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Der USA Bären-Thread


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Kicky:

Moodys hat Slowenien v. A2 auf Baa2 verringert

5
03.08.12 11:22
03.08.2012 ·  Und der nächste Eurostaat wackelt: Die Ratingagentur Moody’s hat die Kreditwürdigkeit von Slowenien um drei Stufen gesenkt. Sie liegt nun knapp über „Ramsch“-Niveau. Experten rechnen nicht mehr damit, dass das Land seine Finanzprobleme aus eigener Kraft lösen kann.

...Das Nachbarland Österreichs gehört seit 2007 zur Währungsgemeinschaft. Wegen der Exportabhängigkeit seiner Wirtschaft wurde Slowenien von der Finanzkrise besonders hart getroffen.
Als Hauptgrund für die abermalige Herabstufung nannte Moody’s zum einen faule Kredite slowenischer Banken in Milliardenhöhe, für die der Steuerzahler werde geradestehen müssen. Zum anderen führte die Agentur die jüngst deutlich gestiegenen Renditen slowenischer Staatsanleihen an......

Konkret bestehe eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die drei größten Banken des Landes, Nova Ljubljanska Banka (NLB), Nova Kreditna Banka Maribor (NKBM) und Abanka Vipa eine staatliche Kapitalspritze von bis zu 8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) benötigen würden......
www.faz.net/aktuell/wirtschaft/...n-um-slowenien-11842364.html
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Kicky:

Nordeuropa arbeitet und muss für den Süden zahlen

8
03.08.12 11:35
Von Henryk M. Broder
(nicht dass ich diesen Journalisten besonders liebe,die Überschrift klingt ja bereits sehr populistisch, der Inhalt erinnert vage an Sarazin)

Südeuropas Kaffeehauskultur ist lustiger als die Disziplin des Nordens. Doch mit dem Versuch, die Lebensverhältnisse in Europa zu homogenisieren, wird die Rechnung an den Norden weitergereicht.
Der Untergang des Euro erfolgt in Zeitlupe. Man kennt solche Szenen aus Filmen. Da steuert ein Boot auf einen Wasserfall zu, die Besatzung weiß, welche Gefahr ihr droht, unternimmt aber nichts, weil die Kommandostruktur an Bord unklar ist.

Künftige Historiker werden Jahre, wenn nicht Jahrzehnte brauchen, um die Abläufe zu rekonstruieren, die zum Zusammenbruch der EU geführt haben. Noch länger wird es dauern, die Schuldfrage zu klären. So wie heute noch darüber gestritten wird, wie es zum Ersten Weltkrieg kommen konnte.

Der Untergang des Wohlfahrtstaats

Da heißt es, die verbleibende Zeit bis zum Showdown klug zu nutzen. Man könnte zum Beispiel darüber nachdenken, woran der Wohlfahrtstaat zugrunde gegangen ist. Wie wäre es damit: An dem Versuch, ihn in einen Einwanderungsstaat zu überführen, also Wohlfahrt und Wohlstand für alle zu garantieren, unabhängig von Herkunft, Leistung und Mentalität.

Erst einmal aber muss man den grundsätzlichen Unterschied zwischen dem amerikanischen und dem europäischen Modell begreifen. Wer in die USA einwandert, kommt in eine Gesellschaft, die den Migranten nur minimal fördert, dafür aber maximal fordert. Er ist praktisch von Anfang an auf sich angewiesen, kurzfristige Hilfe bekommt er nur von karitativen Organisationen oder von "Landsleuten", die vor ihm eingewandert sind.

Maximal gefördert, minimal gefordert

In Europa ist es genau umgekehrt. Der Einwanderer macht sich zuerst einmal mit der Wundertüte des Sozialstaates vertraut. Er wird maximal gefördert und nur minimal gefordert. Allein, dass ihm abverlangt wird, Deutsch zu lernen, wird schon als "Zwangsgermanisierung" kritisiert.

Man muss sich das einmal aus der Perspektive eines Migranten vorstellen, egal ob er aus der Ruinenlandschaft des Sozialismus, aus Anatolien oder dem Maghreb kommt, er erlebt eine Gesellschaft, in der über solche Absurditäten wie das Hausfrauengehalt und das bedingungslose Grundeinkommen diskutiert wird.

Er erlebt eine Gesellschaft, in der alleinerziehende Mütter es für selbstverständlich halten, dass sie vom Staat und nicht von den Kindsvätern alimentiert werden. In der ihm alle möglichen Hilfen und Beihilfen geradezu aufgedrängt werden, weil die hauptamtlichen Helfer Teil eines Apparats sind, der seine Existenz rechtfertigen muss, weil also die Helfer auf die Hilfeempfänger ebenso angewiesen sind wie diese auf jene. (In ihren besten Tagen beschäftigte die Berliner Treberhilfe 300 Mitarbeiter, um 3000 Obdachlose zu betreuen, das heißt, jeder Helfer hatte zehn "Kunden", denen er seinen Job verdankte.)

Kurse lehren Hartz-IV-Bezug

Der Einwanderer erlebt eine Gesellschaft, die sich für alles verantwortlich erklärt und dabei ihre eigene "Willkommenskultur" dermaßen schrecklich findet, dass sie alles unternimmt, um die "Eingeborenen" davon zu überzeugen, dass sie den neu Dazugekommenen entgegen kommen sollten, denn: "Integration ist keine Einbahnstraße".

Volkshochschulen bieten inzwischen kostenlose Kurse an, wie man im Dschungel des Sozialstaates am besten zurechtkommt: "Hartz IV und andere Ansprüche auf Unterstützung/ Welche möglichen sozialrechtlichen Ansprüche gibt es, und wie können diese geltend gemacht und durchgesetzt werden?"

Soziale Kosten der Einwanderung

Angesichts all dieser Aktionsangebote aus dem Supermarkt des Wohlfahrtstaates kann der Einwanderer gar nicht anders, als den Eindruck gewinnen, dass in dieser Gesellschaft das Geld auf den Bäumen wächst und dass man sich nur ein wenig recken und strecken muss, um es zu pflücken.

Natürlich kommt die Bundesrepublik ohne Migranten nicht aus. Würden sie nur für einen Tag in den Streik treten, käme das öffentliche Leben zum Stillstand. In einer Gesellschaft, in der noch bis vor kurzem über die Einführung einer 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich geredet wurde, muss Arbeit ausgesourct werden, entweder ins Ausland oder an Einwanderer.

Was aber auf den ersten Blick kostengünstig erscheint, ist mit enormen Folgekosten verbunden. Bis jetzt haben nur die von Natur aus sparsamen Holländer den Versuch unternommen, einmal nachzurechnen, ob die "Einwanderung" die Gesellschaft tatsächlich bereichert. Das Ergebnis war ernüchternd. Die sozialen Kosten, die mit der Einwanderung verbunden sind, übersteigen bei weitem die wirtschaftlichen Vorteile. Da aber auch in diesem Fall die Kosten vergesellschaftet und die Gewinne privatisiert werden, wird sich an dem Verfahren wenig ändern. Forts.folgt
www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/...-den-Sueden-zahlen.html
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Kicky:

Henryk M. Broder zu südländischer Mentalität

13
03.08.12 11:38
Allein die Dänen haben ihr Sozialsystem gründlich reformiert, nachdem sie gemerkt hatten, dass rund 40 Prozent des nationalen Sozialbudgets an 4 Prozent der Population gehen, die aus Migranten besteht. Die Bezugsdauer von Sozialleistungen wurde verkürzt, die "Famlienzusammenführung", also der Nachzug von Verwandten, wesentlich erschwert. Diese Reform brachte den Dänen vor allem in Deutschland den Vorwurf der Fremdenfeindlichkeit und des Rassismus ein.

Anders als die Deutschen sind die Dänen aber eine ethnisch und kulturell ziemlich homogene Gesellschaft, in der auch ungeschriebene Regeln beachtet werden. Zum Beispiel die, dass es unfein ist, nicht zu arbeiten und anderen zur Last zu fallen.

Bei aller Liberalität regiert in Dänemark und den anderen nordischen Ländern eine Arbeitsmoral, wie sie Max Weber in seinen Arbeiten über die protestantische Ethik und den Geist des Kapitalismus beschrieben hat. Diese Moral ist ziemliche rigide und nimmt auf individuelle Befindlichkeiten wenig Rücksicht. Aber sie verteilt die Lasten und Ressourcen gleichmäßig, beugt der Korruption durch Kontrolle und Transparenz vor und beweist die Richtigkeit der Marxschen These, dass Reichtum geronnene Arbeit ist.

Mediterrane Lebensweise mag lustiger sein

Niemand, der auch nur einen Tag in Neapel oder auf einer Ägäis-Insel verbracht hat, wird bestreiten, dass die südeuropäisch-mediterrane Palaver- und Kaffeehauskultur viel schöner und lustiger ist als die im Norden praktizierte Disziplin. Aber am Ende des Tages, wenn der Kellner die Rechnung bringt, muss die Zeche beglichen werden.

Der wahnwitzige Versuch, die Lebensverhältnisse in Europa zu homogenisieren, hat dazu geführt, dass die Rechnung nicht bezahlt, sondern weiter gereicht wird, an die reichen Nachbarn im Norden. Die Geschichte wiederholt sich, diesmal in einem viel größeren Maßstab. Erst hieß es, die Einwanderung würde die Aufnahmeländer "bereichern", nun heißt es, die Kollektivierung der Schulden würde den Geberländern zugute kommen. Man müsse nur "mehr Europa wagen!"


Das ist der ultimative Sieg der Ideologie über den gesunden Menschenverstand, ein Orwellscher Trick, wie er in Diktaturen üblich ist, um Fiktionen am Leben zu erhalten.

Und was sich wie ein Säuseln in weiter Ferne anhört, ist das Rauschen der Niagara-Fälle, das immer lauter wird.
www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/...-den-Sueden-zahlen.html
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Eidgenosse:

Wenn sich die Algos selbständig machen

5
03.08.12 11:53
Computer vernichtet 10 Millionen Dollar pro Minute.

www.drs3.ch/www/de/drs3/sendungen/top/...ollar-pro-minute.html

Mehr als die Hälfte aller Aktien werden nicht von Menschen, sondern von Computerprogrammen gehandelt. Was passiert, wenn ein solcher Algorithmus durchdreht, musste das Unternehmen «Knight Capital» nun erfahren.
Antworten
Eidgenosse:

Chart dazu

5
03.08.12 11:56
(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 527428
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Bonner:

Erwartete Überraschungen und überraschende

7
03.08.12 12:00
Erwartungen.

vom Bankhaus Rott

Die Zeiten der reisenden Gaukler und Wanderzirkusse sind in Europa schon seit geraumer Zeit vorbei. Die Aufgabe der kurzweiligen Unterhaltung übernimmt seither der Staatsrundfunk und gibt sich zumindest bei Wirtschaftsthemen jede Mühe, die Manege zum Beben zu bringen.
Besonders gerne wird von öffentlichen Sendern aus Krisengebieten und von großen Sportereignissen berichtet. Der Wahn, bei Lauf- und Ballspielveranstaltungen bedeutsame Sätze eines Übungsleiters verpassen zu können, führt zu einer bemerkenswerten Situation. Achten Sie einmal darauf, wie viele Mikrofone bei Pressekonferenzen – gerne auch im sonnigen Ausland – das Logo einer Landesrundfunkanstalt tragen. Sollte eines dunklen Tages der Norddeutsche Rundfunk mitsamt seinem Archiv von einem Kometen vernichtet werden, können Sie sich beruhigt zurücklehnen. Sicher liegen auch vom WM-Erstrundenspiel Belgien gegen Saudi-Arabien aus dem Jahr 1994 noch mehrere Sicherheitskopien in verschiedenen Bundesländern vor. Bei der Ökonomie hingegen reicht der gelesene Teil des Geschichtsbuches oft nur wenige Wochen zurück.

Auch die Berichterstattung zu Wirtschafts- und Finanzthemen leidet hörbar unter mancher Fehlbesetzung. Offenbar wurden in den letzten Jahren viele Stellen in deutschen Wirtschaftsressorts mit ehemaligen Sportreportern besetzt. Anders sind viele Parallelen kaum zu erklären. So streunt, wie vor dem Quartier der Fußball-Nationalmannschaft, vor der EZB eine nach Nebensächlichkeiten heischende Meute herum. Die dabei zu Tage tretende Interpretation des Begriffes Journalismus besteht in der Verbreitung nichtssagender Aussagen von Zentralbankangestellten nach dem Motto „wir werden alles tun, um den Euro zu retten“. Ach so!

Geht es um das große Thema Euro-Krise, erinnert die atemlose Freude einiger Moderatoren ob frischer Ankündigungen der Politik an ein olympisches 20 Kilometer-Freistil-Schwimmen. Schon nach der dritten Wende wird emsig hochgerechnet und freudig erregt ein Satz wie „Kuballa nach 150 Metern auf Weltrekordkurs!“ ins Mikrofon gepustet. Sonderlich weit weg von diesem Stil ist selbst mancher „Info-Sender“ nicht mehr. Das penetranteste Beispiel ist die jedes Mal aufs Neue gefeierte vermeintliche „Rettung des Euros“ oder gleich ganz Europas. Gewohnheitsmäßig bestaunt werden darf dabei ein schwer verdaulicher Brei aus aufgekochten alten Ideen und Ankündigungen. Den allgemeinen Frohsinn indes vermag die kalorienarme Kost nicht zu trüben. Warum nur hat man mit der Rettung so lange gewartet, wenn sie doch so einfach ist?

Auch beim profanen Thema Wachstum wird weiterhin frohen Mutes der deutsche Wirtschaftsmarsch ins Horn geblasen. Das ist bemerkenswert, denn sowohl Aufträge als auch die Produktionsindizes fallen mit einer Geschwindigkeit, wie sie bisher nur im Jahre 2009 zu beobachten war.

Selig, wer noch in der Rezession einen Aufschwung erkennt ....

www.rottmeyer.de/...rraschungen-und-uberraschende-erwartungen/
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Ischariot MD:

Polemik von H M Broder

 
03.08.12 13:16
Der USA Bären-Thread 13899791
Südeuropas Kaffeehauskultur ist lustiger als die Disziplin des Nordens. Doch mit dem Versuch, die Lebensverhältnisse in Europa zu homogenisieren, wird die Rechnung an den Norden weitergereicht.
... ist natürlich nicht meine Meinung  ;o)
Die Zahl derer, die die Schnauze voll haben, wächst.
Die Würde des Steuerzahlers ist unantastbar
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Dreiklang:

Rajoy fürchtet um den Bestand Spaniens

8
03.08.12 13:19
...anders kann ich seine Haltung zum ESM mir nicht erklären:

www.ftd.de/politik/konjunktur/...erkel-schmieden/70071851.html

Italiens Ministerpräsident Mario Monti sucht Verbündete für Anleihekauf durch den europäischen Rettungsfonds ESM. Doch Spanien will nicht mitziehen.    

Monti fand in Spanien nicht den  Verbündeten, den er sich erhoffte, für den Plan, bei dem der  ESM Staatsanleihen Spaniens und Italiens "in großem Stil" kaufen soll. Warum?

Eine Ahnung der inneren Konflikte Spaniens hatte man schon bekommen, als die Regierung in Madrid die Finanzminister(sekretäre) der Provinzen einbestellte und etliche Absagen kamen (z.B. aus Andalusien: "email reicht doch"). Offenbar fürchtet Rajoy, dass die Provinzen ab eines Eintretens des ESM-Prozesses der Regierung in Madrid jedwede Autorität absprechen würden, u.U. sogar verlangen würden, mit dem ESM direkt zu verhandeln. Das könnte bis zu einem Zerfall des Landes gehen.


Rajoy setzt daher auf eine "direkte" Bankenrettung, welche Auflagen vom Lande hält. Sind die Banken aufkapitalisiert, könnte Rajoy, um die Integrität Spaniens zu wahren, sogar den Euro aufkündigen. Die Provinzen könnten protestieren, aber eine Alternative hätten sie nicht zu bieten, es sei denn, der ESM würde mit ihnen separat verhandeln. Mit der Bankenrettung hätte man bei einem EMU-Austritt vorher den  weitaus  größten Teil der Auslandsschulden in die EFSF entsorgt.
Antworten
A.L.:

H. M. Broder zur südlichen Mentalität - # 928

13
03.08.12 13:20
Hier werden zwei Vorgänge, die wenig miteinander zu tun haben, verquickt, weil der gemeinsame Nenner, dass beide Geld kosten, sie scheinbar vereint.

In Wahrheit betreibt Broder "nach innen" Sarrazin-Hetze und malt nach außen hin, darauf aufbauend, das Feindbild des südeuropäischen Müßiggängers, der den ganzen Tag im Kaffehaus palavert und sich von "hart arbeitenden" Nordmenschen via EZB/ESM freihalten lässt.

Fakt ist, dass Sozialhilfe/Hartz-IV in D. gesetzlich verankert und Teil des Sozialstaat-Modells ist. Auch von Ausufern kann nicht die Rede sein, weil nur 3 bis 4 % der deutschen Bevölkerung Transferzahlungen vom Staat erhalten. Mit dem Geld, das 2008 ff. für die Bankenrettung sinnlos verbrannt wurde (die deutsche Staatsverschuldung stieg in der Folge von 65 auf jetzt 85 %), hätte man sämtliche deutschen Transferempfänger ein Jahrzehnt lang unterhalten können - und das hätte sogar noch den Konsum angekurbelt, während mit Soffin und Co. nur Bankschulden-Löcher gefüllt werden, nachdem die Banker das Geld zuvor als Bonus unter sich aufgeteilt hatten.

(Jugendliche) Hartz-IV-Empfänger können sich bei uns auch nicht im Nichtstun sonnen, sondern werden seit der Agenda 2010 zu Arbeit animiert (bzw. getrieben) und ggfs. zu 1-Euro-Jobs gezwungen - unabhängig von ihrer Nationalität. Die Agenda 2010 ist bereits ein hinreichendes Tribut an die Tatsache, dass Vater Staats Taschen nicht beliebig tief sind.

Sarrazins Polemik, D. würde bald überwiegend von Islamisten bevölkert, ist billige Progaganda (mit dem Ziel des Sozial-Abbaus), weil sich die Einwanderer größtenteils der deutschen Kultur (1 bis 2 Kinder max.) anpassen. Außerdem ist Sozialhilfe/HartzIV für unsere Kultur unverzichtbar, um den sozialen Frieden zu sichern. Würden Arbeitslose kein Geld mehr erhalten, stiege die Kriminalität rapide. Man könnte abends nicht mehr auf die Straße - wie schon heute in großen Teilen der USA, wo statt Hilfen zu zahlen (Ausnahme: food stamps) lieber neue Gefägnisse gebaut werden, um die "Loser" wegzusperren. Die sozialen und ökonomischen Folgekosten der Nicht-Hartz-IV-Zahlung (Kriminalitäts-Schäden, Gefängnisbau und -Unterhaltung, Konsumrückgang) wären höher als das, was jetzt für HartzIV gezahlt wird.

Broders versucht nun, aufbauend auf die anti-ausländischen Ressentiments Sarrazins, Stimmung gegen "faule Südländer" zu machen, die sich ähnlich ins soziale Netz hängen sollen wie deutsche Hartz-IV-ler. Er versucht damit, ein grenzübergreifendes Sozialschmarotzer-Feinbild zu zeichnen..

Ich kann dem nicht zustimmen. Hartz-IV ist innenpolitisch alternativlos (im Gegensatz zu den Bankrettungen) und hat per se nichts mit der Euroeinführung zu tun. Dass jetzt verzockte Südstaaten wie Italien und Griechenland eine Art Sozialhilfeerpressung veranstalten, weil ihnen sonst nichts mehr einfällt, ist eine Folge der verfehlten Europa-Politik, die den wirtschaftlich zu schwachen PIIGS eine für sie viel zu starke Währung aufdrängte. D.h. die Einführung des Euro war ein schwerer volkswirtschaftlicher Fehler. Es gab einen Pseudo-Boom, weil die PIIGS seit 2002 fast deutsche Kreditzinsen erhielten, sich infolgedessen maßlos verschuldeten und Blasen aufpusteten wie die Immo-Blase in Spanien (das wurde zeitweilig von hiesigen Ökonomen als "Wirtschaftswunder" bezeichnet...). D.h. im Wesentlichen diente der Euro dazu, der Nord-Industrie in einer Ponzi-Hausse neue Absätzmärkte im Süden zu bescheren und sie von Währungsverlusten zu befreien (sie wichen heutigen Staatsanleihen-Verlusten).

Broders Versuch, diese beiden wesensfremden Vorgänge über die Ressentiment-Keule stammtischmäßig miteinander zu vereinen, ist billigste Stimmungsmache, die sich nicht zufällig im Proganda-Flaggschiff der Springerpresse ("Welt") veröffentlicht wurde. Die FAZ hätte den Stuss abgelehnt.

Ich bin ebenfalls gegen Transferzahlungen in die PIIGS, aber nicht (nur), weil dort Schindluder getrieben wird (griechische Betrügereien, Reiche profitieren von Transfers, Arme nicht), sondern vor allem, weil Eurobonds bzw. eine Transferunion den deutschen Bürgern schaden - und dies letztlich nur zu dem Zweck, um die (Finanz-)Industrie, die von der Euro-Einführung profitiert hatte (s.o.), schadlos zu halten.

Transfer-Diskussionen sind deshalb im Schwange, weil die verzockten PIIGS-Regierenden inkl. F. in ihrer Ratlosigkeit Druck machen - und weil hiesige Politiker bislang nicht zuzugeben wagten, dass die ganze Euro-Sause eine Abzocke der großen Nord-Banken/Industrien zulasten von deren Bevölkerungen war, die nun die Zeche für die Sause zahlen sollen (via Spareinlagen-Entwertung, Negativzinsen, höhere Steuern, weniger Sozialleistungen usw.).
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musicus1:

bloomberg eben..... frankreich ist sehr nervös

5
03.08.12 13:22
deshalb  das hektische telefonieren  mit  haulande, dem  geht der a  auf grundeis, sie fürchten  karlsruhe und neuwahlen in deutschland....... monti könnte der looser  werden.....
Antworten
A.L.:

Musicus

5
03.08.12 13:28
# 935: "Haulande"

heißt der nicht Heulande?

Oder war es "Heiland"? Missionarisch genug ist er ja...
Antworten
A.L.:

163.000 neue US-Jobs (erw. 100.000)

2
03.08.12 14:47
www.marketwatch.com/story/...ow-some-improvement-in-hiring-2012-08-03
Antworten
relaxed:

#97934 Etwas provokanter formuliert:

6
03.08.12 14:53
Bei uns heißt es Hartz 4 , in den Südländern heißt es Beamter ... und auch in Frankreich ... denn die "Staatsquote" bei der Beschäftigung ist dort höher.
Das Copyright für den Inhalt (Text und Bilder) liegt bei relaxed.
Antworten
Kicky:

Full-Time Jobs -197,000; Part-Time Jobs +31,000

2
03.08.12 15:48
....Once again, more and more Americans are relinquishing any and all benefits associated with Full Time Jobs benefits, and instead are agreeing on a job. Any job. Even if it means working just 1 hour a week. For the BLS it doesn't matter - 1 hour of work a week still qualifies you as a Part-Time worker.
www.zerohedge.com/news/...ime-jobs-197000-part-time-jobs-31000
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Kicky:

BLS hat gemogelt

4
03.08.12 15:51
Happy by the headline establishment survey print of 133,245 which says that the US "added" 163,000 jobs in July from 133,082 last month? Consider this: the number was based on a non seasonally adjusted July number of 132,868. This was a 1.248 million drop from the June print. So how did the smoothing work out to make a real plunge into an "adjusted" rise? Simple: the BLS "added" 377K jobs for seasonal purposes. This was the largest seasonal addition in the past decade for a July NFP print in the past decade, possibly ever, as the first chart below shows. But wait, there's more: the Birth Death adjustment, which adds to the NSA Print to get to the final number, was +52k. How does this compare to July 2011? It is about 1000% higher: the last B/D adjustment was a tiny +5K! In other words, of the 163,000 jobs "added", 429,000 was based on purely statistical fudging. Doesn't matter - the flashing red headline is good enough for the algos.
www.zerohedge.com/news/...ustments-add-429000-statistical-jobs
Antworten
learner:

Heute wieder mal eindrucksvoll einen

7
03.08.12 16:10
Shortsqueeze zelebriert. Die Deutesche Bank zB hat gestern 5% verloren und hat heute bisher ca. 8% zugelegt. Dort bin ich seit zwei Tagen Long und deshalb sieht es da nicht so schlecht aus, obwohl ich eher gedacht hätte das dies eine langfristige Angelegenheit wird um dort einen Gewinn zu machen.

Wie so viele  bin ich nach den letzten Tagen von weiter fallenden Kursen ausgegangen und auch noch Short auf Pro7 , die gestern auch 5% Minus gemacht hatten. Heute erst mal 3% rauf.

Nach schlechten Nachrichten muss man wohl mehr als Vorsichtig sein, weil die Wegelagerer die berechtigt schlechte Stimmung, wie von AL mehrfach dargestellt, ins Absurde verdrehen, indem die Shorts mit Mitteln wie Kicky es gepostet hat aus dem Markt gesqueezt werden.
Wo isi checkerlarsen?
Antworten
Malko07:

Wenn die gesamte Zockergemeinde

9
03.08.12 18:57
geschlossen "short" auf alles geht  verhalten sie sich wie die Lemminge und können sich nur fürchterlich die Finger verbrennen. Ein Bär sein heißt die Einsamkeit akzeptieren und nicht in Herden auf ausgelatschten Wegen (Europa geht zu Grunde) dahin laufen. Maximal ist ein Rudel erlaubt.
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Malko07:

Spanische Regierung verschärft Sparpolitik

5
03.08.12 19:05
Der USA Bären-Thread 13901620
Mariano Rajoy verlangt seinen Landsleuten eine Menge ab: Die neuen Haushaltspläne der Regierung sehen vor, dass Spanien bis 2014 102 Milliarden Euro einspart. Deutlich mehr als es noch vor wenigen Wochen geheißen hatte. EZB-Chef Draghi drängt die Spanier derweil unter den Euro-Rettungsschirm.
Antworten
Contrade 121:

Squeeze it... until it bursts...

6
03.08.12 19:13
In der Tat: Nach Erklärungen zu suchen, das ist eigentlich sinnlos. Der heutige Anstieg wurde einzig und allein durch short-squeeze fabriziert.

Merkwürdig erscheint mir Draghi: Die Bewegungen an den Aktienmärkte sind enorm wenn er spricht. Ich würde nicht ausschließen, dass Profi-Zocker durch ihn massiven Einfluss auf die Marktbewegungen ausüben. Vor einer Woche: Massiver Anstieg durch seine Aussagen. Dann diese Woche massiver Einbruch...Presse negativ, Bernanke ohne Ankündigung des QE, eigentlich eine sehr pessimistische Einstellung. Und dann das wie heute...und mMn ist es nicht das Ende der Fahnenstange, immer noch überwiegt die Short-Quote und das könnte die kommende Woche dominieren.

Na ja, mich hat es auf jeden Fall fast 100 Punkte gekostet - durch SL bin ich rausgeflogen. Werde jetzt ein paar Wochen Abstand nehmen, die Marktbewegungen sind derzeit ziemlich brutal.
Antworten
learner:

#97943 Hatte der alte checkerlarsen auch mal

4
03.08.12 20:16
geschrieben: "Bären in der Herde werden erschossen." Jetzt werden wieder die gegrillt, die es nicht glauben können, dass der Markt nach so einem Anstieg weiter steigt. Hatten wir seit April 2009 auch schon mehrfach.
Wo isi checkerlarsen?
Antworten
Kicky:

Rajoy hinterfragt full Bailout für Spanien

 
03.08.12 20:44
Rajoy will wissen,was die EZB dann von Spanien will

Spanish Prime Minister Mariano Rajoy inched closer on Friday to asking for an EU bailout for his country, but said he needed first to know what conditions would be attached and what form the rescue would take.....
www.reuters.com/article/2012/08/03/...ut-idUSBRE8720UF20120803
Spanish Prime Minister Mariano Rajoy on Friday did not rule out seeking further assistance from Europe’s rescue funds but insisted he needed more details of the European Central Bank’s pledge to intervene in the open market and other non-conventional measures to relieve pressure on the sovereign debt of distressed Europe nations before deciding on his next move.
elpais.com/elpais/2012/08/03/inenglish/1344005405_597906.html
Antworten
Malko07:

Portugal spart

5
04.08.12 08:41
Im vergangenen Jahr brauchte die Regierung in Lissabon Milliardenhilfen, um die drohende Staatspleite abzuwenden. Obschon die harte Sparpolitik...jetzt lesen
Antworten
Kicky:

S&P Downgrade für 15 italienische Banken

3
04.08.12 09:13
www.telegraph.co.uk/finance/...owngrades-15-Italian-banks.html
..., S&P cut Banca Monte dei Paschi di Siena to BBB-minus from BBB, just one notch above junk.

Banca Carige fared less well, losing its BBB-minus investment grade rating in a cut to BB-plus.

S&P also cut Dexia Crediop, the Italian public financing arm of bailed-out Franco-Belgian bank Dexia, to B-plus from BB-minus. ....
Antworten
Kicky:

irreparabler Schaden bei Altersvorsorge durch QE

7
04.08.12 09:43
sagt Ökonom Ros Altmann of Saga, die Gruppe der über 50-jährigen in England
Komischerweise findet man nur noch die Überschrift beim Telegraph und auch an anderen Stellen ist der Artikel verschwunden.
ch-sc-wnd-wp2.ha-hosting.com/2012/08/...ons-face-death-spiral/

aber es gibt noch einen detaillierteren Artikel von Ros Altman von 2011 beim Guardian und ich finde es deswegen interessant,weil uns bei den Massnahmen der EZB dasselbe blüht oder bereits spürbar ist:
Pensionäre und Leute, die sparen, werden ins Trockene gehängt,ihre Altersvorsorge wird durch geringe Zinsen und Inflation immer weniger,um die Staatsschulden und Schulden der Banken zu verringern.Dazu kommt noch die Besteuerung der Altersbezüge,die besser verringert werden sollte, will man Altersarmut vermeiden....

www.guardian.co.uk/commentisfree/2011/oct/...ng-banks-pensions

The first round of quantitative easing increased pension fund liabilities by £74bn; QE2 promises more of the same

....QE1 did not create sustainable growth, in fact, investors selling the gilts transferred their money overseas in search of better returns. So it boosted overseas economies and commodity markets, creating asset bubbles, weakening sterling and stoking inflation. This time round, we are already struggling with high inflation, so more QE is dangerous.

Make no mistake, inflation is a major threat to anyone who has prudently put money aside for their future. It is like silent theft, taking money away from pensioners, savers and those living on fixed income, by reducing their purchasing power.

By forcing long-term interest rates down and inflation up, QE1 has already increased pension fund liabilities by an estimated £74bn, while driving annuity costs to record levels. Falling bond yields make annuities more expensive, giving new retirees much less pension income for their money, leaving them permanently poorer in retirement. And most pensioners buy fixed annuities which fall in real terms as inflation rises, so QE aggravates pensioner poverty.

Prudent savers and pensioners have been hung out to dry and QE2 will further sacrifice the financial health of pension funds, pensioners and savers, while devaluing borrowers' debts. Not only is this morally questionable, such short-term thinking in an ageing population will not boost the economy.
Pension deficits at FTSE 100 firms have more than doubled in the last year alone, despite companies pumping millions into their schemes to repair their pension shortfalls,
Ms Altmann said.

Pushing down long-term interest rates and pushing up inflation reduces consumer confidence and spending, as well as worsening pension deficits, potentially forcing employers to pump money into their pension funds instead of their business, thereby damaging, rather than stimulating sustainable growth.

Instead of buying gilts or corporate bonds, the Bank should lend new money directly to small companies – the lifeblood of our economy – via a "social bank" to help create jobs.....

auch bei den deutschen Lebensversicherungen macht sich das Problem bereits jetzt bemerkbar :                                                                                                                    

Ende eines deutschen (Rendite-)Traums

Einst galt die Lebensversicherung als der Deutschen liebstes Anlageprodukt. Doch nicht zuletzt dank der EZB sind die goldenen Zeiten vorbei. Wer heute sein Leben versichert, sollte bescheiden sein – und einiges beachten. Düsseldorf: Mario Draghi ist kein Freund der Versicherer. Der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) ist zu großzügig. Um die Schuldenkrise in Europa zu lindern, will er künftig verstärkt Anleihen aus den kriselnden Südländern kaufen; außerdem hält er den Leitzins niedrig – und drückt damit das Zinsniveau. Dass sich so bald daran etwas ändern wird, glaubt niemand. Die Zeit des billigen Geldes ist noch lange nicht vorbei.

Für die Versicherer ist das ein großes Problem. Denn alte Renditeversprechungen an ihre Lebensversicherungskunden, drei oder gar vier Prozent, werden so immer schwieriger zu erfüllen, weil sichere Anlageprodukte, in die die Konzerne das Geld ihrer Kunden investieren, nur noch wenig abwerfen. Zehnjährige deutsche Staatsanleihen etwa,  die Versicherungskonzerne in den vergangenen Jahrzehnten nur allzu gerne gekauft haben, bringen gerade einmal um die 1,3 Prozent Rendite.......
www.handelsblatt.com/finanzen/...n-rendite-traums/6955508.html
Antworten
Malko07:

Will weder Obama noch Romney wirklich gewinnen?

3
04.08.12 09:58
Der USA Bären-Thread 13903891
Begeisterung? Fehlanzeige! Freudlos dümpelt der US-Wahlkampf vor sich hin. Nicht einmal Gemeinheiten haben Obama und Romney für einander übrig. Die Umfragen sehen sie Kopf an Kopf.  
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