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AMD fordert Nvidia heraus – wie reagiert die Aktie?

AMD geht im KI-Markt in die Offensive: Neue Chips für Unternehmensrechenzentren und ehrgeizige Leistungsziele sollen Nvidia Marktanteile abjagen. Für Anleger stellt sich die Frage, ob der Konzern die hohen Erwartungen nun auch einlösen kann.
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Der Halbleiterkonzern Advanced Micro Devices verschärft den Wettbewerb im boomenden Markt für KI-Hardware. Auf der Technikmesse CES präsentierte das Unternehmen neue Chips für den Einsatz in Unternehmensrechenzentren und unterstrich zugleich, dass der weltweite Bedarf an Rechenleistung für künstliche Intelligenz aus Sicht des Managements erst am Anfang steht.

Neu vorgestellt wurde der Beschleunigerchip MI440X. Er richtet sich vor allem an kleinere, firmeneigene Rechenzentren. Im Fokus stehen Unternehmen, die KI-Anwendungen lokal betreiben und sensible Daten bewusst nicht in die Cloud großer Anbieter auslagern wollen – ein Segment, das bislang weniger im Zentrum der Hyperscaler stand.

Zugleich hob AMD-Chefin Lisa Su die Leistungsfähigkeit der High-End-Plattform MI455X hervor. Systeme auf Basis dieses Chips sollen bei KI-Anwendungen einen spürbaren Leistungsschub bringen. Damit will AMD näher an den Marktführer Nvidia (Nvidia Aktie) heranrücken, der den Markt für KI-Beschleuniger bislang dominiert.

Su teilte zudem den Optimismus vieler US-Techmanager bezüglich des weiteren Verlaufs des KI-Booms. Die Entwicklung schreite rasant voran, während die verfügbare Rechenkapazität hinterherhinke. Wörtlich sagte sie: „Wir haben bei weitem nicht genug Rechenleistung für das, was wir tun könnten.” Aus ihrer Sicht steht die Branche erst am Beginn einer langen Wachstumsphase.

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Das ist für Anleger von Bedeutung. AMD hat in den vergangenen Jahren ein milliardenschweres KI-Geschäft aufgebaut und sowohl den Umsatz als auch den Gewinn deutlich gesteigert. Der Aktienkurs spiegelt bereits hohe Erwartungen wider – nun muss der Konzern zeigen, dass er auch große Aufträge gewinnen kann, die bislang vor allem an Nvidia vergeben wurden.

Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt der Auftritt durch die Beteiligung von OpenAI. Mitgründer Greg Brockman sprach gemeinsam mit Su über die Zusammenarbeit beider Unternehmen und den Zusammenhang zwischen wirtschaftlichem Wachstum und verfügbarer KI-Rechenleistung.

Noch weiter in die Zukunft reicht der Ausblick auf die MI500-Serie, deren Marktstart für das Jahr 2027 geplant ist. Laut AMD sollen diese Chips eine bis zu 1.000-fache Leistungssteigerung gegenüber der 2023 eingeführten MI300-Generation ermöglichen. Ein ambitioniertes Ziel und ein klares Signal, dass AMD den Konkurrenzdruck im KI-Wettrennen deutlich erhöht.

Nachdem die AMD-Aktie gestern den regulären Handelstag mit einem Minus von rund einem Prozent beendet hatte, legte sie im nachbörslichen Handel leicht zu.

Autor: sbh-Redaktion/FH


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