"ich könnte mir vorstellen das BASF schnell wieder nächste Woche über 50 Euro ist"
Man sollte nie etwas ausschließen, aber das halte ich für sehr unwahrscheinlich. Erstmal sehen wir nächste Woche die 45,xx oder tiefer. Solange das Gasproblem nicht gelöst ist und die Diskussionen in Richtung Stop sich intensivieren bzw. der Druck von vielen Ländern oder EU immer größer wird, wird es keine Kurse von 50 oder größer mehr geben.
Schöner Artikel wie sich die EU-Vorgaben von Gasspeicherfüllständen von 63 % zum 1.8. und 80 % zum 1.11. bei gleichzeitiger Reduzierung von russischem Gas, mit den realen Möglichkeiten in Konkurrenz stehen. Es scheint, daß diese Zielerreichung ohne Gaseinsparungen bei den Unternehmen nicht möglich sein werden.
"EU-Kommissionsvizepräsident Frans Timmermans hatte erklärt, dass die EU-Mitgliedstaaten bis Jahresende auf zwei Drittel ihrer Gaslieferungen aus Russland verzichten und diese aus anderen Quellen ersetzen könnten. Zugleich sollen die Staaten ihre Speicher bis zum November auf mindestens 80 Prozent der Maximalkapazität befüllen - um notfalls auch ohne russisches Gas über den nächsten Winter zu kommen.
Beide Ziele zugleich lassen sich laut den Modellberechnungen des Jülicher Instituts für Techno-ökonomische Systemanalyse nur mit erheblichen Abriegelungen der Industrie verwirklichen, wie der "Spiegel" weiter berichtete. Demzufolge müsste sämtlichen Stahlhütten, Chemiefabriken oder Zementwerken in der EU von jetzt an bis Ende Juli das Gas abgedreht werden - und dazu den Gaskraftwerken fast den gesamten Juli lang. Nur so ließe sich das Zwischenziel der EU erreichen, die Speicher bis zum 1. August zu 63 Prozent zu füllen, ergaben laut "Spiegel" die Modellberechnungen des Jülicher Instituts.
Einschränkungen für Industrie unvermeidbar
Im Oktober wären demnach weitere Kappungen für die Industrie notwendig, um den 80-Prozent-Pegel bis zum 1. November zu erreichen. All dies gelte selbst unter der optimistischen Annahme, dass sich die Einfuhren von Flüssigerdgas (LNG) und Pipelinegas aus anderen Staaten noch einmal deutlich steigern ließen. "Wenn die Speicher entsprechend der geplanten Vorgaben aufgefüllt und zugleich die Lieferungen aus Russland derart stark gekürzt werden sollen, geht das nur mit deutlichen Einschränkungen für die Industrie und die Kraftwerke", sagte Jochen Linßen, Professor am Forschungszentrum Jülich, dem "Spiegel".
www.n-tv.de/wirtschaft/...-der-Industrie-article23300394.html