Tausendfach müssen in den USA Menschen Steuern für Profite zahlen, die sie niemals hatten. Der Grund: Gefallene "New Economy"-Aktien. Erste Selbstmorde gab es schon.
Der Horror trägt den Namen "AMT" - "Alternative Minimum Tax", alternative Mindeststeuer.
Doch so minimal in ihren Auswirkungen, wie sie klingt, ist die Bestimmung der US-Steuerbehörden nicht.
Vor allem im Silicon Valley sorgt sie seit etwa Mitte 2000 für Aufruhr.
Ausgelöst wird die AMT immer dann, wenn man seine "Stock Options" für das Unternehmen, in dem man arbeitet, ausübt, den damit erreichten Papiergewinn aber nicht sofort über einen Verkauf realisiert, sondern die Aktien hält.
Das machte man in den USA vor allem deshalb gerne, weil nach einem Jahr weniger Kapitalertragssteuer zu berappen sind.
Nur fielen viele der "New Economy"-Aktien, für die die AMT oft galt, inzwischen ins Bodenlose: Nun können die Betroffenen weder die Steuer noch sonst etwas aus ihren Optionen bezahlen.
Die Lage scheint sich derzeit noch zu verschlimmern: Inzwischen werden erste Selbstmorde von US-Personen gemeldet, die aufgrund der AMT-Regelung nicht mehr ein noch aus wussten.
Irreal mutet die Sache sowieso schon an: Die Steuer wurde ursprünglich für einen reichen Personenkreis geschaffen, der sich gerne Steuerschlupflöcher suchte.
Ins Netz sind nun zahlreiche High-Tech-Angestellte gegangen, die meinten, mit ihren Firmen auf das richtige Pferd gesetzt zu haben.
Lobby-Gruppierungen versuchen derzeit, die US-Regierung zu einem Umdenken in Sachen Mindeststeuer zu bewegen.
Ob das auch gelingt, ist bislang noch unklar.
Wichtig bleibt vor allem, sich bei derlei Aktiengeschäften mit einem spezialisierten Steuerberater abzusprechen.
s.i.n. ben
Der Horror trägt den Namen "AMT" - "Alternative Minimum Tax", alternative Mindeststeuer.
Doch so minimal in ihren Auswirkungen, wie sie klingt, ist die Bestimmung der US-Steuerbehörden nicht.
Vor allem im Silicon Valley sorgt sie seit etwa Mitte 2000 für Aufruhr.
Ausgelöst wird die AMT immer dann, wenn man seine "Stock Options" für das Unternehmen, in dem man arbeitet, ausübt, den damit erreichten Papiergewinn aber nicht sofort über einen Verkauf realisiert, sondern die Aktien hält.
Das machte man in den USA vor allem deshalb gerne, weil nach einem Jahr weniger Kapitalertragssteuer zu berappen sind.
Nur fielen viele der "New Economy"-Aktien, für die die AMT oft galt, inzwischen ins Bodenlose: Nun können die Betroffenen weder die Steuer noch sonst etwas aus ihren Optionen bezahlen.
Die Lage scheint sich derzeit noch zu verschlimmern: Inzwischen werden erste Selbstmorde von US-Personen gemeldet, die aufgrund der AMT-Regelung nicht mehr ein noch aus wussten.
Irreal mutet die Sache sowieso schon an: Die Steuer wurde ursprünglich für einen reichen Personenkreis geschaffen, der sich gerne Steuerschlupflöcher suchte.
Ins Netz sind nun zahlreiche High-Tech-Angestellte gegangen, die meinten, mit ihren Firmen auf das richtige Pferd gesetzt zu haben.
Lobby-Gruppierungen versuchen derzeit, die US-Regierung zu einem Umdenken in Sachen Mindeststeuer zu bewegen.
Ob das auch gelingt, ist bislang noch unklar.
Wichtig bleibt vor allem, sich bei derlei Aktiengeschäften mit einem spezialisierten Steuerberater abzusprechen.
s.i.n. ben