60% sind fast genau 1,45 Dividende.
Das EBIT von 4800 Mio. minus 38% Abzüge sind wie gesagt 2976 Mio. und davon sind 60% 1785 Mio. . dazu 1191 Mio. in die Kasse.
Also steht damit die Glaubwürdigkeit des Vorstandes auf dem Spiel. Die hatte im vergangenen Jahr sowieso schon erheblich gelitten, da zuerst die Erwartungen gestrichen wurden, dann die Rücknahme zurückgenommen werden musste und am Ende war das nicht einmal ausreichend. Die Folge davon ist, dass viele Anleger sehen, dass der Postvorstand die Lage und die Entwicklung nicht einmal ansatzweise zur Zufriedenheit der Anleger einschätzen kann :
Wie soll da ein vernünftiger Anleger seine Anlageentscheidung zu Gunsten der Post treffen ?
Wie soll ein Anleger dem Vorstand und seinen Aussagen vertrauen, die keine Geldberge in der Kasse aufbauen wollen ?
Nee, da investiert man eher dort, wo der Vorstand mehr Realitätsbewußtsein vorweisen kann.
Wer schon seine Geschäftstätigkeit nicht richtig beurteilen kann, der kann auch seine Mittelverwendung nicht richtig einteilen !!!
So denkt der Markt - hofft aber auf Besserung des Vorstandes.
(...und ich bin mir sicher, dass der Vorstand gegen die Entwicklung dieser Anschauung angehen wird. Schon alleine die Kursentwicklung bei Vorlage dieses Rekordergebnisses ist mehr als nur unbefriedigend. Aber nur mit Rückkäufen würde diese Einschätzung der falschen Mittelverwendung bestätigt werden.)
Meine Einschätzung ist die, dass für den Fall, dass der Vorstand keine Bombe platzen lässt, die 38 schneller und nachhaltiger zu sehen sein werden als viele denken. Viele vergessen, dass viele Großanleger nur bei der Post sind, weil dort die Dividende ausreichend groß war. Nur in diesem Jahr wird die Post gar nicht mehr aus dem Einlagenkonto heraus bezahlen, so dass alleine von dort aus genau 28% Steuer (ggf. mit minus 801 Freibetrag auf die gesamte Summe) von der Dividende abgezogen werden muss. Das alleine kann dafür reichen, dass viele die Post verkaufen werden, wenn das nicht kompensiert wird.
1,45 Dividende minus 28% Steuer sind eben nur noch echte 1,04 , die die Anleger bekommen. Das aber ist ein echter Verkauf.
Dagegen wären 1,80 Dividende noch fast genau echte 1,30 , die man ausgezahlt bekommt. Und genau dort ist der Hebel für die Einschätzungen der Zukunft, den die Post bedienen muss, wenn sie vernünftige Kurse vorweisen will. Ich gehe nicht davon aus, dass die Post in absehbarer Zeit das steuerfreie Einlagenkonto bedienen will und wird. Anders sieht es natürlich aus, wenn am Dienstag der Vorstand bekannt gibt, dass das Einlagenkonto jetzt voll bedient wird/worden ist. Aber das sehe ich nicht - kann aber täglich erfolgen, so dass davon für 2020 gezahlt werden kann.
Alles Gute
Der Chartlord