ebenfalls als "nicht konvertierbar". Trotzdem wurden sie im Zuge der Restrukturierung in neue AIG-Aktien gewappt (mit 10 % Haircut), während die Altaktien (Stammaktien) wertlos wurden.
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Seit Monaten schreiben einige Leute auf iHub, die JPS seien nicht konvertierbar, und berufen sich auf die Vertragsbedingungen.
Fakt ist aber, dass bei einer Restrukturierung Sondervereinbarungen getroffen werden können, die allerdings die Zustimmung von 2/3 der JPS-Halter erfordern.
Im Folgenden die Details:
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Im ursprünglichen Vertrag zu den Fannie/Freddie-JPS steht in der Tat, dass die JPS "nicht konvertierbar" sind. Dies gilt jedoch nur für normale Umstände. Wir haben aber keine normale Umstände, sondern HERA-Rechtswillkür, FHFA-Zwangsverwaltung, OTC-Listing und deutlich zu niedriges CET1-EK von aktuell -133 Mrd. $, u. a. weil die Regierung von 2012 bis 2019 sämtliche Gewinne per NWS abgesaugt hat.
Auch bei FnF können im Zuge der kommenden Restrukturierung Sondervereinbarungen getroffen werden, die ebenfalls die Zustimmung von 2/3 der JPS-Aktionäre erfordern.
Das Procedere stelle ich mir so vor:
Im
Zeitfenster der Restrukturierung, die einige Tage oder Wochen dauern dürfte, sind die Altaktien und JPS voraussichtlich vom Handel ausgesetzt.
Rechtlich bewegen sich FnF währenddessen im Niemandsland, weil zwar bis zum Ende der Zwangsverwaltung die HERA-Gesetze gelten. Doch nach Abschluss der Restrukturierung und Rekapitalisierung stehen FnF wieder auf eigenen Füßen, die FHFA wird abgewickelt, und die neuen Aktien werden mit üblichen Rechten und Dividenden-Berechtigung an den regulären Börsen notieren.
In diesen Tagen/Wochen des rechtlichen Niemandslands werden vier Streitparteien (Reihenfolge entspricht der Wichtigkeit)
- die Zeichner der neuen Aktien
- die Regierung (SPS-Halterin, die auch die Warrants ausüben kann)
- die JPS-Halter
- die Altaktionäre
über die Verteilung der künftigen Vermögenswerte verhandeln. Dabei ist zu bedenken, dass die Altaktien und JPS während der Zwangsverwaltung faktisch wertlos sind. Wirtschaftlichen Wert erhalten sie erst durch die Freilassung und Rekapitalisierung.
Wie ich bereits mehrmals hier im Thread schrieb, dürfte die Marktkapitalisierung von FnF nach recap/release bei schätzungsweise 250 Mrd. $ liegen. Davon gehen 150 Mrd $ an die Zeichner der neuen Aktien (die 60 % der künftigen MK erhalten), die verbleibenden 100 Mrd. $ (= 40 % der finalen MK) werden unter der Regierung, den JPS-Haltern und den Altaktionären aufgeteilt.
Die "Stellschraube" bei dieser Verteilung ist die Gesamtzahl der alten Stammaktien. Niemand kann zurzeit vorhersagen, wie viele alte Stammaktien es bei der Freilassung/KE geben wird.
- Konstant ist lediglich die Zahl der Stücke, die die alten Stammaktionäre halte (1,8 Mrd. Stücke)
- Übt die Regierung nur die Warrants aus, werden 7,2 Mrd. neue Altaktien erzeugt, die dann die Regierung besitzt. D.h. von obigen 100 Mrd. $ gingen ca. 80 Mrd. an die Regierung, die Altaktionäre bekämen 20 Mrd. $. Das Kursziel für die Stämme nach Freilassung/KE wäre 7 $.
- Wandelt die Regierung stattdessen ihre SPS-Aktien (ganz oder teilweise) in Stammaktien um, ist die Verwässerung am stärksten. Beim aktuellen Kurs von 75 Cent würde durch den SPS-Swap rund 260 neue Altaktien "erzeugt", die der Regierung gehören. Die obigen 100 Mrd. $ wären dann auf ca. 262 Mrd. Aktien zu verteilen, woraus sich ein Kursziel für die Stämme (nach Freilassung/KE) von 38 Cents errechnet.
Die Altaktionäre mit ihren 1,8 Mrd. Stücken erhielten somit nur ca. 0,7 Mrd. $, während die Regierung 99,3 Mrd. (von den 100 Mrd.) erhält.
Im Zeitfenster des rechtlichen Niemandslandes könnten auch die JPS-Halter mit 2/3 Mehrheit einem (zusätzlichen) Swap in Stammaktien zustimmen. Wenn es 10 % Haircut gäbe - also 22,50 $ pro JPS - würden die JPS-Halter für 1 JPS ca. 60 Stammaktien (im Wert von 38 Cents) erhalten.