Viva la mamma, lautet die Devise vieler italienischer Nesthocker, die auch im reiferen Alter noch im Elternhaus wohnen - Mutter kocht und putzt, die Eltern füllen das Konto. Nach einem neuen Urteil müssen sie sogar für einen 29-jährigen Jura-Absolventen weiter zahlen, der von Arbeit nicht viel hält.
Wenn es ein Volk gibt, in dem junge Männer die Nabelschnur zur Familie spät oder nie lösen, dann sind es die Italiener. Selbst wenn die Schläfen langsam grau werden, finden viele das "Hotel Mamma" einfach unwiderstehlich bequem: Mutter kocht leckere Pasta, wäscht den Anzug, putzt das Zimmer. Und der Vater zahlt.
Wird es den Eltern zu viel, haben sie wenig Chancen, ihren "Mammoni" - Muttersöhnchen - zu einem selbstständigen Leben zu verhelfen. Nach einem aktuellen höchstrichterlichen Urteil müssen sie ihre Kinder auch nach dem Universitätsabschluss unterstützen, selbst wenn die um Arbeit einen großen Bogen machen. Das Oberste Berufungsgericht in Rom gab jetzt einem 29 Jahre alten Jura-Absolventen aus gutem Hause Recht, der "unangemessene" Jobangebote stets ausschlug. Den monatlichen Scheck über 750 Euro nahm er aber gern vom geschiedenen Vater in Neapel.
Auf eigenen Füßen stehen wollte der Akademiker lieber noch nicht - wozu auch, schließlich zahlte ihm die ähnlich wohlhabende Mutter ebenfalls 750 Euro pro Monat. "Seid beruhigt: Niemand kann euch von zu Hause rauswerfen, bis ihr einen Job findet, der euch passt", beruhigte die Zeitung "Corriere della Sera" Italiens Nesthocker am Freitag. Und die Psychologieprofessorin Anna Oliviero Ferraris klagte, das Urteil verstärke die "pathologische Tendenz, das Haus nicht zu verlassen. Jetzt können sich auch 30-Jährige weiterhin wie Kinder fühlen."
Der Trend hat sich in den letzten 15 Jahren sogar deutlich verstärkt: Jeder dritte italienische Mann zwischen 30 und 34 Jahren lebt noch bei Muttern, bei den Nichtverheirateten unter 30 Jahren sind es gar 71 Prozent. Und selbst nach der Hochzeit bleiben sie oft in der Nähe - denn fast die Hälfte der verheirateten Italiener leben im Umkreis von höchstens einem Kilometer der Wohnung der Mutter. Und so ist nie basta mit Mammas Pasta.
Gruß
Happy End
Wenn es ein Volk gibt, in dem junge Männer die Nabelschnur zur Familie spät oder nie lösen, dann sind es die Italiener. Selbst wenn die Schläfen langsam grau werden, finden viele das "Hotel Mamma" einfach unwiderstehlich bequem: Mutter kocht leckere Pasta, wäscht den Anzug, putzt das Zimmer. Und der Vater zahlt.
Wird es den Eltern zu viel, haben sie wenig Chancen, ihren "Mammoni" - Muttersöhnchen - zu einem selbstständigen Leben zu verhelfen. Nach einem aktuellen höchstrichterlichen Urteil müssen sie ihre Kinder auch nach dem Universitätsabschluss unterstützen, selbst wenn die um Arbeit einen großen Bogen machen. Das Oberste Berufungsgericht in Rom gab jetzt einem 29 Jahre alten Jura-Absolventen aus gutem Hause Recht, der "unangemessene" Jobangebote stets ausschlug. Den monatlichen Scheck über 750 Euro nahm er aber gern vom geschiedenen Vater in Neapel.
Auf eigenen Füßen stehen wollte der Akademiker lieber noch nicht - wozu auch, schließlich zahlte ihm die ähnlich wohlhabende Mutter ebenfalls 750 Euro pro Monat. "Seid beruhigt: Niemand kann euch von zu Hause rauswerfen, bis ihr einen Job findet, der euch passt", beruhigte die Zeitung "Corriere della Sera" Italiens Nesthocker am Freitag. Und die Psychologieprofessorin Anna Oliviero Ferraris klagte, das Urteil verstärke die "pathologische Tendenz, das Haus nicht zu verlassen. Jetzt können sich auch 30-Jährige weiterhin wie Kinder fühlen."
Der Trend hat sich in den letzten 15 Jahren sogar deutlich verstärkt: Jeder dritte italienische Mann zwischen 30 und 34 Jahren lebt noch bei Muttern, bei den Nichtverheirateten unter 30 Jahren sind es gar 71 Prozent. Und selbst nach der Hochzeit bleiben sie oft in der Nähe - denn fast die Hälfte der verheirateten Italiener leben im Umkreis von höchstens einem Kilometer der Wohnung der Mutter. Und so ist nie basta mit Mammas Pasta.
Gruß
Happy End