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www.wiwo.de/unternehmen/handel/...eicht-500-jobs/11205664.html
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Der Investor Juhani Christian Linde erwähnt in diesem Podcast-Interview mit Aktien.kauf ab min 09:00 seine Käufe in 2026, darunter auch General Mills (min 09:10): er hat am 17.02.2026, am 16.03.2026 und dann nochmal am 13:04.2026 jeweils nachgeordert.Nach eigener Aussage waren es verhältnismäßig kleine Käufe, aber immerhin: Es deutet darauf hin, daß er weiterhin von diesem Investment überzeugt ist.
Die KI sieht einen Nachkauf bei mir kritisch:
"Nein. Ich würde aktuell eher keine weitere kleine Tranche nachkaufen.
Der Grund ist nicht, dass General Mills uninvestierbar wäre. Der Grund ist: der operative Knick ist noch nicht ausgestanden. Im letzten gemeldeten Quartal lagen Umsatz bei 4,4 Mrd. US-Dollar, operativer Gewinn 41 % tiefer, bereinigter operativer Gewinn 32 % tiefer und das bereinigte EPS 37 % tiefer. Das Hauptsegment North America Retail war dabei mit -14 % Umsatz klar schwach. (generalmills.com)
Gleichzeitig ist die Aktie zwar billig geworden – aktuell rund 34,97 US-Dollar in den USA –, aber billig allein ist hier noch keine Kaufthese. Das Management hat den Ausblick zuletzt nur bestätigt, nicht angehoben. Es rechnet weiter mit rückläufigem Umsatz sowie einem Rückgang bei bereinigtem operativem Ergebnis und bereinigtem EPS im Gesamtjahr. (generalmills.com)
Entscheidend ist Dein Screenshot: Die Position ist bei Dir klein. Laut Anzeige sind es nur rund 0,42 % Depotanteil. Gerade deshalb hast Du keinen Handlungsdruck. Du musst hier nichts „retten“ oder zwanghaft verbilligen. Ein Nachkauf würde Deine Gesamtsituation kaum verändern, aber Du würdest zusätzlich Geld in einen Wert legen, der operativ noch keinen sauberen Boden gezeigt hat.
Meine klare Linie wäre daher: abwarten statt verbilligen. Ich würde erst sehen wollen, ob die nächste Zahlenvorlage wirklich eine Stabilisierung zeigt. Offiziell ist der nächste Termin noch nicht bestätigt; Datendienste erwarten ihn erst gegen Ende Juni 2026. (marketbeat.com)
Hart gesagt:
Kein Pflichtnachkauf. Kein „weil es schon 20 % runter ist“.
Wenn Du hier überhaupt noch etwas tust, dann nur als bewusst spekulative Mini-Aufstockung. Meine eigene Einschätzung per heute wäre aber: eher nicht nachkaufen, sondern auf die nächsten Zahlen warten."
Aktuell stehe ich mit General Mills genauso tief im Minus wie mit Wolters Kluwer. Gleichzeitig beobachte ich die Aktie von Relx plc - ein Konkurrent von Wolters, wenn auch mit etwas anderem Schwerpunkt; sie ist ebenfalls stark gefallen. Daher habe ich die KI mal mit einer Analyse beauftragt und herauszufinden, ob Umschichten vielleicht Sinn macht:
Vergleich General Mills, Wolters Kluwer und RELX
| Bereich | General Mills (GIS) | Wolters Kluwer (WKL) | RELX |
|---|---|---|---|
| Geschaeftsmodell | Konsumgueter Lebensmittel | B2B Software Daten Workflow | Daten Analytics Fachinformationen |
| Wachstum | niedrig | solide ca 5 bis 7 Prozent | solide ca 4 bis 6 Prozent |
| Margen | unter Druck | hoch | sehr hoch |
| Preissetzung | begrenzt | stark | sehr stark |
| Wiederkehrende Umsaetze | mittel | sehr hoch | sehr hoch |
| Wettbewerb | hoch Discounter | moderat | moderat |
| Zukunftstrend | stagnierend | wachsend | wachsend |
| AI Risiko kurzfristig | kaum relevant | hoch | hoch |
| AI Chance langfristig | gering | vorhanden | vorhanden |
| Marktreaktion | moderat negativ | stark negativ | stark negativ |
| Risiko Profil | niedrig aber traege | moderat plus Bewertungsrisiko | moderat plus Bewertungsrisiko |
| Upside | begrenzt | gut bei Normalisierung | gut bei Normalisierung |
| Rolle im Depot | defensiv | Qualitaetswachstum | Qualitaetscompounder |
Kernaussagen
| Thema | Einordnung |
|---|---|
| GIS Problem | strukturell Wettbewerb und Nachfrage |
| WKL Problem | Bewertungs und Narrativschock durch AI |
| RELX Problem | gleiche AI Thematik wie WKL |
| WKL vs RELX | Unterschied kleiner als oft gedacht |
| Marktverhalten | aktuell stark AI getrieben |
Kurzfazit
| Unternehmen | Einordnung |
|---|---|
| General Mills | stabil aber strukturell limitiert |
| Wolters Kluwer | gutes Geschaeft unter AI Druck |
| RELX | vergleichbares Setup wie WKL kein sicherer Ausweg |
Fazit:
Insgesamt zeigt sich ein klarer Unterschied zwischen den drei Werten. General Mills ist ein stabiler, defensiver Konsumwert, der zwar verlässliche Cashflows und Dividenden liefert, aber strukturell kaum noch Wachstum bietet und durch den Wettbewerbsdruck eher seitwärts tendiert. Wolters Kluwer und RELX bewegen sich dagegen in einem deutlich hochwertigeren Geschäftsmodell mit wiederkehrenden Umsätzen, hoher Preissetzungsmacht und langfristig intakten Wachstumstreibern.
Der aktuelle Kursdruck bei WKL und RELX ist weniger fundamental operativ bedingt, sondern vor allem durch die AI-Diskussion und eine Neubewertung des gesamten Sektors getrieben. Die zentrale Frage ist dabei nicht, ob diese Unternehmen schlechter werden, sondern ob AI ihre Rolle als Daten- und Workflowanbieter ergänzt oder teilweise substituiert.
Damit steht weniger die Frage einzelner Kursbewegungen im Vordergrund, sondern die strategische Entscheidung zwischen einem stabilen, aber begrenzten Konsumwert (GIS) und zwei qualitativ höheren, aber aktuell vom Markt neu bewerteten Daten- und Softwareunternehmen (WKL, RELX).
Der im Beitrag hierüber angedachte Switch würde allerdings auch einen Strategiewechsel im Depot mit sich bringen: Raus aus einem Konsum- und tiefer rein in eine völlig andere Branche. Eigentlich ist das nicht mein Ziel, hatte General Mills ja eben als Defensivwert und nicht als potentiellen Vervielfacher gekauft. Also schaute ich mich nochmal in derselben Branche um mit der Frage, wer eigentlich die echten Wettbewerber sind.
Das Geschäft von General Mills ist breiter, als es auf den ersten Blick wirkt, da der Konzern in Cerealien, Snacks, Fertiggerichten und teilweise auch Tiernahrung aktiv ist. Entsprechend gibt es nicht den einen direkten Konkurrenten, sondern ein ganzes Set an vergleichbaren Unternehmen.
In den USA gehören Kellanova (ISIN US4878361052) / WK Kellogg (ISIN US92942W1071), Kraft Heinz, Campbell, Conagra Brands und Hormel Foods zu den wichtigsten direkten Wettbewerbern. Diese Unternehmen bewegen sich alle im gleichen Geschäftsmodell: starke Marken im verarbeiteten Lebensmittelbereich, aber strukturell eher niedriges Wachstum und hoher Wettbewerbsdruck, insbesondere durch Handelsmarken.
In Europa sind Nestlé (hier bin ich allerdings über diverse ETFs bereits indirekt investiert) und Unilever die wichtigsten Vergleichsunternehmen. Danone spielt ebenfalls eine Rolle im Bereich Milchprodukte und Spezialernährung. Diese Firmen sind meist breiter diversifiziert und globaler aufgestellt, haben dadurch teilweise stabilere Geschäftsmodelle und höhere Skaleneffekte.
In Kanada ist Maple Leaf Foods relevant, während in Australien und Neuseeland der Wettbewerb stärker über den Einzelhandel läuft. Dort sind Woolworths Group und Coles Group wichtige Akteure, allerdings eher auf der Vertriebsseite als als klassische Markenhersteller. Dadurch entsteht indirekter Druck auf Marken wie General Mills über Eigenmarken.
In Asien sind Unternehmen wie Kirin Holdings oder Ajinomoto teilweise vergleichbar, allerdings mit stärker regionaler Ausrichtung und anderen Produktschwerpunkten.
Wichtig ist insgesamt: Der stärkste Wettbewerbsdruck kommt heute weniger von einzelnen Markenherstellern, sondern von Private Labels der großen Supermarktketten weltweit. Diese Eigenmarken gewinnen kontinuierlich Marktanteile und drücken Margen und Volumen bei klassischen Konsumgüterherstellern.
Damit befindet sich General Mills in einem insgesamt sehr reifen, stark umkämpften Marktumfeld mit begrenztem strukturellem Wachstum, in dem Skalierung, Markenstärke und Preissetzungsmacht zunehmend unter Druck stehen. Also habe ich mal die mich persönlich am ehesten interessierenden Unternehmen von ChatGPT vergleichen lassen:
Vergleich General Mills, Unilever, Maple Leaf Foods, Woolworths Group, Coles Group und Ajinomoto
| Bereich | General Mills (GIS) | Unilever | Maple Leaf Foods | Woolworths Group | Coles Group | Ajinomoto |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Geschaeftsmodell | Konsumgueter Lebensmittel | Konsumgueter Food und Personal Care | Protein und verarbeitete Lebensmittel | Supermarkt Retail | Supermarkt Retail | Food Ingredients, Gewuerze, Functional Food |
| Wachstum | niedrig | niedrig bis moderat | niedrig bis moderat | niedrig bis moderat | niedrig bis moderat | moderat |
| Margen | unter Druck | stabil | moderat | stabil bis moderat | stabil bis moderat | stabil bis hoch |
| Preissetzung | begrenzt | moderat bis stark | moderat | moderat | moderat | stark in Nischen |
| Markenportfolio | stark aber reif | sehr stark global | stark regional | stark regional | stark regional | stark in Food Science / Ingredients |
| Wiederkehrende Nachfrage | hoch aber preissensitiv | sehr hoch | hoch | sehr hoch | sehr hoch | sehr hoch |
| Wettbewerb | hoch Discounter | hoch global | hoch im Proteinmarkt | hoch im Retail | hoch im Retail | moderat bis hoch |
| Zukunftstrend | stagnierend | stabil bis leicht wachsend | stabil | stabil | stabil | wachsend (Health, Functional Food) |
| AI Risiko | gering | gering | gering | gering | gering | gering |
| AI Chance | gering | gering | gering | gering | gering | gering bis moderat |
| Marktreaktion | schwach bis stabil | schwach bis stabil | stabil bis schwach | stabil | stabil | stabil bis positiv |
| Risiko Profil | niedrig aber traege | niedrig | niedrig bis moderat | niedrig bis moderat | niedrig bis moderat | moderat |
| Upside | begrenzt | moderat | moderat | moderat | moderat | moderat bis gut |
| Kapitalrendite / Moat | mittel | hoch | mittel | hoch (Skaleneffekte) | hoch (Skaleneffekte) | hoch (Technologie + Food Science) |
| Rolle im Depot | defensiv | defensive Quality | defensiv bis Value | defensiver Retail | defensiver Retail | defensiv bis Quality Growth |
Kernaussagen
| Thema | Einordnung |
|---|---|
| GIS Problem | strukturell schwaches Wachstum und Preisdruck |
| Unilever Vorteil | globale Markenstärke und breite Diversifikation |
| Maple Leaf | zyklischer Proteinwert mit begrenzter Skalierung |
| Woolworths / Coles | stabile Retail-Oligopole mit sehr defensivem Charakter |
| Ajinomoto Vorteil | stärker wissenschafts- und innovationsgetrieben im Food-Segment |
| Gesamtbild | Mischung aus klassischen defensiven Konsumwerten und einem etwas wachstumsstärkeren Food-Science Player |
Kurzfazit
General Mills bleibt der schwächste Wachstumskandidat im Vergleichsset mit strukturellem Gegenwind durch Discounter und reife Märkte.
Unilever ist der stabilste globale Markenwert mit moderater, aber verlässlicher Entwicklung.
Maple Leaf Foods ist eher zyklisch und regional begrenzt im Vergleich zu den anderen.
Woolworths Group und Coles Group sind sehr stabile regionale Retail-Oligopole mit ähnlichem defensiven Charakter.
Ajinomoto sticht leicht heraus durch seine stärkere Ausrichtung auf Food Science, Aminosäuren und funktionale Ernährung, was langfristig etwas mehr strukturelles Wachstum ermöglicht als klassische Lebensmittelhersteller.
Langfristige Rangliste der sechs Unternehmen nach Qualität und Wachstumspotenzial
Auf Platz 1 steht Ajinomoto. Das Unternehmen kombiniert klassische Lebensmittelproduktion mit starkem Fokus auf Food Science, Aminosäuren und Functional Food. Dadurch hat es im Vergleich zu klassischen Food-Konzernen etwas mehr strukturelles Wachstum und höhere Innovationsdynamik.
Auf Platz 2 folgt Unilever. Sehr starke globale Markenbasis, extrem breite Diversifikation über Food und Personal Care hinweg und stabile Cashflows. Das Wachstum ist allerdings eher moderat, dafür ist das Geschäftsmodell sehr robust.
Platz 3 belegt Woolworths Group. Ein sehr stabiler und dominanter Supermarktbetreiber in Australien mit starken Skaleneffekten und defensivem Charakter. Wachstum ist begrenzt, aber sehr verlässlich.
Auf Platz 4 liegt Coles Group. Ähnliches Geschäftsmodell wie Woolworths, ebenfalls stabiler Retail-Player, jedoch etwas schwächer positioniert und weniger dominant im Markt.
Platz 5 geht an Maple Leaf Foods. Ein eher zyklischer Proteinwert mit Abhängigkeit von Rohstoffpreisen und weniger globaler Skalierung. Solide, aber kein klassischer Qualitäts-Compounder.
Auf Platz 6 steht General Mills. Zwar stabil und defensiv, aber strukturell das schwächste Wachstum im Vergleichsset. Preisdruck durch Handelsmarken und ein reifer Markt begrenzen das langfristige Potenzial deutlich.
Gesamtbild:
Die Unterschiede entstehen vor allem durch Preissetzungsmacht, Innovationsgrad und strukturelles Wachstum. Ganz oben stehen Unternehmen mit stärkerem globalen oder technologischen Vorteil, während klassische reife Konsumgüterwerte eher weiter unten landen.
Habe für Ajinomoto gerade einen separaten Thread in diesem Forum hier eröffnet:
... sind beide nicht mehr an der Börse notiert, habe es gerade im WK Kellogg Thread deponiert.
Bei Kellanova war mir zudem im Beitrag #251 eine falsche Ziffer in die ISIN gerutscht. Die Aktie war zuletzt unter der ISIN US4878361082 notiert; sorry dafür.
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| Wertung | Antworten | Thema | Verfasser | letzter Verfasser | letzter Beitrag | |
| 2 | 253 | General Mills (GIS) | Tamakoschy | Tyko | 29.04.26 17:53 | |
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