Wende beim Stahlriesen: Warum Salzgitter vor einem Gewinn-Sprung steht

Julian Schick Julian Schick
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Julian Schick schreibt seit 2020 über die Themen, die Anleger bewegen – mit einem besonderen Fokus auf Aktienanalysen, Dividendenstrategien und ETFs. Der ausgebildete Journalist absolvierte die Kölner Journalistenschule und sammelte Erfahrungen unter anderem beim Handelsblatt, der Financial Times Deutschland sowie Euronews und WDR5. Für Ariva bringt er fundiertes Marktwissen und einen klaren Blick für das Wesentliche mit.

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Arbeiter in einem Stahlwerk (Symbolbild).
© industryview / iStock / Getty Images Plus / Getty Images www.gettyimages.de
Ein neuer Branchenwind könnte der Salzgitter-Aktie kräftigen Rückenwind verleihen. Während viele Anleger noch zögern, sehen Analysten bereits den perfekten Moment für ein Comeback gekommen.
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Die Aktie von Stahlkonzern Salzgitter gehört am Dienstag mit einem Plus von mehr als 6 Prozent zu den Gewinnern am deutschen Aktienmarkt. Strengere europäische Importbarrieren und anziehende Stahlpreise dürften die Erträge kräftig antreiben. Das Analysehaus Jefferies hat die Aktie des Traditionsunternehmens von Halten auf Kaufen hochgestuft und das Kursziel von 55 auf 66 Euro angehoben. Die Experten sehen damit ein Aufwärtspotenzial von mehr als 20 Prozent für das Papier, das nach Verlusten der Beteiligung Aurubis (Aurubis Aktie) zuletzt unter Druck geraten war.

Hauptgrund für den Optimismus sind neue europäische Schutzbarrieren. Diese begrenzen günstige Einfuhren aus Drittstaaten seit Juli um die Hälfte und stützen das Preisniveau. Salzgitter profitiert davon besonders stark, da das Unternehmen drei Viertel seiner Erlöse in Europa und mehr als vierzig Prozent auf dem deutschen Heimatmarkt erzielt. Ab dem übernächsten Jahr dürften zudem hiesige staatliche Infrastrukturprogramme für zusätzliche Nachfrage sorgen.

Für das laufende Jahr prognostizieren die Analysten ein operatives Ergebnis von rund 727 Millionen Euro. Das liegt über dem oberen Ende der Firmenprognose von bis zu 725 Millionen Euro, weshalb die Experten mit einer baldigen Erhöhung der Jahresziele rechnen. Für das darauffolgende Jahr erwarten sie sogar einen operativen Gewinn von mehr als einer Milliarde Euro, womit sie die durchschnittlichen Erwartungen des Marktes um fast ein Fünftel übertreffen.

Der Konzern reagiert extrem sensibel auf Marktänderungen. Jede Preiserhöhung um fünfzig Euro je Tonne bringt laut den Berechnungen ein operatives Plus von 285 Millionen Euro ein, beziehungsweise 185 Millionen Euro nach Abzug längerfristiger Lieferverträge. "Der mittelfristige Ausblick für den europäischen Stahlsektor stellt sich strukturell besser dar als in der Vergangenheit", begründen die Branchenexperten ihre Zuversicht, da politische Vorgaben Importe ausbremsen und die Werksauslastung stabilisieren.

Werte aus dem Artikel:
Salzgitter Aktie 53,00 € +0,09%


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