Ich denke Silber und Platin sollten aktuell stärker von dem Goldpreisanstieg profitieren.
Der Goldpreis kennt derzeit nur eine Richtung – nach oben. Während der anhaltende Shutdown der US-Regierung die Finanzmärkte verunsichert, erklimmt Gold im asiatischen Handel ein neues Rekordhoch von rund 3.945 Dollar pro Unze. Angetrieben von geopolitischen Spannungen, schwächeren Wirtschaftsdaten und der Aussicht auf weitere Zinssenkungen der Fed rückt nun die Marke von 4.000 Dollar in greifbare Nähe. Doch hinter der glanzvollen Rally zeigen sich erste Warnsignale.
Goldpreis mit neuem Rekordhoch
Während sich der Shutdown der US-Regierung hinzieht, steigt der Goldpreis während des asiatischen Handels am Montag auf einen neuen Rekordwert von 3.944 Dollar. Damit näherte sich das Edelmetall der Marke von 4.000 Dollar pro Unze an.
Der Goldpreis kletterte bis auf 3.944,99 Dollar pro Unze, bevor er einen Teil seiner Gewinne wieder abgab. Laut einem Bericht von Bloomberg hat die Stilllegung der US-Regierung die für Freitag erwarteten Lohn- und Gehaltsdaten verzögert, wodurch die ohnehin trüben Wirtschaftsaussichten noch unklarer geworden sind.
Angesichts des Mangels an Daten sind Händler auf private Berichte angewiesen, um mehr Klarheit über die Wirtschaft zu erlangen. Gleichzeitig wird es für die US-Notenbank Fed schwieriger, geldpolitische Entscheidungen zu treffen. Swap-Händler rechnen weiterhin fest mit einer Zinssenkung um einen Viertelpunkt zum Monatsende und preisen mit einer Wahrscheinlichkeit von 83 Prozent eine weitere Senkung im Dezember ein. Das kommt Gold zugute, da es selbst keine Zinsen abwirft.
Gold mit neuem Rekordhoch während der Shutdown anhält - Der Goldpreis verdoppelt
Gold mit neuem Rekordhoch während der Shutdown anhält | Der Goldpreis hat sich in den letzten zwei Jahren mehr als verdoppelt.
Gold: Rücksetzer überfällig?
Gold ist in diesem Jahr um fast 50 % gestiegen, angetrieben durch die massive wirtschaftliche und geopolitische Unsicherheit, die Präsident Donald Trump auf den Markt gebracht hat. Der Zinssenkungszyklus der Federal Reserve und die Käufe der Zentralbank zur Diversifizierung weg von Dollar-Anlagen waren ebenfalls wichtige Rückenwindfaktoren.
„Die Rahmenbedingungen für Gold sind intakt, da die Fed auf dem Weg ist, die Zinsen weiter zu senken, und der Arbeitsmarkt schwächelt“, sagte Ahmad Assiri, Analyst bei der Pepperstone Group Ltd. Allerdings „scheint sich das Chance-Risiko-Verhältnis zu verschieben, und ein taktischer Rücksetzer würde als gesunde Phase innerhalb einer längeren Rally betrachtet werden“, fügte er hinzu. Die Momentum-Indikatoren wie der RSI zeigen bereits auf allen Zeiteinheiten vom Tages- bis hin zum Monatschart eine stark überkaufte Lage an. Dies ist durchaus als erstes Warnsignal zu werten.
Der Goldpreis notiert um 7:20 Uhr Ortszeit in Frankfurt 0,7 % höher auf 3.934,23 USD pro Unze, nachdem er am Freitag den siebten Wochengewinn in Folge erzielt hatte. Der Bloomberg Dollar Spot Index stieg um 0,3 %. Silber, Platin und Palladium legten ebenfalls zu.
FMW