Wahrscheinlich sollte man sich einmal Gedanken machen, wie eine Zinswende vonstatten gehen könnte. Das letzte Mal sind sie in den USA zumindest nicht sprunghaft nach oben gegangen, sondern sukzessive:
fred.stlouisfed.org/series/M13009USM156NNBR
Nebenbei gab es aber auch so Späße wie ein Goldverbot in den USA. In Deutschland hingegen gab es eine Währungsreform (und das Lastenausgleichsgesetz 1952, das eine Zwangshypothek für Immobilienbesitzer festlegte). Natürlich gab es auch den 2.WK, der sicher seinen Einfluss hatte (Reparationszahlungen, allseits Staatsverschuldung, viel Armut, wirtschaftliche Herausforderungen beim Wiederaufbau in Europa, dadurch aber auch ein sehr ungesättigter Markt für die Wirtschaft, etc), aber man sollte sich da schon einmal Gedanken machen. Solche Einschnitte sind schwer zu überblicken und erst recht vorherzusagen, da man in solchen Ausnahmesituationen sehr viel Kreativität seitens der Politik und Notenbanken erwarten kann. Bei der Währungsreform in D wurden interessanterweise Schulden nicht gleichermaßen Abgewertet wie Guthaben, damit die ganzen Leute, die den Braten gerochen haben oder mit einer Inflation gerechnet haben und sich vor der Reform verschuldet und mit Sachwerten eingedeckt haben, auch zur Kasse gebeten wurden. Ist ja auch klar, nachhaltig kann man das System, das an seine Grenzen kommt, nur wieder fit machen, wenn man ein Stück weit die Vermögensschere wieder schließt und die Umverteilung von unten nach oben (teilweise) wieder rückgängig macht. Sonst dürfte es langfristig Protest und Unzufriedenheit geben.