"Außerdem haben FnF seit 2012 ihre Problemkredite sukzessive ausgelagert. "
..nicht nur ihre Problemkredite ;-) ...wobei es 2012 dann auch noch gar nicht absehbar war, welche Kredite im Hinblick auf die aktuelle Situation in vielen US-Großstädten heute als Problemkredite anzusehen sind.
Der entscheidende Punkt sind dabei die Garantien mit denen FnF ihre MBS versehen.
Kommt es da zu Verlusten, so hilft die Auslagerung da nicht viel. Wenn das Eintreiben der Zahlungen misslingt, so trägt FnF am Ende die Verluste.
"Der EK-Puffer wird daher übermäßig groß sein. Das ist leider für die Altaktionäre (Stammaktien) nachteilig, weil die Verwässerung durch die KE entsprechend hoch sein wird."
Hast Du denn auch schon mal die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass eine Kapitalerhöhung von über 150 Mill. auch scheitern könnte? ...oder dass sie (damit es nicht zum Scheitern kommt) auf einige Jahre verteilt werden könnte?
...Wie wird es sich auswirken, wenn die gewährten Zahlungsaufschübe bei den Hyoptheken nun in Kürze auslaufen? Sollte es dann zu großvolumigeren Zahlungsausfällen kommen, wie würde sich das wohl wiederum auf die Bereitschaft auswirken, sich über neu ausgegebene Aktien an der KE zu beteiligen? Was wäre, wenn die KE über einige Jahre hingezogen letztlich zu spät käme?
Des weiteren sollte man auch die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass die Verwässerung aufgrund der einmaligen Größenordnung so massiv sein könnte, dass die Aktien trotz Deiner angenommenen Kursentwicklung ins Minus rutschen könnten.
Deine favorisierten Anleihen von FnF wären davon zwar nicht unmittelbar betroffen.
Allerdings ist dann m.E. auch nicht ganz einzusehen, weshalb sie nun bei einer Verwirklichung Deines positiven Szenarios unmittelbar profitieren sollten.
Gut, die Bonität würde sich durch eine KE entsprechend erhöhen, massgeblich für den Kursgewinn bei den Anleihen wäre dann aber nicht so sehr das Gerichtsurteil an sich, sondern der Abschluss der KE.
Bei den Anleihen käme des weiteren aber das Risiko steigenden Zinsen hinzu, die sich gerade in US abzeichnen. Größe Ausfälle bei den Hypotheken könnten zudem auch die Bonitätseinschätzung bei den Marktteilnehmern entsprechend verringern, insbesondere wenn solche Ereignisse vor dem Abschluss der geplanten KE einträfen.
Ich kann es am Ende drehen und wenden, wie ich will.
Die gegenwärtige Situation an den Immobilienmärkten, im Hinblick auf Covid (Post-Covid) sowie des weitreichenden Strukurwandels vieler Großstädte scheint mir einfach nicht das richtige Umfeld zu sein, um auf die weitere Erholung einer Hypothekenbank wie FnF zu setzen, die aufgrund ihrer mageren Kapitaldecke eine gigantische Kapitalerhöhung von 150-200 Mill. benötigt, um aus ihrer Zwangsverwaltung entlassen zu werden.