da gibt es dann von dir schon recht große Ungenauigkeiten und man muss sich das schon im Detail anschauen.
Für die China-Solaris ist das Währungspaar Yuan/US-Dollar aktuell nicht so entscheidend, da der Yuan in Q3 nur um knapp 1% zum US-Dollar gefallen ist. Ist somit für Q3 vernachlässigbar. Jedoch ist der Yuan zum Euro mit 8% kräftig gestiegen in Q3 und der Yuan zum Yen genau so (- 10%). Der Euro und der Yen könnten bei den Margen in Q3 zu einem Problem werden. Jedoch werden Währungen von den China-Solaris generell gehedgt und es war abzusehen, dass der Euro wie auch der Yen deutlich Federn lassen wird, während ja der Yuan ohnehin eng am US-Dollar hängt.
Die doch sehr große Verwerfungen der Währungspaare Yuan/Euro und Yuan/Yen machen die Q3-Ergebnisse der China-Solaris auf Nettobasis unberechenbar.
Dass die nächsten Zahlen super werden glaube ich nicht. Ist natürlich auch ne Frage was denn super bedeuten soll.
Die Jinko-Bruttomarge wird wohl in Q3 weiter leicht fallen (siehe Q2-Guidance und da war Q3 schon zu 50% durch), weil sich die niedrigen Modulpreise erst in Q3 voll bemerkbar machen und weil die US-Strafzölle die Bruttomarge drücken wird (Jinko z.B: erwartet für die USA in Q3 eine Bruttomarge von 17% - vor den Strafzöllen > 20%) und das schon alleine spricht nicht für Super-Zahlen und auch die schwachen Yen und Euro werden sich wohl negativ bemerkbar machen.
Sollte sich die Modulpreisentwicklung vor allem in China verfestigen mit Modulpreisen von um die 0,58 $/W (Tief lag bei 0,55 $/W), dann werden wir wohl in Q4 sehr gute Zahlen sehen, erstens weil dann die Margen steigen und zweitens wird es in Q4 Top Umsätze geben. Ich gehe in Q4 von super Zahlen aus. Die Q3-Zahlen werden wohl durchwachsen ausfallen, aber garniert von einer (sehr) guten Q4-Guidance.
Den Satz halte ich dann schon für sehr gewagt: "Bei solarworld, die viel in USA verkaufen aber am Ende in Euro bilanzieren wird sich das auf alle Fälle mal gut auswirken". Gut auswirken ? Naja, da Solarworld auch in den USA produziert fallen die in den USA verkauften Module großteils auch die Kosten in US-Dollar an. Ist dann fast ein Nullsummenspiel. Das heißt, von der Gewinnseite aus gesehen wird der starke US-Dollar kaum helfen und beim Umsatz auch nicht viel. Solarworld macht rd. 1/3 seiner Umsätze in den USA. In Q3 werden es wohl so um die 70 Mio. € sein. Bei einem stärkeren US-Dollar zum Euro von 8% würden dann halt am Ende 5,8 Mio. € mehr an Umsatz rauskommen. Das wird nicht großartig auffallen. Solarworld dürfte vor allem mit seinen Sunmodulen vom stärkeren US-Dollar profitieren, denn das wird nur in Deutschland hergestellt. Aber hier reden wir von einem Quartalsumsatz von 15 bis 20 Mio. € und das wird dann auch nicht groß auffallen. Zumal ich davon ausgehe, dass Solarworld aufgrund des schwachen Euros die Sunmodule in den USA billiger verkaufen wird umso an Marktanteile zu kommen.