Es will mir nicht aus dem Kopf, aber die Entwicklung bei Heidelberger Druckmaschinen AG erinnert mich 1:1 an die Entwicklung bei der Pfleiderer AG ...
www.pfleiderer.com/dach-de/ war so ein großartiges Unternehmen (wie Heidelberger Druckmaschinen AG und das ist es heute noch. Leider war die Fahrt als Unternehmen holprig und meine Aktien wurden wertlos. Gott sei Dank konnten 3.500 Arbeitsplätze gerettet werden und das Unternehmen steht nach einigem Hin- und Hergeschacher wieder ordentlich da. Die, die das ganz große Rad drehten sind heute fein raus:
Pfleiderer wurde von der Investmentgesellschaft Atlantik aus Luxemburg übernommen, einer Investmentfirma des Unternehmenssanierers Michael F. Keppel. Im Zuge der Restrukturierung wurden zahlreiche Werke in Europa geschlossen oder zum Zwecke der Schuldentilgung verkauft und das Nordamerika-Geschäft abgegeben. Der Konzern wurde dabei auf die heutigen acht Standorte mit ihren 3500 Beschäftigten verkleinert. Anfang Oktober 2015 kündigte das Unternehmen seinen erneuten, jedoch indirekten Börsengang an. Dabei sollte die an der Warschauer Börse notierte 65,1 Prozentige Tochter der Pfleiderer GmbH, Pfleiderer Grajewo S.A. nach einer Kapitalerhöhung die Pfleiderer GmbH komplett übernehmen und somit zur obersten Konzerngesellschaft werden. Im Oktober 2015 wurde die Kapitalerhöhung aufgrund niedriger Zeichnungsbereitschaft seitens der polnischen Investoren vorerst abgesagt, im Januar 2016 dann erfolgreich abgeschlossen; seither gehört Pfleiderer zur an der Warschauer Börse notierten Pfleiderer Group S.A. mit Sitz in Breslau (ehemals Pfleiderer Grajewo S.A.).
Im Oktober 2019 erwarb Strategic Value Partners, eine US-amerikanische Investmentgesellschaft (gemeinsam mit dem Luxemburger Investor Atlantik, der weiterhin als Minderheitsgesellschafter beteiligt bleibt) Pfleiderer Group zu 100 Prozent. Im Rahmen der Mehrheitsübernahme beantragte die Pfleiderer Group ein Delisting und wurde im Dezember des Jahres von der Börse genommen.