" Viermal im Jahr kommt es zum sogenannten Hexensabbat. Bestimmte Terminkontrakte werden dabei an den Terminbörsen abgerechnet, was zu merkwürdigen Kursbewegungen führen kann. Aber was passiert da eigentlich?
An jedem dritten Freitag im Quartal kommt es zu seltsamen Kursbewegungen an den Märkten, weshalb man hier auch vom Hexensabbat spricht. Bestimmte Terminprodukte erreichen dabei ihr Laufzeitende und werden abgerechnet. Bei diesen Produkten handelt es sich um Optionen und Futures auf Aktien und Indizes. Man sollte also in den Tagen vor dem Verfall unbedingt das Open Interest im Auge behalten.
Das Open Interest und seine Aussagekraft
Als Open Interest bezeichnet man die offenen, also nicht bedienten Terminkontrakte der Marktteilnehmer. Es zeigt nicht nur an, ob ein Call- oder Put-Überhang vorliegt, sondern auch wo diese Überhänge im Markt liegen. Mit Hilfe dieser Parameter können Aussagen getroffen werden, wo die Indizes an den Verfallstagen stehen könnten bzw. unter und über welchen Bereichen sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht notieren werden. Sollte z.B. an einer bestimmten Kursmarke bzw. Ausübungspreis ein signifikanter Put-Überhang vorliegen, also mehr offene Put-Kontrakte als durch Call-Kontrakte bedient werden könnten, so ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Kurs am Verfallstag nicht darunter notieren wird. Das Gleiche gilt auch in die andere Richtung, für den Call-Überhang.
Für Privatanleger, die i.d.R. auf dem Kassamarkt agieren, ist diese Kenntnis sehr wichtig, da die institutionellen Anleger über das Open Interest an den Terminmärkten die Kursentwicklung steuern."
Quelle: www.godmode-trader.de/know-how/...allstag-hexensabbat,5510549