Milzbrand jetzt auch in Kenia!!!


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mothy:

Milzbrand jetzt auch in Kenia!!!

 
18.10.01 10:54
Nairobi (Reuters) - In Kenia sind nach Angaben des Gesundheitsministers in einem Brief aus den USA Milzbrand- Erreger festgestellt worden. Minister Sam Ongeri sagte am Donnerstag in Nairobi, der Brief sei von Atlanta über Miami an einen Geschäftsmann in Nyeri geschickt worden. Die Stadt liegt etwa 120 Kilometer nördlich der Hauptstadt Nairobi. Insgesamt seien seinem Ministerium am Mittwoch drei Verdachtfälle gemeldet worden; bei einem Briefe habe sich der Verdacht bestätigt. Die beiden anderen würden noch untersucht. Einer sei am Mittwoch bei der UNO in Nairobi ausgeliefert worden.  
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mothy:

Weltweit Angst Pulverfund in Berlin

 
18.10.01 15:15
Schanghai (Reuters) - Die Furcht vor Anschlägen mit biologischen Kampfstoffen hat sich auf der ganzen Welt breit gemacht, seitdem in den USA Briefe mit Milzbrandbakterien sogar das Parlament erreicht haben. Mindestens 36 Menschen sind in den USA mit den Bakterien in Kontakt gekommen, davon 31 Mitarbeiter des US-Kongresses. Am Donnerstag wurde ein mit den Bakterien kontaminierter Brief in Kenia gefunden. In vielen Ländern gab es Alarm, weil Postsendungen mit weißem Pulver gefunden wurden. In dieser Form wurden die Bakteriensporen in den USA verbreitet. Außer in Kenia waren die Funde außerhalb der USA bislang aber harmlos. Besondere Schutzmaßnahmen ergriff China, wo Samstag das Gipfeltreffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftskooperation (APEC) beginnt.

Bei den 31 Mitarbeitern des US-Kongresses, die mit den Erregern in Berührung gekommen sind, wurde zunächst keine Infektion festgestellt. Die Bakteriensporen befanden sich in einem Brief an den Fraktionschef der Demokraten im Senat, Tom Daschle. Er sagte, die betroffenen Mitarbeiter hätten Antibiotika bekommen.

In den vergangenen Tagen sind in mehreren Ländern Briefe mit weißem Pulver aufgetaucht. In Kenia teilte das Gesundheitsministerium mit, ein Schreiben aus den USA an einen Geschäftsmann in Nairobi sei mit den Erregern kontaminiert. Vier Mitglieder der Familie seien damit in Kontakt gekommen. Zwei weitere verdächtige Briefe würden noch untersucht. Einer sei an eine UNO-Behörde in Nairobi gegangen. Der Brief mit den Bakterien sei von Atlanta über Miami in Florida nach Kenia gekommen. In Florida waren die ersten Milzbrandfälle nach dem Beginn der US-Angriffe aufgetreten.

In Berlin sind in der Poststelle des Umweltministeriums und im US-Konsulat am Donnerstag Briefe mit weißem Pulver eingegangen. Als Vorkehrung gegen einen Anschlag mit Milzbrand- Erregern wurden die Briefe nach amtlichen Angaben von der Polizei sicher gestellt.

Einen neuen Alarm gab es am Donnerstag in Paris. Dort wurde ein Postraum im Gebäude der Nationalversammlung abgesperrt, weil ein Brief mit weißem Pulver gefunden worden waren. In Australien fand sich weißes Pulver in einem Päckchen an den Einwanderungsminister Philip Ruddock. Das Gebäude wurde für fünf Stunden evakuiert, bis sich die Harmlosigkeit des Pulvers herausstellte. In Ecuador zeigten mehrere Personen Krankheitszeichen, die mit einem verdächtigen Brief im Sozialministerium in Berührung gekommen waren. Nach Angaben einer Gesundheitsbehörde ist es jedoch unwahrscheinlich, dass sich darin Milzbrandbakterien befunden haben.

China, das ab Samstag Gastgeber des APEC-Gipfeltreffens ist, hat strenge Kontrollen in Poststellen und an den Grenzen angekündigt, um "den Milzbrand von China fern zu halten", wie das staatliche Fernsehen meldete. Post, Gepäckstücke und Warenlieferungen würden scharf kontrolliert.

Nach den Anschlägen vom 11. September ist in den USA bei mindestens drei Menschen Milzbrand ausgebrochen. Einer starb. In den vergangenen Wochen sind innerhalb des Landes Milzbranderreger mit Briefen verschickt worden. Die US-Regierung vermutet einen terroristischen Hintergrund. Eine Verbindung zu dem moslemischen Extremisten Osama bin Laden und dessen Organisation El Kaida ließ sich nach Angaben der Behörden bislang nicht ziehen. Die USA machen Bin Laden und El Kaida für die Anschläge in New York und bei Washington verantwortlich, bei denen vermutlich fast 5400 Menschen getötet wurden. Seit dem 7. Oktober greifen die USA mit britischer Unterstützung Afghanistan an, um die dortige radikal-islamische Taliban-Regierung zur Auslieferung Bin Ladens zu zwingen. El Kaida hat mit Vergeltung gedroht.
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