- Aktien von US-Krankenversicherern sind stark gefallen.
- UnitedHealth Group fiel um fast 20 Prozent.
- Die Erhöhung der Medicare-Zahlungen beträgt nur 0,09 Prozent.
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Die zuständige Bundesbehörde Centers for Medicare & Medicaid Services hatte angekündigt, die Zahlungen an private Medicare-Versicherungen für die von den Konzernen betreuten, sogenannten Advantage-Pläne im nächsten Jahr um lediglich 0,09 Prozent zu erhöhen und damit quasi unverändert lassen zu lassen. Analysten hatten einen Anstieg von bis zu 6 Prozent erwartet; entsprechend groß war die Enttäuschung der Anleger.
Die Anleger waren bislang davon ausgegangen, dass die neue US-Regierung unter Präsident Donald Trump privaten Medicare-Plänen gegenüber wohlwollender eingestellt ist als ihre Vorgängerin. Doch Trump begann, Versicherer ins Visier zu nehmen und ihnen die Schuld für steigende Prämien bei den privaten Krankenversicherungen zu geben. Im Dezember sagte er, dass Versicherungsgesellschaften "so viel Geld verdienen und dass sie weniger verdienen müssen, viel weniger".
Die Gewinne der Medicare-Versicherer waren zuletzt durch steigende Pflegekosten und die nach Meinung der Unternehmen unzureichende Finanzierung durch die Regierung geschmälert worden. Der vorläufige Erhöhungssatz muss in den kommenden Monaten endgültig festgelegt werden, sodass noch Spielraum für Nachbesserungen besteht.
Die US-Krankenversicherung Medicare ist vor allem für Personen ab 65 Jahren und für jüngere Menschen mit bestimmten Behinderungen oder Nierenerkrankungen konzipiert./la/bek/nas
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