Also, nochmal gaaanz langsam.
Du schreibst zu 6.: "Sobald das Wirtschaftswachstum über 3% steigt, werden auch wieder Menschen eingestellt & wenn das Wachstum länger anhält, dann werden auch die Arbeitslosen weniger".
Das klingt einfach. Ist es aber nicht.
Wie soll das Wirtschaftswachstum innerhalb der nächsten 12 Monateüber 3% steigen, wenn es den Unternehmen schlecht geht?
Und dann soll es gleich zu "anhaltenden Wachstum" kommen und alles ist OK?
Ich will die Probleme gründlicher durchleuchten.
Das Kündigungsschutzgesetz klingt auf den ersten Blick ja gut, weil die Arbeitnehmer Angst davor haben willkürlich entlassen zu werden.
Da hört das Verständnis eines Arbeitnehmers für das Thema aber dan auch schon auf.
Um es zu verdeutlichen bringe ich ein Beispiel, das Arbeitnehmern helfen soll, sich die Situation zu verstehen an.
Nehmen wir Familie "X".
Herr und Frau "X" haben zwei Kinder und sind beide berufstätig, um finanziell über die Runden zu kommen. Damit Frau X überhaupt arbeiten kann, hat die Familie X seit 4 Jahren Frau "H" als Haushaltshilfe und Kindermädchen beschäftigt.
Nun wird Frau X arbeitslos und ihr Gehalt entfällt. Das passiert während einer Konjunkturflaute und Frau X nimmt an, dass sie lange warten muß, bis sie einen neuen Job erhält. Also entscheidet sie sich zu Hause als Hausfrau weiter zu machen. Da ist aber noch Frau H. Familie X kann Frau H jetzt nicht mehr bezahlen und ausserdem ist sowieso Frau X ja jetzt Hausfrau. Also ist jetzt auch kein Bedarf an Frau H. Man möchte Frau H aber sofort wieder verpflichten, sobald Frau X einen neuen Job hat.
So stellt euch jetzt mal vor ihr wäret Familie X. Ihr wäret somit auch ein Arbeitgeber, und zwar von Frau H und das Kündigungsschutzgesetz würde es euch trotz dieser Notlage verbieten Frau H zu entlassen. Ihr könntet Frau H bestenfall mit einer satten ABfindung los werden. Und das, obwohl íhr selbst gerade finanziell unter Druck seid. Ihr müßtet praktisch privat Insolvenz anmelden, nur um aus dieser Lage rauszukommen, obwohl es eine ganz klare und einfache Alternative gegeben hätte.
Überspitzt formuliert, ist das die Sorge von Arbeitgebern, deren Geschäfte in einer Rezession schon wegen des Kündigungsschutzgesetzes den Bach runter gehen und letztenendes auch ALLE Arbeitsplätze.
Das ist Kommunismus-light: Arbeit für alle? Egal micht welchen Konsequenzen?
Du schreibst zu 6.: "Sobald das Wirtschaftswachstum über 3% steigt, werden auch wieder Menschen eingestellt & wenn das Wachstum länger anhält, dann werden auch die Arbeitslosen weniger".
Das klingt einfach. Ist es aber nicht.
Wie soll das Wirtschaftswachstum innerhalb der nächsten 12 Monateüber 3% steigen, wenn es den Unternehmen schlecht geht?
Und dann soll es gleich zu "anhaltenden Wachstum" kommen und alles ist OK?
Ich will die Probleme gründlicher durchleuchten.
Das Kündigungsschutzgesetz klingt auf den ersten Blick ja gut, weil die Arbeitnehmer Angst davor haben willkürlich entlassen zu werden.
Da hört das Verständnis eines Arbeitnehmers für das Thema aber dan auch schon auf.
Um es zu verdeutlichen bringe ich ein Beispiel, das Arbeitnehmern helfen soll, sich die Situation zu verstehen an.
Nehmen wir Familie "X".
Herr und Frau "X" haben zwei Kinder und sind beide berufstätig, um finanziell über die Runden zu kommen. Damit Frau X überhaupt arbeiten kann, hat die Familie X seit 4 Jahren Frau "H" als Haushaltshilfe und Kindermädchen beschäftigt.
Nun wird Frau X arbeitslos und ihr Gehalt entfällt. Das passiert während einer Konjunkturflaute und Frau X nimmt an, dass sie lange warten muß, bis sie einen neuen Job erhält. Also entscheidet sie sich zu Hause als Hausfrau weiter zu machen. Da ist aber noch Frau H. Familie X kann Frau H jetzt nicht mehr bezahlen und ausserdem ist sowieso Frau X ja jetzt Hausfrau. Also ist jetzt auch kein Bedarf an Frau H. Man möchte Frau H aber sofort wieder verpflichten, sobald Frau X einen neuen Job hat.
So stellt euch jetzt mal vor ihr wäret Familie X. Ihr wäret somit auch ein Arbeitgeber, und zwar von Frau H und das Kündigungsschutzgesetz würde es euch trotz dieser Notlage verbieten Frau H zu entlassen. Ihr könntet Frau H bestenfall mit einer satten ABfindung los werden. Und das, obwohl íhr selbst gerade finanziell unter Druck seid. Ihr müßtet praktisch privat Insolvenz anmelden, nur um aus dieser Lage rauszukommen, obwohl es eine ganz klare und einfache Alternative gegeben hätte.
Überspitzt formuliert, ist das die Sorge von Arbeitgebern, deren Geschäfte in einer Rezession schon wegen des Kündigungsschutzgesetzes den Bach runter gehen und letztenendes auch ALLE Arbeitsplätze.
Das ist Kommunismus-light: Arbeit für alle? Egal micht welchen Konsequenzen?