Vollnarkose mit Remimazolam für einen Notkaiserschnitt bei einer Patientin mit akuter infektiöser Endokarditis
Shizuka Yamamoto 1, Yoshimasa Oyama 2, Mika Sasaki 1, Mayu Miyagoshi 1, Shigekiyo Matsumoto 1, Takaaki Kitano 1
Published: 24 August 2023
jaclinicalreports.springeropen.com/...1186/s40981-023-00645-5
PMID: 37612528 DOI: 10.1186/s40981-023-00645-5
Abstrakt
Hintergrund: Die Anästhesiebehandlung von Schwangeren mit akuter Herzinsuffizienz ist nach wie vor eine Herausforderung im Hinblick auf die Aufrechterhaltung des hämodynamischen Status von Mutter und Kind. Die Wahrscheinlichkeit einer Blutdrucksenkung ist bei Remimazolam geringer als bei Propofol. Es gibt jedoch keine Berichte über eine Vollnarkose mit Remimazolam bei Kaiserschnitt.
Fallbeispiel: Bei der Patientin handelte es sich um eine 34-jährige Schwangere, bei der eine akute Herzinsuffizienz in Verbindung mit einer infektiösen Endokarditis diagnostiziert wurde. Wir führten einen Kaiserschnitt unter Vollnarkose mit Remimazolam durch, mit perkutaner kardiopulmonaler Unterstützung in Bereitschaft. Der mittlere Blutdruck der Mutter wurde während der Operation über 65 mmHg gehalten, ohne Katecholamine oder Vasopressoren. Die Apgar-Werte des Säuglings betrugen 4 nach 1 Minute und 7 nach 5 Minuten.
Schlussfolgerung: Ein Kaiserschnitt wurde unter Vollnarkose mit Remimazolam bei einer schwangeren Patientin mit akuter Herzinsuffizienz erfolgreich durchgeführt. Weitere Studien sind erforderlich, um den Zusammenhang zwischen Remimazolam und neonataler Hypotonie zu klären.
Schlüsselwörter: Akute Herzinsuffizienz; Schnittentbindung; Allgemeinanästhesie; Infektiöse Endokarditis; Remimazolam.