Anzeige
Meldung des Tages: Gold über 5.000 USD verändert die Wirtschaftlichkeit grundlegend!

DaimlerChrysler: Ohne Rückwärtsgang


Beiträge: 34
Zugriffe: 1.210 / Heute: 1
bilanz:

Müssen die Arbeiter Schremps Debakel bezahlen?

 
14.07.04 07:24


SPD und Gewerkschafter legen sich mit DaimlerChrysler an

Das Sparprogramm von DaimlerChrysler wird immer mehr zum Politikum. Während hinter verschlossenen Türen Betriebsrat und Konzernführung von DaimlerChrysler heftig um die Einzelheiten der Arbeitszeitpläne ringen, setzt es scharfe Kritik von SPD-Politikern und Gewerkschaftern am Kurs des Vorstands.

SPD-Vorstandsvize Vogt: Kompromissbereitschaft eingefordert
Stuttgart - SPD-Vorstandsvize Ute Vogt forderte die Konzernführung des Autoherstellers auf, auf die Arbeitnehmervertretung zuzugehen. Äußerungen von DaimlerChrysler-Vorstand Jürgen Hubbert, wonach Privilegien der süddeutschen Standorte eine baden-württembergische Krankheit seien, trügen nicht zur Beilegung des Konflikts bei. Auch SPD-Fraktionsvize Michael Müller attackierte die Konzernführung: Er sprach von einer Verrohung der Sitten und einem unglaublichen Verfall des Verständnisses von Unternehmertum in Deutschland.

Dagegen stellte sich FDP-Vize Rainer Brüderle auf die Seite des Unternehmens und warf den Gewerkschaften Blockadepolitik vor. Er forderte erneut gesetzliche Öffnungsklauseln in den Flächentarifverträgen. Nur so könne die Blockadepolitik der Gewerkschaften wirkungsvoll aufgebrochen werden. Zugleich kritisierte Brüderle SPD-Fraktionsvize Michael Müller für dessen Äußerungen zu den Sparplänen: "Wer bei einer eventuellen Produktionsverlagerung von Stuttgart nach Bremen den Untergang des Abendlandes beschwört, sollte einmal seine Gewerkschaftsbrille abnehmen."

Bundeskanzler Gerhard Schröder sprach sich dagegen für eine Versachlichung der Diskussion aus. In einer Rede auf der Tagung des Verbandes der Automobilindustrie warnte er vor jeder Einseitigkeit in der Debatte. "Das bringt die Menschen auf die Bäume."

Von entscheidender Bedeutung sei dagegen eine Flexibilisierung der Wochenarbeitszeit und nicht die Fixierung auf eine bestimmte Wochenstundenzahl. Die Tarifabschlüsse in der jüngsten Vergangenheit wiesen bereits in die richtige Richtung. Jedenfalls, so Schröder, werde ein großer Fehler gemacht, wenn die Diskussion ideologisch geführt werde.

Mercedes-Chef Hubbert: Großangriff auf die Fünf-Minuten-Pause
Im gleichen Sinne äußerte sich auch der Vizechef des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Otmar Zwiebelhofer. In die Debatte müsse wieder Ruhe einkehren, sagte der Arbeitgeberfunktionär. In Deutschland gebe es zwar ein Kostenproblem. Das könne aber nicht nur durch die Verlängerung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich gelöst werden. "Jeder Einzelfall muss beleuchtet werden." Generell zu fordern, in Deutschland müsse 50 Stunden in der Woche gearbeitet werden, bringe die Diskussion nicht weiter. Auf der anderen Seite müsse auch die IG Metall über ihren Schatten springen und Dogmen ablegen.

Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ursula Engelen-Kefer kritisierte die vom Vorstand des Autokonzerns geplanten Kostensenkungsmaßnahmen als "kaum erträgliche Drohung und Bedrohung". Der Stuttgarter IG Metall-Chef Jörg Hofmann warf dem Management von DaimlerChrysler vor, die "sozialpartnerschaftliche Kultur des Unternehmens zu zerstören". Er sagte der "Berliner Zeitung", mit der Drohung der Produktionsverlagerung habe sich DaimlerChrysler vom Prinzip der einvernehmlichen Maßnahmen verabschiedet. "Was jetzt passiert, ist dramatisch." Er befürchte, dass es bei den Beratungen zwischen Betriebsrat und Leitung über das Sparprogramm nicht zu einem Ergebnis kommen wird.

Betriebsrat und Vorstand des Autokonzerns DaimlerChrysler haben am Dienstag ihre Verhandlungen über Kosteneinsparungen bei der Produktion der C-Klasse fortgesetzt. Mit einer raschen Einigung ist nach Einschätzung von Beobachtern jedoch nicht zu rechnen. Eine weitere Gesprächsrunde ist für den 20. und 21. Juli geplant.

Mercedes-Chef Jürgen Hubbert hatte am Montag den Druck auf die Belegschaft massiv erhöht. Wenn es bis zum Monatsende keine Einigung auf jährliche Kosteneinsparungen von 500 Millionen Euro gebe, werde die Fertigung der C-Klasse vom Stammwerk Sindelfingen nach Bremen oder Südafrika verlagert, kündigte Hubbert an. Dadurch stünden 6000 Arbeitsplätze in Baden-Württemberg auf dem Spiel.

Gesamtbetriebsratschef Erich Klemm sagte der "Netzeitung", die Belegschaft sei betroffen und wütend über das harsche Vorgehen der Führung. Gleichzeitig betonte er, die Arbeitnehmer-Vertretung sei weiter gesprächsbereit. Er verwies auf das Angebot, das der Betriebsrat der Konzernführung vorgelegt habe. Dazu zählt die Streichung von Einmalzahlungen, was Einsparungen von rund 180 Millionen Euro beinhaltet.

Am Donnerstag wollen die DaimlerChrysler-Beschäftigten bundesweit gegen die geplanten Kostensenkungen demonstrieren. Nach Angaben des Gesamtbetriebsrats sind 160.000 Mitarbeiter aufgerufen, sich an den Protestaktionen zu beteiligen. Der Konzern selbst kann die erwarteten Auswirkungen noch nicht abschätzen. "Wir haben vom Betriebsrat noch keine Informationen über die Form der Proteste erhalten", sagte eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage in Stuttgart.

Quelle: Spiegel Online
Antworten
Timchen:

Die Antwort ist eindeutig ja

 
14.07.04 09:24
Zuerst bezahlten die Aktionäre durch die Halbierung der Marktkapitalisierung von Daimler Chrysler.
Nun sind die Mitarbeiter dran.
Schade, dass wir in einer so komischen sozialen Demokratie leben, so dass es für die eigentlichen Schuldigen im Management keine schwerwiegenden Folgen hat. Stattdessen haben die Jungs in den letzten 10 Jahren ihre Gehälter amerikanischen Massstäben angepasst und damit vervielfacht. Manchmal sehnt man sich an gute, alte Zeiten zurück wo Steinigungen und Lynchjustiz noch im Bereich des Möglichen waren.

timchen  
Antworten
bilanz:

Die Aktie dümpelt dahin

 
11.08.04 11:04
Der Hyundai-Anteil wird doch noch nicht verkauft.

Man wartet auf eine günstige Gelegenheit.

Die Aktie von Daimler kommt einfach nicht vom Fleck, sie ist wieder bei rund 33 Euro.
Antworten
teak_ich_o:

ich halt das nicht mehr aus...

 
11.08.04 12:21
ich hab vor ca. 2 Jahren die Aktie bei rund 30,** gekauft! aber, ich glaube ich bekomms gleich mit meinen nerven.. wenn man auf die Entwicklung anderer Aktien in diesem Zeitraum schaut, wird mir kotz übel.

mfg
teakicho
Antworten
bammie:

Razzia bei DaimlerChrysler

 
11.12.04 11:19
Razzia bei DaimlerChrysler - Verdacht wegen illegaler Iran-Geschäfte

München (ddp). Zollfahnder haben nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins «Focus» Büroräume des Automobilkonzerns DaimlerChrysler wegen des Verdachts eines illegalen Millionengeschäfts mit Lastwagen durchsucht. 453 Lkw, die offiziell nach Saudi-Arabien verkauft wurden, sollen tatsächlich in den Iran verschoben worden sein, heißt es in einer Vorabmeldung vom Samstag. Dort könnten die Lkw nach Ansicht von Militärexperten für kriegerische Zwecke umgerüstet werden.

Die Stuttgarter Staatsanwältin Tomke Beddies bestätigte dem Magazin, dass gegen «namentlich nicht bekannte Verantwortliche der Firma DaimlerChrysler» ermittelt werde. Sie stünden im Verdacht des Verstoßes gegen das Außenwirtschaftsgesetz. Die Ermittlung gegen die Hintermänner des illegalen Lkw-Geschäfts ist laut «Focus» durch eine Selbstanzeige des Konzerns im Februar 2004 ausgelöst worden. Dies habe schließlich zu einer Razzia am 30. November in der Stuttgarter Zentrale sowie im Lkw-Werk in Wörth (Rheinland-Pfalz) geführt. ddp.vwd/hsi  
Antworten
bammie:

Verkauf und Service an ausgesuchtem Standort

 
19.01.05 21:41
Am 17. Januar eröffnete in Moskau das erste Mercedes-Benz Center, das gleichzeitig Verkauf und Service bietet, zunächst nur für Personenwagen und Transporter, im März werden ein Maybach- und SLR-Studio das Angebot vervollständigen. Ziel sei es, so Juergen Sauer, Generaldirektor der DaimlerChrysler Automotive Russia, Mercedes als Marke in dem wachsenden Automarkt Russlands offensiver zu positionieren. Die neue Niederlassung auf dem Weg zum Flughafen Scheremetjewo gehört mit einer Ausstellungsfläche von 2000 Quadratmetern zu einem der größten Mercedes-Center in Mittel- und Osteuropa.
Antworten
bilanz:

Mercedes belastet Daimler

 
10.02.05 11:20

10. Februar 2005 Der Automobilhersteller Daimler-Chrysler hat mit einem operativen Gewinneinbruch im vierten Quartal die Markterwartungen deutlich verfehlt. Zur Ergebnisverbesserung trugen nach Konzernangaben vor allem die Sparte Chrysler und die Nutzfahrzeugsparte bei. Belastungen rührten dagegen aus der Mitsubishi Fuso and Bus Corporation und Toll Collect.

In der Mercedes Car Group brach der Operating Profit um 47 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro ein. Allein im vierten Quartal ging der Gewinn um 97 Prozent auf nur noch 20 Millionen Euro zurück. Begründet wurde dies mit der Dollarschwäche, den hohen Anlaufkosten für neue Produkte und die Kosten für die Qualitätsverbesserung bei Mercedes-Benz sowie dem deutlich negativen Ergebnisbeitrag von Smart.

Hoffnung auf 2006 gesetzt

Daimler-Chrysler rechnet auch 2005 nur mit einem leichten Gewinnanstieg. Allerdings würden die Jahre 2006 und 2007 deutlich besser, weil sich dann die Produktoffensive voll auswirke, hieß es.

Vorstandschef Jürgen Schrempp hat sich zuversichtlich gezeigt, die Ertragsprobleme von Mercedes-Benz bald zu lösen. „Wir werden die Herausforderungen bei Mercedes-Benz-Pkw innerhalb von 12 Monaten in den Griff bekommen”, sagte er auf der Jahrespressekonferenz des Autokonzerns in Sindelfingen. Das neue Optimierungsprogramm CORE werde die Schwerpunkte Qualitätsoffensive, Kostenoptimierung und Erlössteigerung haben. Im Laufe des Jahres werde man erste Ergebnisse sehen. Schrempp sagte, auch ohne den schwachen Dollar wären die Ergebnisse in der MCG „nicht akzeptabel” gewesen.

Bei der defizitären Kleinstwagenmarke Smart werde an einem langfristig tragfähigen Geschäftsmodell gearbeitet. Dazu gehöre auch, daß die Wirtschaftlichkeit des geplanten Geländewagens smart „formore” nochmals auf den Prüfstand komme. Das Smart-Produktprogramm solle im Laufe der nächsten zwei Jahre attraktiver gestaltet werden. Auch die Einführung von Smart in den Vereinigten Staaten werde untersucht.

Das einstige Sorgenkind Chrysler glänzte mit einem Gewinn von 1,4 Milliarden Euro nach einem Verlust von 500 Millionen Euro im Jahr davor. Die Nutzfahrzeuge konnten den Gewinn um 64 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro steigern. Der Konzernumsatz wuchs um vier Prozent auf 147 Milliarden Euro.

Aktie sackt ab

Die Aktien von Daimler-Chrysler gerieten nach der Vorlage der Geschäftszahlen bereits vor Börseneröffnung unter Druck. Im vorbörslichen Handel der elektronischen Handelsplattform Instinet verbuchten die Aktien ein Minus von rund 1,7 Prozent.
„Die Zahlen waren sehr schlecht, was vor allem an der Mercedes Car Group liegt. Auch den Ausblick finde ich wenig aussagekräftig", sagte ein Händler. Kurz nach Handelsauftakt an der Frankfurter Börse rutschte das Papier um 2,35 Prozent auf 35,27 Euro und war damit Schlußlicht im Deutschen Aktienindex (DAX)

„Enttäuschend”, resümiert ein Händler nach einem erstem Blick auf das Zahlenwerk von Daimler-Chrysler. Operativ habe der Konzern lediglich die Prognose von Merrill Lynch getroffen, und dort sei die Aktie mit „Sell” eingestuft. Die Probleme lägen nun klar bei Mercedes, das operative Ergebnis hier sei deutlich schwächer als ohnehin befürchtet.

FAZ 10.2.2005

Die Aktie wird weiter dümpeln. Schrempp kriegt den Laden einfach nicht in den Griff.
Antworten
emarald:

technisch überkauft?

 
10.02.05 13:16
Der Kurstrend ist seitwärts gerichtet, nach den Kursgewinnen der letzten Tage dürfte der Titel deshalb nun eher "überkauft" sein, denn der kurzfristige Relative Stärke Index notiert bei über 65 Punkten, s.a. www.traducer.de/star/include/chart5a.htm

Gruß emarald
Antworten
bilanz:

Die Aktie

 
10.02.05 14:55

Obwohl Mercedes durch viele Zukäufe und Beteiligungen zur Daimler-Chrysler
wurde,

ist die Aktie des heute viel grösseren Unternehmens

3 Prozent weniger wert als vor 10 Jahren.

Wann kommt hier der Tournaround?
Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.

Seite: Übersicht 1 2 ZurückZurück

Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen
--button_text--