Man ersieht aus Deinem Posting, dass die Schieflagen überwiegend aus politischen Fehlentscheidungen herrühren. Politiker sind erfahrungsgemäß unfähig als "Investoren" - was sie aber nicht daran gehindert hat, in der Eurozone ein wahres Riesenrad zu drehen.
Ähnelt die Lage in der Eurozone zurzeit nicht - in deprimierender Weise - jener in USA? Die Politik bzw. deren verlängerter Arm in den Notenbanken übt sich - hüben wie drüben - in geradezu militanter Schadensbegrenzung (u. a. durch Gelddrucken), um ihr bereits zuvor begangenes Versagen zu vertuschen.
Ein Kern meiner Bären-These ist, dass Leute, die für die letzte Krise verantwortlich waren (in Politik wie in der Wirtschaft), nun versuchen, ohne nennenswerte Veränderungen (Überschuldung soll mit noch mehr Schulden geheilt werden, die Zockerbanken dürfen weitermachen wie bisher) und mit jetzt noch weit höherem (Finanz-)Aufwand Schadensbegrenzung zu betreiben. Das wirft doch die Frage auf: Wenn sie zu Zeiten, als die Krise noch beherrschbar war, "im Kleinen" versagt haben, wieso haben sie dann jetzt die Kredenz, die Sache "im Großen" ins Reine zu bringen? Zumal sich konzeptionell nichts verändert hat?
Die latente Widersinnigkeit kommt implizit auch in Deinem Posting rüber: Du schreibst, dass wir die Transferunion bereits zuvor hatten (z. B. bei Agrarsubventionen). Müssen wir sie jetzt wirklich mit unbegrenzter PIIGS-Sozialhilfe auf die Spitze treiben, weil es - gemäß der Überzeugung der Poltiker-Versager - "keinen Schritt zurück" geben darf?
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