#Kein Börsenguru:
Ich finde, dass du die Risiken oben sehr umfassend zusammen gestellt hast. Ein paar Zeilen dazu:
Du suggerierst, bzw. schreibst das ja eigentlich ganz klar, dass eine KE nach wie vor im Raum steht. (Shortys könnten mehr wissen; Absegnung eines großen Vorratsbeschlusses etc.):
Stell dir mal vor, wo diese KE bei den aktuellen Kursen statt finden müsste! Bei 13 oder 14 Euro? Was würde dabei eingespielt werden? 250 Mio Euro, bei 19 Mio neuen Aktien! Sei mir nicht böse, aber das ist vollkommen ausgeschlossen, einfach darum, weil es keinem etwas bringt.
Da gäbe es Maßnahmen, die weitaus mehr bringen würden. Sale & Lease Back; Weitere Verkäufe von Tochtergesellschaften etc.
Wenn sich die Lage wirklich dramatisch zuspitzen würde und tatsächlich kein Weg an einer KE vorbei führen würde, dann würde wohl eine Lösung kommen müssen, wie sie AMS hatte, dann werden allerdings nicht mehr 19 Mio sondern das mehrfache von den derzeitigen 38 Mio kommen müssen. Die Altaktionäre würden damit großteils entwertet werden.
Bei höheren Kursen (eventuell 40 Euro aufwärts) halte ich eine KE für weitaus wahrscheinlicher. Dann bringt sie auch tatsächlich auch dem Unternehmen etwas, deswegen auch der Vorratsbeschluss, der ja auch eine mehrjährige Gültigkeit hat.
Ich tue mir auch schwer, das einfach nur stehen zu lassen, was du über den Korea Verkauf geschrieben hast. Ich lasse einmal deine semantische Bezeichnung „Notverkauf“ außen vor, auch wenn ich mich schon daran stoße .
Wenn du aber schreibst, dass damit nur ein Bruchteil des fairen Wertes erzielbar ist, dann ist das eine klare Falschmeldung.
AT&S hat bereits vor einem Jahr erstmalig den Korea-Verkauf erwähnt. Der Verkaufsprozess (Bieterverfahren) läuft nun bereits seit einigen Monaten. Ich denke, dass damit auch gewährleistet ist, dass dabei ein fairer Preis heraus kommt.
Ja, AT&S steckt in einem unruhigen Fahrwasser, es gibt viele Unsicherheiten, du hast sie oben auch gut skizziert, ich sehe hier aber keine dramatische Situation.
Trotz des saisonal schlechtesten Quartals hatte das Unternehmen eine bereinigte EBITDA-Marge von 27%. Hätte man nicht diese Extrakosten wegen der Sozialpläne und der Kosten wegen der beiden neuen Werke Kulim und Leoben, wäre man damit sogar bei diesem schwachen Quartal in der Gewinnzone.
Q2 wird ein gutes Quartal und auch die beiden weiteren Quartale sollten Anzeichen eines sich erholenden Marktes zeigen.
Ich gehe von steigenden Kursen spätestens im Oktober aus.