Deutschlands schlimmster ideologischer Vogel, der Polleit, läuft offenbar mit einem Brett vor dem Kopf, Bohnen in den Ohren und Tomaten auf den Augen durch die Welt, denn sonst könnt man keinen derartige Verdrehungen und Fälschungen der unredlichsten und unehrlichsten Sorte abliefern:
Von Thorsten Polleit am 5. November 2010
"Zuviel Kredit und Geld, jahrelang bereitgestellt zu niedrigen Zinsen, hat die internationale Kreditkrise verursacht. Von Mitte 1997 bis zum zweiten Quartal 2010 stieg das amerikanische Volkseinkommen in realer Rechnung um knapp 33 Prozent, während die Bankkredite um 139 Prozent und die Geldmenge M2 um 117 Prozent zunahmen. Im Euroraum wuchs das Einkommen um rund 14 Prozent, während die Bankkredite um 113 Prozent und die Geldmenge M3 um 102 Prozent stiegen."
Nur als dreist, unverschämt und verlogen kann man die Gegenüberstellung des Anstiegs des amerikanischen Volkseinkommens in realer Rechung und des Wachstums der Bankkredite bzw. der Geldmenge M2 bezeichnen, denn das sind keine zueinander passenden Beziehungsgrößen und die Kassandra Polleit hat sie nur gezielt benutzt, um seinen ideologischen Dünnpfiff unter die Leute zu bringen. Jeder einigermaßen ausgeschlafene Ökonom, der sich morgens seine Unterhosen nicht mit der Kneifzange anzieht, erkennt sofort, dass man hier den nominalen Anstieg des amerikanischen Volkseinkommens und das Wachstum der Kredite bzw. das Wachstum der Geldmenge M2 gegenüberstellen muss. Dass die Abstände zwischen der Einkommensentwicklung und den Veränderungen des Kreditvolumens bzw. der Geldmenge dann wesentlich kleiner sind, dürfte wohl jedem klar sein. Vermutlich lägen wir bei einem nominalen Anstieg der Einkommen von zwischen 90% und 100%. Nehmen wir z.B. 95% an und teilen das Wachstum der Bankkredite von 139% durch diese 95%, erhalten wir eine Größe von 1,463, die uns anzeigt, dass wir in diesem Zeitraum von 13 Jahren, den Polleit benennt, eine Inflation von 46,3% gehabt haben müssten. Zieht man aus dem Faktor 1,463 jetzt die 13. Wurzel, müssten wir in etwa auf die in diesem Zeitraum vorhandene durchschnittliche Inflationsrate kommen (wenn meine obige Annahme von dem nominalen Einkommenswachstum um 95% in etwa stimmt, wovon ich nach einer überschlägigen Rechnung ausgehe). Man kommt nämlich dann auf einen Wert von 1,0297, was auf eine durchschnittliche Inflationrate von 2,97% hinausläuft. Das könnte ungefähr hinkommen.
Was Euch der Polleit mit seinen Verdrehungen und Verfälschungen unterjubeln will, ist, dass große Teile der geschaffenen Kreditmenge nicht in die Güterinflation geflossen seien, sondern in die Inflationierung der Vermögenswerte. Für die Verbreitung dieser Ideologie schreckt jemand wie Polleit vor keiner Lüge und keiner Verdrehung zurück, weil das offensichtlich Teil seiner Vorstellungen von wissenschaftlichen Arbeiten ist.
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