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CONSORS WEEKLY NEWSLETTER Nr. 2000/30
Der kostenlose, wöchentliche Newsletter der
ConSors Discount-Broker AG Freitag, 28. Juli 2000
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THEMEN DIESER AUSGABE:
1. CONSORS INTERN
2. MARKTANALYSE DEUTSCHER MARKT
3. GEWINNER UND VERLIERER DER WOCHE
4. CONSORS FAVORITEN
5. MUSTERDEPOT
6. NEUER MARKT REPORT
7. NICE*LETTER EMPFEHLUNG
8. EMPFEHLUNGEN INLAND
9. EMPFEHLUNGEN AUSLAND
10. DISCLAIMER
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1. CONSORS INTERN
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Merrill Lynch - Damit Ihre Aktien nicht Achterbahn fahren.
Die Neuer-Markt-SMART-20-Zertifikate bieten erstmals die Chance einer
Anlageform in Zertifikate mit weniger Kursschwankungen aufgrund eines
bestechenden Merkmals: Durchschnittsbildung. Investieren Sie kosten-
günstig - kein Ausgabeaufschlag, keine Verwaltungsgebühr - in TMT-Wer-
te des Neuen Marktes. www.zertifikate.de Call Center: 069 5899 4555.
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Newton-Fonds ab sofort mit 100 % ConSors-Discount
Alle Fonds der britischen Newton-Invest können ab sofort bei ConSors
mit einem Discount von 100 % auf den regulären Ausgabeaufschlag geor-
dert werden. Die einzelnen Profile stehen in Kürze im ConSorsFinder
Fonds zur Verfügung. Newton wurde von der renommierten Vermögensver-
waltung Feri Trust als drittbeste Fondsgesellschaft gekürt.
Auflegung eines Dachfonds: "DWS BestSelect Balance" (WKN 921 994)
Am 31. Juli erweitert die DWS Luxemburg ihre Dachfonds-Familie Best-
Select um eine Variante mit gemischtem Aktien-Rentenprofil. Das Fonds-
vermögen wird anfänglich zu je 50 % auf Aktien- und Rentenfonds ver-
schiedener Investmentgesellschaften verteilt. Danach wird der Aktien-
fondsanteil je nach Marktlage angepasst. Die Aktienseite wird durch
breit diversifizierte Fonds mit regionalem Fokus sowie besonders
interessante Branchenfonds abgedeckt. Auf der Rentenseite werden durch
internationale Rentenfonds sowie eine Beimischung von Unternehmensan-
leihen, Hochzins- und Emerging Market-Bonds zudem die vielfältigen
Renditechancen festverzinslicher Anlagen genutzt. Ausgabeaufschlag:
4 %, ConSors-Discount: 25 %, ConSors-Preis: 3 %, Erstausgabepreis:
104,- EUR (ConSors-Preis: 103,- EUR).
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2. MARKTANALYSE
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Deutscher Aktienmarkt - 31. Woche vom 31. Juli bis 4. August 2000
Die nachfolgenden Kursangaben beziehen sich auf Donnerstag, den 27.7.
um 19 Uhr.
Der DAX hat von Montag bis Mittwoch dieser Woche ein Verschnaufpause
eingelegt, die in einem üblichen Rahmen lag, weil es vorher zu kräfti-
gen Kurssteigerungen (6800 bis 7500 DAX-Punkte) gekommen war. Eigent-
lich wurde der Beginn dieser Konsoldierung bereits am Freitag voriger
Woche eingeläutet. Damals schaffte es der Index im Tagesverlauf bis
auf ein Hoch bei 7503 Punkten, rutsche jedoch zum Handelsschluß auf-
grund der schwachen US-Börse ab und kam bei 7373 Punkten zum Stehen.
Die Konsolidierung ging dann bis Mittwoch weiter auf einen Schlußstand
von 7302 Punkten. Am heutigen Donnerstag werden erste Zweifel wach, ob
der DAX wirklich die von uns vermutete Sommerrallye noch weiterführen
kann. Denn der Index konnte sich bei 7300 Punkten nicht halten und
rutscht nunmehr nach unten durch. Aktuell liegt er bei 7187 Punkten
nahe dem Tagestief. Damit beträgt der Wochenverlust 2,5 %. Wir stufen
diese Entwicklung folgendermaßen ein: Der DAX hatte sich in den letz-
ten Wochen erfreulich positiv entwickelt und dabei viele europäische
Aktienindizes outperformt. Das war hauptsächlich auf die überraschende
Verabschiedung der Steuerreform durch den Bundesrat zurückzuführen.
Diese Zusatzgewinne mußten in dieser Woche teilweise wieder hergegeben
werden. Die Kursverluste beim Dow Jones Stoxx 50 Index und beim Dow
Jones Euro Stoxx 50 Index betragen in dieser Woche ebenfalls beachtli-
che 2,0 % bzw. 2,7 %. Dagegen verliert der englische Footsie 100 Index
nur 0,4 % und der schweizerische Swiss Market Index legt sogar um
1,2 % zu. Grundsätzlich ist also das Szenario einer laufenden Sommer-
rallye beim DAX noch nicht vom Tisch, wenn auch Zweifel aufgrund der
momentanen Kursrückgänge aufkommen.
Sehr enttäuschend entwickelte sich in dieser Woche der Nemax-50-Index.
Mit 6074 Punkten liegt er 2,5 % unter dem Schlußstand vom letzten
Freitag. Der Nemax-All-Share Index verlor gar 3,0 % und steht nun bei
5366 Punkten. Für den Neuen Markt bleiben wir auf Sicht der kommenden
Wochen weiterhin sehr zuversichtlich. Nach unserer Auffassung steckt
in den Aktienkursen noch immer eine gewichtige Angstprämie (Burn-rate
Diskussion). Der Performance-Abstand zu den High-tech Indizes an der
US-Börse liegt noch immer bei rund 15 Prozentpunkten. Dort ist es in
dieser Woche zu größeren Gewinnmitnahmen gekommen, nachdem die Kurse
im Durchschnitt der letzten Wochen um rund 30 % zugelegt hatten. Der
Nasdaq Composite Index verliert bisher in dieser Woche 5,3 % auf 3875
Punkte und der Dow Jones Internet Composite Index sogar 11,4 % auf 274
Punkte.
Nicht schön das Verhalten des Dow Jones industrial average: Er hatte
Anfang Juli eine charttechnische Dreiecksformation nach oben verlassen
und war drauf und dran, den Widerstandsbereich bei 11500 Punkten anzu-
steuern. Doch weiter als 10874 Punkte ist er bisher nicht gekommen. Am
gestrigen Mittwoch fiel er dann kräftig zurück und schloß auf Tages-
tief bei 10516 Punkten. Das war letztlich auch der Grund, warum der
DAX heute, am Donnerstag, ebenfalls kräftig nachgibt. Die Kursentwick-
lung dieser beiden Indizes sieht in den letzten Tagen sehr ähnlich
aus. Das Ausmaß des Kursrückgangs beim Dow Jones paßt leider nicht in
unser grundsätzlich positives Szenario. Der DOW tendiert bestenfalls
seitwärts zwischen dem Widerstand bei 10860 Punkten und der Unterstüt-
zung bei 10300 Punkten.
Noch unbeachtet von den Aktienmärkten vollzieht sich gerade an den
Rentenmärkten ein sehr erfreulicher Kursanstieg. Vorreiter ist hier
der amerikanische Bondmarkt. Die beiden Benchmark-Futures, T-Note
Future (10 Jahre) und T-Bond Future (30Jahre) bereiten sich auf einen
Kursausbruch vor. Dieser ist u. E. vollbracht, wenn beide Futures die
Kursmarke von 100 % nach oben durchstoßen. Momentan liegen sie leicht
über 99 %. Sollte der Ausbruch in der nächsten Woche gelingen, stünde
an den Rentenmärkten eine Kursrallye bevor. Die Zinsen dürften im 10-
und 30jährigen Laufzeitenbereich in den USA um ca. 25 Basispunkte
zurückgehen. Dies hätte natürlich einen entsprechend positiven Effekt
auf den europäischen Future-Markt. Der Bobl-Future (aktuell 103 %)
dürfte schnell die Widerstandsmarke von 104,20 % anlaufen und der
Bund-Future (105,53 %) wird wahrscheinlich den massiven Widerstand bei
106,40 % durchbrechen und auf 108,20 % zusteuern. Die Zinsrückgänge
werden sich somit im Ausmaß zwischen 15 Basispunkten und 40 Basispunk-
ten bewegen.
Davon profitieren dürften natürlich die Aktienmärkte. Deshalb sehen
wir den momentanen Kursrückgang, vor allem beim DAX und dem Nemax, als
gute Kaufgelegenheit an, zumal die Stimmung am Markt in den letzten
Wochen trotz Kursaufschwung keinerlei euphorische Züge angenommen hat-
te. Die Telekombranche ist allerdings sehr angeschlagen. Beispiels-
weise ist die Aktie der Deutschen Telekom unter die Unterstützung bei
56 Euro geplumpst und wird charttechnisch erst wieder im Bereich von
40 Euro aufgefangen. Nokia steht momentan bei 48 Euro und damit auf
einer sehr wichtigen Unterstützung. Sollte diese nicht halten, sind
hier ebenfalls Kurse von 40 Euro einzuplanen. Dagegen hält sich einer
unserer DAX-Favoriten, die Vorzüge von SAP, relativ gut. Hier sehen
wir weiterhin ein Kurspotential bis in den Bereich 280 bis 320 Euro
für die kommenden Wochen. Zu neuen Höhenflügen setzt mittlerweile die
Münchener-Rück-Aktie an. Mit 353 Euro steht sie aktuell nicht weit
unterhalb ihres All-time-highs von 357 Euro vom 11. April. Der steuer-
freie Beteiligungsverkauf ab 2002 schlägt hier als fundamentales Argu-
ment durch. Wir halten hier Kurse von rund 400 Euro für möglich. Bei
den Nemax-Titeln lauten unsere Favoriten immer noch: BB Biotech, Con-
Sors, EM.TV und Intershop. Als Empfehlung für den risikoreicheren
Investor sehen wir sehr gute Einstiegskurse bei Alphaform (Prototypen-
bauer kostet 12,50 Euro je Aktie) und Bechtle (eines der fünf größten
IT-Systemhäuser Deutschlands kostet 21,70 Euro je Aktie). Diese beiden
Aktien sind fundamental gut abgesichert und leiden ausschließlich da-
runter, daß sie während der Korrekturphase am Neuen Markt ihren Emis-
sionskurs unterschritten haben.
Quelle: Schmidtbank Research
Verfasser: Dieter Mäckler
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3. GEWINNER UND VERLIERER DER WOCHE
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Die Gewinner und Verlierer der Börsenwoche
vom 21.07. - 28.07. [17:50 Uhr]
Wochen-Hits 21.07. 28.07. %
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USU 17,00 22,90 +34,71
Eichborn 6,05 7,60 +25,62
Condat 35,60 44,30 +24,44
Aeco 14,00 16,90 +20,71
Schwarz Pharma 20,95 25,20 +20,29
QSC 9,70 11,60 +19,59
Sparta Beteiligungen 15,80 18,45 +16,77
B.U.S ST 10,15 11,85 +16,75
Lipro 18,50 21,50 +16,22
Media 18,95 22,00 +16,09
Wochen-Flops 21.07. 28.07. %
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Fantastic DTZ 12,30 7,44 -39,51
Brain International 16,60 11,50 -30,72
Gigabell 32,80 23,00 -29,88
Nexus 10,00 7,25 -27,50
ABIT 35,20 25,70 -26,99
ricardo.de 54,00 39,90 -26,11
VCL Film & Medien 23,00 17,00 -26,09
Micrologica 13,70 10,15 -25,91
Markant-Südwest VZ 8,05 6,00 -25,47
ebookers.com ADR 11,90 9,00 -24,37
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4. CONSORS FAVORITEN
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Die meistgehandelten Werte bei ConSors (20.07.2000 - 27.07.2000)
1. DEUTSCHE TELEKOM AG 555750
2. DEUTSCHE GENOSSENSCHAFTSBANK 609458
3. NOKIA CORP. 870737
4. GENESCAN EUROPE AG 586150
5. MET(A)BOX AG 692120
6. SAP AG 716463
7. INFINEON TECHNOLOGIES AG 623100
8. DAIMLERCHRYSLER AG 710000
9. MEDIGENE AG 502090
10. SIEMENS AG 723610
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5. MUSTERDEPOTS
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Börse Online
Aktie WKN Kaufkurs Kurs
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Aeco 927093 16,00 16,00
Arbomedia.net 548930 34,00 39,00
Eurobike 570660 11,00 12,45
Gesco 587590 18,50 18,10
Isra 548810 70,00 62,00
LPFK Laser & Electr. 645000 132,50 308,50
Medion 660500 38,00 119,00
Microlog 549431 66,30 66,50
Micronas 910354 590,00 660,00
Rofin-Sinar 902757 14,10 13,50
Platowbriefe
Aktie WKN Stck. Kaufkurs Kurs
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Singulus Tech 723890 2040 28,97 72,90
Kamps 628060 1100 36,00 33,40
Internationalmedia 548880 1000 39,80 46,00
IPC Archtec 525280 600 66,00 64,80
AOL 886631 650 60,99 57,50
Der Aktionär - Bernd Förtsch
Aktie WKN Stck. Kaufkurs Kurs
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Knorr Capital 768610 500 49,00 62,50
Morphosys 663200 300 92,00 205,50
International Media 548880 500 41,50 44,90
Medigene 502090 240 68,00 59,50
Vertec 882807 100 125,00 131,00
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6. NEUER MARKT REPORT
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Czerwensky's Neuer Markt Report:
Rückkehr zur Lethargie
Die Belebung der Aktienkurse infolge der Verabschiedung der Steuerre-
form entpuppte sich, für uns nicht überraschend, nur als Strohfeuer.
Der Hauch an Aufbruchstimmung mündete schnell in erneute Lustlosig-
keit. Zudem verstimmten Flaggschiffe der New Economy wie Deutsche Te-
lekom, Amazon oder Nokia die Anleger mit enttäuschenden Geschäftszah-
len bzw. -ausblicken. So kam es, wie es kommen mußte. Wenn selbst die
"Großen" nicht überzeugen und deren Geschäftsmodelle (Amazon) von im-
mer mehr Analysten in Zweifel gezogen werden, sind das keine positiven
Signale für die Werte der zweiten Reihe.
So verlor der NEMAX ALL SHARE über die Woche gut 4 % und notierte am
Freitag nachmittag mir 5322 Punkten. Ganz und gar nicht fantastisch
präsentierte sich dabei die Aktie von fantastic, nachdem das Unterneh-
men die Umsatzprognose für das Gesamtjahr von 50 auf 35 Mill. nach
unten revidierte. Die zur Zeit empfindlichen Anleger quitierten diese
Aktion mit einem 30%igen Abschlag am Freitag auf 7 Euro. Über die Wo-
che gab fantastic damit weitere 43 % seines Börsenkurses ab, der ohne-
hin in den letzten Wochen wie ein Jojo auf und ab schwang.
Neuemissionen: eJay will Börsianer zum Tanzen bringen
Das Musiksoftwarehaus eJay bietet mit seinen Programmen auch Laien die
Möglichkeit, am heimischen PC guten Sound zu kreieren. Die Mittel aus
dem Gang an den Neuen Markt (Zeichnung: 31.7. - 4.8., Konsortialfüh-
rer: BW-Bank) stecken die Stuttgarter in die weitere Internationali-
sierung sowie insbesondere in die Aufrüstung des von Experten als qua-
litativ hochwertig angesehenen Webauftritts. Angesichts zahlreicher
Konkurrenz- und Freewareprodukte zweifeln wir allerdings daran, ob
eJay die ambitionierten Planzahlen - der Umsatz soll von 1999 bis 2001
auf 18 Mill. Euro fast versiebenfacht werden - erreichen kann. Ein
Jahr später erst erwartet eJay schwarze Zahlen. Der mit 4 bis 5 Euro
angesetzte Ausgabepreis - erwartet wurden 7 bis 9 Euro - schürt den
Verdacht, daß das Unternehmen den Emissionserlös dringend braucht. Die
Aktie muß man nicht haben, unsere Empfehlung: nicht zeich-nen!
Aussichtsreicher erscheint dem Czerwensky-Team die kalifornische Mac-
ropore, mit der Concord Effekten (Zeichnung: 2.8. bis 7.8.) die Reihe
seiner mit Eckert & Ziegler, Curasan und Rösch bislang äußerst erfolg-
reichen Emissionen aus der Medizintechnik fortsetzt. Das 1996 gegrün-
dete Unternehmen produziert voll resorbierbare, d. h. im Körper voll
abbaubare, Implantate für die Fixierung bei der Behandlung von Kno-
chendefekten. Das bis dato von Medizinern verwendete Metall erfordert
die Entfernung nach der Regeneration. Fortan plant Macropore, seine
Produkte, die bislang ausschließlich über die amerikanische Medtronic
vertrieben werden, selbst zu vermarkten. Wichtig für den Investor: Bei
einem erwarteten Emissionspreis von 14 Euro wäre Macropore rund 400
Mill. DM wert, und dies bei einem anvisierten Umsatz 2001 von nur rund
50 (12,5) Mill. DM, Gewinn soll erst 2002 geschrieben werden. Fazit:
Nicht gerade billig, angesichts der guten Equity-Story aber zeichnens-
wert.
Tips und Termine
Nicht nur die sommerliche Jahreszeit führt dazu, daß mit AdPhos (Mon-
tag, 31.7.) nur ein Unternehmen in der kommenden Woche den Sprung an
den Neuen Markt wagt. Es ist vor allem die schlechte Marktstimmung für
die Wachstumswerte. Von den Kandidaten verlangen die Banken des Kon-
sortiums nicht selten Preiszugeständnisse, nach denen diesen Start-Ups
ihr Unternehmen zu niedrig bewertet erscheint. Andere willigen ein,
wie im Fall eJay (Bookbuilding-Spanne 4 bis 5 Euro, 31.7. bis 4.8.),
obwohl im Vorfeld mit nahezu dem doppelten Preis gerechnet wurde. Ge-
rade bei diesen Internet-Firmen liegt der Verdacht nahe, daß sie auf-
grund einer hohen "cash burn rate" dringend auf den Emissionserlös
angewiesen sind.
Eine Bestätigung des guten Geschäftsverlaufs dürften die Halbjahres-
zahlen der Cancom IT-Systeme (31.7.) bringen. Im Wochenverlauf folgen
Transtec (1.8.), Novasoft (2.8.) und Evotec am 4. August. Am Mittwoch
hält Sunburst seine Bilanzpressekonferenz ab. NorCom lädt seine Aktio-
näre zur ersten Hauptversammlung (3.8.) seit dem Börsengang ein.
Quelle: Czerwensky Intern
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7. NICE*LETTER EMPFEHLUNG
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NICE*Letter vom 28.7.2000
Ision Internet: mehr als nur ein ISP
Die Ision Internet AG hat Mittelstands- und Großkunden im Visier. Sie
managt große Websites und stellt den Speicherplatz bereit, erarbeitet
kundenspezifische eCommerce-Lösungen, stellt Zugänge ins Internet so-
wie Hochleistungsnetzwerke zur Verfügung und bietet Wartung oder Help-
desks an. In dem Unternehmen sind mittlerweile über 750 Mitarbeiter
beschäftigt. Die Dienstleistung nehmen über 30.000 Kunden in Anspruch.
Vor allem in der Medienbranche ist Ision stark, u. a. werden die
Online-Auftritte von "Spiegel Online" und "Focus Online" betreut. Auf
Grund der Leistungsbandbreite ist Ision mit keinem Unternehmen am Neu-
en Markt direkt vergleichbar. Am besten umschrieben ist es noch als
"Internet Service Provider mit Systemhaus-Charakter". Und wie es sich
für einen guten ISP gehört, ist man mittlerweile auch auf ASP-Kurs
(Application Service Provider). Technologisch und organisatorisch hat
Ision dazu die entsprechenden virtuellen Pflöcke eingerammt. Wie wir
Ihnen bereits in NICE*Letter 27/00 avisierten, steht demnächst die
Ankündigung von Intershop-Shoplösungen an. Von Ision-Vorstandsmitglied
Axel Karben erfuhren wir, dass Ision derzeit dabei ist, sich von einer
Projekt- zu einer Produkt-Company umzuformieren. Noch letztes Jahr
generierte das Projektgeschäft praktisch die gesamten Erlöse. Doch
bereits in diesem Jahr soll das margenträchtigere Produktgeschäft rund
20 % beisteuern. Aus den Dienstleistungen und den bereits getätigten
Projekten wurden 62 Produkte im langfristigen Business-Plan als Ziel
definiert. Karben ließ uns gegenüber durchblicken, dass rund 20 Pro-
dukte nahezu fertig definiert und entwickelt sind. Ein Beispiel dafür
ist das Sicherheitsprodukt "Managed Firewall", das auf einem Software-
paket von Check Point Software aufsetzt. Letzte Woche gab Ision den
lange geplanten Einstieg in Italien mit der Akquisition der Datef GmbH
bekannt. Damit kann die eigene Internet-Datenleitung (Backbone) nun-
mehr über die Schweiz bis nach Italien verlängert werden.
Unsere Meinung: Die Expansionspläne von Ision sind ambitiös, aber
erreichbar. Die Zweitquartalszahlen liegen nach unseren Informationen
"in line". Wenn der Markt dies entsprechend honoriert, dann könnte
sich im Bereich 40 bis 45 EUR ein Boden auszubilden. Vorerst aber nur
eine Halteposition, da eine schnelle Trendumkehr nicht zu erwarten
ist.
Quelle: NICE*LETTER
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8. EMPFEHLUNGEN INLAND
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Goldman Sachs: DaimlerChrysler weiter Outperformer
Die Analysten des Investmenthauses Goldman Sachs stufen die Aktie des
Automobilkonzerns DaimlerChrysler (WKN 710000) nach wie vor als "Mar-
ket Outperformer" ein. Nach Einschätzung der Experten ist die weitere
Geschäftsentwicklung des Konzerns in diesem Jahr hochgradig abhängig
vom Erfolg des neuen Minivans von Chrysler. Das positive Rating
reflektiere den Wert des Markenportfolios sowie das mittelfristige
Ertragspotenzial. Die Anleger müssten jedoch davon überzeugt werden,
dass sich der Erholungsprozess bei Chrysler fortsetze. Die negative
Kursperformance dürfte mittlerweile ihr Ende gefunden haben. Die von
den Investoren für den nordamerikanischen Markt erwartete Abschwächung
sollte inzwischen im Kurs enthalten sein. Für die Jahre 2000 und 2001
prognostizieren die Analysten einen Gewinn je Aktie von 6,25 Euro und
6,43 Euro. Der DAX-Titel verspreche dem Anleger eine marktüberdurch-
schnittliche Kursentwicklung.
DaimlerChrysler (WKN 710000)
Quelle: Aktiencheck
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Merrill Lynch: Schwarz Pharma über Erwartungen
Die Analysten der Investmentbank Merrill Lynch zeigen sich von den
Halbjahreszahlen von Schwarz Pharma (WKN 722190) positiv überrascht.
Die Halbjahreszahlen seien deutlich über den Erwartungen ausgefallen.
Das Produkt-Portfolio entwickle sich erfolgreicher als ursprünglich
prognostiziert. Allerdings habe man die unternehmenseigenen Schätzun-
gen vermutlich auch zu konservativ angesetzt. Das über den Erwartungen
ausgefallene Ergebnis basiere hauptsächlich auf außerordentlichen Ein-
nahmen von Desinvestments. Die Experten erwägen für das Gesamtjahr ei-
ne Anhebung der Ergebnisprognosen. Eine Veränderung des Anlageurteils
sei jedoch noch viel zu früh. Zwar sei das Kursrisiko begrenzt, aller-
dings könnten die Gewinne im Falle weiterer Produkt-Käufe und Allian-
zen in den nächsten Jahren auf das Break Even-Level sinken. Aufwärts-
potential würde sich nur dann entfalten, wenn sich die noch in der
Pipeline befindlichen Produkte als erfolgreich erweisen. Der Aktien-
kurs würde infolge der Bekanntgabe der Zahlen auch aufgrund der der-
zeit dünnen Umsätze am Markt wahrscheinlich kurzfristig deutlich zule-
gen. Nach Auffassung der Experten sollten institutionelle Investoren
sich dieser Bewegung nicht anschließen.
Schwarz Pharma (WKN 722190)
Quelle: Aktiencheck
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J.P. Morgan: Siemens Kursziel 210 Euro
Die Analysten der Investmentbank J.P. Morgan empfehlen die Aktie des
Technologiekonzerns Siemens (WKN 723610) unverändert zum Kauf. Das
Unternehmen habe zum dritten Quartal überzeugende Zahlen bekannt gege-
ben. Außerdem weise die Gesellschaft vielversprechende Geschäftsaus-
sichten auf. Das Kursziel erhöhen die Experten von 200 Euro auf 210
Euro. Dem Investor könne weiterhin ein Engagement in den DAX-Titel
nahegelegt werden.
Siemens (WKN 723610)
Quelle: Aktiencheck
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BfG Bank: Kabel New Media kaufen
Die Analysten der BfG Bank empfehlen die Aktie der Internet-Agentur
Kabel New Media (WKN 622950) zum Kauf. Die letzten Meldungen unter-
stützen nach Auffassung des zuständigen Analysten Stefan Kopp den Auf-
wärtstrend. So runde die Gründung eines gemeinsamen Unternehmens mit
KarstadtQuelle die Partnerschaft zwischen beiden Gesellschaften ab.
Die Internet-Agentur verfüge über eine starke IT-Stellung und sei gut
im Markt positioniert. Demnach dürfte der geplante Break Even in die-
sem Jahr erreicht werden. Entscheidend für die gute Bewertung hält der
Experte allerdings die Umstrukturierung des Unternehmens sowie die
Einstellung eines Direktors für Investor Relations. Dies würden vor
allem institutionelle Anleger begrüßen, habe das Unternehmen doch
zuvor eine miserable Informationspolitik betrieben. Die Aufteilung in
vier Unternehmenssparten und drei Regionen sorge für die nötige Trans-
parenz. Für die Jahre 2000 und 2001 prognostiziert der Analyst einen
Gewinn je Aktie von 0,04 Euro und 0,20 Euro. Dem Anleger könne ein
Einstieg in den Medien-Titel nahegelegt werden.
Kabel New Media (WKN 622950)
Quelle: Aktiencheck
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Capital: Brokat Kursziel 150 Euro
Mit einem Kursziel von 150 Euro auf Sicht von einem Jahr empfiehlt
derzeit das Anlegermagazin Capital die Aktien der Brokat AG (WKN
522190). Brokat liefere Lösungen für Internet-Banking und -Brokering.
Wichtigstes Produkt sei Twister, eine Online-Transaktionsplattform für
Geldinstitute. Mehr als 2000 Unternehmen würden bereits die Technik
nutzen. Daneben biete Brokat Anwendungssoftware wie elektronisches
Cash-Management oder Zahlungssysteme. Als künftigen Umsatzträger for-
ciere die Firma Bezahlen und Kundenidentifizierung via Handy.
Brokat AG (WKN 522190)
Quelle: Aktiencheck
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9. EMPFEHLUNGEN AUSLAND
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Credit Suisse First Boston: Pepsico "strong buy"
Die Analysten von Credit Suisse Private Banking empfehlen dem Anleger,
die Aktie von Pepsico (WKN 851995) zu kaufen. Der Gewinn des zweiten
Quartals 2000 habe die Erwartungen der Analysten übertroffen. Im Jahre
2000 erwarte man einen Gewinn von 1,43 $ pro Aktie und für 2001 von
1,65 $ pro Aktie. Auch für die nächsten fünf Jahre rechne man mit
einem Gewinnwachstum von ca. 15 % pro Jahr. Nach Meinung der Analysten
von Credit Suisse Private Banking sei das 12-Monate-Kursziel für Pep-
sico 50 $.
Pepsico (WKN 851995)
Quelle: Aktiencheck
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Merrill Lynch: JDS Uniphase weiter akkumulieren
Die Analysten des Investmenthauses Merrill Lynch stufen die Aktie des
Glasfaser-Spezialisten JDS Uniphase (WKN 890488) weiterhin auf "Akku-
mulieren" ein. Die Geschäftszahlen für das vierte Quartal seien über
den Prognosen der Experten ausgefallen. Das Ergebnis je Aktie habe
sich im Zeitraum von April bis Juni von 0,06 auf 0,14 US-$ erhöhen
können. Die Marktforscher von First-Call hätten mit 0,12 US-$ je Aktie
gerechnet. Für die Jahre 2001 und 2002 revidieren die Experten ihre
Ergebnisschätzungen je Aktie von 0,61 auf 0,69 US-$ und von 0,83 US-$
auf 0,90 US-$ nach oben. In den Jahren 1999 bis 2001 solle ein Umsatz
von 2,45 Mrd. US-$; 3,5 Mrd. US-$ und 5 Mrd. US-$ erzielt werden. Nach
Einschätzung der Analysten könnte sich das Listing des Unternehmens im
S&P 500 Index auf den Titel auswirken. Das gleiche gelte für rechtli-
che Fragen, die aus dem jüngst veröffentlichten Zusammenschluss mit
der SDL entstehen könnten. Dem Anleger könne ein Positionsaufbau in
den NASDAQ-Titel nahegelegt werden.
JDS Uniphase (WKN 890488)
Quelle: Aktiencheck
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Morgan Stanley Dean Witter: Nokia Kursziel 65 Euro
Die Analysten des Investmenthauses Morgan Stanley Dean Witter stufen
die Aktie des finnischen Technologiekonzerns Nokia (WKN 870737) von
"Strong Buy" auf "Outperformer" herab. Nach Angaben des Unternehmens
würden die Geschäftsaussichten für das dritte Quartal schlechter aus-
fallen als das zweite. Das Kursziel reduzieren die Experten gleichzei-
tig von 75 auf 65 Euro. Daraufhin verspreche der EURO-STOX-50-Titel
dem Anleger lediglich eine überdurchschnittliche Kursentwicklung.
Nokia (WKN 870737)
Quelle: Aktiencheck
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Platow Brief: Akamai spekulativ
Für das Platowteam ist die Aktie der Akamai Technologies Inc. (WKN
928906) ein risikobehaftetes Investment, welches aber auch hohe Chan-
cen berge. Der Internetsoftware-Entwickler habe den Umsatz im abgelau-
fenen Quartal auf 18,1 Millionen USD nach 7,2 Millionen USD im ersten
Quartal steigern können. Auch der Verlust sei mit 50 US-Cents um 7 US-
Cents niedriger als erwartet ausgefallen. Die Kundenanzahl wäre konti-
nuierlich gewachsen und habe sich in den vergangenen drei Monaten ver-
doppeln können. Die Liquidität scheine vorerst auch gesichert, nachdem
durch eine Wandelanleihe 300 Millionen USD in die Kasse geflossen sei-
en. Allerdings habe die Aktie von diesen positiven Nachrichten nicht
profitieren können und sei in den vergangenen Tagen um 30 % gefallen.
Für den Kursrückgang seien angeblich Befürchtungen von Marktteilneh-
mern verantwortlich, die starken Abgabedruck in Akamai Aktien nach dem
Ende der Haltefrist im August und September für möglich hielten. Das
Platowteam sieht den Titel als spekulatives Investment mit hohen Chan-
cen und Risiken.
Akamai Technologies Inc. (WKN 928906)
Quelle: Aktiencheck
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10. DISCLAIMER
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HAFTUNGSAUSSCHLUSS
Die veröffentlichten Artikel, Nachrichten, Daten und Empfehlungen wer-
den von Informationsanbietern zur Verfügung gestellt. Weder ConSors
noch deren Informationslieferanten können die Verantwortung für die
Richtigkeit der Angaben übernehmen. Wir weisen ausdrücklich darauf
hin, dass dies keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapie-
ren oder Rechten darstellt. Die zur Verfügung gestellten Informationen
bedeuten keine Empfehlung oder Beratung der ConSors Discount-Broker AG.
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ConSors Discount-Broker AG
CONSORS WEEKLY NEWSLETTER Nr. 2000/30
Der kostenlose, wöchentliche Newsletter der
ConSors Discount-Broker AG Freitag, 28. Juli 2000
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THEMEN DIESER AUSGABE:
1. CONSORS INTERN
2. MARKTANALYSE DEUTSCHER MARKT
3. GEWINNER UND VERLIERER DER WOCHE
4. CONSORS FAVORITEN
5. MUSTERDEPOT
6. NEUER MARKT REPORT
7. NICE*LETTER EMPFEHLUNG
8. EMPFEHLUNGEN INLAND
9. EMPFEHLUNGEN AUSLAND
10. DISCLAIMER
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1. CONSORS INTERN
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Merrill Lynch - Damit Ihre Aktien nicht Achterbahn fahren.
Die Neuer-Markt-SMART-20-Zertifikate bieten erstmals die Chance einer
Anlageform in Zertifikate mit weniger Kursschwankungen aufgrund eines
bestechenden Merkmals: Durchschnittsbildung. Investieren Sie kosten-
günstig - kein Ausgabeaufschlag, keine Verwaltungsgebühr - in TMT-Wer-
te des Neuen Marktes. www.zertifikate.de Call Center: 069 5899 4555.
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Newton-Fonds ab sofort mit 100 % ConSors-Discount
Alle Fonds der britischen Newton-Invest können ab sofort bei ConSors
mit einem Discount von 100 % auf den regulären Ausgabeaufschlag geor-
dert werden. Die einzelnen Profile stehen in Kürze im ConSorsFinder
Fonds zur Verfügung. Newton wurde von der renommierten Vermögensver-
waltung Feri Trust als drittbeste Fondsgesellschaft gekürt.
Auflegung eines Dachfonds: "DWS BestSelect Balance" (WKN 921 994)
Am 31. Juli erweitert die DWS Luxemburg ihre Dachfonds-Familie Best-
Select um eine Variante mit gemischtem Aktien-Rentenprofil. Das Fonds-
vermögen wird anfänglich zu je 50 % auf Aktien- und Rentenfonds ver-
schiedener Investmentgesellschaften verteilt. Danach wird der Aktien-
fondsanteil je nach Marktlage angepasst. Die Aktienseite wird durch
breit diversifizierte Fonds mit regionalem Fokus sowie besonders
interessante Branchenfonds abgedeckt. Auf der Rentenseite werden durch
internationale Rentenfonds sowie eine Beimischung von Unternehmensan-
leihen, Hochzins- und Emerging Market-Bonds zudem die vielfältigen
Renditechancen festverzinslicher Anlagen genutzt. Ausgabeaufschlag:
4 %, ConSors-Discount: 25 %, ConSors-Preis: 3 %, Erstausgabepreis:
104,- EUR (ConSors-Preis: 103,- EUR).
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2. MARKTANALYSE
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Deutscher Aktienmarkt - 31. Woche vom 31. Juli bis 4. August 2000
Die nachfolgenden Kursangaben beziehen sich auf Donnerstag, den 27.7.
um 19 Uhr.
Der DAX hat von Montag bis Mittwoch dieser Woche ein Verschnaufpause
eingelegt, die in einem üblichen Rahmen lag, weil es vorher zu kräfti-
gen Kurssteigerungen (6800 bis 7500 DAX-Punkte) gekommen war. Eigent-
lich wurde der Beginn dieser Konsoldierung bereits am Freitag voriger
Woche eingeläutet. Damals schaffte es der Index im Tagesverlauf bis
auf ein Hoch bei 7503 Punkten, rutsche jedoch zum Handelsschluß auf-
grund der schwachen US-Börse ab und kam bei 7373 Punkten zum Stehen.
Die Konsolidierung ging dann bis Mittwoch weiter auf einen Schlußstand
von 7302 Punkten. Am heutigen Donnerstag werden erste Zweifel wach, ob
der DAX wirklich die von uns vermutete Sommerrallye noch weiterführen
kann. Denn der Index konnte sich bei 7300 Punkten nicht halten und
rutscht nunmehr nach unten durch. Aktuell liegt er bei 7187 Punkten
nahe dem Tagestief. Damit beträgt der Wochenverlust 2,5 %. Wir stufen
diese Entwicklung folgendermaßen ein: Der DAX hatte sich in den letz-
ten Wochen erfreulich positiv entwickelt und dabei viele europäische
Aktienindizes outperformt. Das war hauptsächlich auf die überraschende
Verabschiedung der Steuerreform durch den Bundesrat zurückzuführen.
Diese Zusatzgewinne mußten in dieser Woche teilweise wieder hergegeben
werden. Die Kursverluste beim Dow Jones Stoxx 50 Index und beim Dow
Jones Euro Stoxx 50 Index betragen in dieser Woche ebenfalls beachtli-
che 2,0 % bzw. 2,7 %. Dagegen verliert der englische Footsie 100 Index
nur 0,4 % und der schweizerische Swiss Market Index legt sogar um
1,2 % zu. Grundsätzlich ist also das Szenario einer laufenden Sommer-
rallye beim DAX noch nicht vom Tisch, wenn auch Zweifel aufgrund der
momentanen Kursrückgänge aufkommen.
Sehr enttäuschend entwickelte sich in dieser Woche der Nemax-50-Index.
Mit 6074 Punkten liegt er 2,5 % unter dem Schlußstand vom letzten
Freitag. Der Nemax-All-Share Index verlor gar 3,0 % und steht nun bei
5366 Punkten. Für den Neuen Markt bleiben wir auf Sicht der kommenden
Wochen weiterhin sehr zuversichtlich. Nach unserer Auffassung steckt
in den Aktienkursen noch immer eine gewichtige Angstprämie (Burn-rate
Diskussion). Der Performance-Abstand zu den High-tech Indizes an der
US-Börse liegt noch immer bei rund 15 Prozentpunkten. Dort ist es in
dieser Woche zu größeren Gewinnmitnahmen gekommen, nachdem die Kurse
im Durchschnitt der letzten Wochen um rund 30 % zugelegt hatten. Der
Nasdaq Composite Index verliert bisher in dieser Woche 5,3 % auf 3875
Punkte und der Dow Jones Internet Composite Index sogar 11,4 % auf 274
Punkte.
Nicht schön das Verhalten des Dow Jones industrial average: Er hatte
Anfang Juli eine charttechnische Dreiecksformation nach oben verlassen
und war drauf und dran, den Widerstandsbereich bei 11500 Punkten anzu-
steuern. Doch weiter als 10874 Punkte ist er bisher nicht gekommen. Am
gestrigen Mittwoch fiel er dann kräftig zurück und schloß auf Tages-
tief bei 10516 Punkten. Das war letztlich auch der Grund, warum der
DAX heute, am Donnerstag, ebenfalls kräftig nachgibt. Die Kursentwick-
lung dieser beiden Indizes sieht in den letzten Tagen sehr ähnlich
aus. Das Ausmaß des Kursrückgangs beim Dow Jones paßt leider nicht in
unser grundsätzlich positives Szenario. Der DOW tendiert bestenfalls
seitwärts zwischen dem Widerstand bei 10860 Punkten und der Unterstüt-
zung bei 10300 Punkten.
Noch unbeachtet von den Aktienmärkten vollzieht sich gerade an den
Rentenmärkten ein sehr erfreulicher Kursanstieg. Vorreiter ist hier
der amerikanische Bondmarkt. Die beiden Benchmark-Futures, T-Note
Future (10 Jahre) und T-Bond Future (30Jahre) bereiten sich auf einen
Kursausbruch vor. Dieser ist u. E. vollbracht, wenn beide Futures die
Kursmarke von 100 % nach oben durchstoßen. Momentan liegen sie leicht
über 99 %. Sollte der Ausbruch in der nächsten Woche gelingen, stünde
an den Rentenmärkten eine Kursrallye bevor. Die Zinsen dürften im 10-
und 30jährigen Laufzeitenbereich in den USA um ca. 25 Basispunkte
zurückgehen. Dies hätte natürlich einen entsprechend positiven Effekt
auf den europäischen Future-Markt. Der Bobl-Future (aktuell 103 %)
dürfte schnell die Widerstandsmarke von 104,20 % anlaufen und der
Bund-Future (105,53 %) wird wahrscheinlich den massiven Widerstand bei
106,40 % durchbrechen und auf 108,20 % zusteuern. Die Zinsrückgänge
werden sich somit im Ausmaß zwischen 15 Basispunkten und 40 Basispunk-
ten bewegen.
Davon profitieren dürften natürlich die Aktienmärkte. Deshalb sehen
wir den momentanen Kursrückgang, vor allem beim DAX und dem Nemax, als
gute Kaufgelegenheit an, zumal die Stimmung am Markt in den letzten
Wochen trotz Kursaufschwung keinerlei euphorische Züge angenommen hat-
te. Die Telekombranche ist allerdings sehr angeschlagen. Beispiels-
weise ist die Aktie der Deutschen Telekom unter die Unterstützung bei
56 Euro geplumpst und wird charttechnisch erst wieder im Bereich von
40 Euro aufgefangen. Nokia steht momentan bei 48 Euro und damit auf
einer sehr wichtigen Unterstützung. Sollte diese nicht halten, sind
hier ebenfalls Kurse von 40 Euro einzuplanen. Dagegen hält sich einer
unserer DAX-Favoriten, die Vorzüge von SAP, relativ gut. Hier sehen
wir weiterhin ein Kurspotential bis in den Bereich 280 bis 320 Euro
für die kommenden Wochen. Zu neuen Höhenflügen setzt mittlerweile die
Münchener-Rück-Aktie an. Mit 353 Euro steht sie aktuell nicht weit
unterhalb ihres All-time-highs von 357 Euro vom 11. April. Der steuer-
freie Beteiligungsverkauf ab 2002 schlägt hier als fundamentales Argu-
ment durch. Wir halten hier Kurse von rund 400 Euro für möglich. Bei
den Nemax-Titeln lauten unsere Favoriten immer noch: BB Biotech, Con-
Sors, EM.TV und Intershop. Als Empfehlung für den risikoreicheren
Investor sehen wir sehr gute Einstiegskurse bei Alphaform (Prototypen-
bauer kostet 12,50 Euro je Aktie) und Bechtle (eines der fünf größten
IT-Systemhäuser Deutschlands kostet 21,70 Euro je Aktie). Diese beiden
Aktien sind fundamental gut abgesichert und leiden ausschließlich da-
runter, daß sie während der Korrekturphase am Neuen Markt ihren Emis-
sionskurs unterschritten haben.
Quelle: Schmidtbank Research
Verfasser: Dieter Mäckler
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3. GEWINNER UND VERLIERER DER WOCHE
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Die Gewinner und Verlierer der Börsenwoche
vom 21.07. - 28.07. [17:50 Uhr]
Wochen-Hits 21.07. 28.07. %
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USU 17,00 22,90 +34,71
Eichborn 6,05 7,60 +25,62
Condat 35,60 44,30 +24,44
Aeco 14,00 16,90 +20,71
Schwarz Pharma 20,95 25,20 +20,29
QSC 9,70 11,60 +19,59
Sparta Beteiligungen 15,80 18,45 +16,77
B.U.S ST 10,15 11,85 +16,75
Lipro 18,50 21,50 +16,22
Media 18,95 22,00 +16,09
Wochen-Flops 21.07. 28.07. %
-----------------------------------------------
Fantastic DTZ 12,30 7,44 -39,51
Brain International 16,60 11,50 -30,72
Gigabell 32,80 23,00 -29,88
Nexus 10,00 7,25 -27,50
ABIT 35,20 25,70 -26,99
ricardo.de 54,00 39,90 -26,11
VCL Film & Medien 23,00 17,00 -26,09
Micrologica 13,70 10,15 -25,91
Markant-Südwest VZ 8,05 6,00 -25,47
ebookers.com ADR 11,90 9,00 -24,37
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4. CONSORS FAVORITEN
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Die meistgehandelten Werte bei ConSors (20.07.2000 - 27.07.2000)
1. DEUTSCHE TELEKOM AG 555750
2. DEUTSCHE GENOSSENSCHAFTSBANK 609458
3. NOKIA CORP. 870737
4. GENESCAN EUROPE AG 586150
5. MET(A)BOX AG 692120
6. SAP AG 716463
7. INFINEON TECHNOLOGIES AG 623100
8. DAIMLERCHRYSLER AG 710000
9. MEDIGENE AG 502090
10. SIEMENS AG 723610
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5. MUSTERDEPOTS
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Börse Online
Aktie WKN Kaufkurs Kurs
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Aeco 927093 16,00 16,00
Arbomedia.net 548930 34,00 39,00
Eurobike 570660 11,00 12,45
Gesco 587590 18,50 18,10
Isra 548810 70,00 62,00
LPFK Laser & Electr. 645000 132,50 308,50
Medion 660500 38,00 119,00
Microlog 549431 66,30 66,50
Micronas 910354 590,00 660,00
Rofin-Sinar 902757 14,10 13,50
Platowbriefe
Aktie WKN Stck. Kaufkurs Kurs
--------------------------------------------------
Singulus Tech 723890 2040 28,97 72,90
Kamps 628060 1100 36,00 33,40
Internationalmedia 548880 1000 39,80 46,00
IPC Archtec 525280 600 66,00 64,80
AOL 886631 650 60,99 57,50
Der Aktionär - Bernd Förtsch
Aktie WKN Stck. Kaufkurs Kurs
--------------------------------------------------
Knorr Capital 768610 500 49,00 62,50
Morphosys 663200 300 92,00 205,50
International Media 548880 500 41,50 44,90
Medigene 502090 240 68,00 59,50
Vertec 882807 100 125,00 131,00
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6. NEUER MARKT REPORT
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Czerwensky's Neuer Markt Report:
Rückkehr zur Lethargie
Die Belebung der Aktienkurse infolge der Verabschiedung der Steuerre-
form entpuppte sich, für uns nicht überraschend, nur als Strohfeuer.
Der Hauch an Aufbruchstimmung mündete schnell in erneute Lustlosig-
keit. Zudem verstimmten Flaggschiffe der New Economy wie Deutsche Te-
lekom, Amazon oder Nokia die Anleger mit enttäuschenden Geschäftszah-
len bzw. -ausblicken. So kam es, wie es kommen mußte. Wenn selbst die
"Großen" nicht überzeugen und deren Geschäftsmodelle (Amazon) von im-
mer mehr Analysten in Zweifel gezogen werden, sind das keine positiven
Signale für die Werte der zweiten Reihe.
So verlor der NEMAX ALL SHARE über die Woche gut 4 % und notierte am
Freitag nachmittag mir 5322 Punkten. Ganz und gar nicht fantastisch
präsentierte sich dabei die Aktie von fantastic, nachdem das Unterneh-
men die Umsatzprognose für das Gesamtjahr von 50 auf 35 Mill. nach
unten revidierte. Die zur Zeit empfindlichen Anleger quitierten diese
Aktion mit einem 30%igen Abschlag am Freitag auf 7 Euro. Über die Wo-
che gab fantastic damit weitere 43 % seines Börsenkurses ab, der ohne-
hin in den letzten Wochen wie ein Jojo auf und ab schwang.
Neuemissionen: eJay will Börsianer zum Tanzen bringen
Das Musiksoftwarehaus eJay bietet mit seinen Programmen auch Laien die
Möglichkeit, am heimischen PC guten Sound zu kreieren. Die Mittel aus
dem Gang an den Neuen Markt (Zeichnung: 31.7. - 4.8., Konsortialfüh-
rer: BW-Bank) stecken die Stuttgarter in die weitere Internationali-
sierung sowie insbesondere in die Aufrüstung des von Experten als qua-
litativ hochwertig angesehenen Webauftritts. Angesichts zahlreicher
Konkurrenz- und Freewareprodukte zweifeln wir allerdings daran, ob
eJay die ambitionierten Planzahlen - der Umsatz soll von 1999 bis 2001
auf 18 Mill. Euro fast versiebenfacht werden - erreichen kann. Ein
Jahr später erst erwartet eJay schwarze Zahlen. Der mit 4 bis 5 Euro
angesetzte Ausgabepreis - erwartet wurden 7 bis 9 Euro - schürt den
Verdacht, daß das Unternehmen den Emissionserlös dringend braucht. Die
Aktie muß man nicht haben, unsere Empfehlung: nicht zeich-nen!
Aussichtsreicher erscheint dem Czerwensky-Team die kalifornische Mac-
ropore, mit der Concord Effekten (Zeichnung: 2.8. bis 7.8.) die Reihe
seiner mit Eckert & Ziegler, Curasan und Rösch bislang äußerst erfolg-
reichen Emissionen aus der Medizintechnik fortsetzt. Das 1996 gegrün-
dete Unternehmen produziert voll resorbierbare, d. h. im Körper voll
abbaubare, Implantate für die Fixierung bei der Behandlung von Kno-
chendefekten. Das bis dato von Medizinern verwendete Metall erfordert
die Entfernung nach der Regeneration. Fortan plant Macropore, seine
Produkte, die bislang ausschließlich über die amerikanische Medtronic
vertrieben werden, selbst zu vermarkten. Wichtig für den Investor: Bei
einem erwarteten Emissionspreis von 14 Euro wäre Macropore rund 400
Mill. DM wert, und dies bei einem anvisierten Umsatz 2001 von nur rund
50 (12,5) Mill. DM, Gewinn soll erst 2002 geschrieben werden. Fazit:
Nicht gerade billig, angesichts der guten Equity-Story aber zeichnens-
wert.
Tips und Termine
Nicht nur die sommerliche Jahreszeit führt dazu, daß mit AdPhos (Mon-
tag, 31.7.) nur ein Unternehmen in der kommenden Woche den Sprung an
den Neuen Markt wagt. Es ist vor allem die schlechte Marktstimmung für
die Wachstumswerte. Von den Kandidaten verlangen die Banken des Kon-
sortiums nicht selten Preiszugeständnisse, nach denen diesen Start-Ups
ihr Unternehmen zu niedrig bewertet erscheint. Andere willigen ein,
wie im Fall eJay (Bookbuilding-Spanne 4 bis 5 Euro, 31.7. bis 4.8.),
obwohl im Vorfeld mit nahezu dem doppelten Preis gerechnet wurde. Ge-
rade bei diesen Internet-Firmen liegt der Verdacht nahe, daß sie auf-
grund einer hohen "cash burn rate" dringend auf den Emissionserlös
angewiesen sind.
Eine Bestätigung des guten Geschäftsverlaufs dürften die Halbjahres-
zahlen der Cancom IT-Systeme (31.7.) bringen. Im Wochenverlauf folgen
Transtec (1.8.), Novasoft (2.8.) und Evotec am 4. August. Am Mittwoch
hält Sunburst seine Bilanzpressekonferenz ab. NorCom lädt seine Aktio-
näre zur ersten Hauptversammlung (3.8.) seit dem Börsengang ein.
Quelle: Czerwensky Intern
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7. NICE*LETTER EMPFEHLUNG
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NICE*Letter vom 28.7.2000
Ision Internet: mehr als nur ein ISP
Die Ision Internet AG hat Mittelstands- und Großkunden im Visier. Sie
managt große Websites und stellt den Speicherplatz bereit, erarbeitet
kundenspezifische eCommerce-Lösungen, stellt Zugänge ins Internet so-
wie Hochleistungsnetzwerke zur Verfügung und bietet Wartung oder Help-
desks an. In dem Unternehmen sind mittlerweile über 750 Mitarbeiter
beschäftigt. Die Dienstleistung nehmen über 30.000 Kunden in Anspruch.
Vor allem in der Medienbranche ist Ision stark, u. a. werden die
Online-Auftritte von "Spiegel Online" und "Focus Online" betreut. Auf
Grund der Leistungsbandbreite ist Ision mit keinem Unternehmen am Neu-
en Markt direkt vergleichbar. Am besten umschrieben ist es noch als
"Internet Service Provider mit Systemhaus-Charakter". Und wie es sich
für einen guten ISP gehört, ist man mittlerweile auch auf ASP-Kurs
(Application Service Provider). Technologisch und organisatorisch hat
Ision dazu die entsprechenden virtuellen Pflöcke eingerammt. Wie wir
Ihnen bereits in NICE*Letter 27/00 avisierten, steht demnächst die
Ankündigung von Intershop-Shoplösungen an. Von Ision-Vorstandsmitglied
Axel Karben erfuhren wir, dass Ision derzeit dabei ist, sich von einer
Projekt- zu einer Produkt-Company umzuformieren. Noch letztes Jahr
generierte das Projektgeschäft praktisch die gesamten Erlöse. Doch
bereits in diesem Jahr soll das margenträchtigere Produktgeschäft rund
20 % beisteuern. Aus den Dienstleistungen und den bereits getätigten
Projekten wurden 62 Produkte im langfristigen Business-Plan als Ziel
definiert. Karben ließ uns gegenüber durchblicken, dass rund 20 Pro-
dukte nahezu fertig definiert und entwickelt sind. Ein Beispiel dafür
ist das Sicherheitsprodukt "Managed Firewall", das auf einem Software-
paket von Check Point Software aufsetzt. Letzte Woche gab Ision den
lange geplanten Einstieg in Italien mit der Akquisition der Datef GmbH
bekannt. Damit kann die eigene Internet-Datenleitung (Backbone) nun-
mehr über die Schweiz bis nach Italien verlängert werden.
Unsere Meinung: Die Expansionspläne von Ision sind ambitiös, aber
erreichbar. Die Zweitquartalszahlen liegen nach unseren Informationen
"in line". Wenn der Markt dies entsprechend honoriert, dann könnte
sich im Bereich 40 bis 45 EUR ein Boden auszubilden. Vorerst aber nur
eine Halteposition, da eine schnelle Trendumkehr nicht zu erwarten
ist.
Quelle: NICE*LETTER
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8. EMPFEHLUNGEN INLAND
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Goldman Sachs: DaimlerChrysler weiter Outperformer
Die Analysten des Investmenthauses Goldman Sachs stufen die Aktie des
Automobilkonzerns DaimlerChrysler (WKN 710000) nach wie vor als "Mar-
ket Outperformer" ein. Nach Einschätzung der Experten ist die weitere
Geschäftsentwicklung des Konzerns in diesem Jahr hochgradig abhängig
vom Erfolg des neuen Minivans von Chrysler. Das positive Rating
reflektiere den Wert des Markenportfolios sowie das mittelfristige
Ertragspotenzial. Die Anleger müssten jedoch davon überzeugt werden,
dass sich der Erholungsprozess bei Chrysler fortsetze. Die negative
Kursperformance dürfte mittlerweile ihr Ende gefunden haben. Die von
den Investoren für den nordamerikanischen Markt erwartete Abschwächung
sollte inzwischen im Kurs enthalten sein. Für die Jahre 2000 und 2001
prognostizieren die Analysten einen Gewinn je Aktie von 6,25 Euro und
6,43 Euro. Der DAX-Titel verspreche dem Anleger eine marktüberdurch-
schnittliche Kursentwicklung.
DaimlerChrysler (WKN 710000)
Quelle: Aktiencheck
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Merrill Lynch: Schwarz Pharma über Erwartungen
Die Analysten der Investmentbank Merrill Lynch zeigen sich von den
Halbjahreszahlen von Schwarz Pharma (WKN 722190) positiv überrascht.
Die Halbjahreszahlen seien deutlich über den Erwartungen ausgefallen.
Das Produkt-Portfolio entwickle sich erfolgreicher als ursprünglich
prognostiziert. Allerdings habe man die unternehmenseigenen Schätzun-
gen vermutlich auch zu konservativ angesetzt. Das über den Erwartungen
ausgefallene Ergebnis basiere hauptsächlich auf außerordentlichen Ein-
nahmen von Desinvestments. Die Experten erwägen für das Gesamtjahr ei-
ne Anhebung der Ergebnisprognosen. Eine Veränderung des Anlageurteils
sei jedoch noch viel zu früh. Zwar sei das Kursrisiko begrenzt, aller-
dings könnten die Gewinne im Falle weiterer Produkt-Käufe und Allian-
zen in den nächsten Jahren auf das Break Even-Level sinken. Aufwärts-
potential würde sich nur dann entfalten, wenn sich die noch in der
Pipeline befindlichen Produkte als erfolgreich erweisen. Der Aktien-
kurs würde infolge der Bekanntgabe der Zahlen auch aufgrund der der-
zeit dünnen Umsätze am Markt wahrscheinlich kurzfristig deutlich zule-
gen. Nach Auffassung der Experten sollten institutionelle Investoren
sich dieser Bewegung nicht anschließen.
Schwarz Pharma (WKN 722190)
Quelle: Aktiencheck
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J.P. Morgan: Siemens Kursziel 210 Euro
Die Analysten der Investmentbank J.P. Morgan empfehlen die Aktie des
Technologiekonzerns Siemens (WKN 723610) unverändert zum Kauf. Das
Unternehmen habe zum dritten Quartal überzeugende Zahlen bekannt gege-
ben. Außerdem weise die Gesellschaft vielversprechende Geschäftsaus-
sichten auf. Das Kursziel erhöhen die Experten von 200 Euro auf 210
Euro. Dem Investor könne weiterhin ein Engagement in den DAX-Titel
nahegelegt werden.
Siemens (WKN 723610)
Quelle: Aktiencheck
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BfG Bank: Kabel New Media kaufen
Die Analysten der BfG Bank empfehlen die Aktie der Internet-Agentur
Kabel New Media (WKN 622950) zum Kauf. Die letzten Meldungen unter-
stützen nach Auffassung des zuständigen Analysten Stefan Kopp den Auf-
wärtstrend. So runde die Gründung eines gemeinsamen Unternehmens mit
KarstadtQuelle die Partnerschaft zwischen beiden Gesellschaften ab.
Die Internet-Agentur verfüge über eine starke IT-Stellung und sei gut
im Markt positioniert. Demnach dürfte der geplante Break Even in die-
sem Jahr erreicht werden. Entscheidend für die gute Bewertung hält der
Experte allerdings die Umstrukturierung des Unternehmens sowie die
Einstellung eines Direktors für Investor Relations. Dies würden vor
allem institutionelle Anleger begrüßen, habe das Unternehmen doch
zuvor eine miserable Informationspolitik betrieben. Die Aufteilung in
vier Unternehmenssparten und drei Regionen sorge für die nötige Trans-
parenz. Für die Jahre 2000 und 2001 prognostiziert der Analyst einen
Gewinn je Aktie von 0,04 Euro und 0,20 Euro. Dem Anleger könne ein
Einstieg in den Medien-Titel nahegelegt werden.
Kabel New Media (WKN 622950)
Quelle: Aktiencheck
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Capital: Brokat Kursziel 150 Euro
Mit einem Kursziel von 150 Euro auf Sicht von einem Jahr empfiehlt
derzeit das Anlegermagazin Capital die Aktien der Brokat AG (WKN
522190). Brokat liefere Lösungen für Internet-Banking und -Brokering.
Wichtigstes Produkt sei Twister, eine Online-Transaktionsplattform für
Geldinstitute. Mehr als 2000 Unternehmen würden bereits die Technik
nutzen. Daneben biete Brokat Anwendungssoftware wie elektronisches
Cash-Management oder Zahlungssysteme. Als künftigen Umsatzträger for-
ciere die Firma Bezahlen und Kundenidentifizierung via Handy.
Brokat AG (WKN 522190)
Quelle: Aktiencheck
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9. EMPFEHLUNGEN AUSLAND
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Credit Suisse First Boston: Pepsico "strong buy"
Die Analysten von Credit Suisse Private Banking empfehlen dem Anleger,
die Aktie von Pepsico (WKN 851995) zu kaufen. Der Gewinn des zweiten
Quartals 2000 habe die Erwartungen der Analysten übertroffen. Im Jahre
2000 erwarte man einen Gewinn von 1,43 $ pro Aktie und für 2001 von
1,65 $ pro Aktie. Auch für die nächsten fünf Jahre rechne man mit
einem Gewinnwachstum von ca. 15 % pro Jahr. Nach Meinung der Analysten
von Credit Suisse Private Banking sei das 12-Monate-Kursziel für Pep-
sico 50 $.
Pepsico (WKN 851995)
Quelle: Aktiencheck
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Merrill Lynch: JDS Uniphase weiter akkumulieren
Die Analysten des Investmenthauses Merrill Lynch stufen die Aktie des
Glasfaser-Spezialisten JDS Uniphase (WKN 890488) weiterhin auf "Akku-
mulieren" ein. Die Geschäftszahlen für das vierte Quartal seien über
den Prognosen der Experten ausgefallen. Das Ergebnis je Aktie habe
sich im Zeitraum von April bis Juni von 0,06 auf 0,14 US-$ erhöhen
können. Die Marktforscher von First-Call hätten mit 0,12 US-$ je Aktie
gerechnet. Für die Jahre 2001 und 2002 revidieren die Experten ihre
Ergebnisschätzungen je Aktie von 0,61 auf 0,69 US-$ und von 0,83 US-$
auf 0,90 US-$ nach oben. In den Jahren 1999 bis 2001 solle ein Umsatz
von 2,45 Mrd. US-$; 3,5 Mrd. US-$ und 5 Mrd. US-$ erzielt werden. Nach
Einschätzung der Analysten könnte sich das Listing des Unternehmens im
S&P 500 Index auf den Titel auswirken. Das gleiche gelte für rechtli-
che Fragen, die aus dem jüngst veröffentlichten Zusammenschluss mit
der SDL entstehen könnten. Dem Anleger könne ein Positionsaufbau in
den NASDAQ-Titel nahegelegt werden.
JDS Uniphase (WKN 890488)
Quelle: Aktiencheck
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Morgan Stanley Dean Witter: Nokia Kursziel 65 Euro
Die Analysten des Investmenthauses Morgan Stanley Dean Witter stufen
die Aktie des finnischen Technologiekonzerns Nokia (WKN 870737) von
"Strong Buy" auf "Outperformer" herab. Nach Angaben des Unternehmens
würden die Geschäftsaussichten für das dritte Quartal schlechter aus-
fallen als das zweite. Das Kursziel reduzieren die Experten gleichzei-
tig von 75 auf 65 Euro. Daraufhin verspreche der EURO-STOX-50-Titel
dem Anleger lediglich eine überdurchschnittliche Kursentwicklung.
Nokia (WKN 870737)
Quelle: Aktiencheck
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Platow Brief: Akamai spekulativ
Für das Platowteam ist die Aktie der Akamai Technologies Inc. (WKN
928906) ein risikobehaftetes Investment, welches aber auch hohe Chan-
cen berge. Der Internetsoftware-Entwickler habe den Umsatz im abgelau-
fenen Quartal auf 18,1 Millionen USD nach 7,2 Millionen USD im ersten
Quartal steigern können. Auch der Verlust sei mit 50 US-Cents um 7 US-
Cents niedriger als erwartet ausgefallen. Die Kundenanzahl wäre konti-
nuierlich gewachsen und habe sich in den vergangenen drei Monaten ver-
doppeln können. Die Liquidität scheine vorerst auch gesichert, nachdem
durch eine Wandelanleihe 300 Millionen USD in die Kasse geflossen sei-
en. Allerdings habe die Aktie von diesen positiven Nachrichten nicht
profitieren können und sei in den vergangenen Tagen um 30 % gefallen.
Für den Kursrückgang seien angeblich Befürchtungen von Marktteilneh-
mern verantwortlich, die starken Abgabedruck in Akamai Aktien nach dem
Ende der Haltefrist im August und September für möglich hielten. Das
Platowteam sieht den Titel als spekulatives Investment mit hohen Chan-
cen und Risiken.
Akamai Technologies Inc. (WKN 928906)
Quelle: Aktiencheck
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