S&P: Entwicklung "frustrierend und beängstigend"
Das S&P Investment Policy Committee nannte das Geschehen auf dem Kapitalmarkt heute “frustrierend und beängstigend”. Die Volatilität sei im Moment sehr hoch, heftige Ausschläge nach oben wie unten seien an der Tagesordnung. Im Gegensatz zum Bärenmarkt der Jahre 1974-1976 sei dies das erste Mal, dass der S&P 500 Index sechs Monate nach dem Ende der Rezession auf einem Tiefpunkt angelangt ist. Normalerweise läuft der Aktienmarkt der Wirtschaft voraus, derzeit bringe der massive Vertrauensverlust in das System Kapitalmarkt aber alles durcheinander. Dieser Entwicklung müsse entgegen gewirkt werden.
Topmanager: Bilanzierungsgesetze müssen her!
Die beiden Topmanager des Rechnungslegungsreformausschusses in den USA plädierten am Donnerstag für ein schnelles und effektives Eingreifen: „Je schneller wir ein Gesetz bekommen, desto mehr Sicherheit werden wir an der Wall Street bei den Investoren erzeugen können und desto schneller können wir das Vertrauen wieder herstellen“, erklärte Paul Sarbanes und Phil Gramm. Der Senat wird nächste Woche über ein derartiges Gesetz abstimmen.
Schwergewichte heute auf dem Vormarsch
Der Analyst Dan Niles von Lehman Brothers wiederholte heute, dass er dem Halbleitergiganten Intel gegenüber weiterhin skeptisch eingestellt ist. Er erwarte zwar keine Enttäuschung im Q2, doch seien die künftigen Marktschätzungen möglicherweise zu hoch gegriffen, da sie den fallenden Margen und Verkaufspreisen keine Rechnung tragen würden.
Intel Aktien konnten zuletzt 7,44% auf 18,06$ gewinnen.
Deutlich zulegen konnten auch die Aktien des Serverschwergewichts Sun Microsystems. Bis zuletzt hat sich hartnäckig das Gerücht gehalten, dass ein Broker in Kürze die Aktien aufgrund der günstigen Bewertung aufstufen wird. SUNW Aktien konnten über 7% zuletzt im Kurs gewinnen.
Auch andere Schwergewichte wie Yahoo (über 6% im Plus) konnten ebenfalls deutliche Kursgewinne verbuchen.
Aktien: Haben die Investoren kapituliert?
Möglicherweise hat der Aktienmarkt heute bereits die viel zitierte „heiße Phase der Kapitulation der Investoren“ durchleben können.
Marktbeobachter wollen gesehen haben, dass Anleger auch die zuletzt starken Aktien über Bord geworfen und sich aus dem Markt zurückgezogen haben. Gleichzeitig fand dies unter hohem Volumen statt.
Gerüchten zufolge soll aus diesem Grund der Analyst und Depotmanager Barton Briggs von Morgan Stanley seine Aktiengewichtung im Portfolio erhöht haben und dabei gemeint haben, dass es an der Zeit sei, Aktien überzugewichten. Der Markt sei durch die Irak- und Vertrauenskrise nach unten geprügelt worden und habe zuletzt kapituliert.
Wenige Zeit später zogen die Kurse deutlich an, insbesondere im Halbleitersegment.
Juniper Networks übertrifft Q2-Schätzungen -COR
(©BörseGo - www.boerse-go.de)
Der Netzwerkspezialist und mächtigste Cisco Systems Konkurrent Juniper meldete einen Pro Forma Gewinn von 421 000$ oder ein ausgeglichenes Ergebnis auf Gewinn/Aktien-Basis für das abgelaufene Q2. Der Markt hatte mit einem Verlust von einem Cent/Aktie gerechnet. Der Nettogewinn betrug 6,2 Mio $ oder 2 Cents/Aktie. Beim Umsatz konnte man 117 Mio $ verbuchen, ein Rückfall von 42% im Jahresvergleich.
Aufgrund des Aufkaufs von Unisphere Networks wolle man 10% der Belegschaft streichen.
Das S&P Investment Policy Committee nannte das Geschehen auf dem Kapitalmarkt heute “frustrierend und beängstigend”. Die Volatilität sei im Moment sehr hoch, heftige Ausschläge nach oben wie unten seien an der Tagesordnung. Im Gegensatz zum Bärenmarkt der Jahre 1974-1976 sei dies das erste Mal, dass der S&P 500 Index sechs Monate nach dem Ende der Rezession auf einem Tiefpunkt angelangt ist. Normalerweise läuft der Aktienmarkt der Wirtschaft voraus, derzeit bringe der massive Vertrauensverlust in das System Kapitalmarkt aber alles durcheinander. Dieser Entwicklung müsse entgegen gewirkt werden.
Topmanager: Bilanzierungsgesetze müssen her!
Die beiden Topmanager des Rechnungslegungsreformausschusses in den USA plädierten am Donnerstag für ein schnelles und effektives Eingreifen: „Je schneller wir ein Gesetz bekommen, desto mehr Sicherheit werden wir an der Wall Street bei den Investoren erzeugen können und desto schneller können wir das Vertrauen wieder herstellen“, erklärte Paul Sarbanes und Phil Gramm. Der Senat wird nächste Woche über ein derartiges Gesetz abstimmen.
Schwergewichte heute auf dem Vormarsch
Der Analyst Dan Niles von Lehman Brothers wiederholte heute, dass er dem Halbleitergiganten Intel gegenüber weiterhin skeptisch eingestellt ist. Er erwarte zwar keine Enttäuschung im Q2, doch seien die künftigen Marktschätzungen möglicherweise zu hoch gegriffen, da sie den fallenden Margen und Verkaufspreisen keine Rechnung tragen würden.
Intel Aktien konnten zuletzt 7,44% auf 18,06$ gewinnen.
Deutlich zulegen konnten auch die Aktien des Serverschwergewichts Sun Microsystems. Bis zuletzt hat sich hartnäckig das Gerücht gehalten, dass ein Broker in Kürze die Aktien aufgrund der günstigen Bewertung aufstufen wird. SUNW Aktien konnten über 7% zuletzt im Kurs gewinnen.
Auch andere Schwergewichte wie Yahoo (über 6% im Plus) konnten ebenfalls deutliche Kursgewinne verbuchen.
Aktien: Haben die Investoren kapituliert?
Möglicherweise hat der Aktienmarkt heute bereits die viel zitierte „heiße Phase der Kapitulation der Investoren“ durchleben können.
Marktbeobachter wollen gesehen haben, dass Anleger auch die zuletzt starken Aktien über Bord geworfen und sich aus dem Markt zurückgezogen haben. Gleichzeitig fand dies unter hohem Volumen statt.
Gerüchten zufolge soll aus diesem Grund der Analyst und Depotmanager Barton Briggs von Morgan Stanley seine Aktiengewichtung im Portfolio erhöht haben und dabei gemeint haben, dass es an der Zeit sei, Aktien überzugewichten. Der Markt sei durch die Irak- und Vertrauenskrise nach unten geprügelt worden und habe zuletzt kapituliert.
Wenige Zeit später zogen die Kurse deutlich an, insbesondere im Halbleitersegment.
Juniper Networks übertrifft Q2-Schätzungen -COR
(©BörseGo - www.boerse-go.de)
Der Netzwerkspezialist und mächtigste Cisco Systems Konkurrent Juniper meldete einen Pro Forma Gewinn von 421 000$ oder ein ausgeglichenes Ergebnis auf Gewinn/Aktien-Basis für das abgelaufene Q2. Der Markt hatte mit einem Verlust von einem Cent/Aktie gerechnet. Der Nettogewinn betrug 6,2 Mio $ oder 2 Cents/Aktie. Beim Umsatz konnte man 117 Mio $ verbuchen, ein Rückfall von 42% im Jahresvergleich.
Aufgrund des Aufkaufs von Unisphere Networks wolle man 10% der Belegschaft streichen.