Milliarden-Abschreibungen und Machtwechsel: Warum BP jetzt vor einer Bewährungsprobe steht
Abschreibungen in Milliardenhöhe, schwacher Ölhandel und ein radikaler Führungswechsel: BP steht vor einer strategischen Zäsur. Was hinter den Schockzahlen steckt – und warum die Börse trotzdem Hoffnung schöpft.
Der britische Energiekonzern BP (BP Aktie) rechnet im Schlussquartal mit deutlichen Wertberichtigungen. Für das vierte Quartal rechnet das Unternehmen mit Abschreibungen von bis zu fünf Milliarden US-Dollar. Betroffen sind vor allem Geschäftsbereiche, die im Zuge der strategischen Neuausrichtung auf die Energiewende aufgebaut wurden.
Laut dem Konzern entfallen die Belastungen vor allem auf das Gasgeschäft sowie auf Aktivitäten in CO₂-ärmeren Segmenten. Zusätzlich dürfte das Ölhandelsgeschäft im vierten Quartal schwach ausgefallen sein – bereits zum zweiten Mal in Folge. Positiv ist, dass die Produktionsmengen stabil geblieben sind und BP gleichzeitig seine Nettoverschuldung weiter reduzieren konnte.
Die Vorabinformationen liefern einen Hinweis darauf, wie stark der Ölpreisrückgang im Schlussquartal die Bilanz belastet hat. Gleichzeitig kommen sie zu einem Zeitpunkt, an dem BP einen tiefgreifenden Führungswechsel vollzieht. Erst vor wenigen Wochen war Murray Auchincloss überraschend abgelöst worden. Er hatte den Konzern nach enttäuschenden Investitionen in CO₂-ärmere Technologien wieder stärker auf fossile Energieträger ausrichten wollen.
Sein Nachfolger Albert Manifold war jedoch mit dem langsamen Fortschritt der Transformation unzufrieden und drängte auf ein höheres Umsetzungstempo. In diesem Zusammenhang traf er eine weitreichende Personalentscheidung. Zur neuen Vorstandsvorsitzenden wurde Meg O’Neil berufen. Sie hatte zuvor als CEO der Woodside Energy Group gearbeitet und das Unternehmen mit klarem Fokus auf Öl- und Gasprojekte geführt.
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An den Finanzmärkten kam dieser Schritt gut an. Seit der Ankündigung legte die BP-Aktie um rund vier Prozent zu. Die Investoren scheinen darauf zu setzen, dass der Konzern unter der neuen Führung eine klarere strategische Ausrichtung findet.
Trotzdem bleibt die Lage angespannt. Die angekündigten Abschreibungen und das schwache Handelsergebnis zeigen, wie schwierig der Spagat zwischen dem klassischen Öl- und Gasgeschäft und der Energiewende weiterhin ist. BP muss seinen Platz in einem zunehmend komplexen und volatilen Energiemarkt neu definieren.
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