- Friedrich Merz besucht Indien für Rüstungsindustrie.
- Ein milliardenschwerer U-Boot-Auftrag steht kurz bevor.
- Die TKMS-Aktie ist seit Jahresbeginn um 30 Prozent gestiegen.
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Der Besuch von Friedrich Merz in Indien entwickelt sich für die deutsche Rüstungsindustrie zum strategischen Signal. Im Zentrum der Gespräche mit Indiens Premierminister Narendra Modi steht eine deutlich engere Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich. Besonders brisant aus Investorensicht: Ein milliardenschwerer U-Boot-Auftrag für die Kieler ThyssenKrupp (ThyssenKrupp Aktie) Marine Systems steht offenbar kurz vor dem Abschluss.
Geplant ist der Bau von sechs modernen Unterseebooten in Indien. Das Gesamtvolumen des Projekts liegt laut Handelsblatt bei rund acht Milliarden Euro. Die finale Unterzeichnung der Vereinbarung wird in Kürze erwartet und könnte den Startschuss für eine ganze Reihe weiterer Rüstungskooperationen geben.
An der Börse ist diese Perspektive bereits angekommen. Die TKMS-Aktie zählt zu den auffälligsten Gewinnern des neuen Jahres und liegt seit Jahresbeginn um mehr als 30 Prozent im Plus. Anleger setzen zunehmend darauf, dass sich maritime Rüstung wieder zu einem langfristigen Wachstumstreiber entwickelt.
Ein wesentlicher Hintergrund ist die veränderte sicherheitspolitische Lage. Die Arktis rückt stärker in den Fokus der Nato und der USA, Grönland gilt als geopolitisches Bindeglied zwischen Nordamerika und Europa. Neue Schifffahrtsrouten, der Zugang zu Rohstoffen und militärisch sensible Zonen erhöhen den Bedarf an Überwachung, Abschreckung und dauerhafter maritimer Präsenz.
Modi kündigte während des Besuchs von Merz einen gemeinsamen Fahrplan für die Verteidigungszusammenarbeit an. Deutschland habe regulatorische Hürden im Rüstungshandel gesenkt, was neue Spielräume eröffne. Ziel sei es, künftig stärker gemeinsam zu entwickeln und zu produzieren.
Moderne, konventionelle U-Boote gelten dabei als Schlüsseltechnologie. Sie sind leise, vielseitig einsetzbar und besonders für anspruchsvolle Einsatzgebiete geeignet. TKMS gehört in diesem Segment zu den weltweit führenden Anbietern und beliefert bereits zahlreiche Nato-Staaten. Auch Überwasserschiffe für Patrouillen- und Schutzaufgaben gewinnen an Bedeutung.
Für Investoren verdichtet sich damit ein Trend: Steigende Verteidigungsausgaben und neue geopolitische Realitäten lassen den strategischen Wert maritimer Rüstung steigen – und machen TKMS zu einem der spannendsten Profiteure dieser Entwicklung.
Autor: Ariva-Redaktion/ js
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