ASML Campus in Veldhoven (Niederlande)
Quelle: - ©Bart van Overbeeke Fotografie
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China besser als gedacht, USA-Taiwan-Deal im Rücken: ASML vor Rallye?

ASML ist furios in das Jahr 2026 gestartet. Analysten fantasieren schon über höhere Kurse. KI-Investitionen, höhere Speicherpreise und Rückenwind aus China: Kommt jetzt der nächste Kurssprung?
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Morgan Stanley hält einen Kauf der ASML-Aktie für lohnenswert. Die Bank sieht im optimistischsten Szenario bis zu 70 Prozent Kursfantasie. Der Treiber bleibt die Welle neuer Investitionen in Chipfabriken, weil die Nachfrage nach Anwendungen der künstlichen Intelligenz weiter steigt.

Der niederländische Halbleiterausrüster gehört bei Morgan Stanley zu den Top-Empfehlungen. Die Analysten wurden zuletzt noch zuversichtlicher, nachdem Taiwan Semiconductor Manufacturing gezeigt hatte, dass der Boom bei den KI-Ausgaben nicht nachlässt. ASML liegt 2026 bereits rund 25 Prozent im Plus.

"Höhere Investitionen in Foundries und Speicher im Jahr 2027 sowie eine bessere Nachfrage als befürchtet aus China bestärken uns", schrieben die Analysten um Lee Simpson in einer Notiz.

Im Bullen-Szenario hält Morgan Stanley bis zu 2.000 Euro je Aktie für möglich. Voraussetzung ist, dass die Gewinne die Erwartungen übertreffen und die Bewertungen von Technologieunternehmen weiter steigen. Im Basisszenario peilt die Bank 1.400 Euro an. Laut Bloomberg ist das die zweithöchste Schätzung unter den Wall-Street-Häusern.

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Am Freitag stieg ASML auf über 1.160 Euro. Der Börsenwert überschritt in dieser Woche somit die Marke von 500 Milliarden US-Dollar. Damit ist ASML erst das dritte europäische Unternehmen, das diesen Meilenstein erreicht.

Morgan Stanley verweist auf die starke Nachfrage nach ASMLs Spezialanlagen für die Chipfertigung. Die Bank rechnet 2027 mit einem Gewinn von etwa 46 Euro je Aktie. Das wäre fast eine Verdopplung gegenüber 2025.

Zusätzlichen Rückenwind liefert Taiwan Semiconductor Manufacturing. Der bessere Ausblick als erwartet hat laut Bloomberg eine neue Welle Optimismus für Investitionen rund um KI ausgelöst. Zudem haben sich die USA und Taiwan auf ein Handelsabkommen verständigt. Es soll taiwanische Halbleiterunternehmen dazu bewegen, ihre Finanzierungen für Aktivitäten in den USA um 500 Milliarden US-Dollar zu erhöhen.

Auch steigende Preise für Speicherchips könnten die Nachfrage nach ASML-Tools ankurbeln. Morgan Stanley erwartet, dass Speicherhersteller ihre Kapazitäten ausbauen. Die Analysten verweisen außerdem darauf, dass ASMLs Verkäufe nach China besser ausgefallen seien als befürchtet.

Autor: sbh-Redaktion/neb


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