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ARIVA.DE Redaktion  | 
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AMG Critical Materials – Eine europäische Lithium-Aktie, die Anleger haben müssen?
Mit einem Kursplus von rund 30 Prozent ist AMG Critical Materials stark ins neue Börsenjahr gestartet. Rückenwind liefern operative Fortschritte, eine Rückkehr in die Gewinnzone und staatliche Förderung für den strategisch wichtigen Lithium-Ausbau in Deutschland.
AMG Critical Materials N.V. mit Sitz in den Niederlanden zählt zu den führenden europäischen Anbietern von Hochleistungsmaterialien und kritischen Rohstoffen. Der Konzern ist entlang der gesamten Wertschöpfungskette aktiv – von der Rohstoffgewinnung und dem Recycling bis hin zu Hightech-Legierungen, Vakuum-Ofensystemen und Engineering-Lösungen.
Das Geschäftsmodell ruht auf drei strategischen Säulen. AMG Lithium fokussiert sich auf die Förderung, Verarbeitung und Raffination von Lithium und adressiert damit direkt die wachsende Nachfrage der Batterie- und Elektromobilitätsindustrie. AMG Vanadium deckt Recycling, Energiespeicherlösungen und Spezialanwendungen für Stahl- und Chemieindustrie ab. AMG Technologies liefert hochentwickelte Anlagen- und Vakuumtechnologie für Luft- und Raumfahrt, Halbleiter, Medizintechnik und Energieanwendungen.
Besonders im Kontext der Energiewende und der europäischen Industriepolitik nimmt AMG eine Schlüsselrolle ein. Der Aufbau eigener Lithium-Raffinerien in Europa soll Abhängigkeiten reduzieren und strategische Lieferketten absichern.
Der bisherige Geschäftsverlauf
Im dritten Quartal 2025 erzielte AMG einen Umsatz von 434,69 Millionen US-Dollar, nach 356 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich gelang die Rückkehr in die Gewinnzone: Der Nettogewinn lag bei 13,07 Millionen US-Dollar, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von 13,35 Millionen US-Dollar ausgewiesen worden war. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäften betrug 0,40 US-Dollar, nach einem Verlust von 0,41 US-Dollar im Vorjahresquartal.
In den ersten neun Monaten des Jahres summierte sich der Umsatz auf 1.261,77 Millionen US-Dollar, gegenüber 1.078,47 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Der Nettogewinn belief sich auf 29,63 Millionen US-Dollar, nachdem im Vergleichszeitraum noch ein Verlust von 40,62 Millionen US-Dollar angefallen war. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäften lag bei 0,92 US-Dollar, nach minus 1,26 US-Dollar im Vorjahr.
Die Zahlen zeigen deutlich: AMG profitiert von stabileren Rohstoffpreisen, operativen Verbesserungen und einer besseren Auslastung in den Technologie- und Lithiumaktivitäten.
Förderung durch die Bundesregierung
Ein strategisch wichtiger Meilenstein folgte kurz vor Jahresende. AMG Lithium erhält eine Förderung in Höhe von 36 Millionen Euro vom deutschen Bundesministerium für Wirtschaft und Energie für den Aufbau einer Lithium-Raffinerie in Bitterfeld. Ziel ist es, die heimische Batteriezellproduktion zu stärken und kritische Lieferketten in Europa abzusichern.
Die Förderung unterstreicht nicht nur die industriepolitische Bedeutung des Projekts, sondern verbessert auch die Wirtschaftlichkeit des Raffinerieausbaus. Für AMG bedeutet dies einen klaren Standortvorteil gegenüber außereuropäischen Wettbewerbern und eine stärkere Verankerung im europäischen Batterie-Ökosystem.
Fazit: Aussichtsreiche Aktie
AMG Critical Materials vereint mehrere strukturelle Wachstumstreiber in einem Unternehmen: Elektromobilität, Energiespeicherung, Recycling und Hightech-Industrie. Die Rückkehr in die Profitabilität, steigende Umsätze und die staatliche Unterstützung für den Lithium-Ausbau geben der Aktie zusätzliche Substanz.
Nach dem starken Jahresauftakt bleibt die Aktie zwar konjunktur- und rohstoffpreisabhängig, bietet aber langfristig attraktive Perspektiven für Anleger, die auf die europäische Energiewende und strategische Rohstoffe setzen. AMG positioniert sich zunehmend als unverzichtbarer Baustein der europäischen Batterie- und Industriepolitik – und damit als spannende Lithium-Aktie mit weiterem Potenzial.
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