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Oben schreibst Du in "Ich bin ein Spekulantenschwein":
1. Ich bin bei etwas über 5,-EURO ausgestiegen. Steige ich jetzt wieder ein und
riskiere ich meine VK-Summe, so ist das immer noch "kleines Geld", dessen
Totalverlust ich verkraften könnte.
2. Ich bekäme damit die 4-fache Anzahl Aktien ggü. meinem Ausstieg, würde also
mein Risiko nominell um 75% verringern.
Wenn Du dieselbe Summe wie damals beim Ausstieg zu 5 Euro anlegst (d.h. Vervierfachung der Aktienzahl bei Viertelung des Kurses), so ist Dein Risiko exakt unverändert.
Würde HRE auf Null fallen, würdest Du die gleiche Summe in den Sand setzen, als wärst Du bei 5 Euro NICHT ausgestiegen ;-)
Dein Risiko ist damit nicht um einen Cent kleiner geworden. Im Gegenteil könntest Du die an sich weise Entscheidung, bei 5 Euro ausgestiegen zu sein, mit dem Nachkauf der vierfachen Positionsgröße zu 1,25 "im Nachhinein verderben".
"Bottom guessing" ist der teuerste Volkssport, den die Börse zu bieten hat.
"Und selbst wer das Glück hat, etwa in eine Bank zu investieren, deren Aktienkapital überlebt, fährt danach nicht unbedingt sofort massive Kursgewinne ein. Denn die Margen der Banken werden auf lange Sicht nicht mehr die Höhen der Boomjahre erreichen."
Das sehe ich ähnlich. Daher besteht auch nicht der geringste Grund, übereilt in die fallenden Messer der Bankaktien - wie hier HRE - zu greifen, nur weil sie optisch billig aussehen. Wird eine Bank entschädigungslos verstaatlicht, war jeder noch so "niedrige" Einstieg komplett rausgeschmissenes Geld.
Es ist daher Disziplin gefragt - die Disziplin des geduldigen Abwartens. Man kann sich womöglich jahrelang Zeit lassen, aus der angenehmen Position der unbeteiligten Beobachters das Bankensterben zu verfolgen. Wozu JETZT raten, welche der Großbanken die aktuelle Krise überleben werden?
Wenn der Autor in Deinem HB-Artikel Recht hat - wovon ich ausgehe - hat man, nachdem die Müll-Banken durch den Pleite-Rost gefallen ist, lange Zeit, in die dann SEHR LANGSAM steigenden Charts reinzukaufen. Die Hektik, "jetzt den Boden" zu erwischen und auf eine V-Erholung zu hoffen - wie wir sie im sekulären Bullenmarkt von 1982 bis 2000 und in seinem "Nachhall" von 2003 bis 2007 so oft sahen - sollte man seinen Nerven und seinem Portemonnaie ersparen.
Bei der HRE war alles "Bottom Guessing" in diesem Thread für die Katz. Die Aktie steht auf Allzeittief.
"Der Kurs ist nach unten durch die faktische Staatsgarantie abgesichert"
Der Staat garantiert das Überleben der HRE samt Depfa als funktionsfähige Banken. Er garantiert aber mitnichten, dass die Aktionäre keinen Totalverlust erleiden. Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe.
Was Deine Einschätzung des CRV betrifft, bleibst Du halt der bekannte "Unverbesserliche", der sich meist nur auf die positiven Chancen konzentriert, aber das erhebliche Risiko (Totalverlust) im Vergleich dazu zu wenig ins Kalkül zieht. Ich sehe da gewisse Parallelen zu Bernecker ;-)
Vielleicht hast Du sogar Glück und Deine Spekulation geht auf. Auf Glück zu hoffen ist allerdings meine Strategie nicht. Ich brauch was Greifbares - möglichst Dinge, die "über Null" stehen. Schulden zählen nicht dazu.
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