- Der Eurokurs fiel am Freitag auf 1,1553 US-Dollar.
- Der Referenzkurs der EZB wurde auf 1,1555 US-Dollar festgelegt.
- Der Dollar kostet somit 0,8654 Euro.
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Wegen der zuletzt deutlich gestiegenen Öl- und Gaspreise im Zuge des Iran-Kriegs waren am Donnerstag Spekulationen auf eine mögliche Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank (EZB) entbrannt, die den Euro mehr als einen Cent nach oben getrieben hatten. Am Freitag setzte nun eine Gegenbewegung ein.
Bundesbankpräsident Joachim Nagel erklärte, dass die EZB, falls nötig, handlungsbereit sei. "Nach aktuellem Stand ist es denkbar, dass sich die mittelfristigen Inflationsaussichten verschlechtern und die Inflationserwartungen nachhaltig steigen, was eine restriktivere Geldpolitik wahrscheinlich notwendig machen würde", sagte er der Nachrichtenagentur Bloomberg.
Weiter bestimmt wird das Geschehen am Devisenmarkt durch den Krieg im Nahen Osten. Der Dollar wird als Weltleitwährung als sichere Alternative zu anderen Währungen gesucht. Zudem wird die US-Wirtschaft als Nettorohölexporteur weniger durch die steigenden Ölpreise belastet. Außerdem wird der Dollar stärker nachgefragt, da Rohstoffe in Dollar gehandelt werden.
"Man wird sich daher am Devisenmarkt darauf einstellen müssen, dass die Wechselkursbewegungen volatil bleiben, solange der Konflikt anhält und jeden Tag neue Wendungen bringt", kommentierte Commerzbank-Volkswirt Volkmar Baur. "Die täglichen Bewegungen scheinen aber momentan mehr von Kommentaren einzelner Politiker und Zentralbanker getrieben zu sein als von fundamentalen Daten." Damit seien sie schwer vorhersehbar./jsl/nas/tih/nas
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