Happy investing!


Roland Watson

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Pate100:

Gold und Silber leichter, Öl deutlich stärker

 
02.04.05 12:17
Rohstoff Express: Gold und Silber leichter, Öl deutlich stärker

Gold

Gold notiert aktuell bei 425,10$, Minus 2,90$. Die Feinunze eröffnete in Sydney bei 428$ und konnte im Hongkonger Handel ein Tageshoch bei 428,50$ markieren. Während der restlichen Sitzung in London pendelte das Edelmetall dann um die 427$ Marke. Noch in der ersten Hälfte des New Yorker Handels fiel Gold bis auf 424$ zurück, konnte sich aber wieder erholen.
Der Euro steht derzeit bei 1,2896$, Minus 0,008$.
Eine große Vielzahl an wirtschaftlichen Indikatoren waren heute wieder im Mittelpunkt des Interesses. Zunächst stand der deutsche Einkaufsmanager-Index für März an, dieser notiert bei 50,3 Punkten, erwartet wurde er bei 51,8 bis 52,4 nach zuvor 52,2.
Für die Eurozone wurde ebenfalls der Einkaufsmanagerindex bekannt gegeben, dieser steht derzeit bei 50,4 Punkten (nach zuvor 51,9), unter dem Konsens von 52,1. Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone stieg auf 8,9%, der Markt hatte eine Stagnation bei 8,8% erwartet.
In den U.S.A. ging die Arbeitslosigkeit von 5,4% auf 5,2% zurück. Dieser Wert übertraf sogar die Erwartung von 5,3%. Die Zahl der Beschäftigten ohne Landwirtschaft ist lediglich um 110.000 Stellen gestiegen, deutlich unter dem Konsens von 220.000. Der Wert zeigt, dass die Wirtschaft doch nicht so brummt wie bisher angenommen. Die Stundenlöhne stiegen um 0,04$ und die Zahl der durchschnittlichen Wochenstunden blieb bei 33,7 unverändert.

Anschließend wurde der Verbraucherstimmungs-Index der Uni Michigan bekannt gegeben, dieser steht bei 92,6 und trifft damit die Erwartungen. Die Bauausgaben haben im Februar um weitere 0,4% zugelegt und zeigen dadurch wieder einmal deutlich, dass die sich Immobilienblase weiter aufbläht. Abschließend wurde unter etwas mysteriösen Umständen der nationale Einkaufsmanagerindex (ISM-Index) veröffentlicht. Der erste Wert lag bei 63,3% und damit extrem über den Erwartungen von 55%. Aufgrund dieser Meldung sackten die Edelmetalle, sowie all anderen Währungen, bis auf den Dollar sofort ab. Der nationale Einkaufsmanagerindex ist ein sehr wichtiger Frühindikator für die Wirtschaft und das BIP. Ein Wert bei 63,3% würde ein enormes zukünftiges Wachstum bedeuten. Nach mehreren Minuten wurde dann die ursprüngliche Nachricht von 63,3% wieder revidiert und ein neuer Wert von 55,2% veröffentlicht. Der neue Wert liegt leicht über den Erwartungen von 55%.
Die russische Zentralbank gab heute bekannt, dass ihre Gold- und Devisenreserven seit dem 25. März um weitere 300 Millionen Dollar gestiegen sind. Aufgrund von Schuldenrückzahlungen in Höhe von 1,8 Milliarden Dollar konnten die Reserven nicht stärker aufgebaut werden. Bei dem Zuwachs handelt es sich um den geringsten seit dem 7. Januar.
Rob Nichols, ein Sprecher des US Schatzamtes, sagte, dass man keinen Sinn in einem Verkauf der Goldbestände des IWF sehe. Der Schuldenanteil armer Teil beim IWF sei so gering, dass ein Erlass keine große Entlastung bringen würde. Der Direktor des IWF, Rodrigo Rato, erwähnte der British Financial Times gegenüber, dass er eine Neubewertung der Goldreserven nicht für effektiv erachte. Er plädiere für einen direkten Verkauf am Markt.
Eine klare Entscheidung ist noch nicht bekannt, aber die U.S.A. werden wahrscheinlich von ihrem Vetorecht gebrauch machen.
Der Streik der 30.000 Arbeiter bei Gold Fields wurde von einem Gericht in Johannesburg gestern für illegal erklärt. Die Streikenden hätten bestimmte Auflagen, die einen Streik legalisieren nicht beachtet.
Der seit 2001 bestehende Aufwärtstrend ist immer noch intakt und verläuft gerade bei 419,73$. Ebenfalls bei 419,70$ verläuft eine horizontale Unterstützungszone, die bereits mehrmals bestätigt wurde. Das Hoch von Anfang Dezember bei 455$ und das Doppelhoch von Mitte März bilden bei 443$, einen kurzfristigen Abwärtstrend. Dieser kurzfristige Abwärtstrend und der langfristige Aufwärtstrend seit 2001 bilden ein symmetrisches Dreieck. Ein solches Dreieck ist als Trendbestätigungsformation bekannt.

Silber

Die Feinunze Silber wird gerade für 7$ gehandelt, Minus 0,15$. In Hongkong startete das Edelmetall bei 7,11$ und konnte gegen Ende des Handels bis auf 7,15$ zulegen. Mit Beginn der Sitzungen in London und New York fiel Silber kontinuierlich bis auf 6,92$ zurück. Im Moment sind klare Erholungstendenzen erkennbar.
Der in Peru ansässige Silberproduzent Compania de Minas Buenaventura gab heute bekannt, dass der Gewinn im vierten Quartal um 217% auf 55,6 Millionen Dollar gestiegen ist. Deswegen wird am 29. April eine Dividende in Höhe 0,18$ ausgeschüttet, Stichtag für die Erfassung der für die Dividende zugelassenen Aktionäre ist der 19. April!
Charttechnisch notiert der Silberpreis nun wieder in der Nähre der Oberkante seines langfristigen Aufwärtstrends bei 7,25$. Weitere Unterstützungslinien liegen bei 6,86$ und 6,80$. Die Unterkante des seit Juli 2003 bestehende Aufwärtstrend verläuft gerade bei 6,73$. Bei 7,44$ findet sich der seit Dezember 2004 bestehende kurzfristige Abwärtstrend, der sich aus dem Hoch bei 8,01$ und 7,58$ zusammen setzt. Das kurzfristige Kursziel liegt bei 7,25$.

Platin

Der Platinpreis steht aktuell bei 861$, Minus 5$. In Sydney eröffnete Platin bei 866$, fiel aber im weiteren Verlauf auf 856$ zurück. Mit Beginn des Handels in Zürich konnte sich das Edelmetall kurzzeitig auf 866$ erholen und sackte dennoch anschließend wieder bis auf 858$ ab.
Stillwater Resources gab heute Teile seines vierten Quartalsberichts bekannt. Der Rekord Jahresumsatz beträgt 447,5 Millionen Dollar. Es wurden 569.000 Unzen Platin und Palladium im Gesamtjahr produziert, davon 439.000 Unzen Palladium und 130.000 Unzen Platin. Das gesteckte Jahresziel wurde dennoch um 50.000 Unzen verfehlt, der Grund hierfür war ein Streik in einer der Minen. Die Produktion konnte im vierten Quartal um 4% auf 153.000 Unzen gesteigert werden.
Weitere wichtige Unterstützungen liegen bei 850$ und 815$. Platin hat den seit Juni bestehenden Aufwärtstrend nach unten verlassen, somit ist das aufsteigende Dreieck nicht bestätigt worden. Das nächste Kursziel ist vorerst die 880$. Ein Pullback auf 850$ wäre kurzfristig möglich.

Palladium

Palladium kostet gerade 199$, Minus 3$. Intraday startete das Edelmetall in Hongkong bei 200$ und stürzte während des restlichen Verlaufs mehrmals auf 189$ ab. Die Sitzung in Zürich war ebenso volatil mit Tiefstkursen bei 187$. Erst in New York konnte das Edelmetall einen Höchstkurs bei 203$ erklimmen.
Palladium könnte eventuell der Gewinner der Feinstaubdebatte werden. Aufgrund dieser neu entflammten Diskussion, wird die Forderung nach Fahrzeugen mit einem guten Katalysator immer größer. Die Katalysatoren werden teilweise aus Platin und Palladium hergestellt. Dennoch läuft der Autoabsatz in Europa derzeit sehr schleppend, es wird geschätzt, dass ungefähr 30.000 Leute den Kauf eines Autos erst einmal verschoben haben. Die unsichere Wirtschafts- und Arbeitsmarksituation wirkt sich vielen Autokäufern sehr negativ auf die Anschaffung eines Neuwagens aus.
Es bleibt noch abzuwarten, ob sich Palladium dauerhaft über der 200$ Marke auf Tagesschlusskurs ? Basis halten kann. Sollten die 200$ verteidigt werden, würde ein Kursziel von 228$ aktiviert werden. Die Oberkante der Trading Range zwischen 180$ und 190$ dürfte zunächst Unterstützung bieten.

Aluminium

Das Pound Aluminium notiert aktuell bei 0,8824$, Minus 0,02$. Bei 0,9025$ eröffnete das Industriemetall und fiel den restlichen Handelstag stetig bis auf den aktuellen Tiefstkurs.
Kaiser Aluminium gab heute bekannt, dass man den 20%-igen Anteil an der australischen Queensland Alumina Limited (QAL)für 401 Millionen Dollar an Rusal verkauft hat. Der Verkauf umfasst ebenfalls bestehende Lieferverträge und Verpflichtungen.
Unterstützung gibt vorerst die 0,87$. Bei einem Bruch wäre Luft bis 0,84$ und 0,82$. Der langfristige Aufwärtstrend seit Mai 2003 ist immer noch ungebrochen.

Kupfer

Der Kupferpreis wird gerade bei 1,5434$ notiert, Minus 0,0206$. Den heutigen Handel startete das Basismetall bei 1,5645$ und fiel den restlichen Tag bis auf seinne Tagestiefstkurs bei 1,5420$ zurück.
Bei Kupfer wirkt sich die Annahme, dass die amerikanische Wirtschaft eventuell doch langsamer wächst als angenommen sehr negativ aus. Die neugeschaffenen Stellen lagen deutlich unter den Erwartungen der Marktteilnehmer und sind somit ein negativer Indikator für das Wirtschaftswachstum.
Positive Meldungen kamen gestern von Merril Lynch und Morgan Stanley, die beiden Investmentbanken haben ihre Preisprognosen für die nächsten drei Jahre nach oben korrigiert.
Oberkante des aufsteigenden Dreiecks, aus dem Kupfer nach oben ausbrechen konnte. Der langfristige Aufwärtstrend seit Oktober 2002 ist absolut intakt.

Öl
Öl der Sorte Light Crude wird derzeit für 57,20$ gehandelt, Plus 1,50$. Ein Hoch konnte bei 57,49$, ein Tief bei 54,96$ markiert werden.
Reuters berichtete gestern, dass sich die Ölnachfrage aus China stärker als erwartet abschwächen könnte. In den ersten beiden Monaten stieg die Nachfrage nur um 5% bis 6% und lag damit unter den Erwartungen von 8%.
Chevron Texaco gab ebenfalls gestern bekannt, dass man eine Kooperation mit dem spanischen Produzenten Repsol unterzeichnet hat. Die beiden Firmen wollen im venezuelanischen Orinoco Belt nach Öl suchen.
Die Goldman Sachs Studie, dass Öl in einigen Jahren bei 105$ stehen könnte gibt weiteren Auftrieb.
Bei 53,60$ und 50$ finden sich die nächsten Unterstützungen. Die nächsten Widerstände liegen bei 57,50$, 58$.
Der Brent Future steht gerade bei 56,3$.
Der Brent Future konnte erneut aus seinem seit Dezember bestehenden Aufwärtstrend nach oben ausbrechen, dieser verläuft im Moment zwischen 48,09$ und 53$. Bei 51,70$ und 50,45$ verlaufen nun die nächsten wichtigen Unterstützungen.


© Sebastian Hell
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Pate100:

Neues X-pert-Zertifikat auf Palladium

 
02.04.05 12:26
01.04.2005
Neues X-pert-Zertifikat auf Palladium
X-markets by Deutsche Bank

Wie das X-markets-Team der Deutschen Bank berichtet, hat die Deutsche Bank ein X-pert-Zertifikat (ISIN DE0001042083/ WKN 104208) auf Palladium emittiert.

München und Stuttgart, weltweit bekannte Zentren führender Automobilhersteller. Und jetzt: City-Maut, Fahrverbote und andere Szenarien zur Reduzierung von gesundheitsschädlichen Partikeln würden in diesen Tagen durch Deutschlands Großstädte geistern.

Rußpartikelfilter sollten die deutschen Autofahrer vor den Fahrverboten retten. Auch das Umweltministerium wolle mit einer Sonderförderung der Partikelfilter den Dieselfahrern tatkräftig zur Seite stehen.

In der ganzen Diskussion um den Einsatz des Rußpartikelfilters könne es einen heimlichen Gewinner geben - den Diesel-Katalysator. Neben dem Edelmetall Platin werde auch ein anderes Edelmetall zur Herstellung der Katalysatoren verwendet: Palladium.

In der Natur trete Palladium in geringen Mengen zwar fast immer zusammen mit den übrigen Elementen der PGM-Gruppe (Platingruppenmetalle) auf. Palladium werde in der heutigen Zeit als Nebenprodukt bei der Nickel-, Kupfer-, Blei-, Silber-, Gold und Platin-Produktion gewonnen. Große Mengen der Palladium- Produktion würden bei der Platin-Produktion in Südafrika und der Nickel-Produktion in Nordamerika und Russland anfallen.

Der weltweit größte Produzent mit einem Anteil von 46,1 Prozent sei Russland, gefolgt von Südafrika (35,9 Prozent) und Nordamerika (14,3 Prozent). Die Produktion von Palladium nehme seit dem Jahr 2002 zwar kontinuierlich zu, jedoch frage der Markt derzeit nicht die gesamte Produktion nach. Bedeutung bekomme auch hier, wie bei Platin, die zunehmende Rückgewinnung von Palladium aus alten Katalysatoren.

Hauptabnehmer für Palladium sei die Autoindustrie (50,9 Prozent). Während in Europa die Nachfrage unter Berücksichtigung der Rückgewinnung von 2003 auf 2004 um elf Prozent auf 32 Tonnen zurückgegangen sei, habe sie in Japan um acht Prozent auf 17,3 Tonnen und in den USA um 10,5 Prozent auf 32,5 Tonnen zunehmen können. Dies liege daran, dass in Europa bei neuen Fahrzeugen vermehrt die Dieseltechnologie eingesetzt werde und die Katalysator-Technologie für Palladium nicht marktreif sei. Mittelfristig (2010/2011) könnte sich die Nachfrage nach Palladium im europäischen Katalysator-Markt allerdings stark erhöhen, da mit der nächsten Euro-V-Norm der Schadstoffgehalt weiter reduziert werden müsse. Da dies jedoch nur unter sehr hohen Temperaturen möglich sei, Palladium bei Temperaturen bis 950° C eingesetzt werde, Platin jedoch nur bis 650° C, werde die Nachfrage nach wesentlich billigerem Palladium dann wohl kräftig zunehmen.

Bis zur Jahrtausendwende hätten sich Platin und Palladium nahezu gleich bewegt, doch Spekulationen um mögliche Lieferschwierigkeiten in Russland, dem weltweit größten Palladium-Lieferanten, hätten von Mai 1999 bis zum Januar 2001 zu einer Verdreifachung des Palladium-Kurses geführt. Das "Platzen der Spekulationsblase? sei heftig gewesen, und während der nachfolgenden Korrektur, die sich bis in das Jahr 2003 fortgesetzt habe, habe Palladium mehr als 70 Prozent an Wert verloren.

Auf Grund erwarteter Substitution von Platin durch Palladium und der derzeit angestoßenen Diskussion um emissionsärmere Kraftfahrzeuge, würden Rohstoffanalysten mit einem Preisanstieg von Palladium rechnen.
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Pate100:

Die Schätze aus dem Boden

 
03.04.05 16:12
Die Schätze aus dem Boden
Rohstoffe sind begehrt wie nie. Mit Fonds können Anleger von der starken Nachfrage profitieren

von Heino Reents

Boom, Höhenflug, Kursfeuerwerk - langsam gehen die Begriffe für das aus, was sich derzeit an den Rohstoffmärkten abspielt. Angetrieben von der riesigen Nachfrage aus der Volksrepublik China, der stabilen Weltwirtschaft und dem schwächelnden Dollar-Kurs steigen die Rohstoffpreise von Hoch zu Hoch. Der vielbeachtete Commodity-Research-Bureau-, kurz CRB-Index, der aus 17 gleich gewichteten Rohstoffkomponenten besteht, kletterte in der vergangenen Woche auf den höchsten Stand seit 25 Jahren. Seit 2002 legte der CRB um fast 70 Prozent zu.


Und ein Ende der Hausse ist nicht in Sicht. Ob Öl, Gold oder Kupfer - Experten rechnen damit, daß die Preise weiter ansteigen werden. Der Aufwärtstrend beim Gold beispielsweise wird von der anhaltenden Schwäche des US-Dollars weiter begünstigt, der sich traditionell in entgegengesetzter Richtung zum Goldpreis entwickelt. Der Ölpreis nähert sich langsam der 60-Dollar-Marke. Händler führten die Erdöl-Verteuerung auf eine anhaltend starke Nachfrage und zu geringe Raffineriekapazitäten zurück. Auch die Stahlkonjunktur läuft auf Hochtouren. Mit der rasanten Verteuerung der Einsatzstoffe Eisenerz und Kohle sind die Stahlpreise in die Höhe geschnellt. Experten erwarten, daß der Weltbedarf auf Jahre hinaus kräftig zunimmt. Bei anderen Commodities sieht es ähnlich aus.


Nicht von ungefähr hat der bekannte amerikanische Anlageprofi Jim Rogers sein neues Buch "Rohstoffe - der attraktivste Markt der Welt" getitelt. Wer auf Öl, Gold, Metalle und Co setzt, könne nicht viel falsch machen, so Rogers.


Auch die Deutsche Bank empfiehlt neuerdings Commodities. Privatanleger sollten - ungeachtet des zuletzt kräftigen Preisanstiegs - Rohstoffe verstärkt in ihre Anlagestrategie einbeziehen, sagt Chefstratege Klaus Martini. Das starke Wirtschaftswachstum in Asien führe zu einer anhaltend hohen Nachfrage nach Rohstoffen.


Für ihn stehen in Zukunft neben den klassischen Rohstoffen wie Öl, Gas und Edelmetallen aber auch Industriemetalle und Agrarrohstoffe verstärkt im Fokus. "Agrarrohstoffe wie Weizen, Kaffee, Zucker oder Sojabohnen haben den Boom der anderen Rohstoffsegmente bislang nicht nachvollzogen", sagt Martini.


Sucht man nach einem Grund für den Rohstoffboom, nennen Experten als erstes das Stichwort "China". Chinas Wirtschaft wächst kräftig - im vergangenen Jahr um fast zehn Prozent. Die eigenen Vorkommen reichen der aufstrebenden Wirtschaftsmacht längst nicht mehr. Im bevölkerungsreichsten Land der Erde verschlingen Industrialisierung und Infrastrukturausbau enorme Mengen an Kupfer, Eisenerz oder Stahl. Da die Erschließung neuer Vorkommen von den Rohstoffproduzenten lange vernachlässigt wurde, weil sich Investitionen wegen der jahrelang niedrigen Preise nicht aufdrängten, kommt das Angebot nicht hinterher.


Doch auch andere Emerging Markets - vor allem im asiatischen Raum - konkurrieren um die Rohstoff-Ressourcen, der Nachholbedarf ist groß. Neben China steigt vor allem die Bedeutung Indiens stark an. Fachleute schätzen, daß Indien bis 2050 auf Rang drei der größten Volkswirtschaften der Welt aufrücken könnte - nach China und den USA.


Ein weiterer Vorteil, den Rohstoffe bieten, ist die geringe Abhängigkeit zu anderen Anlageklassen wie Aktien oder Anleihen. Oft entwickeln sie sich sogar gegenläufig, was dazu führt, daß das Depot insgesamt stabilisiert wird. Beachten sollten Anleger aber das Währungsrisiko, da die meisten Industrierohstoffe in US-Dollar gehandelt werden. Damit Kursgewinne nicht von Dollar-Verlusten aufgefressen werden, sollte der Fonds währungsgesichert sein.
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Pate100:

Rohöl steigt - Benzin auf Allzeit-Hoch

 
03.04.05 16:14
Rohöl steigt - Benzin auf Allzeit-Hoch
Die Ölnotierungen ziehen auch heute wieder stramm an. An der Nymex verteuert sich Rohöl aktuell um weitere 95 Cents auf 56,35 Dollar pro Barrel. Benzin liegt 3,49 Cents im Plus bei 1,6980 Dollar, nachdem der Mai-Future heute bereits ein neues Allzeit-Hoch von 1,7130 Dollar pro Gallone erreicht hatte.Am Markt setzte sich heute die Euphorie für Rohöl fort, nachdem ein Goldman-Sachs-Analyst gestern ausgeführt hatte, dass das schwarze Gold vorübergehend bis auf 105 Dollar pro Barrel steigen könnte. Angesichts der hohen Nachfrage aus den USA und China bei gleichzeitig knappem Angebot befinde man sich laut Goldman Sachs am Beginn eines neuen Zyklus mit ungewohnten Preisspannen. Für Anspannung sorgte auch der heutige Ausfall einer Raffinerie in Venezuela. Diese wird wegen Problemen mit der Energiezufuhr für mindestens eine Woche geschlossen bleiben. Die Produktions-Kapazität der Anlage liegt bei 485.000 Barrel pro Tag.
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Pate100:

Sojabohnen: Nur eine Frage von Angebot & Nachfrage

 
03.04.05 16:21
31.03.2005 - 17:54
Sojabohnen: Nur eine Frage von Angebot & Nachfrage? Ist die Rallye zu Ende?
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Bis Mitte März konnte die Rallye bei Sojabohnen-Futures anhalten. Die lang anhaltende Trockenheit in Südamerika und Befürchtungen über Ernteeinbußen sorgten für rasante Kursanstiege. Seither hatten ergiebige Niederschläge für Erleichterung gesorgt. In den letzten Tagen scheint es wieder eine erneute Wende zu geben: Die Trockenheit scheint ihr Zoll zu fordern und die Sojapreise ziehen erneut an.

So meldete die brasilianische Regierung am heutigen Donnerstag, dass es in der laufenden Saison 2004/05 wohl zu noch geringeren Ernteerträgen als bisher erwartet kommen werde, da die Trockenheit besonders im Süden des Landes Teile der Ernte vernichtet habe. Brasilien senkte seine Prognose für den Ernteertrag in der Saison 2004/05 auf 54.8 Millionen Tonnen, nach im Januar geschätzten 63.2 Millionen Tonnen. In der vorläufigen Prognose vom Monatsanfang war man von noch von 59 Millionen Tonnen ausgegangen. Damit wird in Brasilien trotz der Rückgänge in den Prognosen nach einem Rekordertrag von 49,77 Millionen Tonnen in 2003/04 ein neuer Rekordausstoß erwartet. Die Rekordernte basiert auf einer deutlichen Ausdehnung der Anbaufläche. Bis vor zwei Tagen waren 43-44% der Ernte in Brasilien eingebracht. Der jüngste Regen habe die Erntearbeiten in den letzten Tagen behindert. Die Qualität der Ernteerträge leide zudem in der Region um Matto Gross durch den starken Niederschlag.

Die Prognosen für Brasiliens Getreideproduktion in 2004/05, worunter Sojabohnen, Weizen, Mais und Reis zählen, fiel auf 120.9 Millionen Tonnen von 134.5 Millionen Tonnen in 2003/04.

Brasilien ist das zweitgrößte Sojabohnen-Anbaugebiet der Welt und folgt auf die USA als größtem Sojaproduzenten. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten wurde heute vom US-Landwirtschaftsministerium der sogenannte ?Quarterly Stocks and Prospective Plantings? Report ausgegeben ? eine Prognose für die geplante Soja-Anbaufläche in der Saison 2005/06. Laut dem Report wird in diesem Jahr eine Anbaufläche für Sojabohnen in den USA von 73.9 Millionen Acres eingeplant ? was über den Erwartungen von 73.51 Millionen Acres und 1.7% unter dem Rekord-Vorjahresniveau von 75.2 Millionen Acres liegt. Farmer in 16 von 31 Bundesstaaten, in denen Sojabohnen angebaut werden, planen eine Senkung ihrer Produktionsmenge, während 11 eine Erhöhung planen. Die Staaten Michigan, Minnesota, Nebraska und West Virginia kalkulieren mit einer Anbaufläche auf der Höhe des Vorjahres.

Das US-Landwirtschaftsministerium rechnet zudem in den USA mit einer Sojaproduktionsmenge in 2004/05 von 85,5 Millionen Tonnen, nach 66,8 Millionen Tonnen in 2003/04.

Sojarost: Panikmache?

Berichte in den letzten Wochen über die mögliche Ausbreitung asiatischen Sojabohnenrosts in den USA und die Bemühungen der lokalen Behörden und Einrichtungen zur Bekanntmachung des pilzlichen Befalls der Sojasprossen scheinen indessen ihre Wirkung gezeigt zu haben. US-Farmer seien gerüstet zu sein vor einer möglichen starken Ausbreitung der Pilzsporen. Von jenen Farmern, die in diesem Jahr Soja anbauen wollen, sagten 89%, sie hätten von Sojarost gehört, gelesen oder zumindest erste Informationen über Sojarost eingeholt, so das US-Landwirtschaftsministerium. Nur 11% jener, die von Sojarost hörten, sehen diesen als wirkliche Bedrohung für ihre Ernte an. 49% der Farmer gaben jedoch an, ihre Produktion in der 2005/06er Saison senken zu wollen, da in Ihrer Kalkulation mit Sojarost ein zusätzlicher Risikofaktor eingepreist wurde.

Indessen hat das US-Landwirtschaftsministerium eine Webseite erstellt, die die Ausbreitung von Sojarost in den USA zeitnah überwachen soll. Die Webseite, die unter diesem Link erreichbar ist, zeigt eine Landkarte der USA und Markierungen möglicher und bestätigter Sojafelder mit Rostbefall. Die grünen Stellen sind als möglicher, die bisher einzige rote Stelle als bestätigter Befall zu interpretieren.

Das US-Landwirtschaftsministerium meldete zudem, dass in den USA 1.38 Milliarden Scheffel Sojabohnen gelagert seien ? dies entspreche einem Anstieg um 52% gegenüber dem 1. März 2004. Im Vorfeld war ein Wert um 1.42 Milliarden Scheffel erwartet worden.

Neue Rekorde in den Ernteeträgen in den USA und Brasilien dürften für üppiges Angebot in den kommenden Wochen an den Weltmärkten führen. Auch in Argentinien, dem drittgrößten Sojabohnen-Anbaugebiet der Welt, rechnen die zuständigen argentinischen Stellen mit einer Rekordproduktion. Diese soll unterstützt von ergiebigeren Niederschlägen in diesem Jahr bei 37,5 Millionen Tonnen liegen, nach 31,5 Millionen Tonnen in 2003/04.

Fazit:
Derzeit wird der Großteil des weltweiten Sojaangebots durch die USA bestimmt. Die Ernte in Südamerika ist im vollem Gange ? und obwohl bereits erste Schiffsladungen die Häfen in Südamerika verlassen haben, dürften im großen Stil erst Mitte April Lieferungen mit neu geernteter Ware die Häfen in Südamerika verlassen. Aufgrund der Rekordausstoßmengen, die auch für das neue Jahr geplant sind, und der geringen erwarteten Auswirkungen von Sojarost in den USA gehen Händler von einer Milderung des Preisniveaus bei Sojabohnen aus, sobald das weltweite Angebot durch erste Lieferungen aus Südamerika erhöht wird.

Voraussetzung für diese Prognose sei jedoch ein glimpflicher Verlauf der erwarteten Verbreitung von Sojarost in den USA und ein anhaltend niederschlagsergiebiges Wetter in Südamerika. Auf beide Themen reagierten die Märkte in den letzten Wochen sensibel und es ist zu erwarten, dass bei unerwarteten Entwicklungen in diesem Bereich volatile Preisausschläge zu sehen sein dürften.

Zudem sollte die spekulative Komponente des Marktes nicht vernachtlässigt werden. Wie bereits beim Ölpreis gesehen ist es bei Rohstoffen nicht nur die fundamentale Ausgangslage, die die Preise bestimmt. Ein wieder deutlich fallender Dollar und Spekulationen über eine weitere Nachfragesteigerung aus China könnten weitere Impulsgeber für Soja-Preissteigerungen sein, die im Auge behalten werden sollten.

Jochen Stanzl - BörseGo GmbH
Antworten
Pate100:

CRB Index (Rohstoffe)

 
03.04.05 16:59
CRB Index (Rohstoffe) - "BIG PICTURE" stark bullisch!
Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1882711
(©GodmodeTrader - http://www.godmode-trader.de/)
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Commodities Research Bureau (CRB) Index: 311,25 Punkte

Dieser Index gilt als Benchmark für die Entwicklung der Rohstoffmärkte. In ihm sind die wichtigen Rohstoffsorten zusammengefaßt. Energie: Crude Oil, Heating Oil, Natural Gas, Edelmetalle: Gold, Silver, Platin, Industriegüter: Copper, Cotton, Fleischsorten: Lean Hogs, Live Cattle, Getreidesorten: Soybeans, Wheat, Corn, Weichwaren: Coffee, Orange Juice, Sugar, Cocoa.

Langfristiger Linienchart seit 1978 als Orientierung "BIG PICTURE". 

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Langfristiger Monatskerzenchart seit 1978.

Diagnose:

  • Man beachte die ausgeprägte Zyklik. Einmal Momentum aufgenommen, startet der CRB Index steil nach oben durch. Dies hat zur Folge, dass der Index anfällig für unberechenbare V-Tops ist. Auf der anderen Seite gilt es zu konstatieren, dass mittelfristige untere und obere Wendepunkt im Bereich wichtiger langfristiger Trendlinien liegen.
  • Untere mittelfristige Wendepunkte konnten von 1978 bis 2002 in jedem Fall genau als solche eingeordnet werden. Entweder es lagen bullische Muster auf Candlestickbasis vor oder aber klassische Formationsmuster.
  • Seit September 2001 befindet sich der CRB Index in einem steilen Aufwärtstrend, der nach wie vor intakt ist. Bezogen auf die langfristige Historie handelt es sich bei diesem Anstieg seit 2001 um den umfassendsten Anstieg überhaupt. Seit 2001 befindet sich GOLD, ein wesentliches Underlying des CRB Index in einem übergeordneten Aufwärtstrend, Leichtöl seit Ende 2001 ebenfalls.
  • Der Kursverlauf von 1998 bis 2002 kann als riesige Doppelbodenformation gewertet werden, die sich in der Spitze einer seit 1980 bestehenden bullischen Keilformation ausgebildet hat. Im November 2002 gelang der regelkonforme Ausbruch aus dem Doppelboden und dazu synchron aus dem bullischen Keil. Wenn der Kursverlauf seit 1980 "nur" eine übergeordnete Bewegung im Sinne eines bullischen Keils ist, dann ist der seit 2002 laufenden regelkonforme Ausbruch "nur" der Beginn einer umfassenden langfristigen Aufwärtsbewegung! 

Prognose:

  • Bei 337,60 Punkten liegt im hier vorliegenden nicht adjustieren Endloskontrakt (Nearest Future) ein Horizontalwiderstand . Dieser Widerstand hat das Potenzial wieder eine umfassende Konsolidierung einzuleiten. Aus heutiger Sicht ist auf dem Niveau jedoch keine mittelfristige Wende nach unten zu erwarten, sondern eine Konsolidierung bzw. Korrektur auf relativ hohem Niveau als Verschnaufpause für weiter Anstiege mit Ausbildung neuer Hochs.
  • Mittelfristig wurde in der Trendcheckserie zum CRB Index ein charttechnisches Kursziel von 360,00 Punkten genannt.
  • Bzgl. der langfristigen Aussichten sind wir für den CRB Index stark bullisch ausgerichtet. Der seit Ende 2002 laufende Bullkeilausbruch ist damit lediglich als Anfang einer umfassenden Aufwärtsbewegung zu werten.

Harald Weygand - Headtrader Godmode-Trader.de

Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1882711

Antworten
gamblelv:

Sehr interessant! o. T.

 
03.04.05 17:47
Antworten
Pate100:

der CRB Index? o. T.

 
03.04.05 18:00

Antworten
xpfuture:

Sehr gute Arbeit, @Pate100

 
03.04.05 19:27
xpfuture
Antworten
Pate100:

Die "Contrarian" Nummer zieht nicht?!

 
04.04.05 09:12
03.04.2005 - 19:12

Die "Contrarian" Nummer zieht nicht?!

(©GodmodeTrader - www.godmode-trader.de/)


Anbei einige Anmerkungen zu den "Contrarians", die sich seit Wochen wieder zum Bullenmarkt der Rohstoffe, hier insbesondere Gold und Leichtöl, skeptisch äußern. Das Thema Rohstoffe ist derzeit en vogue. Das Thema wird sogar ausgiebig in der breiten Öffentlichkeit diskutiert. Börsenbriefe mit dem alleinigen Themenschwerpunkt "Rohstoffe" mehren sich. In der Regel sind dies Anzeichen eines übergeordneten bullischen Sentiments. Insofern kein Wunder, dass einige Kommentatoren, darunter eine Reihe von uns sehr geschätzter, dem laufenden Rohstoff-Hype skeptisch gegenüberstehen. Sie werten das bullische Sentiment als Kontraindikator.  Die "Contrarian" Karte zieht unserer Ansicht nach diesmal nicht, vor allem nicht schon zum jetzigen Zeitpunkt. Genauso wenig bei der Bewertung des China bzw. Asia-Hypes. Die derzeitigen "Contrarians" sind unserer Ansicht nach v.a. durch die Geschehnisse am Aktienmarkt 1998-2002 psychisch konditioniert. Im Rahmen einer regelrechten Massenpsychose explodierten Ende der 90er Jahre die Aktienmärkte, um im Jahr 2000 entsprechend dem Yin-Yang-Prinzip in Preis- und Zeitdimension zu implodieren. Das Ausmaß, wie seit geraumer Zeit das Thema "Rohstoffe" und "China" in den Medien abgehandelt wird, ist dem der New Economy und Internet im Jahr 2000 allerdings noch bei weitem nicht vergleichbar. Auch ist der bisher abgelaufene Kursanstieg der beiden angesprochenen Märkte, China/Asien sowie Rohstoffe, nicht vergleichbar mit dem der "New Economy Bubble". Zugegebenermaßen muß dies gar nicht der Fall sein! In solchen Ausprägungen wird es übergeordnete Hypes nur alle paar Jahrzehnte geben. Dennoch spricht einiges für die These, dass die "Contrarians" hypersensibiliert sind nach dem Motto "2000 gab es niemanden, der die obere Wende prognostizierte und warnte ... diesmal soll mir das nicht passieren ... nein, diesmal werde ich mich nicht vom bullischen Marktsentiment anstecken lassen ... diesmal werde ich rechzeitig den Finger erheben". Der Witz ist der, dass es richtig gut timende fundamentale "Contrarians" nur wenige gibt.

In der Sentimentanalyse ist von großer Bedeutung, das Sentiment adäquat zu quantifizieren. Mittelgradig bullisches Sentiment ist Aufwärtstrend-bestätigend zu werten, nicht als Kontraindikator. Gleichzeitig sollte es immer wieder Stimmen von fundamentalen "Contrarians" geben, die sich hier und da mal skeptisch äußern. Erst wenn diese "Contrarians" kapitulieren, verstummen oder gar in das Bullenlager wechseln, weiß man, dass es aus sentimenttechnischer Sicht gefährlich wird und Extreme Reading erreicht worden sind. Sie sehen, wir unterscheiden zwischen fundamental ausgerichteten "Contrarians" und technischen. Letztere können richtig gute Arbeit machen. Gerade was die Marktstimmung bzgl. Gold und Öl angeht, sehen wir seit einigen Wochen eher ein bärisches Sentiment. Ein "Contrarian" verkennt insofern die derzeitige Lage, wenn allerortens darauf hingewiesen wird, es gäbe eine exzessiv bullische Stimmung für Gold und Öl. Diese temporäre bärische Färbung des Sentiments spricht eher für eine lediglich temporäre Kursschwäche der Rohstoffmärkte.

In den Foren werden oft verbissene Dikussionen geführt, in denen sich "Contrarians" gegen eine Übermacht von Trendmitläufern zu wehren haben. Scheinbar unbewußt meint der eine oder andere, mit besonders umfangreichen Beiträgen, immer wiederkehrenden Wiederholungen der eigenen Argumente und besonders scharfen Attacken auf die "Gegenseite" quasi Einfluß auf das eigentliche Kursgeschehen nehmen zu können. Mit einem Schmunzeln kann man solche Diskussionen beobachten. Was aber wirklich zählt, ist die Performance basierend auf Prognosegenauigkeit. Wann und auf welchem Kurslevel wurde eine Wende prognostiziert? Kam die Wende tatsächlich zustande? Und liegt Kontinuietät in den Prognosen.

In Sachen Sentiment verfolgen wir vom GodmodeTrader.de eine ganz eigene Herangehensweise. Der Kursverlauf selbst ist unser Sentimentindikator. Der Kurs selbst zeigt den Verlauf und die Art des Sentiments an. Anhand der entstehenden Kursmuster lassen sich die Trendwenden im Sentiment erkennen. Den Verkauf einer SKS Wende sieht "jeder". Hier läßt sich also der Aufbau einer zunehmend bärischen Erwartungshaltung rechtzeitig erkennen. Nehmen wir aber eine relativ angeordnete inverse SKS (inverse SKS als Fortsetzungsformation). Während ihrer Entstehung mitten im Aufwärtstrend liegt eine bullische Erwartungshaltung vor. Fällt der Kurs aber durch die Basislinie dieser Formation, gibt es einen plötzlichen schlagartigen Sentimentwechsel auf bärisch. Kein Wunder also, dass es bei regelwidrig nach unten aufgelösten Formationen zu besonders schnellen und heftigen Kursabschlägen kommt. An schnellen schlagartig zustande kommenden Sentimentwechseln läßt sich besonders gut profitieren.

Rein diskretionär charttechnisch sind die bullischen Muster im CRB Index, der als großer Signalgeber des Rohstoffmarkts gilt, und auch in diversen asiatischen Indizes intakt.

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Pate100:

Ölpreis klettert auf ein neues Rekordhoch

 
04.04.05 09:18
Ölpreis klettert auf ein neues Rekordhoch

(Die Presse) 04.04.2005

Die Opec will Gespräche über eine höhere Förderung starten, um den Preisanstieg zu dämpfen.



New York/Kuwait (red/ag). Die Furcht vor Lieferengpässen hat den Ölpreis am Freitag in New York auf ein neues Rekordhoch getrieben. Ein Barrel (zu je 159 Liter) der Sorte Light Sweet Crude kostete 57,70 Dollar. Die bisherigen Rekordmarke lag bei 57,60 Dollar und war Mitte März erreicht worden.




Scheich Ahmad al-Fahd al-Sabah, der Präsident der Organisationen Erdöl exportierender Länder (Opec), startete am Sonntag mit den Ölministern des Kartells telefonische Gespräche über eine weitere Erhöhung der Ölproduktion. Mit einer erneuten Produktionserhöhung will die Opec die Preise von ihrem Rekordniveau herunterbringen.


Die auf dem vergangenen Opec-Treffen beschlossene Produktionserhöhung hatte den hohen Ölpreis bisher nicht wie geplant gedrückt. Das Kartell hatte Mitte März mit sofortiger Wirkung die Förderquoten um 500.000 Barrel pro Tag auf 27,5 Mill Barrel angehoben und eine weitere Anhebung um 500.000 Barrel pro Tag in Aussicht gestellt, sollten die Ölpreise auf hohem Niveau bleiben. Die Opec-Förderung liegt allerdings bereits bei 29,5 Mill. Barrel pro Tag.


Die Benzinpreise werden also hoch bleiben. Der Hamburger Energie-Informationsdienst EID wies zuletzt auf die Gefahr hin, dass erhöhte Nachfrage aus den USA zum Beginn des Sommerhalbjahres speziell die europäische Benzinmärkte nach oben treiben könnte: "Das wäre keine Überraschung, denn dieses Phänomen ist seit 2000 jedes Jahr eingetreten." Die Benzinimporte der USA seien 2004 um vier Prozent gestiegen und hätten sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt. Da die eigenen Raffineriekapazitäten der USA nicht ausreichten, müssten sie rund elf Prozent ihres Benzinverbrauchs importieren.




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Analysten warnen vor Ölpreissprung

 
04.04.05 09:29
Analysten warnen vor Ölpreissprung

Von Regine Palm und Thomas Wiede

Die Ruhe war einmal mehr trügerisch. Am Mittwoch vergangener Woche rutschte der Preis für das europäische Brentöl kurz unter die psychologisch wichtige Marke von 50 Dollar je Barrel (159 Liter). Doch schon am Donnerstag zogen die Notierungen wieder deutlich an; zum Wochenschluss näherte sich der Brentölpreis 53 Dollar. Eine nachhaltige Entspannung ist Experten zufolge bislang auch nicht in Sicht.




HB DÜSSELDORF. Auch am heutigen Montag hat der Ölpreis seine Rekordjagd fortgesetzt. Am Morgen übertraf der Preis für Rohöl der Sorte WTI im asiatischen Handel mit 57,79 Dollar je Barrel (159 Liter) die erst am Freitag erreichte Rekordmarke von 57,70 Dollar. Seit vergangenem Montag ist der Ölpreis damit um mehr als vier Dollar gestiegen.

Händler begründeten den jüngsten Höhenflug mit Nachwirkungen einer Studie von der US-Investmentbank Goldman Sachs aus der vergangenen Woche, die ein wahres Horrorszenario an die Wand gemalt hat. „Die Ölmärkte könnten gerade erst am Anfang der Phase eines ,Superanstiegs’ stehen“, warnen die Analysten in einer Studie. Dieser Anstieg könnte die Preise der amerikanischen Richtmarke WTI in der Spitze bis auf 105 Dollar treiben. Der WTI-Preis liegt in der Regel um zwei bis drei Dollar über dem Brentölpreis. Goldman Sachs hat seine Prognosen entsprechend angehoben.

Innerhalb der Übertreibungsphase wird nun eine Preisspanne von 50 bis 105 Dollar angenommen, vorher hatte die Investmentbank ein Preisband von 50 bis 80 Dollar unterstellt. Für 2005 und 2006 hat Goldman Sachs die Preisvorhersage auf 50 bzw. 55 Dollar angehoben. Bisher wurden Preise von rund 40 Dollar unterstellt. Die Analysten begründen ihre Prognose unter anderem mit „einem unverwüstlichen Nachfragewachstum“ und einem steigenden Aufschlag für Leichtöl. Zudem seien die Kosten in der Industrie stark gestiegen. Nur wenn sich das wirtschaftliche Wachstum in China und anderen asiatischen Ländern deutlich verlangsamen würde, gäbe es eine deutliche Entspannung.

An den Energiemärkten sorgte diese extreme Schätzung für Aufsehen. Händler sagten, die Studie habe spekulativ eingestellte Investoren zum Einstieg in Ölinvestments veranlasst. Ganz so pessimistisch wie Goldman Sachs sind andere Experten nicht. „Im Schnitt werden wir ein Preisniveau für das Barrel Brentöl von 45 Dollar in diesem Jahr sehen“, sagt Angus McPhail von ING. Auf längere Sicht ist McPhail sogar optimistischer. „Mittelfristig werden die Preise wieder auf ein Niveau von 35 Dollar zurückkehren.“


Dieser Einschätzung will Sandra Ebner von der Deka-Bank nicht folgen. Mittelfristig sei entscheidend, „dass weltweit kaum noch freie Kapazitäten vorhanden sind und das Angebot daher nicht mehr mit der Nachfrageentwicklung Schritt halten kann“. Die Internationale Energieagentur IEA hat vor kurzem ihre Prognose für die Nachfrage Chinas wieder angehoben: Nach 6,6 Mill. Barrel am Tag im Jahr 2004 werden für 2005 nun 7,4 Mill. Barrel erwartet und 2006 sogar 7,9 Mill. Barrel.

Darüber hinaus besteht nach Einschätzung von Energieexperte Eswaran Ramasamy vom Energie-Informationsdienst Platts am Markt die Sorge, dass zu Beginn der Reisesaison im Frühsommer der wachsende Benzinbedarf nicht ausreichend gedeckt werden könnte.

Ein Problem ist nach Einschätzung vieler Analysten zurzeit auch das fehlende Angebot von Produkten. Nach wie vor hinkt die verarbeitende Industrie – also die Raffinerien – hinter der Nachfrage nach leichten, schwefelarmen Produkten her. „Im zweiten und dritten Quartal müssen daher dringend Lagerbestände aufgebaut werden“, heißt es beim Center for Global Energy Studies (CGES).

Auch die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) rechnet mit einer anhaltend hohen Nachfrage. Zum ersten Mal ist sie bei ihrem letzten Treffen von ihrer Politik abgewichen, angesichts der im Frühjahr oft rückläufigen Nachfrage die Produktionsquote frühzeitig zu senken. Das Kartell, das für fast 40 Prozent der Weltproduktion sorgt, rechnet fest mit einem Schub am Ende des Jahres und will daher jetzt schon den Aufbau der Lagerbestände ermöglichen, um zumindest einem weiteren Preisanstieg vorzubeugen.

Für den Augenblick bedeutet dies jedoch nicht viel, denn die Opec-Länder fördern bis auf Saudi-Arabien und Kuwait schon an ihrem Limit. Die tatsächliche Förderung liegt deutlich über der offiziell genannten Quote von 27,5 Mill. Barrel am Tag. Zudem werden die Zuwächse der Nicht-Opec-Länder – vor allem in den USA und Europa – nur gering ausfallen. Gedämpft wurden Preishoffnungen kürzlich auch von Algeriens Ölminister. Chakib Khelil hat ausgeschlossen, dass die Ölförderung der Opec vor dem dritten Quartal nochmals angehoben werden könnte.


HANDELSBLATT, Montag, 04. April 2005, 08:29 Uhr

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Pate100:

Rohstoff Express: Palladium und Aluminium

 
05.04.05 08:59
Rohstoff Express: Palladium und Aluminium freundlich, Gold leichter
Gold

Der Preis für eine Feinunze steht derzeit bei 422,80 $, Minus 2,30 $. Gold eröffnete heute in Hongkong bei 426 $ und pendelte bis zur Mitte des Handels in London in einer Spanne zwischen dem Eröffnungskurs und 425 $. Nachdem diese Trading-Range nach unten durchbrochen wurde, fiel das Edelmetall bis auf einen Tiefstkurs bei 422 $, der in der New Yorker Sitzung erreicht wurde. Der Euro wird gerade für 1,2838 $ gehandelt, Minus 0,0058 $. Wichtige Wirtschaftsmeldungen gab es heute nur für die Eurozone. Die Erzeugerpreise der Industrie sind gegenüber dem Vormonat erwartungsgemäß um 0,4% gestiegen. Im Jahresvergleich gab es einen Anstieg um 4,2%, der Konsens lag bei 4,1% bis 4,2%. Die EU Kommission hat ihre Wachstumsprognose für das Jahr 2005 von 2% auf 1,6% revidiert. Für das Jahr 2006 erwarte man aber wieder ein Plus 2,1%. Bereits am Freitag berichtete ich über die „versehentlich“ falsch veröffentlichten Zahlen des ISM Indexes der U.S.A. Wie sich am Wochenende herausstellte, wurden, aus welchen Gründen auch immer, zuerst die Zahlen für den ISM-Dienstleistungsindex veröffentlicht. Eigentlich sollten die Zahlen für die Dienstleistungen erst diesen Dienstag preisgegeben werden, aufgrund eines Fehlers wurden sie aber schon am Freitag veröffentlicht.

Der St. Louis Federal Reserve Präsident William Poole äußerte sich am Wochenende zuversichtlich gegenüber einer erneuten Zinserhöhung bei der nächsten Sitzung der Fed. Hintergrund ist, dass einige Beobachter davon ausgehen, dass die amerikanische Notenbank eventuell zunächst einen Schritt auslässt, um die US Wirtschaft nicht noch stärker zu belasten. Diese Nachricht und die nach unten korrigierte Wachstumsprognose für die EU rufen die momentane Euro Schwäche hervor. Am Freitag gab es wieder Cot-Daten für die Edelmetalle. Die Non-Commercials vergrößerten ihre Netto-Shortpositionen um 7.877 auf 133.855 Kontrakte. Dahingegen stockten die Large Speculators ihre Netto-Longposition um 9.760 auf 101.521 auf. Die kleineren Spekulanten sind ebenfalls mit 32.334 Kontrakten netto long, haben aber ihre Position um 1.883 verringert. Die deutsche Bundesbank äußerte sich in einer Stellungnahme sehr kritisch gegenüber den Goldverkäufen des IWF. Die Begründung der Bank ist, dass der IWF kein Entwicklungshilfe-Institut sei und dass seine Mittel, die aus den Reserven der Notenbanken stammen nicht für Entwicklungshilfe-Aufgaben eingesetzt werden sollen. Des weiteren sollen die Entwicklungsländer durch einen kompletten Schuldenerlass nicht vollständig aus der Verantwortung genommen werden.
Der seit 2001 bestehende Aufwärtstrend ist immer noch intakt und verläuft gerade bei 419,73 $. Ebenfalls bei 419,70 $ verläuft eine horizontale Unterstützungszone, die bereits mehrmals bestätigt wurde. Das Hoch von Anfang Dezember bei 455 $ und das Doppelhoch von Mitte März bilden bei 443 $, einen kurzfristigen Abwärtstrend. Dieser kurzfristige Abwärtstrend und der langfristige Aufwärtstrend seit 2001 bilden ein symmetrisches Dreieck. Ein solches Dreieck ist als Trendbestätigungsformation bekannt. Die nächste Widerstandszone findet sich bei 428 $ bis 430 $.


Silber

Die Feinunze Silber notiert gerade bei 6,95 $, Minus 0,05 $ gegenüber Freitag. In Hongkong startete das Edelmetall bei 6,98 $ und fiel anschließend die restlichen Sitzungen hindurch. Bei 6,91 $ wurde im New Yorker Handel dann der Tiefstpunkt erreicht. Von diesem aus konnte sich das Edelmetall wieder etwas erholen. Für Silber wurden ebenfalls neue Cot-Daten veröffentlicht. Die Non-Commercials verringerten ihre Netto-Shortpositionen um 6.710 auf 55.412 Kontrakte. Large und Small Speculators sind weiterhin mit 32.971 und 22.441 Kontrakten auf der netto long, jedoch reduzierten beide Parteien ihre Bestände um 6.581 bzw. 129 Positionen.
Weitere Unterstützungslinien liegen bei 6,86 $ und 6,80 $. Die Unterkante des seit Juli 2003 bestehende Aufwärtstrend verläuft gerade bei 6,73 $. Bei 7,44 $ findet sich der seit Dezember 2004 bestehende kurzfristige Abwärtstrend, der sich aus dem Hoch bei 8,01 $ und 7,58 $ zusammen setzt. Das kurzfristige Kursziel liegt bei 7,20 $.


Platin

Platin wird momentan für 854 $ gehandelt, Minus 7 $. Der Eröffnungskurs in Hongkong lag bei 858 $, dieser entsprach auch gleichzeitig dem bisherigen Tageshöchstkurs. Bei 850 $ lag der heutige Tagestiefstkurs, der zu Beginn der Sitzung in Zürich erreicht wurde. Die PGM Ventures Corporation gab heute bekannt, dass die Vorbereitungen für die Produktion in der Aguas Tenidas Mine in Spanien sehr gut vorankommen. Die Mine wurde weitestgehend trocken gelegt und die Luft- und Wasserversorgungssysteme wurden ebenfalls wieder in Betrieb gesetzt. Man rechnet, dass die Produktion im Jahr 2006 aufgenommen werden kann. Nun zu den Cot-Daten. Die Non-Commercials sind weiterhin mit 5.447 Kontrakten netto short, minderten ihre Position aber um 344. Large und Small Speculators befinden sich nach wie vor auf der netto long Seite mit 4.051 und 1.396 Kontrakten. Beide Gruppen verminderten ihre Positionen um 338 bzw. 6 Kontrakte.
Weitere wichtige Unterstützungen liegen bei 850 $ und 815 $. Platin hat den seit Juni bestehenden Aufwärtstrend nach unten verlassen, somit ist das aufsteigende Dreieck nicht bestätigt worden. Das nächste Kursziel ist vorerst die 880 $. Ein Pullback auf 850 $ wäre kurzfristig möglich.


Palladium

Der Preis für eine Feinunze Palladium steht aktuell bei 198 $, Minus 1 $. Der Tagesverlauf war wieder sehr volatil, so eröffnete das Edelmetall zunächst bei 198$ in Hongkong und fiel während der weiteren Sitzungen auf 188$ bzw. später dann auf 186$ zurück. In New York erholte sich Palladium wieder auf sein derzeitiges Kursniveau. Die CoT-Daten vom Freitag ergaben, dass die Non-Commercials weiterhin mit 8.980 Kontrakten netto short sind, eine Verringerung um 979. Large und Small Speculators sind mit 6.723 bzw. 2257 netto long. Beide reduzierten ihre bestehenden Positionen um 719 bzw. 260.
Es bleibt noch abzuwarten, ob sich Palladium dauerhaft über der 200 $ Marke auf Tagesschlusskurs - Basis halten kann. Sollten die 200 $ verteidigt werden, würde ein Kursziel von 228 $ aktiviert werden. Die Oberkante der Trading Range zwischen 180 $ und 190 $ dürfte zunächst Unterstützung bieten.


Aluminium

Aluminium wird gerade für 0,8842 $ gehandelt, Plus 0,0018 $. Intraday eröffnete das Edelmetall bei 0,8980 $ und fiel im weiteren Verlauf bis auf 0,8750 $ zurück. Von seinem Tief aus konnte sich das Leichtmetall wieder deutlich erholen. Der kanadische Aluminiumhersteller Alcan gab am Freitag bekannt, dass man den Bereich Aluminiumrohre verkauft hat. Dem Verkauf lagen drei Betriebe in Saumur, Kolin und Cividate al Piano zu Grunde. Die 780 betroffenen Mitarbeiter werden laut Unternehmensangaben übernommen. Unterstützung gibt vorerst die 0,87 $. Bei einem Bruch wäre Luft bis 0,84 $ und 0,82 $. Der langfristige Aufwärtstrend seit Mai 2003 ist immer noch ungebrochen.

Die Bezugspreise bei Aluminium und Kupfer beziehen sich nicht auf ein Pound (454 Gramm), sondern auf eine Tonne (2240 pounds).


Kupfer

Das Pound Kupfer wird derzeit bei 1,5424 $ notiert, Minus 0,001 $. Die heutige Handelssitzung startete das Industriemetall bei 1,5580 $, fiel jedoch im weiteren Verlauf bis auf 1,5250 $ zurück. Mittlerweile konnte sich Kupfer wieder bis auf seinen momentanen Kurs erholen. Die Investmentbank Morgan Stanley gab bekannt, dass man von einem weiteren Defizit bei der Kupferversorgung in den nächsten zwölf Monaten ausgehe. Die australische Macquarie Group geht ebenfalls von einem Versorgungsengpass in Höhe von 100.000 Tonnen in diesem Jahr aus. Die Analysten geben ein Kursziel von 1,38 $, da sie von schwächeren Preisen in der zweiten Hälfte des Jahres ausgehen. Die Non-Commercials haben ihre netto short Positionen um 5.863 auf 28.519 kontrakte vermindert. Large und Small Speculators reduzierten ihre Bestände ebenfalls um 4.626 bzw. 1.237. Beide sind mit 25.605 und 2.914 netto long.
Unterstützung gibt die Oberkante des aufsteigenden Dreiecks bei 1,49 $, aus dem Kupfer nach oben ausbrechen konnte. Bei 1,50 $ und 1,52 $ verlaufen ebenfalls horizontale Unterstützungslinien. Der langfristige Aufwärtstrend seit Oktober 2002 ist absolut intakt.


Öl

Der Light Crude Future steht momentan bei 57,15 $, Minus 0,05 $.
Der Präsident der OPEC teilte mit, dass man bei einem weiteren Anstieg des Ölpreises, die Förderquote im Mai erneut um 500.000 Barrel auf 28 Millionen Barrel erhöhen werde. Die IEA (International Energy Agency) will ein Eilprogramm zur Senkung des Ölverbrauchs vorschlagen. Dieses Programm soll Fahrverbote, kürzere Arbeitswochen und 90 km/h als Höchstgeschwindigkeit beinhalten. Bei 53,60 $ und 50 $ finden sich die nächsten Unterstützungen. Die nächsten Widerstände liegen bei 57,50 $, 58 $.

Öl der Sorte kostet derzeit 56,30 $, unverändert. Der Brent Future konnte erneut aus seinem seit Dezember bestehenden Aufwärtstrend nach oben ausbrechen, dieser verläuft im Moment zwischen 48,09 $ und 53 $. Bei 53,42 $, 51,70 $ und 50,45 $ verlaufen nun die nächsten wichtigen Unterstützungen.


Beachten Sie auch unser "Rohstoff Express Special", dieses erscheint ab sofort immer wöchentlich und liefert detaillierte Charttechnik und Hintergrundinfos zu 3 bis 4 Rohstoffen. Dazu werden Sie noch über die wichtigsten Meldungen der Woche, die den Kurs maßgeblich beeinflusst haben informiert. Um das "Special" zu erhalten, müssen Sie sich nur auf unserer Homepage in den Mailverteiler eintragen. Natürlich kostenlos!

Vom 08. bis 10. April finden Sie uns auf der Anlegermesse Invest in Stuttgart. Besuchen Sie uns an unserem Stand in Halle 5.0, wir freuen uns auf Sie!


© Sebastian Hell
   Quelle: www.derivate-magazin.de

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Pate100:

Verleiderverkäufe bei kleineren Goldminen

 
06.04.05 09:01
Verleiderverkäufe bei kleineren Goldminen

Der Goldpreis fiel nach einer bereits im europäischen Handel schwächeren Entwicklung im gestrigen New Yorker Handel von 425 auf 422 $/oz zurück und konnte sich zum Handelsschluß nur auf 423 $/oz erholen. Heute morgen notiert der Goldpreis im Handel in Sydney und Hongkong um die 423 $/oz-Marke um etwa 2 $/oz unter dem Vortagesniveau. Wegen des stärkeren Dollars notiert der Goldpreis auf Eurobasis weiter stabil (aktueller Preis 10.626 Euro/kg, Vortag 10.623 Euro/kg). Bitte beachten Sie längerfristig die entscheidende Widerstandsmarke von 11.300 Euro/kg. Der Silberpreis konnte sich im New Yorker Handel gegen den schwächeren Trend des Goldpreises durchsetzen und zum Handelsschluß über die 7,00 $/oz-Marke zulegen. Heute morgen fällt der Silberpreis dagegen wieder zurück. Die Goldminenaktien entwickelten weltweit schwach, wobei bei kleineren Werten auf tiefem Niveau weitere Verleiderverkäufe und zu beobachten waren. Insgesamt deutet sich eine Fortsetzung der Seitwärtsentwicklung an.

Mittelfristig wird der Goldpreis durch eine breit angelegte Aufwärtsentwicklung der Basismetallpreise und des Silberpreises unterstützt (aktueller Preis 6,94 $/oz, Vortag 6,97 $/oz). Ein Anstieg des Goldpreises in Richtung 480 $/oz erscheint ohne massive Eingriffe der Zentralbanken noch im Jahresverlauf 2005 möglich.

Mit dem Rückgang des Goldpreises unter die 425 $/oz-Marke hat sich die Wahrscheinlichkeit weiter erhöht (aktuelle Wahrscheinlichkeit 40:60), daß der Goldpreis durch gezielte Manipulationseingriffe der Zentralbanken, insbesondere durch Goldverleihungen der Bank of England unter den langfristigen Aufwärtstrend, der mittlerweile bei 415 $/oz verläuft, gedrückt werden könnte (vgl. Leitartikel in: "Goldmarkt", Ausgabe 10/04).

Trotz der massiven Bemühungen der Bundesregierung und der Unterstützung durch den Bundesbankpräsidenten Axel Weber, Goldverkäufe der Bundesbank durchzudrücken, weigert sich die Bundesbank aus grundsätzlichen Überlegungen, die Option auf die Goldverkäufe von jährlich 120 t auszuüben. Die Verkaufsquote der Bundesbank wird nun von anderen Zentralbanken übernommen. Am 20.12.04 wurde unsere Vermutung bestätigt, daß Frankreich bereits Ende 2004 massive Goldverkäufe vorgenommen hat (vgl. "Goldmarkt", Ausgabe 23/04). Der Preisrückgang zum Jahresbeginn 2005 deutet darauf hin, daß die Zentralbanken Frankreichs, der Schweiz und der Niederlande als Verkäufer aufgetreten sind. Am 31.03.05 wurde bekannt, daß die EZB zum Jahresbeginn 47 t Gold abgegeben hat. In den letzten Wochen gab es vor allem auf Druck der Bank of England und sich dahinter verbergenden Interessengruppen, Bestrebungen, das IWF-Gold zu verkaufen.

Ein Qualitätsmerkmal der aktuellen Regierung und der EZB sind Goldverkäufe und das Drängen zu Goldverkäufen bei einem steigenden Goldpreis und das Festhalten an verfallenden Dollarpositionen, die im letzten Jahr zu massiven Verlusten bei der EZB und der Bundesbank geführt haben. Und dies trotz der guten Perspektiven für den Goldpreis und der schlechten Erfahrungen der Zentralbanken mit Goldverkäufen in den letzten Jahren.

Mit dem massiven Abbau der Goldreserven der Zentralbanken und der unlösbaren Krise im Weltfinanzsystem bleibt der langfristige Ausblick unverändert positiv.

Der nordamerikanische xau-Goldminenindex fiel um 1,7 % oder 1,6 auf 92,5 Punkte zurück. Bei den Standardwerten gaben Goldcorp und Kinross jeweils 3,1 % sowie Placer Dome 2,7 % nach. Bei den kleineren Werten büßten Gabriel 6,8 %, Minefinders 4,9 % und Rio Narcea 4,5 % ein. Gegen den Trend konnten sich Gammon Lake 0,8 % (Vortag +4,7 %) und Cambior 0,9 % verbessern.

Die südafrikanischen Werte zeigten sich im New Yorker Handel schwächer. DRD Gold gab weitere 3,5 % (Vortag -5,4 %, -8,9 %) und Harmony 3,4 % ab.

Die australischen Goldminen zeigten sich heute morgen bei niedrigen Umsätzen schwach. Teilweise führten Verleiderverkäufe bei minimalen Umsätzen zu deutlichen Kursrückgängen. Bei den Produzenten gaben Dragon 7,0 % Resolute 4,4 % und Equigold 4,2 % nach. Herald konnte um 8,8 % zulegen. Bei den Explorationswerten fielen Tribune 13,5 %, Bullion 10,5 %, Metex 7,7 % und Macmin 4,4 % zurück. Bei den Basismetallwerten gaben Mincor 4,0 %, Cons Minerals 3,3 % und Jubilee 3,0 % nach.


© Martin Siegel

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Pate100:

Inflation oder Deflation

 
06.04.05 09:18
Inflation oder Deflation
Kann es Deflation überhaupt noch geben in einem Währungsumfeld, das durch keinerlei Deckung zu Restriktionen gezwungen werden kann?
Kann man nicht einfach durch Inflation, also durch das Drucken neuen Geldes die Schuldenlast effektiv fallen lassen?

Dass die weltweiten Schuldenberge unter normalem Wachstum und Inflationsraten keinesfalls rückzahlbar sind, dürfte keine Meinungsverschiedenheit auslösen. Durch Sparversuche von Seiten des Staates ist es unter den jetzigen Umständen jedenfalls nicht zu erreichen. Es ist genau wie mit den Einsparungen der Wirtschaft, es ist unmöglich. Wenn der Staat anfängt zu sparen, entzieht er seiner Bevölkerung Kaufkraft. Daraus resultieren wiederum fallende Steuereinnahmen. In der Wirtschaft können zwar einzelne Unternehmen sparen, aber die Wirtschaft als Ganzes kann es nicht, weil sämtliche Einsparungen sofort Umsatzausfälle der anderen Wirtschaftszweige beinhalten.

Das Senken der Zinsen bzw. das Erhöhen der Geldmenge ist das einzige Mittel der Politik um das Wirtschaftswachstum anzuregen.
Warum hat das aber in den USA funktioniert und in Europa nicht?

Die Federall Reserve ging die Zinssenkunkung in den USA sehr aggressiv an um die Schuldeninflation am Leben zu halten, diese drohte nämlich nach dem Platzen der Aktien-Spekulationsblase in Deflation umzuschlagen. Die Verantwortlichen wissen zu genau, was eine Deflationsspirale bewirken würde, nämlich dass die Schulden nominal zwar gleich blieben, aber effektiv stiegen. Der Boom in Immobilien war deshalb so wichtig, weil er durch steigende Verschuldung und Konsum das Sparen verhinderte. Aber damit war die Abrechnung nur hinausgeschoben, denn nach einer Inflation folgt eine Deflation, wie Johann Philipp von Bethmann in seinem Buch in den 80ern schon prophezeite.

In der Schuldeninflation (nicht zwangsläufig Preisinflation) wurden Überkapazitäten und sinnlose Investitionen getätigt, um die das Wirtschaftssystem wieder bereinigt werden muss. Die Überkapazitäten enden dann im Preis- und Rabattkrieg und in fallenden Preisen. Da auch die Zinsen normalerweise durch Angebot und Nachfrage bestimmt werden, sind fallende Zinsen das Zeichen für fehlende Investitionen und gehen mit fallenden Preisen einher. Wenn dann der Preisverfall einsetzt, werden auch die Investitionen und Ausgaben aufgeschoben, da es Sinn macht zu warten und dies verstärkt wiederum die Spirale. Anders als z.B. wie noch vor 100 Jahren, als der Rückgang der Preise und Zinsen sofort mehr Nachfrage bedeutete, da die Menschen jede Entlastung sofort im Konsum für Lebensnotwendiges umsetzen mussten, können die meisten Menschen heute immer noch sparen, da sie mit dem Lebensnotwendigsten versorgt sind. Langsam aber sicher werden dadurch aber immer mehr Menschen vom Sparen wollen zum Sparen müssen gezwungen. Dies hat überall stagnierende oder fallende Preise und dadurch wiederum fallende Sicherheiten der Banken zur Folge. Und so verstärkt sich die Deflationsspirale. Außerhalb der angelsächsischen Länder kann man diese Tendenz teilweise bereits feststellen.

Dort zeigt sich ein anderes Bild: Nach dem Aktienboom kam der Immobilienboom, was an der Preistrenderwartung liegt. Ist diese positiv, dann kaufen die Menschen, um das Erworbene - seien es Aktien, Rohstoffe oder Immobilien - für höhere Preise weiter verkaufen zu können. Um eine Änderung der Preistrenderwartung in den USA nicht einmal in Betracht kommen zu lassen, diesbezüglich keinen Attentismus also keine abwartende Haltung zu verursachen, hat die FED die Geldmenge drastisch erhöht und gleichzeitig die Zinsen auf ein absolutes Notfallniveau gesenkt und unter der Inflationsrate gehalten. Und dieses hat die FED im Jahre 2001 so schnell getan, dass eben die Spirale der sinkenden Preise mit sinkenden Zinsen und dem daraus resultierenden Aufschub bzw. Rückgang des Konsums in den USA einfach übersprungen wurde.

Leider wurde die Schuldeninflation damit verlängert bzw. verstärkt: Es hatte keine steigenden Reallöhne zur Folge, da der Konsum immer mehr aus Übersee bedient wurde.

Das heißt, der wirkliche Test für die FED steht noch aus. Bislang wurde immer noch ein negativer Realzins gefahren (= Zinsen niedriger als die Inflationsrate), aber der Ausstieg bzw. wie es die FED nennt, eine neutrale Zinsrate steht noch bevor und diese hat als Taktgeber die Inflationserwartungen. Bei neutraler Zinsrate geht Stephen Roach, Chef-Ökonom von Morgan Stanley, momentan von 5,75% - also ca. der doppelten Zinsrate - aus und bei weiteren 0,25 BP Schritten würde diese im Herbst 2006 erreicht sein, und da die Zeitverzögerung miteinberechnet werden muss bis dieses wirken könnte, wäre womöglich der Inflation und auch dem ausufernden Bilanzdefizit wirklich nur mit drastischen Schritten entgegenzuwirken.

Die größere Geldmenge hat nämlich einen weltweiten Exportboom in Asien und in Europa angefacht, hatte allerdings auch zur Folge dass


1.) größere Nachfrage nach Rohstoffen jeder Art herrscht
2.) die größere Geldmenge die vorhandene nicht im gleichem Maß reproduzierbare Rohstoffmenge jagt.


Und zu einem Exportboom gehört immer auch irgendwo ein Importboom. Dieser wurde in den USA durch die Geldmenge und die Zinsen und den dadurch entstandenen Wohlstandseffekt mit steigender Verschuldung, Konsum aus steigender Hypothekenlast und gleichzeitig fallendem Sparaufkommen bewerkstelligt.

Über den Zeitraum 1995 bis 2002 haben die Vereinigten Staaten mit ca. 30% des weltweiten Bruttosozialproduktes zu 98% zum Wachstum desselben beigetragen. Im Umkehrschluss haben also die übrigen 70% der Welt nur 2% zum Wachstum beigetragen. Dieses wurde aus den Wechselkursen errechnet und zeigt damit während dem oben genannten Zeitraum die große Wachstumsdynamik sowie die starke Aufwertung des Dollars.

"Ein Ausgleich dieser Balance verlangt zweifellos beides: mehr Wachstum der restlichen Welt und eine Abwertung des Dollars. "
Stephen Roach, Chef-Ökonom von Morgan Stanley

Bislang haben wir allerdings eher weniger Wachstum im Rest der Welt, ausgenommen in China, und trotz bereits erheblich gesunkenem Dollar ein immer höheres Handelbilanzdefizit in den USA. Dieses ist von 5,4% Anfang 2004 auf ein Rekordhoch Ende 2004 von 6,3% des Bruttosozialprodukts gestiegen.

58 Milliarden war das Rekorddefizit im Januar, der Unterschied zwischen dem, was Amerikaner ins Ausland verkauften und was sie importierten. Geteilt durch die Zahl der Familien ergibt das 600 Dollar im Monat oder hoch gerechnet 7.200 Dollar pro Familie im Jahr. Und genau dieses ist die Stimulation des weltweiten Wachstums.

Die Erhöhung der Zinsen durch die FED um 175 Basispunkte wurde von der inzwischen gestiegenen Inflation (der Kernrate des Indexes der Konsumenteninflation um 74%) weitgehendst aufgehoben, dieser war nämlich Anfang 2004 bei 1,15 und im Februar 2005 bei 2,4%.

Nimmt man hierbei zur Kenntnis, dass dieser Index Energie und Lebensmittel außen vor lässt und dass der CPI - Index der Konsumenteninflation, der dieses mit beinhaltet, um 0,4% im Februar und damit jährlich gerechnet auf 4,8% gestiegen ist, kann man die höhere Inflation bereits erahnen.

Bedenkt man noch, dass Bürokraten, die diesen Index auswerten, mit allerlei Raffinessen wie z.B. hedonistischen Spielereien umgehen um die an diesen Index gebundenen Staatsausgaben, z.B. Renten, Beamten- und Soldatenlöhne niedrig zu halten und auch um damit ein höheres BSP zu erhalten, so wird klar, dass wie bei uns in Europa die Inflationsraten wesentlich höher sind als angegeben.

Die amerikanischen Firmen werden jedenfalls die gestiegenen Rohstoffkosten, z.B. Öl 55 Dollar per Barrel, an die Verbraucher weitergeben müssen und auch für die chinesische Industrie sind in den letzten zwei Jahren die Preise für Rohstoffe siebenmal so stark gestiegen wie der faktisch in US-Dollar nominierte Verkaufspreis.

Dass die Inflationsgefahren ernst genommen werden, kann man auch an den seit Januar um 60 Basispunkte gestiegenen Renditen der 10 jährigen Treasuries auf 4,62% erkennen.

Wie werden die Verantwortlichen in den USA, die seit dem ersten Einbruch 1987 ständig die Liquidität erhöht haben, vorgehen? Werden sie einem noch höher als in 2001 verschuldeten Konsumenten, den verschuldeten Kommunen und dem Staat mit der nötigen Härte entgegentreten, um die Inflation zu unterdrücken, und einem weit höheren Zinsniveau aussetzen? Good Luck.

Sollte dies geschehen, dann hätte es weitreichende Implikationen.
Wenn man sich vor Augen führt, was in der Rezession von 2001 der Rückgang der Exporte in die USA um 79 Milliarden Dollar weltweit und speziell in den asiatischen Ländern mit den Wachstumsraten anstellte, dann kann einem bewusst werden, was passiert, wenn der US-Konsument wirklich anfängt zu bremsen. Der weltweite Exporthandel schrumpfte dadurch im Jahr 2001 im Wert um 4% und das bedeutete den größten Rückgang seit 1982.
In Deutschland hatte dieses einen Einbruch der Wachstumsrate von 80% zur Folge.

Im Jahr 2000 - 3,0% Wachstum des BSP
Im Jahr 2001 - 0,6% Wachstum des BSP

Dass dieses irgendwann passieren muss und wird, ist klar und auch, dass umso länger es dauert, desto härter der Sturz sein wird, um das Gleichgewicht zu erhalten. Aber man kann sich darauf verlassen dass Politiker (und speziell die FED hat das seit 20 Jahren bewiesen), dazu neigen, wenn sie vor der Wahl stehen, den harten Weg einzuschlagen oder den einfacheren Weg nämlich den zu mehr Liquidität und damit zur Inflation, immer genau dieses tun werden.

Deshalb ist ein Wertrückgang des Dollars wahrscheinlicher als drastische Zinserhöhungen. Dieses hat langfristig die gleichen Auswirkungen, nämlich weniger Konsum in den USA wegen den stark steigenden Ölpreise und der anderen Rohstoffen, ein Rückgang des Exports in die USA und des daraus resultierenden Rückgangs des Handels untereinander in den vom Export getriebenen Ländern.

Man kann nur hoffen, dass es nicht zu bald kommt, denn nimmt man dies alles zur Kenntnis, dann sieht man die Deflationsgefahren. Das bedeutet nicht zwangsläufig den Rückgang der Preise, aber eine Implosion der Schulden, und zwar überall: in Kontinental-Asien, Deutschland, Japan und in all den anderen am Export hängenden Ökonomien. Dieses gekoppelt mit dem Phänomen des Öl-Peaks ( fallende Versorgung bei steigendem Verbrauch und somit steigende Kosten) und der generellen Verschuldung lässt nicht all zuviel Zuversicht zu. Bedenkt man dann noch, wie es mit der Binnenkonjunktur geht und dass Deutschland das Exportland Nr. 1 in Europa und Baden-Württemberg das Exportland Nr. 1 in Deutschland ist dann werden einem die Abhängigkeiten bewusst.  
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Pate100:

Öl

 
06.04.05 18:54
ob wir es über 60 dollar schaffen? ich denke wir sehen zuerst die 50 dollar...
06.04.2005 - 17:34
März: Öl-Angebot übersteigt Nachfrage    


 
Vorläufigen Schätzungen von Oil Market Intelligence zufolge lag das Ölangebot weltweit im März 400,000 Barrel pro Tag über der weltweiten Nachfrage. Der Zuwachs des weltweiten Ölverbrauchs sank im Vergleich zum Vorjahr, jedoch lag das Verbrauchsvolumen im März 2.1% über dem Vorjahr. Im März 2005 wurden durchschnittlich 84.7 Millionen Barrel pro Tag konsumiert. Das Angebot stieg auf 85.1 Millionen Barrel pro Tag.

Antworten
Pate100:

Öl: Wie weit reicht der "Superanstieg"?

 
06.04.05 19:45
06.04.2005 - 18:48
Öl: Wie weit reicht der "Superanstieg"? Aspekte der jüngsten Rallye
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Die OPEC rechnet in ihrer Studie „Oil outlook to 2025“ mit einer weltweit ständig weiter steigenden Ölnachfrage. Von 2002 bis 2010 geht das Öl-Kartell von einem Anstieg der Ölnachfrage um 12 Millionen Barrel auf 89 Millionen Barrel pro Tag (MbpT) (1.8% p.a.) aus. Von 2010-2020 werde die Nachfrage um weitere 17 Millionen Barrel auf 106 MbpT (ansteigen. In den darauffolgenden 5 Jahren sieht die OPEC einen weiteren Anstieg um 9 Millionen Barrel auf 115 MbpT. Somit wird die weltweite Nachfrage nach Öl bis 2025 um fast 50% zunehmen. Drei Viertel dieser Nachfragesteigerung werde durch Entwicklungsländer – primär sei hier Asien genannt - generiert.

Außerhalb der OPEC organisierte Öllieferanten werden nach Einschätzung der OPEC nach 2010 ein Angebotsmaximum bei 55-57 MbpT erreichen. Nach 2010 rechnet die OPEC mit einem zunehmenden Einfluss auf das weltweite Ölangebot. Nach Einschätzung der OPEC sei in den nächsten zwei Jahrzehnten mit einem ausreichenden Angebot an Rohöl zu rechnen, sodass der OPEC-Korbpreis für die weltweit sieben wichtigsten Ölsorten sich bei durchschnittlich $20-$25 einpendeln dürfte (Die OPEC testet derzeit eine Ausweitung des OPEC-Baskets auf 11 Ölsorten). Dabei seien kurzfristige Preisausschläge in beide Richtungen nicht auszuschließen. Aktuell notiert der OPEC-Korbpreis bei $52.27. In 2004 lag der Basket-Preis bei durchschnittlich $36.06, im Jahr davor bei $28.10.

Mitte März beschloss die OPEC eine Erhöhung der maximalen Fördermenge für ihre Mitgliedsstaaten um 500,000 bpT auf 27,5 MbpT. Sollte der Ölpreis anhaltend auf hohem Niveau bleiben, so sieht man bis zum nächsten Meeting am 7. Juni eine erneute Anhebung um 500,000 Barrel vor. Der amtierende Generalsekretär der OPEC Adnan Shihab-Eldin sagte Anfang April, dass die OPEC bereit sei, die Fördermengen um weitere 10% anzuheben, um eine „boom-and-bust“-Situation möglichst zu vermeiden. So sei nebst der Mai-Anhebung der Fördermenge im dritten Quartal eine erneute Anhebung um 500,000 Barrel und im vierten Quartal eine zusätzliche Ausweitung um 800,000 Barrel denkbar. Die folgenden Anhebungen wurden Mitte März durchgeführt:

Altes Produktionsniveau (Barrel pro Tag)FörderanhebungNeues Produktionsniveau (Barrel pro Tag)
Algerien862,00016,000878,000
Indonesien1,399,00026,0001,425,000
Iran3,964,00073,0004,037,000
Kuwait2,167,00040,0002,207,000
Libyen1,446,00027,0001,473,000
Nigeria2,224,00041,0002,265,000
Qatar700,00013,000713,000
Saudi Arabien8,775,000162,0008,937,000
Vereinigte Aarabische Emirate2,356,00044,0002,400,000
Venezuela3,107,00058,0003,165,000
Gesamt27,000,000500,00027,500,000

Vorläufigen Schätzungen von Oil Market Intelligence zufolge lag das Ölangebot weltweit im März 2005 400,000 Barrel pro Tag über der weltweiten Nachfrage. Der prozentuale Zuwachs des weltweiten Ölverbrauchs sank im Vergleich zum Vorjahr, jedoch lag das Verbrauchsvolumen im März 2.1% über dem Vorjahr. Im März 2005 wurden durchschnittlich 84.7 Millionen Barrel pro Tag konsumiert. Das Angebot stieg auf 85.1 Millionen Barrel pro Tag. Wichtigster Punkt dieser Studie ist jedoch, dass das Wachstum der weltweiten Nachfrage beginnt, abzuebben, was den Erwartungen des Marktes entspricht. Auf der anderen Seite wirft der Markt einen genauen Blick auf die weltweiten Rohölvorräte, besonders im Vorfeld der Sommerzeit in Europa und den USA, zu der die Nachfrage nach Benzin wieder ansteigen wird. Der Angebotsüberschuss bleibt weiterhin knapp. Deutliche Nachfragespitzen und die eher träge Reaktion auf der Angebotsseite könnten in den nächsten Monaten weitere Preisspitzen bei Rohöl auslösen.

Obwohl die Preiselastizität der Ölnachfrage in den letzten Monaten relativ hoch war – dass heisst, die Nachfrage reagierte nur unterproportional negativ relativ zu den Preisanstiegen – regten sich gerade in den letzten Wochen vermehrt Stimmen aus verschiedenen Ländern, die auf eine wachsende Unbehaglichkeit bezüglich der Rohölpreise hindeuteten. Die Wachstumserlangsamung in der März-Studie von Oil Market Intelligence könnte ein Hinweis auf eine fallende Preiselastizität der Nachfrage nach Rohöl sein, jedoch dürften freilich noch weitere Datenreihen nötig sein, um einen Trend auszumachen.

Der durchschnittliche von der OPEC für die nächsten zwei Jahrzehnte prognostizierte Preis von $20-$25 sei fundamental durch mehrere Faktoren gerechtfertigt. Die erste fundamentale Annahme sei, dass in diesem Zeitraum für ein ausreichendes Angebot gesorgt werden könne. Zum Zweiten sei dieser Preis auf einer Höhe, die die Erschließung sehr teurer Ölvorräte nicht rentabel mache. Sollte es zur Erschließung sehr teurer Ölvorräte kommen, so drohe Überkapazität und ein Einbruch des Ölpreises, so die OPEC. Eine drohende Überkapazität sei jedoch bei einem langfristigen Durchschnittspreis von $20-$25 je Barrel nicht zu erwarten. Drittens sei ein Preis auf diesem Niveau ausreichend, um die nötigen Kräfte in Bewegung zu setzen, um den Markt mit dem nötigen Angebot zu versorgen. Last but not least sieht die OPEC auf diesem Preisniveau auch die Budgetanforderungen der Mitgliedsstaaten als „erfüllt“ an.

Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1888029

Während die OPEC einen deutlichen Rückgang der Ölpreise erwartet, gibt es namhafte Vertreter am Markt, die der aktuellen Aufwärtsbewegung bei Rohöl noch viel Potential beimessen. So warnen die Experten der renommierten US-Investmentbank Goldman Sachs vor einem weiteren deutlichen Anstieg des Ölpreises. „Die Ölmärkte könnten gerade erst am Anfang der Phase eines ,Superanstiegs’ stehen“, so die Analysten. Der Preis für US-Leichtöl könnte so in der Spitze bis auf $105 je Barrel steigen, so die Analysten. (Der Preis für US-Leichtöl liegt in der Regel $2-$3 über dem Preis für die Nordsee-Sorte Brent, die in London an der IPE gehandelt wird. US-Leichtöl wird an der NYMEX gehandelt). Innerhalb der gerade laufenden Übertreibungsphase gehen die Experten von einem Preis zwischen $50-105 aus, nach zuvor $50-$80. Goldman Sachs hoben in Folge ihre Prognose für den durchschnittlichen Ölpreis für 2005 und 2006 auf $50 bzw. $55 an. Bisher lagen die Prognosen für beide Jahre bei $40. Unter anderem begründeten die Analysten ihre Prognose mit dem „unverwüstlichen weltweiten Nachfrageanstieg“ und der wachsenden spekulativen Komponente bei der Preisbildung von US-Leichtöl. Nur bei einer deutlichen Wachstumsverlangsamung der Konjunktur der asiatischen Länder  gebe es Hoffnung auf eine Entspannung beim Ölpreis, so Goldman Sachs.

Fazit:
Wie weit die aktuell laufende Rallye andauern wird, kann wohl niemand mit Gewissheit sagen. Die weltweit knappen Lagerbestände und das knappe Verhältnis zwischen weltweiten Ölangebot und Ölnachfrage machen den Ölpreis anfällig für weitere scharfe Preisspitzen. Im Zentrum der Aufmerksamkeit dürfte in den nächsten Monaten der Erfolg der chinesischen Regierung bei den Maßnahmen zur Abkühlung des Wirtschaftswachstums sein. Nicht nur bei Öl, sondern im gesamten Rohstoffsektor, dürfte ein plötzliche Wachstumsrückgang der chinesischen Wirtschaft zu deutlichen Korrekturen beim Rohölpreis sorgen. Mehrere Vertreter der OPEC und westlicher Regierungen haben sich in den letzten Wochen dahingehend geäußert, dass der spekulative Anteil an der Preisbildung von Rohöl derzeit enorm sei. Genauso schnell, wie die Ölpreise gestiegen sind, dürften sie demzufolge auch wieder in sich zusammenbrechen, sollte die fundamentale Ausgangslage drehen. Behalten Sie diesen Aspekt bei möglichen Investitionsentscheidungen im Rohstoffsektor im Auge und sichern Sie Ihre Positionen ausreichend ab, um nicht auf der Verliererseite der jüngsten Rohstoffrallye zu stehen.

Jochen Stanzl – BörseGo GmbH

Antworten
permanent:

gute Arbeit Pate100 o. T.

 
06.04.05 21:31
Antworten
Pate100:

danke permanent o. T.

 
06.04.05 22:00

Antworten
Pate100:

Silber, Silber, überall... (lesenswert)

 
07.04.05 10:48
Wöchentlicher Kommentar: Silber, Silber, überall
Der aktuellste Commitment of Traders Report (COT) deutet auf eine fortlaufende Verbesserung beim Silber hin durch den groben Preisrückgang um 50 Cent vom Hoch in den letzten paar Wochen. Der aktuelle Stand von 55.000 Kontrakten bei den Netto-Shortpositionen der Händler ist um 12.000 Kontrakte niedriger als beim Hoch. Die Frage ist, ob wir eine weitere Eindeckung von ca. 5.000 Kontrakten bei den niedrigen Preisen bekommen werden und so einen Boden finden oder ob der Markt hier aus anderen Gründen einen Boden bildet. Laut meinen Kalkulationen sind wir bereits an einem großartigen Kaufpunkt für Silber bzw. werden ihn in kürze erreichen.

Beim Gold erscheint es, als gäbe es einen größeren Berichterstattungsfehler im Report von dieser Woche. Laut meiner Berechnung ist die Netto-Shortposition der Händler um 25.000 Kontrakte falsch angegeben. Ich habe die CFTC benachrichtigt, doch sie scheint kein Interesse an einer Untersuchung zu haben. Zukünftige Berichte werden zeigen, ob es einen Berichterstattungsfehler gab.

Es ist kein Geheimnis, daß ich ein begeisterter Student der COT-Daten bin und glaube, daß diese ein verläßlicher Wegweiser für kurzfristige bis mittelfristige Preisbewegungen sind. Kurz gefaßt, die COT-Daten haben mich nie im Stich gelassen. Jedoch glaube ich auch, daß die COT-Daten eines Tages aufhören werden zu funktionieren, da sie nicht das ultimative, langfristige Werkzeug zur Preisbestimmung sind. Diese Ehre gebührt dem Gesetz von Angebot und Nachfrage.

Stammleser wissen, daß ich schon sehr lange einige feste Glaubensgrundsätze hinsichtlich Silber habe. Einer davon ist, daß ein Markt mit einem physischen Konsumdefizit (sic!) schließlich in einer Art von Lieferzusammenbruch enden muß. Wenn sich nicht massive höhere Preise entwickeln und so den Verbrauch vermindern und/oder zu steigender Produktion führen, muß ein Defizit irgendwann Lieferprobleme erzeugen. Wenn sich eine verbreitete Knappheit und Lieferprobleme beim Silber entwickeln, kann nichts einen größeren Einfluß auf den Preis haben. Daher sind wir immer angehalten, auf die Zeichen zu achten, die den Anfang von solchen Lieferproblemen bei Silber signalisieren könnten. Kürzlich haben wir neue Signale erhalten, die auf eine Spannung bei physischen Großhändlern hindeuten.

Falls Lieferprobleme und Knappheit beim Silber eintreten, müssen sich diese sich diese an der COMEX, dem wichtigsten Handelplatz für Silber in der Welt, niederschlagen. Betrachtet man ihre Macht, den Preis von Silber zu bilden, und das Faktum, daß die größten bekannten Vorräte an Barren in ihren lizenzierten Lagerhäusern liegen, dann ist es unmöglich für die COMEX, in eine Silberknappheit nicht involviert zu sein, wenn die Knappheit für alle sichtbar ist. Das ist der Grund warum Anhaltspunkte, die auf eine Silberverknappung an der COMEX hindeuten, sehr detailliert untersucht sind. Ich glaube, daß wir gerade ein Teil eines Hinweises bekamen.

Dienstag, der 29. März, war der letzte Handelstag für den März 2005 COMEX Silberkontrakt und an diesem Tag verfiel der Märzkontrakt mit einer Prämie von 3 Cent/Unze auf den Maikontrakt. Obwohl ich nur eine sehr kleine Bemerkung darüber gelesen habe, ist dies fast beispiellos in Silber und stellt meiner Meinung nach einem sehr großen Coup dar.

Wenn ein naher Monat für mehr als der nächste Handelsmonat gehandelt wird, ist dies ein klarer Hinweis auf Knappheit beim Angebot eines Rohstoffs. Der Begriff dafür ist Backwardation. (Ich habe einige Artikel darüber geschrieben und prognostiziert, daß dies auch eines Tages bei Silber passieren wird.) Noch wichtiger ist, wenn die Backwardation den Monat der Kassalieferung betrifft, ist die Knappheit in lieferbarerem Angebot offensichtlich.

Ich sage ganz klar – die Prämie von März auf Mai entwickelt sich, weil es eine unzureichende physische Versorgung von vorhandenem Silber zu normalen Preisen in Relation zur Nachfrage gab. In anderen Worten: Käufer, die sich in diesem Augenblick reales Silber wünschten, mußten mehr bezahlen um dieses wirkliche Silber auch zu bekommen. Dies war keine Tagesaffäre. In den letzten fünf bis zehn Handelstag des gerade verfallenen Märzkontraktes gab es bemerkenswerte und beharrliche Käufe von jenen, die versuchen, sich unmittelbar reales Silber zu sichern. Es herrschte eine Hektik bei diesen Käufen, wie ich sie noch niemals zuvor bei Silber gesehen habe.

Wer waren diese dringenden Käufer für dieses Silber? Während es keine Möglichkeit gibt, ihre Namen zu ermitteln, können wir relativ sicher sein, welchem Typ sie angehören. Sie waren wahrscheinlich Käufer, die dringend Silber benötigten. Keine Spekulanten oder Investoren, sondern Verbraucher. Wenn Sie darüber einen Moment nachdenken, werden Sie sehen, warum ich glaube, daß dies große Bedeutung für den Silbermarkt haben könnte. Investoren würden es eher vorziehen, auf eine Silberlieferung zu warten als eine Prämie zu zahlen. Welchen Unterschied könnte es für einen Investor machen eine Weile zu warten? Nur Verbraucher würden solch eine Prämie bezahlen, weil sie das Material dringend benötigen und sich weniger um den Preis kümmern. Was dies so interessant macht, ist, daß dies in meiner Erinnerung das erste Mal ist, daß sich Silberverbraucher für unmittelbar lieferbares Silber an die COMEX wenden und eine merkliche Prämie zahlen. Ich habe schon lange solche Käufe erwartet.

Zusätzlich scheinen diese physischen Silberkäufer die Spezialitäten des Lieferprozesses an der COMEX zu kennen, nämlich, daß alle Kontrakte in einer festgelegten Zeit gegen Ende des Monats geliefert werden müssen. Käufer am Anfang eines Liefermonats müssen vielleicht bis Monatsende auf die eigentliche Lieferung warten, jedoch wird die Wartezeit für Käufer am Monatsende nicht länger sein entsprechend der Vertragsspezifikationen.

Zuletzt wurde dieses “durch Bedarf motivierte Käufer”-Szenario weiter bestätigt durch die Abhebung von 2,4 Millionen Unzen Silber aus dem COMEX HSBC Lagerhaus am Freitag, dem 1. April. Während ein Investor normalerweise zufrieden damit ist, sein Silber bei der COMEX zu lagern, muß es sich ein Benutzer, der das Silber benötigt, physisch liefern lassen.

Lassen Sie mich nun genau sein, um nicht mißverstanden zu werden bzgl. dessen, was stattgefunden haben könnte. Erstens sprechen wir nicht über große Mengen von Silber. Zweitens wurde zu selben Zeit auch anderes Silber in die COMEX Lagerhäuser eingeliefert, so daß der gesamte Lagergrößte bei Silber nur unwesentlich schwankte. Wenn wir über enorme Größenordnungen sprächen, wäre das nicht in Ordnung und Silber stünde nicht bei ca. 7 $. Soweit anderes Silber gleichzeitig in die Lagerhäuser kommt, denke ich, daß dies nur das Knappheitsszenario bestätigt.

Weil die COMEX Lagerbestände die größten bekannten Barrenlager weltweit sind, ziehen sie natürlich viel Aufmerksamkeit und Mutmaßungen an. Zum Beispiel bin ich Zeuge einer kontinuierliche Debatte bezüglich der Mengen und Änderungen in den zwei Kategorien von COMEX-Silberinventaren, d.h. registriert und verfügbar. Ich gehe nicht näher auf die Spezifikationen der Kategorien ein, wie es sich üblicherweise in eine Debatte über Semantik entwickelt. Aber ich verstehe klar und deutlich, warum es eine solche Debatte gibt und die zugrundeliegende Begründung für die Debatte ist wichtig und gültig. Es ist die Menge von Silber in den wichtigsten COMEX-Kategorien, die wir alle zu bestimmen versuchen. Diese Kategorien sind das verfügbare und das nicht verfügbare Silber.

Sie werden diese Kategorien nicht an der COMEX gelistet finden oder in irgendeinem anderen Lager, jedoch ist es genau das, was wir alle bestimmen wollen. Das Problem beim Betrachten der registrierten und verfügbaren Kategorien an der COMEX ist, daß es sowohl in der einen als auch in der anderen Kategorie verfügbares und nicht verfügbares Silber gibt. Daher erscheint es mir sinnvoll, daß wir sie von einer Perspektive betrachten sollten, von welcher wir in erster Linie versuchen zu bestimmen, wie viel der gesamten einhundert Millionen Unzen des COMEX-Silberlagers zu den aktuellen Tagespreisen erhältlich sind? Mein Spürsinn sagt mir: „Nicht viel!“

Was uns zu dem Silber zurückbringt, das zur selben Zeit bei der COMEX eingelagert wurde, als die Käufer, die das Silber brauchten, es herausnahmen. Das Silber, das eingelagert wurde, behaupte ich, wurde genau deshalb hereingebracht weil die einhundert Millionen Unzen, die dort waren, nicht verfügbar waren. Andererseits, warum sollte man sonst die Mühe und Kosten auf sich nehmen, Silber einzulagern, wenn es gerade dort vorhandenes Silber gibt? Offensichtlich würde man das nicht tun, es sei denn das dort gelagerte Silber war verfügbar. Es gehörte jemandem anderen, der keine Interesse daran hatte, sein Silber zu teilen.

Sie wissen, die ganze Diskussion über die COMEX und andere Silberlager und was verfügbar und nicht verfügbar ist, erinnert an ein klassisches Gedicht, welches ich in der High School gelesen habe (ich wurde dazu gezwungen). Es handelt über einen Matrosen, der auf hoher See treibt und vor Durst stirbt. Es war „Der Reim des Uralten Seefahrers“ von Samuel Taylor Coleridge (1772-1834).

Hier die relevanten Passagen:



Tag für Tag, Tag für Tag,
Klebten wir fest, weder Atem noch Bewegung;
So still wie ein angestrichenes Schiff
Auf einem angestrichenen Ozean.

Wasser, Wasser, überall,
Und alle Bretter schrumpften;
Wasser, Wasser, überall,
Jedoch kein Tropfen zu trinken.


Ich wurde immer von der Ironie berührt, auf Milliarden Gallonen Wasser zu schwimmen und wegen des Mangels an einem einzelnen Glas Trinkwasser zu sterben. Ich denke dieselbe Analogie kann man bei Silber anwenden. Ja, es gibt hunderte von Millionen Unzen an der COMEX und anderswo, jedoch wie viel davon ist zum aktuellen Preis frei verfügbar?
Nach wie vor besitzt jeder, der jemals eine Lieferung von einem COMEX-Futurekontrakt verlangt hat oder der 1000 Unzen Barren bei HSBC einlagern ließ, einen Anteil des als COMEX-Inventar aufgelisteten Silbers.

Diese Eigentümer sind es, die bestimmen werden, ob jenes Silber verfügbar ist oder nicht. Ich kenne viele dieser Eigentümer und nicht einer hat Interesse daran, bei 7 $ zu verkaufen.

Weit wichtiger, mit starkem Beweis von physischer Knappheit und der Frage der Verfügbarkeit, die besprochen wird, an wen in Gottes Namen verkaufen die Shortseller? Jahrelang habe ich mich über der Tatsache beklagt, daß die größte Shortposition aller Zeiten keinen legitimen wirtschaftlichen Zweck besitzt.

Ich habe bisher noch keinen Silberproduzenten gesehen, der einen realen operativen Gewinn ausweisen konnte. Ich habe keinen Beweis dafür gesehen, daß reales Silber die übergroße Shortposition decken könnte. Jetzt sehen wir klaren Beweis einer Knappheit am Kassamarkt. Wer wäre, solange er noch ganz bei Trost ist, unten solchen Umständen massiv short?

Versuchen Sie es und setzten Sie diese Frage über die COMEX-Silberknappheit in die richtige Perspektive. Ich behaupte nicht, daß es sicher ist, daß wir Knappheit haben und sich diese in Zukunft noch verstärken wird. Aber es könnte so sein. Niemand besitzt einen detaillierten Plan der Zukunft. Ich bin ein Analyst, kein Prophet. Ich weiß, daß ein Defizit zu einer endgültigen Knappheit führt. Ich sehe Beweise für eine aktuelle Knappheit. Ich weiß, daß Silber kein saisonal abhängiger Rohstoff ist. Ich weiß nicht, was eine temporäre Knappheit erzeugen oder wieder aufheben könnte. Ich weiß, daß weit verbreitete Unwissenheit darüber existiert, daß Silber sehr knapp sein kann bzw. in eine lange Periode der Knappheit eintreten kann und daß sich diese Unwissenheit im Tagespreis widerspiegelt. Wenn es sich herausstellt, daß diese Knappheit kein vorübergehendes Phänomen ist, können Sie sicher sein, daß ein neuer Preis das unverzüglich widerspiegeln wird.

Ich weiß auch, dass es heute mehr wachsame und gutfinanzierte Händler in der Welt gibt als jemals zuvor. Ich weiß, daß Silber sich gegenwärtig nicht auf ihren Radarschirmen befindet. Ich weiß, daß die kleinste Anzahl dieser Händler die wahre Geschichte über Silber kennt und über Entwicklung der Knappheit sowie über die enormen Verwundbarkeit der ungedeckten Shortpositionen Bescheid weiß. Sie werden mit geballter Kraft in den Markt kommen, um jene Zustände auszunutzen. Es ist unmöglich, daß sie das nicht im geeigneten Moment lernen werden.

Silber wird wie ein industrieller oder utilitaristischer Rohstoff für verschiedene industrielle oder lebenswichtige Anwendungen benötigt. Benötigt zu werden ist eine notwendige Voraussetzung dafür, „dringend“ benötigt zu werden. Silber wird bzw. ist möglicherweise schon in ein Stadium des, „dringend“ benötigt sein eingetreten.

Es soll kein Schlag auf Gold sein, aber es ist schwierig, sich vorzustellen, daß Gold jemals so dringend benötigt wird, daß sich Knappheit entwickelt, und Prämien dafür gezahlt werden, wenn es hauptsächlich für Schmuck und als Investment verwendet wird. Wenn Sie Gold und kein Silber besitzen, sollten Sie einen Gewinn für sich aus dem "Dringend-benötigt-werden" ziehen und etwas in Silber umschichten.

© Theodore Butler 2005

Exklusiv übersetzt für GoldSeiten.de. Das Original wurde am 05.04.2005 auf der Website www.investmentrarities.com veröffentlicht.

Antworten
Pate100:

Gold und Silber fester, Kupfer stark

 
07.04.05 11:48
Rohstoff Express: Gold und Silber fester, Kupfer stark
Gold

Die Feinunze Gold wird aktuell für 425,90$ gehandelt, Plus 1,20$. In Sydney eröffnete das gelbe Metall bei 424,80 $ und konnte zu Beginn des Handels in London ein bisheriges Tageshoch bei 426,50 $ setzen. In Folge dieses Hochs kam es dann zu Gewinnmitnahmen, die den Kurs kurzzeitig bis auf 424 $ drückten. Jedoch konnte sich das Edelmetall in New York wieder erholen. Der Euro steht derzeit bei 1,2859 $, Plus 0,0006 $. Aufgrund positiver EU Wirtschaftsmeldungen konnte sich der Euro im Tagesverlauf gegenüber dem Dollar behaupten. Heute wurden die Zahlen zum Einzelhandel in der endgültigen Fassung für Januar und in einer vorläufigen Schätzung für Februar bekannt gegeben. Mit 0,3% blieb der Januarwert konstant, wohingegen die Schätzungen für Februar positiv überraschten. Der Einzelhandelsumsatz stieg unerwartet um 0,3%, die Erwartungen des Marktes lagen bei einem Rückgang um 0,2%. Im Jahresvergleich konnte der Umsatz des Einzelhandels sogar um 1% zulegen, der Konsens lag bei lediglich 0,1%. Viele Marktteilnehmer waren sicherlich von der gestrigen Rede Alan Greenspans vor der National Petrochemical and Refiners Association in San Antonio enttäuscht. Der Notenbankpräsident äußerte sich nicht bezüglich einer stärkeren Zinserhöhung, aufgrund des hohen Ölpreises. Er sieht den Ölpreis in einer gewissen Art und Weise sogar positiv, da dadurch viele Unternehmen animiert werden nach neuen Ölquellen zu forschen, die dann zukünftig das Angebot sichern sollen. Alan Greenspan geht nicht davon aus, dass ein hoher Ölpreis allein die Wirtschaft in eine Rezession stürzen kann. Der „Herr der Märkte“, wie ihn Börsianer bezeichnen, wird heute erneut eine Rede vor dem Bankenausschuss des Senats halten. Der Newsprovider Mineweb veröffentlichte heute eine Meldung, dass der Streik bei dem sechstgrößten Goldproduzenten der Welt Harmony Gold für beendet erklärt wurde. Bis auf den Punkt der medizinischen Behandlung von erwerbsunfähigen Arbeitern, konnten sich beide Partein einigen. Die National Union of Mineworkers (NUM) hielt es für angebracht den Streik trotzdem zu beenden, da ein zu langer Arbeitsstopp die Beziehungen nur unnötig strapaziert. Durch diesen Zwangsstopp der Produktion entstand für Harmony ein Ausfall von 45.000 Unzen oder 18 Millionen Dollar. Vor ein paar Tagen berichtete ich über eine mögliche Überflutung mehrerer Minen bei Anglogold Ashanti. Hintergrund war, dass DRD Gold unerwartet die Produktion in der Hartebeestfontein und Buffelsfontein Mine stoppte. Da DRD nun kein Wasser mehr aus diesen beiden Minen abpumpt, strömen große Mengen in die Minen von Anglogold. Bezüglich dieses Vorfalls gab Anglogold Ashanti heute bekannt, dass aufgrund von Umweltauflagen DRD Gold gezwungen ist, weiter das Wasser aus diesen beiden Minen abzupumpen. Zwei der betroffenen Minen haben eine kumulierte Jahresproduktion von 1,28 Millionen Unzen, dies entspricht 20% der Gesamtjahresausbeute bei Anglogold.
Der seit 2001 bestehende Aufwärtstrend ist immer noch intakt und verläuft gerade bei 419,73 $. Ebenfalls bei 419,70 $ verläuft eine horizontale Unterstützungszone, die bereits mehrmals bestätigt wurde. Das Hoch von Anfang Dezember bei 455$ und das Doppelhoch von Mitte März bilden bei 443 $, einen kurzfristigen Abwärtstrend. Dieser kurzfristige Abwärtstrend und der langfristige Aufwärtstrend seit 2001 bilden ein symmetrisches Dreieck. Ein solches Dreieck ist als Trendbestätigungsformation bekannt. Die nächste Widerstandszone findet sich bei 428 $ bis 430 $.


Silber

Silber steht momentan bei 7,12 $, Plus 0,10 $. Den Handel in Sydney startete das Edelmetall bei 7,04 $ und konnte zu Beginn der Sitzung in London ein vorzeitiges Tageshoch bei 7,10 $ erklimmen. Augrund von Verkäufen fiel das Edelmetall dann bis auf 7,02 $ zurück. In der New Yorker Sitzung erholte sich Silber wieder und notiert derzeit auf seinem Tageshoch. Silver Crest gab heute bekannt, dass man eine weitere Konzession für das Silver Angel Projekt in Mexiko bekommen hat. Insgesamt umfasst das Silver Angel Projekt 18.050 Hektar Land. Derzeit wird eine Phase 1 Studie durchgeführt, die den Silbergehalt im Boden feststellen soll.
Weitere Unterstützungslinien liegen bei 6,86 $ und 6,80 $. Die Unterkante des seit Juli 2003 bestehende Aufwärtstrend verläuft gerade bei 6,73 $. Bei 7,44 $ findet sich der seit Dezember 2004 bestehende kurzfristige Abwärtstrend, der sich aus dem Hoch bei 8,01$ und 7,58 $ zusammen setzt. Das kurzfristige Kursziel liegt bei 7,20 $.


Platin

Der Platinpreis notiert momentan bei 861 $, Plus 6 $. Intraday ging das Edelmetall in Sydney bei 858 $ in den Handel und fiel kurz darauf erneut auf 850 $ zurück. Während der Sitzung in Zürich konnte Platin dann die 860 $ Marke erobern und notiert aktuell nur leicht unter seinem Tageshoch bei 862 $. Die Zeitung Neftegaz gab heute bekannt, dass es bei Norilsk Nickel zu weiteren Verzögerungen bei der Bestandsaufnahme der Lagerbestände kommen werde. Die Firma erlaubt der Prüfungsgesellschaft immer noch keinen Zutritt zu den Lagern. Als Grund hierfür wird angeführt, dass die russischen Behörden ihre Arbeiten bezüglich der vollständigen Aufhebung des Staatsgeheimnisses auf Platin und Palladium noch nicht abgeschlossen hätten.Der südafrikanische Rand zeigt sich heute wieder stark gegenüber dem Dollar, die Währung gewinnt 0,06 Rand und steht nun bei 6,1350 Rand gegen einen Dollar. Dadurch, dass der Gold- und Platinpreis heute zulegen kann, steigt auch die südafrikanische Währung. Des weiteren gibt es Spekulationen, dass afrikanische Exportfirmen massiv Dollars verkauft haben, um einen Teil in ihre einheimische Währung zu tauschen.
Weitere wichtige Unterstützungen liegen bei 850 $ und 815 $. Platin hat den seit Juni bestehenden Aufwärtstrend nach unten verlassen, somit ist das aufsteigende Dreieck nicht bestätigt worden. Das nächste Kursziel ist vorerst die 880 $. Ein Pullback auf 850 $ wäre kurzfristig möglich.


Palladium

Die Feinunze Palladium kostet gerade 200 $, Plus 2 $. In Sydney startete das Edelmetall bei 200 $ und stürzte in Zürich mehrmals auf 185 $ ab. Den gesamten bisherigen Handel in New York verbrachte Platin in einer sehr engen Handelsspanne zwischen 199 $ und 200 $.
North American Platinum (NAP) teilte heute mit, dass die Palladiumproduktion im ersten Quartal von 91.261 Unzen auf 52.572 Unzen gefallen ist. Als Nebenprodukt konnten 5.382 Unzen Platin gefördert werden. Die Ursache für den Produktionsrückgang bei Palladium waren Problem in einer der Hauptproduktionsstätten. Der Vizepräsident Bruce W. Mackie äußerte sich dennoch positiv, dass die Probleme gelöst seien und man in einem neuen großen Gebiet nach Mineralien suchen werde. Es bleibt noch abzuwarten, ob sich Palladium dauerhaft über der 200 $ Marke auf Tagesschlusskurs - Basis halten kann. Sollten die 200 $ verteidigt werden, würde ein Kursziel von 228 $ aktiviert werden. Die Oberkante der Trading Range zwischen 180 $ und 190 $ dürfte zunächst Unterstützung bieten.


Aluminium

Der Preis für ein Pound Alu steht aktuell bei 0,8916 $, Plus 0,0079 $. Bei 0,8835 $ lag der heutige Eröffnungskurs. Im weiteren Verlauf stieg das Leichtmetall stetig an und steht nun fast auf seinem Tageshoch bei 0,8920 $. Die China Daily berichtete heute, dass die chinesische Aluminiumindustrie schweren Zeiten entgegen blickt. Strenge Auflagen der Regierung, wie die Kontrolle des Exports, um mehr Wettbewerb zu schaffen und extrem gestiegene Energiepreise sind die Hauptprobleme, denen Aluhersteller gegenüber stehen. Ziel der Regierung ist es vor allem die kleineren Produzenten aus dem Markt zu drängen, so dass letztendlich nur noch wenige Große übrig bleiben. Für dieses Jahr schätzen Experten eine Erhöhung des Aluminiumausstoß von etwa 6%. Dies ist ein massiver Rückgang, verglichen mit 20% Wachstum in 2004.
Unterstützung gibt vorerst die 0,87 $. Bei einem Bruch wäre Luft bis 0,84 $ und 0,82 $. Der langfristige Aufwärtstrend seit Mai 2003 ist immer noch ungebrochen.


Kupfer

Kupfer notiert gerade bei 1,5557 $, Plus 0,0229 $. Intraday startete das Basismetall bei 1,5325 $ und konnte anschließend kontinuierlich bis auf das jetzige Tageshoch zulegen. Der Kursanstieg der Industriemetalle dürfte heute größtenteils auf den schwächeren Dollar zurückzuführen sein. Auch die gestrige Meldung der enorm gefallenen Kupferbestände an der Shanghai Futures Exchange geben weiteren Auftrieb. Die Cot-Daten vom Montag zeigen ebenfalls, dass die Non-Commercials mit zukünftig steigenden Kursen rechnen.
Unterstützung gibt die Oberkante des aufsteigenden Dreiecks bei 1,49 $, aus dem Kupfer nach oben ausbrechen konnte. Bei 1,50 $ und 1,52 $ verlaufen ebenfalls horizontale Unterstützungslinien. Der langfristige Aufwärtstrend seit Oktober 2002 ist absolut intakt.


Öl

Ein Barrel Light Curde wird aktuell für 56,30 $ gehandelt, Plus 0,05 $.
Heute wurde wieder der wöchentliche IEA Bericht veröffentlicht. Die Rohöllagerbestände sind um 2,4 Millionen Barrel gestiegen, dies lag unter den Erwartungen des Marktes. Die Benzinreserven gingen um 2,1 Millionen zurück, wohingegen die Destillate sich um 0,7 Millionen Barrel vergrößerten. Ökonomen bei CIBC World Markets schätzen, dass der Preis für Rohöl im Jahr 2010 bei 100 $ pro Barrel stehen wird. Als Grund geben sie einen enormen Nachfrageüberhang an, der durch das Angebot nicht befriedigt werden kann. Bei 53,60 $ und 50 $ finden sich die nächsten Unterstützungen. Die nächsten Widerstände liegen bei 57,50 $, 58 $.

Der Brent Crude Future seht derzeit bei 56 $, unverändert. Der Brent Future konnte erneut aus seinem seit Dezember bestehenden Aufwärtstrend nach oben ausbrechen, dieser verläuft im Moment zwischen 48,09 $ und 53 $. Bei 53,42 $, 51,70 $ und 50,45 $ verlaufen nun die nächsten wichtigen Unterstützungen.

Antworten
Pate100:

GS Bonuszertifikate-Offensive

 
07.04.05 15:49
07.04.2005
GS Bonuszertifikate-Offensive
ZertifikateReport

Goldman Sachs bietet allen Anhängern von Bonuszertifikaten und Rohstoffindices noch bis 15.04.05 die Möglichkeit, eines oder mehrere der 7 neuen Bonuszertifikate auf GSCI-Subindizes zu zeichnen, berichten die Experten vom "ZertifikateReport".

Die "normalen“ Bonuszertifikate mit 100%-iger Partizipation nach oben, würden sechs Jahre laufen und würden in der Zeichnung zu 100 Euro angeboten. Alle Zertifikate seien währungsgesichert.

Nachdem der historisch hohe Ölpreis derzeit in aller Munde sei, dürfte der GSCI-ER Energy-Index, der sich aus Terminkontrakten auf Rohöl, bleifreiem Benzin, Erdgas und Heizöl zusammensetze, für viele Anleger von besonderer Bedeutung sein. Das Bonusniveau liege bei diesem Zertifikat (ISIN DE000GS0CEG6/ WKN GS0CEG) bei 150%, das Absicherungsniveau voraussichtlich bei 60%.

Freunde der Landwirtschaft würden sich eher vom GSCI Livestock ER-Index, der aus Terminkontrakten auf Lebendes Rind, Mastrind und Mageres Schwein bestehe angesprochen fühlen. Das entsprechende Zertifikat (ISIN DE000GS0CEB7/ WKN GS0CEB) sei mit einem Bonus 130% und einer Barriere von 70% ausgestattet.

Der GSCI US Grain Commodity ER-Index basiere auf Terminkontrakten auf Weizen, Mais und Sojabohnen. Das entsprechende Zertifikat (ISIN DE000GS0CEF8/ WKN GS0CEF) verfüge über einen Bonus von 140% und einer Barriere bei 70%.

Während der GSCI Precious Metals ER Index zu 90% auf Gold und zu 10% auf Silber basiere, befänden sich im GSCI Commodity Index Industrial Metals ER-Index die Industriemetalle Aluminium, Kupfer, Blei, Nickel und Zink. Das entsprechende Zertifikat (ISIN DE000GS0CEE1/ WKN GS0CEE) verfüge über einen Bonus von 125% und einer Barriere bei 65%.

Der GSCI Light Energy ER-Index (entsprechendes Zertifikat (ISIN DE000GS0CEJ0/ WKN GS0CEJ), Bonuslevel 135%, Barriere 75%) und der GSCI Non Energy ER-Index (entsprechendes Zertifikat (ISIN DE000GS0CEH4/ WKN GS0CEH), Bonuslevel 118%, Barriere 75%), seien wesentlich breiter gestreut, als die oben angeführten Indizes. Während sich der GSCI Light Energy ER-Index aus Energie, Industriemetallen, Edelmetallen, Vieh- und Landwirtschaft zusammensetze, beinhalte der GSCI Non Energy ER-Index Industriemetalle, Edelmetalle, Vieh- und Landwirtschaft.

Übrigens: ER stehe für Excess Return. Dies bedeute, dass der Index gemäß der Gewichtung der enthaltenen Werte nur deren Preisentwicklung widerspiegele, nicht aber den Gesamtertrag der Futures Investments.

Wer in Form von Bonuszertifikaten mit möglichst geringer Korrelation zu den Finanzmärkten veranlagen möchte, kann mit dem von Goldman Sachs offerierten Angebot mehr als zufrieden sein, so die Experten vom "ZertifikateReport". Bis auf den Precious Metals-"Index“, der eigentlich auch durch ein Bonuszertifikat auf Gold abgedeckt werden könnte, böten alle Produkte den Zugang für Privatanleger zu nicht ganz einfach erreichbaren Märkten.
Antworten
Pate100:

Chatmitschnitt MartinSiegel

 
08.04.05 11:09
...Informiert: Chatmitschnitt
Chatmitschnitt Martin Siegel vom 18.03.2005:
MartinSiegel:
Ich wünsche einen schönen guten Abend.
silberbug:
Wie läuft das Geschäft bei Sally Malay?
MartinSiegel:
Bestens. Der Broker Maquarie hat die Schätzung für das KGV für 2005/06 auf der Basis der aktuellen
Nickelpreise auf 2,9 geschätzt.
MartinSiegel:
Etwas verunsichert hatte der aktuelle Halbjahresbericht, der wegen des Aufbaus der Produktion nicht
aussagekräftig war.
MartinSiegel:
Bei einem stabilen Nickelpreis müßten die Gewinne der Gesellschaft den Aktienkurs nach oben
drücken.
christian:
Denken Sie, dass am 13. April, die Zinsen in Südafrika gesenkt werden??
MartinSiegel:
In den letzten beiden Tagen zogen die südafrikanischen Minenwerte, vor allem Harmony und Gold
Fields bei kräftigen Umsätzen deutlich an. Dies deutet auf strategische Käufe von Investmentbanken
und Fonds hin, die auf einen fallenden Rand setzen.
schuh:
die Nachfrage nach Gold ist weiterhin ungewöhnlich hoch, wie lange kann der Preis auf Eurobasis
ohne massive Verkäufe der Zentralbanken auf diesem Niveau gehalten (evtl. manipuliert) werden?
MartinSiegel:
Gar nicht. Ohne Zentralbankverkäufe würde der Goldpreis sofort steigen.
MartinSiegel:
Durch die Zentralbankverkäufe, die seit etwa 1988 zu beobachten sind, wurde und wird der Goldpreis
künstlich niedrig gehalten. Manche Beobachter bezeichnen dies als Manipulation. Es kann auch
differenzierter betrachtet werden, denn ab etwa 1993 tauchen mathematisch beweisbare
Manipulationsmuster auf.
christian:
Denken Sie, dass die Übernahme von Harmony bei Gold Fields klappen wird??
MartinSiegel:

Es deutet sich an, daß Harmony nur die bisher erhaltenen 11,5 % der Gold Fields behält. Ein erhöhtes
Angebot würde nur den Aktienkurs der Harmony drücken. Wichtig: Für Harmony sind die Gold Fields
Aktien eine Lebensversicherung im Wert von 700 Mio $ bei einem anhaltend starken Rand.
schuh:
wie würden sie auf palladium setzen: aktien, physisch oder zertifikate?
MartinSiegel:
Zertifikate lehne ich grundsätzlich ab. Sie kaufen mit einem Zertifikat eine Schuldpapier der Bank, die
mit Ihrem Geld machen kann, was sie will (sogar im Palladium short gehen, um den Preis Ihres
Zertifikates zu drücken, um es dann billiger zurückzukaufen...) Bei Palladiumaktien kenne ich mich
nicht aus. Also wäre das Investment meiner Wahl: Physisches Palladium.
marishu:
Wie gehts weiter mit DRD Gold?
MartinSiegel:
Es gibt wohl 3 Möglichkeiten: 1. DRD wird zahlungsunfähig.
MartinSiegel:
2. DRD gelingt eine Ausgliederung ihrer Beteiligungen in PNG. Dann könnte die Gesellschaft neu
kapitalisiert und eventuell gespalten werden.
MartinSiegel:
3. DRD wird mit einer Kapitalerhöhung über Wasser gehalten bis der Rand fällt.
ladycash:
können sie ein hebelzertifikat oder einen optionsschein auf gold empfehlen?
MartinSiegel:
Ich rate von allen Zertifikaten grundsätzlich ab, s.o.
nanoo:
Welche Werte mit einem ähnlich niedrigen KGV wie Sally M. können Sie empfehlen ?
MartinSiegel:
Im Nickelbereich: Mincor und Independence Group (beide Australien). Aber auch die kanadische Inco
ist mit einem KGV von etwa 6-7 als weltweit zweitgrößter Nickelproduzent niedrig bewertet und hat
ein Aktienkurspotential von etwa 200%.
cipo:
N´abend hr. Siegel. Immer wieder spricht man von einem Finanzkollaps. Wie muss ich mir das
vorstellen? was passiert mit meinen angesparten euros oder schweizer franken?
MartinSiegel:
Entweder es wird aus der Situation herausinflationiert und Sie können mit Ihren Euros immer weniger
Öl, Basismetalle, Immobilien, Dienstleistungen, ... kaufen oder die Banken machen zu und Sie können
sehen wo Sie bleiben (s. Argentinien).
ladycash:
welches edelmetall/rohstoff würden sie für dieses jahr als am aussichtsreichsten einschätzen?
MartinSiegel:
Es kann alles laufen und die Rotation wird einsetzen. Solange in China mit Wachstumsraten von über
10 % produziert wird, werden vor allem die Basismetalle (Zink, Nickel, Kupfer, Aluminium) gebraucht.
Aber wenn die Spekulation einsetzt, werden Gold und Silber alles vorher gesehene in den Schatten
stellen.
christian:
Aber warum verlängert Harmony dann das Angebot für die Übernahme??
MartinSiegel:
Die Verlängerung macht keinen Sinn.
nanoo:
Was halten Sie von Malachite ?
MartinSiegel:
Kenne ich nicht.
pokerface:
Woran liegt es, dass der Kurs von Moto Goldmines trotz seit Wochen vielversprechender News sich
kaum noch nach oben bewegt ? Liegt das an den politischen Unwägbarkeiten im Kongo?
MartinSiegel:
Vielleicht liegt es an den Direktoren (früher My Casino), die ihre nach oben gepuschten Aktien
verkaufen.
nanoo:
Wie schätzen Sie die Entwicklung von Silber aus Sicht von 12-24 Monaten ein ?
MartinSiegel:
Silber wird steigen. Kurse über 10 $ sollten drin sein.
bratmaus:
Hallo Herr Siegel! Der Rand....wird er endlich??
MartinSiegel:
Er muß, aber wann endlich. Als er bei 9 Rand zum $ stand, konnten es viele nicht erwarten ihn
möglichst schnell auf bis zu über 10 Rand/$ zu vekaufen. Jetzt steht er monatelang bei unter 6
Rand/$ und keiner will ihn verkaufen.
bratmaus:
Durban halten oder in Harmony switchen. Ihre geschätzte Meinung?
MartinSiegel:
Die Risiken in DRD sind relativ groß, die Risiken in Harmony relativ klein. Der Hebel auf den Goldpreis
ist bei DRD erst nach dem letzten Kursverfall deutlich größer geworden. Wenn jetzt noch die nötige
Kapitalerhöhung bei DRD berücksichtigt würde, müßte man aus Chance/Risiko-Abwägungen Harmony
vorziehen.
ladycash:
bei einem fondinvestment in diesem jahr, würden sie da rohstofffonds favorisieren?
MartinSiegel:
Vielleicht noch für die nächsten 3-6 Monate. Spätestens zum Jahresende müßten Goldminenfonds alle
Rohstofffonds outperformen.
crazysiegel:
Hält der PEH Q Gold aktuell Metex un/oder Oroya? Wenn ja, wie groß (%% vom Fonds) sind die
Positionen ungefähr?
MartinSiegel:
s. letzter Jahresbericht.
harry:
phys. Gold wird vermutlich in der kommenden Währungskrise nicht handelbar sein(in Deutschland)
gilt das auch für die Schweiz, Österreich Italien ? Wae da auch schon mal der Goldbesitz verboten?
MartinSiegel:
In Zukunft wird ein Goldbesitzverbot über eine EU-Richtlinie durchgesetzt. Die einzige Chance dem zu
entgehen, bleibt die Schweiz.
DesEsseintes:
St. Barbara plant die Goldaktivitäten der Sons of Gwalia von deren Insovenzverwalter zu erwerben.
Ist St. Barbara kurzfristig eine Spekulation wert? Kurs zieht seit 3 Tagen an.
MartinSiegel:
In SBM sitzt seit einigen Monaten Ed Eshuys, der damals Great Central aufgebaut hat, die von
Normany Mining übernommen wurde (diese widerum von Newmont). Es ist gut.
MartinSiegel:
Er! ist gut und kann was.
ladycash:
wenn sie sich entschließen in gold/silber zu inverstieren, für welche werte würden sie sich zum
heutigen zeitpunkt entscheiden?
MartinSiegel:
80 % Goldminenaktien, s. Zeitschrift "Goldmarkt", kostenloses Muster unter info@goldhotline.de
anforderbar. 20 % physisches Gold. Silber würde ich nur bis zu einer Grenze beimischen, die ich
tragen könnte.
crazysiegel:
Was halten Sie von den PapuaNG-Projekten von Tasgold und/oder New Guinea Gold, falls bekannt.
Realistisch?
MartinSiegel:
Es gibt profitable Minen in PNG. Tasgold und NGG sind 2 von mehreren 100
Explorationsunternehmen, die versuchen, Projekte zu entwickeln und manchmal klappt das auch.
MartinSiegel:
Wegen des Risikos und der enormen Investitionen, die dazu nötig sind, würde ich heute Minen
bevorzugen, die bereits produzieren und günstiger sind, als die erforderlichen Investitionen.
christian:
Würden Sie eine Harmony oder Gold Fields empfehlen und was sind Ihre Kursziele für diese Aktien....
MartinSiegel:
Ich würde Harmony bevorzugen. Wenn Harmony unter Druck kommt, dann verkaufen sie Gold Fields
Aktien und das wird für Gold Fields schwieriger werden, als für Harmony.
vinzenz:
stimmt es, dass sie zu tournigan gold sagten:" die gehen nie in produktion, kursziel 5 cent?". Wenn
ja, warum? wenn nein, bitte um Entschuldigung und bitte um Ihre Einschätzung!
MartinSiegel:
Ich habe Tournigan nie analysiert und daher auch keine Kursziele angegeben. Um das Unternehmen
beurteilen zu können, können Sie ja selbst einmal die Prospekte von vor 2 Jahren durchsehen und die
Angaben über den Produktionsbeginn mit den heutigen Angaben ab gleichen. Dann sehen Sie sehr
schnell, welche Fortschritte gemacht wurden und wann in Produktionsbeginn tatsächlich zu erwarten
ist.
pfannkuchen:
Jim Rogers sagt: nicht Aktien sondern direkt Rohstoffe kaufen und zitiert eine Yale-Studie:
www.turtletrader.com/facts-fantasies.pdf Was halten sie davon?
MartinSiegel :
Ich halte die Aussage nicht für klug. Jedenfalls haben sich in den letzten Jahren viele Rohstoffaktien
besser entwickelt, als die Rohstoffe selbst und haben dabei noch Dividenden bezahlt.
Aurator:
Hallo Herr Siegel! Canadian Zink halten sie die politischenischen Risiken für überwindbar?
MartinSiegel:
Kenne ich nicht.
DesEsseintes:
Cambior hält 10 % an Aurizon, die wiederum das Casa Bradi Objekt entwickeln. Ist das ganze eine
Übernahmespekulation wert?
MartinSiegel:
Eher weniger. Dafür ist die Vorlaufzeit für das Projekt zu lange und der Anteil der Cambior zu klein.
DesEsseintes:
Mal etwas exotisches: Kennen Sie Madison Minerals notiert in Vancouver (MMR.V). Deren Lewis-
Objekt leigt direkt neben Newmonts neuer Phoenix-Mine, außerdem haben sie 2 Mio. Oz Ressourcen
in PNG (neben Porgera). Market Cap 10 Mio. USD. Ungehypte und unbekannte Aktie.
MartinSiegel:
Soweit ich mich erinnern kann, heißt das Projekt in PNG Mt Kare. Als Porgera in Produktion ging, zog
der Kurs der Madison mit nach oben. Dabei gab es auch einige rechtliche Schwierigkeiten. Scheinbar
ist Madison in den letzten 10 Jahren nicht vorangekommen. Warum sollte es in den nächsten 10
Jahren besser laufen. Zum Vergleich: Sally Malay wird bei einem gleichbleibenden Nickelpreis in den
nächsten beiden Jahren 60 % des heutigen Aktienkurses verdienen.
persi:
wo sehen sie gold und den dollar 2008 ?
MartinSiegel:
Tiefer und höher.
DesEsseintes:
Ihre Einschätzung zu Cambior?
Wert:
zeigt relative Schwäche, Mine in Kanada (Doyon) hohe Cash Costs, dafür Gros Rosebel (Surinam )
großartige Zahlen!
MartinSiegel:
Trotz des Goldpreisanstiegs verdient Cambior kein Geld -und darum geht es letztendlich.
crazysiegel:
Halten Sie Palladon Ventures für eine seriöse Firma?
MartinSiegel:
Habe ich nicht verfolgt.
pfannkuchen:
wieso sollen Edelmetalle gegen Ende des Jahres andere Rohstoffe outperformen? Agrarrohstoffe sind
z.B. noch erheblich unterbewertet
MartinSiegel:
Aus psychologischen Gründen: Welche Meldung zieht wohl mehr in einer Übertreibung: 200
Quadratkilometer Kaffeplantagen in Kolumbien erfroren, oder: Neue Bohrungen zeigen sichtbares
Gold mit einem Gehalt von 200 g/t in der Blue Sky Mine?
Aurator:
Weaton River sind gut gelaufen dieses Jahr sollte man jetzt noch aufspringen?
MartinSiegel:
Wheaton wird wohl von Goldcorp übernommen. Bei einem Kurs von etwas über 15 $ bleibt das
Kurspotential begrenzt. Für mich aber eine der besten Haltepositionen unter den großen
Standardwerten. Also für Nichtbesitzer ein solider Kauf.
marishu:
DRD Gold! Wie hoch ist das Risiko eines Totalverlustes?
MartinSiegel:
50/50
harry:
wann ca. kommt Ihrer Meinung nach der Währungscrash, und gibt es für Laien erkennbare Vorboten ?
MartinSiegel:
Verzweifelte Finanzminister und Notenbanker. Die Frage ist nur, ob Hans Eichel überhaupt verzweifeln
kann, wenn er selbst nichts mitbekommt?
DesEsseintes:
Gallery Gold (merger Partner der alten Spinifex) hat in Botswana die erste Goldmine in Produktion
gebracht (Mupane). Langsam sollten die Instis auf den Wert aufmersam werden?
MartinSiegel:
Da müßten aber noch ein paar andere Werte mit geringeren Risiken vorher laufen. ladycash sie halten
also sally malay für einen klaren kauf?, wie schätzen sie das risiko bei diesem wert ein?
MartinSiegel:
Risiken ergeben sich vor allem aus einem Zusammenbruch der US-Immobilienblase, einer daraus
folgenden Schwäche des US-Konsums und einer nachfolgenden Abschwächung der chinesischen
Wirtschaft.
DesEsseintes:
Goldcorp. ist mit dem Wheaton-merger in die Premier league der Goldaktien aufgestiegen. Dem
Vernehmen nach sucht Goldcorp. nun nach weiteren Übernahmezielen in NA. Ziele? Cambior, Kinross,
vielleicht Merdiian (Agnico-Eagle eher nicht).
MartinSiegel:
Ich würde eher auf den Gold/Silber-Bereich setzen: Minefinders, Gammon Lake, Bolnisi.
harry:
die Frage von persi. Goldpreis tiefer und Dollar höher???
MartinSiegel:
Wie rum haben Sie denn Ihre Frage gestellt?
christian:
Wird eine Zinssenkung am 13.April, sie dazu veranlassen SA-Goldminen wieder überzugewichten...??
MartinSiegel:
Wenn der Rand fällt, spielt eine Zinssenkung keine Rolle mehr.
pfannkuchen:
Welche Auswirkungen erwarten sie von dem Putindekret (Offenlegung der russ. Metallreserven) auf
die Preise, insbesondere auf Palladium?
MartinSiegel:
Meinen Sie, daß Sie nach so einem Dekret verwertbare Zahlen erhalten werden?
DesEsseintes:
Newcrest ist immer noch nicht übernommen worden (wie seit Jahren spekuliert wird). Wer wird
zugreifen Newmont? Und zu welchem Preis 25 AUD?
MartinSiegel:
Für eine Übernahme dürfte Newcrest zu teuer geworden sein.
live:
Halten Sie Novagold auf dem jetzigen Niveau für einen Kauf bei welchem Kursziel?
MartinSiegel:
Novagold schätze ich als Halteposition ein (vgl. Zeitschrift: "Goldmarkt").
harry persi:
fragte den Goldpreis und der Dollar 2008.Ihre Antwort: tiefer und höher also Goldpreis tiefer als
heute?
MartinSiegel:
Ok. Dann war die Frage falsch herum gestellt. Welche Antwort hätten Sie den erwartet?
DesEsseintes:
Kingsgate hat Federn lassen müssen. Die Dividende sinkt. Ist ein Rebound drin?
MartinSiegel:
Ich habe KCN noch nicht fallengelassen, obwohl die Gesellschaft mehrfach enttäuscht hat. Aber das
Potential bleibt, die Exploration läuft hervorragend und die Gesellschaft bleibt fundamental
unterbewertet.
live:
Es wird viel über die Werthaltigkeit von DRDGOLD geredet, insbesondere über die Minen außerhalb
SA. Steht DRDGOLD wirklich vor dem aus und /oder wie lang ist das Bestehen der Firma durch
Werthaltigkeit, Kreditwürdigkeit etc. gesichert?
MartinSiegel:
Die Werthaltigkeit ist zweifellost vorhanden. Aber wenn eine Firma ihre Rechnungen nicht bezahlen
kann, dan geht sie pleite.
Karo:
wann erwarten sie eine erste Dividendenzahlung bei Sally Malay
MartinSiegel:
Ende 2006.
MartinSiegel:
Ich bedanke mich für Ihr Interesse und wünsche noch einen schönen Abend und ein erholsames
Wochenende.
Alle Angaben ohne Gewähr!
Antworten
Pate100:

Giganten aus Stahl

 
08.04.05 11:16

Giganten aus Stahl

Nach dem Kollaps der Sowjetunion waren die großen Stahlkombinate praktisch tot. Doch in der Stahl-Hausse erweisen sich die privatisierten Riesen als Industrie-Weltmacht

von Jens Hartmann

<!-- If a picture exists for the article display it here -->
Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1890958
Arbeiter bei der Trassen-Produktion
Foto: dpa
<!-- End of table for picture -->

Heiß ist sie, die Frau des Nordens. Eine 19 Jahre alte Schönheit mit Feuer in einer Landschaft aus Schnee und Eis. In ihrem Innern lodert eine 2050 Grad heiße Glut. Mannsbilder wie Michail Karimow scharen sich um sie. In vier Schichten, rund um die Uhr, feuern er und seine Kollegen die "Severjanka", die Frau des Nordens, an. Karimows Arbeitsplatz ist einer der größten Hochöfen der Welt, der Hochofen Nr. 5 des Metallurgiekombinats Tscherepowez, oder, wie ihn die Arbeiter nennen, die "Severjanka".

Ingenieur Karimow ist einer der Hüter des Feuers. Am Schaltpult erklärt er auf einem Monitor anhand von grünen Punkten - sie stehen für Koks - und roten Punkten -Eisenerz - den Weg der Rohstoffe vom Waggon ins Feuer. Das Eisen fließt in glutroten Strömen aus dem Inneren. 3,7 Mio. Tonnen pro Jahr. "Am schlimmsten war es im Kombinat, als die Sowjetunion zusammenbrach und niemand mehr unseren Stahl wollte", sagt Karimow rückblickend. Agonie pur. Kaum Kohle zum Befeuern, Totenstille in den fast zwei Kilometer langen Hallen mit den Walzwerken. Auch an die neunziger Jahre, als das Werk privatisiert wurde und die Lohnzahlungen stockten, erinnert sich der Stahlwerker nur ungern.

Heute sind die Zeiten golden. Es wird wieder investiert. Der Schnee von Tscherepowez ist, seitdem neue Filter installiert sind, nicht mehr feuerrot. Aber immer noch grau. Die 36 000 Mitarbeiter bekommen ihre Löhne pünktlich ausgezahlt. Die großen Fünf - Severstal mit seinem Hauptwerk Tscherepowez, Magnitogorsk, Nowolipezk, Evrazholding und Mechel - machten im vergangenen Jahr bei einem Gesamtumsatz von zusammen rund 23 Mrd. Dollar einen Nettogewinn von 5,5 Mrd. Dollar.

China hat für einen weltweiten Nachfragesog gesorgt. Das Metallurgiekombinat ist das Herzstück der Industrieholding Severstal, des größten russischen Stahlproduzenten. Für 2004 meldete Severstal einen Nettogewinn von 1,34 Mrd. Dollar (2003: 591 Mio. Dollar). Der Umsatz lag bei 6,42 Mrd. Dollar und damit doppelt so hoch wie im Jahr zuvor. 12,8 Mio. Tonnen Stahl produzierte Severstal, 10,4 Mio. Tonnen davon das Werk in Tscherepowez.

Zu der Severstal-Gruppe gehören Stahlwerke, Kohlegruben, Kokereien, eine Fluggesellschaft, die Automobilproduzenten UAZ und ZMZ sowie ein Maschinenbaukonzern. Die Diversifizierung soll dem Stahlerzeuger helfen, die Zyklen auf dem Stahlmarkt auszugleichen. Die guten Zeiten werden nicht ewig währen.

Kaum ein Wirtschaftswissenschaftler hatte den gigantischen Kombinaten, von Sowjetplanern erdacht, eine Zukunft im Kapitalismus zugetraut. Heute, nach der Privatisierung, sind viele der einstigen Sowjetkombinate dank Rohstoffpreisen und der Modernisierung Motoren des Wachstums. Tscherepowez ist ein Musterbeispiel. Auf Geheiß Stalins wurde das Werk in einem Sumpfgelände 600 Kilometer nördlich von Moskau aus dem Boden gestampft. Auf einer Fläche von 50 Quadratkilometern mußten Strafgefangene das Werk bauen, daneben die Stadt.

Rußlands Stahlindustrie ist heute eine Macht. Im vergangenen Jahr exportierte sie rund 28 Mio. Tonnen und nahm, hinter Japan, Rang zwei unter den Stahlexporteuren ein. Jede zweite Tonne geht in den Export. Zum Vergleich: Deutschland produzierte im vergangenen Jahr 46,4 Mio. Tonnen Rohstahl. Nur Brasilien stellt günstiger Stahl her als Rußland. Die Konkurrenzfähigkeit der russischen Riesen liegt zum einen an den niedrigen Lohn- und Energiekosten. Zum anderen sind sie vertikal integriert. Sie haben Erzbergwerke, Kohlegruben, Koksereien, Stahlwerke - die ganze Kette.

Antworten
Pate100:

Hoher Ölpreis dämpft Weltwirtschaft

 
08.04.05 11:17
Hoher Ölpreis dämpft Weltwirtschaft
Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1890961
(Die Presse) 08.04.2005
Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1890961
Währungsfonds. Das Wirtschaftswachstum sinkt um 0,7 bis 0,8 Prozentpunkte.
Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1890961
Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1890961
Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1890961

Washington (ag.). Die hohen und unbeständigen Ölpreise sind in den Augen des Internationalen Währungsfonds (IWF) eine ernsthafte Gefahr für die Weltkonjunktur. Laut einer gestern, Donnerstag, veröffentlichten Analyse der Ölmärkte werde die Weltwirtschaft heuer um 0,7 bis 0,8 Prozentpunkte weniger stark wachsen als im Vorjahr. 2004 hat die Weltwirtschaft um 3,8 Prozent zugelegt.

Der Öl-Bedarf steige rasant, doch werde überall schon an der Kapazitätsgrenze gefördert. Eine Ausweitung der Fördermengen sei kurzfristig nicht in Sicht.

Der Währungsfonds erwartet, dass der Verbrauch von derzeit 82,4 Mill. Barrel (à 159 Liter) pro Tag in fünf Jahren auf 92 Mill. Fass steigt. Drei Viertel des zusätzlichen Bedarfs entstehe in Entwicklungs- und Schwellenländern. "Der Markt wird angespannt und anfällig für Schocks bleiben", warnte der IWF. Er drängt die Ölförderländer, Gesetze zu ändern, die etwa ausländische Investitionen im Ölsektor verbieten, und forderte alle Länder auf, Energie zu sparen und strategische Öl-Lager langsam auszubauen. In 25 Jahren rechnet der IWF mit einem Ölpreis von real 39 bis 56 Dollar pro Fass.

Die Kapazitätsreserven seien wegen der steigenden Nachfrage schon auf einen historischen Tiefstand gesunken. Neue Ölquellen zu erschließen, brauche aber erhebliche Investitionen, wie etwa die Gewinnung aus den Ölsänden in Kanada. Dort lagert die Hälfte der bekannten Ölreserven außerhalb der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec).

Um den Bedarf zu decken, müsste die Opec, die 40 Prozent des weltweiten Öls fördert, aber 70 Prozent der Reserven hat, bis 2030 die Fördermenge verdoppeln. Das sei unwahrscheinlich, wenn die Opec den Investitionsbedarf und die mit steigender Produktion fallenden Preise berücksichtige.

Eine Abschwächung des Wachstums im selben Ausmaß wie der IWF erwartet auch die Weltbank - allerdings aus anderen Gründen. Die Experten machen dafür den Anstieg des Zinsniveaus und des Euro-Kurses, die zunehmenden Einsparungen in den Staatshaushalten sowie das hohe Leistungsbilanzdefizit der USA verantwortlich. Letzteres würde vor allem die Schwellenländer treffen, weil diese ihre hohen Überschüsse in Dollar angelegt haben. Für den Ölpreis ist die Weltbank optimistischer: In der zweiten Jahreshälfte sollte dieser sinken, für den Jahresdurchschnitt rechnen die Ökonomen mit 42 Dollar je Barrel.




Antworten
Pate100:

Die internationalen Rohwarenmärkte im März

 
08.04.05 11:28
Die internationalen Rohwarenmärkte im März
Energie unverändert im Brennpunkt
Basismetalle - reculer pour mieux sauter?

Im März sind die Rohwarenpreise im Durchschnitt gestiegen. Im Zentrum des Interesses steht immer noch der Energiesektor, derweil die Notierungen für die Basismetalle vorläufig den Zenit überschritten haben. Kaffee könnte noch teurer werden.
 



Fdr. Vancouver, 7. April

Der Monat März hat im Durchschnitt steigende Rohwarenpreise mit sich gebracht. Der entsprechende Reuters-Index kletterte von 1654,57 Punkten auf 1718,68, was einem Plus von 3,8% entspricht. Um die Monatsmitte hatte der Zuwachs gar vorübergehend 5% betragen. Das energielastige Marktbarometer von Goldman Sachs (GSCI) kletterte im Monatsverlauf um 7,8%. Nimmt man noch den ersten Apriltag dazu, so beträgt die Avance mehr als 10%. Der stärker auf Landwirtschaftsprodukte ausgerichtete Index des Commodity Research Bureau (CRB) verbesserte sich um 2,8% auf 313,57 Punkte, wobei im Monatsverlauf vorübergehend ebenfalls höhere Werte erreicht worden waren. Stellt man schliesslich auf das Zahlenmaterial von DJ-AIG ab, so ergibt sich seit Jahresbeginn beim «total return» eine Verbesserung um 12%. Am stärksten, nämlich um 30%, haben sich die Notierungen im Energiesektor erhöht (davon Benzin allein um 33%); an zweiter Stelle folgen die sogenannten «soft commodities» mit einem Plus von 6%, Getreide mit einer Avance von 5% und die Basismetalle mit 2%. Die Edelmetallpreise sind seit Anfang 2005 um rund 2% gesunken.

Der Erdölpreis auf 105 Dollar je Fass?

Das weitaus grösste Augenmerk hat im Berichtsmonat einmal mehr der Energiesektor auf sich gezogen. Die Erdölnotierungen verpassten um die Monatsmitte den nominalen Rekordwert von 58 $ je Fass nur knapp. Einer anschliessenden Preis-Aufweichung folgte Anfang April wieder ein Aufbäumen der Notierung, wobei dies in den Augen vieler Beobachter mindestens zum Teil auf eine Studie des Wertschriftenhauses Goldman Sachs (GS) zurückzuführen war, in der die Möglichkeit eines «Super-spike»-Szenarios diskutiert wurde, welches den Erdölpreis in Zukunft auf 105 $ je Fass treiben könnte. GS hatte in einem früheren Bericht noch von einer Preisspanne von 50 $ bis 80 $ gesprochen. Gleichzeitig enthielt der neue Bericht aber auch deutlich nach oben korrigierte und laut GS möglicherweise dennoch konservative Erwartungen für die durchschnittlichen Erdölpreise im laufenden bzw. im kommenden Jahr von 50 $ bzw. 55 $ je Fass, nach früheren Schätzungen von 41 $ bzw. 40 $.

Das ist massiv mehr, als andere prominente Marktbeobachter bisher vorauszusagen wagten. Insofern ist GS vorläufig ein einsamer Rufer in der Wüste; nur die kanadische CIBC World Markets hat sich bisher mit ihren Prognosen ähnlich weit vorgewagt. Der «Super-spike»-Bericht wies allerdings auch darauf hin, dass es nach einem derartigen Paukenschlag anschliessend wieder zu tieferen Erdölpreisen kommen könnte. Der Autor des Berichtes betont, bisher hätten weder Hedge- Funds stark zu den Preiserhöhungen beigetragen, noch seien die globalen Erdölreserven erschöpft. Verantwortlich für die Nervosität am Markt seien vielmehr die geopolitische Unrast sowie eine Vielzahl obrigkeitlicher Verfügungen, die Investitionen zur Ausdehnung der Erdölproduktion vielerorts verunmöglichten oder erheblich verteuerten. Die Internationale Energieagentur (IEA) schliesslich forderte zu Wochenbeginn ein Zurückfahren jener Subventionen, welche den Energieverbrauch trotz den hohen Preisen zusätzlich anheizen.

Konjunkturabhängige Kupfernotierungen
Bei den Basismetallen, welche laut Metal Bulletin Research (MBR) insgesamt einen spektakulären März erlebt haben, sind die Bullen in der zweiten Monatshälfte oben angestossen. Per Saldo konnten sich nur gerade die Preise für Nickel und Blei leicht verbessern. Angesichts der momentanen Stärke des US-Dollars und der Inflationsbefürchtungen in den USA sei für den April nicht mit einem eindeutigen Trend zu rechnen. Dennoch glaubt das Analyse-Unternehmen MBR zumindest vorläufig nicht an eine grundsätzliche Wende, wie sie beispielsweise von Merrill Lynch dieser Tage prognostiziert worden ist. Auch Credit Suisse Economics Research glaubt, die jüngste Schwächephase der Basismetallpreise sei fürs Erste ausgestanden. MBR führt sodann im neuesten Monatsbericht aus, es sei nicht auszuschliessen, dass es im zweiten Quartal zu neuen zyklischen Hochs kommen werde, nicht zuletzt bei Zink und Aluminium. Gerade im letztgenannten Fall hat sich bisher die Schwelle von 2000 $ je Tonne als hartnäckige Widerstandsgrenze erwiesen. Indessen nähmen die Vorräte stetig ab, was bei der steigenden Zahl der kaufwilligen Fonds gelegentlich zu höheren Notizen führen werde.

Bei Kupfer dürfte es entgegen der Prognose der International Copper Study Group ab Mitte 2005 langsam wieder zu einem Marktgleichgewicht und 2006 gar zu einem Überangebot kommen. Die Brokerfirma Refco weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass sich die Meldungen über die Inbetriebnahme neuer bzw. die Reaktivierung alter Bergwerke häuften, was letztlich zu einem Preiseinbruch führen müsse. Indessen ist gemäss Refco die Mehrzahl der Kupferbergwerke auch noch bei einer Notiz von rund 90 Cent je Pfund rentabel. Zurzeit liegt der Kupferpreis der Comex bei rund $ 1.50 je Pfund bzw. derjenige der LME bei 3260 $ je Tonne (Drei-Monate-Preis). Eine dramatische Preisermässigung wird allerdings nicht erwartet, da die Nachfrage nach Kupfer positiv mit dem Welt-Wirtschaftswachstum korreliert und die chinesische Wirtschaft immer noch stärker wächst als erwartet.

Aussichtsreiche Situation beim Kaffee
Unter den «soft commodities» hat Kaffee im März wieder zugelegt. Die Sorte Robusta notierte an der Liffe kurzfristig auf mehr als 1000 $ je Tonne. Die Preise der Sorte Arabica dagegen preschten in New York zur Monatsmitte auf den höchsten Stand der letzten fünf Jahre bzw. auf beinahe 140 Cent je Pfund vor. Seither haben sie wieder etwas nachgegeben. Refco glaubt, 150 Cent je Pfund seien nicht unerreichbar. Die jüngste Reduktion der Schätzung für die Erntemengen, besonders für Brasilien, könnte nach der Meinung der International Coffee Organisation (ICO) bei gleichzeitig steigender Konsumnachfrage 2004/5 sogar zu einem kleinen Angebotsdefizit führen - mit entsprechenden Konsequenzen für die Preisgestaltung.

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Pate100:

Ölpreis Brent: Thema Gaps erst mal erledigt

 
08.04.05 12:25
Ölpreis Brent: Thema Gaps erst mal erledigt
Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1891071
(©GodmodeTrader - http://www.godmode-trader.de/)
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Charttechnisch covern wir auf Godmode-Trader.de in der deutschen/europäischen Trackbox den Brent Crude Oil Future, der in London an der IPE gehandelt wird, und in der US Trackbox den Light Sweet Crude Oil Future, der in den USA an der Nymex gehandelt wird. Tendenziell laufen die verschiedenen Crude Oil Sorten synchron. Die Auswertung läßt Rückschlüsse beispielsweise auf bevorstehende Preisentwicklungen von Heizöl oder Benzin zu. Die richtungsweisenden, maßgeblichen Parameter in der Darstellung und Bestimmung des Ölpreises sind a) Brent Crude Oil Future (IPE), b) Light Sweet Crude Oil Future (NYMEX - USA), c) West Texas Intermediate (WTI - USA - maßgebliche US amerikanische Crude Oil Variante), d) OPEC Oil Basket Price (Durchschnittspreis diverser Crude Oil Sorten der einzelnen OPEC Mitgliedsstaaten). Der Brent Crude Oil Future bildet die Wertentwicklung von 1000 Fässern Nordseeöl ab. Obwohl Brent Crude Oil ein deutlich geringeres Handelsvolumen hat als andere Crude Oil Sorten, wird Brent Oil weltweit als die übergeordnete Benchmark verwendet.


Rohölpreis der Nordseesorte Brent: 53,99$ (Endloskontraktdarstellung)

Aktueller Tageschart (log) seit dem 09.09.2004 (1 Kerze = 1 Tag)

Kurz-Kommentierung: BRENT schloss im gestrigen Handelsverlauf das Inselgap, welches sich zu Handelsbeginn angedeutet hatte. Damit sind nun alle Gaps auf Tagesbasis, welche in den letzten Tagen entstanden waren geschlossen. Damit notiert der Future seit Dezember in einem intakten Aufwärtstrendkanal. Er bewegt sich in den letzten Wochen um die langfristige Pullbacklinie bei aktuell 54,40$ herum. Bisher zeigen sich keine Anzeichen für eine klassische Topformation. Daher ist der Chart weiterhin tendenziell bullisch zu interpretieren und das Ziel bei ca. 70,00$ kann beibehalten werden.

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Chart erstellt mit Tradesignal


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permanent:

Experten rechnen vorerst keine Entspannung

 
08.04.05 15:01
Experten rechnen vorerst keine Entspannung

Nachfrage aus Asien treibt die Ölpreise an

Von Hans-Jürgen Schürmann

In den Ölpreiskrisen 1973/74 und 1979/80 waren es Angebotsstörungen, die zu explodierenden Ölpreisen führten. Die Welt war damals unvorbereitet; die Erfahrung von Versorgungsengpässen war neu. Das Opec-Kartell überreizte damals seine Marktmacht. Die Ölnachfrage brach ein – verursacht durch eine globale Stagflation und zunehmenden Alternativen zum Opec-Öl.




Heute ist die Situation anders: Ursächlich für die aktuellen Verknappungstendenzen sind Ölnachfragesteigerungen, die die Kapazitäten in der Erdölförderung und Mineralölverarbeitung weltweit überfordern. Der Essener Energieprofessor Dieter Schmitt spricht von einem „nachfragegetriebenen Ölpreisschub“. Nicht zuletzt das Wachstum des Ölkonsums in den asiatischen Schwellenländern China und Indien überfordere die Märkte kurzfristig, so Schmitt. Es bleibe nun abzuwarten, wie rasch die ökonomischen Reaktionskräfte durchschlagen würden.

Auf der einen Seite dürften die gestiegenen Ölnotierungen preisinduzierte Bremseffekte auf der Verbrauchsseite auslösen. Wie rasch und wie stark diese Anpassungsformen ausfallen werden, ist noch unklar. Dass sich das Wachstum des Weltölkonsums abflache, zeichne sich zwar bereits ab, meint Hans W. Schiffer, Energieanalyst der RWE Power AG in Essen. Noch zögen aber die Mineralölproduktpreise an – deshalb würden vor allem die relativ leichten Rohölsorten verteuert. Aus diesen leichten Rohölsorten wie dem Nordseeöl Brent werden in Raffinerien die besonders gewünschten leichten Produkte wie Benzin oder Diesel überproportional erzeugt. Insbesondere Dieselprodukte hätten sich in China dramatisch verknappt, so Schiffer.

Auf der anderen Seite wächst die Bereitschaft, wieder in Förderanlagen und Raffinerien zu investieren. Diese Entlastung auf der Angebotsseite schlägt laut Schmitt jedoch erst in einigen Jahren durch.

Eine kurzfristige Preiswende nach unten ist nur dann zu erwarten, wenn die Weltkonjunktur in Mitleidenschaft gezogen wird. Dies befürchtet etwa Scheich Ahmad Zaki al-Yamani, saudischer Ölminister zwischen 1961 und 1986, der vor einer Wiederholung dramatischer Ungleichgewichte wie in den 70er Jahren warnt. Doch sind die gesamtwirtschaftlichen Ausgleichskräfte heute wesentlich stabiler einzuschätzen als vor 25 bis 30 Jahren. Öl hat in der globalen Primärenergiebilanz an Boden verloren. Die Opec-Staaten passen sich mit ihrem Angebot dem Markt flexibler an als in der Vergangenheit. Die Ölintensität – Mineralölverbrauch bezogen auf das erzeugte Bruttoinlandsprodukt – ist deutlich gesunken. In der EU wird heute pro Dollar Bruttoinlands-produkt nur noch halb soviel Öl benötigt wie vor 30 Jahren. Unter Berücksichtigung von Inflationseffekten sind die aktuellen Spitzenpreise zudem immer noch um rund ein Drittel niedriger als vor 25 Jahren.

Es spricht einiges dafür, dass es weiter Ungleichgewichte gibt. Die Gefahr starker Preisausschläge wird fortbestehen. Eine Preiswelt im Bereich der 18-Dollar-Marke wie im Durchschnitt der letzten Dekade ist angesichts der Nachfrageexplosion wenig wahrscheinlich. Der BP-Chef Uwe Franke gibt zu bedenken, dass Öl nach wie vor einer der billigsten Rohstoffe sei. Er hält es für möglich, dass nach weiteren Anpassungsprozessen die Rohölnotierungen „irgendwo zwischen 30 und 50 Dollar pro Barrel“ schwanken werden. Die von Saudi-Arabien anvisierte Erlösspanne von 40 bis 50 Dollar je Barrel (159 Liter) könnte kurzfristig erst einmal durchschlagen, wenn die Weltkonjunktur nicht einbricht und Lieferstörungen aus dem Nahen Osten ausbleiben. Die Saudis haben eine bemerkenswerte Wende in ihren Preiszielen vorgenommen, nachdem sie erkannt haben, dass der Ausgleich der Märkte durch eine Angebotsausdehnung von Kapazitäten mit schweren Rohölsorten kurzfristig nicht gelingen kann. Die Raffinerien können diese reichlich verfügbaren Rohölsorten zurzeit angesichts begrenzter Konversionsanlagen nur unvollständig verarbeiten.

Quelle: Handelsblatt


HANDELSBLATT, Freitag, 08. April 2005, 14:10 Uhr

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Pate100:

Basiswissen Soft Commodities

 
10.04.05 20:31
ein kleiner Überblick über die Fleisch- und Agrarmärkte.

www.abn-zertifikate.de/pdf/documents/...wissen_commodities.pdf




Weiterführende Informationen und Kursinformationen im Internet
Allgemeine Einführung in die Termin-Märkte (Deutsch):
www.deifin.de/inhalt.htm

Agrarberatung Hessen (unter anderem Marktberichte über
Weizen, Soja), in Deutsch:
www.agrarberatung-hessen.de

Aktuelle Marktinformationen über Agrarprodukte, in Deutsch:
www.zmp.de/

Internationale Kaffee Organisation:
www.ico.org/

Internationale Kakao Organisation:
www.icco.org/

Saisonale Charts:
www.seasonalcharts.com (Deutsch)
www.mrci.com/ (Englisch)

US-Landwirtschaftsministerium: Daten, Statistiken und
Hintergrundinformationen zu Agrar-Märkten (Englisch):
www.usda.gov/wps/portal/!ut/p/_s.7_0_A/...RICULTURE&navtype=RT

Marktberichte und Informationen über Rinder, Schlachtungen,
Kühlhausberichte etc, in Englisch:
www.ams.usda.gov/mncs/lsg/ls_wdc.htm

Aktuelle Charts und Marktinformationen (Englisch):
www.futuresource.com/news/index.jsp

Aktuelle Charts:
www.futuresource.com/charts/charts.jsp
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Pate100:

Der Goldene Schnitt der Mächtigen

 
11.04.05 10:15
interessanter Artikel wie ich finde...


Der Goldene Schnitt der Mächtigen

Ein Naivling wäre derjenige, der da meint, dass es Manipulationen ums Gold nur in der Antike gegeben hätte. Nicht nur den Betrug um die minderwertige Goldlegierung der Königskrone konnte der erste "Forensiker" Archimedes dank seiner Entdeckung des Auftriebsprinzips entlarven, nicht nur Landesfürsten betrogen ihre Bürger mit so genannten Schinderlingen, also mit Goldmünzen, denen sie immer mehr unedles Metall zulegierten. Auch die Entwicklung des Goldpreises hängt keineswegs von ehrlichen Einflußgrößen des Marktes ab. Ein gewiefter Schalk wäre derjenige, der behauptet, Riesenschwindel hätte es schon immer an der Goldfront gegeben. Markante Beispiele für Betrugsmanöver aus den letzten drei Jahrhunderten gibt es genügend. Dabei ähneln die Betrugs- und Irritationsmuster aus der Goldgräberzeit den heuti-gen.


Das "salting" der Goldminen

Zur Goldgräberzeit im 19ten Jh. gab es die beliebte Methode des "salting": ein unergiebiger Claim wurde mit Goldteilchen "gesalzen". Der Besitzer eines Claims streute Goldstaub an bestimmten Stellen und forderte den nichtsahnenden Käufer auf, den Sand doch versuchsweise auszuwaschen, um den Verkauf auf der Stelle festzumachen, wo der Naivling auf Goldstaub stiess. Unter geschickten Goldgräbern war das "Bestücken mit Gold" mit einer Gewehrladung - feiner Goldstaub statt Bleischrot - gebräuchlich. Ein paar gewiefte Chinesen mit Kaufabsicht, die den Salztrick kannten, wurden dadurch an der Nase herumgeführt, indem man nach mehrfach unergiebigen Bodenproben aus einem Versteck eine tote Schlange warf, eben an jene Stelle, die sie zuvor als neue Probestelle auswählten. Man schoss mit Goldstaub auf die tote Schlange, und schon war das Claim für die Chinesen attraktiv.

Andere angehende Käufer, durch die Betrügereien helle geworden, verlangten, dass die Stollenwände in Untertageminen gesprengt wurden, damit statt des eventuell künstlich aufgebesserten Gesteins das wahre Gestein zutage träte. Obschon sie beim Sprengen zusahen, wurden sie hinters Licht geführt. Zum Salzen wurde Goldstaub in die Dynamitstäbe geschmuggelt, den die Explosion in überzeugender Weise im Fels verteilte.


Das Pum- und Dump-Spiel

Damals salzten Unternehmer z.B. die wertlose North Ophir-Grube, indem sie silberne Halbdollarmünzen in Stücke schnitten, sie zu Klumpen hämmerten, schwärzten und dem tauben Gestein zusetzten. Dummköpfe trieben den Preis für diese wertlose Mine in die Höhe, bis irgend jemand zufällig auf einem Klumpen "...ed States of" las.

Heutzutage gibt es an der Wall Street gewisse Banken, die das Pum- und Dump-Spiel - das Aufpumpen und Abstoßen - betreiben. Sie decken sich zunächst mit riesigen Mengen an Pfennigaktien ein, dann "überreden" sie verschiedene Brokerhäuser zu Käufen, die damit den Kurs hochtreiben: Das Interesse des breiten Publikums wird geweckt. Während die ehemaligen Pfennigaktien im Kurs weiter ansteigen, stoßen die "Kursgestalter" die Papiere mit Riesengewinn rechtzeitig ab.


Aktien-Luftgespinste

Damals kaufte das Publikum an der Bergbaubörse in Virginia City gewaltige Massen Aktien, die entweder wertlos oder den Manipulationen gerissener Direktoren der Aktiengesellschaften ausgesetzt waren. Am Höhepunkt der Neuen-Markt-Blase, diente der Firmenmantel australischer, inhaltsloser Aktien einem noch größeren Luftgespinst. Über Nacht wurde aus dem Goldexplorer Terrex ein "tolles" Online-Diagnose-Zentrum namens Global Doctor. Diese Luftnummer wurde durch ein weiteres Internet-Wunder ergänzt: Aus der ursprünglichen Abador-Mine wurde eine Internet-Spielbank aus dem Hut gezaubert: die MyCasino.


Ein Milliardenkredit entlockte Südafrika sein Gold zum Tiefpreis

Zum Verständnis der höheren Gold-Mathematik öffnen wir das Zeitfenster des 20sten Jh. um 1980: Gold stand auf seinem his-torischen Hoch von 850 US$. Genau zu diesem Zeitpunkt gab Uncle Sam den Südafrikanern einen Fünfjahreskredit in Höhe von 12 Mrd. US$, prolongiert versteht sich, dies vorbehaltlich der politischen Situation. In den folgenden fünf Jahren verfiel der Goldpreis dramatisch: Die südafrikanischen Goldreserven waren 1985 von ursprünglich 30 Mrd. genau auf die Kredithöhe von 12 Mrd. US$ geschrumpft. Eine beispiellos angezettelte US-Kampagne gegen die Apartheidpolitik führte in Südafrika zu schweren politischen Unruhen.

Die Länder Europas mißbilligten unter dem moralischen Taktstock-Gefuchtel des amerikanischen Di-Reagen-ten das Apartheidprinzip ebenfalls aufs Schärfste. Ein fabelhaftes Timing, denn der 12-Mrd.-Kredit war jetzt, 1985 fällig, und zwar zum Tiefstand des Goldes bei 290 US$. Gleichzeitig wurde der Krügerrand in USA als Zahlungsmittel verboten. Als einziges europäisches Land scherte die Schweiz aus der Boykottlinie aus und bewilligte Südafrika einen Überbrückungskredit von 3 Mrd. US$.

Südafrika mußte 1985 zur Kredittilgung gezwungen, sein Gold zum Tiefkurs von 290 US$ an die USA hergeben. Danach durfte der Goldpreis wieder steigen - politische Funkstille an der Goldfront! Gold machte dann ein weiteres Hoch im Dezember 1987. Just zu diesem Zeitpunkt präsentierte die USA in einer beispiellosen Werbekampagne in deutschen Printmedien, etwa im Handelsblatt, ihre eigene, neue Goldmünze: den American Eagle. Frohe Weihnachten wünschte die US-Regierung damit den Weihnachtseinkäufern.


Trotz toller Prognosen ging der Goldpreis über in den Tiefflug

In jenen Tagen schwelgte man in goldgerahmten Prognosen. Greifbar nahe schien der bevorstehende, erneute Höhenflug des Goldpreises. Angesehene Banken, Goldhandelshäuser wie auch Edelmetall-Experten prognostizierten eine eindeutige Richtung des Goldes: die "nach oben", dies mit unterschiedlicher Argumentation. Alles kam ganz anders. Wer von den geschätzten Lesern eine "musikalische" Ader hat, ahnt wie die Partitur der goldigen US-Seifenoper gedieh: Der Goldpreis durfte in den kommenden fünf Jahre (1987) bis auf 320 US$ verkommen. Blättern wir 15 Seiten - sprich 15 Jahre - in der Partitur weiter.

Im 21ste Jh. 2001 erreichte der Goldpreis sein historisches Tief (nach 1990) bei 252 US$. Ein Schelm, wer abermals Uncle Sam böswillige Absicht unterstellt. Schließlich war Großeinkaufzeit für Gold und seine weltweiten Minen. Da gab’s eine freundschaftliche Aktion: Im Zeitraum 1990/2000 liess US-Busenfreund Blair britisches Staatsgold in 12 Tranchen zu je 25 Tonnen verschleudern.


Animations- und Kleptomaniephase

Die USA setzte einige europäische Länder wegen ihrer Historie aus dem Zweiten Weltkrieg moralisch unter Druck - und damit den Goldpreis. Am 2.4.2001 wurde die Schweiz von 1.300 Ton-nen "Nazigold" entsorgt und Österreich mußte 30 Tonnen zum Goldtief rausrücken - Entschädigung für Zwangsarbeit. Die Moral der Geschicht’: In der Nähe des Goldhochs wird Gold von Staats wegen zum Kauf hochgelobt. Man könnte von einer Animationsphase zum Einstieg für den kleinen unbedarften Inves-tor sprechen. Zu Zeiten der Tiefkurse des Goldes droht der mora-lische US-Finger. Damit wird "falsch gelagertes" Gold kleiner Staaten einer gnadenlosen Entziehungskur zugetrieben. Man könnte von der Kleptomaniephase des allmächtigen US-Staates sprechen.
Die Finanz-Oligarchie verdient in jeder gewünschten Preisrichtung am Goldmarkt. Welche Erkenntnis kann der private Anleger aus dieser preisgestalterischen Story ziehen: Das Zeitfenster zum Ein- und Ausstieg am Goldmarkt öffnet sich dem Privatanleger nur für kurze Augenblicke. Bereits der nächste Windstoss aus USA kann es brutal zuschlagen. Klug ist, wenn Sie Ihr Timing mit Uncle Sam "abstimmen".


Goldpreis-Aktien-Divergenz

Ein langjähriger Kenner der Goldszene zieht eine weitere Lehre: Zwischen dem Goldpreis und der Aktienentwicklung der Goldminen gibt es oft genug eine kuriose Divergenz. Das ist kein Zufall. Während sich der Goldpreis in luftige Höhen steigt, können gleichzeitig Minenaktien total verkommen. Das ist zwar unlogisch, aber der Goldmarkt wird nicht von "ehrlicher" Logik bestimmt, vielmehr folgt er dem Oligarchen-Diktat. Das ist der Zeitpunkt, wo der Privatanleger das Handtuch endgültig wirft und seine geliebten Goldaktien - etwa eine Durban - mit Verlust verkauft oder sie durch ein Übernahmeangebot abgedrückt bekommt. Aktienwerte solide Goldunternehmen mit viel Golderz im Boden wandern dann für peanuts in die starken Hände der Oligarchen. Beim nächsten, provozierten Goldpreisanstieg, gewinnen diese verkommenen Minenwerte besonders dramatisch an Wert; eine ehemalige volatile Durban könnte dann von 1 auf 12 Euro explodieren.


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Pate100:

Edelmetalle: Goldinvestoren fürchten weitere

 
11.04.05 10:20
Edelmetalle: Goldinvestoren fürchten weitere Dollar-Gewinne
von Wolfgang Wrzesniok-Roßbach
Die Währungsentwicklung wird dem Goldpreis in den kommenden Tagen die Richtung weisen. Kehrt der Dollar nach dem Rückschlag in seinen Aufwärtstrend zurück, könnte dies für Verluste am Goldmarkt sorgen.
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Charttechnisch ist die Marke von 422,50 $ je Unze - der Tiefstkurs der vergangenen Woche - die erste Verteidigungslinie. Davon ist das Gold derzeit rund 4 $ entfernt. Es beendete die Woche bei 426,50 $ je Unze.

Der entscheidende Punkt liegt bei rund 419 $ je Unze. Hier befindet sich momentan die Unterstützung durch den seit rund einem Jahr andauernden Aufwärtstrend. Ein Rutschen unter diesen Preis könnte das Gold überproportional unter Druck setzen. Dann ist nicht auszuschließen, dass das Gold innerhalb einer überschaubaren Zeit auf 410 und, wenn auch diese Marke nicht hält, sogar unter 400 $ je Unze fällt.

Die Gefahr eines solchen Szenarios hat zwar in den vergangenen beiden Wochen zugenommen, solange der Euro aber die Marke von 1,28 $ verteidigen kann, besteht keine wirkliche Gefahr für den Goldpreis. Der Euro ging nach einem starken Freitag mit 1,2932 $ in das Wochenende, ist also weit von der entscheidenden Marke entfernt. Daher sollte auch der erste Widerstand nach oben bei 428,50 $ je Unze im Auge behalten werden, der bei einer Rückkehr des Euro-Dollar-Kurses zu der Marke von 1,30 relativ schnell getestet werden könnte.

Mögliche Goldverkäufe des Internationalen Währungsfonds waren das vorherrschende Thema in den vergangenen Tagen. Nachdem sich verschiedene Politiker für Verkäufe ausgesprochen haben, formieren sich nun zunehmend die Gegner solcher Abgaben. In der vergangenen Woche waren es vor allem EZB-Präsident Jean-Claude Trichet und die Bundesbank, die Verkaufsplänen eine Absage erteilten.


Nachfrage in Asien zieht an

Der vorübergehende Rückgang des Goldpreises sorgte derweil für einen Anstieg der physischen Nachfrage. Aus Indien und Südostasien berichteten Goldhändler über gute Umsätze. Auch in Deutschland hat die Nachfrage vor allem von Seiten privater Kunden wieder zugenommen und dies trotz eines - in heimischer Währung gerechnet - vergleichsweise stabilen Goldpreises. Das Interesse erstreckte sich zuletzt vor allem auf den physischen Bereich und da insbesondere auf kleine Goldmünzen von bis zu einer Unze.

Das Silber stieg in der vergangenen Woche kontinuierlich an und ließ am Ende die psychologisch wichtige Marke von 7 $ je Unze relativ deutlich hinter sich. Der Schlusskurs lag am Freitagabend am Ende bei 7,12. Die weitere Entwicklung wird maßgeblich davon abhängen, ob das Metall über die Marke von 7,25 $ je Unze ansteigen kann. In einem solchen Fall könnte es auch unabhängig von der weiteren Goldpreisentwicklung zu verstärkter Nachfrage durch US-Hedgefonds kommen. Charttechnische Unterstützung gibt es aktuell knapp unter 6,90 $ je Unze.

Die Platinmetalle schafften es im Gegensatz zum Silber nicht, ihre zwischenzeitlich erzielten Gewinne zu verteidigen. Bei weitgehender Inaktivität der industriellen Kundschaft lag das Platin am Ende bei 858 $ je Unze und damit fast ein Prozent unter dem Wochenhoch.

Wolfgang Wrzesniok-Rossbach ist Produktmanager Edelmetalle und Rohstoffe bei Dresdner Kleinwort Wasserstein in Frankfurt.
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Pate100:

Investoren setzen auf mehrere Anlageklassen gleich

 
11.04.05 10:27
Investoren setzen auf mehrere Anlageklassen gleichzeitig

Von Marcus Pfeil

Anleger können mit einem einzigen Produkt in Aktien, Anleihen und Rohstoffe investieren und zudem das Risiko streuen. Banken bieten verstärkt entsprechende Zertifikate an.



BERLIN. „Mit Aktien, Anleihen und Rohstoffen geht es niemals gleichzeitig nach unten“, sagt Bernd Ehmke von der Bankgesellschaft Berlin. Zudem senkten Anleger mit den Kombiprodukten ihre Transaktionskosten, weil sie sonst Aktien-, Anleihe- und Rohstoffindizes einzeln kaufen müssten. „Diese Zertifikate sind deshalb vor allem für Anleger mit kleineren Depots geeignet, damit sie nicht so oft umschichten müssen“, sagt Jörg Kukies von Goldman Sachs in Frankfurt. Und Bodo Gauer, Derivateexperte bei der DZ Bank in Frankfurt, ergänzt: „Auf der Suche nach der perfekten Risikostreuung sind Rohstoffe eine attraktive Alternative, die immer noch nicht sehr bekannt ist.“

Die neuartigen Papiere unterscheiden sich in der Ausgestaltung allerdings erheblich. So hatte die DZ Bank Aktien- und Rentenprodukte anfangs mit dem Immobilienmarkt kombiniert. Im „Bestinvest Index Tracker Zertifikat“ der DZ Bank (ISIN: DE000DZ557L3) kombiniert die Bank nun Indizes auf die Aktien- und Anleihenmärkte mit einem Rohstoffindex.

Das Interessante für den Anleger ist dabei, dass erst am Ende der Laufzeit über die Auszahlung entschieden wird: So gewichtet die DZ Bank die Anlageklasse mit der besten Durchschnittsperformance am stärksten – mit 60 Prozent. Die zweitbeste und die schwächste gehen mit 30 und zehn Prozent in die Berechnung des Rückzahlungswertes ein. Um die beste Anlageklasse zu ermitteln, errechnet die DZ Bank vierteljährlich die durchschnittliche Wertentwicklung der drei Teilindizes bis zum Ende der Laufzeit. Neben den Dividenden, die die Bank aus den Aktienindizes einbehält, dient diese Durchschnittsbildung zur Finanzierung des Zertifikats.

Damit ähnelt das DZ-Papier sehr stark dem „Rainbow-Zertifikat“ aus dem Hause Goldman Sachs, (ISIN: DE0003929014), das als eines der Zertifikate des Jahres 2004 ausgezeichnet worden ist. Unterschied für den Anleger: Die Auszahlungsgewichtung des Goldman-Papiers ist mit einem Verhältnis von 50:30:20 ungünstiger. Dafür gibt es das Zertifikat mit Kapitalgarantie.

Ganz ohne einen solchen Verteilungsschlüssel kommt das „Spitzenreiter-Zertifikat“ (ISIN: DE000LBB0UQ5) der Bankgesellschaft Berlin aus, das seit Mitte März auf dem Markt ist. „Die für den Anleger optimale Gewichtung kann doch nur lauten: 100:0:0“, sagt Bankgesellschaft-Experte Ehmke. So zieht das Institut ausschließlich den Index mit der besten Performance für die Berechnung des Rückzahlungsbetrages heran. „Wir setzen nur auf den Sieger“, sagt Ehmke.

Doch hat auch dieses Vorgehen seinen Preis: Neben der Durchschnittsberechnung zum Laufzeitende mussten die Berliner die Teilhabe an der Index-Entwicklung auf 90 Prozent reduzieren. Ein Beispiel: Bei einem Anfangsniveau von 1000 und einem durchschnittlichen Indexstand am Ende der Laufzeit im März 2011 von 1700 bekäme der Käufer des Zertifikates 1530 Euro ausbezahlt. „Nur die beste der Anlageformen zu nehmen, bedeutet für uns einen enormen Kostenfaktor“, erläutert Ehmke. „Für alle drei möglichen Szenarien müssen wir zur Absicherung entsprechende Optionen kaufen.“ Zwar seien diese wegen der niedrigen Volatilität preiswert, aber nicht preiswert genug, um eine 100-prozentige Partizipation darstellen zu können, sagt Ehmke.

Anleger müssen bei diesem Papier zudem einen zweiprozentigen Ausgabeaufschlag bezahlen, der sich erst im kommenden Jahr auf 50 Cent reduzieren soll. Berücksichtigt der Anleger diese Kosten, müsste der beste Index aus dem Korb bis zum Ende der Laufzeit um durchschnittlich 11,1 Prozent steigen, damit der Anleger zumindest sein eingesetztes Kapital zurückbekommt. Eine Rendite beschert das Zertifikat erst, wenn der beste Index stärker gestiegen ist. Allerdings sei das in der Vergangenheit immer der Fall gewesen, sagt Ehmke und verweist auf historische Renditen, die die Bankgesellschaft für mehr als 1500 Laufzeitperioden seit Januar 1992 berechnet hat. Den Berechnungen zufolge lag die Durchschnittsrendite des Papiers bei neun Prozent.

Bei Zahlen wie diesen ist es kein Wunder, dass sich derartige Papiere sehr gut verkauften, sagt Kukies von Goldman Sachs. Die meisten Banken bereiten deshalb Folgeprodukte vor. Dabei seien auch andere Kombinationsmöglichkeiten denkbar, sagt Kukies. „Neben Rohstoffen sind das vor allem Hedge-Fonds und Währungsprodukte.“

Quelle: Handelsblatt

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Pate100:

Umstrittener Plan: IWF-Gold zur Entschuldung der

 
12.04.05 09:15
Umstrittener Plan: IWF-Gold zur Entschuldung der Ärmsten
WASHINGTON. Ein umstrittener Plan wird die Tagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) übernächstes Wochenende prägen. Soll der IWF Gold verkaufen, um die ärmsten Länder der Welt zu entschulden?

Mit 3217 Tonnen hat der IWF den drittgrößten Goldschatz der Welt (siehe Kasten). Verbucht ist das Gold zu einem sehr niedrigen Preis. In den IWF-Büchern steht das Gold mit neun Milliarden Dollar (sieben Milliarden Euro). Der Marktwert liegt dagegen bei etwa 45 Milliarden Dollar.

Briten forcieren Plan

Der britische Finanzminister Gordon Brown, dessen Land den Vorsitz in der Gruppe der sieben führenden Industriestaaten hat, ist die treibende Kraft für die Verwertung von Goldreserven. Die Deutschen unterstützen dieses Vorhaben, die USA sind dagegen. Auch die Europäische Zentralbank warnt vor einem Verkauf.

Der heikle Punkt ist, dass der IWF mit dem Verkauf des Goldes nicht den Markt aus den Fugen heben soll. Das hat IWF-Chef Rodrigo Rato auch schon angedeutet. 16 Prozent der Reserven, so die Annahme der IWF-Experten, sollten verkauft werden können, ohne den Markt zu sehr zu stören.

"Eine Alternative wäre, die Goldreserven nicht zu verkaufen, sondern auf einen Preis von 194 Dollar aufzuwerten", sagt der Goldexperte der Sparkasse Oberösterreich, Roland Öhler. Das erhöhe den Spielraum des IWF und störe den Markt nicht. Der Preis sei problemlos. Denn Gold rechne sich für Produzenten erst ab einem Preis von 250 Dollar. Ein Verfall nach unten gelte als unwahrscheinlich, so Öhler.

Angesichts der derzeitigen Goldpreisentwicklung ist die Gefahr, dass Gold wieder massiv an Wert verliert, derzeit ohnehin gering. Seit der Goldpreis 1999 einen Tiefpunkt von 250 Dollar je Feinunze erreicht hat, ging es mit dem Goldpreis wieder bergauf. Und das als Anlegeprodukt schon verpönte Gold erlebt eine Renaissance.

Fragezeichen China

Experten erwarten, dass Länder wie China und Indien, die über große Dollar-Reserven verfügen, ohnehin Gold zukaufen, um sich gegen einen weiteren Kursverlust des Dollar abzusichern. Das bestätigt auch Öhler: "Selbst wenn der IWF jetzt Gold verkauft, würde der Preis nur kurzfristig fallen. Mittelfristig pendelt er sich zwischen 400 und 500 Euro je Feinunze ein."

Darauf wetten schon einige Spekulanten. Ende Dezember vergangenen Jahres wurden an der New Yorker Terminbörse gewaltige Wetten auf steigende Preise abgeschlossen. Erwartet wird offenbar nicht nur, dass die Nachfrage steigt, sondern auch, dass die Minengesellschaften ihr Angebot zurückfahren. Neuvorkommen an Gold sind in den vergangenen Jahren kaum vermeldet worden. (dm)

OÖnachrichten vom 12.04.2005



Drittgrößtes Golddepot
Mit 3217 Tonnen Gold ist das Golddepot des Internationalen Währungsfonds das derzeit drittgrößte der Welt. Höhere Goldreserven haben nur die USA mit 8136 Tonnen und Deutschland mit 3440 Tonnen.

Die Goldminen haben in den vergangenen 50 Jahren weltweit insgesamt 90.000 Tonnen gefördert. Jährlich beträgt die Fördermenge zwischen 2000 und 2500 Tonnen.

Die Kosten zur Förderung einer Feinunze Gold werden derzeit mit rund 250 Dollar veranschlagt.  
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Pate100:

Rohstoff Express

 
12.04.05 09:21

Rohstoff Express: Gold und Silber wieder fest, Platin leicht nachgebend

Anglogold Ashanti sieht Goldpreis bald bei 500 $...


Gold

Der Goldpreis notiert derzeit bei 428,60 $, Plus 2,30 $ gegenüber dem letzten Handel vom Freitag. Intraday eröffnete die Feinunze bei 426,50 $ in Hongkong und pendelte anschließend zwischen 425 $ und 426 $. Gegen Ende der Hongkonger Sitzung gelang der Ausbruch aus dieser Range und ein Hoch bei 429 $ konnte in London markiert werden. Momentan bewegt sich Gold wieder auf sein Intraday-High zu. Die Nachrichtenagentur Reuters gab kürzlich bekannt, dass die Bank of France im letzten Jahr 40 Tonnen Gold verkauft hat. Die Veräußerung fand im Rahmen eines 2003 geschlossenen Vertrags statt, der es der Bank erlaubt, im Laufe der nächsten 5 Jahre, 500 bis 600 Tonnen an Gold zu verkaufen. Die Goldanalysten Murenbeeld Associates haben ihre Goldprognose für das laufende Jahr um mehr als 5% von 463 $ auf 438 $ gesenkt. Gründe wurden nicht genannt. Der zweitgrößte Goldproduzent der Welt, Anglogold Ashanti, äußerte sich heute sehr zuversichtlich bezüglich eines weiteren Anstiegs des Goldpreises. Man erwarte ziemlich bald einen Goldpreis von 500$ oder mehr. Ausschlaggebend sei hierfür die Abwertung des Dollars und die große Nachfrage seitens der Schmuckindustrie. Bereits in der letzten Woche prognostizierte der Präsident von Newmont einen Preis bei 475 $. Am Freitag gab es wieder einmal CoT-Daten für die Edelmetalle. Bei Gold bauten die Non-Commercials ihre netto Short Positionen um 1.085 auf 134.940 Kontrakte aus. Die Large und Small Speculators sind weiterhin netto Long mit 106.264 und 28.676, jedoch vergrößerten die Großen ihren Bestand um 4.743, wohingegen die Kleineren ihn um 3.658 Kontrakte verringerten.


Charttechnisch befindet sich Gold in einer Entscheidungszone: Der mittelfristige Aufwärtstrend seit April 2004 bildet zusammen mit dem kurzfristigen Abwärtstrend ein bullisches Dreieck. Dieses verläuft gerade zwischen 421 $ und 440 $. Des weiteren liegt bei 419,70 $ eine horizontale Unterstützungszone, die bereits mehrmals bestätigt wurde. Die nächste Widerstandszone findet sich bei 428 $ bis 430 $. Der langfristige Aufwärtstrend seit Februar 2002 notiert gerade bei 390 $.


Silber

Silber steht aktuell bei 7,23 $, Plus 0,13 $. Bei 7,13 $ startete das Edelmetall heute in Hongkong und konnte bis zum Handelsbeginn in New York auf 7,26 $ zulegen. Die restliche Sitzung in NY pendelte es dann um die 7,25 $. Für Silber gibt es ebenfalls wieder neue CoT-Daten. Die netto Short Bestände der Non-Commercials weisen eine Ausweitung um 221 auf 55.633 Kontrakte auf. Auf der netto Long Seite sind nach wie vor die Large und Small Speculators mit 34.598 bzw. 21.035. Ähnlich wie beim Gold stockten die Großen ihre Bestände um 1.627 auf, die kleinen Spekulanten reduzierten ihre um 1.406.
Weitere Unterstützungslinien liegen bei 6,86 $ und 6,80 $. Die Unterkante des seit Juli 2003 bestehenden Aufwärtstrends verläuft gerade bei 6,73 $. Bei 7,42 $ findet sich der seit Dezember 2004 bestehende kurzfristige Abwärtstrend, der sich aus dem Hoch bei 8,01 $ und 7,58 $ zusammen setzt. Das kurzfristige Kursziel liegt bei 7,20 $.


Platin

Die Feinunze Platin wird gerade für 859$ gehandelt, Minus 1 $. In Hongkong eröffnete Platin bei 858 $ und fiel anschließend auf 852 $ zurück. Erst in New York schaffte es das Edelmetall auf einen Tageshöchstkurs von 860 $. Eine Umfrage des Jewelry Consumer Opinion Council (JCOC) ergab, dass die Zahl der Frauen, die Platinschmuck für sich selbst kaufen, ansteigt. Insgesamt nahmen 3.391 Leute an dieser Studie teil. Ein weiterer interessanter Aspekt ist, dass 15% der Befragten beabsichtigen, sich in den nächsten sechs Monaten neuen Schmuck für sich selbst zu kaufen. Die Resultate der Umfrage decken sich mit einer kürzlichen Untersuchung, dass die Ausgaben für Schmuck in den U.S.A. wieder ansteigen. Im letzten Jahr gaben die Amerikaner 57,4 Milliarden Dollar für Uhren und Schmuck aus. Nun zu den CoT-Daten: Die Non-Commercials verringerten ihre netto Short Position um 211 auf 5.236. Large und Small Speculators sind mit 3.928 bzw. 1.308 netto Long, jedoch reduzierten beide ihre Bestände um 123 bzw. 88 Kontrakte.
Der langfristige Aufwärtstrend seit November 2001 wurde durch die mittlerweile über ein Jahr lang andauernde Seitwärtsbewegung zwischen 800 $ und 900 $ gebrochen. Weitere wichtige Unterstützungen liegen bei 850 $ und 815 $. Platin hat den seit Juni bestehenden Aufwärtstrend nach unten verlassen, somit ist das aufsteigende Dreieck nicht bestätigt worden. Das nächste Kursziel ist vorerst die 880 $. Ein Pullback auf 850 $ wäre kurzfristig möglich.


Palladium

Der Preis für Palladium steht momentan bei 199 $, Plus 2 $. Wie immer war der heutige Kursverlauf sehr volatil, was auf den sehr engen Markt dieses Edelmetalls zurückzuführen ist. Zunächst eröffnete Palladium in Hongkong bei 197 $, fiel jedoch ziemlich schnell auf 185 $ zurück. In Zürich konnte sich Palladium wieder auf 198 $ erholen. Der Tageshöchstkurs wurde in New York bei 200 $ erreicht. Folgendes Bild ergab sich bei den CoT-Daten für Palladium: Die Non-Commercials bleiben weiterhin mit 9.291 Kontrakten netto Short, dies entspricht einem Zuwachs von 311 Kontrakten. Bei den anderen beiden Parteien ergibt sich ein positiveres Bild. Large und Small Speculators sind mit 7.007 bzw. 2.284 netto Long und beide vergrößerten ihre Bestände um 284 bzw. 27.
Es bleibt noch abzuwarten, ob sich Palladium dauerhaft über der 200 $ Marke auf Tagesschlusskurs - Basis halten kann. Sollten die 200 $ nachhaltig verteidigt werden, würde ein Kursziel von 220 $ aktiviert werden. Die Oberkante der Trading Range zwischen 180 $ und 190 $ dürfte zunächst Unterstützung bieten.


Aluminium

Ein Pound Aluminium kostet aktuell 0,8960 $, Plus 0,0069 $. Bei 0,89 $ startete das Leichtmetall den heutigen Handel und stieg anschließend unaufhaltsam auf 0,8985 $. Derzeit kann man die Mitnahme einiger Gewinne erkennen. Russian Aluminium (Rusal), der drittgrößte Aluproduzent der Welt, teilte mit, dass man bis zum Jahr 2012 der weltgrößte Aluminiumhersteller sein werde. In einem in Moskau geführten Interview zwischen der Herald Sun und dem CEO von Rusal Alexander Bulygin, sagte dieser, dass der Kauf der Queensland Alumina für 401 Millionen US Dollar nur ein Teil eines weltweiten Programms zur Suche nach neuen Ressourcen sei.
Weitere Unterstützung gibt die Zone zwischen 0,87 $ und 0,88 $. Bei einem Bruch wäre Luft bis 0,84 $ und 0,82 $. Der langfristige Aufwärtstrend seit Mai 2003 ist immer noch ungebrochen.


Kupfer

Kupfer wird derzeit für 1,5694 $ gehandelt, Plus 0,011 $. Nach der Eröffnung bei 1,56 $, kletterte das Industriemetall auf ein Tages- und zugleich Mehrjahreshoch bei 1,5730 $. Momentan können erste Schwächeanzeichen beobachtet werden. Dan Desjardins, der Finanzdirektor von PT Newmont sagte in einem Interview gegenüber der Jakarta Post, dass die fundamentalen Daten für dieses Basismetall sehr gut sind. Er geht davon aus, dass sich der Preis in den nächsten sechs Monaten über 1,50 $ pro Pound halten wird. Des weiteren glaubt er nicht, dass in den nächsten zwei bis fünf Jahren neue Kupferminen eröffnet werden, die zu einem Überangebot führen könnten.
Unterstützung gibt die Oberkante des aufsteigenden Dreiecks bei 1,49 $, aus dem Kupfer nach oben ausbrechen konnte. Bei 1,50 $ und 1,5250 $ verlaufen ebenfalls horizontale Unterstützungslinien. Der langfristige Aufwärtstrend seit Oktober 2002 ist absolut intakt.


Öl

Der Light Crude Future gewinnt 0,05 $ auf 52,8 $. Der Generalsekretär der OPEC Adnan Shihab-Eldin gab bekannt, dass ein Preisanstieg des Öls auf über 60 $ nicht zu erwarten sei. Die OPEC arbeitet derzeit mit China und Indien an einer Lösung ihrer Raffinerieprobleme. Für das Jahr 2005 rechnet man mit einem chinesischen Nachfragewachstum von 10% auf 7 Millionen Barrel pro Tag. Nur zum Vergleich: Die USA verbrauchen momentan knapp 21 Millionen Barrel, von denen sie 7,5 Millionen selbst produzieren und den Rest importieren. Bei 52,50 $ und 50 $ finden sich die nächsten Unterstützungen. Die nächsten Widerstände liegen bei 57,50 $, 58 $.

Brent Oil wird derzeit für 54 $ gehandelt, unverändert. Der Brent Future konnte erneut aus seinem seit Dezember bestehenden Aufwärtstrend nach oben ausbrechen, dieser verläuft im Moment zwischen 49,27 $ und 54,04 $. Bei 53,42 $, 51,70 $ und 50,45 $ verlaufen nun die nächsten wichtigen Unterstützungen.


Euro

Die europäische Valuta steht aktuell bei 1,2984 $, Plus 0,0077 $. Eine regelrechte Flut von kursfördernden Meldungen für den Euro brach heute herein. Die wichtigste ist wahrscheinlich die Bekanntgabe des US Handelsdefizits und Haushaltsdefizit am morgigen Dienstag, negative Überraschungen sind zu erwarten. Des weiteren wurde die Nachricht, dass Vladimir Putin seine Schulden an den Pariser Club vorzeitig zurück zahlen will, vom Markt äußerst positiv aufgenommen. Den Abschluss bildete die Meldung, dass während der Beerdigung des Papstes ein Flugzeug über dem Himmel von Rom abgefangen wurde. Zwei italienische Kampfflugzeuge eskortierten das verdächtige Flugobjekt zum Militärstützpunkt Practica de Mare. Nach noch unbestätigten Angaben soll sich angeblich eine Bombe an Bord des Flugzeugs befunden haben.
Der 23,6% Widerstand konnte erfolgreich überwunden werden, somit steuert der Euro nun auf das 38,2% Retracement bei 1,3020 $ zu. Genau in diesem Punkt schneidet der seit Oktober bestehende Aufwärtstrend das Retracement, ein Abprallen an dieser Marke wäre möglich. Bei 1,2831 $ liegt die 200 Tages-EMA, die in den letzten Tagen den Fall nach unten öfters aufhalten konnte. Eine weitere wichtige Unterstützung findet sich bei 1,2731 $, hier verläuft das 0%-Fibonacci-Retracement von dem aus der Euro seinen Anstieg bis auf fast 1,35 $ startete.


© Sebastian Hell
    Quelle: www.derivate-magazin.de

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Pate100:

Australische Bergbauaktien stehen vor einer

 
12.04.05 09:27

Australische Bergbauaktien stehen vor einer Kurserholung

Chinas Rohstoffhunger hilft der Branche nach einer kurzen Verschnaufpause wieder auf die Sprünge - Fünfter Kontinent liegt dem Boom-Land geographisch näher

London - Die Aktienkurse von BHP Billiton, Rio Tinto Group und anderen australischen Bergbaukonzernen dürften sich wieder erholen, erwarten Investoren und verweisen auf die China-Phantasie. Im letzten Monat waren die australischen Rohstoffwerte in den Abwärtssog der Emerging Markets geraten, BHP verloren 6,6 Prozent, Rio Tinto 4,5 Prozent. "Australische Bergbauaktien sind ein Muß für Investoren, die auf eine risikoärmere Weise am China-Boom teilhaben wollen, sagt Martin Schulz, Fondsmanager bei National City Investment Management in Cleveland. Die chinesische Wirtschaft ist letztes Jahr 9,4 Prozent gewachsen und wies damit die höchste Expansionsrate seit acht Jahren und eine der höchsten Wachstumsraten weltweit auf. Für 2005 rechnet die Asian Development Bank mit einem Wachstum von 8,5 Prozent.

. Wenn die Entwicklung der zehn Branchengruppen des MSCI Asia-Pacific Index herangezogen wird, haben Investoren, die auf Rohstoffaktien gesetzt haben, am stärksten von dem Wachstum profitiert. Der Rohstoffindex hat in den letzten zwölf Monaten 14 Prozent zugelegt und damit alle andere Branchen bis auf die Energiewerte abgehängt.

"Die australischen Bergbauwerte sind als stellvertretende China-Investments attraktiv, im Vergleich zur direkten Anlage in chinesische Aktien. Man kann davon ausgehen, daß die Nachfrage Chinas bestehen bleibt", erklärt Arnout van Rijn, Fondsmanager bei der Robeco Group in Rotterdam.

Die Risiken von China-Investments zeigen sich in der Performance der chinesischen Aktien in den letzten zwölf Monaten: Der Hang Seng China Enterprise Index, der Aktien von 38 staatlichen Gesellschaften mit einer Notierung in Hongkong enthält, ist 2,9 Prozent gesunken. Das chinesische Börsenbarometer Shanghai Composite Index ist in knapp sechs Jahren 31 Prozent abgesackt.

Hingegen kletterte der Aktienkurs von BHP, der weltgrößten Bergbaugesellschaft, in den letzten zwölf Monaten 47 Prozent. Rio, die Nummer drei der Branche, verteuerten sich 29 Prozent. Der Halbjahresgewinn von BHP hat sich in den sechs Monaten bis 31. Dezember mehr als verdoppelt auf ein Rekordvolumen von 2,8 Mrd. Dollar. Rio Tinto wartete für 2004 mit einem Anstieg des Nettogewinns von 86 Prozent auf 2,81 Mrd. Dollar auf.

Die beiden Bergbauwerte machen etwa die Hälfte vom australischen Rohstoffindex S&P/ASX 200 Materials Index aus. Auf die 38 Werte des Branchenbarometers entfiel im letzten Jahr etwa ein Drittel der australischen Exporte von 108,9 Mrd. Dollar. Australiens Kupfer-Ausfuhren nach China sind 2004 um 30 Prozent auf 1,6 Mrd. Austral-Dollar (960 Mill. Euro) gestiegen. Die Nickel-Exporte ins Reich der Mitte kletterten 88 Prozent, die Kohle-Exporte 72 Prozent und Eisenerz-Ausfuhren zogen 41 Prozent an.

Investoren in australischen Bergbauwerten dürften außerdem von Übernahmespekulationen profitierten. BHP übertraf letzten Monat ein Gebot von Xstrata für WMC Resources. Als weitere Übernahmeziele gelten die Kohleminen Macarthur Coal, Excel Coal und Felix Resources und die Eisenerzproduzenten Mt. Gibson Iron sowie Azrec Resources, schrieben die Analysten Glyn Lawcock und Fleur Grose von UBS Investment Bank in einer Studie.

Zwar haben auch Schwellenländer wie Indonesien und Brasilien von der Nachfrage aus China profitiert. Aber die australischen Bergbauwerte bieten die beste Chance, die China-Story auszureizen, wobei sie weniger Risiken bergen, wenn in den USA die Zinsen erhöht werden.

Des weiteren hat Australien den eindeutigen Vorteil, geographisch näher zu liegen als Konkurrenten in Brasilien oder Kanada, erläutert Tim Barker, Fondsmanager bei BT Financial Group in Sydney. Damit sind die Transportkosten niedriger. Bloomberg

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Pate100:

Wer garantiert Chinas Ölsicherheit?

 
12.04.05 13:05
Wer garantiert Chinas Ölsicherheit?
Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1895358

"Was ist Trend des Ölpreises? Wenn er weiter so schnell steigt, wird das den Druck einer importierten Inflation erhöhen?" Dies sind Fragen,auf die Insider angestrengt nach Antworten suchen.

Am 1. April endete der Preis für Rohölfuture (WTI) an der New Yorker Warenterminbörse bei 55,40 US-Dollar, aber der Brent Crude Oil erlebte an der Londoner Börse seinen stärksten Anstieg an einem einzigen Tag innerhalb eines halben Jahres. Vorher war der Preis für WTI Rohölfutures bereits seit über zwei Monaten ununterbrochen gestiegen und erreichte am 21. März sein historisches Hoch von 56,62 US-Dollar.

Der Geschäftsführer eines Herstellers von Chemiefasern beklagte sich gegenüber dem Autor, "der Preis für Caprolactam, das wir importieren, war letztes Jahr 1200 US-Dollar pro Tonne, aber gegenwärtig ist er bis auf 2450 US-Dollar pro Tonne gestiegen. Dies ist der äußerste Preis, den wir aushalten können."

Analysten sagen, dass die Petrochemische Industrie, die Rohöl als Produktionsmaterial verwendet, direkt von den steigenden Ölpreisen betroffen ist. Die Produktionskosten der Petrochemie werden aber in der Industrie nach unten weiter gereicht, was zu einem kostentreibenden Preisanstieg führt, der direkt den Konsumbereich beeinflussen wird. Außerdem werden die Profite der Industriezweige,die direkt von Öl abhängig sind, stark in Mitleidenschaft genommen werden. "Die seit dem 23. März steigenden Benzinpreise sind das deutliche Signal."

Gegenwärtig beträgt der jährliche Ölimport Chinas etwa 40 Prozent des gesamten Verbrauchs im Inland. Geht man von einem jährlichen Rohölimport von 100 Millionen Tonnen aus, bedeutet das bei einem Preisanstieg von 1 US-Dollar pro Barrel, dass China 700 Millionen bis 1 Milliarde US-Dollar mehr zu bezahlen hat. Daher wird der steigende Ölpreis die Unsicherheiten für das wirtschaftliche Wachstum weiter steigern.

Viele Industrieinsider sind der Meinung, dass der Ölpreis aus der Perspektive von Angebot und Nachfrage nicht weiter steigen wird. Vorvergangene Woche gab das amerikanische Amt für Energieinformationen bekannt, dass die amerikanischen Rohölreserven um 5,4 Millionen Barrel zugenommen haben, 8,6 Prozent mehr als im selben Zeitraum im vergangenen Jahr. Die Preise für Ölprodukte sind aber nur 2,3 Prozent höher als im vergangenen Jahr. Es ist daher nicht verwunderlich, dass der Vorsitzende der Internationalen Energie Behörde sagt: "Der Markt teilt uns scheinbar mit, dass das Angebot ausreichen ist. Dies ist der Grund, warum wir denken, dass höhere Ölpreise unverantwortlich sind."

Ein Experte der chinesischen Petroleum Universität meint, dass der Anstieg der internationalen Preise für Terminkontrakte darauf zurückzuführen sei, dass Spekulanten den "China-Faktor" benutzen um den Preis noch höher zu treiben. Der Vizepräsident der Beijinger Filiale der Deutschen Bank AG erinnert daran, dass die anhaltende Abwertung des US-Dollars internationales "heißes" Geld dazu ansporne, in anderen Märkten nach Profiten zu suchen. Auf Grund der puren Menge solchen Geldes, könne es die Preise schnell hochtreiben, um sich dann genauso schnell zurückzuziehen. Er glaubt, dass Ressourcen die China dringend braucht, solch ein Spekulationsobjekt internationaler Fonds geworden sind.

Im Hinblick auf derartige Preisfluktuationen empfehlen Experten, dass China dringend Mechanismen aufbauen muss, um etwa Sicherheit im Bereich der Kaufpreise zu schaffen und ein System für Sicherheitsreserven solch wichtiger grundlegender Rohstoffe wie Öl einrichten sollte.

Der Geschäftsführer der Shanghaier Terminbörse hat einmal gesagt, dass, um einen Richtpreis in Bezug auf den Kaufpreis in China zu realisieren, der Terminmarkt benutzt werden könne. Aus der Erfahrung mit anderen Warenterminkontrakten könne davon ausgegangen werden, dass bei der Einführung eines Terminmarktes für Ölfutures Gelder verschiedener Parteien angelockt werden, um eine Reserve zur Befriedigung von Öl-Transaktionen bis 40 Millionen Tonnen zu schaffen. Dies würde den Aufbau der Ölreserven des Landes unterstützen.

Daher empfehlen Experten, dass China Terminkontrakte für Dieselöl, Benzin und Rohöl einführen sollte. Auch sollten bei Zeiten Regeln für den Handel und Abschluss von Transaktionen anderer Ölderivate auf dem Markt sowie Operationsmodi für Logistik und Lagerung geschaffen werden. Unter anderem durch eine Integration der Kontrolle der Regierung sollten Situationen vermieden werden, in denen die Preise von Terminkontrakten für Rohstoffe durch internationales "heißes" Geld unter Druck geraten könnten.

(China.org.cn, CE.cn, 12. April 2005)

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Pate100:

Impressionen eines Goldbullen von der Invest 2005

 
13.04.05 09:10
Impressionen eines Goldbullen von der Invest 2005
Vom 08. bis 10. April fand die Invest 2005 in Stuttgart statt. Zahlreiche Anbieter aus der Investmentbranche füllten die große Ausstellungshalle bis auf den letzten Quadratmeter. Dem Ruf der Messe folgten über 10.000 Anleger, was nach den Jahren mit ausbleibenden Besucherzahlen wohl darauf zurückzuführen ist, dass sich der DAX gerade nicht im Sturzflug nach unten befindet.

Im Großen und Ganzen ist die Branche derzeit wieder sehr bullisch für Aktien bei DAX, Dow und Co., wobei die neuen verkaufsfördernden Zauberworte "Dividendentitel" und "China" heißen. Nur am Rande wagten es einige Anbieter, sich dem "Rohstoffhype" hinzugeben und Produkte dafür offen anzupreisen. In erster Linie sind hier ABN AMRO und SOCIETE GENERALE zu nennen, die gerade im Bereich Zertifikate auf Rohstoffe und Edelmetalle sehr gut positioniert sind.

Einzig und allein die Münze Österreich wagte als großer Produzent von Goldanlagemünzen den Weg zur Invest. Im Gepäck hatten die Väter des Philharmonikers die größte Goldmünze der Welt mit einem Gewicht von 1000 Unzen, die im letzten Jahr unter großem Aufsehen präsentiert worden war. So mancher Anleger, der den Stand passierte, war erstaunt, dass man in Gold überhaupt noch physisch investieren kann. Es war dann auch nicht verwunderlich, dass bei jenen Messebesuchern noch nicht bekannt war, dass Gold mehrwertsteuerfrei ist und zur Depotdiversifizierung hervorragende Dienste leisten kann.

Vergeblich suchte man nach Gold- und Rohstoffminenfonds auf der Invest - scheinbar sind in den Augen vieler Anbieter Zertifikate sicherer als breit gestreute Minenfonds. Trugschlüsse gab es auch andernorts. In mehreren Gesprächen mit Messebesuchern durfte ich erfahren, dass die Verluste in den Depots zwar noch immer sehr groß sind, aber eine Aktienanlage frei nach Kostolany pflichtgemäß mit Schlaftabletten ausgesessen werden muss.

Ähnlich selten wie eine reichhaltige Goldader waren auch die Vorträge zum Thema Gold und Rohstoffe auf der Agenda gewichtet. Von einer "Blase am Rohstoff- und Goldmarkt", wie sie derzeit schon durch die Presse geistert, konnte mir auf der Invest als aufmerksamer Betrachter beileibe nichts ins Auge stechen. Nur das Thema Zertifikate selbst wurde ausgiebig behandelt.

Auf mehreren Showbühnen wurde dem Aktien- wie Tradingkult wie vor dem Jahr 2000 gefröhnt und man konnte schon fast wieder Neue Markt Stimmung an manchen Ständen spüren. Für mich ein sicheres Zeichen, dass sich das Jahr 2005 trotz allen Unkenrufen doch noch zum negativen Aktienjahr mausern kann. Von einer positiven Korrelation von stark besuchten Finanzmessen und einer sich entwickelnden Echoblase am Aktienmarkt darf ausgegangen werden.

Massive Warnungen vor steigenden Zinsen und dem bevorstehenden Platzen der Anleiheblase kamen in erster Linie von Herrn Markus Mezger von der Baden-Württembergischen Bank, der im Handelsblattforum Rede und Antwort stand. Er vertrat die Ansicht, dass sich in den nächsten Jahren die Assetklasse Rohstoffe und hier insbesondere Rohöl als lukratives Investment entwickeln wird, wenngleich der Rohölpreis aktuell kurzfristig korrigieren sollte.

In das kleine Bärenkonzert am Rande stimmte auch der schweizer Vermögensverwalter Felix Lais mit ein, der eine primäre Umkehr an den Aktienmärkten analysierte, wobei sein Credo "Cash und Trading is King" lautete. Ebenso prognostizierte Herr Lais eine kurzfristige Dollarstärke für die nächsten 6 bis 12 Monate, die den Euro/Dollar auf 1,10 bis 1,05 fallen lassen soll.

Herr Hartmann vom Edelmetallhandelshaus pro aurum GmbH & Co. KG München wies in seinem Vortrag auf die Gefahren der ausufernden Staatsverschuldung, der kollabierenden Sozialsysteme und des Dollars hin und riet als einer der wenigen Referenten den Zuhörern zu einer physischen Goldanlage von mindestens 10 Prozent im Depot.

Fazit:
Der Besuch der Invest war die lange Anreise wert. Sie ist ein hervorragender Indikator für die Lage an den Märkten. Für Goldbullen heißt die Devise: wir stehen erst ganz am Anfang der Public Phase. Von einer Blase an den Rohstoffmärkten kann noch lange nicht gesprochen werden, wenngleich kurzfristig eine Korrektur durchaus möglich ist.
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Pate100:

Riesige Silber- und Gold-Short-Positionen...

 
13.04.05 09:17
Silber sollte man ganz genau beobachten!



Riesige Silber- und Gold-Short-Positionen durch Edelmetall-Konten?
Meine Meinung zu ... "Aktuelles vom Silbermarkt"


Teil I: Riesige Silber- und Gold-Short-Positionen durch Edelmetall-Konten?

Einer meiner Schweizer Freunde und Partner rief mich heute ganz aufgeregt an und forderte mich auf, in der Chat-Seite der "USA-Gold" (www.usagold.com) nachzulesen, was ein unter dem Chat-Namen "PAN" aufgetretener Kommentator dort zu den physischen Positionen am Silbermarkt zu sagen habe.

Unabhängig davon, ob der Artikel nun authentisch ist oder nicht (das Englische ist mit einigen Hin-weisen versehen, die gut ins Allemannische der Schweizer passen und damit die Wahrscheinlichkeit wesentlich erhöht wird, dass hier ein Schweizer Insider seine Erkenntnisse zum Besten gibt), sind die dort genannten Fakten (?) sehr bedeutsam.

In diesem Artikel beschreibt PAN, dass nach seiner Auffassung in der Schweiz Edelmetallkonten (also Konten mit Guthaben in physischem Material) in sechsstelliger Größenordnung nach folgendem Prinzip geführt werden:


1. Von den in den Edelmetall-Konten geführten Metallen sind das Minimum, also 10% des eingebuchten Metalls nur als physisches Material bei den Schweizer Banken vorhanden; der Rest wird über Derivate abgesichert. Das spart Kosten.
2. Die Schweizer Banken belasten den Depoteigentümer mit einer Verwahrgebühr über 100% seines Edelmetallbestandes, so dass der Eindruck erweckt wird, alles Material sei physisch vorhanden.
3. In den Anschaffungsabrechnungen der Banken ist der Hinweis enthalten, dass der Kunde jederzeit (!!) die Auslieferung seines physischen Depotbestandes fordern kann.


PAN spricht von mehr als 100.000 Edelmetallkonten; er übersieht bei seiner Schätzung, dass das Gleiche auch in Luxemburg geschieht; ich kenne einige Bankkunden, die legal in Luxemburg über ein Gold-Konto bei der dortigen Niederlassung der Dresdner Bank jahrelang im Dauerauftrag quasi als Sparplan Gold und Silber gekauft haben. Auch ich nahm an, dass die Bank das physische Material einkauft und lagert. In einem mir persönlich bekannten Fall hat der Depotinhaber das Gold einfach abgefordert und: Es wurde ihm physisch ausgehändigt.

Wenn die von PAN beschriebene Verfahrensweise auch nur teilweise der Wahrheit entspricht, so sind daraus zwei Schlussfolgerungen zu ziehen:

1. Es bestehen riesige (physische) Leerpositionen in Gold und Silber, die überhaupt nicht gedeckt werden können, wenn die physische Auslieferung des Metalls nur von einem Bruchteil der Depotinhaber gefordert wird.
2. Nach dem Prinzip: Rette sich, wer kann, sollten Edelmetall-Konto-Inhaber die Auslieferung ihrer Edelmetallguthaben fordern, denn wenn dies viele fordern, werden sie ihre physische Ware nicht mehr bekommen können.


Ich halte diese Banken-Methode für verständlich, aber irreführend und für den Depotinhaber für äußerst gefährlich. Wenn es einen Run auf die physische Ware geben sollte, dann sind Probleme unvermeidbar.



Teil II: Theodor Butler und sein Hinweis auf Backwardation im Silbermarkt

Im Warenterminmarkt (Futures) ist es üblich, dass die später fälligen Termine mit einem Preisaufschlag (Contango) gehandelt werden; wenn also das Gegenteil eintritt (also: Backwardation), dann ist Aufmerksamkeit geboten. Entweder handelt es sich bei dem Metall um eine Spekulation, dass durch neue Minen das künftige Angebot wesentlich steigen oder durch Rezession die Nachfrage sinken wird, oder: Das physische zur sofortigen Auslieferung bestimmte Material des aktuellen Liefertermins ist außerordentlich knapp und die Verkäufer müssen zu (fast jedem) Preis ihre Verpflichtungen eindecken.

Eine solche Situation hat sich Ende März ergeben: Der Liefertermin Ende März 2005 lag um 3 US-Cents über dem Termin Mai 2005. Dieses Ausnahmefaktum gilt es zu beobachten. Ist es nur ein Marktzufall oder ein Symptom für das Nichtvorhandensein ausreichender und frei lieferbarer Silbermengen? Wenn man die diversen Ansätze weiter verfolgt (siehe auch: Teil I oben) dann muss man zu der Auffassung gelangen, dass uns bald ein Szenario oder Schreckensszenario (je nachdem, auf welcher Seite man steht) im Silbermarkt erwartet.

Auf jeden Fall gilt: Die nächsten Fälligkeitstermine für Silber Ende Mai 2005 und Juli 2005 genauestens beobachten.


© Dietmar Siebholz  
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Pate100:

Soybeans (S05H) - Konsolidierung verläuft bullisch

 
13.04.05 09:20
Soybeans (S05H) - Konsolidierung verläuft bullisch
Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1896635
(©GodmodeTrader - http://www.godmode-trader.de/)
Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1896635
Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1896635
Soybeans Future - Mai 2005 Kontrakt (S05K): 616 US-Cent

Aktueller Tageschart (log) seit Juni 2004 (1 Kerze = 1 Tag).

Kurz-Kommentierung: Nach einem Tief bei 501,00 konnte der Soybeans Future den langfristigen Abwärtstrend Mitte Februar nachhaltig durchbrechen. Die momentumlastige Rallye führte direkt durch den Widerstand bei 572,50, es konnten im Hoch 691,50 erreicht werden. Ausgehend von diesem Rallye-Hoch läuft seit Mitte März eine Konsolidierung in der sich der Future dem bei 596,25 liegenden 50er Retracement genähert hat. Bisher ist die innerhalb einer bullischen Flagge laufende Konsolidierung im Future nicht negativ zu werten. Kann der Kurs oberhalb vom sich bei 596,25 aufbauenden Supportcluster aus dem kurzfristigen Abwärtstrend, aktuell bei 635,00, nach oben ausbrechen, ist eine Wideraufnahme der Rallye wahrscheinlich. Die 691,50 sollten in diesem Fall schnell erreicht werden, ein Ausbruch darüber generiert ein mittelfristiges Folge-Kaufsignal. Fällt der Kurs allerdings nochmals unter 596,25 auf Schlussbasis zurück, ist von einer Ausdehnung der Korrektur bis 572,50 auszugehen. Ein Rückfall unter dieses Niveau ist mittelfristig zu vermeiden, da dann das bullische Setup kippt.

Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1896635
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Pate100:

Analysten sehen Stahlbranche mit Skepsis

 
13.04.05 09:26
Morgan Stanley rechnet im zweiten Halbjahr mit sinkenden Preisen

Analysten sehen Stahlbranche mit Skepsis

Von Patrick Bernau

Angesichts der Diskussion über die Entwicklung der Stahlpreise ändern die ersten Aktienanalysten ihre Einschätzungen. In der vergangenen Woche haben Teams von Morgan Stanley und Goldman Sachs verhaltene Ausblicke für die Börsenkurse der Stahlhütten veröffentlicht – nachdem die Notierungen schon seit einigen Wochen fallen.

DÜSSELDORF. „Wir sagen sinkende Margen ab dem zweiten Halbjahr voraus“, heißt es bei Morgan Stanley. Grund: Nachdem im Jahr 2004 die Stahlpreise explosionsartig angestiegen waren, schrumpfe nun die Stahlnachfrage. Dennoch halten sich die Hersteller bei der Produktion kaum zurück. Darum sinken die Stahlpreise voraussichtlich ab der zweiten Jahreshälfte, gleichzeitig steigen die Kosten für die Rohstoffe Kohle und Eisenerz weiter. Deshalb betrachtet Morgan Stanley die ganze Branche „mit Vorsicht“.

Goldman Sachs rechnet im Gegensatz zu Morgan Stanley erst 2006 mit fallenden Stahlpreisen. Im laufenden Jahr sollen die Preise zunächst noch steigen. Anleger müssten allerdings damit rechnen, dass die Unternehmen die zusätzlichen Einnahmen für Investitionen nutzen. Wer nicht investiere, stehe bald noch schlechter da, sagen die Goldman-Sachs-Analysten. Zum Beispiel Salzgitter: Anders als der österreichische Konkurrent Voestalpine habe Salzgitter noch keine Pläne für sein freies Bargeld veröffentlicht. Wenn die Stahlpreise im nächsten Jahr wieder fallen, werde der Unternehmenswert darum sinken. Den fairen Wert des Papiers sieht Goldman Sachs bei 11,70 Euro, 30 Prozent weniger als der aktuelle Kurs.

Ganz anders sieht das Hypo-Vereinsbank-Analyst Christian Obst. Allein das freie Geld und die Unternehmensbeteiligungen von Salzgitter rund machten eine Milliarde Euro aus – fast so viel, wie die Aktien zurzeit wert sind. Anleger erhielten die Gesellschaft quasi geschenkt, sagt Obst. Seine Kollegen stimmen ihm zu: Nach Angaben des Wirtschaftsinformationsdienstes Bloomberg empfehlen zurzeit acht weitere Analysten Salzgitter zum Kauf, nur Goldman Sachs würde aussteigen. Gestern kündigte Salzgitter an, seinen Geschäftsbereich Stahlverarbeitung aufzuteilen und den Sektoren Stahl und Dienstleistungen zuzuschlagen. Salzgitter sehe keine Wachstumsperspektive mehr. Außerdem soll der Vorstand kleiner werden.

Auch der deutsche Stahlhersteller Thyssen-Krupp ist bei den Analysten beliebt. Wie Salzgitter habe auch das Düsseldorfer Unternehmen mit seinen Kunden langfristige Verträge bei hohen Preisen geschlossen, sagt Patrick Hummel von der Landesbank Baden-Württemberg. Der Gewinn werde im laufenden Jahr sogar eher noch steigen, denn die neuen Verträge machten jetzt größere Teile vom Geschäft aus.

Hypo-Vereinsbank-Analyst Obst weist darauf hin, dass eine ThyssenKrupp-Aktie gerade so bewertet sei wie im Durchschnitt der Jahre 1998 bis 2003 – obwohl das Unternehmen aus seinem eingesetzten Kapital heute mehr Rendite erwirtschaftet. Wenn die Bewertung damals richtig gewesen sei, müssten die Kurse jetzt steigen.

Das Morgan-Stanley-Team hält dagegen die Luxemburger Arcelor für unterbewertet. Eine Aktie koste zurzeit nicht einmal vier Fünftel vom Buchwert des Unternehmens. Außerdem sei die Dividende hoch und durch das geschätzte Ergebnis im laufenden Jahr locker gedeckt. Das scheinen auch die Kollegen so zu sehen – 18 Kaufempfehlungen stehen derzeit nur eine Verkaufempfehlung entgegen.

Uneinig sind sich die Beobachter dagegen über die künftige Entwicklung der britischen Corus, der stärksten europäischen Stahl-Aktie der vergangenen zwei Jahre. Goldman Sachs glaubt, dass der Kurs weiter steigen wird. Das Management habe die Produktionskosten gesenkt und die Leistung der Hütten erhöht – darum werde das Unternehmen 2005 zum ersten Mal seit fünf Jahren eine Dividende zahlen können. Das Morgan-Stanley-Team dagegen hat Corus gerade erst auf „untergewichten“ herabgestuft. Der Stahlsektor verliere bei einem Preisverfall mehr Gewinn als andere Branchen – und Corus sei besonders anfällig.


HANDELSBLATT, Mittwoch, 13. April 2005, 07:00 Uhr

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permanent:

@Pate100

 
13.04.05 09:33
Zu Posting 48:
Ich habe in den letzten Wochen Endloszertifikate auf Silber erworben. Ich denke die Vorgehensweise nicht physisch in Silber zu halten, sondern über den Markt zu hedgen, ist für den Emittenten bzw. auch für das Management von Edelmetallkonten vollkommen normal.
Die Bank hält schließlich auch nicht die Banknoten welche alle Kundenkonten an Wert entsprechen in Valuta vorrätig.

Eine Gefahr ergibt sich daraus nur dann wenn eine große Anzahl von Kunden auf physischer Lieferung bestehen würde. Was aber sollte ein solche Szenario auslösen?

gruss

permanent
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Pate100:

Activest: Neuer Rohstoff Fond

 
13.04.05 09:36
Der Fonds
Activest zieht nach
Dienstag 12. April 2005, 16:51 Uhr

Auch die Münchner Fondsgesellschaft Activest glaubt an steigende Rohstoffpreise und bringt einen entsprechenden Fonds auf den Markt. Der heute in Luxemburg aufgelegte Activest-Commodities (WKN A0D NXU) investiert in börsengehandelte Waren und Rohstoffe wie Öl, Kupfer, Aluminium, Getreide, Vieh und Kaffe. Die Münchener rechnen Mitte Juni 2005 mit der Vertriebszulassung für Deutschland. Mit ihrem Vorstoß ist Activest jedoch nicht allein: Bereits Ende März hat die

DWS einen Rohstoff-Fonds auf den Markt gebracht.

Im Gegensatz zu den DWS-Fondsmanagern setzt das Activest-Team jedoch nicht direkt auf die Rohstoffe, sondern bildet den Dow Jones AIG Commodity-Index möglichst exakt nach. Der Index decke die Bereiche Energie, Metalle und Agrarprodukte ab und biete damit ein ausgewogenes Rendite-Risiko-Profil, begründet Activest die Anlagephilosophie.

Für Rohstoffe spreche, dass sie sich weitgehend unabhängig von herkömmlichen Anlageformen wie Aktien und Anleihen entwickelten. Durch die Absicherung des Währungsrisikos gegenüber dem Euro, gehe die Korrelation mit den Aktien- und Rentenmärkten sogar gegen Null, heißt es aus München. Der neue Fonds eigne sich darum auch für begrenzt risikobereite Anleger.

Interessierte können nach der Zulassung des Fonds ab 500 Euro einsteigen; Sparpläne sind ab monatlich 25 Euro möglich. Der Ausgabeaufschlag beträgt 4 Prozent, die jährliche Verwaltungsgebühr ein Prozent. (Quelle: DER FONDS)

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Pate100:

@permanent

 
13.04.05 09:45
hast natürlich Recht das das hedgen von Rohstoffen völlig normal ist.

Nur man sollte in den nächsten Monaten genau beobachten wieviel Silber in die Läger
reingehen und rausgehen! Wen die Nachfrage nicht mehr bedient werden kann, kanns ganz schnell gehen.
Ich habe glaub ich schonmal hier einen Artikel reingestellt, der dieses Thematik
auch schon behandelt hat.

Fest steht (für mich) mittel und langfristig wird Silber steigen!
Ich würde Silber auch vor Gold bevorzugen.

Gruss Pate


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Pate100:

Rohstoff Express

 
13.04.05 09:53
Rohstoff Express: Gold im Verlauf nachgebend, Kupfer deutlich leichter
Goldproduktion auf dem niedrigsten Stand seit 1931!!!


Gold

Die Feinunze Gold wird derzeit für 426,20 $ gehandelt, Minus 2,40 $. Den heutigen Tag startete das Edelmetall in Sydney bei 427,80 $ und schaffte es im weiteren Verlauf auf ein Tageshoch bei 429,50 $ in Hongkong. Kurz nach Beginn des Handels in New York stürzte Gold von 429 $ bis auf 426 $ ab. Ausschlaggebend für diesen Kursverfall war wieder einmal ein stärkerer Dollar. Das Australian Investment Review veröffentlichte in seiner neuesten Ausgabe die Goldpreiserwartungen führender Banken. Mitsui, die Commonwealth Bank und ANZ gehen allesamt von einem enttäuschenden Jahr aus und sehen den Preis bei ca. 400$. Die einzige Bank, die aus der Reihe tanzt ist die UBS, die den Kurs bei 500$ gegen Ende diesen oder Anfang nächsten Jahres sieht. Die South African Chamber of Mines teilte gestern mit, dass die Goldproduktion im letzten Jahr 342,7 Tonnen oder 11 Millionen Unzen betrug, dies ist der niedrigste Stand seit 1931. Als Grund für diesen Rückgang werden die gestiegenen Produktionskosten verantwortlich gemacht, vor allem der starke Rand macht es den Produzenten sehr schwer ordentliche Gewinne einzufahren. Für Goldinvestoren ist dies sicherlich eine weitere positive Nachricht, denn es gibt nun zwei mögliche Szenarien: Entweder die Produzenten produzieren wieder mehr und verlangen in Dollar gerechnet deutlich mehr für eine Feinunze, um ihre Marge in Rand zu stabilisieren. Oder sie produzieren weniger und der Preis steigt aufgrund des deutlich geringeren Angebots. Übernächstes Wochenende wird der IWF auf einer Tagung den Verkauf eines Teils seiner Goldreserven abwägen. Zu den Befürwortern eines Verkaufs gehören England und Deutschland, wohingegen die USA dagegen sind. Experten gehen davon aus, dass ein Verkauf von 16% der Goldreserven (insgesamt 3217 Tonnen), den Markt nicht in eine Krise stürzen wird. Eine weitere Möglichkeit wäre eine Neuvaluierung des Goldbestandes in den Büchern. Der aktuelle Wert beträgt momentan 9 Milliarden, wohingegen sich der Marktwert auf etwa 45 Milliarden Dollar beläuft. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet heute, dass der Goldproduzent Glamis Gold seine Produktion im ersten Quartal um 84% steigern konnte. Zurückzuführen war der Zuwachs vor allem auf die El Sauzal Mine in Mexiko. Der Output betrug 93.700 Unzen im Vergleich zu 50.900 Unzen ein Jahr zuvor.
Charttechnisch befindet sich Gold in einer Entscheidungszone: Der mittelfristige Aufwärtstrend seit April 2004 bildet zusammen mit dem kurzfristigen Abwärtstrend ein bullisches Dreieck. Dieses verläuft gerade zwischen 421 $ und 440 $. Des weiteren liegt bei 419,70 $ eine horizontale Unterstützungszone, die bereits mehrmals bestätigt wurde. Die nächste Widerstandszone findet sich bei 428 $ bis 430 $. Der langfristige Aufwärtstrend seit Februar 2002 notiert gerade bei 390 $.


Silber

Der Silberpreis notiert gerade bei 7,16 $, Minus 0,07 $. Intraday eröffnete das Edelmetall bei 7,21 $ in Sydney und pendelte bis zur Eröffnung der Sitzung in New York zwischen 7,21 $ und 7,26 $. Anschließend fiel Silber bis auf einen Tagestiefstkurs bei 7,11 $ zurück. Für Silber oder Silberminen gibt es momentan keine neuen Meldungen. Weitere Unterstützungslinien liegen bei 6,86 $ und 6,80 $. Die Unterkante des seit Juli 2003 bestehenden Aufwärtstrends verläuft gerade bei 6,73 $. Bei 7,42 $ findet sich der seit Dezember 2004 bestehende kurzfristige Abwärtstrend, der sich aus dem Hoch bei 8,01 $ und 7,58 $ zusammen setzt. Das kurzfristige Kursziel liegt bei 7,20 $ bis 7,25 $.


Platin

Platin steht aktuell bei 862 $, Plus 3 $. Bei 859 $ ging das Edelmetall heute in Sydney in den Handel und markierte während der Sitzung in Zürich einen Tiefstkurs bei 856 $. Den gesamten Handel in New York verbrachte das Edelmetall in einer engen Trading Range zwischen 860 $ und 863 $. Spectrum Pharmaceuticals gab gestern bekannt, dass man mit der Entwicklung einer auf Platin-basierten Krebsbehandlung sehr gut voran käme. Mehrere Produkte der Firma befinden sich mittlerweile in Phase zwei der Testreihe. Der Chairman Rajesh Shrotriya sagte, dass er sehr zuversichtlich bezüglich eines Erfolgs dieser neuen Therapiemethode sei. Platin wird vor allem bei der Behandlung von Lungen- und Prostatakrebs eingesetzt. Da die Zahl der Leute, die an diesen beiden Arten von Krebs leiden, stetig steigt, könnte in den nächsten Jahren die medizinische Nachfrage nach Platin stark ansteigen.
Der langfristige Aufwärtstrend seit November 2001 wurde durch die mittlerweile über ein Jahr lang andauernde Seitwärtsbewegung zwischen 800 $ und 900 $ gebrochen. Weitere wichtige Unterstützungen liegen bei 850 $ und 815 $. Platin hat den seit Juni bestehenden Aufwärtstrend nach unten verlassen, somit ist das aufsteigende Dreieck nicht bestätigt worden. Das nächste Kursziel ist vorerst die 880 $. Ein Pullback auf 850 $ wäre kurzfristig möglich.


Palladium

Der Preis für eine Feinunze Palladium notiert derzeit bei 195 $, Minus 4 $. In Sydney startete das Edelmetall bei 199 $ und fiel zeitweise bis auf 184$ in Zürich zurück. Anschließend setzte eine Erholungsbewegung ein, die bei 198 $ endete. Während der Sitzung in New York konnte die Marke bei 195 $ mehrmals einen weiteren Rücksetzer abbremsen. Bei Palladium bleibt die Lage weiterhin kritisch. Nicht nur, dass für dieses Jahr Überschüsse erwartet werden, sondern auch der stark zurückgehende Autoabsatz in Nordamerika macht den Investoren das Leben schwer. Einziger Hoffnungsschimmer ist, dass die chinesische Schmuckindustrie weiterhin ordentlich am Markt einkauft.
Es bleibt noch abzuwarten, ob sich Palladium dauerhaft über der 200 $ Marke auf Tagesschlusskurs - Basis halten kann. Sollten die 200 $ nachhaltig verteidigt werden, würde ein Kursziel von 220 $ aktiviert werden. Die Oberkante der Trading Range zwischen 180 $ und 190 $ dürfte zunächst Unterstützung bieten.


Aluminium

Der Preis für Aluminium steht aktuell bei 0,8836 $, Minus 0,0124 $. Intraday startete das Industriemetall bei 0,8960 $ und konnte zunächst ein Tageshoch bei 0,9020 $ markieren. Im weiteren Verlauf sackte der Kurs dann in sich zusammen, wobei Tiefstkurse um die 0,8820 $ markiert wurden. Die Macquarie Group teilte mit, dass die fundamentalen Daten bei Aluminium höhere Preis in den nächsten zwölf Monaten rechtfertigen. Der Grund hierfür ist, dass im Jahr 2004 die Bestände um 663.000 Tonnen zurückgegangen sind. Für dieses Jahr erwarten die Analysten einen weiteren Rückgang um 140.000 Tonnen. Des weiteren gehen sie von einem zu erwartenden Defizit in Höhe von 400.000 bis 500.000 Tonnen in diesem Jahr aus, falls die Firmen ihre Produktion nicht weiter erhöhen.
Weitere Unterstützung gibt die Zone zwischen 0,87 $ und 0,88 $. Bei einem Bruch wäre Luft bis 0,84 $ und 0,82 $. Der langfristige Aufwärtstrend seit Mai 2003 ist immer noch ungebrochen.


Kupfer

Ein Pound Kupfer kostet derzeit 1,5473 $, Minus 0,0221 $. Nach dem das Industriemetall bei 1,57 $ eröffnete, konnte ein neues Mehrjahreshoch bei 1,5850 $ erklommen werden. Dieses konnte jedoch nicht gehalten werden und Kupfer fiel deutlich zurück, momentan steht es auf seinem Tagestiefstkurs. Angetrieben wurde der Kurs durch Spekulationen, dass die chinesische Regierung 10.000 Tonnen Kupfer aufkaufen könnte. Der Hintergrund sind Verträge, die ziemlich bald physisch bedient werden müssen. Der größte Kupfer Produzent Chinas Jianxi Copper gab gestern bekannt, dass man 120 Millionen Dollar für die Entwicklung einer Kupfer- und Goldmine in Pakistan ausgeben will. Diese Mine soll 20.000 Tonnen Kupfer und 2 Tonnen Gold pro Jahr produzieren.
Unterstützung gibt die Oberkante des aufsteigenden Dreiecks bei 1,49 $, aus dem Kupfer nach oben ausbrechen konnte. Bei 1,50 $ und 1,5250 $ verlaufen ebenfalls horizontale Unterstützungslinien. Der langfristige Aufwärtstrend seit Oktober 2002 ist absolut intakt.


Öl
Ein Barrel der Sorte Light Crude wird momentan für 52,70 $ gehandelt, Minus 0,15 $. Der OPEC-Präsident Ahmed Fahd al-Sabah geht von einer weiteren Erhöhung der Förderquote um 500.000 Barrel aus. Das nächste Treffen der OPEC - Mitgliedsländer findet im Mai statt, hier wird eine mögliche Erhöhung beschlossen. Bei 52,50 $ und 50 $ finden sich die nächsten Unterstützungen. Die nächsten Widerstände liegen bei 57,50 $, 58 $.

Der Brent Future notiert gerade bei 53 $, Minus 1 $. Charttechnisch ist Brent Oil wieder in seinem Aufwärtstrend zwischen 49,27 $ und 54,04 $ zurück gefallen. Die Unterstützung bei 53,42 $ wurde durchbrochen, dennoch verlaufen noch weitere wichtige Supports bei 51,70 $ und 50,45 $.


Euro

Der Euro steht derzeit bei 1,2903 $, Minus 0,0081 $. Bereits gestern konnte die europäische Gemeinschaftswährung ordentlich gegenüber dem Dollar zulegen. Der Grund war die Erwartung negativer Überraschungen bei der Bekanntgabe des Handels- und Haushaltsdefizits. Obwohl diese beiden Defizite wieder einmal deutlich über den Erwartungen lagen, kann man momentan ein klassisches "Sell on good news" erkennen. Zu viele Investoren hatten sich gestern gegen den Dollar positioniert und nehmen nun ihre Gewinne mit. Das Handelsbilanzdefizit für den Februar weist einen neuen Rekordwert von 61,04 Milliarden Dollar auf. Als Grund für diese enorme Ausweitung werden die teuren Rohstoffpreise, insbesondere für Öl verantwortlich gemacht. Beim Haushalt lag das Defizit mit 71,2 Milliarden ebenfalls über den Erwartungen von maximal 70 Milliarden Dollar. Gerade eben wurde das Sitzungsprotokoll des amerikanischen Offenmarktausschuss vom 22. März bekannt gegeben. Darin heißt es, dass da Board ein höheres Inflationsrisiko sieht und es geldpolitischer Maßnahmen bedarf, um diese in den Griff zu bekommen. Die Anhänger der Nominalzinstheorie werden sich wieder einmal freuen und verstärkt Dollars kaufen, da die Fed weiter an der Zinsschraube drehen wird.
Der 23,6% Widerstand konnte erfolgreich überwunden werden, somit steuert der Euro nun auf das 38,2% Retracement bei 1,3020 $ zu. Genau in diesem Punkt schneidet der seit Oktober bestehende Aufwärtstrend das Retracement, ein Abprallen an dieser Marke wäre möglich.
Bei 1,2831 $ liegt die 200 Tages-EMA, die in den letzten Tagen den Fall nach unten öfters aufhalten konnte. Eine weitere wichtige Unterstützung findet sich bei 1,2731 $, hier verläuft das 0%-Fibonacci-Retracement von dem aus der Euro seinen Anstieg bis auf fast 1,35 $ startet.


© Sebastian Hell
   Quelle: www.derivate-magazin.de

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Pate100:

Goldindex ($XAU) muss jetzt drehen

 
13.04.05 10:03
Goldindex ($XAU) muss jetzt drehen
Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1896717
(©GodmodeTrader - http://www.godmode-trader.de/)
Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1896717
Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1896717
Gold and Silver Sektor Index (XAU) : 90,92 Punkte (-1,58%)

Aktueller Wochenchart (log) seit März 2003 (1 Kerze = 1 Woche).

Diagnose: Nach einem erfolgreichen Test des langfristigen Aufwärtstrends im Februar steig der Goldindex ab einem Zwischentief bei 87,60 Punkten stark an und eroberte die 96,24 Punkten zurück. Mit Bildung eines „lower High“ bei 103,80 Punkten generiert der Kurs seit Anfang März aber bereits wieder unter Druck und steht aktuell am bei 91,00 Punkten liegenden Aufwärtstrend. Hier bildet der Bereich 90,97-91,90 Punkte auch ein horizontales Supportcluster.

Prognose: Um den Aufwärtstrend zu bestätigen, muss der Index jetzt wieder nach oben abprallen. Wird das Supportcluster kurzfristig bestätigt, bietet sich schnell wieder Potenzial bis 96,24 Punkte. Ein neues prozyklisches mittelfristiges Kaufsignal generiert der Kurs aber erst bei einem Ausbruch über den aktuell bei 101,00 Punkten liegenden Abwärtstrend. In diesem Fall würde sich dann aber auch deutliches Potenzial in Richtung 106,36 Punkte bieten. Wenn der Kurs auf Schlussbasis das Supportcluster aufgibt, bei Kursen unter 90,30 Punkte, sind schnell weitere Abgaben bis 87,60 Punkte wahrscheinlich. Darunter sollte der Kurs möglichst nicht zurück fallen, da ein neues mittelfristiges „lower Low“ weitere Verluste nach sich ziehen dürfte. Im Bereich des bei 91,00 Punkten liegenden Aufwärtstrends ist das übergeordnet bullische Setup zunächst intakt.

Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1896717
Chart erstellt mit Qcharts
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Slater:

glänzende Arbeit Pate

 
13.04.05 10:47
so viel Qualität bin ich gar nicht mehr gewohnt
Antworten
Pate100:

dank Dir Slater

 
13.04.05 10:56
aber einer muß es ja machen...:-))

Alle anderen können sich hier übrigens auch gerne einbringen!


Grüsse
Pate
Antworten
permanent:

@Pate100

 
13.04.05 11:18
Schließe mich Slater, du leistest hier wirklich gute Arbeit.

Frage:
Bist du selber auch in Silber investiert?

gruss

permanent
Antworten
Pate100:

@thanx permanent

 
13.04.05 11:22
noch bin ich nicht long in Silber. Hab aber meine Marken gesetzt...


Gruß
Pate
Antworten
permanent:

@Pate100

 
13.04.05 11:27
Kleine Korrektur:
Ich habe kein Endloszertifikat
Zerti von der LBBW LFZ bis 07
WKN A0AADJ

Wo setzt du deine Einstiegsmarken und wo siehst du den Zielkurs für Silber?
Welchen Zeithorizont siehst du für dein Investment?

gruss

permanent
Antworten
Pate100:

@permanent

 
13.04.05 12:05
sorry hab momentan wenig zeit...
Ich schreib heut abend was dazu!

Gruß Pate
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Pate100:

Steht eine Goldhausse vor der Tür?

 
14.04.05 09:28

Steht eine Goldhausse vor der Tür?

Geldentwertung, Inflation also, hat so ihre Tücken. Wenn Waren und Dienstleistungen teurer werden, hat das weit reichende Konsequenzen. Beispielsweise versuchen Anleger dann, ihre sauer verdienten Spargroschen vor Wertverlust zu schützen, indem sie Kunstgegenständen, Grundstücke oder auch Immobilien kaufen - Sachwerte also. Auch Gold spielt in Zeiten hoher Inflation traditionell eine wichtige Rolle.

Aktuell deutet sich eine Entwicklung an, die zuletzt in dieser Form Ende der 70er Jahre zu beobachten war: In den USA ist die reale Verzinsung erstmals seit mehr als 25 Jahren wieder negativ. Das heißt, die US-Inflationsrate übersteigt die Verzinsung langfristig laufender US-Staatsanleihen. In der Vergangenheit kam es in einem vergleichbaren Umfeld mehrfach zu exorbitanten Steigerungen der Goldnotierungen, wie etwa 1974 oder auch zu Beginn der 80er Jahre.

Der starke Anstieg der Rohstoff-Preise ist ein zuverlässiger Indikator für inflationäre Tendenzen. Der Zusammenhang ist einfach erklärt: Wenn die Preise für Rohstoffe steigen, werden auch die damit erzeugten Waren teurer. Wie das folgende Chartbild zeigt, bewegt sich der Index des Commodity Research Bureau (CRB) bereits seit einigen Jahren in einem Aufwärtstrend, der aktuell in eine Seitwärtsbewegung münden dürfte:

Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1898137


Die steigenden Rohstoffpreise bekommen die Konsumenten bereits zu spüren. In den USA etwa wurden die Preise für Kaffee kürzlich um 14 Prozent angehoben.

Wie breitgefächert der Preisaufschwung ist, zeigt sich daran, dass neben dem CRB-Index auch andere Rohstoff-Indizes von einem Hoch zum nächsten klettern. So ist der energielastige Goldman Sachs Commodity Index getrieben von anziehenden Ölnotierungen im vergangenen Jahr um 28 Prozent gestiegen.

Goldanleger wurden zuletzt dagegen auf eine harte Geduldsprobe gestellt: Seit einigen Monaten weist der Trend bei den Goldproduzenten seitwärts (Chart unten).

Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1898137


Doch hier könnte in einigen Wochen eine Ausbruchsbewegung anstehen, wie das folgende Schaubild verdeutlicht: Das Verhältnis von Goldpreis zur Kursentwicklung der im HUI zusammengefassten Goldproduzenten läuft in ein Dreieck hinein, aus dem die Notierung in den kommenden Monaten nach oben ausbrechen könnte.

Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1898137

Die aktuellen inflationären Entwicklungen sind mit den Verhältnissen von 1974 durchaus vergleichbar. Seinerzeit kam es, ebenfalls begleitet von negativen Realzinsen, innerhalb weniger Monate zu einem Anstieg des Goldpreises um rund 60 Prozent. Bei einem aktuellen Goldpreis von 430 US-Dollar, würde dies einem Anstieg auf 680 US-Dollar entsprechen.


© Andreas Hoose

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Pate100:

Handbremse bei Edelmetallen

 
14.04.05 09:40

Handbremse bei Edelmetallen - ...sorgt für Bewegung im Depot

Die Situation bei vielen Rohstoff-, speziell aber Edelmetall-Aktien hat sich inzwischen weiter angespannt. Unsere etwas vorsichtigere Haltung erscheint deshalb mehr als angebracht.

Rohstoffsektor wirkt angeschlagen

Zum Hintergrund unseres leichten Schwenks bei Rohstoffen wurde im letzten Smart Investor Weekly im Prinzip schon alles Wesentliche gesagt. Für Anleger, die es jedoch nicht gewohnt sind, daß sich Smart Investor auch einmal kritisch zu Rohstoffen bzw. Edelmetallen äußert, sei nochmals ausdrücklich daran erinnert, daß es sich hier nicht um einen fundamentalen Bruch in unserer Auffassung handelt. Es geht um eine (wenn man so will) Timing-Frage. Wenn einerseits das Sentiment auffallend bullish für die vorgenannten Bereiche ist, andererseits aber charttechnisch wichtige Aufwärtstrends in akuter Gefahr sind (bzw. bereits gebrochen wurden – siehe Smart Investor Weekly 14/2005), dann besteht für uns, die wir natürlich auch am Management des Musterdepots gemessen werden, kurzfristiger Handlungsbedarf. Wer physische Edelmetalle zu Hause liegen hat, wird diese sicherlich nicht verkaufen, denn zum Trading sind sie nicht bestimmt. Aktien dagegen kann man jederzeit verkaufen – und gegebenenfalls später wieder zurückkaufen, wenn man eine andere Einschätzung annimmt. Wir sehen also signifikantes Risiko in diesen Sektoren, vorrangig eben bei Aktieninvestments. Daher unsere angezogene Handbremse bei all unseren Edelmetallpositionen (siehe auch „Musterdepot“).

Ölprognose fast unmöglich


Bei Öl, obgleich natürlich auch ein oder sogar DER Rohstoff, ist die Lage derweil weitaus komplizierter. So mahnt das ebenfalls bullishe Sentiment einerseits zur Vorsicht, zumal auch die Lagerbestände sowie die wärmere Jahreszeit für einen Rückgang der Ölpreise sprechen (würden). Andererseits notieren Öl-Futures mit Contango, d.h. in der Zukunft liegende Kontrakte liegen über denen des vorhergehenden Quartals, was sehr lange nicht vorkam. Der Ölpreis wird hingegen sehr stark von Verfügbarkeiten bestimmt, mithin fließen Transport- und Raffineriemöglichkeiten (zuletzt Rekordhoch der Auslastung bei US-Raffinerien) mit in die Preisstellung ein. Um ehrlich zu sein, ist es also fast gänzlich unmöglich, das Verhalten des Ölpreises auf kurze Frist treffend zu prognostizieren. Während die Richtung auf Sicht mehrerer Jahre ohnehin klar sein sollte, wollen wir auf kürzere Sicht zumindest lediglich etwas zur Vorsicht aufrufen. Möglicherweise verpaßt man eben doch nichts, wenn man in Bezug auf Öl (gilt für Zertifikate wie auch für Aktienengagements in diesem Sektor) die traditionell schwächere Frühsommerperiode aussetzt bzw. zuwartet.

Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1898157
In der Grafik sieht man eine auffallend bearishe Divergenz zwischen dem Ölpreis und dem AMEX Oil-Index. Seit etwa Dezember hinken Ölaktien dem neuerlichen Aufschwung beim Ölpreis hinterher. Etwas Vorsicht erscheint demnach sowohl bei Öl selbst als auch erst recht bei Aktien aus dem Ölsektor angebracht.

Musterdepot

Zunächst einmal ist eine kleine Korrektur zweier Angaben im letzten SIW 14/2005 erforderlich. Die 100 unserer 300 CNR-Aktien (865114) wurden nicht wie angegeben zu 42,40 Euro veräußert, sondern zu 43,62 Euro. Die 350 unserer 750 im Depot befindlichen Tri-Valley-Papiere (911919) gingen direkt zum neu gesetzten Verkaufslimit von 8,70 Euro raus. Ohne unser Wissen befand sich der deutsche Kurs zum Zeitpunkt der Artikelerstellung bereits darüber, so daß wir unser altes Limit von 9,30 Euro hätten beibehalten können. Für diese beiden Versehen (eines zu unserem Vor-, das andere zum Nachteil) bitten wir alle Anleger, die unser Musterdepot zeitnah verfolgen, um Nachsicht.

Ferner bleiben die gesetzten Stop-Loss gültig bis auf Widerruf. Hier sei noch mal daran erinnert, daß diese auf Schlußkursbasis gelten, es sei denn, wir kommunizieren dies expliziert anderweitig. Also: Das Stop-Loss für unsere 500 NovaGold Resources (905542) lautet auf 6,10 Euro, das Stop-Loss für unsere 500 Newcrest Mining (873365) liegt bei 9,83 Euro und schließlich dasjenige für 600 Harmony Mining (851267) bei 5,82 Euro. In allen drei Fällen liegt der aktuelle Kurs nur noch recht knapp über diesen Marken bzw. im Falle von Newcrest zur Stunde bereits darunter. Wie gesagt, jeweils auf Schlußkursbasis und am umsatzstärksten Börsenplatz, was hier Frankfurt ist.

Wir werden uns darüber hinaus zum morgigen Schlußkurs von unserer zweiten Hälfte Silver Standard Resources (858840; 500 Stück) trennen. Wie oben angedeutet ist dies einer derjenigen Werte, bei dem wichtige Trends zuletzt durchbrochen wurden oder kurz davor stehen. Weitere Kursrückgänge werden wir daher nicht aussitzen. Im Vergleich zu unserem Einstandskurs von 3,90 Euro im Juni 2003 bliebe bei aktuell 9,05 Euro ein Plus von 132 %.

Wir nehmen im Gegenzug zum morgigen Schlußkurs die Aktien der Baader Wertpapierhandelsbank wieder ins Depot (1.000 Stück, WKN 508810, aktueller Kurs 5,32 Euro). Die Papiere hatten wir schon im letzten Jahr im Depot, wurden dann aber im November ausgestoppt. Die Münchner hatten das Jahr 2004 zur Diversifizierung des Kerngeschäftes genutzt und sollten von einem Börsenaufschwung profitieren. Näheres dann im nächsten Smart Investor, der am 30. April erscheint und auch ein Interview mit Vorstandschef Uto Baader beinhaltet.

Zu guter Letzt sei noch daran erinnert, daß unsere 2.500 Aktien von Advanced Medien (126218) im Zuge der Kapitalerhöhung zum Bezug von 384 neuen Aktien zu einem Ausgabepreis von 1,85 Euro berechtigten. Unser durchschnittlicher Einstandspreis (jetzt 2.884 Aktien) erhöht sich damit geringfügig auf 1,685 Euro. Der derzeitige Kurs liegt bei 2,61 Euro und unsere Position damit 55 % im Plus, was zeigt, daß wir bei der positiven Einschätzung und Darstellung des Geschäftsverlaufs keinesfalls übertrieben hatten.

Fazit

Es gibt derzeit eigentlich wenig Anlaß zur Klage. Unsere Jahresprognose für die Aktienmärkte ist voll intakt, während wir im Musterdepot entsprechend unserer Einschätzung aufgestellt sind. Für Zukäufe nach Augenmaß haben wir mit derzeit 10 % Cash – könnte aber deutlich mehr werden, wenn weitere Edelmetallpositionen ausgestoppt werden – noch ausreichend Spielraum.

Falko Bozicevic
Smart Investor Magazin

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Pate100:

Brent Crude Oil - Abwärtsszenario intakt

 
14.04.05 09:48
Brent Crude Oil - Abwärtsszenario intakt
Nur kurzzeitig geriet unser Abwärtsszenario für das Brent Crude Oil etwas ins Wanken, nachdem eine latente Streikgefahr in Nigeria die Preise nochmals nach oben trieb. Zur Erklärung: Nigeria ist mit einer Produktion von 2,6 Mio.bpd neuntgrößter Ölproduzent der Welt. Doch auch während dieser Zwischenrallye konnte das Brent C.O. den Bereich eines März-Hochs (56 USD/Barrel) nicht signifikant überwinden, so dass sich auch unter charttechnischen Aspekten kein Handlungsbedarf ergab.

Mittlerweile ist der Ölmarkt wieder in ruhigeres Fahrwasser zurückgekehrt. Hauptverantwortlich dafür waren die jüngsten Bestandsdaten zu den US-Rohöllagerbeständen. Hier scheint endgültig eine Trendwende eingeleitet worden zu sein. Bereits zum vierten Mal in Folge konnte ein überraschend positiver Bestandsaufbau vermeldet werden.

Und auch die Lage bei den Raffinerieprodukten entspannte sich. Dies war ja bis dato mehr oder weniger die Achillesferse des Ölmarktes und so manche Zwischenrallye wurde in der Vergangenheit mit Versorgungsengpässen unter den Raffinerieprodukten begründet. Aufgrund einer verbesserten Kapazitätsauslastung in den US-Raffinerien erhöhten sich nun aber die Bestände an Heizöl, Diesel und Benzin. Auch Alan Greenspan meldete sich im Wochenverlauf zum Thema Ölpreis zu Wort. Er zeigte sich in seinen Aussagen optimistisch, dass die Lagerbestände sich weiterhin positiv entwickeln und somit den Ölpreis dämpfen werden.

Unter charttechnischen Aspekten markierte der Brentpreis mit knapp 57 USD zwar ein neues Hoch, dennoch gelang es ihm nicht, sich signifikant von seinem 56er Widerstand abzusetzen. Zwischenzeitlich wurde auch der zweite ausgebildete Aufwärtstrend durchbrochen und somit ein Verkaufsignal Richtung 52 USD/Barrel generiert.

Fazit:
Durch den Verlust der - über das Zwischentief ausgebildeten - zweiten Aufwärtstrendlinie sind die Bullen unter Druck geraten. Sie werden nun alles daran setzen, die Unterstützung bei 52 USD zu verteidigen. Kurzfristig ist der Markt in der Tat überverkauft, so dass diese Marke zunächst auch unser Kursziel für die laufende Korrekturbewegung darstellt. Auf Sicht von 8 -12 Wochen ist aber durchaus mit weiteren Abgaben auf 47 USD/Barrel zu rechnen.
Antworten
Pate100:

Rohstoff Express: Skandal! Edelmetallkonten ungede

 
14.04.05 09:55
Rohstoff Express: Skandal! Edelmetallkonten ungedeckt!
Gold

Der Goldpreis notiert momentan bei 428,70 $, Plus 2,50 $. Intraday eröffnete das Edelmetall in Sydney bei 428 $ und verbrachte den restlichen Handel in einer Trading Range zwischen 427 $ und 429 $. Derzeit unternimmt Gold seinen zweiten Anlauf, um aus dieser Spanne nach oben auszubrechen. Der Streit zwischen AngloGold Ashanti und DRDGold geht in die nächste Runde. Gestern zog AngloGold vor Gericht um DRD zu zwingen, Wasser aus seinen Minen abzupumpen. Der Hintergrund ist, dass DRDGold vor kurzem die komplette Produktion in seinen nordwestlichen Minen einstellte und 6.500 Arbeiter ausstellte. Durch den Produktionsstop wurden auch gleichzeitig die Entwässerungsanlagen abgeschaltet. Das Ergebnis ist, dass von AngloGold zwei und von Harmony eine Mine von einer möglichen Überflutung betroffen sind. DRDGold gab sich stur und sagte, dass man es nicht einsehe weiterhin die beiden verlustbringenden Minen zu betreiben. Sollte AngloGold`s Mine unbrauchbar werden, würde hieraus ein Gesamtschaden von 11,8 Milliarden Rand (1,9 Milliarden Dollar) entstehen. Am späten Nachmittag fand gestern die Anhörung vor dem Johannesburg High Court statt, bis jetzt liegen noch keine Nachrichten einer Entscheidung vor. Nova Gold gab heute seine Zahlen für das erste Quartal, das am 28. Februar endete bekannt. Der Nettoverlust stieg von 0,3 Millionen auf 5,1 Millionen Dollar, jedoch enthält der Verlust eine einmalige Abfindung in Form von Aktienoptionen in Höhe von 4,2 Millionen. Beim Umsatz sieht es ähnlich schlecht aus, dieser ging von 735.000 $ auf 515.000 $ zurück. Nova Gold ist ein Explorer, der nach hochgradigen Edelmetallvorkommen in Alaska und Westkanada sucht.

Harmony Gold fiel auf ein neues 3½ Jahres Tief aufgrund von Spekulationen, dass Norilsk Nickel, Harmony`s Gebot für Gold Fields nicht weiter unterstützen will. Der russische Konzern ist mit 20,03% einer der Hauptaktionäre von Gold Fields und hat somit ein gewisses Mitspracherecht. Momentan ist der Preis einer Gold Fields Aktie 1,517 Mal höher als der Preis einer Harmony Aktie. Verglichen mit dem ursprünglichen Gebot von 1,275 ist es verständlich, dass die Aktionäre mehr Aktien wollen.
Charttechnisch befindet sich Gold in einer Entscheidungszone: Der mittelfristige Aufwärtstrend seit April 2004 bildet zusammen mit dem kurzfristigen Abwärtstrend ein bullisches Dreieck. Dieses verläuft gerade zwischen 421 $ und 440 $. Des weiteren liegt bei 419,70 $ eine horizontale Unterstützungszone, die bereits mehrmals bestätigt wurde. Die nächste Widerstandszone findet sich bei 428 $ bis 430 $. Der langfristige Aufwärtstrend seit Februar 2002 notiert gerade bei 390 $.


Silber

Die Feinunze Silber wird aktuell für 7,22 $ gehandelt, Plus 0,06 $. Den heutigen Handel in Sydney startet das Edelmetall bei 7,15 $ und pendelte anschließend die restliche Zeit bis zur Eröffnung in New York zwischen 7,14 $ und 7,20 $. Mit Eröffnung der Sitzung in New York gab es zunächst einen Rücksetzer bis auf 7,07 $, kurz darauf zeigte sich das Edelmetall dann wieder freundlich und konnte Höchstkurse bei 7,24 $ markieren. Heute erschien ein sehr interessanter Artikel von Dietmar Scholz, den ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. Er schreibt in seinem Bericht, dass die Vermutung nahe liegt, dass viele Edelmetallkonten der Banken ungedeckt sind. Der Sinn eines Edelmetallkontos ist, dass eine Bank für jemaden Gold und Silber physisch kauft und bei sich einlagert. Nun erhärtet sich der Verdacht, dass die Banken nur 10% des physischen Bestandes tatsächlich besitzen und den Rest nur über entsprechende Terminverträge abgesichert haben. Vom Kunden verlangen die Banken dennoch den vollen Preis, der bei einer physischen Lagerung anfallen würde. Dies erweckt beim den Eindruck, dass er wirklich seine physischen Edelmetallbestände auch besitzt. Die Banken betreiben hier ein Spiel mit dem Feuer, da die Kunden sich ihre Bestände jederzeit aushändigen lassen könnten. Ähnliches berichtete auch Theodore Butler in seinem wöchentlichen Silberkommentar. Er spricht hier von einer Backwardation (Aufpreis), die er beim März Kontrakt beobachten konnte. Normalerweise notieren die später fälligen Futures mit einem Aufpreis gegenüber den jetzt fälligen. Kommt es zu einer Umkehrung dieses Verhältnisses, so spricht man von Backwardation. Bei Futures ist allgemein bekannt, dass man sich die Ware auch effektiv zum Verfallstermin andienen lassen kann, jedoch wird dies fast von niemandem genutzt, da die meisten ihre Positionen vor Verfall glattstellen. Den Aufpreis zahlen dann nur diejenigen, die sich die Ware auch wirklich physisch liefern lassen wollen. Aufgrund des Aufschlags von 3 Cents des März Kontraktes gegenüber dem Mai Kontrakt, sieht es so aus, als ob eine große Nachfrage nach einer physischen Andienung herrschte. Food for thought!
Weitere Unterstützungslinien liegen bei 6,86 $ und 6,80 $. Die Unterkante des seit Juli 2003 bestehenden Aufwärtstrends verläuft gerade bei 6,73 $. Bei 7,42 $ findet sich der seit Dezember 2004 bestehende kurzfristige Abwärtstrend, der sich aus dem Hoch bei 8,01 $ und 7,58 $ zusammen setzt. Das kurzfristige Kursziel liegt bei 7,20 $ bis 7,25 $.


Platin

Platin notiert gerade bei 866 $, Plus 4 $. In Sydney eröffnete Platin heute bei 863 $ und fiel in Hongkong auf 854 $ zurück. Während der Sitzung in New York setzte eine stärkere Erholungsbewegung ein, die das Edelmetall bis auf seinen derzeitigen Tageshöchststand von 866 $ hievte. Statistics South Africa gab heute bekannt, dass die Gesamtproduktion der Minen um 5,7% gegenüber dem letzten Jahr gestiegen ist. Davon entfielen allein auf die Produktion von Platin und Palladium 3,4%. Ein Sprecher sagte in einem Interview, dass bis auf Gold alle südafrikanischen Minenprodukte vom weltweiten Aufschwung profitieren können. Auch der starke Rand wirkte sich bis jetzt nur bei Gold negativ aus, die Nachfrage nach anderen Produkten wie z.B. Platin war weiterhin ungebrochen.
Der langfristige Aufwärtstrend seit November 2001 wurde durch die mittlerweile mehrmonatige Seitwärtsbewegung zwischen 800 $ und 900 $ gebrochen. Weitere wichtige Unterstützungen liegen bei 850 $ und 815 $. Platin hat den seit Juni bestehenden Aufwärtstrend nach unten verlassen, somit ist das aufsteigende Dreieck nicht bestätigt worden. Das nächste Kursziel ist vorerst die 880 $. Ein Pullback auf 850 $ wäre kurzfristig möglich.


Palladium

Die Feinunze Palladium steht derzeit bei 195 $, unverändert. Der Eröffnungskurs in Sydney lag bei 195 $. Die Volatilität war heute wieder deutlich erkennbar, denn mehrmals fiel das Edelmetall in den Bereich um die 184 $ zurück. Bei 197 $ lag der bisherige Tageshöchstkurs in New York. Für Palladium liegen momentan keine neuen Nachrichten vor. Es bleibt noch abzuwarten, ob sich Palladium dauerhaft über der 200 $ Marke auf Tagesschlusskurs - Basis halten kann. Sollten die 200$ nachhaltig verteidigt werden, würde ein Kursziel von 220 $ aktiviert werden. Die Oberkante der Trading Range zwischen 180 $ und 190 $ dürfte zunächst Unterstützung bieten.


Aluminium

Ein Pound Aluminium kostet aktuell 0,8579 $, Minus 0,0257 $. Intraday startete das Basismetall bei 0,8840 $ und oszillierte anschließend um die 0,8850 $. Gegen 3 Uhr NY Zeit brach der Kurs dann massiv bis auf 0,85 $ ein. Derzeit kann man eine Bodenbildung erkennen. Die fundamentale Aussicht für Aluminium bleibt weiterhin bullisch.
Die Unterstützungszone zwischen 0,88 $ und 0,87 $ wurde nach unten durchbrochen. Charttechnisch könnte es jetzt durchaus bis auf 0,84 $ gehen. Glücklicherweise ist der langfristige Aufwärtstrend seit Mai 2003 noch ungebrochen.


Kupfer

Der Kupferpreis notiert gerade bei 1,5246 $, Minus 0,0227 $. Die Sitzung des heutigen Tages eröffnete das Industriemetall bei 1,5475 $ und stieg anschließend auf seinen Tageshöchstkurs bei 1,56 $. Kurz nach Erreichen dieses Hochs fiel das Industriemetall bis auf zeitweise 1,5150 $ zurück. Norilsk Nickel teilte heute mit, dass man die Möglichkeit in Betracht ziehe, sich an der Udokan Kupferlagerstätte zu beteiligen. Derzeit läuft eine Auktion, auf der die Schürfrechte für dieses Vorkommen versteigert werden. Die Udokan Lagerstätte liegt in Sibirien und ist eines der weltgrößten Kupfervorkommen. Die Kupferlagerbestände an New Yorker Nymex sind um weitere 623 Tonnen gefallen, der Gesamtbestand beträgt mittlerweile nur noch 38.350 Tonnen.
Unterstützung gibt die Oberkante des aufsteigenden Dreiecks bei 1,49 $, aus dem Kupfer nach oben ausbrechen konnte. Bei 1,50 $ und 1,5250 $ verlaufen ebenfalls horizontale Unterstützungslinien. Der langfristige Aufwärtstrend seit Oktober 2002 ist absolut intakt.


Öl

Öl der Sorte Light Crude wird aktuell für 50,38 $ gehandelt, Minus 2,32 $. Heute wurde wieder einmal der IEA Ölmarktbericht veröffentlicht. Die Rohöllagerbestände stiegen um weitere 3,6 Millionen an, die Benzinvorräte konnten ebenfalls um 800.000 Barrel zulegen. Die Vorräte an Mitteldestillaten (Heizöl) gingen um 100.000 Barrel zurück. Das Gesamtbild war zu erwarten. Die Raffinerien haben ihre Produktion mittlerweile auf die "Driving Season" umgestellt. Die Umkehrformation des Doppelhoch ist nun vollendet worden. Bei 52,50 $ verläuft die Ausgangsbasis des Doppelhochs, die nun durchbrochen wurde. Der seit Dezember bestehende Aufwärtstrend ist noch intakt und verläuft gerade bei 47 $. Aus der Umkehrformation ergibt sich ein rechnerisches Kursziel von 47,50 $.

Brent Oil kostet momentan 51,60 $. Charttechnisch ist Brent Oil wieder in seinem Aufwärtstrend zwischen 49,27 $ und 54,04 $ zurück gefallen. Die Unterstützung bei 53,42 $ wurde durchbrochen, dennoch verlaufen noch weitere wichtige Supports bei 51,70 $ und 50,45 $.


Euro

Die europäische Währung notiert gerade bei 1,2909 $, Plus 0,006 $. In den USA wurden heute die Einzelhandelsumsätze bekannt gegeben, diese konnten mit einem Plus von lediglich 0,3% nicht überzeugen. Der allgemeine Konsens lag bei einem Zuwachs von 0,8% bis 1%. Rechnet man die Autoverkäufe heraus, so ergibt nur noch ein Plus von 0,1%. Dies ist ein weiteres schlechtes Omen für die US Wirtschaft, da die Nachfrage der Konsumenten immer weiter nachlässt. Aufgrund des riesigen Haushalts- und Handelsbilanzdefizits gehen manche Ökonomen mittlerweile von einer Verlangsamung der Wachstumsgeschwindigkeit des amerikanischen BIP aus. Eine verwunderliche Sache im Zusammenhang mit der Berechnung des amerikanischen Handelsbilanzdefizits ist, dass man im Februar einen durchschnittlichen Ölpreis von 36,85$ als Berechnungsgrundlage verwendet hat. Fakt ist aber, dass der Preis für ein Barrel Öl deutlich höher lag, bei etwa 46$. Man kann hieraus wieder genau erkennen, dass in den USA allerhand an Tricksereien durchgeführt werden, um der restlichen Welt eine "solide" Wirtschaft vorzugaukeln. Der 23,6% Widerstand konnte erfolgreich überwunden werden, somit steuert der Euro nun auf das 38,2% Retracement bei 1,3020$ zu. Genau in diesem Punkt schneidet aber der seit Oktober bestehende Aufwärtstrend das Retracement, ein Abprallen an dieser Marke wäre möglich. Bei 1,2831 $ liegt die 200 Tages-EMA, die in den letzten Tagen den Fall nach unten öfters aufhalten konnte. Eine weitere wichtige Unterstützung findet sich bei 1,2731 $, hier verläuft das 0%-Fibonacci-Retracement von dem aus der Euro seinen Anstieg bis auf fast 1,35 $ startet.


© Sebastian Hell
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IWF-Goldschatz für Entschuldung?

 
14.04.05 09:59
   

IWF-Goldschatz für Entschuldung?
Auf der Frühjahrstagung werden keine Entscheidungen erwartet

Von Knut Henkel

Auf 3217 Tonnen belaufen sich die Goldreserven des Internationalen Währungsfonds (IWF). Ob sie für die Entschuldung von armen Entwicklungsländern genutzt werden sollen, ist ein Thema der bevorstehenden IWF-Frühjahrstagung am kommenden Wochenende in Washington.
Der Goldschatz des Internationalen Währungsfonds steht mit 8,5 Milliarden US-Dollar in den Büchern. Nach aktuellen Marktpreisen – für eine Unze des Edelmetalls werden derzeit 430 Dollar gezahlt – ist er aber rund 45 Milliarden Dollar wert. Im Februar beim Londoner Gipfel der sieben mächtigsten Industrieländer wurde erstmals vorgeschlagen, Teile der Goldreserven zu verkaufen, statt sie neu zu bewerten. Die G7 beauftragte IWF-Direktor Rodrigo Rato, Finanzierungsmöglichkeiten zu prüfen. Rato hat seine Hausaufgaben gemacht und wird bei der Frühjahrstagung der internationalen Finanzinstitution seinen Bericht vorstellen.
Längst ist bekannt, dass der IWF-Chef der Veräußerung eines Teils der Goldreserven zur Finanzierung eines Schuldenerlasses für Entwicklungsländer zuversichtlich beurteilt. Rato plädiert für die massive Veräußerung von Goldreserven, statt sie entsprechend den Marktpreisen neu zu bewerten. Technisch sei es durchaus machbar, das Risiko eines Preisverfalls für die Märkte und die Gold produzierenden Ländern gering zu halten, so der IWF-Chef in der Öffentlichkeit.

Die Äußerungen Ratos haben zu einer lebhaften Diskussion im Vorfeld des Gipfels geführt. Dabei geht es nicht nur um die Verwendung der durch den Verkauf zu erzielenden Gelder, sondern auch um die Menge des zu veräußernden Goldes. 25 Prozent, so die hinter den Kulissen laufende Diskussion, seien das Minimum, zwei Drittel das Maximum. Die genannte Mindestsumme entspricht dabei in etwa den Gesamtverbindlichkeiten der 27 ärmsten und am höchsten verschuldeten Entwicklungsländer beim IWF in Höhe von 12 Milliarden Dollar.
Eine komplette Streichung dieser Schulden würde etwa die britische Regierung begrüßen. Sie macht sich für die Entschuldung der ärmsten Entwicklungsländern stark, um den Millenniumszielen der UNO, die die Halbierung der weltweiten Armut bis 2015 vorsehen, ein Stück näher zu kommen. Skeptisch wird die Initiative dagegen in den USA beurteilt. Mehrere einflussreiche Politiker, so zum Beispiel der Vorsitzende des gemeinsamen Wirtschaftsausschusses von Senat und Repräsentantenhaus, Jim Saxton, haben sich gegen die Verwendung eines Teils der Goldreserven zur Entschuldung von Entwicklungsländern geäußert. Dies würde dazu dienen, »faule Kredite an verarmte Schuldner, die nicht in der Lage oder Willens sind, das Geld zurückzuzahlen, unter den Teppich zu kehren«. Das Geld aus Goldverkäufen stünde den ursprünglichen Geberländern und deren Steuerzahlern zu.
Gegen das Votum der USA ist ein Goldverkauf allerdings nicht durchzusetzen, denn Washington verfügt über eine Sperrminorität bei Abstimmungen auf IWF-Ebene. Zudem haben weitere wichtige Länder wie Deutschland bisher keine Position zu dem Vorschlag. Dass es bei der Frühjahrstagung überhaupt zu Entscheidungen kommen wird, ist deshalb wenig wahrscheinlich. Bisher gibt es auch keine konkrete Rahmenplanung für eine Entschuldungsinitiative. Die wäre jedoch auch für IWF-Chef Rato Voraussetzung. Das Bundesfinanzministerium rechnet mit »gewissen Resultaten« erst kurz vor dem nächsten G7-Gipfel Anfang Juli.

 
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Pate100:

Zeit zum Handeln

 
14.04.05 10:03
Zeit zum Handeln

Seit mehreren Tagen beobachten wir die Märkte und haben uns mit unseren Risikopositionen sehr zurückgehalten. Diese Zeit des Wartens ist nunmehr vorbei. Wir haben uns gestern am säten Nachmittag klar positioniert und verkauften den Euro bei einem Niveau um 1,29 USD$. Da wir gleichzeitig davon ausgehen, dass die Goldunze gegen US$ langsamer fällt als der Euro steigt deckten wir uns umfangreich mit Goldmünzen und Goldbarren ein. Zudem stockten wir unsere Silber- und Palladiumbestände deutlich auf.

Die Charttechnik und die einseitige Marktpositionierung gaben den Ausschlag für unser Handeln. Obwohl der Euro nach wie vor die 200-Tageslinie (1,2790 US$) und die Unterstützungslinie des langfristigen Aufwärtstrends (1,2830 US$) halten konnte, trüben sich einige Indikatoren deutlich ein. Zudem sind die Erholungsversuche in den letzten Tagen trotz schwachen Konjunkturdaten aus den USA mehr oder weniger kläglich gescheitert. Unser erstes Kursziel lautet daher 1,25 US$. Den Stoppkurs für unsere Position platzieren wir bei 1,3125 US$.

Weiterhin sind Edelmetalle bei unseren Kunden sehr gefragt. Gekauft wurden gestern insbesondere Goldbarren mit den Gewichtseinheiten 100 Gramm und 250 Gramm. Bei den Goldmünzen fand unsere Sonderaktion 20 CHF Vreneli guten Absatz. Beim Silber heißt es weiterhin „je schwerer, umso besser“. Dies ist auch nachvollziehbar, da die Aufgelder auf den reinen Materialwert sinken, je größer das Gewicht des Barrens wird. Bei den anderen weißen Metallen steht das Palladium gegenüber dem Platin klar im Fokus der Anleger. Immer wieder erreichen uns kleinere Kaufaufträge für Palladiumbarren 100 Gramm, 500 Gramm und 1000 Gramm. Spannend wird es hier, wenn die Notierung die kurzfristige Widerstandszone bei 210 US$ pro Feinunze auf Basis des Tagesschlusskurses übersteigt.

Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag


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Pate100:

RESEARCH-PUBLIKATION Sojabohnen

 
15.04.05 08:55
www.goldseiten.de/content/artikel/dzbank05/dz-0414.pdf
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Pate100:

Rohstoff Express

 
15.04.05 09:18
Rohstoff Express: Gold und Silber deutlich nachgebend, Öl leicht erholt
Gold

Eine Feinunze Gold kostet derzeit 423,20 $, Minus 5,50 $. In Sydney eröffnete das Edelmetall bei 428,80 $ und fiel die restlichen Sitzungen bis auf 426 $ zurück. Mit Beginn des Handels in New York brach der Kurs dann deutlich ein und erreichte zeitweise sogar 421,80 $. Aktuell stabilisiert sich der Kurs oberhalb der 423 $. Der wieder stärker gewordene Dollar wirkt sich negativ auf den Goldpreis aus. James Moore, ein Analyst von BullionDesk.com sagte, dass Gold kurzfristig in einer Spanne zwischen 420 $ und 430 $ pendeln wird. Die Marktteilnehmer warten momentan gespannt auf das IWF Treffen am Wochenende in Washington. Obwohl die meisten davon ausgehen, dass Amerika, mittels seines Vetos einen Goldverkauf am Markt verhindern wird, bleibt eine gewisse Unsicherheit zurück. Das World Gold Council gab bekannt, dass die Goldkäufe seitens der Schmuckindustrie, im letzten Jahr um 7% gestiegen sind. Diese enorme Nachfrage katapultierte das Edelmetall zeitweise bis auf 456 $, dem höchsten Stand seit den späten 80-ern. Experten gehen von einer weiter steigenden Nachfrage in diesem Jahr aus. Vor allem eine weitere Abwertung der US Valuta motiviert immer mehr Investoren ihr Geld in eine sichere Anlageform zu stecken. Dennoch kann man meiner Meinung nach noch nicht von einer Hausse im Goldsektor sprechen, denn bis jetzt hat das Edelmetall lediglich die Abwertung des Dollars nachvollzogen. Betrachtet man den Preis für eine Feinunze in einer anderen Währung wie z.B. dem Euro, so sieht man nur eine Seitwärtsbewegung. Derzeit betragen die Goldbestände aller Zentralbanken 50.000 Tonnen, dies würde die Goldversorgung bis zum Jahr 2020 sichern. Trotzdem brauchen sich Investoren keine allzu großen Sorgen zu machen, dass es auf einmal zu einem physischen Overkill am Markt kommt. Die europäischen Zentralbanken haben sich mittels Verträgen dazu verpflichtet nur kleinere Mengen pro Jahr zu verkaufen. Insgesamt 2.500 Tonnen an Gold dürfen die europäischen Banken über die nächsten fünf Jahr am Markt veräußern. Der Preisverfall bei Harmony Gold geht unverändert weiter. Mittlerweile scheint beim sechs-größten Goldproduzenten der Welt alles schief zu gehen, was nur gehen kann. Nachdem ein Streik zu Erlösausfällen in Höhe von 110 Millionen Rand (17,8 Millionen Dollar) führte und ein feindliches Übernahmeangebot für den Konkurrenten Gold Fields eventuell am Vetorecht des Hauptaktionärs Norilsk Nickel scheitert, spricht die Firmenleitung nun von einem sehr schwachen ersten Quartal. Analysten sehen den fairen Wert der Aktie mittlerweile bei unter 40 Rand, der derzeitige Kurs liegt bei 43,74 Rand.
Charttechnisch befindet sich Gold in einer Entscheidungszone: Der mittelfristige Aufwärtstrend seit April 2004 bildet zusammen mit dem kurzfristigen Abwärtstrend ein bullisches Dreieck. Dieses verläuft gerade zwischen 421 $ und 440 $. Des weiteren liegt bei 419,70 $ eine horizontale Unterstützungszone, die bereits mehrmals bestätigt wurde. Die nächste Widerstandszone findet sich bei 428 $ bis 430 $. Der langfristige Aufwärtstrend seit Februar 2002 notiert gerade bei 390 $.


Silber

Silber notiert gerade bei 7,04 $, Minus 0,18 $. Intraday startete das Edelmetall bei 7,19 $ in Sydney und konnte zunächst die 7,10 $ erfolgreich verteidigen. Kurz nach Beginn der Sitzung in New York fiel Silber unter diese Marke und markierte einen Tagestiefstkurs bei 7 $. Momentan sind leichte Erholungstendenzen zu erkennen. Theodore Butler berichtete heute wieder interessante Erkenntnisse in seinem wöchentlichen Silberkommentar. Er veröffentlichte einen Artikel, den er in der Financial Times London gefunden hat. Dieser Bericht spricht entgegen den vielen anderen Artikeln von einer Sättigung des Marktes für Digitalkameras. Es wird berichtet, dass Olympus in seiner Fotografieabteilung einen operativen Verlust von 166 Millionen Dollar einfahren wird. Butler interpretiert diese Sättigung so, dass diese neue Technologie doch nicht das revolutionäre ist, was viele erwartet haben. Die meisten Leute haben erkannt, dass die guten alten Kamerabilder eigentlich doch billiger sind als die Digitalen. Um digitale Bilder zu bearbeiten braucht man nämlich einen Computer, teure Software, Tintenpatronen, Drucker, etc. Deswegen tragen mittlerweile viele ihre digitalen Photos zum Entwickler um Hochglanzabzüge zu bekommen, genauso wie früher ihre "alten" Bilder. Sein Fazit ist, dass für viele Silberbären diese Nachricht einem "Schlag ins Gesicht" gleicht. Dadurch, dass sich die Digitalkameras nicht durchsetzen können, wird die Nachfrage nach Silber in den kommenden Jahren seitens der Photoindustrie zwangsläufig wieder zunehmen. Weitere Unterstützungslinien liegen bei 6,86 $ und 6,80 $. Die Unterkante des seit Juli 2003 bestehenden Aufwärtstrends verläuft gerade bei 6,73 $. Bei 7,42 $ findet sich der seit Dezember 2004 bestehende kurzfristige Abwärtstrend, der sich aus dem Hoch bei 8,01 $ und 7,58$ zusammen setzt. Das kurzfristige Kursziel liegt bei 7,20 $ bis 7,25 $.


Platin

Der Preis für Platin steht aktuell bei 860 $, Minus 6 $. Bei 863 $ eröffnete Platin heute in Sydney und fiel in Zürich auf einen Tagestiefstkurs bei 855 $ zurück. Anschließend konnte sich das Edelmetall wieder bis auf 860 $ erholen und pendelt seither zwischen 857 $ und 860 $. Reuters Südafrika berichtete heute erneut über den drohenden Überschuss, der für dieses Jahr bei Platin erwartet wird. GFMS Ltd. fand in seinem Platinum and Palladium Survey heraus, dass das Defizit, das sich über die letzten Jahre bei Platin gebildet hatte nun beseitigt wurde. Im Jahr 2003 betrug das jährliche Defizit noch 550.000 Unzen, 2004 nur noch 190.000 Unzen. In diesem Jahr wird wahrscheinlich zum ersten Mal seit langem ein Überschuss entstehen. Für den Überschuss sind mehrere Faktoren wie, die gestiegene Produktion, der hohe Preis, der schleppende Autoabsatz und der Nachfragerückgang aus China verantwortlich. GFMS sieht Platin in diesem Jahr zwischen 790 $ und 1000 $ pendeln.
Der langfristige Aufwärtstrend seit November 2001 wurde durch die mittlerweile mehrmonatige Seitwärtsbewegung zwischen 800 $ und 900 $ gebrochen. Weitere wichtige Unterstützungen liegen bei 850 $ und 815 $. Platin hat den seit Juni bestehenden Aufwärtstrend nach unten verlassen, somit ist das aufsteigende Dreieck nicht bestätigt worden. Das nächste Kursziel ist vorerst die 880 $. Ein Pullback auf 850 $ wäre kurzfristig möglich.


Palladium

Die Feinunze Palladium wird momentan für 196 $ gehandelt, Plus 1 $. Intraday startete das Edelmetall bei 195 $ in Sydney und fiel im weiteren Verlauf mehrmals auf 185 $ zurück. Zu Beginn des Handels in Zürich konnte sich Palladium über die 195 $ hieven und erklomm einen Höchstkurs bei 198 $. Die Sitzung in New York war eher langweilig, denn das Edelmetall bewegte sich so gut wie gar nicht. GFMS Ltd. äußerte sich in seiner Studie auch zu Palladium. Die globale Nachfrage seitens der Schmuckindustrie verdoppelte sich im letzten Jahr auf 713.000 Unzen. Verantwortlich hierfür war - wie sollte es auch anders sein - China. Die Chinesen kaufen mittlerweile viel lieber Palladiumschmuck, da dieser deutlich billiger ist als Schmuck aus Platin. Das Gesamtangebot an Palladium betrug letztes Jahr sieben Millionen Unzen, ein Plus von 6,75% gegenüber dem Vorjahr. GFMS geht davon aus, dass Palladium sich in diesem Jahr zwischen 170 $ und 240 $ bewegen wird. Es bleibt noch abzuwarten, ob sich Palladium dauerhaft über der 200 $ Marke auf Tagesschlusskurs - Basis halten kann. Sollten die 200 $ nachhaltig verteidigt werden, würde ein Kursziel von 220 $ aktiviert werden. Die Oberkante der Trading Range zwischen 180 $ und 190 $ dürfte zunächst Unterstützung bieten.


Aluminium

Aluminium steht gerade bei 0,8435 $, Minus 0,0144 $. Den heutigen Handel startete das Leichtmetall bei 0,8550 $ und konnte zunächst bis auf 0,8650 $ zulegen. Anschließend sackte der Kurs wieder ordentlich ab, Tiefstkurse bei 0,8350 $ wurden erreicht. Aktuell setzt eine Erholungsbewegung ein. Aufgrund des stärkeren Dollars kommt es bei Aluminium gerade zu einem rigorosen Sell-off. Dennoch gibt es heute positive Nachrichten, der IWF hat das Wachstum Chinas von 7,5% auf 8,5% angehoben. Die Nachfrage nach Aluminium aus China sollte also weiter stabil bleiben. Aufgrund des starken Kursverfalls der letzten beiden Tage könnte es morgen zu einem technischen Rebound kommen.
Die Unterstützungszone zwischen 0,88 $ und 0,87 $ wurde nach unten durchbrochen. Charttechnisch könnte es jetzt durchaus bis auf 0,84 $ gehen. Der langfristige Aufwärtstrend seit Mai 2003 ist noch ungebrochen.


Kupfer

Ein Pound Kupfer kostet derzeit 1,4939 $, Minus 0,0307 $. Intraday eröffnete das Industriemetall bei 1,5270 $, fiel aber im weiteren Verlauf bis 1,4850 $ zurück. Ähnlich wie bei Aluminium kommt es auch bei Kupfer zu einem Sell-off. Ein weiterer Grund für den Kursverfall ist sicherlich die Nachricht von Barclays Capital, dass die chinesische Kupfernachfrage im ersten Jahr nur um 2,1% gestiegen ist.
Unterstützung gibt die Oberkante des aufsteigenden Dreiecks bei 1,49 $, aus dem Kupfer nach oben ausbrechen konnte. Bei 1,50 $ und 1,5250 $ verlaufen ebenfalls horizontale Unterstützungslinien. Der langfristige Aufwärtstrend seit Oktober 2002 ist absolut intakt.


Öl

Ein Barrel Light Crude wird momentan für 50,60 $ gehandelt, Plus 0,22 $. Der heutige Kursanstieg ist eher technischer als fundamentaler Natur. Aufgrund des starken Falls der letzten Tage, macht der Light Crude Future erst einmal an der 50 $ Marke kehrt. Die Öllagerbestände in den USA belaufen sich mittlerweile auf 320,7 Millionen Barrel, ein Plus von 8,7% gegenüber dem Vorjahr. Der Ölkonzern BP geht in diesem Jahr von einem Nachlassen der Ölnachfrage aus. Als Grund wird eine Verlangsamung der Weltwirtschaft genannt. Man geht aber davon aus, dass der Ölpreis bei spätestens 30 $ einen Boden bilden wird. Die Umkehrformation des Doppelhoch ist nun vollendet worden. Bei 52,50 $ verläuft die Ausgangsbasis des Doppelhochs, die nun durchbrochen wurde. Der seit Dezember bestehende Aufwärtstrend ist noch intakt und verläuft gerade bei 47 $. Aus der Umkehrformation ergibt sich ein rechnerisches Kursziel von 47,50 $.

Brent Oil notiert bei 51,90 $, Plus 0,30 $. Charttechnisch ist Brent Oil wieder in seinem Aufwärtstrend zwischen 49,27 $ und 54,04 $ zurück gefallen. Die Unterstützung bei 53,42 $ wurde durchbrochen, dennoch verlaufen noch weitere wichtige Supports bei 51,70 $ und 50,45 $.


Euro

Der Euro steht gerade bei 1,2804 $, Minus 0,0105 $. Die EZB veröffentlichte heute ihren Monatsbericht für April. Hierin geht sie weiterhin von einer Inflationsrate über 2% für die kommenden Monate aus. Des weiteren sieht die EZB keine Anzeichen für eine verstärkte Konjunkturdynamik, da vor allem die hohen Ölpreise das Wachstum bremsen. In den USA wurden heute die Zahlen für die Lagerbestände und die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe bekannt gegeben. Die Lagerbestände stiegen erwartungsgemäß um 0,5% an, wohingegen die Umsätze um 0,4% zurückgingen. Steigende Lagerbestände bei zurückgehenden Umsätzen deuten darauf hin, dass die Absatzerwartungen der Produzenten nicht erfüllt wurden. Bei den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe wurden die Erwartungen diesmal auch erfüllt, es stellte sich ein Rückgang auf 330.000 Anträge ein. Der Rückgang der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sollte für Dollarinvestoren erfreulich sein, da so mehr Leute in Lohn und Brot stehen und die Produzenten ihre gestiegenen Kosten für Rohstoffe weiter geben können. Hieraus würde eine erhöhte Inflationsgefahr resultieren, die unsere Nominalzinstheoretiker höchst erfreuen dürfte.
Der 23,6% Widerstand konnte erfolgreich überwunden werden, somit steuert der Euro nun auf das 38,2% Retracement bei 1,3020 $ zu. Genau in diesem Punkt schneidet aber der seit Oktober bestehende Aufwärtstrend das Retracement, ein Abprallen an dieser Marke wäre möglich. Bei 1,2831 $ liegt die 200 Tages-EMA, die in den letzten Tagen den Fall nach unten öfters aufhalten konnte. Eine weitere wichtige Unterstützung findet sich bei 1,2731 $, hier verläuft das 0%-Fibonacci-Retracement von dem aus der Euro seinen Anstieg bis auf fast 1,35 $ startete


© Sebastian Hell
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permanent:

silber

 
26.04.05 09:21
  
Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1913325

Der Silber-Preis bewegt sich seit Juni 2003 in einem langfristigen Aufwärtstrend, der sogar nach oben verlassen werden konnte. ( Übertreibungsphase ) Nach Korrektur dieser Übertreibungsphase befindet sich der Silber-Preis in einer deutlichen Aufwärtsbewegung, die weiterhin auf eine momentanen Stärke des Silber-Preis hindeuteten. Aus diesem Grund können die Silber-Positionen weiterhin in Verbindung mit der Indikatorenanalyse aufgebaut werden.

 
Technische Indikatorenanalyse
 
  
Trendbestätigung TBI 38/200
 
 Abstand zur 38 Tagelinie 
Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1913325Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1913325

Der TBI besitzt einen sich leicht ver- stärkenden negativen Trend. Der kurzfristige GD liegt zur Zeit oberhalb des langfristigen GD

Der Abstand zur Tage-Linie ist im positiven Bereich sehr gering d.h. der Kursverlauf bewegt sich innerhalb der üblichen Schwankungsbreite. Hinweis: Der Schnitt der Tagelinie ist möglich
 
Slow-Stochastik
 
 
RSI 14 Tage
 
Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1913325Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1913325

Die Slow-Stochastik ist im neutralen Bereich steigend d.h. die Schlußkurse liegen zur Zeit näher am Tageshoch als am Tagestief.
 

Der RSI befindet sich im neutralen Bereich d.h. es liegt weder eine Übertreibungsphase nach oben wie nach unten vor.

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geldschneider:

Edelmetalle Gold- und Silberpreis

 
18.05.05 16:51
Edelmetalle: Der wahre Wert
von J. Christoph Amberger in Baltimore
Interessant – um mindestens das zu sagen: Ein paar meiner Kollegen vertreten die These, dass es in den USA eine starke Inflation gibt. Ihr Argument: Die "Wohn"-Komponente bei der Berechnung der Konsumentenpreisinflation berücksichtigt nicht die steigenden Immobilienpreise. Das ist ein sehr merkwürdiges Argument – besonders dann, wenn man bedenkt, dass trotz dieser Immobilienpreissteigerungen das Leben im eigenen Haus günstiger geworden ist, dank der auf Rekordtief stehenden Hypothekenzinsen.
Manchmal denke ich, dass all das Gerede um die Inflation nicht ohne höhere Beweggründe gemacht wird. Viele von denen, die vor einer Inflation warnen, wollen in Wahrheit nur ein Argument für Edelmetalle haben. In einem Newsletter für Münzen fand ich dieses Argument:
"Edelmetalle sind seit langem ein sicherer Hafen gegen Inflation ... den ultimativen Schutz liefert physisches Edelmetall in Ihrem Besitz, unter Ihrer direkten Kontrolle. Deshalb ist eine steigende Inflation gut in Bezug auf eine steigende Nachfrage nach Gold und Silber, und eine steigende Inflation wird wahrscheinlich die Preise von Edelmetallen und seltenen Münzen anziehen lassen."
*** Laut diesen Analysen ist das Aufwertungspotenzial für Gold und Silber immens. Der Autor der gerade zitierten Zeilen sieht eine Chance von 50 % dafür, dass der Goldpreis bis Ende des Jahres bei 600 Dollar je Feinunze steht. Silber sieht er mit der gleichen Wahrscheinlichkeit bei 20 Dollar (ich nehme einmal an, dass die "Wahrscheinlichkeit von 50 %" bedeutet: "es könnte so sein, es könnte aber auch nicht so sein").
Hm, ich frage mich: Warum dort aufhören?

Laut meiner eigenen prosaischen Ansicht der Welt basiert der Wert eines Goldbarrens auf dem, was ein anderer Investor zu einem bestimmten Zeitpunkt dafür zahlen möchte. Wenn andere Ihr Gold wollen, dann werden sie dafür auch mehr zahlen, und der Preis steigt. Aber ein Goldpreis von knapp 430 Dollar je Unze bedeutet nicht, dass der praktische Wert des Goldes heute anders ist als vor zwei Jahren, als Sie für 280 Dollar kaufen konnten.
Natürlich, der Goldpreis kann noch weiter steigen – nicht, weil der praktische Wert des Goldes zunimmt, sondern weil mehr Leute denken, dass der zukünftige Goldpreis über dem aktuellen Goldpreis liegen wird.
Und es gibt viele "Value-Faktoren", die man nutzen kann, um sich selbst davon zu überzeugen, dass das zukünftige Aufwärtspotenzial des Goldpreises unbegrenzt ist. Es hängt nur davon ab, wie man sich die Sache ansieht. Nehmen wir z. B. einmal an, wir berechnen den Goldpreis in den Preisen von 1980, um die Inflation herauszurechnen. 1980 stand der Goldpreis bei 800 Dollar. 800 Dollar des Jahres 1980 entsprechen heutigen 1.876,00 Dollar. Voilà, da haben wir eine weitere "realistische" Wachstumsprojektion:
Gold braucht nur weitere 1.400 Dollar je Unze zulegen, um sein inflationsbereinigtes historisches Hoch zu erreichen! Oder, wenn Sie besonders abenteuerlustig sind, dann können Sie den Goldpreis mit Ihrer Philosophie, wie Währungen funktionieren sollten, verbinden. 1980 kostete eine Feinunze Gold 800 Dollar. In Ihrem Buch "The Coming Generational Storm" schreiben Kotlikoff und Burns:
"Wenn Sie die US-Geldmenge des Jahres 1980 durch die US-Goldreserven teilen, dann kommen Sie zu dem Ergebnis, dass dann, wenn der Dollar goldgedeckt wäre, der Goldpreis bei 800 Dollar je Feinunze liegen müsste. Wenn Sie dieselbe Rechnung für heute anstellen, dann müsste der Goldpreis bei 4.600 Dollar stehen, damit der Dollar goldgedeckt wäre. Dieser Wert entspricht fast dem 12fachen des heutigen Goldpreises."
Macht das Sinn? Klar. Und wenn der Goldpreis um Faktor 12 steigen sollte und Gold synchron mit dem anderen Anti-Dollar, dem Euro, steigt – dann kann man so auch den zukünftigen Euro/Dollar-Wechselkurs berechnen. Das bedeutet, dass uns eine Euro-Rally bevorsteht, auf 15,60 Dollar. Schlechte News für die Zentralbanken überall auf der Welt! Japan hat 880 Milliarden Dollar Währungsreserven ... und diese Reserven würden dahin schmelzen wie ein gefrorener Tofu an einem heißen Sommertag. Mit jedem Cent, den der Dollar weniger wert wird, schmelzen diese Devisenreserven um 8,8 Milliarden Dollar.

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geldschneider:

Korrektur des Aluminiums- und Kupfermarktes?

 
18.05.05 16:54
Aluminium und Kupfer: Ende des Bullenmarktes oder nur Korrektur?

Liebe Leser und Leserinnen,

Sie werden sich vielleicht etwas wundern, wieso ich heute über Basismetalle schreibe und nicht meine vor zwei Ausgaben begonnene Vorstellung der Soft Commodities fort setze. In der Tat, wollte ich Ihnen heute weiteres Basis- und Hintergrundwissen über Kaffe, Kakao und Zucker verleihen. Allerdings erreichten mich in dieser Woche mehrere Zuschriften meiner Leser, die aufgrund des starken Preisverfalls bei Kupfer und Aluminium in Panik geraten sind. Alle wollten meine Meinung hören, ob der Bullenmarkt nun zu Ende sei oder ob es sich nur um eine temporäre Korrektur handle?
Meiner Meinung nach kann ich Sie beruhigen, es handelt sich nur um eine größere Korrektur im Basismetallsektor, die durch mehrere externe Faktoren noch verstärkt wurde.
Was wir momentan bei Kupfer und Alu sehen, ist nur eine Wiederholung der Geschichte. Bei Aluminium fand im letzten Jahr fast um die gleiche Zeit wie jetzt, ein ordentlicher Kursrücksetzer statt. Bei Kupfer ist die Situation ähnlich, nur dass hier der Kursrücksetzer erst später statt gefunden hat. In der anschließenden charttechnischen Betrachtung der beiden Industriemetalle, habe ich die Korrekturphasen noch genauer gekennzeichnet.
Dieser Kursfall der letzten Tage, wurde von mir in meinem täglich erscheinenden „Rohstoff Express“ mehrmals prognostiziert, da die Märkte extrem überkauft waren.

Was diese momentane Korrektur allerdings noch verstärkte waren die, wie aus dem Nichts aufgetauchten, riesigen Lagerbestände für Kupfer und Aluminium. Vor einiger Zeit berichtete ich, dass es Gerüchte an der London Metal Exchange (LME) gab, dass in nicht gemeldeten Lagern etwa 800.000 Tonnen an Alu „schlummern“. Die Märkte reagierten auf diese Meldung natürlich panisch, da mittels dieser 800.000 Tonnen das gesamte Jahresdefizit von 600.000 Tonnen gedeckt werden könnte. Allerdings habe ich bis jetzt noch keine Bestätigung gefunden, ob diese große Menge an Alu wirklich auch existiert. Es dürfte meiner Meinung nach auch etwas schwierig sein, 800.000 Tonnen irgendwo zu „verstecken“, ohne dass es jemandem auffällt.
Anders ist die Lage bei Kupfer. Die Gerüchte, dass während der chinesischen Maiferien 50.000 Tonnen im Shanghaier Hafen angekommen seien, haben sich als wahr herausgestellt. Zuerst gingen Händler an den Futuresbörsen von lediglich 10.000 Tonnen aus, jedoch kam am Donnerstag dieser Woche dann die erschreckende Meldung, dass sich 50.000 Tonnen Kupfer den Weg zur Shanghai Futures Exchange gebahnt haben. Diese Ladung wurde nicht erfasst, da aufgrund der eben erwähnten Ferien das „Customs Office“ geschlossen war. Seit Freitag gibt es nun weitere Spekulationen, dass erneut eine Schiffsladung mit 60.000 Tonnen in den Häfen angekommen sei. Für die nächsten Wochen und Monate werden weitere Lieferungen erwartet. Der Grund weshalb mittlerweile soviel Kupfer nach China verschifft wird ist relativ simpel. Aufgrund der hohen inländischen Kupferpreise haben sehr viele Unternehmen ihre Chance erkannt und wollen auch ein Stück vom Kuchen abhaben. Deswegen haben die Firmen ihre Schiffe mit Kupfer voll beladen nach China entsandt.
Mein Fazit ist, dass trotz der momentanen Korrekturphase bei Kupfer und Alu, die Nachfrage noch größer ist, als das Angebot. In den kommenden Jahren werden Länder wie China, Indien, die U.S.A. und Europa weiter große Mengen an Industriemetallen benötigen. Da jahrelang die Preise für diese Metalle am Boden lagen, haben es auch die Minenbetreiber versäumt, in neue Explorationsvorhaben zu investieren. Bis eine Mine komplett fertig gestellt ist, um in die Produktion zu gehen, vergehen ungefähr fünf bis sieben Jahre.
Im Anschluss an die Besprechung von Kupfer und Alu, werde ich Ihnen noch einen sehr unbekannten Rohstoff Index, den Merril Lynch Commodity Index vorstellen. Dieser Index konnte in den letzten Jahren, den Goldman Sachs- und Dow Jones Commodity Index deutlich outperformen.


Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Hell

Rohstoff-Express@web.de

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Kicky:

Platin heilt Magenkrebs

 
24.05.05 09:52
Laut einer neueren Studie habe sich eine auf Platin basierte Behandlung von Magenkrebs als sehr zuverlässig herausgestellt. Bei einem Treffen vieler wichtiger Mediziner in den USA sei eine neue Methode der Chemotherapie, zusammen mit einer Platinbehandlung vorgestellt worden. Gegenüber der herkömmlichen Behandlung von Magenkrebs habe die neue Methode signifikante Verbesserungen erzielt. Des Weiteren habe bei dieser Neuentwicklung der Anteil von unerwünschten Nebenwirkungen drastisch reduziert werden können. Ein Professor habe gesagt, dass man mit dieser neuen Methode den Krebs nicht nur besser bekämpfen könne, sondern es auch für die Patienten leichter mache, damit zu leben. Eine in Japan durchgeführte Studie mit dieser neuen Form der Krebsbehandlung habe eine sehr gute Erfolgsquote von 76% zu Stande gebracht. Der Markt für Produkte zur Behandlung von Magenkrebs sei riesig. Allein in den USA würden jährlich 21.000 Leute erkranken, von denen knapp die Hälfte daran sterben würden.
Eine Feinunze Platin wurde gestern zeitweise für 865 USD gehandelt, Plus 5 USD, so die Experten vom "Rohstoff Express". Während der Handelssitzung in Hongkong habe das Edelmetall bei 860 USD eröffnet, sei jedoch sofort auf 850 USD zurückgefallen. Nach einer längeren Bodenbildung, die die Sitzungen in Hongkong und Zürich angedauert habe, habe sich das Metall wieder erholt. An der New Yorker COMEX hätten Höchstkurse von 866 USD erreicht werden können.Nächstes Kursziel 880?
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Kicky:

Gold wird manipuliert

 
24.05.05 10:10
Laut einem neuesten Bericht der GATA (Gold Anti Trust Action), hätten gezielte Interventionen am Goldmarkt durch Regierungen und andere große Spekulanten massiv zugenommen. In der letzten Woche sei von der Bank for International Settlements` (BIS) ein neuer Halbjahresbericht veröffentlicht worden. Mehrere GATA-Berater, unter anderem James Turk, Gründer von Gold Money und Herausgeber des Freemarket Gold & Money Report, Michael Bolser, Herausgeber des Interventional Analysis Newsletter und Reginald H. Howe, ein Goldmarktanalyst, hätten diesen Bericht studiert. Sie seien zu dem Schluss gekommen, dass die Finanzderivate im Vergleich zu Gold in schwindelerregende Höhen gestiegen seien. Mittlerweile würden sich die gesamten derivativen Positionen auf 369 Milliarden Dollar zum Jahresende 2004 belaufen. Dies entspreche einem Zuwachs von 51 Milliarden Dollar in sechs Monaten, da zum Halbjahr 2004 die Höhe der Positionen bei "nur“ 318 Milliarden Dollar gelegen habe. Im Zusammenhang mit dem Dehedging-Programm der Goldminen zeige dieser Zuwachs, dass hier ausschließlich Großbanken und Spekulanten am Werk seien. In seinem Gold-Newsletter schreibe Frank Veneroso, dass es eigentlich nur eine Erklärung gäbe, weswegen die immer weiter steigende Nachfrage aus allen Bereichen nicht zu einer starken und nachhaltigen Goldpreisrallye führe. Laut Veneroso, seien die anhaltenden Verkäufe der Bullion Banks verantwortlich für dieses "Price Capping“. Allerdings gehe er davon aus, dass die Banken nicht mehr genügend Gold zur Verfügung hätten, um noch viel länger den Preis zu "deckeln“. Um einen nachhaltigen Preisanstieg des Goldes zu verhindern, müsste der Markt mit physischem Metall überschüttet werden. Dies sei allerdings nicht möglich und so könnten die Banken nur Gold in Form von Papierkontrakten an der COMEX verkaufen. Hintergrund dieser ganzen Sache sei, dass die Regierungen, allen voran die amerikanische, einen Anstieg des Goldpreises würden verhindern wollen. Ein steigender Goldpreis weise normalerweise auf steigende Inflationsgefahren und wirtschaftliche Probleme hin.  
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permanent:

Silber

 
25.05.05 10:39
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Nachfrage-Impulse kommen vor allem aus ChinaRohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1953574
Experte erwartet stark steigende Silberpreise Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1953574
Von Udo RettbergRohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1953574
Eine weiterhin positive Entwicklung der Silberpreise prognostizieren die auf Edelmetallmärkte spezialisierten Fachleute von GFMS in London. In einer für das Silver Institute in Washington erstellten Studie kommt das von Philip Klapwijk geführte Analysten-Team zu der Überzeugung, dass nachhaltige Veränderungen in der Angebots/Nachfrage-Situation eine Fortsetzung des Aufwärtstrends am Silbermarkt erwarten lassen. Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1953574
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Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1953574

FRANKFURT/M. „Der Silberpreis wird im Jahr 2005 das Hoch des vergangenen Jahres von fast 8,30 Dollar je Feinunze übersteigen“, sagte Klapwijk in einem Handelsblatt-Gespräch. Der durchschnittliche Silberpreis war im Jahr 2004 von 4,88 auf 6,66 Dollar in die Höhe geschossen. Das war der höchste Durchschnittspreis seit 17 Jahren. „Trotz unserer positiven Preisprognose glauben wir nicht, dass sich ein solch 36-prozentiger Preissprung im Jahr 2005 wiederholen wird“, sagte Klapwijk. In den ersten Monaten dieses Jahres lag Silber im Mittelwert bei sieben Dollar.

„Entscheidend für die zuletzt positive Preisentwicklung war die stabile Nachfrage der Silberverarbeiter und das starke Interesse der Anleger“, sagt Klapwijk. Er sieht deutliche Anzeichen dafür, dass sich die Investoren auch in diesem Jahr weiter stark für Silber als alternative Kapitalanlage interessieren werden.

Die Silbernachfrage des verarbeitenden Gewerbes (industrielle Verarbeitung, Fotobranche, Schmuckbranche, Prägeanstalten für Münzen und Medaillen) sei im Jahr 2004 zwar um zwei Prozent gefallen, doch sei dies vor dem Hintergrund des hohen Preises ein Erfolg. Die Nachfrage der Fotoindustrie sei 2004 im fünften Jahr in Folge deutlich gefallen und werde auch 2005 rückläufig sein. Der Fachmann erwartet für das laufende Jahr einen starken Anstieg der Silbernachfrage aus Indien und China.

Der Preis des optisch günstigsten Edelmetalls sei auch durch einige positive Entwicklungen auf der Angebotsseite gestützt worden. So seien die Verkäufe aus offiziellen Regierungsbeständen – nicht zuletzt wegen der deutlich geringeren Abgaben Chinas – im vergangenen Jahr weltweit deutlich niedriger ausgefallen. Andererseits sei die weltweite Minenproduktion jedoch um 23,2 auf 634,4 Mill. Feinunzen gestiegen. Der Experte von GFMS weist darauf hin, dass das weltweite Silberangebot wegen der Eröffnung neuer Minen ab 2006 wieder stärker steigen dürfte.

Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1953574

HANDELSBLATT, Mittwoch, 25. Mai 2005, 09:37 Uhr

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permanent:

Obwohl Gold der große Bruder des Silbers

 
01.06.05 17:26
Hand in Hand mit dem Euro den Rückwärtsgang eingelegt hat erfreut sich Silber starker Nachfrage.
In den letzten Tagen ist es zu einem starken Anstieg der Notierungen gekommen.

gruss

permanent
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permanent:

Silber steigt

 
02.06.05 13:24
Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1963236
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Pate100:

Cot Report (24.06.05)

 
01.07.05 18:17

wie ich finde ganz interessanter Artikel...
hab aber leider momentan keine Zeit den Thread weiter zu pflegen.
Schade aber der Job geht vor...

Interpretation der aktuellen "Commitment of Traders" (CoT)-Reports

Unsere Interpretation der aktuellen "Commitment of Traders" (CoT)-Reports erscheint regelmäßig im Rahmen unserer Montags-Frühausgabe. Den Report vom vergangenen Montag veröffentlichen wir hiermit als Wochenend-Wellenreiter. Er zeigt ganz gut, wir wir eine solche Interpretation angehen.

In diesem Zusammenhang führen wir am 14. Juli in Oberursel/Ts. Eine Veranstaltung durch, auf der wir unsere Methoden und Erkenntnisse mit aktuellem Bezug näher erläutern. Die Veranstaltung ist - mit Ausnahme des Verzehrs - kostenlos.

Zeitpunkt: 19:30 h, Dauer der Veranstaltung: ca. 2 Stunden
Ort: Alt-Oberurseler Brauhaus, Ackergasse 13, 61440 Oberursel;
Wegen Kapazitätssteuerung wird dringend um Voranmeldung gebeten. Kurze E-Mail an rrethfeld@wellenreiter-invest.de genügt.


Der nachfolgende Report besteht aus sechs Abschnitten: Aktien, US-Anleihen, Währungen, Energie, Edelmetalle und sonstige Rohstoffe. Eine Einführung in die CoT-Interpretation finden Sie unter www.wellenreiter-invest.de (PDF)



Interpretation des aktuellen CoT-Reports

Der aktuelle CoT-Report vom 14.06.2005 weist neue Extrempositionierungen der Commercials im Devisen-, Edelmetall- und Agrarbereich auf.


US-Aktienmarkt: in Aufwärtsbewegung, erste bearishe Divergenzen werden sichtbar

Der US-Aktienmarkt notierte im Betrachtungszeitraum wie in der Vorwoche mit Ausnahme der Technologiewerte fester. Bei den Standardwertenindizes stieg der Dow Jones Industrial um 64 auf 10.547 Punkte, die Commercials haben ihre Longpositionierung trotz steigender Preise marginal ausgebaut.

Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1998348



Der S&P 500 stieg um 6 auf 1.203 Punkte, die Commercials haben ihre Shortpositionierung leicht abgebaut.

Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1998348



In beiden Standardwerteindizes fallen die wöchentlichen Veränderungen so gering aus, dass sie kaum erwähnenswert sind. Es überwiegt aber der positive Aspekt, da die Commercials trotz langsam steigender Preise keinen höheren Absicherungsbedarf gesehen haben.

Der Nasdaq 100 gab um 7 auf 1.524 Punkte nach, die Commercials haben ihre Longpositionierung weiter abgebaut und nähern sich damit deutlich einer neutralen Positionierung.

Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1998348



Da die Positionierung der Commercials wenig verändert ausfällt, erscheinen andere Aspekte für die weitere Entwicklung erwähnenswert.

In den beiden Vorjahren markierte der S&P 500 am 17.06. (2003) bzw. am 23.06. (2004) ein vorläufiges Preishoch, bevor eine Korrekturphase auftrat. Eine solche Korrekturphase im dritten Quartal (Juli/August) wird auch in diesem Jahr sehr wahrscheinlich eintreten, dafür sprechen bereits zwei Aspekte.

Der Smart Money Flow Indikator zeigt eine deutliche bearishe Divergenz zum Dow Jones Industrial an, da er den Ausbruch aus der Handelsspanne nach oben nicht nachvollzieht und deutlich zurückhinkt. Der Ausbruch aus der Handelsspanne nach oben beim Dow Jones wird zudem (noch) nicht vom spekulativen Geld an der Nasdaq oder von den Halbleitern bestätigt, der Nasdaq Composite notiert weiterhin noch unterhalb seiner Widerstandszone von 2.100 Punkten.

Auf der positiven Seite ist weiterhin die positive Marktbreite, die neue Jahreshochs in etlichen Indizes (Versorger, Biotechnologie, Hausbau) mit sich bringt, und ein positiver Torschlussindex, der anzeigt, dass weiterhin Kaufneigung gegen Ende der Börsensession vorhanden ist, zu nennen. Der S&P 500 zeigt relative Stärke zum Dow Jones Industrial und befindet sich bereits inmitten einer Beschleunigungsphase nach oben, nachdem er zuvor bereits langsam anstieg und nicht seitwärts lief wie der Dow Jones. Insofern überwiegen kurzfristig noch die positiven Aspekte.


US-Bondsmarkt: Konsolidierung, Test des alten Preishochs wahrscheinlich

Der US-Bondsmarkt notierte im Betrachtungszeitraum schwächer. Die zehnjährigen Bonds fielen um 1,05 auf 112,13 Punkte, die dreißigjährigen Bonds fielen um 2,02 auf 116,04 Punkte. Die Commercials haben den Preisrückgang überwiegend zum Positionsaufbau genutzt.

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In den dreißigjährigen Anleihen haben die Commercials ihre Shortpositionierung auf ein Minimum reduziert, so dass die Aussage vom CoT-Report am 24.05.2005, dass der faire Wert der dreißigjährigen Anleihen im Bereich von 4,45-4,50% anzusiedeln ist, in dieser Woche Bestätigung findet.

In den zehnjährigen Anleihen hat sich die Longpositionierung der Commercials erhöht, indem Absicherungen reduziert wurden.

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Das Verhalten der Commercials signalisiert, dass der Bondsmarkt in der Nähe seines fairen Wertes notiert, aber auf mittelfristige Sicht noch über etwas Potential verfügt. Ein Anlauf auf das bisherige Jahreshoch erscheint nach der kurzen Korrektur der letzten Tage weiterhin wahrscheinlich. Auf eine solche Entwicklung deutet auch das Verhalten der zinssensitiven Aktien hin, da sowohl Versorger-, als auch der Hausbausektor in den USA neue Jahreshochs erzielen konnten.


Euro: Politische Nachwehen beim Euro denkbar, Gegenbewegung beim US-Dollar aus technischen Gründen zu erwarten

Der US-Dollarindex stieg um 1,77 auf 89,26 Punkte, die Commercials haben ihre auf Rekordniveau befindliche Shortpositionierung noch einmal marginal erhöht.

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Die Commercials besitzen damit ein weiteres Mal die größte Shortpositionierung aller Zeiten.

Der Euro fiel um 0,0239 auf 1,2038 US-Dollar, die Positionierung der Commercials hat sich überraschend sehr stark verändert, indem aus einer Long- eine Shortpositionierung wurde.

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Dieses Verhalten ist höchst ungewöhnlich und wird von den anderen Währungen in keinster Weise bestätigt. Eine ähnlich seltsame Bewegung konnte zuletzt vom 07. auf den 14.12.2004 beobachtet werden, als die Commercials unmittelbar am Preishoch aus ihrer Shortpositionierung eine marginale Longpositionierung gemacht haben. Im Umkehrschluss würde dies bedeuten, dass der Euro (auf Basis seines ersten Preishochs Anfang Dezember) nach 6 Monaten ein Preistief ausgebildet hat und nun wieder fester notieren würde.

Aufgrund der Saisonalität - der US-Dollarindex bildet normalerweise im Juni sein Preishoch und tendiert dann in der zweiten Jahreshälfte schwächer - und der Positionierung der Commercials in den anderen Währungen wäre eine solche Entwicklung denkbar, wir wollen diesen Gedanken aber zunächst einmal zurückstellen, da die politische Entwicklung durch den gescheiterten EU-Gipfel für die Finanzplanung der nächsten Jahre (2007-2013) zum Stresstest in der kommenden Woche wird, ob wirklich bereits alle negativen Nachrichten in den letzten Wochen eingepreist wurden. Dies ist denkbar, da nach dem doppelten Nein zur EU-Verfassung durch Frankreich und die Niederlande nun das Scheitern der Finanzplanung einen vorläufigen Strich unter die politische Seite zieht, da diese beiden offenen Fragen realistischerweise erst in 2006 wieder angegangen werden. Neuverhandlungen werden sehr wahrscheinlich erst in 2006 durchgeführt, da der britische Premierminister Blair die EU-Ratspräsidentschaft von Luxemburg am 01.07. übernimmt und die britische Haltung ein wichtiger Aspekt für das Scheitern der Finanzplanung war.

In den anderen Währungen ergeben sich neue Rekordlongpositionierungen der Commercials im Britischen Pfund, Schweizer Franken und Japanischen Yen. Im Britischen Pfund besitzen die Commercials die größte Longpositionierung seit drei Jahren. Im Schweizer Franken haben die Commercials ihre Longpositionierung noch einmal marginal ausgebaut.

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Es ist weiterhin die zweitgrößte Longpositionierung der Commercials aller Zeiten. Im Japanischen Yen haben die Commercials in dieser Woche die größte Longpositionierung aller Zeiten aufgebaut.

Die kommende Woche wird zum Stresstest für den Euro. Sofern es keine neuen Tiefs mehr geben sollte, steht zumindest eine kurze, aber kräftige Gegenbewegung an, die die technische Belastung beim US-Dollarindex neutralisieren wird.


Edelmetalle: Technische Seite bei den Edelmetallen sehr unterschiedlich, Silber weiterhin mit erheblicher Belastung

Der Goldpreis stieg um 2 auf 426 US-Dollar, während der Silberpreis um 0,28 auf 7,25 US-Dollar nachgab.

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Die Commercials haben bei Gold ihre Shortpositionierung angesichts des Preisanstiegs erhöht.

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Bei Silber haben die Commercials trotz des kurzfristigen und deutlichen Preisrutsches ihre relativ hohe Shortpositionierung kaum abgebaut.

Bei Platin besitzen die Commercials in dieser Woche die größte Shortpositionierung seit einem Jahr und übertreffen damit die bisherige Shortpositionierung vom 26.04. marginal.

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Bei Palladium erreicht die Positionierung der Commercials hingegen nahezu das niedrigste Niveau seit einem Jahr.

Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1998348



Der Edelmetallsektor bietet somit ein sehr heterogenes Bild bei der Positionierung der Commercials. Insbesondere bei Silber fällt das jüngste Verhalten der Commercials bearish aus. Es ähnelt sehr dem Verhalten bei Gold, als Ende April eine sehr hohe Shortpositionierung trotz niedrigerer Hochpunkte vorlag. Dieser Umstand kann der unterschiedlichen Saisonalität dieser beiden Edelmetalle geschuldet sein, da Silber oftmals erst gegen Ende Juni ein saisonales Tief ausbildet.

Betrachtet man den Silberpreis neben der reinen Nettopositionierung der einzelnen Marktteilnehmer anhand des Open Interest, so zeigt der Chart eine interessante Divergenz an.

Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1998348



Das Open Interest in dieser Woche zeigt ein höheres Niveau an als an den beiden Preishochs am 06.04. 2004 (OI lag bei 120.507) oder am 07.12.2004 (OI lag bei 125.722). Bereits damals bestand angesichts eines leicht niedrigeren Preishochs im Dezember eine kleine bearishe Divergenz. Angesichts eines aktuell deutlich niedrigeren Preishochs bedeutet das neue Hoch im Open Interest mit 128.442 Kontrakten eine deutliche spekulative Entwicklung, die angesichts der niedrigeren Preishochs eine deutliche Belastung von der technischen Seite für den Silberpreis darstellen wird.

Bei den Minenaktien hat Newmont Mining die entstandene Kurslücke bei 40 US-Dollar geschlossen und somit das Minimumziel erfüllt, das Kursziel der inversen SKS kann mit 42 US-Dollar angegeben werden. Bei den Goldminen fällt bereits eine Mine durch ein neues Allzeithoch und damit deutlicher relativer Stärke auf: Randgold Resources (WKN 725199; Kürzel GOLD.NAS). Das Gros des erwarteten Potentials mit einem Rücklauf an die 200-Tageslinie im XAU und HUI haben die Minenaktien aber bereits vollzogen, so dass vor dem Hintergrund des bearishen Bildes bei Silber und dem erreichten Aprilhoch bei Gold ein Preishoch in Reichweite liegt.


Erdöl: Steigende Energiepreise bleiben für den Sommer ein "heißes" Thema, Erdöl über 60 US-Dollar nur eine Frage der Zeit

Im Betrachtungszeitraum stieg der Erdölpreis um 1,24 auf 55,01 US-Dollar an.

Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1998348



Die Commercials haben ihre Longpositionierung leicht abgebaut, bleiben aber noch immer marginal long positioniert. Der Chart zeigt an, dass der Ölpreis keine Spekulationsprämie enthält.

Der Ölpreisanstieg wird durch das Verhalten der Ölaktien und Ölserviceaktien voll bestätigt, beide Indizes haben bereits neue Jahreshochs erzielt, bei beiden Indizes handelt es sich zudem um neue Allzeithochs.

Beim Ölpreis ist eine Frage der Zeit, bis er die Marke von 60 US-Dollar überwinden wird. Kurzfristig könnte er erstmal daran scheitern und einen kurzen Pulback absolvieren, aber spätestens im Anschluss daran ist der steigende Ölpreis das Thema des Sommers 2005.


Rohstoffen: Neue Signale bleiben weiterhin Mangelware

Wie in der Vorwoche haben die Commercials bei magerem Schwein ihre auf Allzeitrekordniveau befindliche Longpositionierung weiter ausgebaut.

Rohstoff News, Charts, Analyssen ect. 1998348



Neue Shortpositionierungen auf einem Einjahresrekordniveau ergeben sich bei Sojabohnen und Sojabohnenmehl.

Aufgrund der extremen Longpositionierung der Commercials bleibt Weizen in Chicago beobachtenswert. Die dieswöchige Longpositionierung liegt auf dem Niveau von Anfang Februar, als der Preissqueeze, der dann wieder komplett in sich zusammenfiel, begann.


Fazit und Ausblick

Das "Problemkind" bleibt der Ölpreis, der aufgrund der inversen Korrelation zum Aktienmarkt bei einem Ausbruch auf neue Höchstkurse die Aktien unter Druck setzen würde wie zuletzt in der Zeitperiode Juli/August sowie Oktober 2004 und März 2005. Die Schwächeperiode der Aktien, die 3-5% Abschläge mit sich brachte, wurde jeweils durch den Ausbruch auf neue Allzeithochs ausgelöst, der dann insgesamt deutliche Preisschübe von 6-9 US-Dollar mit sich brachte. Insgesamt zeigt der US-Aktienmarkt gegenüber dem Ölpreisanstieg jedoch eine beeindruckende relative Stärke, da der Dow Jones Industrial auf dem gleichen Preisniveau wie vor 12 Monaten notiert (der S&P 500 als marktbreiter Index zeigt einen Zugewinn von 7% an und zeigt relative Stärke) und dies bei einem Ölpreisanstieg von 50%. Die jüngste Abkopplung vom Aktienmarkt vom steigenden Ölpreis kann zum einen ein Hinweis sein, dass der Versuch, die psychologische Marke von 60 US-Dollar direkt zu überwinden, scheitern wird. Eine Abkopplung wie in der ersten Aprilhoch, als der Ölpreis nach einem Doppelhoch bereits fiel und der Aktienmarkt ebenfalls für kurze Zeit (3 Wochen) fiel, erscheint zwar möglich, ist aber wenig wahrscheinlich und besäße dann umso mehr Aufholpotential im Juli.

Die kommende Woche wird bei den Konjunkturnachrichten in den USA verhältnismäßig datenarm sein, so dass der Ölpreis wesentlich stärker im Fokus der Investoren stehen wird.


Soweit der Report von Alexander Hirsekorn. Nahezu alle gezeigten Charts findet man unter www.wellenreiter-invest.de/cot.html. In unserem Abonnentenraum zeigen wir zusätzlich folgende Charts:

  • Commercials und Preis langfristig
  • Open Interest und Preis
  • Commercials/Open Interest und Preis
  • Small Specs und Preis




© Robert Rethfeld
www.wellenreiter-invest.de

Antworten
Pate100:

Die Zeit ist gekommen

 
01.07.05 18:25
bin kurzfristig!! aber eher short bei silber...

Wöchentlicher Kommentar: Die Zeit ist gekommen
Es sollte keine Überraschung sein, dass ich diese Artikel schreibe um die Leute zu ermutigen in neuen Wegen über Silber zu denken.

Ich möchte neue Begründungen dafür liefern, warum es für Sie gut ist Silber zu besitzen. Im Jahr 1972 gab der Club of Rome eine Studie mit dem Namen „Grenzen des Wachstums“ in Auftrag. Diese Studie warnte vor den Umweltschäden und den Belastungen für Naturressourcen, durch ungebremstes wirtschaftliches Wachstum. Diese Studie schien prophetisch, weil sie kurz vor dem ersten OPEC Ölpreisschock und der Rohstoffinflation der 1970er veröffentlich wurde. Es waren Einflüsse der alten Malthusischen Theorie, dass das Bevölkerungswachstum die Welt in ihrer Fähigkeit sich selbst zu ernähren, erschöpfen würde.

Zu dieser Zeit sorgten die hohen Rohstoffpreise für eine größere Rohstoffproduktion. Trotz Wirtschaftswachstum verfügte die Welt über eine adäquate Rohstoff und Energieversorgung. Die Prophezeiung des Club of Rome wurde verachtet. Es schien so, dass niedrige Rohstoff- und Energiepreise für ewig anhalten würden. Dies hielt über 20 Jahre an, bis zum Beginn des neuen Jahrhunderts.

Ich denke, dass wir uns nun in der neuen Ära eingefunden haben, die der Club of Rome vor 30 Jahren vorhergesagt hat. Der Preis von Mineralrohstoffen, von Metallen bis Energie, befand sich in einem unbarmherzigen Preisanstieg. Nun sehe ich, anders als zu irgendeiner anderen Zeit in den letzten 30 Jahren, keine plötzlichen Angebotsanstiege. Vorher war jeder große Anstieg bei den Rohstoff- und Energiepreisen das Ergebnis einer unerwarteten aber kurzfristigen Störung des Angebots. Dieses Mal spielt die Musik bei der Nachfrage. Tatsächlich hebt sich diese starke Nachfrage bei annähernder Rekordproduktion von Rohstoffen immer noch hervor.

Ich habe ebenfalls bemerkt, dass sich höhere Preise trotz des unbarmherzigen Anstieges der Energie- und Rohstoffpreise nicht in einer zurückgehenden Nachfrage manifestieren. Es erscheint mir, dass wir uns trotz der Preisanstiege die wir bereits gesehen haben, noch nicht hoch genug befinden um die Nachfrage einzubremsen. Sicher hat es einige Kürzungen beim Ölverbrauch in den USA gegeben, mit nachlassendem Verkauf von benzinverschwenderischen Geländewagen und LKWs, aber weltweit betrachtet hat es keine Reduktion in der Ölnachfrage gegeben. Der Lebensstandard wächst in China und Indien fortlaufend und dieser Trend hat eine profunde Auswirkung auf die Rohstoffe. Mit einer Bevölkerung zehn Mal so groß wie die USA, ist es nicht schwer auszurechnen wohin dieser Trend führt.

Ausgenommen es kommt zu einer bedeutenden Störung des Weltwirtschaftwachstums, sollte die Nachfrage nach Naturressourcen weiter stark bleiben. Wie es nun aussieht streifen wir fast überall die weltweiten Produktionskapazitäten. Ein kürzlich von der Internationalen Energieagentur veröffentlichter Bericht prognostiziert schwerwiegende und weit verbreitete Engpässe bei der Weltenergieerzeugung. Es liegt auf der Hand. Wir treten in eine neue Ära ein, in der alle Naturressourcen langfristig auf einem viel höheren Niveau bepreist und bewertet werden.

Erinnern Sie sich daran, dass alle Mineralrohstoffe in ihrer Existenz begrenzt sind. Wenn Sie einmal von der Erde entfernt wurden, sind sie effektiv weg. Sie füllen sich nicht von selbst wieder auf. Natürlich werden neue Minerallagerstätten gefunden und ausgebeutet werden, aber der einfachsten und billigsten Minerallagerstätten wurde bereits entwickelt. Neue Mineralfunde werden um ein Vielfaches teuerer sein zu entwickeln.

Angenommen, dass ich mit meiner Analyse richtig liege, wie sollten Sie sich für dieses Zeitalter positionieren? Für die meisten Naturressourcen ist es nicht praktikabel den tatsächlichen Rohstoff zu erwerben. Sie können keine Fässer voll Rohöl, Kupferkathoden oder Kilowatt Elektrizität kaufen. Gehebelte Rohstofffutures sind erhältlich, aber mehr als 90 % der nicht-professionellen Teilnehmer verliert Geld beim Handel mit Futures. Das machte diese Alternative unbrauchbar für den durchschnittlichen Anleger. Unternehmensanteile an Produzenten von Naturressourcen sind eine weitere Alternative, bei diesen Aktien kann man auf Grund einer großen Anzahl von Gründen (inklusive unternehmensspezifisches Risiko) aber nicht davon ausgehen, dass sie die Entwicklung der Rohstoffe selbst erreichen.

Weit wichtiger ist, dass man auf den Preis und den Wert jeder Naturressource sieht. Beispielsweise ist Petroleum, egal wie bullisch man langfristig dafür ist, bei USD 55 je Fass wahrscheinlich nicht unterbewertet. Dasselbe gilt bei Kupfer. Auf dem aktuell hohen Niveau ist es nicht unterbewertet und das Kaufen, wenn der Preis unter dem wirklichen Wert liegt, ist der Schlüssel zu langfristigen Anlageerfolg.

Während es sinnvoll ist, zu behaupten, dass Naturressourcen mit der Zeit wertvoller werden, macht der durchschnittliche Anleger was? Grundlegend ist die einzige praktikable Wahl für direkten Besitz von Gold, Silber, Platin und Palladium. Ich glaube nicht, dass ich die Fundamentaldaten von Platin oder Palladium kenne, und seitdem diese noch seltener erhältlich sind, überspringe ich diese (obwohl Palladium billig erscheint). Daher bleiben uns nur Gold und Silber übrig.

Während das kommende Zeitalter der Naturressourcen für Gold sehr positiv sein sollte, ist es Dynamit für Silber. Silber ist der Inbegriff von wertvollen Naturressourcen. Es ist der perfekte Weg am kommenden Boom der Naturressourcen teilzuhaben. Es ist unbedingt notwendig für eine wachsende Wirtschaft und für steigenden Lebensstandard. Es hat einfach alles! Eine starke Nachfrage und geringes Angebot. Laut dem US Geological Survey ist Silber das begrenzteste Mineral überhaupt.

Noch besser als das ist, dass Silber verglichen mit allem anderen günstig aussieht. Es ist einfach zu kaufen und zu halten. Es befindet sich nicht auf dem Radar der Investmentwelt, das heißt das die Investment-Verrücktheiten und die Blase erst noch am entstehen ist. Seine Produktionskosten steigen und werden weiterhin steigen und machen Silber jeden Tag wertvoller. Ich habe oft über die historisch gesehen riesigen Shortpositionen und die fortlaufende Manipulation geschrieben, was erklärt wie solch ein wertvolles Mineral im Vergleich zu seinem wirklichen Wert dermaßen unterbewertet sein kann.

Wenn Sie mir zustimmen, dass Naturressourcen langfristig wertvoller werden, denke ich, dass Sie ebenfalls zum Schluss kommen werden, dass Silber der beste Stellvertreter für die neue Ära ist. Ich glaube, dass in den jetzt stattfindenden Boom der Naturressourcen Silber den Investoren den größten Gewinn auf Ihren Einsatz bringen wird. Die industrielle Nachfrage wird Silber zusammen mit anderen Naturressourcen nach oben heben, aber wenn die Welt letztendlich begreift wie wenig wir übrig haben, wird das Feuerwerk erst wirklich beginnen. Wenn die Silberbenützer beginnen sich um Silber zu streiten, muss eine Preisexplosion stattfinden. Wenn die ganzen Leerverkäufer und Finanzinstitute, die Silber, dass sie nicht hatten, verkauft haben, sich eindecken müssen wird die Silberwelt nie mehr die gleiche sein.

Ich vermute, dass über den Silberpreisanstieg jahrelang geschrieben werden wird. So viele positive Faktoren arbeiten für Silber, dass es für Sie Sinn macht intensiver darüber zu lesen und nachzudenken, als Sie es bei jedem anderen Rohstoff gemacht haben. Wenn Sie sehen, was ich sehe: Da ist Silber am Ende des Regenbogens.

© Theodore Butler
Antworten
Pate100:

Die Goldleihe

 
28.08.05 11:58

Die Goldleihe

--------------------------------------------------

Es gibt Daten und Zahlen, die angeben wieviel Goldreserven die verschiedenen Zentralbanken der Staaten halten.
Bei diesen Zahlen handelt es sich aber nicht wirklich um das Gold das die Zentralbanken besitzen, sondern mal bessesen haben.

Hier nun der Versuch einer näheren Erklärungen.


Die Goldleihe


Erstmal gibt es bei dem Geschäft drei Beteilligte.

1.) Die Zentralbank eines Staates, die die Goldreserven verwaltet.

2.) Eine Geschäftsbank (z.B. Deutsche Bank, Dresdner Bank usw.)

3.) Eine Goldmine (Goldproduzent)



Ablauf des Geschäftes (Beispiel)

1.) Die Zentralbank besitzt Gold, welches zwar unter Umständen im Wert steigt, aber keine Zinsen abwirft. Wenn sie es also nicht verkaufen will aber trotzdem einen Gewinn mit dem Gold erwirtschaften will, verleiht sie
es an eine Geschäftsbank für 1 Jahr zu einem Zinssatz von 1,5%. Nach Ablauf des Jahres möchte sie ihr Gold wiederhaben.
GEWINN für die Zentralbank 1,5%.

2.) Die Geschäftsbank verkauft nun das geliehene Gold auf dem Markt und legt den Erlös in Aktien oder anderen Investments an, die vielleicht 10% Zinsen bringen.
Gleichzeitig kauft sie einer Goldmine die zukünftige Produktion zu einem Preis ab, der 4% über dem aktuellen Goldpreis liegt.
Die Mine geht, wenn sie von fallenden oder gleichbleibenden Goldpreis ausgeht auf das Geschäft ein, da sie ja dann das Gold 4% über Wert verkauft.
Als Beispiel:
Der aktuelle Goldpreis liegt bei 300$ pro Unze. Die Bank bietet der Mine an, in einem Jahr Gold für 312$ pro Unze zu kaufen. Wenn die Mine nun von fallenden oder gleichbleibenden Goldpreisen in einem Jahr ausgeht, geht sie auf das Geschäft ein.

Nach einem Jahr verkauft die Geschäftsbank ihre Aktien oder anderen Investments die sie aus dem Erlös des Goldverkaufs gekauft hat und kauft das Gold der Mine zu dem vor einem Jahr ausgehandelten Preis zurück.
Dieses Gold gibt sie dann der Zentralbank zurück.

Obwohl die Geschäftsbank die Zinsen an die Zentralbank zahlen muß und der Mine verspricht das Gold 4% über aktuellem Preis zu kaufen, macht sie noch ausreichend Gewinn das sich das Geschäft lohnt.
Die Geschäftsbank gewinnt also auch an dem Geschäft.

3.)
Die Mine erwartet einen fallenden bzw. gleichbleibenden Goldpreis und verkauft ihre Goldproduktion im voraus und macht ebenfalls einen Gewinn.


Alle Beteiligte haben also gewonnen. Super Geschäft.


Dieses System drückt aber den Goldpreis.

Warum?

Die Minen haben ihre Goldproduktion verkauft, bevor das Gold überhaupt gefördert wurde. Dieses Gold erscheint auf dem Markt obwohl die Zentralbank es als vorhanden führt. Es kommt zu einem künstlichen Überangebot.

Es gibt aber viele Risikenbei dem Geschäft-

Wenn z.B. die Aktien crashen, kann die Geschäftsbank das verliehene Gold nicht zurückaufen

Außerdem funktioniert das System natürlich nur, solange der Goldpreis sinkt oder zumindest gleichbleibt.

Würde der Goldpreis steigen, hätten die Geschäftsbanken große Schwierigkeiten das Gold zurückzukaufen das sie der Zentralbank schulden. Es könnte passieren, dass sie dazu finanziell nicht mehr in der Lage ist.

Hat sie jedoch den Preis für das Gold mit der Mine fest ausgehandelt, verliert die Mine und geht unter Umständen pleite.

Als Beispiel:
Die Geschäftsbank leiht sich Gold bei der Zentralbank und verkauft es für 300$. Nach einem Jahr muß sie es für 360$ zurückkaufen da der Goldpreis gestiegen ist. Da sie dies finanziell jedoch nicht kann, wird der Leihvertrag in Hoffnug auf zukünftig fallende Goldpreis verlängert.

Hat sie vorher mit der Mine einen Preis von 312$ ausgehandelt, steht die Mine kurz vor dem Zusammenbruch, da sie nun das Gold erheblich unter Marktwert verkaufen muß.

Die Zentralbank hofft ebenfalls auf einen gleichbleibenden, auf keinen Fall steigenden Goldpreis, da sie sonst befürchtet ihr verliehenes Gold nie wiederzusehen.

Alle haben also ein Interessen daran, dass der Goldpreis nicht steigt.



Jetzt ist aber gerade das die letzten zwei Jahre passiert.
Der Goldpreis ist gestiegen und die Minen sind nicht mehr bereit zu hedgen (d.h. ihr Gold zu einem festgelegten Preis der etwas über aktuellem Goldpreis liegt in die Zukunft zu verkaufen)

Im Gegenteil; sie verkaufen ihr Gold nicht nur nicht mehr im voraus, sondern sie kaufen es auch noch vom Markt zurück, um den finanziellen Verlust bei bestehende Verträgen einzudämmen.

Als Beispiel:

Die Mine verkauft bei einem aktuellen Kurs von 300$ ihr Gold im voraus und bekommt 312§ dafür "versprochen".
Wenn das Gold dann in einem Jahr immer noch 300$ kostet macht die Mine einen Gewinn.
Wenn das Gold aber 350$ kostet einen dicken Verlust.

Wenn die Mine nun nach Abschluß des Geschäftes nun doch von einem steigenden Goldpreis ausgeht, kauft sie es lieber für 320$ vom Markt auf.

Sie kann dann ihr gefördertes Gold später für 350$ am freien Markt verkaufen und das für 320$ gekaufte muß sie dann für 312$ an den Geschäftspartner laut Vertrag abgeben.

Durch diesen "zurückkaufen" des Goldes wird ein zusätzlichen Nachfrageschub ausgelöst.
Antworten
peter47:

Trader wetten auf eine Rallye bei GFI und GOLD

 
10.08.08 13:13
Ein sehr interessanter Artikel in dem WALL STREET JOURNAL am 08.08.2008.

Die Bewegung bei dem Goldpreis erhöhte auch die Aktivität bei den Aktien von Randgold Resources Ltd., ein Minen- und Explorationsunternehmen.

Das Trading bei Randgold erhöhte sich auf das vierfache von dem normalen Niveau, indem die Investoren 12,000 Calls und 2,000 Puts kauften. Den größten Teil von der Aktivität gab es bei den September $50 Calls, die bei $1.15 gepreist wurden und ins Geld gehen, wenn die Aktie von Randgold Resources über $51,15 steigt. Die Aktie von Randgold hat die Sitzung bei $42,87 beendet, sie ist am Freitag an der Nasdaq um 10%.
Antworten
peter47:

nächste Woche Rallye bei Randgold Resources

 
25.10.08 16:30
Gold:$Gold

200-day SMA: 0,0498
aktuell: 0,0353

Randgold Resources ist gegenüber dem Basiswert Gold momentan so was von spottbillig, dass ich in der nächsten Woche eine Rallye bei Randgold Resources erwarte.  
Antworten
buran:

Randgold Resources "overweight" - HSBC

 
28.04.10 10:02
halber Tausender
kann garnicht hinsehen
Antworten
carpe_diem:

Lage in Mali verschärft sich!

 
25.03.12 17:53

Mali Army Officers Say Toure Government Has Been Overthrown

By Diakaridia Dembele and Franz Wild 
März 22, 2012 11:49 AM EDT
  Click 'Queue' to read later

Gunfire continued in Mali’s capital, Bamako, after army officers said they toppled President Amadou Toure’s government and suspended the constitution amid a dispute over the handling of a Touareg insurgency in the north.

The National Committee for the Recovery of Democracy and the Restoration of the State will organize elections in Africa’s third-biggest gold producer and power will be restored to a democratically elected leader, spokesman Lieutenant Amadou Konare, surrounded by about two dozen soldiers with some holding machine guns, said in a broadcast on state television today. Elections were previously planned for next month.

“Facing our duty to safeguard the constitution, we decided to take our responsibilities in ending the incompetent regime” of President Toure, Konare said. “Our mission in no way constitutes a usurpation of power and we are committed to restoring power to a democratically elected president.”

Soldiers in the West African cotton producer have complained about their lack of preparation and resources in a campaign to quash a two-month uprising by the Azawad National Liberation Movement, which seeks autonomous rule in northern Mali. Hundreds of soldiers’ wives last month marched on the presidential palace to protest the danger their husbands are being exposed to in the military campaign.
Gold Companies


Mali vies with Tanzania to be Africa’s biggest gold producer after South Africa and Mali. Companies including AngloGold Ashanti Ltd. (ANG), the world’s third-largest producer of the metal, and Randgold Resources Ltd. (RRS), have operations in the country. Mali produced about 44 metric tons of gold in 2011.

Randgold’s shares dropped the most in more than three years, slipping as much as 16.6 percent and were trading 12 percent lower at 5,810 pence at 3:45 p.m. in London. AngloGold declined 1.9 percent to close at 297.37 rand in Johannesburg. Gold for immediate delivery was down 0.6 percent at $1,639.80 an ounce.

Troops blocked roads around the presidential palace in Bamako yesterday. The shooting erupted before a meeting between Malian fighters and the country’s defense minister to discuss Azawad’s ethnic Touareg rebellion. Gunfire continued throughout the night and sporadically this morning.

Soldiers manned key crossroads near closed shops as they sought to enforce a curfew, even as some residents looked on from the streets. “We firmly condemn all acts of looting or vandalism,” Captain Amadou Sanogo, one of the coup leaders, said in the television address.
‘Deep Divisions’

“I saw two civilians running and a military soldier following them with guns shooting in the air,” said Jens Schwarz, who witnessed the commotion from inside a bank near the TV station yesterday. “At the crossroads there was a wounded solider continuing to shoot in the air from the ground. I heard shooting all around,” he said in an interview today.

“It’s not simply a small mutiny,” David Zounmenou, a researcher in the African conflict prevention program at the Pretoria, South Africa-based Institute for Security Studies, said in a phone interview today. “There are very deep divisions about how to deal with the insurgency in the north and we could see some instability while this plays out.”

President Toure is himself a former soldier who in 1991 led a military coup, before organizing civilian elections. He came to power in 2002 after winning elections and was due to step down after next month’s vote, having served two terms in office.
Condemnation

The U.S. said it stands by the legitimately elected government of Toure and denied reports that the leader had sought refuge at its embassy in Bamako, according to an e-mailed statement. Earlier, the Lettre du Continent reported the leader was there, without saying where it got the information. Toure is safe at a military camp, the Associated Press reported, citing a ministerial adviser.

African Union Commission Chairman Jean Ping said he “strongly condemns this act of rebellion, which seriously undermines constitutional legality and constitutes a significant setback for Mali and for the ongoing democratic processes on the continent,” according to an e-mailed statement.

The Economic Community of West African States Commission said it “strongly condemns” the mutiny, calling it “reprehensible,” according to a statement on its website yesterday.

The clashes between the army and the Touareg rebels forced tens of thousands of civilians to flee, according to the International Committee of the Red Cross.
Weapons

The “precarious security situation” in the Sahel desert in northwest Africa has been “exacerbated” by the return of fighters who had supported Libyan leader Muammar Qaddafi following his death in October, according to a report by United Nations Secretary-General Ban Ki-Moon to the Security Council on Jan. 18.

Weapons and ammunition from Libyan stockpiles, including anti-aircraft artillery and explosives, were smuggled into Mali, Niger and Burkina Faso, Ban said. Nigerian President Goodluck Jonathan last month said arms from Libya have also reached his country’s north and are being used by anti-government militias there.

Mali is “heavily dependent” on foreign aid and has close ties with its former colonial power, France, increasing the likelihood of international intervention in support of Toure’s government, Samir Gadio, an emerging-markets strategist at Standard Bank Group Ltd., said by phone from Lagos, Nigeria.
‘Threat of Retaliation’

“There is a threat of retaliation coming from abroad as I don’t think France, the U.S. would like to see the military take power in Mali,” Gadio said.

Kenyan Foreign Minister Moses Wetangula, who is currently in Bamako to attend an AU meeting on peace and security, said on his Facebook page that gunfire could be heard from his hotel in the city.

Randgold Chief Executive Officer Mark Bristow said from Mali today the company’s mines are unaffected and he expects future governments to follow “due process.”

AngloGold’s operations “are some distance from Bamako” and haven’t been affected, company spokesman Alan Fine said in an e-mailed response to questions today. Illovo Sugar Ltd. (ILV) said its presence in Mali isn’t affected by the military action, according to an e-mailed statement.

To contact the reporters on this story: Diakaridia Dembele in Bamako at ddembele@bloomberg.net; Franz Wild in Johannesburg at fwild@bloomberg.net

To contact the editor responsible for this story: Paul Richardson at pmrichardson@bloomberg.net 

Quelle: mobile.bloomberg.com/news/2012-03-22/...ategory=/news/mostread

 

Antworten
Trinkfix:

Massiver Abverkauf

 
09.05.12 10:53
von André Rain
Dienstag 08.05.2012, 20:57 Uhr Download -
+ Randgold - Kürzel: GOLD - ISIN: US7523443098

Börse: Nasdaq in USD / Kursstand: 77,55 $

Die Randgold Aktie befindet sich seit März in einer dynamischen Abwärtsbewegung, zuletzt kippte der Wert am letzten Ausbruchslevel bei 91,04 - 91,75 $ nach unten hin ab. Die Folge ist jetzt ein Abverkauf auf neue Jahrestiefs, der sich noch weiter bis 73,10 und 70,18 $ hinziehen könnte.

Erst bei einer Rückkehr über 85,00 $ wäre eine erneute Erholung zum Ausbruchslevel bei 91,04 - 91,75 $ möglich. Oberhalb davon liegen bei 96,00 und 100,00 $ die nächsten Widerstände.

Kursverlauf vom 10.05.2011 bis 08.05.2012
Antworten
Trinkfix:

zu #85

2
09.05.12 10:53
www.godmode-trader.de/nachricht/...ary-Shares,a2824010,b2.html
Antworten
Trinkfix:

Chance für Long-Einstieg

2
13.07.12 18:36
von Christian Stern
Freitag 13.07.2012, 18:12 Uhr Download -
+ Randgold - Kürzel: GOLD - ISIN: US7523443098

Börse: Nasdaq in USD / Kursstand: 92,12 $

Schon gestern zeigte sich die Aktie stark und konnte deutlich zulegen. Heute können die Bullen den Anschluss finden und auch das Hoch bei 91,45 $ überwinden.

Über dem Hoch bei 92,22 $ könnte weitere Dynamik, mit Ziel bei zunächst 94,10 $, in die Bewegung kommen. Ein enger Stop-Loss ist unter der Untestützung bei 91,45 $ denkbar.

Kursverlauf vom 26.08.2012 bis 13.07.2012
Antworten
Trinkfix:

zu #87

2
13.07.12 18:36
www.godmode-trader.de/nachricht/...ary-Shares,a2875551,b2.html
Antworten
Trinkfix:

Vom Long- zum Shortkandidat

2
24.07.12 08:27
von Christian Stern
Montag 23.07.2012, 18:59 Uhr Download -
+ Randgold - Kürzel: GOLD - ISIN: US7523443098

Börse: Nasdaq in USD / Kursstand: 83,78 $

Nach einer inversen SKS-Bodenbildungsformation waren wir in der Randgold-Aktie positiv gestimmt. Nachdem das Papier im Juni zum Schluss der Kurslücke angesetzt hat, fielen die Kurse und die letzten Bewegungstiefs wurden abverkauft. Der gesamte Gold-Sektor sowie die dazugehörigen Indizes zeigen sich jüngst mit relativer Schwäche.

Vom aktuellen Niveau aus könnte es zu einer Korrektur kommen, der Test der Unterstützung bei rund 81,00 $ scheint jedoch in den nächsten Wochen wahrscheinlich. Erst bei Kursen über dem Hoch bei 94,10 $, und somit über dem EMA 200, winken Kursgewinne bis 105,24 $.

Kursverlauf vom 19.03.2012 bis 23.07.2012
Antworten
Trinkfix:

zu #89

2
24.07.12 08:28
www.godmode-trader.de/nachricht/...ary-Shares,a2881765,b2.html
Antworten
Trinkfix:

mit Gold im Aufwärtssog...!

 
11.09.12 17:10
Randgold - Volltreffer, JETZT auf das Volumen achten!
von Christian Stern
Dienstag 11.09.2012, 16:39 Uhr Download -
+ Randgold - Kürzel: GOLD - ISIN: US7523443098

Börse: Nasdaq in USD / Kursstand: 111,56 $

www.godmode-trader.de/nachricht/...ary-Shares,a2918768,b2.html
Antworten
carpe_diem:

# All-in Costs

 
18.04.13 18:07

The True All-In Cost To Mine Gold: Complete 2012 Figures

Apr 17 2013, 07:27  | 126 comments   |  includes: ABX, CEF, GG, GLD, GTU, PHYS, SGOL
Disclosure: I am long SGOL, PSLV, GG, AGI, SIVR. (More...)

Over the last few months we have been analyzing and posting the gold industry's true all-in costs for each mined ounce of gold. We have analyzed almost all of the major publicly traded gold producers, with a total production of over 25 million ounces (around 800 tonnes) of gold for 2012. According to the USGS, the world mined an estimated 2700 tonnes of gold in 2012, so the results of this analysis incorporates 30% of total 2012 gold production. Although we have our doubts about the accuracy of the USGS estimate, we believe our numbers represent a large enough portion of mined production to extrapolate as a general figure across the industry.. 

seekingalpha.com/article/...complete-2012-figures?source=yahoo

Antworten
carpe_diem:

# Randgold Finanzergebnisse

 
03.05.13 17:53

Randgold legt Finanzergebnisse für Q1 vor: Einbrüche auf breiter Front 

rohstoffaktien.blogspot.de/2013/05/...nzergebnisse-fur-q1.html

Antworten
carpe_diem:

# 94

 
03.05.13 17:55

Randgold – comfortably the best gold mining stock over one and five years

Despite a poor Q1, Randgold Resources remains perhaps the star stock market performer among the major and mid tier gold miners worldwide.

www.mineweb.com/mineweb/content/en/...oid=188670&sn=Detail
 

Antworten
carpe_diem:

# Studie v. Goldman Mai 2013

 
03.05.13 17:56

Goldman sieht jede zehnte Mine in Gefahr

Goldman Sachs hat sich bereits im Umfeld des Gold-Crashs Mitte April kritisch geäußert. Jetzt legt die US-Bank nach: Der Preis für das Edelmetall werde weiter fallen, schreibt sie in einer Studie. Jede zehnte Mine sei in Gefahr. An der Börse gibt es ein erstes Opfer..

www.manager-magazin.de/finanzen/...nlage/0,2828,897907,00.html

 

Antworten
carpe_diem:

# Insidersentiment Goldbranche

 
14.05.13 19:07

Gold Equities: Insidersentiment erreicht neues Rekordniveau

Während sich das Finanzierungs- und Handelsvolumen an den kanadischen Rohstoff- und Juniorbörsen im Rückwärtsgang befindet und große Einbrüche auf Vorjahresbasis zu Buche stehen, ziehen die Insiderkäufe bei den Equities weiter an..

Link: rohstoffaktien.blogspot.de/2013/05/...rsentiment-erreicht.html

   

Antworten
Motzer:

jetzt geht's endlich bergauf

 
11.07.13 20:32
Antworten
Nenoderwohlit.:

bin

 
11.07.13 21:09
hier seir heute morgen auch investiert... erste posi... habe vor nachzulegen und langfristig zu halten... wirklich ein solides unternehmen... wäre cool wenn sich im formum hier einige austauschen würden... die zeit der goldmienenaktien wird hoffenlich in dien nächsten 2 jahren sein! wenn der fed und ezb ihre lügengeschichten um die ohren fliegen und dax wieder die 3500 punkte ansteuert...
Antworten
Nenoderwohlit.:

BlackRock jetzt über 15 %!

 
16.07.13 21:30
Black Rock stock hier weiter auf... randgold hat all in cost bei 1300 $ d. h. sie werden die ersten sein die vom steigenden goldpreis profitieren weil sie ja jetzt schon break even fahren und wir eine risige krise bei gold haben! dann kommen alle anderen mit höheren all in cost...

www.lse.co.uk/...line=Notification_of_major_interest_in_shares

ausserderm W - Formation voll in Takt KZ vorerst 5700 GBP...
Antworten
Nenoderwohlit.:

oiiida wenn das kommt dann...

 
18.07.13 23:56
www.mmnews.de/index.php/gold/...ld-wann-kommt-es-zur-explosion
Antworten
Nenoderwohlit.:

schreibt hier noch jemand?

 
22.07.13 20:36
www.ft.com/cms/s/fa691ea0-f2f1-11e2-a203-00144feabdc0.html
Antworten
Nenoderwohlit.:

q2 zahlen

 
07.08.13 19:12
www.randgoldresources.com/randgold/content/...ort-30-June-2013
Antworten
Nenoderwohlit.:

hier...

 
15.08.13 19:49
mal wieder best nasdaq 100! dass es hier niemanden gibt der dieser aktie verfolgt und im depot hat... mir unverständlich...! und so easy zu traden... :-))
Antworten
Nenoderwohlit.:

zahlen 2013 und sonstiges... falls das noch in

 
03.02.14 15:54
diesem forum interessiert....
ausbruch steht hier meiner meinung nach kurz bevor...
www.randgoldresources.com/randgold/content/...il&pid=27138
Antworten
Nenoderwohlit.:

wtf?

 
21.02.14 17:07
was ist heute hier los??? +10%.... yeeeeha! gibt es hier eigentlich niemanden der hier schreibt???
Antworten
Cephei:

Notification of Major Interest in Shares-BlackRock

 
28.10.14 10:15
www.marketwired.com/press-release/...hares-lse-rrs-1961566.htm
Antworten
Stabilo:

Randgold Resources: Aktuelle Reserven und Ressourc

 
30.03.15 17:15
13:00 Uhr 30.03.2015
Der Meldung zufolge stiegen die zurechenbaren Reserven um 0,8% auf 15,2 Mio. Unzen an. Die Ressourcen verringerten sich dagegen um 3% und belaufen sich damit auf 27,8 Mio. Unzen.

www.goldseiten.de/artikel/...elle-Reserven-und-Ressourcen.html
Antworten
michimunich:

Strong Q2/17 results and top guidance

 
03.08.17 13:03
Wow das sind mal wieder Zahlen welche Randgold Ltd. hier für das Q2/17 präsentiert, sowie die Schätzungen ans obere Ende der Erwartungen für's nächste Quartal setzt.

Wenn dann noch die Goldpreiskurve weiter nach oben tendiert ist hier einiges drin...:

finance.yahoo.com/news/...s-q2-results-updates-060000068.html

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