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Geht es wirklich allen schlecht?


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Beiträge: 51
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altmeister:

Geht es wirklich allen schlecht?

 
20.08.02 09:23
heute morgen beim training habe ich mit nem kumpel geplaudert der bei baumüller in N programierer ist.
die firma beschäftigt in N 2000 menschen von denen bereits 850 gefeuert wurden.
sie stellen elektro motoren und elektronische bauelemente her.
er erzählte mir das die firma wie jede andere auch von der konjunkur betroffen ist ,dass sich aber die autragseingänge die letzten 4 monate auf niedrigem niv.
stabiliesiert hatten.
heute sagt er mir das sie im letzten monat erneut um sage und schreibe 23% eingebrochen sind.
also ich weiß nicht aber sieht wirklich mieß aus in deutschland!
Antworten
blindfish:

würde sagen: ja...

 
20.08.02 09:30
...und vielen ist / war das nicht bewusst (wie dir auch nicht, siehe spendendiskussion)...
Antworten
altmeister:

@blindfish

 
20.08.02 09:33
hähhh? glaube du hast da was falsch gelesen!
ich habe am freitag 100€gespendet und würde die gleiche summe erneut spenden! oder was meinst du?
Antworten
blindfish:

altmeister...

 
20.08.02 09:46
...jetzt hast du mich missverstanden... da du es dir leisten kannst, ist es auch klasse, wenn du spendest; aber du hast geschrieben, JEDER kann 20€ spenden - das sehe ich ganz anders! im gegenteil: es gibt sehr viele menschen, die sind aus anderen gründen (durchaus auch gescheiterte unternehmer - wenn die unternehmung geklappt hätte, hätten sie arbeitsplätze geschaffen, so sind sie halt nur die loser) in finanzielle not geraten! die bräuchten eigentlich eine eigene spendenaktion für sich selbst...

was hier seitens der regierung wieder gemacht wird, ist wahlkampf pur und ein hohn gegenüber vielen vielen anderen unter dem existenzminimum lebenden menschen...

gruss, blindfish  
Antworten
altmeister:

@blindfish

 
20.08.02 09:55
unter dem existenzminimum lebt in D erst mal keiner!(sozialhilfe usw mit festen richtlinien) außer vieleicht diejenigen welche jetzt in sporthallen,garagen usw haussen weil sie ihr dach über denn kopf verloren haben!
zu den unternehmern die gescheitert sind , mein vater hatte als 28 jähriger 120.000 DM schulden ( seine 2. pleite)
und was hat er gemacht? richtig, er hat sich nochmal selbstständig gemacht und nicht gejammert! und seit 25 jahren läuft der laden mit in der spitze 300 angestellten.
aber würde ich mittlerweile einlenken und sagen das jeder steuerflichtige bürger zahlen sollte und jeder rentner mit mehr als 1500€rente!
Antworten
Nobody II:

Ich finde der Staat soll dafür eine Lösung

2
20.08.02 10:10
finden. Zwangsspenden halte ich nicht für sinnvoll. Schaut euch mal den Kohlepfennig an - der rettet eine Branche, welche nie wieder rentabel wird.

Wo soll denn das losgehen und aufhören.

Katastrophenopfer, Bauern, gescheiterte Unternehmer, Arbeitslose, ...

Es klingt zwar hart, aber ich persönlich bin der Ansicht, dass die Konzepte, für Spenden wieder ein typisches Beispiel für Deutschland sind.

Ich will hier keine Diskussion auslösen, ob die Spenden sinnvoll sind oder nicht. Die Situation ist tragisch - ich habe auch gespendet, aber ich finde es halt wieder typisch.

Jemand der für eine Elementarversicherung ca. 750 € mehr im Jahr gezahlt hat, der soll keine Spende bekommen ! Auf welcher Grundlage ? Nur weil der vorgebeugt hat. Das typische an Deutschland ist wieder, dass Leute, welche sich Gedanken machen und zusätzlich versichern oder sparen am Ende irgendwie die Dummen sind.

Jemand den sowas überhaupt nicht interessiert, jemand der alles Geld sofort ausgibt, der wird im sozialen Deutschland aufgefangen.

Das die Spenden nicht ausreichen ist mir auch klar - dass man die verteilen muß ist somit auch logisch - aber es halt wieder irgendwie bezeichnend.

Das ist eine politische Aufgabe der EU (Deutschland zahlt dort ja die größten die Zeche) und für die deutsche Politik. Die Flüsse müßen überdacht werden - mehr Deiche oder mehr Fläche ? Flüße begradigen und Ähnliches. Dafür ist die Politik da !

Das Typische an Deutschland ist das an ein-Problem-Denken. Und die Medien haben da einen großen Anteil. Vor kurzen waren es die Arbeitslosenzahlen. Thema ist nicht mehr interessant. Alle haben aufgeschrien, hatten 1000 Konzepte und wollten Mrd. aufwenden um das zu lösen. Nun hat man die Flut ! Alle schreien auf ! Alle haben was zu verbessern - und wieder sollen Mrd € das Problem lösen.

Wir schreien uns immer nur von einem Problem zum Nächsten, aber eine ordentliche Lösung fehlt irgendwie immer.

Gruß
Nobody II
Antworten
kitko:

@alle

 
20.08.02 10:10
Eine einmalige Abgabe für die Flutopfer von jedem Steuerplichtigen wäre ok,aber so wie ich die Regierung kenne wird aus diesem Grund eine Steuer eingeführt oder eine bestehende erhöt und niewieder rückgängig gemacht.
Antworten
Nobody II:

Siehe Mineralölsteuererhöhung der Kohl-

 
20.08.02 10:16
Regierung zur Unterstützung des Golfkrieges. Die läuft immer noch. Aber Kohl hat damals ja schon gewußt, dass Bush II eine Version dieses Krieges startet.

;-)

Gruß
Nobody II
Antworten
altmeister:

@kitko@nobody

 
20.08.02 10:17
genau! finde es auch besser einmal zu spenden als das ich die nächsten 10 jahre 5cent mehr für benzin ausgeben muß.
tieses typisch für deutschland sehe ich ebenso allerdings nicht negativ sondern positiv! warum? weil das system funktioniert und es deutschland besser geht als den meißten ländern!
Antworten
Nobody II:

@altmeister

 
20.08.02 10:31
Das Prinzip hinkt nur ab dem Punkt, wo sich immer mehr Leute drauf ausruhen. Und wenn ich mir die Talkshows so anschaue, dann werden das immer mehr.

Gruß
Nobody II
Antworten
altmeister:

@nobody

 
20.08.02 10:35
immer mehr drauf ausruhen? die zahl derer ist und bleibt stabil! das wir zur zeit mehr A-lose haben liegt nicht an der faulheit der menschen sondern siehe mein 1. posting!
Antworten
Thomastrada.:

@Nobody

 
20.08.02 10:37
Du schaust Dir Talkshows an? wie ekelig...! ;-)

Gruß,
T.
Antworten
gurkenfred:

NOCH gehts uns hier besser,

 
20.08.02 10:38
oldmaster.
aber wenn wir so weitermachen, wird sich das bald ändern. wir arbeiten dran....
Antworten
Nobody II:

@Altmeister

 
20.08.02 10:44
Gemeint sind hier nicht die Arbeitslosen ! Ich meine die neuen Generationen an Jugendlichen. Da macht sich in den Köpfen immer mehr breit, dass man nicht arbeiten braucht, weil man von Sozialhilfe auch ganz angenehm leben kann und noch viel Freizeit hat.

Die Arbeitslosen sehe zwar als Belastung aber nicht zukünftiges Problem an - die versuchen ja wieder was für die Gemeinschaft zu leisten.

Ich sehe halt nur das Problem in den wirklichen Schmarotzern, welche nicht unbedingt luxuriös aber angemessen auf Staatskosten leben und sich dabei wohl fühlen. Und ich sehe verstärkt bei den Jugendlichen diese Einstellung.

Gruß
Nobody II
Antworten
altmeister:

@nobody

 
20.08.02 10:48
das problem ist das sozialhilfe emfänger auch in 9 von 10 fällen selbige wieder groß ziehen!
es ihnen praktisch vorleben.
Antworten
Nobody II:

@Thomas

 
20.08.02 10:50
Bekommt man so beim Zappen zwischen N-TV und Bloomberg mit. Und wenn man dann was Interessantes sieht schaut man halt.

@Altmeister

Eben und da besteht Handlungsbedarf !

Gruß
Nobody II
Antworten
MadChart:

@Nobody II:

 
20.08.02 10:51
Da hast Du m.E. recht. Aber kann man den angesprochenen Jugendlichen pauschal einen Vorwurf machen?

Denn wenn unser System die Möglichkeit anbietet, ohne Arbeit bequem zu leben, darf man sich nicht wundern, wenn es immer mehr Leute gibt, die das ausnutzen. Kann ich irgendwo durchaus verstehen, auch wenn ich's nicht Gut heisse.


Grüße

MadChart
Antworten
special:

mir geht es nicht schlecht

 
20.08.02 10:51
mir wird es nur schlecht, was alles auf dem finanziellen rücken der steuerzahler ausgetregen wird.

ok die wahlen stehen vor der tür *scheiss politik
Antworten
Nobody II:

@MadChart

 
20.08.02 10:57
Ist doch klar - jeder ist auf seinem Vorteil aus - Es gibt halt nur 2 Ausnahmen - Jesus und Nobody II ;-)

Das ist halt ein Widerspruch des Systems. Kapitalismus heißt allgemein - wer was leistet, wird dafür belohnt - das Problem in Deutschland ist, wer viel leistet zahlt absolut mehr Geld an den Staat/SV - wird also bestraft - Leistungsanreize gehen verloren. Wer nichts leistet überlebt auch ! Ist eben sozial !

Das würde bei einer handvoll Menschen auch funktionieren, aber nicht bei über 80 Mio. Es müssen eben eindeutige Regeln her. Das System ist zum Scheitern verurteilt, weil es unendlich viele Schlupflöcher und Ausnahmen gibt.



Gruß
Nobody II
Antworten
blindfish:

@altmeister

 
20.08.02 11:04
zwei Punkte:

1. mein Vater ist Angestellter, hat sein ganzes Leben lang gearbeitet, Urlaub kann er an einer Hand abzählen, das Haus ist fast abbezahlt... jetzt fällt der Gemeinde ein, er könnte sich doch an die Kanalisation zu einer völlig überlasteten Kläranlage anschließen - Kostenpunkt 25000€ - statt eine qualitativ bessere und ca. 1/10 so teure biologische eigene Anlage zu verwenden... Warum? Weil die Gemeinde fehlgewirtschaftet hat und nun versucht, das über Anschlussgebühren auf Teufel komm raus zu beseitigen! Ergebnis: Die letzten Jahre bis zur Rente hat mein Dad wieder Schulden an der Backe! Soviel zum Thema faktisches Existenzminimum (vorsorglich: komm mir jetzt nicht mit dem Haus - das kann man nicht essen und nach fast 20 Jahren muss auch Einiges renoviert werden) und der BESCHISSENEN Arbeit der Regierung sowie der Vorgängerregierung!

2. ein Freund von mir hat eine Softwarefirma für Betriebliche Standartsoftware. Seine Aussage: "weit über 50% seiner Kunden werden die Situation nicht überleben" --> no comment bzgl der Auswirkungen

@nobody
kann dir nur zustimmen (#18)

Gruss, blindfish
Antworten
special:

Wer kein Geld hat sollte wenigstens nicht arbeiten o.T.

 
20.08.02 11:10
Antworten
MadChart:

Nobody II:

 
20.08.02 11:12
Weisst Du, was ich glaube? Das Ganze ist nicht nur ein systematisches, sondern auch ein gesellschaftspolitisches Probem!

Denn vor ich sach mal 25 oder 30 Jahren galt es als absolute Schande, arbeitslos zu sein (OK, wir hatten damals Vollbeschäftigung) oder Schulden in größerem Maße zu haben. Da war keinerlei gesellschaftliche Akzeptanz da, im Gegenteil, man hat sich für sowas geschämt.

Wenn ich mir dagegen von meiner Oma erzählen lasse, was heute in diesen unsäglichen Nachmittagstalkshows für Leute auftreten und was die von sich geben ("Von Staatsknete leben: hab ich kein Probem damit, selber schuld, wenn Du arbeiten gehst!") , kann ich nur konstatieren:

Offensichtlich hat sich da wohl auch gesellschaftlich eine Verschiebung der Wertvorstellungen vollzogen. Solche Standpunkte scheinen mittlerweile durchaus salonfähig zu sein.

Was wohl auch damit zusammenhängt, dass die Anzahl der Unterstützten immer größer wird. Das ist bald 'ne richtige Lobby... :-)


Grüße

MadChart


Antworten
altmeister:

@blindfish

 
20.08.02 11:16
natürlich ist das mist was sich diese gemeinde da ausgedacht hat!
aber trotzdem dein papa hat ein haus was praktisch abgezahlt ist und auch wenn er jetzt einen kredit über 25000 €aufnehmen muß lebt er nicht am ex minimum!
stell dir doch vor dein papa hätte zufällig sein haus in der nähe eines großen flusses gebaut und nie übergetreten ist. aber auf einmal pasiert es und sein haus auch wenn alt ist einfach weg!
er würde mir leid tuen!

und ich würde spenden.
auch scheit mir das ich unverständlicher weisse zu diesem thema schon wieder eine contra meinung habe, ich kann wirklich nur mit dem kopf schütteln!
gestern ist mir vorgeworfen wurden das ich die h-wasser katatrophe so aufblasse und ich lieber den flut opfern in bangladesch spenden sollte. ja sag mal spinn ich?
habe allerdings ganz neben bei noch 2 patenkinder in afrika  wo ich monat für monat 60 €überweisse.
trotzdem ich finde es gerade schlimmer was in D passiert als das irgendwo auf der welt gerade ne lem hütte weggespült wird,die kann mann in ner stunde wieder aufbauen. dresden nicht!
Antworten
blindfish:

altmeister...

 
20.08.02 11:33
1. wie gesagt, ich finde es gut, dass du spendest - und ich finde es gut, wenn alle spenden, für die es kein problem ist...

2. nur diejenigen belasten, die selber schon genug probleme finanzieller art haben, ist eben nicht in ordnung und widerspricht meiner meinung nach auch geltendem recht, indem es all diejenigen ungleich behandelt, die ebenfalls unverschuldet (muss ja nicht immer das hochwasser sein) in einer notlage sind...

3. ist dir eigentlich bewusst, wie lange es für einen angestellten und familie dauert, 25000€ plus zinsen zurückzubezahlen?? das sind (ohne zinsen) vermutlich fast 15% vom ganzen haus... wenn die bank das haus für die hälfte versteigert, bleibt einfach nix mehr übrig... und dafür hat mein dad jahrzehnte geschuftet und sich nix gegönnt! ich kann dir nicht sagen, was ich für eine wut hab... im übrigen kenne ich meinen dad soweit, dass ich dir versichern kann: wenn er in irgendwelchen elbauen gebaut hätte, hätte er den entsprechenden weitblick gehabt und es wäre definitiv versichert gewesen...

gruss, blindfish :-)
Antworten
altmeister:

blinfish

 
20.08.02 11:41
nochmal, ist ne miesse geschichte mit den 25,000€und ich würde sicher klagen!
zu der versicherung,ich bin selbst ein extrem sicherheits denkender mensch. egal ob das tägliche leben oder börse.
wenn aber ein gebiet noch nie überflutet war weiß ich nicht ob ich für viel geld soeine versicherung hätte.
ich kenne zwar die policen nicht so genau aber angeblich soll das unbezahlbar gewesen sein soeine versicherung abzuschließen.
Antworten
blindfish:

re

 
20.08.02 11:51
alles versucht... keine chance mit der klage (höchstens vielleicht mit viel geld)! habe mich lange mit meinem ö-recht-prof unterhalten... ist schon allein deshalb schwierig, da sich eigentlich alle betroffenen die zwangsgelder nicht leisten können, die die gemeinde halt mal eben festsetzt... ausserdem sitzen zu viele richter mit parteibuch (hier in bayern halt csu) auf dem richterstuhl... die haben ein gutachten zur situation einfach nicht zum verfahren zugelassen... willkommen in der realität...

gruss, blindfish
Antworten
kalle4712:

Die Beispiele in diesem Thread sind sehr

 
20.08.02 12:08
interessant.
Denn sie belegen, dass wir nicht (mehr) wirklich in einer Demokratie leben! Es ist eher so etwas wie ein Mix aus Kommunismus und Weinerlichkeit.

Eines steht m.E. fest: Die deutsche Gesellschaft ist auf dem Weg in ein festes System, in dem sich Leistung nicht mehr lohnt. Dies bedeutet, dass Deutschland immer weiter heruntergewirtschaftet werden wird.
Es stimmt zwar: Noch ist D. ein reiches Land. Aber es wird praktisch nichts dafür getan, dieses Niveau zu halten. Der Karren fährt eben in die falsche Richtung, an den Rädern klebt schon der Schlamm - die Richtung wird aber nicht geändert, obwohl klar ist, dass wir auf ein Moor zurasen. In einigen Jahren werden wir daher von dem heutigen Niveau nur noch träumen können.

Konkret: Wer sich engagiert und Geld verdient, wird nie vom Statt mit Zuwendungen bedacht. Und zwar wird dabei auf das BRUTTO-Einkommen geschaut. Wieviele Abgaben er bereits zahlt und wie hoch sein NETTO-Einkommen ist, wird nicht berücksichtigt. Daher lohnt das Netto-Einkommen kaum den Stress, den es erfordert. Das Engagement in uinserer Gesellschaft wird daher immer weiter abnehmen. Jedoch ist Engagement die Grundlage unseres Wohlstands.

Grausam finde ich auch, dass bei der Flutkatastrophe wieder nur diejenigen mit Soforthilfe bedacht werden, die (brutto!) wenig verdienen. Diejenigen, die sowieso schon viele Abgaben zahlen und das System stützen, wegen der hohen Abgaben aber netto kaum mehr haben, gehen wieder leer aus.

Daher habe ich nicht gespendet und werde auch für die Flutopfer nichts spenden. Auch für andere "Bedürftige" werde ich zukünfig nie etwas spenden. Denn ich verdiene (brutto!) recht gut. Wenn ich aber die Zeit für Abi und Studium bedenke (in der Zeit konnte ich kein Geld verdienen!) und berücksichtige, welche Zuwendungen ich gegenüber Normalverdienern nicht erhalte (z.B. Hausbau etc.), dann war die Entscheiidung für ein Studium eine finanzielle Fehlentscheidung. Ich habe mir nur das Risiko und viel mehr Stress eingehandelt, ohne dass es sich unter dem Strich (Netto-Lebenseinkommen) gegenüber einem Normalverdiener rechnet.
Fazit an dieser Stelle: Ich zahle irre hohe Steuern und Abgaben. Ich finanziere z.B. die Schulausbildung kinderreicher Familien und die jetzigen Renten. Wenn ich aber selbst mal Unterstützung benötige, werde ich leer ausgehen. Z.B. werde ich nur extrem wenig Rente beziehen usw. Dieses System werde ich nicht auch noch durch Spenden stützen.

Noch zu den Sozialhilfe-Empfängern: Ihnen kann man nichts vorwerfen - sie verhalten sich rational und versuchen den für sie besten Weg zu gehen. Die plitischen Vorgaben sind das Problem.
Wenn es erst richtig dicke kommt in D, wird auch das Geld für die Sozialhilfe und andere Zuwendungen nicht mehr da sein. Also ist niemand gut beraten, sich auf den Statt zu verlassen. Das ist den Leuten aber nicht klar - sie ruhen sich aus, verlernen Eigeninitiative und ziehen mit ihren Kindern eine neue Generation von passiven, nicht-engagierten Leuten heran. Besonders problematisch: Ich habe den Eindruck, dass Sozialhilfe-Empfänger relativ viele Kinder haben!

In 20 Jahren werden wir in D erst richtige Probleme haben! Und es wird richtig dicke kommen, denn unsere Gesellschaft wacht nicht auf.
Im Gegenteil: Seit 20 Jahren verfolge ich die Diskussionen, z.B. über das Rentensystem. Doch nichts ist geschehen (außer Sprüchklopferei), obwohl man vor ein paar Jahren noch gute Chance für sinnvolle Weichenstellungen gehabt hätte. Und je schwieriger die Situation wird, desto lethargischer werden die Leute. Es wird daher noch richtig dicke kommen!
Antworten
hjw2:

blindfish,

 
20.08.02 12:20
du irrst mit den klagen..

kann mich an einen fall in hessen erinnern, da haben die bürger einer
gemeinde die preiswertere kläranlage per verwaltungsgerichtsbeschluss durchgesetzt.
die chancen sind nicht schlecht, solltest mal recherchieren

gruss
hjw
Antworten
Nobody II:

@Kalle volle Zustimmung !

 
20.08.02 12:23
Gruß
Nobody II
Antworten
blondfish:

hallo hjw: kenne die fälle auch...

 
20.08.02 12:44
wurde sogar in der nachbargemeinde genehmigt! nach EU-recht sollte es eigentlich überhaupt kein problem sein - allein die praxis belehrt uns eines besseren :-( die ganze gemeinde wehrt sich zudem auch nicht, da die anlage schon seit jahren besteht und nur entfernte weiler noch nicht angeschlossen sind (für die ist es aber gerade dadurch besonders teuer)...

es ist ein finanzieller aspekt, die zeitspanne bis zur entscheidung durchzuhalten und die zwangsgelder aufzubringen! was du nicht verkennen darfst, ist die tatsache, dass hier schwarz-bayern ist und die uhren anders ticken (deshalb ist es ja doppelt traurig, dass die rot-grünen die gleichen mistkerle sind)...

wir haben es echt versucht und sogar einen eigenen verein gegründet! die macht hat die staatsmacht und ohne geld hat man keine chance - zumal sich dann die kosten als risiko erheblich summieren (zwangsgeld, anwalt, gerichte, baukosten, zinsen)... die gemeinde interessiert das kostenrisiko natürlich nicht, es zahlen ja die bürger...

trotzdem: hast du von diesem fall in hessen unterlagen bzw. urteile vorliegen??

gruss, blindfish  
Antworten
steiermark:

und wer hat dein Studium bezahlt kalle?

 
20.08.02 13:41
vielleicht viele derer, denen du jetzt auch in Notlagen nicht mehr spenden wirst....

Du hast schon recht, der Karren fährt wirklich in die falsche Richtung....

gruss, steiermark
Antworten
kalle4712:

@steiermark

 
20.08.02 16:13
Denkst Du wirklich so, oder hast Du meinen Beitrag falsch verstanden?

Was ich mit meinem Beitrag oben sagen wollte, war doch nur, dass man berücksichtigen sollte, was der Einzelne bereits leistet und beiträgt.

Ist Bildung Deines Erachtens ein Selbstzweck? Soll es also so sein, dass das Engagement nicht belohnt wird, sondern alle ungefähr auf dem gleichen wirtschaftlichen Niveau leben? Und sind die Gebildeten dadurch privilegiert, dass sie Bildung genießen durften?
Wenn dies Deine Ansichten sind und wenn diese typisch für unsere Gesellschaft sind, dann ist dies ein kräftiges Indiz für meine Meinung: Wir sind auf dem besten Weg in eine verlogene kommunistische Gesellschaft. Denn Kommunismus ist nichts anderes als dies: Der einzelne soll sich in den Dienst der Gemeinschaft stellen, ohne dabei persönliche wirtschaftliche Ziele verfolgen zu wollen.

Wenn unsere Allgemeinheit dies anstrebt, dann GUTE NACHT, Deutschland (und Gute Nacht, Österreich).

Was die Kosten für die Ausbildung betrifft: Man zahlt sie durch progressive Steuern und hohe Abgaben x-fach zurück. Davon abgesehen ist es im Sinne aller, wenn man sich gut ausbilden lässt, weil sonst keine qualifizierten Berufe ausgeübt werden könnten.

Übrigens zahle ich gerne Steuern, und zwar auch überproportional hohe. Ich zahle auch gern Solidarbeiträge (z.B. Kranken- und Rentenversicherung). Ich finde es auch gut, dass Schwächere und weniger Leistungsfähige nennenswert untersützt werden. Was ich aber nicht leiden kann, ist, wenn Besserverdienende als die Bösen dargestellt werden, die nur an sich denken - wenn also die Leistungen als quasi nicht existent dargestellt werden.
So war mein Beitrag gemeint.
Antworten
BRAD PIT:

In diesem "Sozialstaat" kann es allen

 
20.08.02 16:55
auf die Dauer nur schlechter gehen. Die derzeitige Krise ist noch fast lächerlich, denn es ist eine Krise auf hohem Niveau. Die Zahl der Obdachlosen ist relativ gering, wirklichen Hunger und wirkliches Elend noch selten, jeder hat ein Handy, die meisten Familien 2 Autos, 18 -jährige kriegen ihr Auto jetzt mit 18 1/2 und wenn sich jemand einschränkt, dann geht er in diesem Jahr nicht in den Urlaub (bischen überspitzt formuliert)

Das ist aber noch kein Vergleich zu anderen Ländern (auch Industrienationan), in denen es kaum Altersversorgung gibt oder gar eine halbwegs brauchbare medizinische Grundversorgung. In den Ländern Südamerikas oder Asiens gibt es z.B. für kranke ohne Geld und Versicherung keine Rechtfertigung für einen Krankenhausaufenthalt, auch wenn sie gerade im sterben liegen. Selbst in den USA ist die medizinische Grundversorgung nur bescheiden.

Wie soll unsere Gesellschaft funktionieren, wenn wir 30 Tage im Jahr Urlaub machen, die höchsten Lohnnebenkosten haben und alle nur 40 Stunden die Woche arbeiten. Wir haben 2 Tage die Woche frei und die Kasse soll auch Brustvergrößerungen bezahlen.
Wir haben eine immer größer werdende ANzahl an Senioren die ihre Rente erhalten und die Kassen belasten. Wir unterstützen die Arbeitslosen und die Sozialhilfeempfänger so gut, dass es sich sogar im Ausland rumspricht.
Arbeit ist bei uns so teuer, dass wir nicht mehr konkurrenzfähig sind und die letzten ausländischen Unternehmen, die hier investieren würden, ziehen den Schwanz ein, wenn sie von unseren Gewerkschaften hören.
Jeder will sich hier selbst verwirklichen und ein WIR gibt es nicht mehr.

Der Sozialstaat kann die Steuern nicht kürzen, ohne sich selbst Schach-Matt zu setzen.

Wenn man wirklich das Ruder rumreißen will, muß man dramatische Veränderungen in Kauf nehmen.

1. Verschlankung des Sozialstaates und Kürzung von Leistungen (Kasse, Sozi....)
2. Muß die Familie wieder mehr gestärkt werden. In den anderen Ländern wo die Familienbande stärker sind, übernimmt die Familie die Unterstützung derer unter  ihnen, die gerade Hilfe benötigen. Wir dagegen haben in den Großstädten fast 70% Single-Haushalte. Diese Menschen sind auf sich gestellt und werden im Alter erst Recht auf Unterstützung angewiesen sein, sobald sie in Not geraten.
3. Weniger Urlaub, d.h. weniger BEZAHLTEN Urlaub. In anderen Ländern der Welt sind 10 Tage pro Jahr üblich. Von den Japanern, die ihren Urlaub schon aus Prinzip nicht nehmen rede ich garnicht erst.
4. Weniger Verwaltung. In Deutschland gibt es für jeden Handschlag der getan wird gleich 3 Beamte die dazu eine Akte anlegen.
5. Mehr Investition in die Ausbildung unserer Jugend. Sie sind unsere Zukunft.
6. Änderung des Kündigungsschutzes. Kein vernünftiger Unternehmer feuert einen guten Mitarbeiter einfach so, andererseits schlagen die Unternehmen derzeit alle möglichen Saltos um keine festen Mitarbeiter einstellen zu müssen, den sie wissen nicht, was sie mit ihnen in schlechten Zeiten machen sollen. Da würde ansonsten ein prinzipiell gesundes Unternehmen in einer Flaute gnadenlos untergehen, obwohl eine kleine Verschlankung über die Krise hinausgerettet hätte. Dadurch verlieren dann alle automatisch ihren Job.
usw. ...

Im Zeitalter der Globalisierung, muß sogar der Tischler aus Bad Tölz mit einem chinesischen Hersteller konkurrieren können.

Wenn Ihr euch echte Sorgen um die Zukunft macht, dann solltet ihr für euch überlegen, ob ihr auch bereit wäret diese Opfer zu bringen.  
Antworten
altmeister:

@brad pit

 
20.08.02 17:06
es ist einfach alles blödsinn was du schreibst darum laß ich die begründung.
mann,mann,mann!du wieder spricht dir fast in jedem satz selbst!
Antworten
hjw2:

blindfish

 
20.08.02 17:08
habe ich leider nicht,
sollte aber kein Problem sein wenn du einen Anwaltskumpel hast.

Recherche unter

www.juris.de

gruss
hjw
Antworten
BRAD PIT:

@altmeister

 
20.08.02 17:10
mein Problem ist eher, dass einige bei längeren Sätzen aufgeben müssen.
Ich hatte leider keine Zeit das ganze zu malen.

Lies es einfach nochmal in Zeitlupe, vielleicht hilft das.
Antworten
vega2000:

Brad Pitt

 
20.08.02 17:12
Wenn man wirklich das Ruder rumreißen will, muß man dramatische Veränderungen in Kauf nehmen.

1. Verschlankung des Sozialstaates und Kürzung von Leistungen (Kasse, Sozi....) & Was machen wir mit der Überalterung der Gesellschaft ?
2. Muß die Familie wieder mehr gestärkt werden. In den anderen Ländern wo die Familienbande stärker sind, übernimmt die Familie die Unterstützung derer unter  ihnen, die gerade Hilfe benötigen. So wie in Afrika ?
3. Weniger Urlaub, d.h. weniger BEZAHLTEN Urlaub. Was passiert mit Regionen in Deutschland die von den Urlaubern leben ?
4. Weniger Verwaltung. In Deutschland gibt es für jeden Handschlag der getan wird gleich 3 Beamte die dazu eine Akte anlegen. Was wird aus den zusätzlichen Arbeitslosen ?
5. Mehr Investition in die Ausbildung unserer Jugend. Also mehr Ausbilder, Lehrer etc. & wer bezahlt die ?
6. Änderung des Kündigungsschutzes. Wie sollen diese Änderungen aussehen, -Vorbild Amerika ?
Geht es wirklich allen schlecht? 756638
Antworten
Nobody II:

@vega

 
20.08.02 17:22
So wie du es machst ist es einfach.

Frage I : Funktioniert unsere Gesellschaft aktuell ?
Frage II : Funktioniert sie in Zukunft ?

Wenn ja : dann ist doch alles prima !
Wenn nein : Warum nicht - was muß sich ändern ?

Zu 1. Langfristig muß jeder einen Teil seiner Rente selbst aufbringen
Zu 2. Familie muß gestärkt - wir benötigen Kinder (nicht um jeden Preis) aber
     um das Gefüge zu stabilisieren und um die Dt. nicht aussterben zu lassen -
     Kinder brauchen aber (Planungs)Sicherheit !
Zu 3. Die Regionen leben auch weiter, weil der Großteil der Dt. eh im Ausland
     Urlaub macht. (Behauptung)
Zu 4. Die zusätzlichen Arbeitslosen könnten ohne Probleme finanziert werden, da
     die Ausgaben für die Büroausstattung und das Gehalt dieser Leute höher
     ist als das Arbeitslosengeld !
Zu 5. Investition in Ausbildung muß ja nicht mit mehr Lehrern verbunden sein !
     Bessere Ausnutzung der vorhandenen Potentiale reicht ja schon. Wieviele
     Lehrer können gut mit PC und Internet umgehen ? An meiner Penne ca. 5-7 /
     von knapp 50 Lehrern
Zu 6. Hier muß eine Flexibilisierung her - es wird deutlich, dass weniger
     eingestellt wird, weil später nicht mehr schnell genug entlassen werden
     kann. Somit wird die Existenz von Betrieben gefährdet. Weiterhin ist es
     auch teilweise so, dass Arbeitnehmer in Betriebskrisen freiwillig
     Einbußen (Kurzarbeit/Gehaltsverzicht) machen würden, diese aber von
     Gewerkschaften unterbunden werden.

Nur mal so - als Anregung ! Deutschland ist eine riesige Baustelle mit akutem Handlungsbedarf.


Gruß
Nobody II
Antworten
BRAD PIT:

@vega

 
20.08.02 17:40
Leider sind die meisten Lösungen nicht so einfach, dass man sie in kürzester Zeit umsetzen könnte. Ich schlage nur eine grobe Richtung vor. Wenn ich Berufspolitiker wäre, dann wäre es genau meine Aufgabe und ich hätte bezahlte Zeit, diesen Dingen auf den Grund zu gehen

Zu 1.: Wenn Du dachtest mein Vorschlag lautet "Weg mit den Alten", dan hast du mich missverstanden. Wir brauchen eine Stärkung der Familien und dadurch mehr Neugeburten. Die Deutschen sterben aus und im Durchschnitt über zig Jahre führt das zur Überalterung der Gesellschaft.

Zu 2.: Wie in Afrika oder Asien ist egal. Die Familie sollte einem am nächsten stehen. Viele Eltern hier in Deutschland sind fast bankrott, wen sie 2 Kinder großziehen müssen. Ein Extrembeispiel erfuhr ich neulich beim Besuch eines Kinderkrankenhauses. Da werden stets vor der Urlaubs-saison Kinder abgeliefert, deren Erkrankung die Eltern nur vortäuschen, weil sie in Ruhe in den Urlaub wollen.

Zu 3.: Der Schaden für die deutschen Urlaubsorte steht in keiner Relation zu den Millionen Arbeitsstden die ohne Gegenleistung bezahlt werden müssen. Auch die Urlaubsorte könnten ihre Leistugen dann für ausländische Touristen vergünstigen, wenn sie nicht für jeden Job wegen des Urlaubs zusätzliches Personal einstellen müssen.
Zu 4.:Einige Beamt werden dann arbeitslos. Diese Menschen produzieren aber nichts wirkliches. Ob wir jetzt deren Gehalt finanzieren, oder sie später als Arbeitslose kassieren wollen, macht keinen Unterschied. Arbeit muß aber einen Sinn haben, sonst ist sie wertlos und niemand auf der Welt zahlt dafür.

Zu 5.:Für mehr Ausbildung und Lehrer würde ich sogar eine kurzfristig höhere Staatsverschuldung in Kauf nehmen. Wen wir wieder einen Know-How-Vorsprung haben, könen wir unsere Produkte an die ganze Welt evrkaufen und werden zigfach dafür belohnt.
Zu 6.: So hart es klingt, ja "so wie in Amerika". Das klingt zwar hart, aber gerade weil die USA und andere Länder es schon so machen, köne wir nur aufholen, wenn wir es genau so machen. Es gibt in vielen Firmen Mitarbeiterm die eigentlich nur noch auf ihre Rente warten und nicht befürchten, dass sie entlassen werden.

Bitte beachte bei diesem Punkt, dass  es nichts bedeutet, wenn das jetzt speziell auf dich nicht zutrifft. Ich spreche aber von einem beachtlichen Anteil der Arbeitnehmer.
Antworten
BRAD PIT:

@Nobody ,sehe du bst mir zuvor gekommen. Danke o.T.

 
20.08.02 17:43
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vega2000:

N2

 
20.08.02 17:53
So wie du es machst ist es einfach.Einfach ? Davon ist nicht die Rede

Frage I : Funktioniert unsere Gesellschaft aktuell ?Ja, -Unruhen & Bürgerkriege sind hier ein Fremdwort, -das verdanken wir unter anderem dem Sozialstaat
Frage II : Funktioniert sie in Zukunft ?Woher soll ich das wissen

Wenn ja : dann ist doch alles prima ! Manches ist Verbesserungswürdig
Wenn nein : Warum nicht - was muß sich ändern ?Einiges muss sich ändern, -sehr umfangreiches Thema

Zu 1. Langfristig muß jeder einen Teil seiner Rente selbst aufbringen Einverstanden, wenn die Beiträge sinken, -tun sie aber nicht, trotz mehr Eigenanteil, -genau wie bei den Krankenkassenbeiträgen
Zu 2. Familie muß gestärkt - wir benötigen Kinder (nicht um jeden Preis) aber
um das Gefüge zu stabilisieren und um die Dt. nicht aussterben zu lassen -
Kinder brauchen aber (Planungs)Sicherheit !Stimmt, -Zukunft ist NIEMALS sicher, siehe Hochwasser, & läßt sich nur begrenzt planen
Zu 3. Die Regionen leben auch weiter, weil der Großteil der Dt. eh im Ausland
Urlaub macht. (Behauptung)Informiere dich mal darüber, wie hoch der Anteil Reisebranche am Bruttosozialprodukt ist
Zu 4. Die zusätzlichen Arbeitslosen könnten ohne Probleme finanziert werden, da
die Ausgaben für die Büroausstattung und das Gehalt dieser Leute höher
ist als das Arbeitslosengeld !Wie, konkret? Durchrechnen, nicht spekulieren
Zu 5. Investition in Ausbildung muß ja nicht mit mehr Lehrern verbunden sein !
Bessere Ausnutzung der vorhandenen Potentiale reicht ja schon. Wieviele
Lehrer können gut mit PC und Internet umgehen ? An meiner Penne ca. 5-7 /
von knapp 50 LehrernDas kann ich nicht beurteilen

Zu 6. Hier muß eine Flexibilisierung her - es wird deutlich, dass weniger
eingestellt wird, weil später nicht mehr schnell genug entlassen werden
kann. Somit wird die Existenz von Betrieben gefährdet. Weiterhin ist es
auch teilweise so, dass Arbeitnehmer in Betriebskrisen freiwillig
Einbußen (Kurzarbeit/Gehaltsverzicht) machen würden, diese aber von
Gewerkschaften unterbunden werden.Der Gründe warum weniger eingestellt wird liegen in der schwachen Konjunktur, -warum sollte ein Unternehmer nur wegen anderen Kündigungsschutzgesetzen mehr einstellen, wenn keine Arbeit da ist ?

Nur mal so - als Anregung ! Deutschland ist eine riesige Baustelle mit akutem Handlungsbedarf. Überzogene Äußerung, -Handlungsbedarf besteht allerdings




Geht es wirklich allen schlecht? 756674
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BRAD PIT:

@vega

 
20.08.02 17:59
wenn man deinen Beitrag so liest, dann haben wir ja heile Welt.
Ich erkenne leider keine Zukunftsplanung bei Dir.

Allein schon deine Antwort zu 6.: "Es wird weniger eingestellt, weil die Konjunktur lahmt." Ich erinere daran, dass wir auch schon viele Arbeitslose hatten, bevor die Konjunktur lahmte.
Oder zu 1.: Du erkennst einen Teil des Problems, machst dann aber keine Ursachenforschung.
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calexa:

@ altmeister /

 
20.08.02 18:37
@ altmeister:
Dein Originalzitat: "unter dem existenzminimum lebt in D erst mal keiner!"

Du hast nicht viel Ahnung von der Realität, oder???

@ blindfish:
Ich wäre mir nicht so sicher, ob eine Klage keinen Erfolg hat. Denn in allen GO´s ist normalerweise eine Härtefall-Regelung gesetzlich normiert, die eigentlich in genau diesen Fällen greifen soll.
Etwas anderes ist es, ob überhaupt die Kosten aus einem Anschluß- und Benutzungszwang getragen werden müssen. Damit hast Du Recht, diese kosten trägt der Bürger.
Ich würde mir aber genau die Härtefallklausel anschauen. Denn auch die Gemeinde darf durch ihr Tun den Bürger nicht in Schulden treiben, besonders, wenn - wenn ich richtig verstanden habe - eine moderne biologische Kläranlage vorhanden ist.

So long,
Calexa
www.carstenlexa.de
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mod:

Existenzminimum in Deutschland

 
20.08.02 18:40
Wie bestimmt Ihr das?

Bitte um Aufklärung.
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BRAD PIT:

@mod

 
20.08.02 18:45
ich glaube Existenzminimum orientiert sich am Sozialhilfesatz oder umgekehrt.

@Vega2000
Ich wollte nicht sarkastisch klingen.
Antworten
Zick-Zock:

zu posting 42

 
20.08.02 19:00
ja... und warum hatten wir auch "davor"
schon so viele arbeitslose???

weil dieses sch... sozialsystem das unterstützt!

warum sollen die morgens aufstehen, wenn sie
beim stempeln doch praktisch das selbe bekommen...

aber dank unserer spd-squad ändert sich ja jetzt
alles grundlegend.......

jeder, der in dieses system einzahlt, 12 stunden
am tag arbeiten geht und brav steuern zahlt, wird
nie was von diesem klasse "sozial-system" haben...

aber da ist echt wurscht, wer an der macht ist...
für echte reformen fehlen uns die köpfe in deutschland...


dreck!


Antworten
BRAD PIT:

@zICK-zOCK

 
20.08.02 21:42
Da gebe ich dir größtenteils Recht.
Aber es ist nicht so, dass es diese Köpfe nicht gibt sondern unser System läßt solche Köpfe nicht ran ans Ruder.

Niemals würde sich ein politiker zur Wahl stellen, der die Situation so beschreibt wie sie ist (siehe oben) und dann die von mir oben vorgeschlagenen Maßnahmen ankündigt. Warum? Weil er dann so gut wie keine Chance hat die Wahl zu gewinnen. Die Leute wollen nicht hören, dass sie erst bluten müssen, bevor es bergauf gehen kann. Und wenn es dann tatsächlich ein Politiker wagen sollte diese Maßnahmen vorzuschlagen, dann würde die BILD ihn als erstes auseinander nehmen.
Nein, hier läuft es so:
Kohl erklärt nach der Wende: "Es wird niemandem schlechter gehen, aber vielen besser" und was ist? Er wird gewählt.
Schroeder erklärt er wolle die Arbeitslosenzahl auf 3,5 Mio senken und was ist? Er wird gewählt.
Die Leute wollen belogen werden.
Wir haben die Regierungen die wir verdienen.
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vega2000:

Schöner Mann (BP)

 
21.08.02 18:48
wenn man deinen Beitrag so liest, dann haben wir ja heile Welt.
Ich erkenne leider keine Zukunftsplanung bei Dir.

Allein schon deine Antwort zu 6.: "Es wird weniger eingestellt, weil die Konjunktur lahmt." Ich erinere daran, dass wir auch schon viele Arbeitslose hatten, bevor die Konjunktur lahmte.Sobald das Wirtschaftswachstum über 3% steigt, werden auch wieder Menschen eingestellt  & wenn das Wachstum länger anhält, dann werden auch die Arbeitslosen weniger!
Oder zu 1.: Du erkennst einen Teil des Problems, machst dann aber keine Ursachenforschung.Wieso Ursachenforschung ? Wenn immer weniger Betragszahler immer mehr Leistungsempfängern gegenüber stehen, brauche ich nicht forschen  

Geht es wirklich allen schlecht? 758195
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BRAD PIT:

@vega

 
21.08.02 22:17
du magst ja einen moderator gefunden haben, der dir hier fleißig stern für gibt. Ich bin aber kein Theoretiker und seit 11 Jahren Unternehmer. Ich weiß wovon ich rede. Zu 6: Wenn Du 35 Mitarbeiter hast und kommst dann in eine Flaute und du weißt dann, dass du 6 Leute entlassen mußt, um 29 zu retten, dann möchte ich wissen was du mit deinen Sozisprüchen machst. Ich kenne unzählige andere Unternehmer, die diese Situation kennen. Als Arbeitnehmer denken diese entlassen 6 dann nur "Der böse Arbeitgeber" und die 29 deren Job du gerettet hast, machen dann noch schlechte Stimmung wegen der 6 entlassenen.
Darum habe ich mir geschworen in Deutschland keine Firma mehr mit mehr als 5 Arbeitnehmern zu leiten. Lieber gleichzeitig 4 kleine Firmen als wieder so ein Dreck.
An die Sozis: Werdet doch alle eigenstädige ICH-AGs und scheitert schon an dieser Aufgabe.
Antworten
vega2000:

BP ???

 
22.08.02 08:31
Ich habe deine Fragen beantwortet, -mit deinem letzten Beitrag kann ich nichts anfangen, weil ich nicht weiß was du mir sagen willst.
Geht es wirklich allen schlecht? 758489
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BRAD PIT:

@vega

 
22.08.02 10:38
Also, nochmal gaaanz langsam.

Du schreibst zu 6.: "Sobald das Wirtschaftswachstum über 3% steigt, werden auch wieder Menschen eingestellt  & wenn das Wachstum länger anhält, dann werden auch die Arbeitslosen weniger".
Das klingt einfach. Ist es aber nicht.
Wie soll das Wirtschaftswachstum innerhalb der nächsten 12 Monateüber 3% steigen, wenn es den Unternehmen schlecht geht?
Und dann soll es gleich zu "anhaltenden Wachstum" kommen und alles ist OK?

Ich will die Probleme gründlicher durchleuchten.
Das Kündigungsschutzgesetz klingt auf den ersten Blick ja gut, weil die Arbeitnehmer Angst davor haben willkürlich entlassen zu werden.
Da hört das Verständnis eines Arbeitnehmers für das Thema aber dan auch schon auf.
Um es zu verdeutlichen bringe ich ein Beispiel, das Arbeitnehmern helfen soll, sich die Situation zu verstehen an.

Nehmen wir Familie "X".
Herr und Frau "X" haben zwei Kinder und sind beide berufstätig, um finanziell über die Runden zu kommen. Damit Frau X überhaupt arbeiten kann, hat die Familie X seit 4 Jahren Frau "H" als Haushaltshilfe  und Kindermädchen beschäftigt.
Nun wird Frau X arbeitslos und ihr Gehalt entfällt. Das passiert während einer Konjunkturflaute und Frau X nimmt an, dass sie lange warten muß, bis sie einen neuen Job erhält. Also entscheidet sie sich zu Hause als Hausfrau weiter zu machen. Da ist aber noch Frau H. Familie X kann Frau H jetzt nicht mehr bezahlen und ausserdem ist sowieso Frau X ja jetzt Hausfrau. Also ist jetzt auch kein Bedarf an Frau H. Man möchte Frau H aber sofort wieder verpflichten, sobald Frau X einen neuen Job hat.

So stellt euch jetzt mal vor ihr wäret Familie X. Ihr wäret somit auch ein Arbeitgeber, und zwar von Frau H und das Kündigungsschutzgesetz würde es euch trotz dieser Notlage verbieten Frau H zu entlassen. Ihr könntet Frau H bestenfall mit einer satten ABfindung los werden. Und das, obwohl íhr selbst gerade finanziell unter Druck seid. Ihr müßtet praktisch privat Insolvenz anmelden, nur um aus dieser Lage rauszukommen, obwohl es eine ganz klare und einfache Alternative gegeben hätte.

Überspitzt formuliert, ist das die Sorge von Arbeitgebern, deren Geschäfte in einer Rezession schon wegen des Kündigungsschutzgesetzes den Bach runter gehen und letztenendes auch ALLE Arbeitsplätze.

Das ist Kommunismus-light: Arbeit für alle? Egal micht welchen Konsequenzen?
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