vielleicht ueber ein paar details in speziellen IKB-mauschelei-deals, aber sonst
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US Kreditmüll neu verpackt und verkauft von Michael Mross | |
| Dienstag, 8. Juli 2008 | |
| Die US-Kreditkrise mit Remix: re-REMICSs der neuste Gimmick der US-Investmentbanken. Der Trick: Ramschanleihen neu verpackt und verkauft. Nicht als CDOs, sondern als so genannte "re-REMICs". CDOs, Collateralized Debt Obligations, Mitausloeser der Kreditkrise und Ursache fuer Abschreibungen und Kreditverluste bis zu Hunderten Milliarden Dollar, werden aktuell offenbar neu verpackt und wieder verkauft. Das Zauberwort lautet nun re-REMICs - "Resecurizations of Real Estate Mortgage Investment Conduits". Goldman Sachs Group, JPMorgan und mindestens sechs andere Investmentbanken verpacken unbeliebte Hypothekenanleihen neu und vermarkten diese an US-Pensionsfonds. Unbekannt ist, ob auch renditehungrige deutsche Banken mit von der Partie sind. Re-Remics enthalten Tranchen, die stärker als CDOs gegen Verluste bei den zugrunde liegenden Krediten schützen. So sollen qualitativ bessere Anleihen von risikoreicheren Papieren getrennt werden. Damit erhöht sich die Chance, dass die besser benoteten Anleihen ihr Spitzenrating behalten, wodurch ihr Wert genügend steigt, um den Gesamtwert des Hypothekenportfolios zu steigern, erläutert Doug Dachille, Vorstandsvorsitzender bei First Principles Capital Management. Ob diese Werthaltigkeit allerdings gegeben ist, bleibt abzuwarten. Zur Übersicht über die Werthaltigkeit dieser sogenannten "qualitativ besseren Anleihen" empfiehlt sich ein Blick auf: http://www.markit.com/information/products/category/indices/abx.html Die mit AA klassifizierten ABX-Werte liegen derzeit zwischen 9 und 11 von nominal (100)... Die "risikoreicheren" BBB-Werte liegen bei 5 bis 6. Die renommierte Ratingagentur Fitch warnt unterdessen vor dem Kauf dieser re-REMICS. Die strukturellen Gefahren bei diesen Produkten seien zum Teil nur sehr schwer zu analysieren. Pensionsfonds greifen zu. GE will kaufen. Eine Anleihe, die bei 40 Cent je Dollar Nominalwert gehandelt wird, könnte in eine Tranche mit einem Wert von 80 Cent und eine andere Tranche gespalten werden, die dann billig genug platziert wird, um Erträge von bis zu 20 Prozent zu ermöglichen, so Dachille. "Es ist eigentlich die Reinkarnation der CDOs", sagt Paul Colonna, Chief Investment Officer bei GE Asset Management. "Die Struktur ist dieselbe, aber sie haben ein ganz anderes Bewertungsniveau." GE Asset Management erwägt, die apiere zu kaufen. GE Asset Management und die anderen Pensionsfonds werden auf diese Weise die Performance ihrer Fonds, über die die Rentenansprüche der GE-Mitarbeiter gesichert werden, signifikant verändern. Vermutlich allerdings in eine Richtung, die sich der GE-Pensionär nicht wirklich wünscht. Aber vielleicht kommen ein paar deutsche Landesbanken zu Hilfe und kaufen ein paar "Re-Re-MICs". Weitere Informationen hier: Toxic CDOs Given Up for Dead Coming to Life With Pension Funds
http://www.mmnews.de/index.php/20080708597/MM-News/US-Kreditmull-neu-verpackt.html
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Falsche Bonitätsnoten
Diese E-Mail ist aufschlussreich. Am 15. Dezember 2006 schrieb ein Ratinganalyst an einen Kollegen. Thema "Collateralized Debt Obligations" (CDOs): "Wir päppeln hier das nächste Monster auf. Lass uns hoffen, dass wir alle pensioniert und reich sind, wenn dieses Kartenhaus zusammenbricht." Die Hoffnung wurde enttäuscht: Bereits ein paar Monate später kollabierte der Markt für strukturierte Produkte.
Gewinn vor Qualität, unzureichende Kontrollen, ungenügende Transparenz und peinliche E-Mails: Die US-Börsenaufsicht SEC geht in einem am Dienstag vorgestellten Bericht mit den drei großen Ratingagenturen Standard & Poor's, Moody's und Fitch hart ins Gericht. "Große Unzulänglichkeiten" habe die zehnmonatige Untersuchung zutage gebracht, sagte SEC-Chairman Christopher Cox.
Für die Bonitätswächter ist die Untersuchung eine weitere Ohrfeige. Aufsichtsbehörden, Investoren und die Politik werfen den Ratingagenturen vor, nach dem Ausbruch der Hypothekenkrise im vergangenen Jahr zu lange an Topbewertungen von Wertpapieren festgehalten zu haben. Unterstellt wird ihnen dabei, dass sie das aus Angst vor Marktanteilsverlusten getan haben. Denn: Die Emittenten bezahlen für die Ratings.
Mittlerweile versuchen Aufsichtsbehörden weltweit, durch eine strengere Kontrolle für mehr Qualität zu sorgen. Die SEC schlug unter anderem vor, dass die Agenturen keine Wertpapiere mehr benoten, bei deren Konstruktion sie mitberaten haben. Außerdem sprachen sich die US-Kontrolleure für eine andere Rating-Skala für die Bonitätsnoten komplexer, strukturierter Wertpapiere aus. Bis jetzt verwenden die Agenturen für Finanzinstrumente eine einheitliche Skala. Mit diesen Vorschlägen lehnte sich die SEC eng an die Beschlüsse der Organisation Internationaler Wertpapieraufseher Iosco an.
Doch die Amerikaner gehen noch weiter: Sie zwingen die Anleger zu mehr Eigenverantwortung - und wollen somit die Bedeutung der Ratingagenturen schmälern. So sollen Regeln abgeschafft werden, die Mindestratings vorschreiben. Bisher durften bestimmte Investmentfonds wie Geldmarktfonds nur Wertpapiere kaufen, die von Ratingagenturen gut bewertet wurden. Fällt diese Pflicht weg, werden Ratings weniger wichtig.
Der Bericht führt mehrere Beispiele für Fehlverhalten an, nennt aber nicht die konkreten Namen der Ratingagenturen und Analysten. So habe es eine Agentur ihren führenden Analysten bis Anfang 2007 erlaubt, Honorarverhandlungen mit Wertpapieremittenten zu führen. In einem anderen Fall habe ein Analyst seine Verlusterwartungen bei nachrangigen Hypothekendarlehen gekürzt - obwohl sein Modell andere Annahmen nahelegte.
In einer E-Mail aus dem Jahr 2004 schrieb das Team für strukturierte Produkte einem Vorgesetzten, der auf eine Herabstufung drängte: "Wir stimmen mit dir nicht überein. Wir fürchten, dass das Geschäft negativ beeinträchtigt werden könnte." Die SEC legte aber am Dienstag Wert darauf, keine voreiligen Schlüsse zu ziehen: "Es gibt keinen Beweis, dass die Methodologie oder Modelle bewusst so und nicht anders konzipiert wurden, um Marktanteil zu gewinnen."
Marktteilnehmer kritisierten die SEC dafür, die Namen nicht offengelegt zu haben. "Das ist eine bodenlose Frechheit", sagte Joshua Rosner, Analyst bei Graham Fisher & Co. "Was lehrt das den Markt jetzt in punkto Transparenz? Wie soll dem Markt dabei helfen, wieder Vertrauen in Finanzinstrumente und ihre Ratings zu fassen?"
www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/...ngagenturen/383767.html
Die Iraner sind gute Geschäftsleute: Man feuere 9 Raketen ab (Investion: ca. 9 mio $?) und erhalte über den höheren Ölpreis am selben Tag ein Vielfaches der Investition zurück! Geiles Geschäftsmodell ;-)
AP
Oil rebounds on Iranian missile launches
Wednesday July 9, 10:08 am ET
By George Jahn, Associated Press Writer
VIENNA, Austria (AP) -- Oil prices rebounded from consecutive days of steep declines after Iran test-fired nine missiles Wednesday, including Shahab-3 missiles capable of reaching Israel.
Expectations that a U.S. crude supply report later in the day will show stocks at continued lows also supported prices.
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Gen. Hossein Salami, a top commander, was quoted on state television saying the exercise "is to demonstrate our resolve and might against enemies who in recent weeks have threatened Iran with harsh language."
"Gen. Hossein Salami, a top commander, was quoted on state television saying the exercise "is to demonstrate our resolve and might against enemies who in recent weeks have threatened Iran with harsh language."
Nach ihm wird der sogenannte "Salami-Crash" im Juli 2008 benannt werden ;-)
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| 29 | 3.803 | Banken & Finanzen in unserer Weltzone | lars_3 | youmake222 | 31.01.26 21:13 | |
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| 56 | PROLOGIS SBI (WKN: 892900) / NYSE | 0815ax | Lesanto | 06.01.26 14:14 | ||
| Daytrading 15.05.2024 | ARIVA.DE | 15.05.24 00:02 | ||||
| Daytrading 14.05.2024 | ARIVA.DE | 14.05.24 00:02 |