Nach Atomkraft und Gaskraftwerken soll die EU Taxonomie insoweit erweitert werden. Köstlich. ESG...
|
Zuallererst ein Gedanke hinsichtlich dessen, was Statements zur ethischen Geldanlage immer nur sein können: Die Äußerung einer Wahrnehmung(!).
Wahrheit(!) findet sich nur in den Naturgesetzen. Bei menschengemachten Dingen - und da gehört die ethische Geldanlage nunmal dazu - gibt es diese nicht, sondern allenfalls ein Ringen darum. Dieser Thread zeigt das nur allzu gut auf. Es wäre schön, wenn hier ein gewisses Niveau bei der Äußerung der eigenen Wahrnehmung aufrechterhalten werden könnte. Akteure als blöd zu bezeichnen ... solch ein Stil ist - um es mal dezent zu formulieren - anders als weiterführend.
So sehr die Stiftung Warentest bei "handfesten, greifbaren Produkten" mit physikalischen/chemischen Naturgesetzen arbeiten, und somit die getesteten Produkte "wahrheitsgemäß" testen kann - bei der Bewertung der ethischen Geldanlage begibt sie sich auf sehr dünnes Eis. Hier wäre interessant zu wissen, wie die Stiftung Warentest die Invests von Ökoworld in chinesische Firmen bewertet. China ist ein Land, das seit einiger Zeit einen Überwachungsstaat aufbaut, der dem Szenario von Orwells "1984" kaum nachsteht. Zudem wird die uigurische Minderheit systematisch unterdrückt. Mit dem Ziel, dieser Volksgruppe die eigene Identität zu rauben und auf absehbare Zeit auszulöschen. Aus meiner Wahrnehmung heraus stellt sich da schon die Frage, wie ein Invest in chinesische Firmen als nachhaltig eingestuft werden kann. Das hat schon eine gewisse Ähnlichkeit mit dem scheinheiligen Verhalten des olympischen Komitees, hinsichtlich der "in Restaurants mit Dopingmittel kontaminierten Sportlern".
Genau das ist der Punkt: Vertrauensverlust. Das mit der Unterstützungsaktion für die Klimakleber wirkt immer noch, ist keine Sache die innerhalb eines überschaubaren Zeitraums in Vergessenheit gerät. Gerade bei den o.g. Institutionen. Die destruktive Wirkung solcher Dinge kann nicht weggezaubert werden. Was jedoch getan werden kann: Etwas schöpfen/kreieren, das konstruktives Potenzial besitzt und dieses zur Entfaltung bringen. Sodass die daraus entstehende konstruktive Wirkung, das immer noch wirkende Destruktive in den Hintergrund schiebt und allen Akteuren eine neue Sicht (auf Ökoworld) verschafft.
Es reicht nicht aus, mehr Vertriebler loszuschicken, damit verstärkt auf die potenziellen Kunden eingeredet wird. Es braucht in dieser Situation keine Reden, sondern Taten(!).
Auch wenn ich mich hier nun wiederhole: Die Schaffung einer ethischen Dividende wäre solch eine Tat. Mit der Ökoworld sich als Fondsbetreiber präsentieren könnte, der hinsichtlich Authentizität und Mitmenschlichkeit neue Maßstäbe setzt. So, wie es Alfred Platow vor fast 50 Jahren schon einmal getan hat ...
"Wer das wirklich wichtig fand, hat aber längst verkauft."
Klar, da drum geht es doch schon lange nicht mehr. Das Thema ist längst durch.
Wirken tut die Sache noch bei den Sparkassen und Volksbanken. Die Aquise über diese Schiene scheint immer noch sehr zu stocken. Zumindest entnehme ich das der Äußerung des Vorstands während der HV, die ich in Posting Nr. 1860 zitiert habe.
Dieses Stocken sehe ich als Hauptgrund, weshalb die stetigen, "normalen" Abflüsse, die jeder Fonds hat, nicht mal annähernd durch Zuflüsse kompensiert werden können.
Drum bin ich nicht erst seit gestern der Meinung, dass Ökoworld was wirklich Außergewöhnliches auf die Beine stellen sollte, durch das Ökoworld wieder "anders" gesehen wird. Dergestalt, dass Anleger sich leicht damit tun sich mit Ökoworld zu identifizieren/den Wunsch verspüren, Fonds von Ökoworld haben zu wollen.
Und da finde ich eben die ethische Dividende einfach genial. Alle hier auf dem Bord die ich per Bordmail mit der Idee bekannt gemacht habe, waren sehr angetan und haben 100% Zustimmung signalisiert. DIe Leute vom Ökoworldvorstand fanden die Idee ja auch "sehr gut". Hat mir jedenfalls Frau Hammerich geschrieben. Leider blieb sie mir - auf meine Anfrage, weshalb diese Idee letztendlich doch nicht umgesetzt wurde - eine Antwort schuldig.
Vielleicht kannst du ja auch das mal ansprechen, falls du wieder mal mit ihr in Kontakt bist.
Vielen Dank für dein Feedback. Ja, das war schon eine sehr schöne und ganz besondere Zeit im Hypoportthread. Wir haben da wirklich was geschafft, was (so wurde es mir vom damaligen DESWOS-Chef mitgeteilt) von allen "Fachleuten" aus der Branche nach zum Scheitern verurteilt war. Einfach, weil es noch nie jemand geschafft hat. Aber es gibt ein Sprichwort, das lautet:
"Alle haben gesagt es sei unmöglich. Nur einige haben davon nichts gewusst. Die haben es dann einfach gemacht." :))
"Wenn ich mich da auch bei Ökoworld ranhängen kann, gern - ob durch Abstimmung bei HV (chancenlos aber trotzdem signalwirkung?) oder - wenn es in Deinem Sinne ist - mit entsprechender Kontaktaufnahme an IR."
Von meiner Seite aus sehr gerne.
"Ich bin aber für die Umlenkung von Kapitalressourcen im Sinne einer besseren Gesellschaft für alle. Und die teilweise Umlenkung von Kapitalrenditen vom Partikularinteresse richtung Gemeinwohl birgt eine große Chance."
Ja, das sehe ich ähnlich.
Ich sehe den Erhalt einer Dividende als eine Geldzahlung an, die ausschließlich zustande kommt, weil andere einen guten Job gemacht haben/machen. Denn es sind immer diejenigen die die anstehenden Arbeiten bewältigen, die wirklich die Dinge voranbringen (von der reinen Geldanlage allein baut sich weder eine Straße, noch wird eine Brücke renoviert, noch alte Menchen gepflegt, noch lebensnotwendige Infrastrukturen am Laufen gehalten, etc.). Der Erhalt von Dividende ist für den Aktionär ähnlich einem Geschenk. Aus dem heraus er eine soziale Verantwortung trägt. Bei der ethischen Dividende geht es nicht darum, dem Aktionär was wegzunehmen - 3% sind doch wirklich ohne Schmerzen zu verkraften - sondern (u.a.) der Dankbarkeit den Raum zu geben, der ihr gebührt und mit einem kleinen Teil der Dividende andernorts Schmerzen zu lindern/Chancen zu eröffnen. Wo das Geld einer ethischen Dividende dann genau hingeht (ob zu einem Ausbildungsprojekt in Afrika oder zu einer Krebsstation für Kinder hierzulande), könnte ja die AG die eine ethische Dividende beschließen würde, ganz nach eigenem Gusto bestimmen.
Und ja, das Vorhaben eine ethische Dividende zu etablieren kann durchaus als eine chancenlose Angelegenheit gesehen werden. Jedoch halte ich es bei Chancenlosigkeit mit dem bayrischen Filmemacher Herbert Achternbusch. Dessen Motto lautete:
"Du hast keine Chance. Also nutze sie." :))
|
| Wertung | Antworten | Thema | Verfasser | letzter Verfasser | letzter Beitrag | |
| 13 | 2.183 | Ökoworld (ehem. Versiko) mit attraktiver Dividende | proxima | Katjuscha | 07.01.26 09:50 | |
| 6 | 166 | Versiko - Reboundkandidat | tomboe | proxima | 03.04.14 22:42 | |
| 133 | REBOUND! | Börsen Star 2010 | Börsen Star 2010 | 11.03.10 13:26 | ||
| 3 | Sehr gute Chance auf Gewinne... | derhexer | calimera | 11.06.08 11:14 | ||
| 5 | Riesenchance Unterbewertung und Rückkaufprogramm | rentabler | rentabler | 07.10.07 10:40 |