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CONSORS WEEKLY NEWSLETTER Nr. 2001/33
Der kostenlose, wöchentliche Newsletter der
Consors Discount-Broker AG Freitag, 17. August 2001
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THEMEN DIESER AUSGABE:
1. CONSORS INTERN
2. MARKTANALYSE
3. GEWINNER UND VERLIERER DER WOCHE
4. CONSORS FAVORITEN
5. MUSTERDEPOT
6. NEUER MARKT REPORT
7. EMPFEHLUNGEN INLAND
8. EMPFEHLUNGEN AUSLAND
9. DISCLAIMER
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2. MARKTANALYSE
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Aktienmärkte
34. Woche vom 20. bis zum 24. August 2001
(Alle nachfolgenden Indexstände beziehen sich auf Freitag,
den 17. August 2001 um 20:00 MESZ).
1. Deutscher Aktienmarkt
Die vergangene Handelswoche bescherte dem deutschen Standardwerteindex
DAX ein Minus von -4,15 % (Stand 17.08.01 18:52:00 Uhr). Obwohl es zu
Wochenanfang noch recht gut aussah, brach der Index im Wochenverlauf
ein und markierte bei 5181,68 Punkten ein neues Jahrestief. Zahlreiche
Unternehmensmeldungen bewegten den Markt. Zum Wochenanfang sorgte
zunächst die Heraufstufung des US-Halbleitersektors durch die
Investmentbank Goldman Sachs für eine positive Stimmung auch bei den
deutschen Technologieunternehmen. Allen voran gewannen die Werte aus
der Siemensfamilie Epcos und Infineon. Doch diese Gewinne konnten
nicht gehalten werden. Negative Vorgaben aus den USA brachten die
Technologiewerte in der zweiten Wochenhälfte unter Druck, so dass am
Ende ein Minus bei Epcos von ca. 7 % und bei Infinion von ca. 6 % zu
verzeichnen war. Die Commerzbank profitierte von erneut aufgekommenen
Übernahmegerüchten und legte im Wochenvergleich um knapp 3 % zu. Die
veröffentlichten Quartalszahlen lagen im Rahmen der zuvor gesenkten
Erwartungen. Als Interessenten für die Commerzbank wurde lt. einem
Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" die italienische
Unicredito, die Deutsche Bank und ein nicht genanntes
US-amerikanisches Geldhaus angeführt. Heftige Schwankungen wies die
Telekom-Aktie auf. Seitdem die Deutsche Bank in der Vorwoche ein
Aktienpaket von 44 Mio. Aktien platzierte, kommt der Kurs nicht mehr
zur Ruhe. Die Aufnahme der Telekomaktie auf eine Empfehlungsliste von
Goldman Sachs konnte den Kurs zunächst beflügeln. Doch Ängste vor
einer Schwemme von Telekomaktien, die durch das Auslaufen von
Haltefristen ausgelöst werden könnte, belasteten den Titel. Zudem
verhagelte das schwache Ergebnis der US-Tochter VoiceStream den
Anlegern die Kauflaune. Die Wochenperformance fällt mit einem Minus
von über 10 % enttäuschend aus. Der Kurs notiert damit auf dem
niedrigsten Stand seit über 3 1/2 Jahren. Bei Bayer, die in dieser
Woche mit einem Minus von 8 % zu den Wochenverlierern im DAX gehört,
belasten weiterhin die Folgen der Rücknahme des Cholesterinsenkers
Lipobay/Baycol. Das Unternehmen hatte im Zusammenhang mit Todesfällen
nach der Einnahme des Medikaments das Produkt vom Markt genommen. Nun
sieht sich das Unternehmen mit einer Reihe von Klagen konfrontiert,
aus denen noch nicht kalkulierbare Schadensersatzzahlungen resultieren
könnten. Konzernchef Manfred Scheider teilte mit, dass der geplante
Börsengang in den USA zunächst verschoben wird. Die Aktie notiert mit
aktuell 33,20 Euro auf dem niedrigsten Stand seit knapp 2 Jahren. Bei
MLP sorgte eine größere Verkaufsorder und der sich verstärkende
Verkaufsdruck aufgrund der hohen Bewertung des Titels für einen
Kursrückgang von mehr als 24 % und damit für den höchsten Verlust in
der vergangenen Handelswoche im DAX. Gut hielten sich die Aktie von
RWE, Müchner Rück, Degussa und Allianz. Wie könnte es beim DAX in
nächster Zukunft weitergehen? Grundsätzlich befindet sich der Dax seit
dem Hoch im März vergangenen Jahres in einer Abwärtsbewegung.
Kurzfristige Erholungen waren nie von Bestand, sondert stellten nur
Gegenbewegungen im Abwärtstrend dar. Insgesamt vier Abwärtstrends
markieren die starke Korrekturbewegung des DAX, die ihn bis heute
gemessen vom Hoch bei 8136 Punkten um 35,8 % einbrechen ließ. Diese
befinden sich in relativ weiter Ferne bei 6340 Punkten (März 2000),
6045 Punkten (September 2000), 6000 Punkten (Mai 2001) und 5870
Punkten (Juni 2001). Die Abstände vom aktuellen Niveau betragen damit:
21,4 %, 15,8 %, 14,9 % und 12,4 %. Das heißt, der DAX könnte vom
aktuellen Niveau aus um 12,4 % steigen und wäre immer noch innerhalb
des kurzfristigen Abwärtstrends vom Juni 2001. Als Unterstützung
diente der Bereich zwischen 5387 und 5350 Punkten, der sich aus dem
letzten Verlaufstief vom März dieses Jahres ableiten ließ. Doch auch
diese Marke wurde bereits unterschritten. Auch wenn die Chance auf
eine Zurückeroberung dieser Unterstützung noch besteht, so sehen wir
sie als gering an. Vielmehr müssen wir damit rechnen, daß auch dieser
Kampf um die letzte "Bastion" des DAX verloren wird und weitere
Jahrestiefkurse auf dem Programm stehen. Erkennbare Unterstützungen
aus der jüngsten Vergangenheit, d. h. aus diesem oder letzten Jahr,
sind danach nicht mehr vorhanden. Erst die Zonen um die 5170 und 4970
Punkte aus dem Jahr 1999 geben zumindest eine Orientierung für eine
mögliche Bodenbildung beim DAX. Die technischen Indikatoren zeigen
einheitlich ein negatives Bild und unterstützen zumindest im
kurzfristigen Bereich das Bild weiter nachgebender Kurse. Auch wenn
die Kurse der DAX-Werte gemessen vom Allzeithoch teilweise sehr billig
erscheinen, drängen sich breite Käufe im Deutschen Aktienindex aus
aktueller Sicht noch nicht auf. Das Tal der Tränen scheint tiefer zu
sein als von der Mehrzahl der Marktteilnehmer zunächst angenommen. Für
Käufe bleibt noch genug Zeit, nachdem der DAX einen tragfähigen Boden
gebildet hat. Einen Lichtblick gibt es aber: Sollte die Unterstützung
bei 5350 Punkten zurückerobert werden können, ergibt sich für
tradingorientierte Anleger ein kurzfristiges Erholungspotential bis in
den Bereich um die 5570 und danach 5670 Punkte. Danach sieht es
allerdings derzeit nicht aus.
2. Neuer Markt Deutschland
Beim Neuen Markt setzt sich das Bild der vergangenen Wochen fort. Der
Nemax-All-Share verlor -6,12 % Prozent bis auf 1098,76 Punkte und
markierte im Wochenverlauf ein neues Tief. Besonders hart traf es in
dieser Woche, neben dem Medizintechniksektor (-7,17 %) und den Medien-
und Technologieunternehmen (beide -7 %) die Finanzdienstleister, deren
Index 6,2 %. Seit Jahresanfang haben die Medientitel über die Hälfte
ihres Wertes verloren und ein Ende der Baisse scheint nicht in Sicht,
da trotz der starken Verluste auch in dieser Woche weitere
Herabstufungen folgten. Am Donnerstag hatte Morgan Stanley Dean Witter
das Kursziel von Constantin Film von 20,20 auf 15,45 Euro gesenkt.
Die positiven Meldungen zu den US-Konjunkturdaten - die Lagerbestände
sind stärker gesunken als erwartet - blieben ohne Auswirkungen auf den
Handel. Auch die Meldung, daß T-Online und der Axel Springer Verlag
enger zusammenarbeiten wollen und damit zum größten Online-
Werbevermarkter aufsteigen, konnte die Märkte nicht aus Ihrer
Sommerlethargie befreien. Aus Händlerkreisen verlautete, dass momentan
jede Kurserholung von institutionellen Investoren genutzt wird, um
Bestände abzubauen. Dies könnte auch in den kommenden Wochen weiter
für Abgabedruck sorgen. Aufgrund der revidierten Gewinnprognosen sind
die Bewertungen einzelner Unternehmen immer noch hoch. Die optisch
günstigen Preise sollten im jeweiligen Einzelfall genau unter die Lupe
genommen werden.
Aus technischer Sicht sucht der Neue Markt weiterhin verzweifelt
seinen Boden. Entmutigt forscht der Markt nach Unterstützungslinien,
die aufgrund der immer neuen All-Time-Lows nicht vorhanden sind. Nach
dem Durchbrechen des letzten Tiefpunktes bei 1137 Punkten erreichte
der Wachstumsmarkt sein Verlaufstief bei 1090 Punkten. Diese Marke
bildet eine unbestätigte Unterstüzung. Bei der derzeitigen desolaten
Marktstimmung ist allerdings ein Test der 1000 Punkte Marke in den
nächsten Wochen wahrscheinlich, da auch die von uns betrachteten
technischen Indikatoren das weiterhin negatives Gesamtbild
unterstützen.
3. Europäischer Aktienmarkt
Der DJ Stoxx 50 setzte in der vergangenen Woche seine Abwärtsbewegung
fort und verlor gegenüber dem Vorwochenschluss -2,06 %. Das neue
Jahrestief vom heutigen Freitag liegt bei 3602,68 Punkten. Zum
Wochenanfang kam es zunächst zu einer technischen Gegenreaktion, die
jedoch am Widerstand bei 3780 Punkten scheiterte. Die anschließende
schwächere Verfassung des Index stoppte kurz oberhalb der
Unterstützung, bis die heutige allgemeine schlechte Börsenstimmung den
Index keine Chance für eine Bodenbildung gab. Aus unserer Sicht war
der Bruch dieser Linie wahrscheinlich und somit nicht überraschend.
Der Abgabedruck hat nach dem Unterschreiten der Unterstützung
zugenommen und könnte auch in den nächsten Tagen weiter anhalten. Der
seit Anfang Juni 2001 bestehende kurzfristige Abwärtstrendkanal gibt
nach wie vor die Richtung an. Die Begrenzungen liegen derzeit am
oberen Ende bei 3820 und am unteren bei 3560 Punkten. Der Index
befindet sich aktuell im Mittelfeld dieser nach unten gerichteten
Zone. Die technischen Indikatoren liefern zwar noch negative Signale,
nähern sich aber ihren unteren Wendepunkten. Der Markt scheint
kurzfristig überverkauft zu sein, was auf eine bevorstehende
technische Gegenreaktion hindeutet. Dass diese Erholung über die
ehemalige Unterstützung und jetztigen Widerstand bei 3705 Punkten
hinausreicht, halten wir für unwahrscheinlich. Für uns ist der Bruch
des Abwärtstrends von entscheidenter Bedeutung. Ausgehend vom
aktuellen Niveau des Index können wir uns dies aber für den Zeitraum
der nächsten Woche nicht vorstellen. Wir raten daher weiterhin, das
Pulver trocken zu halten und von Neuengagements abzusehen.
4. US-Aktienmarkt
-1,75 % im Minus präsentiert sich der Dow Jones industrial avarage in
der vergangenen Handelswoche. Zum Wochenauftakt profitierte der
Halbleitersektor von einer Höherstufung durch die Investmentbank
Goldman Sachs. Intel gewann im Wochenvergleich 0,7 %. Mit 2 % im Minus
liegt dagegen der weltgrößte Aluminiumhersteller Alcoa, nachdem die
Zahlen für das zweite Quartal nach der Pleite eines Kunden nach unten
korrigiert wurden. Wal-Mart gab um knapp 4 % nach, obwohl der
Einzelhandelskonzern die Analystenschätzungen knapp erfüllte. Ein
Gewinnanstieg von 10 % im zweiten Quartal beflügelte die größte
Baumarktkette in den USA im Wochenvergleich um knapp 3 %. Dell
Computer gab einen niedrigeren Gewinn als im Vorjahreszeitraum
bekannt, was jedoch erwartet worden war. Dell reduzierte jedoch die
Umsatz- und Gewinnerwartungen für das dritte Quartal, die in dieser
Höhe unter den Schätzungen des Marktes lagen. Ford drückte mit seiner
Gewinnwarnung und der Ankündigung, 5000 Stellen zu streichen,
zusätzlich auf die Stimmung. Von der Konjunkturseite gab es
mehrere Zahlen. Der Einzelhandelsumsatz blieb im Juli gegenüber
dem Vormonat unverändert, während Analysten einen Rückgang von 0,2 %
erwarteten. Die Daten zur Entwicklung der Lagerbestände und der
Industrieproduktion lieferten kein einheitliches Bild. Während die
Lagerbestände der Industrie- und Handelsunternehmen stärker gefallen
waren als erwartet, belastete der Rückgang der Umsätze der US-
Unternehmen um 1,4 % den Markt. Einen Einbruch in dieser Höhe hatte
es seit August 1992 nicht mehr gegeben. Positiv hingegen war der
Rückgang der Verbraucherpreise im Juli, die stärker als erwartet
gefallen waren. Ebenfalls Anlass zur Hoffnung gaben die Erstanträge auf
Arbeitslosenhilfe, die entgegen den Erwartungen stark zurückgingen.
Belastend wirkte sich hingegen das veröffentlichte Außenhandelsdefizit
aus. Dieses ist stärker als von Analysten geschätzt gestiegen, die Ex-
und Importe waren auf dem niedrigsten Stand seit Februar 2000. Im
Blickpunkt der nächsten Woche steht die Sitzung der amerikanischen
Bundesbank am kommenden Dienstag.
Der Dow Jones industrial avarage driftet weiter nach Süden. Den
Bereich zwischen 10500 und 10300 hat er am heutigen Freitag nach unten
verlassen. Bestimmend bleibt der Abwärtstrend vom Mai 2001, der
derzeit bei ca. 10415 Punkten verläuft. Die nächste Unterstützungszone
liegt in unmittelbarer Nähe zwischen 10200 und 10100 Punkten. Weiter
unten stellen sich dem Dow die Marken um die 9790, 9650 und 9120
Punkte in den Weg. Auch wenn die Widerstände zur Zeit nicht im
Mittelpunkt des Interesses stehen, so warten sie bei 10730, 10990 und
11300 Punkten auf den Index. Die von uns betrachteten technischen
Indikatoren liefern mehrheitlich ein negatives Bild. Unsere Empfehlung
bleibt analog zur letzten Woche: Auch wenn sich der Dow Jones in
Schlagweite zum angesprochenen Abwärtstrend befindet, sollte vor
einem Einstieg der Bruch der Trendlinie abgewartet werden. Die
Unterstützungen seit Juni 2001 reichen noch ca. 150 Punkte unter das
aktuelle Niveau. Sollte sich der Index in diesem Bereich stabilisieren
können, besteht noch berechtigte Hoffnungen, dass ein Angriff auf den
Abwärtstrend kurzfristig möglich ist. Im anderen Fall dürfte der
Verkaufsdruck wohl eher noch zunehmen.
5. Nasdaq:
Die Nasdaq verabschiedet sich mit einem Minus von -4,24 % Prozent aus
der Handelswoche. Bei den Unternehmenszahlen kann weiterhin kein
eindeutiger Trend beobachtet werden. Tatsächlich übertrafen einige
Technologieunternehmen die erheblich gestutzten Analystenerwartungen,
konnten aber davon, wenn überhaupt, nur kurzfristig profitieren. Die
Sorgen über die Gewinnentwicklungen der Unternehmen bei einer
anhaltend schwachen Wirtschaftsentwicklung bremsen jegliche positive
Tendenzen.
Dell hat mit einem deutlich niedrigeren Gewinn zwar die
Expertenprognosen getroffen, musste aber wegen des schwachen Ausblickes
für das dritte Quartal Kursverluste hinnehmen. Durch Sonderbelastungen
wandelte sich der Gewinn in Höhe von 433 Millionen Dollar sogar in
einen Verlust von 100 Millionen US-$. Zwar konnte der
Computerhersteller seine Marktstellung weiter ausbauen und ist nach
Angaben des Unternehmensgründers bei einem Anziehen der Nachfrage in
einer komfortablen Ausgangssituation, jedoch ist mit einer
Nachfragebesserung frühestens im ersten Quartal 2002 zu rechnen. Die
Stimmungslage wurde außerdem von dem Telekom-Ausrüster Ciena getrübt,
der nach der Veröffentlichung der jüngsten Quartalszahlen und der
damit verbundenen Umsatzwarnung für das kommende Quartal - die
Umsätze sollen bis zu 20 % fallen - einen Kursabschlag von über 30 %
hinnehmen mußte.
Aus volkswirtschaftlicher Sicht scheint sich die Lage in den USA
leicht zu verbessern. Sowohl die gesunkenen Erstanträge auf
Arbeitslosenhilfe als auch die gesunkenen Verbraucherpreise sind
positiv zu werten. Hoffnungen auf eine baldige Erholung der
US-Konjunktur machen auch die Lagerbestände, die stärker gesunken sind
als erwartet. If anything can go wrong, it will. Das Gesetz von
Murphy hat auch in der technischen Analyse eindrucksvoll seine
Relevanz unter Beweis gestellt. Die von uns seit mehreren Wochen als
eine der wichtigsten Unterstützungslinien propagierte 1960er Marke
wurde jetzt endgültig nach unten durchbrochen. Für die kommenden
Wochen bedeutet dies nichts gutes, da aus technischer Sicht jetzt der
Test der Marken bei 1791 und bei dem Tief vom April bei 1637 Punkten
ansteht. Nach oben bildet nun die gefallene Marke von 1960 Punkten den
wichtigsten Widerstand. Von einem Engagement raten wir, bis sich eine
bessere technische Lage in Form einer Bodenbildung ergibt, vorerst ab.
6. Japanischer Aktienmarkt
In der vergangenen Woche ging der japanische Aktienmarkt mit einem
Minus beim Nikkei 225 von 2,5 % aus dem Handel. Vor allem Exportwerte
gaben weiter nach. Die Gründe waren im starken Yen zu suchen, der
gegenüber dem US-$ auf ein Zwei-Monats-Hoch kletterte.
Der Überschuss der japanischen Leistungsbilanz verminderte sich auf
771,2 Mrd. Yen. Analysten hatten mit 1,01 Billionen Yen gerechnet. Im
ersten Halbjahr 2001 schrumpfte der Überschuss um rund ein Viertel auf
4,9 Billionen Yen. Die Exporte gingen um 1,2 % zurück, wohingegen die
Importe um 12 % anstiegen. Auch die Industrieproduktion ging im
Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat zurück.
Der Index steht nun bei 97,7. Die Auftragseingänge in Japan (ohne
Schiffe und Energieversorger) fielen im Juni um 6,6 Prozent, nach 2,1
Prozent im Mai. Vor allem die Nachfrage von Hightech-Produkten brach
um 27,4 Prozent ein.
In Japan herrscht Deflation. Die Preise fielen zuletzt um 0,5 %. Die
japanische Regierung würde eine expansive Geldpolitik begrüßen, um
über die Inflation die Nachfrage anzukurbeln. Die Bank of Japan ist
von ihrem harten Kurs abgewichen und hat dem politischen Druck
nachgegeben. Sie lockerte am Dienstag die Geldpolitik indem sie die
Tagesreserven für Banken von 5 Bio. auf 6 Bio. Yen erhöhte. Das
Volumen für Käufe von Staatsanleihen wurde von 400 Mrd. auf 600 Mrd.
Yen aufgestockt. Die BoJ stellte weitere Lockerungen der Geldpolitik
in Aussicht, falls diese notwendig würden. Für diesen Stimmungswechsel
hagelte es heftige Kritik. Die BoJ hat diesen Schritt nur auf Drängen
der Regierung vollzogen, zumal sie vor einigen Wochen noch betonte,
daß eine expansive Geldpolitik nicht der richtige Schritt zur
Nachfragebelebung wäre und eine ähnliche Maßnahme bereits im März
dieses Jahres wirkungslos verpuffte. Kurzfristig sorgte der Schritt
für positive Impulse am Aktienmarkt. Vor allem Banktitel konnten mit
Kursgewinnen aufwarten (Mizuho + 11 %, UFJ + 10 % am Dienstag).
Verbunden war diese Änderung der Geldpolitik mit der Forderung an die
Regierung, die Strukturreformen im Bankensektor voranzutreiben. Erst
wenn die Probleme hier bereinigt sind, wird sich die Wirtschaft wieder
besser entwickeln. Die Banken scheuen sich jedoch, die gefährdeten
Kredite konsequent abzuschreiben, da sie dies finanziell nicht
verkraften könnten.
Japans Wirtschaft schwächelt. Sie wuchs im ersten Quartal 2001 nur mit
0,1 %. Die japanische Regierung sowie der IWF rechnen damit, dass
Japan auf dem Weg in die vierte Rezession innerhalb einer Dekade ist.
Japans Regierung will in den nächsten Jahren wegen der hohen
Staatsverschuldung Einsparungen in Höhe von 900 Mrd. Yen (16 Mrd. DM)
vornehmen. Bei der Durchsetzung dieser Reformen könnte Premier Koizumi
auf massive Widerstände treffen. Zur Technik: Nach einem schwachen
Wochenstart verhalf dem Nikkei das Kursplus am Dienstag einen Puffer
für die darauffolgenden schwächeren Tage aufzubauen. Diesem einen
Tag ist es zu verdanken, daß sich der Index noch oberhalb der
Unterstützung um die 11430 Punkten halten konnte. Kein schlechtes
Zeichen. Auch wenn sich in dem angesprochenen Bereich eine
Bodenbildung andeutet, so kann dies doch nicht darüber hinwegtäuschen,
daß die übergeordnete Trendrichtung fallend ist. Der Markt scheint
diese Marke nicht preisgeben zu wollen. Auf diesem Niveau lag das alte
Jahrestief vom März dieses Jahres. Die technische Situation von
vergangener Woche hat sich somit kaum geändert. Der Nikkei scheint
sich noch immer nicht entschlossen zu haben, welche Richtung er
einschlagen wird. Er bewegt sich in einem Seitwärtsband zwischen 11430
und 11900 Punkten. Dem Ausbruch nach oben, der eine Art
Befreiungsschlag darstellte, folgten schwächere Tage, in denen der
Markt die Gewinne stückchenweise wieder abgeben musste. Der Hang zur
Schwäche ist offensichtlich. Ob vor diesem Hintergrund diese Marke um
die 11430 Punkten nachhaltig gehalten werden kann, ist wohl eher
anzuzweifeln. Auch wenn sich der japanische Aktienmarkt in dieser
Woche nochmals über der letzten Unterstützung halten konnte, ist dies
aus unserer Sicht jedoch nur ein Strohhalm, an den sich die
Marktteilnehmer festhalten. Wir gehen davon aus, dass der Nikkei dem
Abwärtsdruck nicht dauerhaft standhalten kann und rechnen mit erneuten
Jahrestiefstkursen deutlich unterhalb der letzten "Hoffnungslinie" bei
11430 Punkten. Sollte es wider Erwarten gelingen, diese Marke zu
verteidigen, bleibt unser kurzfristiges Erholungsziel in der Nähe des
noch offenen Gaps vom 08./09.01 bei 12043/12129.
Auf bald wieder bessere gemeinsame Börsenzeiten - Herzliche Grüße aus
Nürnberg von Ihrem SchmidtBank-Researchteam
Verfasser: Mike Otto, Dirk Thümmler
Quelle: SchmidtBank-Research
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3. GEWINNER UND VERLIERER DER WOCHE
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Die Gewinner und Verlierer der Börsenwoche
vom 13.08.2001 bis 17.08.2001 [15:03 Uhr]
Wochen-Hits 13.08.01 17.08.01 %
Hits der Woche
TC Unterhaltungselektronik 7,61 12,00 +57,69
PrimaCom 7,00 9,89 +41,29
Cycos 3,70 5,20 +40,54
Möbel Walther ST 16,70 21,00 +25,75
Ifco Systems 0,83 1,03 +24,10
Moenus 0,41 0,50 +21,95
Tele Atlas 2,50 3,00 +20,00
Dt. Beteiligungs AG ST 19,60 23,35 +19,13
PA Power Automation 5,45 6,45 +18,35
letsbuyit.com 0,17 0,20 +17,65
Flops der Woche
Parsytec 6,90 2,01 -70,87
Carrier 1 3,10 1,13 -63,55
Asclepion-Meditec 10,25 4,15 -59,51
IVU Traffic 3,75 1,60 -57,33
Procon Multimedia 8,80 4,50 -48,86
Das Werk 7,25 4,15 -42,76
OnVista 7,27 4,52 -37,83
I-D Media 3,10 1,95 -37,10
Cybernet 0,84 0,55 -34,52
Norcom Info 3,50 2,30 -34,29
Quelle: Börse Online
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4. CONSORS FAVORITEN
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Die meistgehandelten Werte bei Consors (10.08.2001 - 16.08.2001)
1. DEUTSCHE TELEKOM AG 555750
2. BAYER AG 575200
3. SAP AG 716460
4. KONTRON EMBEDDED COMP. AG 523990
5. AIXTRON AG 506620
6. CITIBANK AG 538232
7. NOKIA CORP. 870737
8. SIEMENS AG 723610
9. QIAGEN N.V. 901626
10. CITIBANK AG 538233
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5. MUSTERDEPOTS
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Platowbriefe
Aktie WKN Stck. Kaufkurs Kurs
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Citigroup 871904 880 56,00 51,15
DaimlerChrysler 710000 1000 51,50 47,40
Boewe Systec AG 523970 2000 24,50 23,50
Compaq Computer 868576 2500 19,50 15,25
Amadeua AG 509310 1800 22,00 20,05
Stinnes 726430 1500 27,00 22,82
Koenig & Bauer 719353 1600 24,50 24,20
Bankg. Berlin ZT. 586845 4000 12,35 10,56
Der Aktionär - Bernd Förtsch
Aktie WKN Stck. Kaufkurs Kurs
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Millenium Pharmac. 900625 380 36,50 30,29
Vertex Pharmaceu. 882807 400 41,00 39,89
DEAG Dt. Entertain. 551390 1.000 20,02 14,21
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6. NEUER MARKT REPORT
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Czerwensky's Neuer Markt Report:
Foris macht vortreffliche Eigenwerbung!
Für Gesprächsstoff sorgte zum Wochenschluß der teilweise siegreiche
Prozeß des "Prozeßfinanzierers" Foris gegen die Deutsche Börse in
Sachen Ausschlußregelungen am Neuen Markt. Daß Foris - selbst am
Neuen Markt gelistet - die von der Dt. Börse AG vor einigen Wochen
präsentierten Regelverschärfungen zur Eigenwerbung nutzen würde,
war zu erwarten. Die nun erwirkte Entscheidung, wonach die neuen
Sanktionen erst ab April 2002 angewendet werden dürfen, bezieht sich
freilich nur auf Foris selbst, die derzeit noch nicht akut gefährdet
sind. Für andere Unternehmen könnte das Urteil natürlich Signalwirkung
haben.
Wenngleich die Börse nach außen kommuniziert, man sehe drohenden
Klagen gelassen entgegen, so steht doch zu erwarten, daß man es
darauf nicht unbedingt ankommen lassen will, mithin vom bisher
geplanten Zeitplan abweicht. Ob Foris allerdings dem Segment Neuer
Markt damit einen Gefallen erwiesen hat, das wagen wiederum wir zu
bezweifeln. Die Säuberungsaktion ist dringend notwendig, daran kann
niemand ernstlich zweifeln. Sollten die neuen Regelungen wirklich erst
ab Herbst 2002 Penny-Stocks verbannen, dann verschiebt sich die
Heilung des an Haupt und Gliedern kranken Neuen Marktes nur in die
Zukunft. Dazu angetan, Anleger zurückzuholen bzw. neue Investoren zu
gewinnen, wäre dies sicherlich nicht.
Die Märkte schielen einmal mehr auf die Notenbanken
Die Spannung steigt, wieder einmal streiten sich die Gelehrten
darüber, ob Alan Greenspan zum siebten Mal, Wim Duisenberg zum
zweiten Mal in diesem Jahr, der kränkelnden Wirtschaft mittels
Zinsspritzen Aufputschmittel verabreichen werden. Für das am
Dienstag beginnende Treffen der US-Notenbanker scheint dies für
die Märkte bereits eine ausgemachte Sache, wenngleich vereinzelte
Konjunkturdaten Besserungstendenzen aufwiesen. Wir rechnen mit
einem Schritt von 25 Basispunkten, da derzeit zwar keine akuten
Preisgefahren (Juli-Inflation: 2,7 %) bestehen, diese aber auch nicht
auf die leichte Schulter genommen werden dürfen. Bedenken Sie: In
früheren Rezessionsphasen wie z. B. 1990/91 sank die Inflationsrate
wesentlich stärker, seinerzeit von 6,5 % auf unter 3 %. Greenspan muß
hier auf alle Fälle auf der Hut sein. Die amerikanische Wirtschaft
bedankt sich möglicherweise allmählich für das beherzte geldpolitische
Eingreifen der Fed, die These des 6 - 9 monatigen Time-Lags wäre damit
eindrucksvoll belegt. Bei der Europäischen Zentralbank hingegen, die
am 30. August anläßlich einer Präsentation neuer Banknoten eine
Pressekonferenz abhält, sind sich die Volkswirte nicht so sicher. In
ihrem letzten Monatsbericht streute die EZB keinerlei Hinweise dafür,
daß sie gedenkt, an der Zinsschraube zu drehen. Immer wieder stellen
ihre Vertreter zudem klar, daß man das derzeitige Zinsniveau für
angemessen halte. Dennoch sollte sich der Druck vor dem Hintergrund
rückläufiger Teuerungsraten (EU im Juli 2,6 % nach 2,8 % im Juni)
sowie einem erstarkten Euro (akt. 0,915 Dollar), der zusätzlich
inflationsmindernd wirkt, verstärken, betont sie doch auch immer
wieder, vorausschauend zu agieren. Für die europäische Konjunktur
dürften aber potentielle Zinsschritte als Rettungsanker nicht mehr in
Frage kommen. Entweder sie "packt" es (ohne die EZB) infolge einer
Belebung in den USA oder sie schlittert in eine tiefe Rezession. Die
jüngsten Entwicklungen sind wenig ermutigend, wenngleich Frankreich
die Märkte mit einem Anstieg der Industrieproduktion im Juli von 2,7 %
gegenüber Vorjahr überraschte. Aber vor allem in Deutschland, der
größten Volkswirtschaft, verdüstert sich der Konjunkturhimmel
zusehends. Der in dieser Woche erwartete Frühindikator Ifo-
Geschäftsklimaindex wird schlecht ausfallen, das BIP des
2. Quartals stagnierte bestenfalls, darauf hat bereits
die Bundesbank die Märkte vorbereitet.
Dem Gros der Unternehmen stehen damit weitere Ertragseinbußen bevor.
In einer solch kargen Landschaft können Blütenträume nicht gedeihen.
Es erscheint daher folgerichtig, daß der Deutsche Aktienindex am
Wochenende auf neue Jahrestiefs (5260 Punkte) fiel. Wir haben Sie
darauf seit Monaten wiederholt vorbereitet! So niedrig notierte das
Börsenbarometer zuletzt im Sommer 1999, bevor der kometenhafte
Aufstieg in Höhen jenseits der 8000 Punkte begann. Wenngleich die
optisch günstigen Kurse den ein oder anderen, der die Nerven noch
nicht verloren hat, zum Einstieg locken, führen Sie sich immer wieder
vor Augen: Bei anhaltend schwacher Konjunktur werden die
Gewinnschätzungen weiter nach unten gesetzt, so daß sich auch das
faire Niveau des Marktes bzw. einzelner Aktien ebenfalls reduziert.
Dies gilt in besonderem Maße für den Neuen Markt, auf dem es nur noch
eine Frage der Zeit scheint, bis die magische 1000er-Grenze fällt. Mit
1048 Punkten notiert der NEMAX 50 nur noch ein paar Prozent darüber.
Augusta: Ein überraschend gutes Ergebnis legte die Technologie-Holding
Augusta für die vergangenen 6 Monate vor. Aufgrund der schlechten
Entwicklung der Tochter Pandatel war ein Anstieg des
Jahresüberschusses von 34 % auf 6,7 Mill. Euro nicht unbedingt zu
erwarten. Der Umsatz schoß - teils akquisitionsbedingt - auf 139,5
Mill. Euro (+ 59 %). Wie wir hören, lieferten insbesondere die Sparten
Sensorik sowie Software & Systemtechnik kräftige Ergebnisbeiträge und
konnten Rückgänge bei Pandatel (Halbjahresüberschuß 0,33 Mill. Euro,
- 79 %) kompensieren, 1 Mill. brachte zudem der Verkauf der Korona
Haushaltswaren ein. Mit einem Auftragsbestand von 121,5 Mill. per 30.
Juni (+ 75 %) scheint Augusta (8,40 Euro, H/T 45/7) für eine anhaltende
Flaute gewappnet. Die zum Jahreswechsel von Nortel Networks erworbene
90 %-Tochter ND SatCom nahm soeben einen Großauftrag der Bundeswehr in
2stelliger Millionenhöhe (auf Euro-Basis) für die Serienfertigung des
noch bis Ende 2002 laufenden Bundeswehrprogramms SATCOMBw Stufe 1, der
sogenannten Mittelfristlösung, in die Bücher.
Tips und Termine:
Am Neuen Markt ist inzwischen die Berichtssaison zum zweiten Quartal
in vollem Gange. Das ohnehin am Boden liegende Segment wird derzeit
nicht mehr in dem zuvor beobachteten Ausmaß getroffen, wenn
Unternehmen ihre Planzahlen verfehlen. In den meisten Fällen
nehmen sich die Erwartungen derart pessimistisch aus, daß
negative Überraschungen kaum mehr möglich sind.
Neben den Zwischenberichten von Cybio (20.8.) und Evotec Biosystems
(21.8.), aus denen Anleger wie auch Analysten Schlüsse für die gesamte
Biotech-Branche ziehen werden, dürften insbesondere drei vielbeachtete
Unternehmen aus dem NEMAX 50 - einst absolute Lieblingskinder - im
Mittelpunkt stehen. Besonders die Geschäftszahlen von Thiel Logistik
und D.Logistics (23. bzw. 21.8.) werden die Börsianer genau unter die
Lupe nehmen. Bei D.Logistics spekulieren die Märkte bereits seit
Monaten auf eine Gewinnwarnung.
Einen beispiellosen Absturz haben die Papiere des
Chipkartenspezialisten ACG (Halbjahreszahlen am Montag) hinter sich.
Vom absoluten High bei 120 Euro sind sie derzeit (4,50 Euro)
meilenweit entfernt. Sie leiden naturgemäß schwer unter der
anhaltenden Schwäche des Halbleitermarktes. Zwar hat ACG bereits im
Juli eine Gewinnwarnung herausgegeben. Analysten halten indes auch
die nach unten revidierten Ziele noch immer für sehr ambitioniert.
Im Gesamtjahr strebt ACG immerhin satte 400 Mill. Euro sowie einen
operativen Gewinn von 15 Mill. Euro an.
Quelle: Czerwensky intern
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7. EMPFEHLUNGEN INLAND
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MLP: Marketperformer (JP Morgan)
JP Morgan stuft die Aktien des Unternehmens MLP auf "Marketperformer"
herab.
Kurzfristig gesehen erwarten die Analysten aufgrund der schwierigen
Marktbedingungen keine positiven Überraschungen beim Gewinnwachstum.
Sie reduzieren ihr Kursziel um 20 Prozent von 120 Euro auf 96 Euro.
Langfristig gesehen geht JP Morgan davon aus, dass das Unternehmen
aufgrund seiner einzigartigen Vertriebsstrategie und seinem
hochqualitativen Finanz- und Geschäftsmodell eine größere
Wachstumsrate als der Markt haben werde, kurzfristig gesehen
aber bestünden Unsicherheiten über den geplanten Einkauf der
Minderheitsbeteiligungen. Diese Unsicherheiten könnten kurz- und
mittelfristig gesehen das Aufwärtspotenzial limitieren.
Aus diesem Grund wird das Rating auf "Marketperformer" herabgestuft,
mit dem neuen Kursziel von 96 Euro.
MLP (WKN 656990)
Quelle: Aktienresearch
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Altana: Akkumulieren (Berenberg Bank)
Die Analysten der Berenberg Bank bewerten die Altana-Aktie mit
Akkumulieren.
Der sich bei Altana in der Entwicklung befindende
Phosphordiesterase(PDE)-4-Hemmer (Roflumilast) habe gegen Chronisch
Obstruktive Bronchitis (COPD) die erforderlichen Wirksamkeitsnachweise
erbracht, um in die Phase III der klinischen Entwicklung zu gehen.
Damit habe sich die Markteintrittswahrscheinlichkeit deutlich erhöht.
Man habe aufgrund der Probleme der Wettbewerber Roflumilast eine
Markteintrittswahrscheinlichkeit von 30-40 % eingeräumt gehabt, die
man jetzt jedoch auf 70 % angehoben habe.
Ende Oktober habe Smithkline bei der Entwicklung eines PDE-4-Hemmers
gegen COPD einen Rückschlag erlitten und weitere klinische Tests in
Phase III angekündigt. Bayer habe im Juni diesen Jahres das Scheitern
seiner PDE-4-Hemmer-Entwicklung für die Indikation Asthma bekannt
gegeben. Für die Indikation Asthma erwarte Bayer neue Ergebnisse gegen
Ende dieses Jahres.
Damit sei Altana das einzige Unternehmen weltweit, welches über einen
klinisch wirksamen PDE-4-Hemmer in beiden Indikatoren Asthma und COPD
verfüge. Diese würden den Pegel von natürlich vorkommenden Substanzen
cAMP und cGMP in den Zellen hemmen.
Mit der deutlich erhöhten Wahrscheinlichkeit einer Markteinführung von
Roflumilast und dem gleichzeitigen Scheitern der Konkurrenten mit
ihren PDE-4-Hemmern ergebe sich für Altana bei einer erfolgreichen
Markteinführung die Chance einer führenden Marktstellung in dieser
neuen Klasse. Das Potential werde dann wohl langfristig über den von
Altana genannten 500 Mio. Euro liegen.
Man empfehle daher, die Aktie vor diesem Hintergrund mit einem
Kursziel von 56 Euro zu Akkumulieren.
Altana (WKN 760080)
Quelle: Aktienresearch
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Degussa: Buy (Crédit Suisse)
Die Analysten von Credit Suisse stufen die Aktie von Degussa mit "Buy"
ein.
Degussa sei zur Zeit etwas zu niedrig bewertet, so die Analysten von
Credit Suisse. Der Preis je Aktie läge im Augenblick bei "billigen"
32,25 Euro. Man erwarte jedoch einen Kurs von 44 Euro.
Das Nettoeinkommen werde in diesem Jahr auch deutlich höher liegen,
als bisher prognostiziert. Allerdings wird dies auch nur in diesem
Jahr der Fall sein. Man erwartet für das Jahr 2002 ein Nettoeinkommen,
dass von 756 Mio. Euro auf 268 Mio. Euro zurückgehen werde.
Die Analysten stufen vorerst die Aktie des Chemiekonzerns mit Buy ein,
es werde aber noch mal alles genau betrachtet werden müssen, so die
Analysten von Credit Suisse.
Degussa (WKN 542190)
Quelle: Aktienresearch
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E.ON: Add (ABN Amro)
Die Analysten der ABN-Amro stufen die Aktie des deutschen
Energieversorgers E.ON von Hold auf Add.
Nach einem robusten ersten Halbjahr habe man Zielpreis und Rating
angepasst. Weiterhin habe das Management die Bedenken der Analysten
durch verschiede Aktionen abtragen können. Es habe sich gezeigt, dass
man mit seinen großzügigen Rücklagen diszipliniert umgehen könne.
Momentan habe man 600 Mio. Euro netto und 10 - 15 Mrd. Euro als
Anlagen und Finanzholdings.
Heute habe man betätigt, dass man nicht weiter für Viesgo bieten
werde. Weiterhin habe man ein 8,9 % Aktienrückkaufprogramm als
weiteren Investitionsschritt vor.
Um mit PowerGen ins Geschäft kommen zu können, müsse man erst die
Anteile der Mehrheitseigner auf unter 5 % kürzen, doch stehe der
10,6 % Anteil der Allianz über dieser Marke.
Die Analysten der ABN-Amro erhöhen ihre Preisempfehlung von 60 Euro
auf 66 Euro und geben der E.ON-Aktie das Rating Add.
E.ON (WKN 761440)
Quelle: Aktienresearch
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Deutsche Post: Market Perform (Lehman Brothers)
Die Analysten von Lehman Brothers stufen die Aktie der Deutschen Post
AG mit Market Perform ein.
Das Unternehmen der Aktie Gelb konnte bessere Zahlen vorweisen, als
die Analysten erwartet hatten. Die Analysten von Lehman Brothers gehen
davon aus, dass das EBITA um 5 % im Vergleich zu Vorjahr auf 1,416
Mrd. Euro steigen werde.
Für das Jahr 2001 erwarten die Analysten von Lehman Brothers einen
Gesamtumsatz in Höhe von 34,893 Mrd. Euro. Dieser Wert liegt bei den
schon früher prognostizierten Zahlen. In den kommenden Jahren wird das
Unternehmen Steigerungen bei den Umsatzzahlen verzeichnen können.
Vor allem im Bereich der Logistik werde das Unternehmen zulegen, so
die Analysten von Lehman Brothers. Sie stufen aber trotzdem die Aktie
Gelb erst einmal mit Market Perform ein.
Deutsche Post (WKN 555200)
Quelle: Aktienresearch
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Carrier 1: Halten (Consors Capital)
Die Analysten von Consors Capital bewerten die Aktie von Carrier 1 mit
"Halten".
Die Quartalszahlen des Unternehmens hätten nicht überzeugen können.
Zwar seien die Umsätze gegenüber dem ersten Quartal um 20,6 %
gestiegen, jedoch habe sich die positive Entwicklung der Margen im
zweiten Quartal nicht fortsetzen können. Forderungsausfälle hätten
zu einer weiteren Belastung des Ergebnisses geführt und ein starker
Anstieg dieser Position im zweiten Quartal gebe Anlass zur
Befürchtung, dass weitere Ausfälle drohen könnten. Der Ausblick für
die weitere Entwicklung dieses Jahres sei weitgehend unklar geblieben.
Gleichwohl scheine das Unternehmen seine Investitionspolitik
fortsetzen zu wollen. Grund zur Kritik gebe auch die mangelhafte
Kommunikationspolitik gegenüber Investoren.
Das Unternehmen habe in Folge der veröffentlichten Zahlen bereits
erheblich an Wert einbüßen müssen. Trotzdem verfüge die Gesellschaft
noch über Barmittelbestände in Höhe von 161,5 Mio. USD. Man sehe die
Aktie als Halteposition.
Carrier 1 (WKN 932485)
Quelle: Aktienresearch
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Qiagen: Buy (Metzler Equity Research)
Die Analysten von Metzler Equity Research haben ihre Kaufempfehlung
für Qiagen bestätigt.
Nach einem Treffen mit Qiagens CFO Peer Schwarz habe man sich in der
positiven Einschätzung bestätigt gesehen. Das Unternehmen werde nicht
von einer angeblichen Marktschwäche belastet werden.
Entsprechend der guten Zahlen sowie des guten Gesamteindrucks hoben
die Analysten ihre Prognose für den Gewinn pro Aktie an und
bestätigten den Titel als "Buy".
Qiagen (WKN 901626)
Quelle: Aktienresearch
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8. EMPFEHLUNGEN AUSLAND
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Akzo Nobel: Market Outperformer (Goldman Sachs)
Die Analysten von Goldman Sachs haben Akzo Nobel unverändert als
Market Outperformer eingestuft.
Wie erwartet habe das Unternehmen für sein Mittel Arixtra einen
sogenannten "approvable"-Brief für die Vereinigten Staaten erhalten.
Noch blieben allerdings einige Fragen mit der FDA offen. Diese könnte
im besten aller Fälle über die Etikettierung und Beschriftung
verhandeln wollen, schlimmstenfalls werde Akzo Nobel weitere Testdaten
liefern müssen. Zwar habe das Unternehmen keine weiteren Details
genannt, man sei aber optimistisch, mit der FDA zu einer Übereinkunft
zu kommen.
Auch der Arixtra-Mitentwickler Sanofi-Synthelabo sei zuversichtlich,
das Mittel bis Ende 2001 auf den Markt zu bringen. Dies deute darauf
hin, dass keine weiteren Tests erforderlich seien. Das Umsatzpotenzial
von Arixtra werde weiterhin auf rund 1 Mrd. Euro geschätzt, allerdings
sei anzumerken, dass eine FDA-Zulassung nicht gleichzeitig eine
Zulassung für Europa bedeute.
Während man für das nächste Jahr noch mit einer Verlangsamung
der Pharma-Umsätze rechne, sei der Titel auf Basis einer
Sum-of-the-Parts-Analyse noch immer unterbewertet.
Akzo Nobel (WKN 914188)
Quelle: Aktienresearch
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WPP: Buy (Lehman Brothers)
Die Analysten von Lehman Brothers stufen die Aktie von WPP mit Buy
ein.
Damit bekräftigen sie nochmals ihre Einstufung. Grund hierfür sei
nach Meinung der Analysten von Lehman Brothers das langfristige
Wachstumspotential des Unternehmens. Am Montag werde das Unternehmen
seine Ergebnisse vorlegen.
Die Analysten von Lehman Brothers gehen davon aus, dass der Umsatz
aller Voraussicht nach um 64 % auf 1,986 Mrd. GBP steigen werde. Das
EBIT wird bei 274 Mio. GBP liegen und das PTP 245 Mio. GBP betragen.
Für das Jahr 2001 erwarte man einen Gesamtumsatz in Höhe von 4,1365
Mrd. GBP, dieser werde auch in den kommenden Jahren kräftig ansteigen,
deshalb stufen die Analysten von Lehman Brothers die Aktie von WPP
mit Buy ein.
WPP (WKN 871903)
Quelle: Aktienresearch
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Vinci: Neutral (Merrill Lynch)
Die Analysten des Hauses Merrill Lynch setzen ihr kurzfristiges Rating
für die Aktien des Unternehmens Vinci von "Buy" auf "Neutral" herab,
halten aber ihr "Long Term Buy"-Rating aufrecht.
Grund für das Downgrade sei Vincis Angebot für eine feindliche
Übernahme von TBI. Der Grund für die Übernahme sei nach Ansicht der
Analysten das Bestreben von Vinci, im Airportgeschäft die kritische
Masse zu erreichen, das Geschäft besser kennenzulernen und seine
Position bei zukünftigen Flughafenprivatisierungen zu verbessern.
Fraglich sei jedoch, ob Vinci in der Lage sein werde, die Probleme von
TBI zu lösen. Der Konzern habe zu wenig Erfahrung als Airport-Operator
um gewährleisten zu können, dass sich TBI in die richtige Richtung
bewegen werde, sollte es von Vinci übernommen worden sein.
Die Analysten warten die weitere Entwicklung ab, setzen ihr Rating von
"Buy" auf "Neutral", behalten aber ihr Votum "Long Term Buy" bei.
Vinci (WKN 867475)
Quelle: Aktienresearch
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Safeway: Strong Buy (Lehman Brothers)
Die Analysen aus dem Hause Lehman Brothers stufen weiterhin die Aktie
des britischen Einzelhandelunternehmens Safeway PLC. auf Strong Buy.
Die Fundamentaldaten seien wie immer stark. Die flächenbereinigte
Umsatzentwicklung sei von 4 % auf 6 % gestiegen. Trotz der
angekündigten Preissenkungen sei der Nahrungsmarkt in England
gefällig.
Das Fresh-To-Go Konzept scheine in den erneuerten Läden eine bessere
Umsatzzusammenstellung zu bescheren. Die Flyerkampagnen brächten
weiterhin Neukunden und der bestehende Kundenstamm erweitere sein
Kaufspektrum.
Daher stufen die Analysen aus dem Hause Lehman Brothers weiterhin
die Safeway-Aktie auf Strong Buy.
Safeway (WKN 868559)
Quelle: Aktienresearch
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Amgen: Neutral (Delbrück Asset Management)
Die Analysten von Delbrück Asset Management bewerten die Aktie von
Amgen als neutral.
Das amerikanische Biotechunternehmen Amgen habe für sein neuartiges
Mittel "Kineret" gegen rheumatische Arthritis einen Empfehlungsbrief
durch ein FDA-Komitte erhalten. Die Genehmigung sei dadurch höchst
wahrscheinlich. Die Konkurrenz sei auf diesem Gebiet allerdings hoch.
Die Analysten bewerten den Wert als neutral.
Amgen (WKN 867900)
Quelle: Aktienresearch
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BHP Billiton Ltd.:Outperform (Morgan Stanley Dean Witter)
Morgan Stanley Dean Witter bewertet die Aktien des Unternehmens BHP
Billiton Ltd. mit "Outperform".
Am Montag den 20. August werde BHP Billiton seine Ergebnisse für 2001
vorlegen. Die Analysten gehen von einem Gewinn von 540 Mio. US-Dollar
(0,23 US-Dollar/Aktie) bei Billiton Ltd. und von einem Gewinn von 2,2
Mrd. Australischen Dollar (0,59 Australische Dollar/Aktie) bei BHP
Ltd. aus. BHP Billiton werde sowohl die Einzelergebnisse von BHP und
Billiton als auch pro forma ein kombiniertes Ergebnis für einen
Zeitraum von 12 Monaten präsentieren. Morgan Stanley Dean Witter
erwartet ein kombiniertes Ergebnis in Höhe von 1,795 Mrd. US-Dollar
(0,30 US-Dollar/Aktie).
Das Rating lautet "Outperform", allerdings setzen die Analysten
ihre Gewinn/Aktie-Erwartungen für 2001 um 3,5 Prozent herab, um
Fusionskosten und ein niedrigeres Ergebnis im Bereich Stahl zu
berücksichtigen. Das Kursziel steht bei 11,60 Australischen Dollar.
BHP Billiton Ltd. (WKN 850524)
Quelle: Aktienresearch
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9. DISCLAIMER
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HAFTUNGSAUSSCHLUSS
Die veröffentlichten Artikel, Nachrichten, Daten und Empfehlungen
werden von Informationsanbietern zur Verfügung gestellt. Weder Consors
noch deren Informationslieferanten können die Verantwortung für die
Richtigkeit der Angaben übernehmen. Wir weisen ausdrücklich darauf
hin, dass dies keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapie-
ren oder Rechten darstellt. Die zur Verfügung gestellten Informationen
bedeuten keine Empfehlung oder Beratung der Consors Discount-Broker AG.
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CONSORS WEEKLY NEWSLETTER Nr. 2001/33
Der kostenlose, wöchentliche Newsletter der
Consors Discount-Broker AG Freitag, 17. August 2001
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THEMEN DIESER AUSGABE:
1. CONSORS INTERN
2. MARKTANALYSE
3. GEWINNER UND VERLIERER DER WOCHE
4. CONSORS FAVORITEN
5. MUSTERDEPOT
6. NEUER MARKT REPORT
7. EMPFEHLUNGEN INLAND
8. EMPFEHLUNGEN AUSLAND
9. DISCLAIMER
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2. MARKTANALYSE
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Aktienmärkte
34. Woche vom 20. bis zum 24. August 2001
(Alle nachfolgenden Indexstände beziehen sich auf Freitag,
den 17. August 2001 um 20:00 MESZ).
1. Deutscher Aktienmarkt
Die vergangene Handelswoche bescherte dem deutschen Standardwerteindex
DAX ein Minus von -4,15 % (Stand 17.08.01 18:52:00 Uhr). Obwohl es zu
Wochenanfang noch recht gut aussah, brach der Index im Wochenverlauf
ein und markierte bei 5181,68 Punkten ein neues Jahrestief. Zahlreiche
Unternehmensmeldungen bewegten den Markt. Zum Wochenanfang sorgte
zunächst die Heraufstufung des US-Halbleitersektors durch die
Investmentbank Goldman Sachs für eine positive Stimmung auch bei den
deutschen Technologieunternehmen. Allen voran gewannen die Werte aus
der Siemensfamilie Epcos und Infineon. Doch diese Gewinne konnten
nicht gehalten werden. Negative Vorgaben aus den USA brachten die
Technologiewerte in der zweiten Wochenhälfte unter Druck, so dass am
Ende ein Minus bei Epcos von ca. 7 % und bei Infinion von ca. 6 % zu
verzeichnen war. Die Commerzbank profitierte von erneut aufgekommenen
Übernahmegerüchten und legte im Wochenvergleich um knapp 3 % zu. Die
veröffentlichten Quartalszahlen lagen im Rahmen der zuvor gesenkten
Erwartungen. Als Interessenten für die Commerzbank wurde lt. einem
Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" die italienische
Unicredito, die Deutsche Bank und ein nicht genanntes
US-amerikanisches Geldhaus angeführt. Heftige Schwankungen wies die
Telekom-Aktie auf. Seitdem die Deutsche Bank in der Vorwoche ein
Aktienpaket von 44 Mio. Aktien platzierte, kommt der Kurs nicht mehr
zur Ruhe. Die Aufnahme der Telekomaktie auf eine Empfehlungsliste von
Goldman Sachs konnte den Kurs zunächst beflügeln. Doch Ängste vor
einer Schwemme von Telekomaktien, die durch das Auslaufen von
Haltefristen ausgelöst werden könnte, belasteten den Titel. Zudem
verhagelte das schwache Ergebnis der US-Tochter VoiceStream den
Anlegern die Kauflaune. Die Wochenperformance fällt mit einem Minus
von über 10 % enttäuschend aus. Der Kurs notiert damit auf dem
niedrigsten Stand seit über 3 1/2 Jahren. Bei Bayer, die in dieser
Woche mit einem Minus von 8 % zu den Wochenverlierern im DAX gehört,
belasten weiterhin die Folgen der Rücknahme des Cholesterinsenkers
Lipobay/Baycol. Das Unternehmen hatte im Zusammenhang mit Todesfällen
nach der Einnahme des Medikaments das Produkt vom Markt genommen. Nun
sieht sich das Unternehmen mit einer Reihe von Klagen konfrontiert,
aus denen noch nicht kalkulierbare Schadensersatzzahlungen resultieren
könnten. Konzernchef Manfred Scheider teilte mit, dass der geplante
Börsengang in den USA zunächst verschoben wird. Die Aktie notiert mit
aktuell 33,20 Euro auf dem niedrigsten Stand seit knapp 2 Jahren. Bei
MLP sorgte eine größere Verkaufsorder und der sich verstärkende
Verkaufsdruck aufgrund der hohen Bewertung des Titels für einen
Kursrückgang von mehr als 24 % und damit für den höchsten Verlust in
der vergangenen Handelswoche im DAX. Gut hielten sich die Aktie von
RWE, Müchner Rück, Degussa und Allianz. Wie könnte es beim DAX in
nächster Zukunft weitergehen? Grundsätzlich befindet sich der Dax seit
dem Hoch im März vergangenen Jahres in einer Abwärtsbewegung.
Kurzfristige Erholungen waren nie von Bestand, sondert stellten nur
Gegenbewegungen im Abwärtstrend dar. Insgesamt vier Abwärtstrends
markieren die starke Korrekturbewegung des DAX, die ihn bis heute
gemessen vom Hoch bei 8136 Punkten um 35,8 % einbrechen ließ. Diese
befinden sich in relativ weiter Ferne bei 6340 Punkten (März 2000),
6045 Punkten (September 2000), 6000 Punkten (Mai 2001) und 5870
Punkten (Juni 2001). Die Abstände vom aktuellen Niveau betragen damit:
21,4 %, 15,8 %, 14,9 % und 12,4 %. Das heißt, der DAX könnte vom
aktuellen Niveau aus um 12,4 % steigen und wäre immer noch innerhalb
des kurzfristigen Abwärtstrends vom Juni 2001. Als Unterstützung
diente der Bereich zwischen 5387 und 5350 Punkten, der sich aus dem
letzten Verlaufstief vom März dieses Jahres ableiten ließ. Doch auch
diese Marke wurde bereits unterschritten. Auch wenn die Chance auf
eine Zurückeroberung dieser Unterstützung noch besteht, so sehen wir
sie als gering an. Vielmehr müssen wir damit rechnen, daß auch dieser
Kampf um die letzte "Bastion" des DAX verloren wird und weitere
Jahrestiefkurse auf dem Programm stehen. Erkennbare Unterstützungen
aus der jüngsten Vergangenheit, d. h. aus diesem oder letzten Jahr,
sind danach nicht mehr vorhanden. Erst die Zonen um die 5170 und 4970
Punkte aus dem Jahr 1999 geben zumindest eine Orientierung für eine
mögliche Bodenbildung beim DAX. Die technischen Indikatoren zeigen
einheitlich ein negatives Bild und unterstützen zumindest im
kurzfristigen Bereich das Bild weiter nachgebender Kurse. Auch wenn
die Kurse der DAX-Werte gemessen vom Allzeithoch teilweise sehr billig
erscheinen, drängen sich breite Käufe im Deutschen Aktienindex aus
aktueller Sicht noch nicht auf. Das Tal der Tränen scheint tiefer zu
sein als von der Mehrzahl der Marktteilnehmer zunächst angenommen. Für
Käufe bleibt noch genug Zeit, nachdem der DAX einen tragfähigen Boden
gebildet hat. Einen Lichtblick gibt es aber: Sollte die Unterstützung
bei 5350 Punkten zurückerobert werden können, ergibt sich für
tradingorientierte Anleger ein kurzfristiges Erholungspotential bis in
den Bereich um die 5570 und danach 5670 Punkte. Danach sieht es
allerdings derzeit nicht aus.
2. Neuer Markt Deutschland
Beim Neuen Markt setzt sich das Bild der vergangenen Wochen fort. Der
Nemax-All-Share verlor -6,12 % Prozent bis auf 1098,76 Punkte und
markierte im Wochenverlauf ein neues Tief. Besonders hart traf es in
dieser Woche, neben dem Medizintechniksektor (-7,17 %) und den Medien-
und Technologieunternehmen (beide -7 %) die Finanzdienstleister, deren
Index 6,2 %. Seit Jahresanfang haben die Medientitel über die Hälfte
ihres Wertes verloren und ein Ende der Baisse scheint nicht in Sicht,
da trotz der starken Verluste auch in dieser Woche weitere
Herabstufungen folgten. Am Donnerstag hatte Morgan Stanley Dean Witter
das Kursziel von Constantin Film von 20,20 auf 15,45 Euro gesenkt.
Die positiven Meldungen zu den US-Konjunkturdaten - die Lagerbestände
sind stärker gesunken als erwartet - blieben ohne Auswirkungen auf den
Handel. Auch die Meldung, daß T-Online und der Axel Springer Verlag
enger zusammenarbeiten wollen und damit zum größten Online-
Werbevermarkter aufsteigen, konnte die Märkte nicht aus Ihrer
Sommerlethargie befreien. Aus Händlerkreisen verlautete, dass momentan
jede Kurserholung von institutionellen Investoren genutzt wird, um
Bestände abzubauen. Dies könnte auch in den kommenden Wochen weiter
für Abgabedruck sorgen. Aufgrund der revidierten Gewinnprognosen sind
die Bewertungen einzelner Unternehmen immer noch hoch. Die optisch
günstigen Preise sollten im jeweiligen Einzelfall genau unter die Lupe
genommen werden.
Aus technischer Sicht sucht der Neue Markt weiterhin verzweifelt
seinen Boden. Entmutigt forscht der Markt nach Unterstützungslinien,
die aufgrund der immer neuen All-Time-Lows nicht vorhanden sind. Nach
dem Durchbrechen des letzten Tiefpunktes bei 1137 Punkten erreichte
der Wachstumsmarkt sein Verlaufstief bei 1090 Punkten. Diese Marke
bildet eine unbestätigte Unterstüzung. Bei der derzeitigen desolaten
Marktstimmung ist allerdings ein Test der 1000 Punkte Marke in den
nächsten Wochen wahrscheinlich, da auch die von uns betrachteten
technischen Indikatoren das weiterhin negatives Gesamtbild
unterstützen.
3. Europäischer Aktienmarkt
Der DJ Stoxx 50 setzte in der vergangenen Woche seine Abwärtsbewegung
fort und verlor gegenüber dem Vorwochenschluss -2,06 %. Das neue
Jahrestief vom heutigen Freitag liegt bei 3602,68 Punkten. Zum
Wochenanfang kam es zunächst zu einer technischen Gegenreaktion, die
jedoch am Widerstand bei 3780 Punkten scheiterte. Die anschließende
schwächere Verfassung des Index stoppte kurz oberhalb der
Unterstützung, bis die heutige allgemeine schlechte Börsenstimmung den
Index keine Chance für eine Bodenbildung gab. Aus unserer Sicht war
der Bruch dieser Linie wahrscheinlich und somit nicht überraschend.
Der Abgabedruck hat nach dem Unterschreiten der Unterstützung
zugenommen und könnte auch in den nächsten Tagen weiter anhalten. Der
seit Anfang Juni 2001 bestehende kurzfristige Abwärtstrendkanal gibt
nach wie vor die Richtung an. Die Begrenzungen liegen derzeit am
oberen Ende bei 3820 und am unteren bei 3560 Punkten. Der Index
befindet sich aktuell im Mittelfeld dieser nach unten gerichteten
Zone. Die technischen Indikatoren liefern zwar noch negative Signale,
nähern sich aber ihren unteren Wendepunkten. Der Markt scheint
kurzfristig überverkauft zu sein, was auf eine bevorstehende
technische Gegenreaktion hindeutet. Dass diese Erholung über die
ehemalige Unterstützung und jetztigen Widerstand bei 3705 Punkten
hinausreicht, halten wir für unwahrscheinlich. Für uns ist der Bruch
des Abwärtstrends von entscheidenter Bedeutung. Ausgehend vom
aktuellen Niveau des Index können wir uns dies aber für den Zeitraum
der nächsten Woche nicht vorstellen. Wir raten daher weiterhin, das
Pulver trocken zu halten und von Neuengagements abzusehen.
4. US-Aktienmarkt
-1,75 % im Minus präsentiert sich der Dow Jones industrial avarage in
der vergangenen Handelswoche. Zum Wochenauftakt profitierte der
Halbleitersektor von einer Höherstufung durch die Investmentbank
Goldman Sachs. Intel gewann im Wochenvergleich 0,7 %. Mit 2 % im Minus
liegt dagegen der weltgrößte Aluminiumhersteller Alcoa, nachdem die
Zahlen für das zweite Quartal nach der Pleite eines Kunden nach unten
korrigiert wurden. Wal-Mart gab um knapp 4 % nach, obwohl der
Einzelhandelskonzern die Analystenschätzungen knapp erfüllte. Ein
Gewinnanstieg von 10 % im zweiten Quartal beflügelte die größte
Baumarktkette in den USA im Wochenvergleich um knapp 3 %. Dell
Computer gab einen niedrigeren Gewinn als im Vorjahreszeitraum
bekannt, was jedoch erwartet worden war. Dell reduzierte jedoch die
Umsatz- und Gewinnerwartungen für das dritte Quartal, die in dieser
Höhe unter den Schätzungen des Marktes lagen. Ford drückte mit seiner
Gewinnwarnung und der Ankündigung, 5000 Stellen zu streichen,
zusätzlich auf die Stimmung. Von der Konjunkturseite gab es
mehrere Zahlen. Der Einzelhandelsumsatz blieb im Juli gegenüber
dem Vormonat unverändert, während Analysten einen Rückgang von 0,2 %
erwarteten. Die Daten zur Entwicklung der Lagerbestände und der
Industrieproduktion lieferten kein einheitliches Bild. Während die
Lagerbestände der Industrie- und Handelsunternehmen stärker gefallen
waren als erwartet, belastete der Rückgang der Umsätze der US-
Unternehmen um 1,4 % den Markt. Einen Einbruch in dieser Höhe hatte
es seit August 1992 nicht mehr gegeben. Positiv hingegen war der
Rückgang der Verbraucherpreise im Juli, die stärker als erwartet
gefallen waren. Ebenfalls Anlass zur Hoffnung gaben die Erstanträge auf
Arbeitslosenhilfe, die entgegen den Erwartungen stark zurückgingen.
Belastend wirkte sich hingegen das veröffentlichte Außenhandelsdefizit
aus. Dieses ist stärker als von Analysten geschätzt gestiegen, die Ex-
und Importe waren auf dem niedrigsten Stand seit Februar 2000. Im
Blickpunkt der nächsten Woche steht die Sitzung der amerikanischen
Bundesbank am kommenden Dienstag.
Der Dow Jones industrial avarage driftet weiter nach Süden. Den
Bereich zwischen 10500 und 10300 hat er am heutigen Freitag nach unten
verlassen. Bestimmend bleibt der Abwärtstrend vom Mai 2001, der
derzeit bei ca. 10415 Punkten verläuft. Die nächste Unterstützungszone
liegt in unmittelbarer Nähe zwischen 10200 und 10100 Punkten. Weiter
unten stellen sich dem Dow die Marken um die 9790, 9650 und 9120
Punkte in den Weg. Auch wenn die Widerstände zur Zeit nicht im
Mittelpunkt des Interesses stehen, so warten sie bei 10730, 10990 und
11300 Punkten auf den Index. Die von uns betrachteten technischen
Indikatoren liefern mehrheitlich ein negatives Bild. Unsere Empfehlung
bleibt analog zur letzten Woche: Auch wenn sich der Dow Jones in
Schlagweite zum angesprochenen Abwärtstrend befindet, sollte vor
einem Einstieg der Bruch der Trendlinie abgewartet werden. Die
Unterstützungen seit Juni 2001 reichen noch ca. 150 Punkte unter das
aktuelle Niveau. Sollte sich der Index in diesem Bereich stabilisieren
können, besteht noch berechtigte Hoffnungen, dass ein Angriff auf den
Abwärtstrend kurzfristig möglich ist. Im anderen Fall dürfte der
Verkaufsdruck wohl eher noch zunehmen.
5. Nasdaq:
Die Nasdaq verabschiedet sich mit einem Minus von -4,24 % Prozent aus
der Handelswoche. Bei den Unternehmenszahlen kann weiterhin kein
eindeutiger Trend beobachtet werden. Tatsächlich übertrafen einige
Technologieunternehmen die erheblich gestutzten Analystenerwartungen,
konnten aber davon, wenn überhaupt, nur kurzfristig profitieren. Die
Sorgen über die Gewinnentwicklungen der Unternehmen bei einer
anhaltend schwachen Wirtschaftsentwicklung bremsen jegliche positive
Tendenzen.
Dell hat mit einem deutlich niedrigeren Gewinn zwar die
Expertenprognosen getroffen, musste aber wegen des schwachen Ausblickes
für das dritte Quartal Kursverluste hinnehmen. Durch Sonderbelastungen
wandelte sich der Gewinn in Höhe von 433 Millionen Dollar sogar in
einen Verlust von 100 Millionen US-$. Zwar konnte der
Computerhersteller seine Marktstellung weiter ausbauen und ist nach
Angaben des Unternehmensgründers bei einem Anziehen der Nachfrage in
einer komfortablen Ausgangssituation, jedoch ist mit einer
Nachfragebesserung frühestens im ersten Quartal 2002 zu rechnen. Die
Stimmungslage wurde außerdem von dem Telekom-Ausrüster Ciena getrübt,
der nach der Veröffentlichung der jüngsten Quartalszahlen und der
damit verbundenen Umsatzwarnung für das kommende Quartal - die
Umsätze sollen bis zu 20 % fallen - einen Kursabschlag von über 30 %
hinnehmen mußte.
Aus volkswirtschaftlicher Sicht scheint sich die Lage in den USA
leicht zu verbessern. Sowohl die gesunkenen Erstanträge auf
Arbeitslosenhilfe als auch die gesunkenen Verbraucherpreise sind
positiv zu werten. Hoffnungen auf eine baldige Erholung der
US-Konjunktur machen auch die Lagerbestände, die stärker gesunken sind
als erwartet. If anything can go wrong, it will. Das Gesetz von
Murphy hat auch in der technischen Analyse eindrucksvoll seine
Relevanz unter Beweis gestellt. Die von uns seit mehreren Wochen als
eine der wichtigsten Unterstützungslinien propagierte 1960er Marke
wurde jetzt endgültig nach unten durchbrochen. Für die kommenden
Wochen bedeutet dies nichts gutes, da aus technischer Sicht jetzt der
Test der Marken bei 1791 und bei dem Tief vom April bei 1637 Punkten
ansteht. Nach oben bildet nun die gefallene Marke von 1960 Punkten den
wichtigsten Widerstand. Von einem Engagement raten wir, bis sich eine
bessere technische Lage in Form einer Bodenbildung ergibt, vorerst ab.
6. Japanischer Aktienmarkt
In der vergangenen Woche ging der japanische Aktienmarkt mit einem
Minus beim Nikkei 225 von 2,5 % aus dem Handel. Vor allem Exportwerte
gaben weiter nach. Die Gründe waren im starken Yen zu suchen, der
gegenüber dem US-$ auf ein Zwei-Monats-Hoch kletterte.
Der Überschuss der japanischen Leistungsbilanz verminderte sich auf
771,2 Mrd. Yen. Analysten hatten mit 1,01 Billionen Yen gerechnet. Im
ersten Halbjahr 2001 schrumpfte der Überschuss um rund ein Viertel auf
4,9 Billionen Yen. Die Exporte gingen um 1,2 % zurück, wohingegen die
Importe um 12 % anstiegen. Auch die Industrieproduktion ging im
Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat zurück.
Der Index steht nun bei 97,7. Die Auftragseingänge in Japan (ohne
Schiffe und Energieversorger) fielen im Juni um 6,6 Prozent, nach 2,1
Prozent im Mai. Vor allem die Nachfrage von Hightech-Produkten brach
um 27,4 Prozent ein.
In Japan herrscht Deflation. Die Preise fielen zuletzt um 0,5 %. Die
japanische Regierung würde eine expansive Geldpolitik begrüßen, um
über die Inflation die Nachfrage anzukurbeln. Die Bank of Japan ist
von ihrem harten Kurs abgewichen und hat dem politischen Druck
nachgegeben. Sie lockerte am Dienstag die Geldpolitik indem sie die
Tagesreserven für Banken von 5 Bio. auf 6 Bio. Yen erhöhte. Das
Volumen für Käufe von Staatsanleihen wurde von 400 Mrd. auf 600 Mrd.
Yen aufgestockt. Die BoJ stellte weitere Lockerungen der Geldpolitik
in Aussicht, falls diese notwendig würden. Für diesen Stimmungswechsel
hagelte es heftige Kritik. Die BoJ hat diesen Schritt nur auf Drängen
der Regierung vollzogen, zumal sie vor einigen Wochen noch betonte,
daß eine expansive Geldpolitik nicht der richtige Schritt zur
Nachfragebelebung wäre und eine ähnliche Maßnahme bereits im März
dieses Jahres wirkungslos verpuffte. Kurzfristig sorgte der Schritt
für positive Impulse am Aktienmarkt. Vor allem Banktitel konnten mit
Kursgewinnen aufwarten (Mizuho + 11 %, UFJ + 10 % am Dienstag).
Verbunden war diese Änderung der Geldpolitik mit der Forderung an die
Regierung, die Strukturreformen im Bankensektor voranzutreiben. Erst
wenn die Probleme hier bereinigt sind, wird sich die Wirtschaft wieder
besser entwickeln. Die Banken scheuen sich jedoch, die gefährdeten
Kredite konsequent abzuschreiben, da sie dies finanziell nicht
verkraften könnten.
Japans Wirtschaft schwächelt. Sie wuchs im ersten Quartal 2001 nur mit
0,1 %. Die japanische Regierung sowie der IWF rechnen damit, dass
Japan auf dem Weg in die vierte Rezession innerhalb einer Dekade ist.
Japans Regierung will in den nächsten Jahren wegen der hohen
Staatsverschuldung Einsparungen in Höhe von 900 Mrd. Yen (16 Mrd. DM)
vornehmen. Bei der Durchsetzung dieser Reformen könnte Premier Koizumi
auf massive Widerstände treffen. Zur Technik: Nach einem schwachen
Wochenstart verhalf dem Nikkei das Kursplus am Dienstag einen Puffer
für die darauffolgenden schwächeren Tage aufzubauen. Diesem einen
Tag ist es zu verdanken, daß sich der Index noch oberhalb der
Unterstützung um die 11430 Punkten halten konnte. Kein schlechtes
Zeichen. Auch wenn sich in dem angesprochenen Bereich eine
Bodenbildung andeutet, so kann dies doch nicht darüber hinwegtäuschen,
daß die übergeordnete Trendrichtung fallend ist. Der Markt scheint
diese Marke nicht preisgeben zu wollen. Auf diesem Niveau lag das alte
Jahrestief vom März dieses Jahres. Die technische Situation von
vergangener Woche hat sich somit kaum geändert. Der Nikkei scheint
sich noch immer nicht entschlossen zu haben, welche Richtung er
einschlagen wird. Er bewegt sich in einem Seitwärtsband zwischen 11430
und 11900 Punkten. Dem Ausbruch nach oben, der eine Art
Befreiungsschlag darstellte, folgten schwächere Tage, in denen der
Markt die Gewinne stückchenweise wieder abgeben musste. Der Hang zur
Schwäche ist offensichtlich. Ob vor diesem Hintergrund diese Marke um
die 11430 Punkten nachhaltig gehalten werden kann, ist wohl eher
anzuzweifeln. Auch wenn sich der japanische Aktienmarkt in dieser
Woche nochmals über der letzten Unterstützung halten konnte, ist dies
aus unserer Sicht jedoch nur ein Strohhalm, an den sich die
Marktteilnehmer festhalten. Wir gehen davon aus, dass der Nikkei dem
Abwärtsdruck nicht dauerhaft standhalten kann und rechnen mit erneuten
Jahrestiefstkursen deutlich unterhalb der letzten "Hoffnungslinie" bei
11430 Punkten. Sollte es wider Erwarten gelingen, diese Marke zu
verteidigen, bleibt unser kurzfristiges Erholungsziel in der Nähe des
noch offenen Gaps vom 08./09.01 bei 12043/12129.
Auf bald wieder bessere gemeinsame Börsenzeiten - Herzliche Grüße aus
Nürnberg von Ihrem SchmidtBank-Researchteam
Verfasser: Mike Otto, Dirk Thümmler
Quelle: SchmidtBank-Research
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3. GEWINNER UND VERLIERER DER WOCHE
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Die Gewinner und Verlierer der Börsenwoche
vom 13.08.2001 bis 17.08.2001 [15:03 Uhr]
Wochen-Hits 13.08.01 17.08.01 %
Hits der Woche
TC Unterhaltungselektronik 7,61 12,00 +57,69
PrimaCom 7,00 9,89 +41,29
Cycos 3,70 5,20 +40,54
Möbel Walther ST 16,70 21,00 +25,75
Ifco Systems 0,83 1,03 +24,10
Moenus 0,41 0,50 +21,95
Tele Atlas 2,50 3,00 +20,00
Dt. Beteiligungs AG ST 19,60 23,35 +19,13
PA Power Automation 5,45 6,45 +18,35
letsbuyit.com 0,17 0,20 +17,65
Flops der Woche
Parsytec 6,90 2,01 -70,87
Carrier 1 3,10 1,13 -63,55
Asclepion-Meditec 10,25 4,15 -59,51
IVU Traffic 3,75 1,60 -57,33
Procon Multimedia 8,80 4,50 -48,86
Das Werk 7,25 4,15 -42,76
OnVista 7,27 4,52 -37,83
I-D Media 3,10 1,95 -37,10
Cybernet 0,84 0,55 -34,52
Norcom Info 3,50 2,30 -34,29
Quelle: Börse Online
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4. CONSORS FAVORITEN
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Die meistgehandelten Werte bei Consors (10.08.2001 - 16.08.2001)
1. DEUTSCHE TELEKOM AG 555750
2. BAYER AG 575200
3. SAP AG 716460
4. KONTRON EMBEDDED COMP. AG 523990
5. AIXTRON AG 506620
6. CITIBANK AG 538232
7. NOKIA CORP. 870737
8. SIEMENS AG 723610
9. QIAGEN N.V. 901626
10. CITIBANK AG 538233
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5. MUSTERDEPOTS
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Platowbriefe
Aktie WKN Stck. Kaufkurs Kurs
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Citigroup 871904 880 56,00 51,15
DaimlerChrysler 710000 1000 51,50 47,40
Boewe Systec AG 523970 2000 24,50 23,50
Compaq Computer 868576 2500 19,50 15,25
Amadeua AG 509310 1800 22,00 20,05
Stinnes 726430 1500 27,00 22,82
Koenig & Bauer 719353 1600 24,50 24,20
Bankg. Berlin ZT. 586845 4000 12,35 10,56
Der Aktionär - Bernd Förtsch
Aktie WKN Stck. Kaufkurs Kurs
--------------------------------------------------
Millenium Pharmac. 900625 380 36,50 30,29
Vertex Pharmaceu. 882807 400 41,00 39,89
DEAG Dt. Entertain. 551390 1.000 20,02 14,21
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6. NEUER MARKT REPORT
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Czerwensky's Neuer Markt Report:
Foris macht vortreffliche Eigenwerbung!
Für Gesprächsstoff sorgte zum Wochenschluß der teilweise siegreiche
Prozeß des "Prozeßfinanzierers" Foris gegen die Deutsche Börse in
Sachen Ausschlußregelungen am Neuen Markt. Daß Foris - selbst am
Neuen Markt gelistet - die von der Dt. Börse AG vor einigen Wochen
präsentierten Regelverschärfungen zur Eigenwerbung nutzen würde,
war zu erwarten. Die nun erwirkte Entscheidung, wonach die neuen
Sanktionen erst ab April 2002 angewendet werden dürfen, bezieht sich
freilich nur auf Foris selbst, die derzeit noch nicht akut gefährdet
sind. Für andere Unternehmen könnte das Urteil natürlich Signalwirkung
haben.
Wenngleich die Börse nach außen kommuniziert, man sehe drohenden
Klagen gelassen entgegen, so steht doch zu erwarten, daß man es
darauf nicht unbedingt ankommen lassen will, mithin vom bisher
geplanten Zeitplan abweicht. Ob Foris allerdings dem Segment Neuer
Markt damit einen Gefallen erwiesen hat, das wagen wiederum wir zu
bezweifeln. Die Säuberungsaktion ist dringend notwendig, daran kann
niemand ernstlich zweifeln. Sollten die neuen Regelungen wirklich erst
ab Herbst 2002 Penny-Stocks verbannen, dann verschiebt sich die
Heilung des an Haupt und Gliedern kranken Neuen Marktes nur in die
Zukunft. Dazu angetan, Anleger zurückzuholen bzw. neue Investoren zu
gewinnen, wäre dies sicherlich nicht.
Die Märkte schielen einmal mehr auf die Notenbanken
Die Spannung steigt, wieder einmal streiten sich die Gelehrten
darüber, ob Alan Greenspan zum siebten Mal, Wim Duisenberg zum
zweiten Mal in diesem Jahr, der kränkelnden Wirtschaft mittels
Zinsspritzen Aufputschmittel verabreichen werden. Für das am
Dienstag beginnende Treffen der US-Notenbanker scheint dies für
die Märkte bereits eine ausgemachte Sache, wenngleich vereinzelte
Konjunkturdaten Besserungstendenzen aufwiesen. Wir rechnen mit
einem Schritt von 25 Basispunkten, da derzeit zwar keine akuten
Preisgefahren (Juli-Inflation: 2,7 %) bestehen, diese aber auch nicht
auf die leichte Schulter genommen werden dürfen. Bedenken Sie: In
früheren Rezessionsphasen wie z. B. 1990/91 sank die Inflationsrate
wesentlich stärker, seinerzeit von 6,5 % auf unter 3 %. Greenspan muß
hier auf alle Fälle auf der Hut sein. Die amerikanische Wirtschaft
bedankt sich möglicherweise allmählich für das beherzte geldpolitische
Eingreifen der Fed, die These des 6 - 9 monatigen Time-Lags wäre damit
eindrucksvoll belegt. Bei der Europäischen Zentralbank hingegen, die
am 30. August anläßlich einer Präsentation neuer Banknoten eine
Pressekonferenz abhält, sind sich die Volkswirte nicht so sicher. In
ihrem letzten Monatsbericht streute die EZB keinerlei Hinweise dafür,
daß sie gedenkt, an der Zinsschraube zu drehen. Immer wieder stellen
ihre Vertreter zudem klar, daß man das derzeitige Zinsniveau für
angemessen halte. Dennoch sollte sich der Druck vor dem Hintergrund
rückläufiger Teuerungsraten (EU im Juli 2,6 % nach 2,8 % im Juni)
sowie einem erstarkten Euro (akt. 0,915 Dollar), der zusätzlich
inflationsmindernd wirkt, verstärken, betont sie doch auch immer
wieder, vorausschauend zu agieren. Für die europäische Konjunktur
dürften aber potentielle Zinsschritte als Rettungsanker nicht mehr in
Frage kommen. Entweder sie "packt" es (ohne die EZB) infolge einer
Belebung in den USA oder sie schlittert in eine tiefe Rezession. Die
jüngsten Entwicklungen sind wenig ermutigend, wenngleich Frankreich
die Märkte mit einem Anstieg der Industrieproduktion im Juli von 2,7 %
gegenüber Vorjahr überraschte. Aber vor allem in Deutschland, der
größten Volkswirtschaft, verdüstert sich der Konjunkturhimmel
zusehends. Der in dieser Woche erwartete Frühindikator Ifo-
Geschäftsklimaindex wird schlecht ausfallen, das BIP des
2. Quartals stagnierte bestenfalls, darauf hat bereits
die Bundesbank die Märkte vorbereitet.
Dem Gros der Unternehmen stehen damit weitere Ertragseinbußen bevor.
In einer solch kargen Landschaft können Blütenträume nicht gedeihen.
Es erscheint daher folgerichtig, daß der Deutsche Aktienindex am
Wochenende auf neue Jahrestiefs (5260 Punkte) fiel. Wir haben Sie
darauf seit Monaten wiederholt vorbereitet! So niedrig notierte das
Börsenbarometer zuletzt im Sommer 1999, bevor der kometenhafte
Aufstieg in Höhen jenseits der 8000 Punkte begann. Wenngleich die
optisch günstigen Kurse den ein oder anderen, der die Nerven noch
nicht verloren hat, zum Einstieg locken, führen Sie sich immer wieder
vor Augen: Bei anhaltend schwacher Konjunktur werden die
Gewinnschätzungen weiter nach unten gesetzt, so daß sich auch das
faire Niveau des Marktes bzw. einzelner Aktien ebenfalls reduziert.
Dies gilt in besonderem Maße für den Neuen Markt, auf dem es nur noch
eine Frage der Zeit scheint, bis die magische 1000er-Grenze fällt. Mit
1048 Punkten notiert der NEMAX 50 nur noch ein paar Prozent darüber.
Augusta: Ein überraschend gutes Ergebnis legte die Technologie-Holding
Augusta für die vergangenen 6 Monate vor. Aufgrund der schlechten
Entwicklung der Tochter Pandatel war ein Anstieg des
Jahresüberschusses von 34 % auf 6,7 Mill. Euro nicht unbedingt zu
erwarten. Der Umsatz schoß - teils akquisitionsbedingt - auf 139,5
Mill. Euro (+ 59 %). Wie wir hören, lieferten insbesondere die Sparten
Sensorik sowie Software & Systemtechnik kräftige Ergebnisbeiträge und
konnten Rückgänge bei Pandatel (Halbjahresüberschuß 0,33 Mill. Euro,
- 79 %) kompensieren, 1 Mill. brachte zudem der Verkauf der Korona
Haushaltswaren ein. Mit einem Auftragsbestand von 121,5 Mill. per 30.
Juni (+ 75 %) scheint Augusta (8,40 Euro, H/T 45/7) für eine anhaltende
Flaute gewappnet. Die zum Jahreswechsel von Nortel Networks erworbene
90 %-Tochter ND SatCom nahm soeben einen Großauftrag der Bundeswehr in
2stelliger Millionenhöhe (auf Euro-Basis) für die Serienfertigung des
noch bis Ende 2002 laufenden Bundeswehrprogramms SATCOMBw Stufe 1, der
sogenannten Mittelfristlösung, in die Bücher.
Tips und Termine:
Am Neuen Markt ist inzwischen die Berichtssaison zum zweiten Quartal
in vollem Gange. Das ohnehin am Boden liegende Segment wird derzeit
nicht mehr in dem zuvor beobachteten Ausmaß getroffen, wenn
Unternehmen ihre Planzahlen verfehlen. In den meisten Fällen
nehmen sich die Erwartungen derart pessimistisch aus, daß
negative Überraschungen kaum mehr möglich sind.
Neben den Zwischenberichten von Cybio (20.8.) und Evotec Biosystems
(21.8.), aus denen Anleger wie auch Analysten Schlüsse für die gesamte
Biotech-Branche ziehen werden, dürften insbesondere drei vielbeachtete
Unternehmen aus dem NEMAX 50 - einst absolute Lieblingskinder - im
Mittelpunkt stehen. Besonders die Geschäftszahlen von Thiel Logistik
und D.Logistics (23. bzw. 21.8.) werden die Börsianer genau unter die
Lupe nehmen. Bei D.Logistics spekulieren die Märkte bereits seit
Monaten auf eine Gewinnwarnung.
Einen beispiellosen Absturz haben die Papiere des
Chipkartenspezialisten ACG (Halbjahreszahlen am Montag) hinter sich.
Vom absoluten High bei 120 Euro sind sie derzeit (4,50 Euro)
meilenweit entfernt. Sie leiden naturgemäß schwer unter der
anhaltenden Schwäche des Halbleitermarktes. Zwar hat ACG bereits im
Juli eine Gewinnwarnung herausgegeben. Analysten halten indes auch
die nach unten revidierten Ziele noch immer für sehr ambitioniert.
Im Gesamtjahr strebt ACG immerhin satte 400 Mill. Euro sowie einen
operativen Gewinn von 15 Mill. Euro an.
Quelle: Czerwensky intern
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7. EMPFEHLUNGEN INLAND
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MLP: Marketperformer (JP Morgan)
JP Morgan stuft die Aktien des Unternehmens MLP auf "Marketperformer"
herab.
Kurzfristig gesehen erwarten die Analysten aufgrund der schwierigen
Marktbedingungen keine positiven Überraschungen beim Gewinnwachstum.
Sie reduzieren ihr Kursziel um 20 Prozent von 120 Euro auf 96 Euro.
Langfristig gesehen geht JP Morgan davon aus, dass das Unternehmen
aufgrund seiner einzigartigen Vertriebsstrategie und seinem
hochqualitativen Finanz- und Geschäftsmodell eine größere
Wachstumsrate als der Markt haben werde, kurzfristig gesehen
aber bestünden Unsicherheiten über den geplanten Einkauf der
Minderheitsbeteiligungen. Diese Unsicherheiten könnten kurz- und
mittelfristig gesehen das Aufwärtspotenzial limitieren.
Aus diesem Grund wird das Rating auf "Marketperformer" herabgestuft,
mit dem neuen Kursziel von 96 Euro.
MLP (WKN 656990)
Quelle: Aktienresearch
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Altana: Akkumulieren (Berenberg Bank)
Die Analysten der Berenberg Bank bewerten die Altana-Aktie mit
Akkumulieren.
Der sich bei Altana in der Entwicklung befindende
Phosphordiesterase(PDE)-4-Hemmer (Roflumilast) habe gegen Chronisch
Obstruktive Bronchitis (COPD) die erforderlichen Wirksamkeitsnachweise
erbracht, um in die Phase III der klinischen Entwicklung zu gehen.
Damit habe sich die Markteintrittswahrscheinlichkeit deutlich erhöht.
Man habe aufgrund der Probleme der Wettbewerber Roflumilast eine
Markteintrittswahrscheinlichkeit von 30-40 % eingeräumt gehabt, die
man jetzt jedoch auf 70 % angehoben habe.
Ende Oktober habe Smithkline bei der Entwicklung eines PDE-4-Hemmers
gegen COPD einen Rückschlag erlitten und weitere klinische Tests in
Phase III angekündigt. Bayer habe im Juni diesen Jahres das Scheitern
seiner PDE-4-Hemmer-Entwicklung für die Indikation Asthma bekannt
gegeben. Für die Indikation Asthma erwarte Bayer neue Ergebnisse gegen
Ende dieses Jahres.
Damit sei Altana das einzige Unternehmen weltweit, welches über einen
klinisch wirksamen PDE-4-Hemmer in beiden Indikatoren Asthma und COPD
verfüge. Diese würden den Pegel von natürlich vorkommenden Substanzen
cAMP und cGMP in den Zellen hemmen.
Mit der deutlich erhöhten Wahrscheinlichkeit einer Markteinführung von
Roflumilast und dem gleichzeitigen Scheitern der Konkurrenten mit
ihren PDE-4-Hemmern ergebe sich für Altana bei einer erfolgreichen
Markteinführung die Chance einer führenden Marktstellung in dieser
neuen Klasse. Das Potential werde dann wohl langfristig über den von
Altana genannten 500 Mio. Euro liegen.
Man empfehle daher, die Aktie vor diesem Hintergrund mit einem
Kursziel von 56 Euro zu Akkumulieren.
Altana (WKN 760080)
Quelle: Aktienresearch
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Degussa: Buy (Crédit Suisse)
Die Analysten von Credit Suisse stufen die Aktie von Degussa mit "Buy"
ein.
Degussa sei zur Zeit etwas zu niedrig bewertet, so die Analysten von
Credit Suisse. Der Preis je Aktie läge im Augenblick bei "billigen"
32,25 Euro. Man erwarte jedoch einen Kurs von 44 Euro.
Das Nettoeinkommen werde in diesem Jahr auch deutlich höher liegen,
als bisher prognostiziert. Allerdings wird dies auch nur in diesem
Jahr der Fall sein. Man erwartet für das Jahr 2002 ein Nettoeinkommen,
dass von 756 Mio. Euro auf 268 Mio. Euro zurückgehen werde.
Die Analysten stufen vorerst die Aktie des Chemiekonzerns mit Buy ein,
es werde aber noch mal alles genau betrachtet werden müssen, so die
Analysten von Credit Suisse.
Degussa (WKN 542190)
Quelle: Aktienresearch
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E.ON: Add (ABN Amro)
Die Analysten der ABN-Amro stufen die Aktie des deutschen
Energieversorgers E.ON von Hold auf Add.
Nach einem robusten ersten Halbjahr habe man Zielpreis und Rating
angepasst. Weiterhin habe das Management die Bedenken der Analysten
durch verschiede Aktionen abtragen können. Es habe sich gezeigt, dass
man mit seinen großzügigen Rücklagen diszipliniert umgehen könne.
Momentan habe man 600 Mio. Euro netto und 10 - 15 Mrd. Euro als
Anlagen und Finanzholdings.
Heute habe man betätigt, dass man nicht weiter für Viesgo bieten
werde. Weiterhin habe man ein 8,9 % Aktienrückkaufprogramm als
weiteren Investitionsschritt vor.
Um mit PowerGen ins Geschäft kommen zu können, müsse man erst die
Anteile der Mehrheitseigner auf unter 5 % kürzen, doch stehe der
10,6 % Anteil der Allianz über dieser Marke.
Die Analysten der ABN-Amro erhöhen ihre Preisempfehlung von 60 Euro
auf 66 Euro und geben der E.ON-Aktie das Rating Add.
E.ON (WKN 761440)
Quelle: Aktienresearch
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Deutsche Post: Market Perform (Lehman Brothers)
Die Analysten von Lehman Brothers stufen die Aktie der Deutschen Post
AG mit Market Perform ein.
Das Unternehmen der Aktie Gelb konnte bessere Zahlen vorweisen, als
die Analysten erwartet hatten. Die Analysten von Lehman Brothers gehen
davon aus, dass das EBITA um 5 % im Vergleich zu Vorjahr auf 1,416
Mrd. Euro steigen werde.
Für das Jahr 2001 erwarten die Analysten von Lehman Brothers einen
Gesamtumsatz in Höhe von 34,893 Mrd. Euro. Dieser Wert liegt bei den
schon früher prognostizierten Zahlen. In den kommenden Jahren wird das
Unternehmen Steigerungen bei den Umsatzzahlen verzeichnen können.
Vor allem im Bereich der Logistik werde das Unternehmen zulegen, so
die Analysten von Lehman Brothers. Sie stufen aber trotzdem die Aktie
Gelb erst einmal mit Market Perform ein.
Deutsche Post (WKN 555200)
Quelle: Aktienresearch
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Carrier 1: Halten (Consors Capital)
Die Analysten von Consors Capital bewerten die Aktie von Carrier 1 mit
"Halten".
Die Quartalszahlen des Unternehmens hätten nicht überzeugen können.
Zwar seien die Umsätze gegenüber dem ersten Quartal um 20,6 %
gestiegen, jedoch habe sich die positive Entwicklung der Margen im
zweiten Quartal nicht fortsetzen können. Forderungsausfälle hätten
zu einer weiteren Belastung des Ergebnisses geführt und ein starker
Anstieg dieser Position im zweiten Quartal gebe Anlass zur
Befürchtung, dass weitere Ausfälle drohen könnten. Der Ausblick für
die weitere Entwicklung dieses Jahres sei weitgehend unklar geblieben.
Gleichwohl scheine das Unternehmen seine Investitionspolitik
fortsetzen zu wollen. Grund zur Kritik gebe auch die mangelhafte
Kommunikationspolitik gegenüber Investoren.
Das Unternehmen habe in Folge der veröffentlichten Zahlen bereits
erheblich an Wert einbüßen müssen. Trotzdem verfüge die Gesellschaft
noch über Barmittelbestände in Höhe von 161,5 Mio. USD. Man sehe die
Aktie als Halteposition.
Carrier 1 (WKN 932485)
Quelle: Aktienresearch
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Qiagen: Buy (Metzler Equity Research)
Die Analysten von Metzler Equity Research haben ihre Kaufempfehlung
für Qiagen bestätigt.
Nach einem Treffen mit Qiagens CFO Peer Schwarz habe man sich in der
positiven Einschätzung bestätigt gesehen. Das Unternehmen werde nicht
von einer angeblichen Marktschwäche belastet werden.
Entsprechend der guten Zahlen sowie des guten Gesamteindrucks hoben
die Analysten ihre Prognose für den Gewinn pro Aktie an und
bestätigten den Titel als "Buy".
Qiagen (WKN 901626)
Quelle: Aktienresearch
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8. EMPFEHLUNGEN AUSLAND
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Akzo Nobel: Market Outperformer (Goldman Sachs)
Die Analysten von Goldman Sachs haben Akzo Nobel unverändert als
Market Outperformer eingestuft.
Wie erwartet habe das Unternehmen für sein Mittel Arixtra einen
sogenannten "approvable"-Brief für die Vereinigten Staaten erhalten.
Noch blieben allerdings einige Fragen mit der FDA offen. Diese könnte
im besten aller Fälle über die Etikettierung und Beschriftung
verhandeln wollen, schlimmstenfalls werde Akzo Nobel weitere Testdaten
liefern müssen. Zwar habe das Unternehmen keine weiteren Details
genannt, man sei aber optimistisch, mit der FDA zu einer Übereinkunft
zu kommen.
Auch der Arixtra-Mitentwickler Sanofi-Synthelabo sei zuversichtlich,
das Mittel bis Ende 2001 auf den Markt zu bringen. Dies deute darauf
hin, dass keine weiteren Tests erforderlich seien. Das Umsatzpotenzial
von Arixtra werde weiterhin auf rund 1 Mrd. Euro geschätzt, allerdings
sei anzumerken, dass eine FDA-Zulassung nicht gleichzeitig eine
Zulassung für Europa bedeute.
Während man für das nächste Jahr noch mit einer Verlangsamung
der Pharma-Umsätze rechne, sei der Titel auf Basis einer
Sum-of-the-Parts-Analyse noch immer unterbewertet.
Akzo Nobel (WKN 914188)
Quelle: Aktienresearch
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WPP: Buy (Lehman Brothers)
Die Analysten von Lehman Brothers stufen die Aktie von WPP mit Buy
ein.
Damit bekräftigen sie nochmals ihre Einstufung. Grund hierfür sei
nach Meinung der Analysten von Lehman Brothers das langfristige
Wachstumspotential des Unternehmens. Am Montag werde das Unternehmen
seine Ergebnisse vorlegen.
Die Analysten von Lehman Brothers gehen davon aus, dass der Umsatz
aller Voraussicht nach um 64 % auf 1,986 Mrd. GBP steigen werde. Das
EBIT wird bei 274 Mio. GBP liegen und das PTP 245 Mio. GBP betragen.
Für das Jahr 2001 erwarte man einen Gesamtumsatz in Höhe von 4,1365
Mrd. GBP, dieser werde auch in den kommenden Jahren kräftig ansteigen,
deshalb stufen die Analysten von Lehman Brothers die Aktie von WPP
mit Buy ein.
WPP (WKN 871903)
Quelle: Aktienresearch
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Vinci: Neutral (Merrill Lynch)
Die Analysten des Hauses Merrill Lynch setzen ihr kurzfristiges Rating
für die Aktien des Unternehmens Vinci von "Buy" auf "Neutral" herab,
halten aber ihr "Long Term Buy"-Rating aufrecht.
Grund für das Downgrade sei Vincis Angebot für eine feindliche
Übernahme von TBI. Der Grund für die Übernahme sei nach Ansicht der
Analysten das Bestreben von Vinci, im Airportgeschäft die kritische
Masse zu erreichen, das Geschäft besser kennenzulernen und seine
Position bei zukünftigen Flughafenprivatisierungen zu verbessern.
Fraglich sei jedoch, ob Vinci in der Lage sein werde, die Probleme von
TBI zu lösen. Der Konzern habe zu wenig Erfahrung als Airport-Operator
um gewährleisten zu können, dass sich TBI in die richtige Richtung
bewegen werde, sollte es von Vinci übernommen worden sein.
Die Analysten warten die weitere Entwicklung ab, setzen ihr Rating von
"Buy" auf "Neutral", behalten aber ihr Votum "Long Term Buy" bei.
Vinci (WKN 867475)
Quelle: Aktienresearch
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Safeway: Strong Buy (Lehman Brothers)
Die Analysen aus dem Hause Lehman Brothers stufen weiterhin die Aktie
des britischen Einzelhandelunternehmens Safeway PLC. auf Strong Buy.
Die Fundamentaldaten seien wie immer stark. Die flächenbereinigte
Umsatzentwicklung sei von 4 % auf 6 % gestiegen. Trotz der
angekündigten Preissenkungen sei der Nahrungsmarkt in England
gefällig.
Das Fresh-To-Go Konzept scheine in den erneuerten Läden eine bessere
Umsatzzusammenstellung zu bescheren. Die Flyerkampagnen brächten
weiterhin Neukunden und der bestehende Kundenstamm erweitere sein
Kaufspektrum.
Daher stufen die Analysen aus dem Hause Lehman Brothers weiterhin
die Safeway-Aktie auf Strong Buy.
Safeway (WKN 868559)
Quelle: Aktienresearch
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Amgen: Neutral (Delbrück Asset Management)
Die Analysten von Delbrück Asset Management bewerten die Aktie von
Amgen als neutral.
Das amerikanische Biotechunternehmen Amgen habe für sein neuartiges
Mittel "Kineret" gegen rheumatische Arthritis einen Empfehlungsbrief
durch ein FDA-Komitte erhalten. Die Genehmigung sei dadurch höchst
wahrscheinlich. Die Konkurrenz sei auf diesem Gebiet allerdings hoch.
Die Analysten bewerten den Wert als neutral.
Amgen (WKN 867900)
Quelle: Aktienresearch
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BHP Billiton Ltd.:Outperform (Morgan Stanley Dean Witter)
Morgan Stanley Dean Witter bewertet die Aktien des Unternehmens BHP
Billiton Ltd. mit "Outperform".
Am Montag den 20. August werde BHP Billiton seine Ergebnisse für 2001
vorlegen. Die Analysten gehen von einem Gewinn von 540 Mio. US-Dollar
(0,23 US-Dollar/Aktie) bei Billiton Ltd. und von einem Gewinn von 2,2
Mrd. Australischen Dollar (0,59 Australische Dollar/Aktie) bei BHP
Ltd. aus. BHP Billiton werde sowohl die Einzelergebnisse von BHP und
Billiton als auch pro forma ein kombiniertes Ergebnis für einen
Zeitraum von 12 Monaten präsentieren. Morgan Stanley Dean Witter
erwartet ein kombiniertes Ergebnis in Höhe von 1,795 Mrd. US-Dollar
(0,30 US-Dollar/Aktie).
Das Rating lautet "Outperform", allerdings setzen die Analysten
ihre Gewinn/Aktie-Erwartungen für 2001 um 3,5 Prozent herab, um
Fusionskosten und ein niedrigeres Ergebnis im Bereich Stahl zu
berücksichtigen. Das Kursziel steht bei 11,60 Australischen Dollar.
BHP Billiton Ltd. (WKN 850524)
Quelle: Aktienresearch
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9. DISCLAIMER
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werden von Informationsanbietern zur Verfügung gestellt. Weder Consors
noch deren Informationslieferanten können die Verantwortung für die
Richtigkeit der Angaben übernehmen. Wir weisen ausdrücklich darauf
hin, dass dies keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapie-
ren oder Rechten darstellt. Die zur Verfügung gestellten Informationen
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