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Der USA Bären-Thread

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Passende Knock-Outs auf Dow Jones Industrial Average

Strategie Hebel
Steigender Dow Jones Industrial Average-Kurs 5,00 10,00 14,99
Fallender Dow Jones Industrial Average-Kurs 5,01 9,97 14,94
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000VK09QJ8 , DE000VK678Z2 , DE000VH9R9H3 , DE000VJ0JGR5 , DE000VH3R9W8 , DE000VJ2VKM9 .Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

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Anti Lemming:

Malko - heißt die Lösung wirklich: weiter so?

3
03.03.11 09:58
Die von Dir aufgeschlüsselte Vorgeschichte zur Euro-Malaise (# 621) ist interessant. Nun steht also Schadensbegrenzung an. Aber hilft ein "weiter so" wirklich weiter?

Man ersieht aus Deinem Posting, dass die Schieflagen überwiegend aus politischen Fehlentscheidungen herrühren. Politiker sind erfahrungsgemäß unfähig als "Investoren" - was sie aber nicht daran gehindert hat, in der Eurozone ein wahres Riesenrad zu drehen.

Ähnelt die Lage in der Eurozone zurzeit nicht - in deprimierender Weise - jener in USA? Die Politik bzw. deren verlängerter Arm in den Notenbanken übt sich - hüben wie drüben - in geradezu militanter Schadensbegrenzung (u. a. durch Gelddrucken), um ihr bereits zuvor begangenes Versagen zu vertuschen.

Ein Kern meiner Bären-These ist, dass Leute, die für die letzte Krise verantwortlich waren (in Politik wie in der Wirtschaft), nun versuchen, ohne nennenswerte Veränderungen (Überschuldung soll mit noch mehr Schulden geheilt werden, die Zockerbanken dürfen weitermachen wie bisher) und mit jetzt noch weit höherem (Finanz-)Aufwand Schadensbegrenzung zu betreiben. Das wirft doch die Frage auf: Wenn sie zu Zeiten, als die Krise noch beherrschbar war, "im Kleinen" versagt haben, wieso haben sie dann jetzt die Kredenz, die Sache "im Großen" ins Reine zu bringen? Zumal sich konzeptionell nichts verändert hat?

Die latente Widersinnigkeit kommt implizit auch in Deinem Posting rüber: Du schreibst, dass wir die Transferunion bereits zuvor hatten (z. B. bei Agrarsubventionen). Müssen wir sie jetzt wirklich mit unbegrenzter PIIGS-Sozialhilfe auf die Spitze treiben, weil es - gemäß der Überzeugung der Poltiker-Versager -  "keinen Schritt zurück" geben darf?
Antworten
Malko07:

Ischariot MD (#76624), die Kurse müssen

4
03.03.11 10:04
vorher nicht zwanghaft stark sinken. Aber eine derartige "Erleichterung" könnte sie zu neuen Allzeithochs tragen. So verhält sich nun mal die Zockergemeinde, immer schon.
Antworten
Dreiklang:

#621 Transferunion "Volumenproblem"

3
03.03.11 10:15
Das wusste man von Anfang an. Richtig das Scheckbuch aufgemacht hat erst Helmut Kohl.

Er hat damit etwas kaufen wollen, das man nicht kaufen kann.

Ein wesentliches  Problem ist das Volumen: Die Transferleistungen, welche aus dem Euro entstanden, betrugen lange Zeit "nur" zwischen 10 und 20 Mia DM pro Jahr.  Aber - gerade unter Kohl- jedes Jahr ein bisschen mehr.

Jetzt werden 20 Mia Euro PRO MONAT  benötigt. Die Bilanz der EZB hat sich im Zuge der "Finanzkriese"  um ca. 650 Mia. Euro erweitert in nur 2,5 Jahren.

Diese Bilanzaufblasung ist aber nur das abgepumpte Bilgenwasser der zahlreichen Lecks im EMU-System. Und Leckagen gibt es in der EMU prinzipbedingt wesentlich mehr als im FED-System, dessen Bankensystem geschlossen ist.
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Anti Lemming:

zu Straubhaar in # 620 - Ölpreis-Rezession

2
03.03.11 10:29

Aus dem "Cash"-Interview - Einwände in grün von mir:


cash: Herr Straubhaar, die Rohstoff- und Erdölpreise  steigen und steigen. Welche Faktoren spielen nebst den Unruhen im  nordafrikanischen Raum mit?

Thomas Straubhaar: Es spielen im Wesentlichen vier Faktoren mit. Es gibt zunächst den Basistrend: Da ist eine stetig wachsende Weltbevölkerung mit viel Armut und grossen Nachholbedürfnissen. Das heisst, längerfristig fragen mehr Menschen mit höherer Kaufkraft mehr Energie und mehr Rohstoffe nach. [Ist das wirklich gesichert, wenn der Boom der letzten zwei Jahre überwiegend auf - nicht nachhaltiger - massiver Neuverschuldung der Staaten basiert?] Auf mittlere und längere Sicht hält dieser Trend solange an, bis alternative Energien oder effizientere Nutzung von Energien auch in Ländern wie China, Indien oder in Lateinamerika Standard werden. Das wissen natürlich die Investoren, und da wären wir beim zweiten Faktor: In den traditionellen Anlagemärkten herrscht grosse Unsicherheit. [Spricht das nicht ebenfalls gegen Trendfortsetzung?] Der Staats[anleihen]markt galt ja während Dekaden als absolut sicher. Das hat sich geändert. Viele Investoren setzen heute auf Rohstoffe, um sich längerfristig gegen Inflation abzusichern. Hier kann man durchaus von einer Blasenbildung sprechen. [Blasenbildung sehe ich hier auch. Noch wichtiger ist die Frage: Wenn Staatsanleihen nicht mehr bedient werden können, dürfte die Wirtschaft zusammenbrechen. Was will man dann mit den überteuert "als Inflationsschutz" aufgekauften Rohstoffen? Sie sind eine Handelsware, deren Preis durch Angebot und Nachfrage bestimmt wird. Rohstoffe sind keine krisensicheren "Goldbarren". Der Kollaps dürfte im Übrigen mMn nicht inflationär, sondern deflationär verlaufen. Manche Währungen könnten einfach sang- und klanglos von der Bildfläche verschwinden wie 1948 die Reichsmark. Was soll daran inflationär sein?] Dann kommt der dritte Faktor: das kräftige Wachstum der Weltkonjunktur und die damit verbundene höhere Ölnachfrage. [Ich habe bereits oben darauf hingeweisen, dass das "kräftige Wachstum der Weltwirtschaft" auf maßloser Neuverschuldung basiert. Es ist Ökonomen-Idiotie, solche Trend strichzuverlängern.] Besonders die rasant wachsende Wirtschaft in China benötigt viel Öl. [Gilt das auch, wenn dort die in absurde Höhen getriebene Immobilienblase platzt? Das Beispiel "Japan 1990" lehrt, dass dann eher ein "deflationärer Schock" mit massivem Nachfrageeinbruch folgt.] Schliesslich – und das ist der vierte Faktor, den Sie schon erwähnt haben -  signalisieren die grossen politischen Umwälzungen im arabischen Raum und Nordafrika, dass wichtige Lieferantenländer für Öl oder Gas die Versorgung im Jahr 2011 eventuell nicht mehr sicherstellen können. [Das deckt sich mit dem von den Ölpreistreibern verbreiteten Knappheits-Geschwätz. Die Ölvorkommen reichen vermutlich noch 200 Jahre, wie ENI-Experten errechneten. Welcher Tyrann oder Despot (noch) über den Öl-Reservoirs thront, hat keinerlei Einfluss auf die Ölvorräte, deren Umfang sich objektiv in Fass bzw. Litern zu beziffern lässt. Straubhaar vermischt (temporäre) politische Machtverhältnisse und (objektiv vorhandene) Vorräte in unbotmäßiger Weise.]»

 


 

FAZIT: Ich glaube ebenfalls, dass die steigenden Rohstoffpreise die Konjunktur abwürgen werden. Inflation herrscht aber nur bei den durch Spekulation hochgetriebenen Rohstoffpreisen. Der Niedergang der Wirtschaft dürfte - wie 2008 - als deflationärer Schock ablaufen, weil die Preisanstiege die Massenkaufkraft und die Firmen-Gewinnmargen schmälern.

 

Antworten
Malko07:

A.L. (#76626), hast du meinen

5
03.03.11 10:36
Post wirklich gelesen?

Wir haben kein Euro-Problem und keine Euro-Malaise. Eher hattest du schon immer ein Problem mit dem europäischen Vereinigungsprozess. Hätten wir noch die DM wäre der gleiche Unsinn gelaufen und wir stünden vor dem gleichen Problem. Dann müsste nicht die EZB Teile verscharren sondern die Deutsche Bundesbank hätte einspringen müssen. Diesbezüglich ist ihre Vergangenheit nicht so absolut sauber wie immer getan wird.  

Es geht ja auch nicht darum, dass wir den USA und den PIIGS unbegrenzt "Sozialhilfe" geben sondern einen Teil der von der schon "geleisteten Hilfe" zurück erhalten. Bei den USA tun wir uns dabei schwer. Von dort werden nur weitere Lasten kommen (weiterer Verfall der Immobilienpreise, Schwierigkeiten der Regionen bei der Bedienung von Schulden).

Und um die Wahrscheinlichkeit von neuen derartige Lasten in der Zukunft klein zu halten, müssen wir primär bei uns aufräumen und nicht bei den PIIGS, wo doch die PIIGS nicht mal für ein Viertel  des Schadens bei uns stehen.  

Die Umschuldung der von uns leichtsinnig vergebenen Krediten ist keine Hilfe für die PIIGS sondern die Voraussetzung um überhaupt einen Teil zurück zu bekommen. Ein Auseinanderbrechen der EU, von dem hier etliche Träumen, würde bei uns den Schaden vervielfältigen. Gemachte Fehler hängen nach, die wird man eben nicht einfach los.

Ob jetzt die Politik sich "richtig" verhalten wird, weiß ich nicht. Auf jeden Fall ist ohne die Politik keine Veränderung möglich. Nur sie kann und wird etwas tun. Und Gott sei Dank für uns alle, haben einige hier nicht das politische Sagen. Da habe ich eher noch Vertrauen in die aktuelle Politik. Bekanntlich steht vor jeder Lösung die Analyse. Und die ist hier, weit verbreitet, äußerst mangelhaft. Nur auf andere zu zeigen ist keine Analyse.

Eine Problemlösung wäre auch nicht so aufzuräumen, dass alles zusammenbricht und hier feuchte Bärenträume in Erfüllung gehen. Derartige Probleme einer Lösung zuzuführen ist ein mühsames und langwieriges Geschäft. Dabei werden sicherlich auch Fehler passieren. Aber nur einer der nichts tut, macht auch keine Fehler.

Dabei ist es für uns Spekulanten wichtig das reale Geschehen möglichst genau zu erfassen und nicht in Wunschträumen zu versinken. Letzteres könnte verdammt teuer werden.
Antworten
Anti Lemming:

Preisfrage:

 
03.03.11 10:38
Ist es wirklich inflationär, wenn einige Währungen durch Staatspleiten "von der Bildfläche verschwinden" wie 1948 die Reichsmark?

Nehmen wir mal an, Japan geht den Bach runter (wegen Überschuldung) und der Yen wird wertlos. Dann sinkt doch die globale Geldmenge. (Hyper-)Inflation ist aber als (maßlose) Ausweitung der Geldmenge definiert.

Arbeitsthese: Global betrachtet wirken Staatspleiten deflationär.
Antworten
geldsackfrank.:

mMn bleibt UK Kandidat für Double Dip

3
03.03.11 10:43
Wieder drunter!

Großbritannien: Dienstleistungsindex Februar 52,6 Punkte (Prognose. 53,5 Punkte, Vormonat: 54,5 Punkte).
Antworten
Malko07:

Wenn Rohstoffpreise

3
03.03.11 10:49
ein maßgeblicher Bestandteil der Inflation sind, kann die Spekulation mit Rohstoffen auch ein persönlicher Schutz gegen die Inflation sein. Da diese Absicherung gegen die Inflation diese noch antreibt gehört sie verboten, einen Schutz stellt sie heute aber dar. Ein höhere Inflation ist auch nicht mit einem totalen Zusammenbruch gleich zu setzen. Mit einem derartigem Unsinn kann man jeden Unsinn belegen. Bringt allerdings nichts außer belegten Bits auf der Festplatte.

Zur Preisfrage: Wer hat denn jetzt den 3. Weltkrieg verloren und seine Infrastruktur ist total zerstört? Habe ich etwa etwas Wichtiges verpasst?
Antworten
Anti Lemming:

Malko - argumentatives Glatteis

4
03.03.11 10:52
Wer soll denn die Kosten für die Umschuldung der PIIGS tragen? Dass die Verursacher (= Nordbanken) selber haften - z. B. durch einen Haircut -, wollen die von den Banken korrumpierten Politiker ja auch Biegen und Brechen verhindern.

Deutscher Großbanken-Egoismus und französische Stamokap-Denke bilden hier eine unheilige Allianz.

Die bisherige Pseudolösung sieht vor, die Umschuldung "irgendwie" gemeinsam auf den Schultern der Eurozonenmitglieder zu verteilen. Da diese aber ungleich stark sind, wird die Hauptlast eh Deutschland zufallen. Zahlmeister wird dann "der deutsche Steuerzahler".

Ein Haircut wäre weitaus fairer, weil dann die Verursacher selber die Zeche zahlen müssten. Die Schnapsidee, die betroffenen Banken wären "too big to fail", ist ein Nachbeten dessen, was Paulson 2008 als Rechtfertigung für den US-Banken-Bailout (auf Kosten der US-Steuerzahler) verbreitet hat.

Das ganze Hin und Her mit politischen Lösungen auf Eurozonen-Ebene (inkl. EZB) dient nur dazu, den Verzockerbanken zu ersparen, selber für die durch sie verursachten Schäden aufzukommen. Wer diesen von den Politikern scheinheilig verbreiteten Sermon nachbetet, begibt sich auf deren argumentatives Glatteis.
Antworten
imagine:

Banker müssen länger auf ihre Boni warten

10
03.03.11 10:53
www.welt.de/finanzen/article12685416/...-ihre-Boni-warten.html

Die US-Börsenaufsicht SEC hat zwei Maßnahmen verabschiedet, die zwei der Hauptgründe für Finanzkrise reduzieren sollen: die Risikofreudigkeit in den Chefetagen der großen Geldhäuser und den Einfluss der Ratingagenturen. Die Kommission beschloss die Einführung einer Wartefrist von drei Jahren für die Auszahlung von mindestens der Hälfte der Boni an Manager großer Geldinstitute.

Diese Regel greift ab einem Firmenvermögen von 50 Millionen Dollar. Außerdem müssen Firmen mit einem Anlagewert von einer Milliarde Dollar oder mehr jährlich den Regulierungsbehörden ihre Bonusprogramme zur Prüfung vorlegen. Entscheidet diese, dass die Boni übertrieben sind oder zu allzu viel Risiko einladen, können sie die Reglungen für ungültig erklären.

Außerdem schlägt die SEC die Abschaffung einer Vorschrift vor, wonach Finanzmarktfonds nur in Wertpapiere investieren dürfen, die ein Credit-Rating haben. Die Fonds sollen die Risiken stattdessen selbst abschätzen dürfen. Die Rating-Agenturen Moody’s, Standard & Poor’s und Fitch würden so an Einfluss verlieren. Der Ruf der Agenturen litt während der Finanzkrise, weil sie hochriskanten Wertpapieren viel zu gute Noten gaben.
Antworten
imagine:

Hat Papiergeld eine lausige Zukunft?

16
03.03.11 11:03
Warren Buffett: “Papiergeld hat eine lausige Zukunft”
Die lebende Investment-Legende äußerte sich in einer aktuellen CNBC-Sendung ungewöhnlich deutlich über die Folgen des hohen US-Staatsdefizits und der lockeren Geldpolitik.

Buffet ist besorgt über die Inflationsgefahren, die von der anhaltend lockeren Geld-Politik ausgehen. Das US-Staatsdefizit von10 Prozent des Bruttoinlandsproduktes sei eine hohe Bürde, erklärte er in einem aktuellen Interview in der CNBC-Sendung Squawk Box.

Die Regierung verspreche, dass man die Schuldenlast mit Erträgen aus künftigem Wirtschaftswachstum verringere. Seiner Meinung nach gäbe es drei Wege, die Probleme zu lösen. “Man bricht die Versprechen oder modifiziert sie, erhöht die Steuern deutlich oder inflationiert sich den Weg aus der Sache heraus”, so Buffett.

Inflation sei dabei die ultimative Steuer. “Eine Steuer von der die Leute nicht wissen, dass sie besteuert werden. Eine Steuer für Leute, die an Papiergeld und an ihre Regierung glauben”.

Und weiter: “So sollten Regierungen eigentlich nicht handeln, aber so tun sie es nun einmal. Sie trauen sich nicht, andere Maßnahmen zu ergreifen und somit wird dies zu einer automatischen Option”.

Warren Buffett ist der Meinung, dass wir uns auf dem Weg zu ganz erheblicher Inflation befinden, so lange bis Veränderungen eingeleitet würden.

Er stellt Vergleiche an zu einem Sprung aus einem 50-stöckigen Gebäude. “Während der ersten 45 Stockwerke verändert sich nicht viel, aber dann schlägt man auf dem Boden auf. Und dann gibt es keinen Weg mehr, die Defizite zu stemmen, die wir derzeit erleben”, so Buffett.

Und er stellt fest: “Papiergeld hat eine lausige Zukunft. Ich kann Ihnen garantieren, wenn etwas nicht als Investment erfolgreich sein wird, dann ist es Cash”.

www.goldreporter.de/...eld-hat-eine-lausige-zukunft/news/6592/
Antworten
Malko07:

A.L. (#76634), falsche

5
03.03.11 11:04
Analyse und deshalb falsche Problemlösung.

Ein Großteil des Geldes das in die PIIGS geflossen ist, kommt nicht von privaten deutschen Großbanken sondern von deutschen Landesbanken und deren Sparkassen. Und die Anleihen mit denen diese "Investitionen" finanziert wurden, waren größtenteils staatlich garantiert. Soll jetzt der Deutsche Staat seine Garantien brechen damit hier manche Träume in Erfüllung gehen?

Aber nicht nur wir als Steuerzahler, also der Gläubiger, ist schuldig. Genau so schuldig sind die Schuldner, die sich überschuldet haben. Und deshalb sollen sie erstmals bluten und einen Teil begleichen. Zu früher Schnitt belohnt Fehlverhalten und verhindert anschließend ganz normale Umschuldungen. Und dann hängen wir noch tiefer in der Sauce. Nicht umsonst kommt diese Forderung laufend von angelsächsischen Schreiberlingen. Es wird deshalb auch keinen direkten Schnitt geben. Der Schnitt entsteht implizit durch den Aufkauf dieser Anleihen.
Antworten
Anti Lemming:

Malko - # 630

7
03.03.11 11:06
"Wir haben kein Euro-Problem und keine Euro-Malaise. "

Na dann bin ich ja beruhigt. Die Frage ist bloß, wo die EZB mit ihren ganzen PIIGS-Staatsanleihen hin soll und wer ihr diese letztlich wann - und vor allem zu welchem Preis - noch abkauft.
Antworten
Anti Lemming:

Malko - Dimensionen im Auge behalten

 
03.03.11 11:11
Die Nordbanken halten für insgesamt 1200 Milliarden (= 1,2 Billionen) Euro potenziell Ausfall-gefährdete PIIGS-Staatsanleihen. Der Anteil der von Dir genannten "deutschen Landesbanken und deren Sparkassen" daran ist relativ klein.
Antworten
Anti Lemming:

Imagine # 636

4
03.03.11 11:17
Es ist potenziell krank, wenn sich die Investorenlegende Buffett aus Angst vor (Hyper-)Inflation verschuldet, um Eisenbahnlinien (als Sachwerte) aufzukaufen. Wenn die Inflation wirklich so stark wie gefürchtet ausufert, droht eine schwere, von Stagflation geprägte Wirtschaftskrise wie in den 1970ern, in der sich Aktien von Eisenbahnlinien (mangels Aufträge) als Wertvernichter entpuppen können.
Antworten
Anti Lemming:

Geldanlage ist zum Hausfrauen-Wahn

2
03.03.11 11:30
verkommen, in dem selbst ehemals vernünftige Super-Investoren wie Buffett vor Hyper-Inflation warnen und in Sachwerte fliehen. Mit dieser Strategie unterscheidet sich Buffett nur unwesentlich von Hausfrauen, die bei Lidl Goldmünzen kaufen.

Beide, Buffett und die Hausfrauen, werden damit auf die Schnauze fallen.
Antworten
permanent:

Probleme sind unbestreitbar vorhanden,

2
03.03.11 11:31

dennoch bringt es nichts Realitäten nicht anzuerkennen. Dazu gehören ein Verbesserungen in der Realwirtschaft und eine nach wie vor gewollte Geldflutung der Märkte.
Shorts sind in diesem Zusammenhang sehr gefährlich. Nur aus Prinzip short zu gehen bringt nur Frust und Verluste.

Permanent

Antworten
Anti Lemming:

Permanent

2
03.03.11 11:34
Nur aus Prinzip short zu gehen bringt nur Frust und Verluste.

Nur aus Prinzip long zu gehen (wie Buffett) und als Argument Hyperinflation vorzuschieben, könnte mittelfristig ebenfalls zu Frust und Verlusten führen.
Antworten
Andreano:

China-Yuan

6
03.03.11 11:49
China läutet das Ende der Dollar-Herrschaft ein

www.welt.de/finanzen/article12680388/...ar-Herrschaft-ein.html
Antworten
AlterSchwede.:

China-Yuan : Heiliges Kanonenrohr!!

 
03.03.11 12:01
Jetzt bin ich platt, wenn das stimmt dann ist das ein Grund zur Freude denn dann wird es gerechter i.d. Welt zugehen.
Bleibt nur die Frage, ob diese Drohung auch so zeitnah umgesetzt wird wie aktuell behauptet.
Saudiarabien wollte ja auch schön öfter vom USD-Ölhandel abkehren und hat es aber doch nicht getan.
Antworten
Malko07:

A.L.(#76638 ...), deine Aussagen stimmen nicht.

3
03.03.11 12:02
Unter den deutschen Banken sind die Landesbanken spitze. Auch die HRE ist über deren frühere Tochter (DPf) stark involviert, die sich genau so wie die Landesbanken vor ihrer Verstaatlichung mit staatlich garantierten Anleihen voll gesogen hat. Unter den wirklich privaten Banken findet man dann nur noch die Commerzbank-Tochter Eurohypo, welche faktisch schon in Staatsbesitz ist und es dann bei einem derartigen Schnitt unter Garantie bliebe. Dann bleiben nur noch die Versicherungen, bei denen der Staat letztendlich auch haftet. Der Steuerzahler bleibt einfach der primäre Gläubiger ob es uns gefällt oder nicht. Etliche Sparkassen wären auch noch betroffen. Aber glaubt hier jemand ernsthaft die Instituthaftung der Sparkassen einfach scheitern lassen zu können? Reichlich naiv. Die Gesamtschulden als zu 100% ausfallgefährdet zu sehen ist kindisch und braucht keiner weiteren Diskussion.

Über die Banken aus den EURO-Nachbarländern weiß ich nur soviel: Sie sind wesentlich geringer (auch relativ) involviert, am stärksten noch die Niederländer (relativ). Die genaue Aufteilung kenne ich nicht. Es ist schon schwer genug bei uns den Überblick zu behalten.

Die EZB hat übrigens eine Möglichkeit, die vielen Schreiberlingen nicht bewusst ist. Sie ist frei ihre Wertpapiere zu einem beliebigen Preis wieder zu verkaufen. Sie kann also auch bei Fälligkeit  die Anleihen nicht zum Nominalpreis zurückgeben sondern zu dem Preis an den Schuldner verkaufen zu dem sie z.B. gekauft hatte - auch niedriger wenn sie will. Auf diese Art des "sanften" Schuldenschnitts spekulieren Merkel, Sarkozy und andere.
Antworten
Malko07:

Mir ist nicht bekannt, dass

2
03.03.11 12:03
Buffet die vergangenen Monate/Jahre vor einer Hyperinflation gewarnt hätte.
Antworten
Kicky:

Friedensplan für Libyen ? a $3 sell-off in Brent

2
03.03.11 12:03
ftalphaville.ft.com/blog/2011/03/03/503631/...-in-brent-crude/
(Verkleinert auf 76%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 385542
Antworten
Kicky:

Libyan Endgame Expected Within 5-7 Days?

8
03.03.11 12:11
www.zerohedge.com/article/...ng-endgame-expected-within-5-7-da
the LHD 3 Kearsarge deftly left the treacherous waters of the Red Sea a few days ago, and after crossing the Suez is now well on its way to the shores of Tripoli (where it is set to meet Canadian, Korean and Dutch warships). Yet to those who argue that the US military is a well-oiled machine, look no further than the schizophrenic moves the CVN 65 Enterprise has had to endure in the past two weeks: after it was just off the coast of Libya as recently as February 9, and rushing into the Red Sea in direction Straits of Hormuz two weeks ago, the storied aircraft carrier was halted dead in its tracks en route, and ordered to do a 180. It is now hot on the heels of the Kearsarge and we believe will also cross the Suez within 48 hours as it moves in to provide air support to Libya by the weekend. And with air coverage, the no fly zone will likely be instituted by Monday of next week, which, as Robert Gates telegraphed earlier, is the codeword for a "NATO" invasion. Which means this weekend will likely be do or die in terms of game theory defection choices for the Gaddafi family: will he defect peacefully and spend the rest of his days with his friend Robert Mugabe, the world's second best performing stock market after the NYSE Borse, and a few hundred pounds of gold, or will he set fire to the Libyan oil infrastructure as he leaves the scene kicking and screaming.
(Verkleinert auf 70%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 385546
Antworten
Kicky:

Nato Invasion sagt US-Verteidigungsminister Gates

 
03.03.11 12:17
toll
jetzt fehlt nur noch ,dass die Grünen das ganze aus humanitären Gründen begrüssen und son Politiker wie Mürzenich seinen Senf dazu gibt
dabei ist doch völlig klar-auch wenn einige afrikanische Staaten Gaddafi helfen-dass hier aus strategischen Gründen der Ölsicherung eingegriffen wird,auch wenn man wieder mal die Demokratiefahne schwenkt....

ich hoffe nur ,dass das nicht Irak ähnlich ausartet!
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