Rüstungsboom durch Iran-Krieg? Diese US-Rüstungshersteller könnten jetzt profitieren
Der Krieg zwischen den USA und dem Iran führt zu einem enormen Nachschubbedarf an Munition – und Lockheed Martin sowie RTX könnten die großen Profiteure sein. Doch Experten warnen vor einer unerwarteten Wendung.
Der militärische Schlagabtausch zwischen den USA und dem Iran könnte sich für die amerikanische Rüstungsindustrie als milliardenschweres Geschäft erweisen. Analysten der Investmentbank Bernstein sehen vor allem die beiden Konzerne Lockheed Martin (Lockheed Martin Aktie) und RTX in einer aussichtsreichen Position.
Seit Ende Februar tobt der Iran-Krieg. Laut einem dem US-Kongress nahestehenden Insider soll bereits in den ersten zwei Tagen des Konflikts Munition im Wert von rund 5,6 Milliarden US-Dollar eingesetzt worden sein, berichtet CNBC. Angesichts dieser enormen Belastung der Bestände muss das Pentagon seine Lager rasch wieder auffüllen. Ein solches Szenario könnte den großen Raketenherstellern zusätzliche Aufträge bescheren.
Bernstein-Analyst Douglas Harned spricht von einem akuten Bedarf an Nachschub. Der intensive Einsatz taktischer US-Waffen sowie der Einsatz von Abfangsystemen durch Israel und die Staaten des Golf-Kooperationsrats hätten den Bedarf an neuer Munition stark erhöht. Eine groß angelegte Wiederauffüllung der Bestände würde seiner Einschätzung nach den Aktienkursen von Lockheed Martin und RTX Auftrieb geben.
Auch politisch scheint Bewegung in die Sache zu kommen. So trafen sich vergangene Woche führende Manager der US-Rüstungsindustrie im Weißen Haus, um über eine Ausweitung der Waffenproduktion zu sprechen. Marktbeobachter rechnen damit, dass die US-Regierung bald zusätzliche Aufträge vergeben könnte, um die Munitionslager des Militärs wieder aufzufüllen.
An der Börse zählen beide Unternehmen bereits zu den Gewinnern der geopolitischen Spannungen. So hat RTX, der Hersteller des Patriot-Luftabwehrsystems, innerhalb eines Jahres rund 62 Prozent zugelegt. Lockheed Martin, verantwortlich für das THAAD-Raketenabwehrsystem, gewann allein in den vergangenen drei Monaten rund 37 Prozent hinzu.
Allerdings warnen Analysten auch vor einem möglichen Dämpfer. Sollte die militärische Schlagkraft des Iran dauerhaft geschwächt sein, könnte der Bedarf an zusätzlicher Munition geringer ausfallen als derzeit erwartet. In diesem Fall könnten Rüstungsaktien einen Teil ihrer jüngsten Kursgewinne wieder abgeben.
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