Glaube nicht an Kurse UNTER 0,2 ...NUR FÜR ZOCKER ..logisch ,gelle ..
betafaktor.info vom Freitag
H5B5 Media: hängt am seidenen Faden
Die Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre wähnte die H5B5 Media
AG (WKN:
555540; akt. Kurs: 0,41 EUR) bereits überschuldet und damit
reif für den Insolvenzantrag, doch noch ist es nicht soweit. Der allein
massgebliche Einzelabschluss nach HGB liegt noch nicht vor und
wird erst nächste Woche erwartet. Die Lage ist allerdings tatsächlich
sehr ernst. Wir rechnen zumindest mit einer Verlustanzeige der Hälfte
des Grundkapitals (gem. §92 AktG) und einer damit einhergehenden
a.o. HV. Unabhängig von einer bilanziellen Überschuldung käme ausserdem
noch eine drohende Zahlungsunfähigkeit als Insolvenzgrund
in Frage, denn die Liquidität ist sehr stark angespannt und H5B5 verfügt
über keinerlei Kreditlinien. Der operative Cash-Flow ist zwar derzeit
Monat für Monat positiv, aber schon kleine Zahlungsverzögerungen
könnten das Aus bedeuten. Dass dies keine Basis für eine mittelfristige
Finanzplanung ist, wissen auch die Vorstände Hendrik Hey
und Frank Winnenbrock. Sie suchen gleichzeitig Investoren und Geschäftspartner.
Dabei rinnt die Zeit davon. Einige Hoffnungsträger hat
die Gesellschaft offenbar noch in petto, die kurzfristig zu Einnahmen
führen könnten. Ungemach droht indes von Bankenseite: Die Hypo-
Vereinsbank hat der inzwischen insolventen H5B5-Tochter Forum
der Technik GmbH die Kredite gekündigt; für einen davon in Höhe
von 1,2 Mio. DEM muss H5B5 als Bürge gerade stehen. Diese hält
jedoch bereits die Gegenwaffe parat und fordert ihrerseits 1,9 Mio.
DEM von der Bank! Grund: Angeblich fehlerhafte Bilanzen der GmbH
aus den Vorjahren, für deren Richtigkeit die HypoVereinsbank geradestehen
soll. (Die Bank hatte den Verkauf 2001 eingefädelt.) Wir vermuten
eine aussergerichtliche Einigung, da der Bank bei öffentlicher
Auseinandersetzung ein Image-Schaden drohen könnte, der in keinem
Verhältnis zur eingeforderten Summe steht. Für das Jahr 2002
kalkuliert Finanzvorstand Winnenbrock mit Umsätzen von 13 Mio.
EUR. Eine Fortführung vorausgesetzt, ist diese Planung eher konservativ.
Denn wie wir hören sind davon bereits 70% vertraglich gesichert.
Es könnte also noch die eine oder andere Überraschung nach
oben geben. Zunächst aber muss das Überleben gesichert werden.
Eine Kapitalerhöhung erscheint derzeit unrealistisch, zumal diese zu
minimal 1 EUR pro Aktie durchgeführt werden müsste und kein Investor
in Sicht ist. Ein gangbarer Weg wäre ein Kapitalschnitt mit anschliessender
Kapitalerhöhung. Möglicherweise ist aber auch die Insolvenz
eine Möglichkeit, geregelt neue Wege zu suchen. In den allermeisten
Fällen ist der Insolvenzantrag zwar der Anfang vom Ende
eines Unternehmens, das muss hier aber nicht der Fall sein. Die Gesellschaft
ist völlig schuldenfrei und verfügt über durchaus attraktive
Aktiva. Warten Sie den Einzelabschluss ab. Für Zocker könnte die
Aktie attraktiv werden!