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Hormus-Hoffnung und Tech-Zahlen: Diese Woche wird zum Härtetest

Ein Iran-Angebot weckt Hoffnung auf Entspannung an der Straße von Hormus. Doch steigende Ölpreise und die Zahlen von Big Tech entscheiden jetzt, ob die Börsenrallye weiterläuft oder kippt.
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Der Iran hat den USA nach einem Bericht von Axios einen neuen Vorschlag zur Wiederöffnung der Straße von Hormus und zur Beendigung des Krieges unterbreitet. Die Atomverhandlungen sollen demnach auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Der Plan wurde über Vermittler in Pakistan übermittelt und sieht zunächst eine längere Waffenruhe vor. Erst nach einer Öffnung der wichtigen Wasserstraße und einer Aufhebung der US-amerikanischen Blockade iranischer Häfen sollen die Gespräche über das Atomprogramm folgen.

Damit kommt neue Bewegung in eine Krise, die seit Wochen die Energiemärkte belastet. Die Ölpreise legten zum Wochenstart weiter zu. Brent-Rohöl stieg zeitweise auf mehr als 108 US-Dollar je Barrel. Händler fürchten, dass die Blockade die weltweite Ölversorgung weiter verknappt.

US-Präsident Donald Trump will die Lage am Montag mit seinem außen- und sicherheitspolitischen Team beraten. Nach Angaben von Axios wollen die Vereinigten Staaten weiter erreichen, dass der Iran die Urananreicherung für mindestens zehn Jahre aussetzt und angereichertes Uran aus dem Land schafft. Teheran versucht dagegen offenbar, die besonders schwierige Atomfrage zunächst auszuklammern.

Trump setzt laut Fox News darauf, dass der wirtschaftliche Druck auf Teheran in den kommenden Wochen Wirkung zeigt.

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Wenn riesige Mengen Öl durch Ihr System fließen und diese Leitung aus irgendeinem Grund geschlossen wird, dann explodiert diese Leitung von innen heraus.

Iran habe nach seiner Darstellung nur noch wenige Tage, bevor der Druck gefährlich werde.

US-Aktien bleiben nahe ihrer Rekordstände, weil Anleger auf eine Annäherung zwischen Washington und Teheran setzten. Zugleich blieb die Nervosität hoch. 

Für die Wall Street kommt die geopolitische Unsicherheit zu einem heiklen Zeitpunkt. In dieser Woche legen mit Alphabet (Alphabet C Aktie), Microsoft, Amazon (Amazon Aktie) und Meta vier große Technologieplattformen ihre Zahlen vor. Apple folgt einen Tag später.

Der breite Markt hat sich zuletzt stark erholt. Der S&P 500 stieg in den vergangenen vier Wochen um mehr als zehn Prozent. Besonders die großen Technologiewerte und Chiphersteller trieben die Kurse. Seit dem Tief im März legten einige Titel aus der Gruppe der sogenannten Magnificent Seven um mehr als 25 Prozent zu.

Getragen wurde die Erholung vor allem vom Boom bei Künstlicher Intelligenz (KI). Analysten erwarten für die Magnificent Seven im ersten Quartal ein Gewinnwachstum von 19 Prozent. Für den Rest des S&P 500 werden nur zwölf Prozent erwartet. Das starke Gewinnwachstum hilft, die weiter hohen Bewertungen der großen Technologiekonzerne zu rechtfertigen.

Risiken bleiben erheblich

Hohe Ölpreise könnten die Inflation wieder anfachen und die Hoffnungen auf niedrigere Zinsen dämpfen. Gleichzeitig wächst die Frage, ob die enormen KI-Investitionen schnell genug Renditen bringen. Die gemeinsamen Investitionsausgaben von Microsoft, Alphabet, Amazon und Meta sollen 2026 auf 649 Milliarden US-Dollar steigen. Im Jahr 2025 waren es noch 411 Milliarden US-Dollar.

Das belastet den freien Cashflow. Bei Amazon rechnen Analysten im ersten Quartal mit einem negativen freien Cashflow. Bei Meta dürfte der freie Cashflow auf den niedrigsten Stand seit fast vier Jahren sinken. Beide Unternehmen sowie Microsoft haben zudem Stellenstreichungen angekündigt, um Kosten zu senken.

Besonders genau werden Anleger deshalb auf das Cloud-Geschäft schauen. Dort treibt die Nachfrage von Unternehmen wie OpenAI und Anthropic das Wachstum. Für Amazon Web Services wird ein Umsatzplus von 26 Prozent erwartet. Microsoft Azure soll um 38 Prozent zulegen. Für Google (Alphabet A Aktie) Cloud wird sogar ein Wachstum von 50 Prozent prognostiziert.

Märkten steht entscheidende Woche bevor

Ein diplomatischer Durchbruch im Nahen Osten könnte die Ölpreise beruhigen und Risikoanlagen stützen. Schwache Tech-Zahlen könnten die Rekordjagd dagegen abrupt bremsen. Für Anleger hängt jetzt viel davon ab, ob Geopolitik und Gewinnsaison zugleich Entspannung liefern.

Autor: sbh-Redaktion/neb


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