Der Halliburton Thread


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Stox Dude:

@Pichel: Werde halten, die Dividende ist zu

 
09.01.02 16:45
attraktiv, derzeitig 0.125 per share, das waeren $750 per quarter fuer mich
plus evtl. Kursgewinne, da kann man nichts falsch machen.
Per annum waeren das $3000 nur alleine an Dividende und sollte HAL
noch besser performen, geht auch die Dividende hoch.
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zit1:

Sieht gut aus

 
09.01.02 17:14
Leider wurden alle meine gestrigen und heutigen Orders nicht ausgeführt, womit ich weiterhin nur mit einer kleinen Position dabei bin - aber immerhin, besser als gar nichts.  
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Pichel:

@stox

 
09.01.02 17:16
genau mach das. Nur so wird/wurde man Millionär. Alles oder nix ;-)
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Stox Dude:

Ich habe mich total geirrt !

 
09.01.02 19:17
Das von mir angenommene Handelsvolumen zwischen 12-13 Millionen wurde
weit uebertroffen, momentan ueber 18 Millionen shares traded.
Wahnsinn heute.
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flamingoe:

etwas aus dem Archiv (vom 17.12.)

 
10.01.02 10:38
DER ANLEGERBRIEF  

Halliburton langfristig kaufen Datum: 17.12.2001

Die Wertpapierexperten von "Der Anlegerbrief" raten zum langfristigen Kauf der Aktien von Halliburton . (WKN 853986) Wenn mittlere Unternehmen einer Lawine an Sammelklagen zum Opfer fielen, bedeute dies häufig das Aus. Oft würden selbst die Kurse von Marktführern auf die Veröffentlichung von Sammelklagen unter Druck geraten. Konkursängste hätten am Freitag, dem 7. Dezember auch den Kurs des texanischen Explorationsausstatters Halliburton vorübergehend um fast 50% einbrechen lassen, nachdem ein Gericht in Baltimore die Tochtergesellschaft Dresser in einem Asbest-Schadenersatzprozess zu Schadenersatzzahlungen in Höhe von 30 Mio. US-Dollar verurteilt habe. Halliburton hingegen falle im Gegensatz zu den zahlreichen in Chapter 11 befindlichen Unternehmen fast in die gleiche Risikoklasse wie Philip Morris und habe darüber hinaus noch weitere Trümpfe im Ärmel. Das Kerngeschäft entwickele sich trotz niedriger Ölpreise weiterhin zufriedenstellend. Deshalb halte das Management auch an den Umsatz- und Ertragsprognosen für das 4. Quartal fest. 2002 sollte der Gewinn pro Aktie laut First Call/Thomson-Schätzungskonsens von 1,30 auf 1,31 US-Dollar steigen. Jüngste Großaufträge aus China im Ausmaß von über 600 Mio. US-Dollar würden sogar einen Anstieg auf 1,34 US-Dollar erwarten lassen. Auf Basis eines Kurses von 13 US-Dollar entspreche dies dann sogar einem KGV von 10. Diesem stehe ein geschätztes Gewinnwachstum 2003 bis 2007 von 15% p. a. gegenüber. Der Fair Value liege bei 20 US-Dollar pro Aktie. Vor allem die konservative Finanzierung des Unternehmens gelte als eine hervorragende Grundvoraussetzung. Halliburton verfüge gegenwärtig über Cashreserven von 250 Mio. US-Dollar. Damit sei das Unternehmen in der Lage, gleich 16% aller Schulden zurück zu zahlen. Ein Working Capital in Höhe von 2,7 Mrd. US-Dollar und noch unverbrauchte Kreditlinien in Höhe von 700 Mio. US-Dollar würden ein weiteres Sicherheitspolster darstellen. In den ersten zehn Monaten 2001 habe Halliburton den Schuldenanteil am Gesamtkapital von 40 auf 25% senken können. Auch die Ertragskraft signalisiere ein günstiges Chancen-Risiko-Verhältnis. In den vergangenen vier Quartalen habe der Ölbohrer bei einem Umsatz von 13,1 Mrd. US-Dollar ein EBITDA von 1,3 Mrd. US-Dollar erwirtschaftet, und der Nettogewinn habe bei 389 Mio. US-Dollar bzw. 0,91 US-Dollar pro Aktie gelegen. Sprecher des Unternehmens würden in jüngster Zeit auch gerne auf den hohen Cash Flow verweisen, der sich in den kommenden zwei Jahren in einer Bandbreite zwischen 1,1 und 1,3 Mrd. US-Dollar bewegen sollte. Die von CEO Dave Lesar bei ersten Anzeichen einer Kursberuhigung geplanten Aktienrückkäufe würden auf eine Unterbewertung hindeuten. Lesar sowie zahlreiche Branchenkenner aus Texas hätten nach dem Einbruch auf ein Zehnjahrestief eine historisch günstige Einstiegschance gesehen. Aktienrückkäufe und Insiderkäufe sollten deshalb nicht mehr lange auf sich warten lassen, denn die diversen Horrorszenarien der Boulevard-Presse seien angesichts der vergangenen Entwicklung der Asbest-Prozesse denkbar unwahrscheinlich. So habe die höchste Schadenersatzzahlung nach Berufung lediglich bei 1,8 Mio. US-Dollar gelegen und insgesamt seien bereits 194.000 Klagen zu Durchschnittskosten von 200 US-Dollar geregelt worden. Halliburton sei somit eines von zahlreichen Blue Chips, das am "Philip-Morris-Syndrom" erkrankt seit und bei schneller Genesung - ähnlich wie der amerikanische Tabakriese - in den kommenden zwei bis drei Jahren mit einer Kursvervielfachung die Wall Street ins Staunen versetzen könnte. Aus diesem Grund sollten die gegenwärtig niedrigen Kurse zum Aufbau von Langfristpositionen genutzt werden, so die Analysten von "Der Anlegerbrief".


Quelle: AKTIENCHECK.DE AG


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ruhrpottzocker:

Heute warte ich erst mal ab.

 
14.01.02 11:23
Es zuckt aber in den Fingern, wieder einzusteiegen.
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zit1:

WSJ: Halliburton wehrt sich gegen Asbest-Klagen

 
15.01.02 11:18
Der CEO des Ölfeld-Dienstleisters Halliburton Co. sicherte nach Angaben des Wall Street Journal zu, sich auch auf die Gefahr hin, mit höheren Sanktionen bestraft zu werden, gegen eine Vielzahl von Asbest-Klagen zur Wehr zu setzen.

Gegen die bereits über den Konzern verhängten Sanktionen nach rechtlichen Auseinandersetzungen über Asbest-Verseuchung, die sich auf insgesamt 152 Mio. Dollar belaufen, will Halliburton dem WSJ zufolge nun Berufung einlegen. Ähnliche Rechtsstreits haben in den vergangenen Jahren u.a. das Spezialchemie-Unternehmen W.R. Grace & Co. und den Baukonzern USG Corp. in den Gläubigerschutz getrieben, so das WSJ am Dienstag.

Wie die Zeitung weiter berichtet, befindet sich das Unternehmen laut CEO Dave Lesar im Plan, einen Gewinn von 33 Cents pro Aktie im vierten Quartal zu erreichen bzw. zu übertreffen.

Die Aktie von Halliburton schloss gestern bei 10,77 Dollar (-1,64 Prozent).

Antworten
ruhrpottzocker:

Heute 10,67 USD

 
15.01.02 22:54
Ich will mit einer kleineren Position als vorher wieder rein und neue Zahlen abwarten.
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ruhrpottzocker:

9,96 jetzt in Amiland bei geringen Umsätzen o.T.

 
18.01.02 16:38
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DarkKnight:

Halliburton - Bush - Enron

 
19.01.02 18:43
Die Bush-Administration bedient sich keiner Mittelsmänner mehr. Sie holt sich die Top-Geschäftsleute selbst in die Regierung


George W. Bush war erst wenige Monate im Amt, da überraschte er den zu Besuch in den USA befindlichen Außenminister Indiens, Jaswant Singh, mit einer Einladung ins Weiße Haus zu einem unerwarteten Plausch. Die Chancen stehen gut, dass sie dabei nicht über das feuchte Klima in Neu-Delhi gesprochen haben. Denn einer der wichtigsten Geldgeber in Bushs Wahlkampf, der Ölkonzern Enron, wünscht, seine Geschäfte auf den indischen Subkontinent auszudehnen und hat bereits ein privatisiertes Energieversorgungsunternehmen in Bombay übernommen.

Und Cairn Energy, eine der beiden Ölfirmen mit den langjährigsten Beziehungen zur Dynastie Bush, hatte 1999 vor der westindischen Küste im Golf von Cambay Öl gefunden. Cairn Energy besitzt ausgedehnte Erdgasfelder in Bangladesh und Ölquellen auf dem indischen Subkontinent. Der Präsident von Cairn Energy, Bill Gammell, ist ein alter Freund der Familie. Sein Vater steckte 50.000 US-Dollar in das Privatunternehmen des jungen Bush-Vaters, Zapata Petroleum, das die verdeckten Operationen der CIA zum Sturz Fidel Castros finanzierte. Zapata Oil stellte 1961 der CIA zwei Öl-Explorationsschiffe für die dann gescheiterte Invasion in der Schweinebucht zur Verfügung.

Bush-Sohns Stellvertreter im Amt, Dick Cheney, zeigt ein unerwartetes Interesse an Bangladesh, einem der ärmsten Länder der Welt. Hinter Cheney steht der Konzern Halliburton, das ist der weltweit größte Materialzuleferer der Ölindustrie; Cheney war dort Vorstandschef, bevor er ins Weiße Haus wechselte. Halliburton und Cairn Energy sind Partner bei der Erschließung der Erdgasvorkommen Bangladeshs im Golf von Bengalen. Cheney unterhält enge Beziehungen mit Scheich Hasina Wazed, dem Premierminister des Landes, aber auch mit dem Oppositionsführer (und früheren Premierminister) Begum Khaleda Zia. 1998 besuchte er die Offshore-Felder von Sangu, ein Joint-Venture, an dem neben Halliburton und Cairn auch Shell und die staatliche Ölgesellschaft Bangladeshs, Petrobangla, beteiligt sind.

Bushs und Cheneys Interessen in Indien und Bangladesh sahen sich vor wenigen Monaten mit einer maolistischen Rebellion im nahen Nepal konfrontiert. Die US Army drängte auf militärische Unterstützung für die nepalesische Armee, die Rebellion militärisch niederzuschlagen. Im Mai konnte die Army dem Repräsentantenhaus berichten, die USA unterhalte jetzt Truppen in Nepal. Nepals König Birendra hatte jedoch andere Pläne als seine Offiziere; er wollte mit den Rebellen verhandeln und eine militärische Konfrontation verhindern. Im vergangenen Juni wurde er zusammen mit seiner Frau und einer Reihe hochrangiger Berater in einem Blutbad vom Kronprinzen erschossen, der sich daraufhin selbst umbrachte. Dass die CIA ihre Finger im Spiel hatte, bestätigen auch ehemalige Geheimdienstoffiziere aus den USA und Kanada. Der neue König, Gyanendra, kann auf langjährige gute Beziehungen mit der CIA zurückblicken.

Die US-amerikanische Militärintervention in Nepal ist Teil des Projekts "Tempest Express", das anstrebt, US-Truppen mit "friedenserhaltenden Maßnahmen" und "Krisenmanagement" in Asien zu beauftragen und die militärischen Beziehungen zwischen Nepal und Bangladesh zu intensivieren. Maoistische Umtriebe stören die USA nicht nur in Nepal, sondern ebensosehr in Indien. Die Gruppe Naxal operiert in sechs benachbarten indischen Bundesländern; weitere linke Guerillagruppen sind in Bangladesh und Burma aktiv — ein Alptraum für die Ölkonzerne.

Die andere Firma, die dem Bush-Cheney-Clan seit langem sehr nahesteht, ist Ramco Energy. Ramco hat große Ölvorkommen in Aserbaidschan entdeckt. Bevor er ins Weiße Haus ging, fädelte Cheney als Vorstandschef von Halliburton mit der Firma einen Großdeal am Kaspischen Meer ein, der im vergangenen Mai besiegelt wurde. Ramco und Halliburton arbeiten nun eng zusammen, um das Öl aus dem Kaspischen Meer zu pumpen.

1994 ging Ramco in Aserbaidschan auch eine Partnerschaft mit Pennzoil ein; die Firma ging aus dem Kauf der South Penn Oil Company durch Bushs Zapata Petroleum hervor. 1999 wurde sie ihrerseits von Devon Energy aufgekauft. Brent Scowcroft, ehemaliges Vorstandsmitglied von Devon, war nationaler Sicherheitsberater unter Bush I. Ramco Energy wiederum hat seine Konzessionen in Aserbaidschan an Amerada Hess verkauft, unter deren Vorständlern sich auch Nicholas Brady befindet, Finanzminister unter Bush I.

Die Interessen der Devon Co. und anderer US-Ölfirmen in Aserbaidschan werden von der US-Aserbaidschanischen Handelskammer vertreten. Deren Vizepräsident war früher Richard Armitage, eine Figur in der Iran-Contra-Affäre; heute ist er stellvertretender Außenminister und enger Berater von Colin Powell. Letzterer hat im vergangenen April, zehn Wochen nach der Amtseinführung von Bush, einen "Friedensgipfel" zwischen den ehemals kriegführenden Staatschefs von Aserbaidschan und Armenien arrangiert. Nagorny-Karabach steht auf der außenpolitischen Agenda der USA ganz oben. Der alte Zankapfel, um den zwischen 1992 und 1994 ein blutiger Krieg geführt wurde, muss beseitigt werden, wenn eine sichere Ölpipeline vom Kaspischen Meer durch den Kaukasus geführt werden soll.

Um Öl geht es auch auf dem Balkan. Die Ramco Energy hat an der Adriaküste vor Montenegro Öl gefunden; die Vorkommen sollen in der Größenordnung an die im Kaspischen Meer heranreichen. Seitdem hat sich die US-Außenpolitik um 180 Grad gewendet: Befürwortete sie bislang die Abspaltung Montenegros von Serbien, ist Washingtons Darling, der prowestlich eingestellte Präsident Milo Djukanovic, seit dem Sturz Milosevics in Ungnade gefallen. Nunmehr gilt die Losung: Für ein demokratisches Montenegro in einem demokratischen Jugoslawien. Wer bietet den Ölgesellschaften am meisten? Djukanovic in Montenegro oder Kostunica in Belgrad? Davon scheint das Schicksal Montenegros heute abzuhängen.

Enge Beziehungen gibt es ebenso zur Firma Enron Corp. Deren Chef Kenneth Lay ist ein alter Familienfreund und einer der spendabelsten Mäzene Bushs. Auch Lay betreibt im zentralasiatischen Raum mehrere Geschäftsprojekte; Bushs Top-Berater Karl Rove und Larry Lindsey waren vor ihrem Wechsel nach Washington Großaktionäre von Enron; Lindsey war überdies als Consultant bei Enron beschäftigt. Die US-Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice wiederum saß zehn Jahre lang im Aufsichtsrat des Chevron-Konzerns.

So ist die US-Regierung dichter mit den Ölmultis verflochten als irgendeine US-Regierung vor ihr. Big Oil bestimmt in Washington immer offener die politische Linie. Big Oil hat nicht nur Ölbohrungen im Nationalen Naturreservat von Alaska, den Rückzug der USA vom Kyoto-Protokoll und die Beibehaltung hoher Energiepreise in Kalifornien durchgesetzt. Die Ölkonzerne entscheiden auch darüber, wo Grenzen verlaufen, welche Staatschefs im Amt sind und welche Länder Mitglieder der Vereinten Nationen sein können. Im Mittelpunkt der neuen "Weltgeografie des Konflikts", so Michael Klare von der renommierten Zeitschrift für Außenpolitik Foreign Affairs, stehen nicht mehr politisch-ideologische Verwerfungen, sondern "der ungehinderte Fluss von Bodenschätzen".


Editoriale Anmerkung:
Der Artikel wurde erstveröffentlicht in These Times, August 2001.

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DarkKnight:

Sepp Fischer, 1994.

 
19.01.02 19:10
Hinter der Fassade der "Terrorbekämpfung":
Ein Krieg für Öl  Zurück zur Startseite
Inhalt Nr. 36

Ob 1870, 1914 oder 1939: noch nie haben Kriegstreiber Öffentlichkeit und Fußvolk über die wahren Kriegsgründe informiert. Meistens mußten auch (inszenierte oder reale) Terrorakte, Attentate oder diplomatische Provokationen als Rechtsfertigung herhalten, um den Volkszorn zu schüren und den Krieg als "gerecht" zu verkaufen.

Nachdem der Schock vom 11. September gewichen war, brauchten sich kritische Zeitgenossen nicht einmal auf besonders linke Medien stützen, um mosaikartig Ursachen und Hintergründe dieses Krieges zusammenzutragen. So ist es jetzt kein Geheimnis mehr, daß führernde US-Politiker und Militärs schon längst vor dem 11. September diesen Kriege planten.

Obwohl Afghanistan selbst wenig Rohstoffe hat, rückte es Anfang der 90er Jahre ins das Blickfeld der US-Ölindustrie und speziell des UNOCAL-Konzerns. Denn das in den zentralasiatischen Republiken im Überfluß vorhandene Erdöl und Erdgas kann über Afghanistan am schnellsten zu den pakistanisachen Seehäfen Karachi oder Gwadar gelangen und von dort Richtung Indien und Ostasien weiter verschifft werden. Doch der Bau einer Pipeline wäre ohne innenpolitische Stabilität ein riskantes Unternehmen. Daher unterstützte UNOCAL finanziell die Machtübernahme der Taliban 1996. Doch als diese immer enger mit bin Laden kooperierten, der ab 1998 bei den USA endgültig in Ungnade fiel, wurde der Plan einer Pipeline wieder auf Eis gelegt, jedoch nie aufgegeben. "Afghanistan könnte sich als wertvoller Korridor erweisen", schrieb der frühere Berater von UNOCAL und Präsident Bush senior, Zalmay Khalizad, im Winter 2000: "Washington muß die Taliban schwächen", forderte er.

"Öl ist die versteckte Triebfeder dieses Krieges", erklärte Tony Rosenbaum, Politologe und Energieexperte von der University of Florida. Und weil Ölkonzerne wie Chevron in Zentralasien bereits geschäftlich engagiert sind, drängten sie auf politische Stabilität in Afghanistan und eine Emachtung ihrer früheren Hoffnungsträger, der Taliban.

Noch nie war eine US-Regierung so eng mit der Erölindustrie verflochten wie die gegenwärtige Bush-Administration. Bush junior hat im Ölgeschäft seines Vaters politisch das Laufen gelernt, sein Vizepräsident Cheney arbeitete bis zuletzt als Vorstandschef von Halliburton, dem größten Material-Zulieferer der Ölindustrie. Kurz vor seinem Umzug ins Weiße Haus fädelte Cheney noch Geschäfte mit Aserbaidschan ein.

Bei Wahlkampfspenden für Bush und Cheney im Jahre 2000 zeigte sich die Ölindustrie großzügig wie noch nie. Von den 33,3 Millionen Dollar, die Enron, Exxon, BP, Chevron, Texaco und andere an Politiker spendeten, gingen über 80 Prozent an die Wahlkampagne von Bush und Cheney. Daneben kamen auch Dutzende republikanischer Politiker in den Genuß solcher Spenden.

Im Tagesgeschäft hat sich Bush mit Beratern umgeben, die selbst Großaktionäre der Ölindustrie sind oder lange Jahre für die Ölmultis tätig waren. Die Sicherheitsberaterin der Präsidenten, Condoleeza Rice, saß zehn Jahre lang im Aufsichtsrat des Chevron-Konzerns, der 1995 sogar einen Öltanker auf ihren Namen taufte.  

Wenn sich jetzt Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Japan besonders beeilen, die USA beim "Krieg gegen den Terror" unterstützen und bei einer "politischen Lösung" in Afghanistan mitreden zu dürfen, so stecken auch dahinter die Interessen nationaler Ölgesellschaften und der Anspruch, beim Zugriff auf die reichhaltigen Öl- und Gasvorkommen und dem Bau der Pipeline ein Wörtchen mitreden zu können. Dafür hat der Deutsche Bundestag jetzt 3.900 Soldaten freigegeben. Ein Krieg für Öl - verbrämt mit humanitärer Propaganda.

"Für die Zukunft sehe ich die erhebliche Gefahr, daß die Bundesregierung, Koalition und Generäle nach den Gesetzen der Salamitaktik Anlässe suchen oder Anlässe schaffen werden, um die Barrieren abzuräumen, die es gegenüber der Außenpolitik des vereinigten Deutschland noch gibt. Als Vehikel dienen dabei die Menschenrechts- und die Humanitätsfragen." (Joseph Fischer 1994)

Wo er recht, da hat er recht.


Antworten
zit1:

Abstossen oder Nachkaufen? o.T.

 
21.01.02 12:39
Antworten
ruhrpottzocker:

Ich bin auch unschlüssig.

 
21.01.02 12:44
Entgegen meiner Ankündigung habe ich nämlich noch nicht gekauft, da mich an jenem Tage die Grippe gepackt hatte.

Ich glaube, ich warte noch bis morgen mittag. Mal sehen, watt die Amis machen.
Antworten
Stox Dude:

Werde diese Woche nochmal nachkaufen

 
21.01.02 13:09
Halliburton ist unterbewertet.
Antworten
zit1:

Habt Ihr DarkKnights thread gelesen?

 
21.01.02 14:44
Ich will auch paar Krümel von dem Kuchen...  
Antworten
vega2000:

Handelsblatt vom 7. Dezember 2001

 
21.01.02 15:04

Halliburton: Kurseinbruch nach Asbest-Trouble
WALL STREET CORRESPONDENTS
Sowohl die Analysten der UBS Warburg als auch Salomon Smith Barney haben heute die Aktien von Halliburton von “kaufen” auf “halten” abgestuft.



Das Kursziel von Salomon Smith Barney sinkt von 36 auf 20 Dollar. In einer Asbest-Klage hat ein Gerichtshof in Baltimore am 5. Dezember Dresser Industries, eine Tochter von Halliburton, auf die Zahlung von 30 Millionen Dollar Schadensersatz verurteilt. Es geht in der Klage um Produkte der Firma Harbison-Walker, die bis 1992 zu dem Unternehmen gehörte. Dies ist damit bereits das vierte Mal innerhalb weniger Monate, dass Dresser in Verbindung mit diesen Produkten verurteilt wurde. Nun hofft das Management die Urteile vor dem Berufungsgericht wieder zu Fall zu bringen. Anfang Dezember lagen 146.000 Asbest-Klagen gegen Halliburton vor, mit weiteren 120.000 Klagen, in denen Dresser ebenfalls mit benannt ist. Kieburtz weist jedoch darauf hin, dass mindestens 95 Prozent der Kläger keine Zeichen einer Erkrankung aufweisen. Krebserkrankungen wurden bei 3 Prozent aller Kläger diagnostiziert. “Wenn auch der Aktienkurs die Gefahren massiver Schadensersatzzahlungen in Verbindung mit Asbest reflektiert, dürfte die Angst vor einem explosionshaften Anstieg weiterer Klagen den Wert auf unabsehbare Zeit überschatten”, erklärt Geoff Kieburtz von Salomon Smith Barney.

Quelle: Handelsblatt
Der Halliburton Thread 548510mapage.noos.fr/mouss/Vega2000.JPG" style="max-width:560px" >
Antworten
DarkKnight:

Asbest? Ist das nicht das Zeuchs, woraus das WTC

 
21.01.02 15:43
bestand? Hey, 50 000 Klagen weniger: strong buy.
Antworten
Stox Dude:

Heute HAL fuer $10,23 nachgekauft o.T.

 
22.01.02 17:26
Antworten
AlanG.:

finger weg von

 
22.01.02 17:30
Halliburton

meine Meinung

(zu sehr in Enron Geschichten verstrickt)
Antworten
calexa:

Halliburton earnings rise but debt downgraded

 
24.01.02 14:09
Halliburton Co. (HAL) on Wednesday reported sharply higher fourth-quarter earnings but saw its credit rating cut to two notches above "junk" status on concerns about the oilfield service firm's asbestos problems.

Halliburton, whose stock has taken a beating in the last two months because of investor concerns about its asbestos liabilities, said net income rose to $139 million, or 32 cents per share, from $5 million, or 1 cent per share, a year earlier.

The improved earnings were due to relatively strong oil and gas drilling activity outside North America and positive earnings from engineering and construction operations which posted a loss in the fourth quarter of 2000 because of reorganization charges.

Analysts had on average expected earnings per share of 33 cents, according to research firm Thomson Financial/First Call.

Chief Executive Officer Dave Lesar said that while fourth-quarter earnings exceeded year-earlier levels, they fell short of third-quarter profits because of a slowdown in oil and natural gas drilling triggered by lower prices for both fuels.

Lesar said he expects the oil industry slowdown to continue in the first half of 2002, estimating that Halliburton's earnings per share for the year will fall to between $1.00 and $1.13 from $1.88 for the whole of last year.

On average analysts had been expecting per share earnings of $1.19 for 2002, according to First Call.

ASBESTOS ISSUE RESURFACES

Dallas-based Halliburton, led until August 2000 by U.S. Vice President Dick Cheney, is the world's second biggest provider of oilfield services after New York-based Schlumberger Ltd. (SLB) .

Halliburton's shares hit a 15-year low of $8.75 earlier this month amid investor concerns about a recent series of asbestos damages awards against the company of more than $150 million.

The asbestos issue resurfaced on Wednesday as credit rating agency Moody's downgraded Halliburton's senior unsecured debt to Baa2 from A3, citing pressure on the company's share price and reduced financial flexibility because of the asbestos awards.

Moody's said the move reflected its concern that "trigger" clauses in Halliburton's bank credit agreements could force it to seek alternative financing arrangements.

Lesar said the downgrade had little practical significance for Halliburton as the company had not drawn on the credit facilities and did not plan to do so.

"S&P and Moody's have gotten very nervous in the post-Enron environment and you've got to live in that world," he told Reuters in a telephone interview.

Downgrades by agencies such as Standard & Poor's (S&P) contributed to the demise of energy trading giant Enron Corp.

(ENRNQ) which filed for bankruptcy on Dec. 2, though the agencies were criticized for cutting Enron's ratings too late.

Halliburton's shares closed 55 cents higher at $10.80 on Wednesday, before the earnings report and the Moody's downgrade. So far this year they are down 21.8 percent, compared with a drop of 9.1 percent for the OSX oilfield services index () .

OUTCOME OF APPEALS AWAITED

Bear Stearns analyst Robin Shoemaker said investors would need to know the outcome of appeals of the recent big jury verdicts against the company before they could properly assess the full burden of Halliburton's asbestos liabilities.

"I think only very long-term investors would want to buy (Halliburton's shares) at these levels because it is a lengthy process to get through these appeals," Shoemaker said.

J.P Morgan analyst Michael LaMotte said he doubted the Moody's downgrade would trigger another steep fall in the company's shares. "Halliburton's stock appears to have found a level where folks are comfortable for the time being," he said.

In a conference call with analysts, Lesar and Chief Financial Officer Doug Foshee reiterated Halliburton's recent assurances that asbestos claims against the company are manageable and that they expect the recent large awards against Halliburton to be overturned or substantially reduced on appeal.

Foshee said Halliburton, which has been fighting asbestos claims since the mid-1970s, resolved 36,000 claims last year at an average gross cost of $720 or at an average cost of $220 after estimated receipts from its insurers.

Only 17 of those cases went to trial and only six resulted in significant awards against Halliburton, all of which are being appealed, he said.

At the end of last year there were 274,000 open claims against Halliburton and its subsidiaries.

Halliburton's fourth-quarter revenues fell slightly to $3.17 billion from $3.19 billion a year earlier.

Operating income from its oilfield services business rose to $227 million from $192 million.

Engineering and construction showed an operating profit of $61 million, compared with a year-earlier loss of $167 million after pretax reorganization charges of $193 million.

So long,
Calexa
Antworten
calexa:

Halliburton shrugs off Moody's downgrade

 
24.01.02 18:03
Halliburton (HAL) is spewing out gains of $1.38, or 13 percent, to $12.18, more than reversing losses seen in Wednesday's after-hours session. After Wednesday's closing bell, the oil services company reported fourth-quarter earnings that met expectations, but the stock fell after Moody's Investors Service downgraded the company's credit rating due to significant legal risks, which raises its default probability. Analyst Asit Sen at Jefferies & Co. said the stock should respond favorably in the near term, noting that the company had shown that new asbestos claims had declined for two consecutive quarters, but said the prolonged legal process should cap the stock's relative progress. Deutsche Banc AB's Arvind Sanger said that the stock was "by far the best value" among the stocks in the industry he covers.

So long,
Calexa
Antworten
zit1:

Heute wieder steigende Kurse,

 
24.01.02 18:09
bei sehr hohen Umsätzen. Der sell off dürfte definitiv beendet sein.  
Antworten
zit1:

Da hebt sie ab und fliegt los...

 
25.01.02 12:58
Schaut Euch mal die gestrigen Umsätze in den USA an, da sind big boys mächtig auf Einkaufstour!  
Antworten
Brummer:

Beitag von Calexa über PT übersetzt

 
27.01.02 13:38
Halliburton (HAL) speit Gewinne der $ 1,38 oder 13 Prozent zu $ 12,18 mehr als in der Feierabendsitzung vom Mittwoch gesehene Verluste zurückzudrehen aus. Nachdem Mittwoch Glocke schloß, die Öldienstgesellschaft berichtete vierten Viertelverdienste, die Erwartungen entsprachen, aber der Vorrat fiel nachher launisch hat Anleger Dienst stufte die durch bedeutsame legale Risiken verursachte Kreditwürdigkeit der Gesellschaft herunter, die ihre versäumte Wahrscheinlichkeit anhebt. Analytiker Asit Sen an Jefferies & Co. sagte, daß der Vorrat im nahen Ausdruck vorteilhaft antworten sollte, zu beachten, daß die Gesellschaft gezeigt hatte, daß neuer Asbest behauptet, hatte zwei aufeinanderfolgende Quartale abgenommen, aber gesagt, daß der verlängerte legale Prozeß den relativen Fortschritt des Vorrats verschließen sollte. Deutsche Banc ABs Arvind Sanger sagte, daß der Vorrat war, "von weit der beste Wert" unter den Aktien in der Industrie er bedeckt.


Wie findet Ihr das Übersetztungsprogramm ??
Antworten
DarkKnight:

up, ohne Grund, ohne Text und ohne Schnurrbart o.T.

 
28.01.02 21:17
Antworten
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