Dem stimme ich absolut zu.
Wenn man sich jedoch die Punkte ansieht, die der Vorstand nun seit einigen Monaten mit Horizon angeht, dann ist das eigentlich genau das, was das Unternehmen nun braucht. Dazu gehört, so leid es mir für die Angestellten auch tut, die Schließung von Standorten und der Abbau von nicht benötigten Stellen. Denn nur so kann das Unternehmen überhaupt in die schwarzen Zahlen kommen und langfristig bestehen. Nicht profitable Geschäftsbereiche müssen überprüft und gegebenenfalls auch aufgegeben werden. Auch wenn dadurch der Umsatz weiter sinken sollte.
Wenn der Vorstand das alles besser kommunizieren würde und nicht haltlose Umsatz- und Gewinnversprechen gemacht hätte, ich glaube, dann würden viele die Situation auch gar nicht so schwarz sehen und darauf vertrauen, dass es nach den Restrukturierungen wieder besser um Evotec bestellt ist. Aber leider ist Kommunikation ganz sicher nicht die Stärke von Evotec.
Vertrauen ist hier derzeit das Hauptproblem.
Gehen wir davon aus, dass die Restrukturierungen greifen und dass wirklich ein Teil der Umsatzes und der Einnahmen sich lediglich in's nächste Jahr verschoben haben und gehen wir davon aus, dass die Geschäftsbeziehungen zu den Kunden weiterhin gut und stabil sind und dass sich die Auftragslage nicht weiter verschlechtert, dann würde es ab 2027 wieder aufwärts gehen.
Aber hier sind wieder viele Wenns. Genug Geld, um die Restrukturierung durchzuziehen, hat Evotec. Wenn man Mitarbeiter abbauen will und Standorte schließt, dann kostet das erstmal Geld. Das sehen wir aktuell. Den finanziell positiven Effekt sollten wir dann in den nächsten Jahren sehen. Die Verluste sollten dann deutlich zurück gehen und bestenfalls auch wieder Gewinne erwirtschaftet werden.
Potential ist da. Die Punkte, die in Horizon umgesetzt werden sollen, sind die richtigen. Die Frage ist nur, ob der aktuelle Vorstand das auch hinbekommt.