kann sein. Vielleicht sind die BVB Aktionäre in der Summe viel ärmer als bei anderen Aktien? Gibt aber auch andere Gründe. Bei den Wikifolios zum Beispiel gibt es nur sehr wenige mit einem hohen Anlagevolumen, die hier überhaupt investieren:
111 Wikifolios haben die BVB Aktie im Depot
www.wikifolio.com/de/de/alle-wikifolios/...gn=top-underlyings
Demgegenüber die Wikifolios bei der Hypoport Aktie:
249 wikifolios, darunter 9 wikifolios mit einem Anlagevolumen über eine Mio Euro
www.wikifolio.com/de/de/alle-wikifolios/...asc&sortBy=aum
Den Abstand zur fairen Bewertung bei Hypoport sehe ich als nur sehr gering an, wenn überhaupt. Das ändert aber nix an der Beliebtheit der Aktie, demgegenüber ist die BVB Aktie bei deutschen Investoren gnadenlos unbeliebt.
Sieht man ja auch an der Berichterstattung in den Medien. Da wird überall geschrieben, um wie viel die Börsenkapitalisierung gestiegen wäre und setzt das ausschließlich in Bezug zum Dembele Transfer, so etwas ist völlig hanebüchen. Bei der letzten GSC Research Analyse stand Borussia Dortmund vor dem Ausscheiden im Pokal auswärts bei den Bayern, das Weiterkommen, sowie der Sieg im Endspiel bringt inkl. Sponsorenprämien zweistellige Mio Einnahmen, dazu Bender/Ginter/Merino 32,5 Mio dazu Opel Vertrag, den sie mit Sicherheit nicht auf dem Schirm hatten.
Wenn man also längere Zeitfenster benutzt, dann sollte man schon wenigstens alle Nachrichten nennen. Mal abgesehen davon, daß die Hauptmotivation eben die eigentliche Unterbewertung ist und nichts anderes, so ist es zumindest bei anderen Aktien.
Ich schätze, der Dembele Transfer führt dazu, daß Seydler die faire Bewertung auf über 12 Euro anheben muss, letztlich hat sich der Abstand also nicht verringert. Die Medien schreiben hingegen, es könne zu Gewinnmitnahmen kommen.
Wenn bei Hypoport oder sonstwo der Aktienkurs berechtigterweise steigt, wird so etwas nicht geschrieben, weil dort bei jeder noch so kleinen Nachricht eine neue Analyse kommt. Die Kapitalmarktkommunikation ist dort wesentlich besser, das liegt im Kern an den Analysten und nicht an Borussia Dortmund.