Deutsche Arbeitsämter mit 3,5 Milliarden Euro im M

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Deutsche Arbeitsämter mit 3,5 Milliarden Euro im M sir charles

Deutsche Arbeitsämter mit 3,5 Milliarden Euro im M

 
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Deutsche Arbeitsämter mit 3,5 Milliarden Euro im Minus

Im ersten Halbjahr muß der Bund 1,5 Mrd. Euro mehr zuschießen als bisher prognostiziert. Für Juli werden deutlich über vier Millionen Jobsuchende erwartet.
   

NÜRNBERG (vwd). Die deutsche Bundesanstalt für Arbeit (BfA) hat in den Monaten Jänner bis Juni ein deutlich über der Prognose für das Gesamtjahr 2002 liegendes Defizit verzeichnet. Der Sprecher der BfA, Eberhard Mann, bestätigte am Montag, daß die Einnahmen im ersten Halbjahr bei 23,7 Mrd. Euro lagen, während sich die Ausgaben auf 27,2 Mrd. Euro belaufen hatten. Damit entstand in der ersten Jahreshälfte ein Defizit von 3,5 Mrd. Euro. Bisher ist für den Haushalt der Anstalt ein Bundeszuschuß von zwei Mrd. Euro eingeplant.


Mann betonte jedoch, daß üblicherweise in den ersten Monaten eines Jahres auf Grund der Winterarbeitslosigkeit mehr Ausgaben als Einnahmen anfielen. Daher sei nicht auszuschließen, daß sich das Defizit im Jahresverlauf wieder verkleinere. Allerdings sei es "wahrscheinlich", daß der bisher geplante Bundeszuschuß für 2002 nicht ausreiche.


Die derzeitige Planung basiert auf der Schätzung des vergangenen Jahres, die von einer Arbeitslosenzahl von knapp 3,9 Millionen im Jahresdurchschnitt ausgeht. Der Vorstandsvorsitzende der BfA, Florian Gerster, hatte jedoch vor rund vier Wochen bereits eingeräumt, daß die Zahl voraussichtlich rund vier Millionen betragen werde. Zugleich hatte er nicht ausgeschlossen, daß diese Grenze auch überschritten wird.


Für Juli rechnet die BfA entgegen Medienberichten mit einem Anstieg der Arbeitslosenzahl auf weniger als 4,1 Millionen. "Eine Zahl von 4,1 Millionen ist eher zu pessimistisch", sagte Mann. Arbeitsmarktexperten rechnen jedoch mit einem Anstieg deutlich über die Vier-Millionen-Marke, nachdem im Juni noch 3,954 Millionen Arbeitslose registriert worden waren. Auch saisonbereinigt wird mit einem Anstieg gerechnet. "Wir gehen von einer Zunahme um 10.000 bis 20.000 Arbeitslose aus", sagte der Arbeitsmarktexperte des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Andreas Cors. Mit einer Trendumkehr sei aus konjunktureller Sicht erst gegen Jahresende zu rechnen.





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