DCI will mit Partnern Internet-Handel sicherer machen
München, 25. Jul (Reuters) - Zusammen mit namhaften Partnern aus der Banken- und Versicherungsbranche will die DCI Database for Commerce and Industry AG den Einkauf im Internet sicherer machen und ihm so zum Durchbruch verhelfen. "Wir werden den E-Commerce revolutionieren", kündigte der Vorstandschef des am Neuen Markt notierten Unternehmens, Michael Mohr, am Dienstag auf einer Pressekonferenz in München an. Dem Handel im Internet zwischen Unternehmen (B2B) habe es bisher an gegenseitigem Vertrauen von Ein- und Verkäufern gemangelt, sagte Mohr. Daher sei der E-Commerce "noch nicht richtig ins Laufen gekommen". DCI will durch Provisionen für die Versicherungsleistungen und Registrierungsgebühren von der neuen Partnerschaft profitieren.
Mohr verwies auf zusätzliche Umsatzpotenziale: "Wir werden unsere Pläne übertreffen." Eine konkrete Umsatzprognose gab er nicht. Ernst Hoffmann, Partner der Unternehmenberatung Andersen Consulting, sagte, nur ein Drittel der Firmen, die B2B betrieben, knüpften im Netz Kontakte mit neuen Handelspartnern. Alle anderen handelten nur mit ihren bisherigen Lieferanten. Zu groß seien ihre Zweifel über die Identität, die Kreditwürdigkeit oder Lieferfähigkeit der Verkäufer.
Unternehmen, die Dienstleistungen oder Waren im Internet anbieten, können sich künftig als "TrustedTrader" registrieren lassen. DCI prüft auf Basis seiner Internet-Handelsdatenbank dann die Identität und Bonität von Einkäufern und Verkäufern, unterstützt von der Hermes Kreditversicherungs- AG. Sie bietet Kreditversicherungen auch für einzelne Transaktionen an. Durch die Bonitätsprüfung seien günstigere Tarife zu erwarten, erklärte Mohr. Der Gerling Konzern mit seinen Töchtern TrustedTrade GmbH i. G. und der bestehenden TrustedShops GmbH zertifiziert die Handelspartner. Die Allianz steuert als ersten Schritt eine Transportversicherung bei, die Deutsche Bank wickelt die Transaktion nach dem HBCI-Standard verschlüsselt über Verrechnungskonten ab, DataDesign stellt die dafür notwendigen SmartCards her.
Mohr sagte, DCI habe eine Gemeinschaft aus den stärksten Partnern in ihren Bereichen geschaffen. Das TrustedTrade-Konzept könne auf bis zu tausend elektronische Marktplätze ausgeweitet werden. Das entspreche einem Potenzial von gegenwärtig rund 15 Millionen Firmenkunden. Die Teilnehmer von TrustedTrade zahlen einen Beitrag von 200 Euro im Jahr, beitretende Marktplätze 1500 Euro im Monat. DCI bekommt von den Versicherern darüber hinaus auch Vermittlungsprovisionen. Das Starnberger Unternehmen hatte für das erste Halbjahr 2000 ein Umsatzwachstum von 121 Prozent auf 4,062 Millionen Euro gemeldet. Der Verlust vor Steuern und Zinsen (EBIT) stieg gleichzeitig auf 7,37 (0,26) Millionen Euro.
Die DCI-Aktien stiegen am Dienstag am Neuen Markt um knapp ein Prozent auf 44 Euro.
axh/ben
München, 25. Jul (Reuters) - Zusammen mit namhaften Partnern aus der Banken- und Versicherungsbranche will die DCI Database for Commerce and Industry AG den Einkauf im Internet sicherer machen und ihm so zum Durchbruch verhelfen. "Wir werden den E-Commerce revolutionieren", kündigte der Vorstandschef des am Neuen Markt notierten Unternehmens, Michael Mohr, am Dienstag auf einer Pressekonferenz in München an. Dem Handel im Internet zwischen Unternehmen (B2B) habe es bisher an gegenseitigem Vertrauen von Ein- und Verkäufern gemangelt, sagte Mohr. Daher sei der E-Commerce "noch nicht richtig ins Laufen gekommen". DCI will durch Provisionen für die Versicherungsleistungen und Registrierungsgebühren von der neuen Partnerschaft profitieren.
Mohr verwies auf zusätzliche Umsatzpotenziale: "Wir werden unsere Pläne übertreffen." Eine konkrete Umsatzprognose gab er nicht. Ernst Hoffmann, Partner der Unternehmenberatung Andersen Consulting, sagte, nur ein Drittel der Firmen, die B2B betrieben, knüpften im Netz Kontakte mit neuen Handelspartnern. Alle anderen handelten nur mit ihren bisherigen Lieferanten. Zu groß seien ihre Zweifel über die Identität, die Kreditwürdigkeit oder Lieferfähigkeit der Verkäufer.
Unternehmen, die Dienstleistungen oder Waren im Internet anbieten, können sich künftig als "TrustedTrader" registrieren lassen. DCI prüft auf Basis seiner Internet-Handelsdatenbank dann die Identität und Bonität von Einkäufern und Verkäufern, unterstützt von der Hermes Kreditversicherungs- AG. Sie bietet Kreditversicherungen auch für einzelne Transaktionen an. Durch die Bonitätsprüfung seien günstigere Tarife zu erwarten, erklärte Mohr. Der Gerling Konzern mit seinen Töchtern TrustedTrade GmbH i. G. und der bestehenden TrustedShops GmbH zertifiziert die Handelspartner. Die Allianz steuert als ersten Schritt eine Transportversicherung bei, die Deutsche Bank wickelt die Transaktion nach dem HBCI-Standard verschlüsselt über Verrechnungskonten ab, DataDesign stellt die dafür notwendigen SmartCards her.
Mohr sagte, DCI habe eine Gemeinschaft aus den stärksten Partnern in ihren Bereichen geschaffen. Das TrustedTrade-Konzept könne auf bis zu tausend elektronische Marktplätze ausgeweitet werden. Das entspreche einem Potenzial von gegenwärtig rund 15 Millionen Firmenkunden. Die Teilnehmer von TrustedTrade zahlen einen Beitrag von 200 Euro im Jahr, beitretende Marktplätze 1500 Euro im Monat. DCI bekommt von den Versicherern darüber hinaus auch Vermittlungsprovisionen. Das Starnberger Unternehmen hatte für das erste Halbjahr 2000 ein Umsatzwachstum von 121 Prozent auf 4,062 Millionen Euro gemeldet. Der Verlust vor Steuern und Zinsen (EBIT) stieg gleichzeitig auf 7,37 (0,26) Millionen Euro.
Die DCI-Aktien stiegen am Dienstag am Neuen Markt um knapp ein Prozent auf 44 Euro.
axh/ben