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Meldung des Tages: Das „Next Butte?“-Setup in Montana — und es ist noch immer eine $15M-Story

Glaubt ihr, dass Schrödi die Steuern weiter


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Nobody II:

@Mod wieso die "grossen"

 
10.09.02 12:50
ich dachte alle Kapitalgesellschaften.

Gruß
Nobody II
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mod:

Nobody II,

 
10.09.02 13:07
stimmt theoretisch,
aber die kleinen zahlten bisher schon praktisch nichts.
Z.B. Ein-Mann-AG

Viele Grüsse
m.

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Nobody II:

@Mod

 
10.09.02 13:21
Aber was gibt es für Alternativen - das System komplett umzustricken wird nicht umsetzbar sein ! Am Ende wird jede Regierung überall versuchen einen € zu verdienen und dabei das Gesicht nicht zu verlieren.

Bei der Schuldenlast ist halt nicht viel Spielraum ! Interessant finde ich aber, wo das ganze Geld welches im Rahmen des 11. Septembers vereinnahmt wird hinwandert. Ökosteuer finanziert Rente ist klar. Aber Tabak- und Versicherungssteuer ?

Ähnliches Unverständnis herrscht bei der Flutkatastrophe wird ein Volumen von über 50 Mrd € bewegt (Steuerreform, Spenden, Versicherungszahlungen, ...) für Schäden zwischen 20-30 Mrd €.

Ist schon komisch !

Gruß
Nobody II
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broker10:

up

 
10.09.02 13:21
Kanzlerkandidat Edmund Stoiber (CSU) und CDU-Chefin Angela Merkel hätten mit ihrem Rückzug bei der Forderung nach einer höheren Körperschaftssteuer für Kapitalgesellschaften eine Rolle rückwärts geschafft.

Mit einer Neuverschuldung, die Steuerreform nicht zu verschieben ist die Lösung. Das die Bürger dann am Ende mehr durch Zinszahlungen zurückzahlen, dürfte jeden klar sein.
Fällt die Ökosteuer weg, muss die Einnahme die daraus entstanden wäre, woanders herkommen.
Antworten
brudini:

Ich denke, dieses ist keine Glaubensfrage!

 
10.09.02 13:22
 
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mod:

Verwendung der "Ökosteuer"

 
10.09.02 14:18
Wisst Ihr, wo die Einnahmen aus der Ökosteuer hinwandern?

Haushaltsrechtlich darf es keine zweckgebundenen
Steuern geben, also wandert auch die Ökosteuer in den
grossen Haushaltstopf.

Schaut in  Haushalts-Plan und -Rechnung des Bundes!

Das Ganze war nur eine Steuererhöhung unter dem
Vorwand der Ökologie.
Demnächst gibt es u.U. wieder die Fenstersteuer.
Antworten
Hiob:

Mensch mod, denk doch mal nach:

 
10.09.02 14:25

Die Ökosteuer wandert in die Rente - und das ist gut so. Denn ich will eine orentliche Rente haben, wenn es denn mal so weit ist. Und die anderen Rentner aus dem Rentnerberg wollen auch eine anständige Rente haben. Und die müssen wir euch Jungen aus der Tasche pressen. Die Ökosteuer ist da wirklich noch die schmerzfreieste Methode. Die Rentner können auch anders mit den kleinen undankbaren Stinkern verfahren. Denn die Alten und Rentner sind in wenigen Jahren die Mehrheit und können daher bestimmen, welche Politik gemacht wird. Ich schätz, schon in 10 Jahren wird den Jungen der Wind ins Gesicht blasen, weil Politiker, die gewählt werden wollen, den Alten, ohne die nichts geht, hinten reinkriechen werden.

Mein Rat daher: Vorsicht, wenns gegen die Alten geht!!!
Antworten
mod:

Hiob,

 
10.09.02 14:31
ich glaube Du bist ein älterer Mediziner.
Verstehst also etwas von Medizin und versuchst,
Dein Vermögen an der Börse zu mehren.
Ich dagegen bin Ökonom und verstehe unter anderem
etwas von Finanzwissenschaft.
So einfach ist die Welt.

Viele Grüsse
m.
Antworten
Nobody II:

@Hiob

 
10.09.02 14:33
Die Einstellung hat nur ein Problem - wenn die "Jungen" nicht reinzahlen (weniger Kinder, Abwanderung, niedrigere Löhne, ...) dann können die Alten machen was sie wollen, jedoch werden die dann von der Hand im Mund leben müssen.

Gruß

Nobody II
Antworten
Hiob:

Lieber mod,

 
10.09.02 14:33

ich habe wahrscheinlich im Unterschied zu dir nicht nur ein vorzeigbares Wirtschaftsabi, sondern auch ein paar Semester BWL/VWL und vor allem eine langjährige Erfahrung im Traden.
Antworten
TD714788:

Und der nächste, der versucht mod mit...

 
10.09.02 14:35
...Argumenten beizukommen.

Macht keinen Sinn Hiob, melde Dich lieber für das Indianertreffen an. Wird bestimmt noch netter als damals bei Mr. Wong.

Grüsse,
Tyler Durdan

Antworten
mod:

TD,

 
10.09.02 14:38
lies erst einmal bitte, bevor Du Dich einmischt.
Du hast Dir ja auch verbeten, dass ich mich ...
Antworten
Nokiacrash:

Weitere Steuerreformen...

 
10.09.02 14:40
Geplant:

Anhebung der Erbschaftssteuer (Rote + Grüne)
Wiedereinführung der Vermögensteuer (Grüne)
Einführung der Tobinsteuer (Grüne)
Antworten
mod:

Lieber Hiob,

 
10.09.02 14:40
ich bin schwer beeindruckt!
Da kann ich natürlich nicht mithalten. *g*
Sorry.

Viele Grüsse
m.
Antworten
Hiob:

Nobody, es ist eine Frage der Phantasie,

 
10.09.02 14:41

wie man den Arbeitsmarkt gestaltet. Ich bin ein Anhänger von flexiblen Arbeitszeitmodellen, und zwar auch mit Blick auf die Lebensarbeitszeit. Gerade mit der Arbeitsverteilung könnte einiges besser gemacht werden. Viele Jobs im öffentlichen Dienst, aber auch bei privaten Arbeitgebern sind so geschnitten, daß die Leute mit weniger Arbeitszeit und weniger Einkommen auskommen könnten. Da gibt es viele, die bis zum Umfallen Überstunden machen und neben ihrem Job her noch andere Einkommensquellen erschließen, während andere, gelich oder teils sogar besser qualifizierte, von der Sozialhilfe leben. Wenn man hier mal rangehen würde, könnte man mit Sicherheit bis zu zwei Millionen Arbeitslose abräumen. Man muß die Arbeit einfach nur besser verteilen.

Antworten
TD714788:

Geliebter mod,

 
10.09.02 14:42
ich habe mich keineswegs eingemischt und brauchte auch vorher gar nichts zu lesen, da ich nur ganz grundlegend feststellen wollte, das eine Diskussion egal über welches Thema mit Dir fruchtlos ist.

Grüsse,
Tyler Durdan

Antworten
Hiob:

Was für ein Indianertreffen, TD??? o.T.

 
10.09.02 14:43
Antworten
Levke:

das hier Hiob

 
10.09.02 14:48
Nobody II:

@Hiob das ist ein Vorschlag der in der

 
10.09.02 14:51
Allgemeinheit richtig ist, aber in der Individualität des Einzelnen nicht umsetzbar.

Mal überspitzt !

Warum soll ein Sozialhilfeempfänger arbeiten !
Wo beginnt Flexibilität ?
(Bsp. : Ostdeutschland keine Arbeitsstellen und viele Arbeitslose - Problem ist hier nicht Flexibilität !)

Das langfristige Problem wird auch nicht nur der Arbeitslose sein. Nimm mal an, dass es immer weiter weniger Kinder gibt, langfristig erledigt sich die Arbeitslosigkeit von allein.

Das sind einfach strukturelle Probleme. Das System muß den Wechsel (möglichst sozial) schaffen, dass jederman sein Niveau halten kann, aber es muß Leuten die viel leisten auch besser gehen als anderen. Und eine wichtige Grundlage ist doch, dass jeder seine Rente/Zukunft selbst beeinflussen kann.

Tatsache ist, dass wir uns auf dem aktuellen Kinderstand (1,3 pro Eltern) mit diesem System keine Rentner leisten können. Wie soll 1,3 Kind für 2 Renten sorgen und dabei selbst noch Einkommen zum Leben haben ?

Dieses System krankt und fakt ist auch, wenn den "Kindern" nichts mehr bleibt, werden die gehen.

Wir leben in einer Leistungsgesellschaft. Das Problem ist halt nur, dass Leistung nicht mehr belohnt wird.



Gruß
Nobody II
Antworten
Hiob:

Hallo Levke,

 
10.09.02 14:54

schön, mal wieder was zu hören. Der 12./13. Okt könnte gehen gehen. Ich sage das mit aller Vorsicht, weil ich noch immer Pendler bin. Wein und Gesang dürfen sein. Weib ist riskant - meine Frau ist zur Zeit etwas empfindlich.
Antworten
villa:

@Hiob

 
10.09.02 15:00
Ist dein Rechenbespiel nicht nur fiktiv, kannst du die genannten (2 Mio) belegen, oder hat dir das jemand geflüstert? Außerdem erwarte ich von einem Menschen deiner Bildung, dass er sich nicht bezüglich der zu erwarteten Rente von einem oder mehreren Politiker vollquatschen lässt.
Du wirst dich noch wundern was dir die Ökosteuer später an Rente bringt.  

MOD hat schon in gewisserweise Recht, das Ganze war nur eine Steuererhöhung unter dem Vorwand der Ökologie.

Die Regierung hat es nur solange erzählt bis es die meisten glaubten. Unter dem Motto: Ständiger Tropfen hölt den Stein.  
Antworten
Hiob:

Nobody, es ist mir klar,

 
10.09.02 15:10
daß die Sache nicht einfach wird. Aber man könnte beispielsweise zumindest mal dran denken, die Arbeitszeiten Älterer etwas herunterzufahren und parallel dazu die Lebensarbeitszeit zu verlängern. Auch das könnte den Druck auf die Rentenkassen verringern. Daß den Jungen nicht die Luft und die Lebensfreude ausgehen darf, ist doch klar. Andererseits sollte man den Arbeitsmarkt nicht so eng, sprich: nicht so deutsch sehen. Es gibt auch Zuwanderung. Und man wird sie wohl brauchen.

Zu deinem Leistungsrgument ist noch zu sagen, daß sich die kommende Rentnergeneration auch betrogen fühlen kann. Denn die letzten 10 Jahre waren ein Raubbau an sozialen Besitzständen derer, die fleißig ihre Rentenbeiträge bezahlt haben.


Antworten
TD714788:

Hiob

 
10.09.02 15:13
Der Termin ist der 19.10.02. Wäre klasse, wenn Du auch kämest. Das mit dem Weib kannst Du dann ja lassen ;-), wobei wir natürlich auch sehr schweigsam sein können....

Grüsse,
Tyler Durdan

Antworten
Kritiker:

Darf ich mich auch noch ein ...

 
10.09.02 15:25
... bißchen einmischen?
Solange Ihr Politikerargumente verwendet, werdet Ihr das Chaos Deutschland nicht ändern. Politiker werden gewählt, um das eigene Volk zu bes...änftigen?!
Lohn - Leistungsvergleich: Wo gibt es für dummes Gerede mehr leichtes Geld, als im Bundestag? Müßte ein/e solche in der Grundschule sich dienlich machen, spielten die Kinder mit denen Katz & Maus für 1/3 Gehalt!!!
Bei den Wahlreden wurde klar deutlich, Alles im abgeschiedenen Kämmerchen vorbereitet mit wenig Bezug zum Realen.
Da hilft eines Tages nur eine Revolution wie vor 200 Jahren in Frankreich: Kopf ab!!
Doch, welche jungen Leute, ziehen die Karre aus dem Dreck??? Die guten haben eigene Arbeit und die untauglichen haben wir dort schon!
Traurig, alles sehr traurig - und leider wahr! - Kritiker.
Antworten
Dixie:

@Kritiker, wohl wahr!

 
11.09.02 15:12
A R B E I T S M A R K T



Alle versprechen Jobs

... und verschwören sich gegen die Arbeit - der deutsche Selbstbetrug

Von Uwe-Jean Heuser



Der Kanzler bewährt sich in der Elbflut, weist die Richtung in Johannesburg - und dann holt ihn die Wirtschaftsmisere trotzdem wieder ein. Das Arbeitslosenheer so groß wie zum Amtsantritt, das staatliche Defizit im Drift über die absolute Obergrenze von drei Prozent, die Krankenkassen im Milliardenloch: An allen Enden reißt das ökonomische Flickwerk.
Pech für Schröder. Regierungschefs können den Macher geben, so oft sie wollen - wenn die Wirtschaft nicht mitspielt, sehen sie wie Provinzschauspieler aus. George Bush, der Vater, jagte Saddam Hussein im Golfkrieg zurück nach Bagdad, bloß um zwei Jahre später in der Rezession aus dem Weißen Haus vertrieben zu werden. Helmut Kohl musste erst gehen, als das Wahlvolk angesichts von vier Millionen Arbeitslosen um den eigenen Wohlstand fürchtete.

Angenommen, der Aufschwung währte bis heute, eine halbe Million mehr ginge arbeiten statt stempeln, die Schulden schrumpften - Edmund Stoiber wäre gar nicht erst angetreten. Doch wenn die deutsche Wirtschaft erst abrutscht, dann gründlich. Neue Arbeitslose zahlen keine Abgaben mehr, sondern kosten Geld. Die Staatseinnahmen schmelzen weg, die Sozialbeiträge reichen nicht mehr, und die Arbeitslosigkeit steigt weiter. Dass die Deutschen unter der globalen Wirtschaftsschwäche besonders stark leiden - daran sind sie selbst schuld. Wie auf einen Esel haben sie alle Lasten auf die Arbeit getürmt. Irgendwann bricht das Tier dann zusammen, und sie sagen verblüfft: "Wir haben es so gut gemeint."

Geld parken am Alpenrand

Nehmen wir einen Angestellten, der 3000 Euro im Monat verdient. Davon zahlt er - teils offen und teils als Arbeitgeberanteil getarnt - 19,1 Prozent für das Rentensystem, 6,5 Prozent für die Arbeitslosenkasse, etwa 14 Prozent für die Krankenversicherung und noch einmal 1,7 Prozent für Pflege. Dann langt der Fiskus zu, und von jedem zusätzlich verdienten Euro bleiben dem geschröpften Arbeitnehmer am Ende vielleicht 35 Cent. Welch ein politischer Betrug: Der von allen Parteien vorgeblich umworbene Leistungsträger ist in Wahrheit der Lastenträger der Nation.

Auch die Steuerbürde schleppt vor allem der Arbeitsesel. An seinen Lohn kommt der Staat bequem heran, weil er ihn an der Quelle besteuert. Die Vermögenden lässt er hingegen weithin zufrieden - ihre Zinsen, Kursgewinne und Mieten werden nur zum Bruchteil versteuert. Entweder nutzen sie eine von Hunderten Abschreibungsmöglichkeiten - aus Wut auf hohe Steuersätze kaufen manche gar Schiffsanteile oder Ostwohnungen, auch wenn sie dadurch nichts sparen. Oder sie parken ihr Geld in einer Alpenrepublik.

Aber sollte nicht wenigstens die Ökosteuer das Arbeiten entlasten? Schon, bloß hat Rot-Grün die Industrie weitgehend von der Zahlungspflicht verschont, sodass die arbeitende Bevölkerung doch wieder für die eigene kleine Erleichterung in der Rentenversicherung aufkommt.

Wären die Deutschen angetreten, das Arbeiten abzuschaffen - sie hätten es kaum geschickter anstellen können. Das Land leistet sich den teuersten Wohlfahrtsstaat des Planeten. Und die Umverteilungsorgie hilft nicht einmal vornehmlich den Armen.

Der Esel schuftet vergebens

Die Organisation der Industrieländer OECD hat errechnet, dass die Einkommen in Deutschland nach den öffentlichen Transfers ungleicher verteilt sind als vorher. Und trotz aller Hilfen verdüstern sich die Karriereaussichten für armer Leute Kinder immer weiter. Deutschland auf dem Weg zur Klassengesellschaft - im Namen der Gerechtigkeit müht sich der Esel auch noch vergebens.

Wer will, dass sich Arbeit lohnt, muss sie befreien. Er muss eine Lohn- und Einkommensteuer mit wenigen und niedrigen Sätzen einführen - bar nahezu aller Ausnahmen und Subventionen, egal wie laut die Lobbys schreien. Auch die Altersvorsorge hätte er zu reformieren: Dann müssten alle Bürger, auch Beamte und Selbstständige, in die Rentenversicherung einzahlen, die auf lange Sicht nur mehr einen Grundbetrag garantiert. Arbeit entlasten heißt Arbeit schaffen; Mit jedem neuen Job können die Beitrags- und Steuersätze weiter sinken.

Ob Rot oder Schwarz, Gelb oder Grün: Bisher haben die Parteien das üble Spiel mitgespielt und ihre Jobrhetorik Lügen gestraft. Dass alles getan werde, um Arbeit zu schaffen, ist der größte Selbstbetrug der Nation.

Schuld daran sind sie alle. Verantwortlich gemacht wird aber immer der Chef. Und der heißt Gerhard Schröder.



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(c) DIE ZEIT   37/2002    
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