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Geht es wirklich allen schlecht?


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Beiträge: 51
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altmeister:

Geht es wirklich allen schlecht?

 
20.08.02 09:23
heute morgen beim training habe ich mit nem kumpel geplaudert der bei baumüller in N programierer ist.
die firma beschäftigt in N 2000 menschen von denen bereits 850 gefeuert wurden.
sie stellen elektro motoren und elektronische bauelemente her.
er erzählte mir das die firma wie jede andere auch von der konjunkur betroffen ist ,dass sich aber die autragseingänge die letzten 4 monate auf niedrigem niv.
stabiliesiert hatten.
heute sagt er mir das sie im letzten monat erneut um sage und schreibe 23% eingebrochen sind.
also ich weiß nicht aber sieht wirklich mieß aus in deutschland!
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blindfish:

würde sagen: ja...

 
20.08.02 09:30
...und vielen ist / war das nicht bewusst (wie dir auch nicht, siehe spendendiskussion)...
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altmeister:

@blindfish

 
20.08.02 09:33
hähhh? glaube du hast da was falsch gelesen!
ich habe am freitag 100€gespendet und würde die gleiche summe erneut spenden! oder was meinst du?
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blindfish:

altmeister...

 
20.08.02 09:46
...jetzt hast du mich missverstanden... da du es dir leisten kannst, ist es auch klasse, wenn du spendest; aber du hast geschrieben, JEDER kann 20€ spenden - das sehe ich ganz anders! im gegenteil: es gibt sehr viele menschen, die sind aus anderen gründen (durchaus auch gescheiterte unternehmer - wenn die unternehmung geklappt hätte, hätten sie arbeitsplätze geschaffen, so sind sie halt nur die loser) in finanzielle not geraten! die bräuchten eigentlich eine eigene spendenaktion für sich selbst...

was hier seitens der regierung wieder gemacht wird, ist wahlkampf pur und ein hohn gegenüber vielen vielen anderen unter dem existenzminimum lebenden menschen...

gruss, blindfish  
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altmeister:

@blindfish

 
20.08.02 09:55
unter dem existenzminimum lebt in D erst mal keiner!(sozialhilfe usw mit festen richtlinien) außer vieleicht diejenigen welche jetzt in sporthallen,garagen usw haussen weil sie ihr dach über denn kopf verloren haben!
zu den unternehmern die gescheitert sind , mein vater hatte als 28 jähriger 120.000 DM schulden ( seine 2. pleite)
und was hat er gemacht? richtig, er hat sich nochmal selbstständig gemacht und nicht gejammert! und seit 25 jahren läuft der laden mit in der spitze 300 angestellten.
aber würde ich mittlerweile einlenken und sagen das jeder steuerflichtige bürger zahlen sollte und jeder rentner mit mehr als 1500€rente!
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Nobody II:

Ich finde der Staat soll dafür eine Lösung

2
20.08.02 10:10
finden. Zwangsspenden halte ich nicht für sinnvoll. Schaut euch mal den Kohlepfennig an - der rettet eine Branche, welche nie wieder rentabel wird.

Wo soll denn das losgehen und aufhören.

Katastrophenopfer, Bauern, gescheiterte Unternehmer, Arbeitslose, ...

Es klingt zwar hart, aber ich persönlich bin der Ansicht, dass die Konzepte, für Spenden wieder ein typisches Beispiel für Deutschland sind.

Ich will hier keine Diskussion auslösen, ob die Spenden sinnvoll sind oder nicht. Die Situation ist tragisch - ich habe auch gespendet, aber ich finde es halt wieder typisch.

Jemand der für eine Elementarversicherung ca. 750 € mehr im Jahr gezahlt hat, der soll keine Spende bekommen ! Auf welcher Grundlage ? Nur weil der vorgebeugt hat. Das typische an Deutschland ist wieder, dass Leute, welche sich Gedanken machen und zusätzlich versichern oder sparen am Ende irgendwie die Dummen sind.

Jemand den sowas überhaupt nicht interessiert, jemand der alles Geld sofort ausgibt, der wird im sozialen Deutschland aufgefangen.

Das die Spenden nicht ausreichen ist mir auch klar - dass man die verteilen muß ist somit auch logisch - aber es halt wieder irgendwie bezeichnend.

Das ist eine politische Aufgabe der EU (Deutschland zahlt dort ja die größten die Zeche) und für die deutsche Politik. Die Flüsse müßen überdacht werden - mehr Deiche oder mehr Fläche ? Flüße begradigen und Ähnliches. Dafür ist die Politik da !

Das Typische an Deutschland ist das an ein-Problem-Denken. Und die Medien haben da einen großen Anteil. Vor kurzen waren es die Arbeitslosenzahlen. Thema ist nicht mehr interessant. Alle haben aufgeschrien, hatten 1000 Konzepte und wollten Mrd. aufwenden um das zu lösen. Nun hat man die Flut ! Alle schreien auf ! Alle haben was zu verbessern - und wieder sollen Mrd € das Problem lösen.

Wir schreien uns immer nur von einem Problem zum Nächsten, aber eine ordentliche Lösung fehlt irgendwie immer.

Gruß
Nobody II
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kitko:

@alle

 
20.08.02 10:10
Eine einmalige Abgabe für die Flutopfer von jedem Steuerplichtigen wäre ok,aber so wie ich die Regierung kenne wird aus diesem Grund eine Steuer eingeführt oder eine bestehende erhöt und niewieder rückgängig gemacht.
Antworten
Nobody II:

Siehe Mineralölsteuererhöhung der Kohl-

 
20.08.02 10:16
Regierung zur Unterstützung des Golfkrieges. Die läuft immer noch. Aber Kohl hat damals ja schon gewußt, dass Bush II eine Version dieses Krieges startet.

;-)

Gruß
Nobody II
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altmeister:

@kitko@nobody

 
20.08.02 10:17
genau! finde es auch besser einmal zu spenden als das ich die nächsten 10 jahre 5cent mehr für benzin ausgeben muß.
tieses typisch für deutschland sehe ich ebenso allerdings nicht negativ sondern positiv! warum? weil das system funktioniert und es deutschland besser geht als den meißten ländern!
Antworten
Nobody II:

@altmeister

 
20.08.02 10:31
Das Prinzip hinkt nur ab dem Punkt, wo sich immer mehr Leute drauf ausruhen. Und wenn ich mir die Talkshows so anschaue, dann werden das immer mehr.

Gruß
Nobody II
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altmeister:

@nobody

 
20.08.02 10:35
immer mehr drauf ausruhen? die zahl derer ist und bleibt stabil! das wir zur zeit mehr A-lose haben liegt nicht an der faulheit der menschen sondern siehe mein 1. posting!
Antworten
Thomastrada.:

@Nobody

 
20.08.02 10:37
Du schaust Dir Talkshows an? wie ekelig...! ;-)

Gruß,
T.
Antworten
gurkenfred:

NOCH gehts uns hier besser,

 
20.08.02 10:38
oldmaster.
aber wenn wir so weitermachen, wird sich das bald ändern. wir arbeiten dran....
Antworten
Nobody II:

@Altmeister

 
20.08.02 10:44
Gemeint sind hier nicht die Arbeitslosen ! Ich meine die neuen Generationen an Jugendlichen. Da macht sich in den Köpfen immer mehr breit, dass man nicht arbeiten braucht, weil man von Sozialhilfe auch ganz angenehm leben kann und noch viel Freizeit hat.

Die Arbeitslosen sehe zwar als Belastung aber nicht zukünftiges Problem an - die versuchen ja wieder was für die Gemeinschaft zu leisten.

Ich sehe halt nur das Problem in den wirklichen Schmarotzern, welche nicht unbedingt luxuriös aber angemessen auf Staatskosten leben und sich dabei wohl fühlen. Und ich sehe verstärkt bei den Jugendlichen diese Einstellung.

Gruß
Nobody II
Antworten
altmeister:

@nobody

 
20.08.02 10:48
das problem ist das sozialhilfe emfänger auch in 9 von 10 fällen selbige wieder groß ziehen!
es ihnen praktisch vorleben.
Antworten
Nobody II:

@Thomas

 
20.08.02 10:50
Bekommt man so beim Zappen zwischen N-TV und Bloomberg mit. Und wenn man dann was Interessantes sieht schaut man halt.

@Altmeister

Eben und da besteht Handlungsbedarf !

Gruß
Nobody II
Antworten
MadChart:

@Nobody II:

 
20.08.02 10:51
Da hast Du m.E. recht. Aber kann man den angesprochenen Jugendlichen pauschal einen Vorwurf machen?

Denn wenn unser System die Möglichkeit anbietet, ohne Arbeit bequem zu leben, darf man sich nicht wundern, wenn es immer mehr Leute gibt, die das ausnutzen. Kann ich irgendwo durchaus verstehen, auch wenn ich's nicht Gut heisse.


Grüße

MadChart
Antworten
special:

mir geht es nicht schlecht

 
20.08.02 10:51
mir wird es nur schlecht, was alles auf dem finanziellen rücken der steuerzahler ausgetregen wird.

ok die wahlen stehen vor der tür *scheiss politik
Antworten
Nobody II:

@MadChart

 
20.08.02 10:57
Ist doch klar - jeder ist auf seinem Vorteil aus - Es gibt halt nur 2 Ausnahmen - Jesus und Nobody II ;-)

Das ist halt ein Widerspruch des Systems. Kapitalismus heißt allgemein - wer was leistet, wird dafür belohnt - das Problem in Deutschland ist, wer viel leistet zahlt absolut mehr Geld an den Staat/SV - wird also bestraft - Leistungsanreize gehen verloren. Wer nichts leistet überlebt auch ! Ist eben sozial !

Das würde bei einer handvoll Menschen auch funktionieren, aber nicht bei über 80 Mio. Es müssen eben eindeutige Regeln her. Das System ist zum Scheitern verurteilt, weil es unendlich viele Schlupflöcher und Ausnahmen gibt.



Gruß
Nobody II
Antworten
blindfish:

@altmeister

 
20.08.02 11:04
zwei Punkte:

1. mein Vater ist Angestellter, hat sein ganzes Leben lang gearbeitet, Urlaub kann er an einer Hand abzählen, das Haus ist fast abbezahlt... jetzt fällt der Gemeinde ein, er könnte sich doch an die Kanalisation zu einer völlig überlasteten Kläranlage anschließen - Kostenpunkt 25000€ - statt eine qualitativ bessere und ca. 1/10 so teure biologische eigene Anlage zu verwenden... Warum? Weil die Gemeinde fehlgewirtschaftet hat und nun versucht, das über Anschlussgebühren auf Teufel komm raus zu beseitigen! Ergebnis: Die letzten Jahre bis zur Rente hat mein Dad wieder Schulden an der Backe! Soviel zum Thema faktisches Existenzminimum (vorsorglich: komm mir jetzt nicht mit dem Haus - das kann man nicht essen und nach fast 20 Jahren muss auch Einiges renoviert werden) und der BESCHISSENEN Arbeit der Regierung sowie der Vorgängerregierung!

2. ein Freund von mir hat eine Softwarefirma für Betriebliche Standartsoftware. Seine Aussage: "weit über 50% seiner Kunden werden die Situation nicht überleben" --> no comment bzgl der Auswirkungen

@nobody
kann dir nur zustimmen (#18)

Gruss, blindfish
Antworten
special:

Wer kein Geld hat sollte wenigstens nicht arbeiten o.T.

 
20.08.02 11:10
Antworten
MadChart:

Nobody II:

 
20.08.02 11:12
Weisst Du, was ich glaube? Das Ganze ist nicht nur ein systematisches, sondern auch ein gesellschaftspolitisches Probem!

Denn vor ich sach mal 25 oder 30 Jahren galt es als absolute Schande, arbeitslos zu sein (OK, wir hatten damals Vollbeschäftigung) oder Schulden in größerem Maße zu haben. Da war keinerlei gesellschaftliche Akzeptanz da, im Gegenteil, man hat sich für sowas geschämt.

Wenn ich mir dagegen von meiner Oma erzählen lasse, was heute in diesen unsäglichen Nachmittagstalkshows für Leute auftreten und was die von sich geben ("Von Staatsknete leben: hab ich kein Probem damit, selber schuld, wenn Du arbeiten gehst!") , kann ich nur konstatieren:

Offensichtlich hat sich da wohl auch gesellschaftlich eine Verschiebung der Wertvorstellungen vollzogen. Solche Standpunkte scheinen mittlerweile durchaus salonfähig zu sein.

Was wohl auch damit zusammenhängt, dass die Anzahl der Unterstützten immer größer wird. Das ist bald 'ne richtige Lobby... :-)


Grüße

MadChart


Antworten
altmeister:

@blindfish

 
20.08.02 11:16
natürlich ist das mist was sich diese gemeinde da ausgedacht hat!
aber trotzdem dein papa hat ein haus was praktisch abgezahlt ist und auch wenn er jetzt einen kredit über 25000 €aufnehmen muß lebt er nicht am ex minimum!
stell dir doch vor dein papa hätte zufällig sein haus in der nähe eines großen flusses gebaut und nie übergetreten ist. aber auf einmal pasiert es und sein haus auch wenn alt ist einfach weg!
er würde mir leid tuen!

und ich würde spenden.
auch scheit mir das ich unverständlicher weisse zu diesem thema schon wieder eine contra meinung habe, ich kann wirklich nur mit dem kopf schütteln!
gestern ist mir vorgeworfen wurden das ich die h-wasser katatrophe so aufblasse und ich lieber den flut opfern in bangladesch spenden sollte. ja sag mal spinn ich?
habe allerdings ganz neben bei noch 2 patenkinder in afrika  wo ich monat für monat 60 €überweisse.
trotzdem ich finde es gerade schlimmer was in D passiert als das irgendwo auf der welt gerade ne lem hütte weggespült wird,die kann mann in ner stunde wieder aufbauen. dresden nicht!
Antworten
blindfish:

altmeister...

 
20.08.02 11:33
1. wie gesagt, ich finde es gut, dass du spendest - und ich finde es gut, wenn alle spenden, für die es kein problem ist...

2. nur diejenigen belasten, die selber schon genug probleme finanzieller art haben, ist eben nicht in ordnung und widerspricht meiner meinung nach auch geltendem recht, indem es all diejenigen ungleich behandelt, die ebenfalls unverschuldet (muss ja nicht immer das hochwasser sein) in einer notlage sind...

3. ist dir eigentlich bewusst, wie lange es für einen angestellten und familie dauert, 25000€ plus zinsen zurückzubezahlen?? das sind (ohne zinsen) vermutlich fast 15% vom ganzen haus... wenn die bank das haus für die hälfte versteigert, bleibt einfach nix mehr übrig... und dafür hat mein dad jahrzehnte geschuftet und sich nix gegönnt! ich kann dir nicht sagen, was ich für eine wut hab... im übrigen kenne ich meinen dad soweit, dass ich dir versichern kann: wenn er in irgendwelchen elbauen gebaut hätte, hätte er den entsprechenden weitblick gehabt und es wäre definitiv versichert gewesen...

gruss, blindfish :-)
Antworten
altmeister:

blinfish

 
20.08.02 11:41
nochmal, ist ne miesse geschichte mit den 25,000€und ich würde sicher klagen!
zu der versicherung,ich bin selbst ein extrem sicherheits denkender mensch. egal ob das tägliche leben oder börse.
wenn aber ein gebiet noch nie überflutet war weiß ich nicht ob ich für viel geld soeine versicherung hätte.
ich kenne zwar die policen nicht so genau aber angeblich soll das unbezahlbar gewesen sein soeine versicherung abzuschließen.
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